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Präparate

Cefaclor Aristo® forte 250 mg/5 ml Granulat z. Herst. einer Susp. z. Einnehmen

Wechselwirkungen-Liste
1
1
Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Saftzubereitungen für Erwachsene,
- ausgenommen von in der Person des Patienten begründeten Ausnahmen.

Der Einsatz von Saftzubereitungen für Erwachsene ist besonders zu begründen.

Verordnungseinschränkung verschreibungspflichtiger Arzneimittel nach dieser Richtlinie. [4]

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Cefaclor Aristo® forte 250 mg/5 ml Granulat z. Herst. einer Susp. z. Einnehmen

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Gran. zur Herst. e. Susp. zum Einnehmen

Hersteller

Aristo Pharma GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.11.2025
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Fachinfo - Cefaclor 250 mg/5 ml

Anwendungsgebiete

Cefaclor Aristo und Cefaclor Aristo forte sind geeignet zur Behandlung von akuten und chronischen Infektionen unterschiedlichen Schweregrades, die durch Cefaclor-empfindliche Erreger (siehe Abschnitt 5.

„Pharmakologische Eigenschaften“) verursacht werden und einer oralen Behandlung zugänglich sind:

Dazu zählen Infektionen

  • der unteren Atemwege;

  • des Hals-Nasen-Ohrenbereichs, wie z. B. Otitis media, Sinusitis, Tonsillitis, Pharyngitis;

  • der Niere und der ableitenden Harnwege;

  • der Haut und der Weichteilgewebe

  • sowie die Gonorrhö.

Die allgemein anerkannten Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen sind bei der Anwendung von Cefaclor Aristo und Cefaclor Aristo forte zu berücksichtigen.

Dosierung

Dosierung

Erwachsene und Kinder über 10 Jahre

Soweit nicht anders verordnet, beträgt die Normaldosierung 3-mal täglich 500 mg Cefaclor, entsprechend 3-mal täglich 2 Messlöffel Cefaclor Aristo forte bzw. 3-mal täglich 4 Messlöffel Cefaclor Aristo.

Für schwerere Infektionen (wie Lungenentzündung) oder solche, die durch weniger empfindliche Erreger verursacht werden, kann die Dosis verdoppelt werden (auf 3-mal täglich 1000 mg). In einzelnen Fällen wurden Erwachsenen Dosen bis zu 4 g Cefaclor täglich verabreicht, die gut vertragen wurden. Diese Dosis sollte nicht überschritten werden.

Bei leichten Infektionen, wie z. B. unkomplizierten Infektionen der ableitenden Harnwege, ist die Dosierung von 3-mal täglich 250 mg Cefaclor ausreichend, entsprechend 3-mal täglich 1 Messlöffel Cefaclor Aristo forte bzw. 3-mal täglich 2 Messlöffel Cefaclor Aristo.

Zur Behandlung der akuten gonorrhoischen Urethritis bei Frauen und Männern werden 3 g Cefaclor (entsprechend 12 Messlöffel Cefaclor Aristo forte bzw. 24 Messlöffel Cefaclor Aristo) eingenommen, evtl. zusammen mit 1 g Probenecid.

Kinder von 6 bis 10 Jahren

Soweit nicht anders verordnet, beträgt die Normaldosierung 3-mal täglich 250 mg Cefaclor, entsprechend 3-mal täglich 1 Messlöffel Cefaclor Aristo forte bzw. 3-mal täglich 2 Messlöffel Cefaclor Aristo.

Bei schweren Infektionen, Otitis media oder Infektionen durch weniger empfindliche Erreger sind u. U. 4-mal täglich 250 mg Cefaclor (entsprechend 4-mal täglich 1 Messlöffel Cefaclor Aristo forte bzw. 4-mal täglich 2 Messlöffel Cefaclor Aristo) erforderlich. Bei Otitis media können auch 2-mal täglich 500 mg Cefaclor (entsprechend 2-mal täglich 2 Messlöffel Cefaclor Aristo forte bzw. 2-mal täglich 4 Messlöffel Cefaclor Aristo) genommen werden.

Bei leichten Infektionen wie z. B. unkomplizierten Infektionen der ableitenden Harnwege ist auch eine Dosierung von 2-mal täglich 250 mg Cefaclor, d. h. 1 Messlöffel Cefaclor Aristo forte bzw. 2 Messlöffel Cefaclor Aristo jeweils morgens und abends gegeben, ausreichend.

Kinder unter 6 Jahren

Soweit nicht anders verordnet, beträgt die Normaldosierung 30 mg Cefaclor/kg Körpergewicht/Tag aufgeteilt in 3 Einzeldosen. Bei schwereren Infektionen, Otitis media oder bei Infektionen durch weniger empfindliche Erreger sind u. U. 40 (-50) mg Cefaclor/kg Körpergewicht/Tag erforderlich, bei Kindern bis zu 6 Jahren jedoch höchstens 1 g pro Tag. Bei Otitis media kann die Gesamttagesdosis in zwei Teilgaben alle 12 Stunden gegeben werden. Bei leichten Infektionen, wie z. B. unkomplizierten Infektionen der ableitenden Harnwege, ist eine Dosierung von 20 mg Cefaclor/kg Körpergewicht/Tag in zwei bis drei Teilgaben alle 8 bzw. 12 Stunden ausreichend.

Zur Orientierung für die Dosierung der Suspensionen können die folgenden Tabellen dienen.

Cefaclor Aristo = 125 mg/Messlöffel (5 ml)

Alter des Kindes Normaldosierung höhere Dosierung bei schwereren Infektionen und bei Mittelohrentzündung niedrigere Dosierung bei leichteren Infektionen
bis 6 Mon. 3-mal tgl. 62,5 mg (2,5 ml) 4-mal tgl. 62,5 mg (2,5 ml)
6 Mon. - 1 Jahr 4-mal tgl. 62,5 mg (2,5 ml) 3-mal tgl. 125 mg (5 ml)
1 - 2 Jahre 3-mal tgl. 125 mg (5 ml) 4-mal tgl. 125 mg (5 ml) bzw.2-mal tgl. 250 mg (10 ml)
3 - 5 Jahre morgens 250 mg(10 ml)mittags 125 mg(5 ml)abends 250 mg(10 ml) 3-mal tgl. 250 mg (10 ml)
6 - 10 Jahre 3-mal tgl. 250 mg (10 ml) 4-mal tgl. 250 mg (10 ml) bzw.2-mal tgl. 500 mg (20 ml) 2-mal tgl. 250 mg (10 ml)(morgens und abends)
über 10 Jahre 3-mal tgl. 500 mg (20 ml) 3-mal tgl. 1000 mg (40 ml) 3-mal tgl. 250 mg (10 ml)

Hinweis:

Dieses Arzneimittel enthält in 5 ml gebrauchsfertiger Suspension 3 g Sucrose (Zucker). Bei Beachtung der Dosierungsanleitung werden bei jeder Anwendung je nach Alter des Kindes und Höhe der Dosierung 4,5-72 g Sucrose (Zucker) zugeführt.

Cefaclor Aristo forte = 250 mg/Messlöffel (5 ml)

Alter des Kindes Normaldosierung höhere Dosierung bei schwereren Infektionen und bei Mittelohrentzündung niedrigere Dosierung bei leichteren Infektionen
1-2 Jahre 3-mal tgl. 125 mg (2,5 ml) 4-mal tgl. 125 mg (2,5 ml) bzw.2-mal tgl. 250 mg (5 ml)
3-5 Jahre morgens 250 mg(5 ml)mittags 125 mg(2,5 ml)abends 250 mg(5 ml) 3-mal tgl. 250 mg (5 ml)
6-10 Jahre 3-mal tgl. 250 mg (5 ml) 4-mal tgl. 250 mg (5 ml) bzw.2-mal tgl. 500 mg (10 ml) 2-mal tgl. 250 mg (5 ml)(morgens und abends)
über 10 Jahre 3-mal tgl. 500 mg (10 ml) 3-mal tgl. 1000 mg (20 ml) 3-mal tgl. 250 mg (5 ml)

Hinweis:

Dieses Arzneimittel enthält in 5 ml gebrauchsfertiger Suspension 3 g Sucrose (Zucker). Bei Beachtung der Dosierungsanleitung werden bei jeder Anwendung je nach Alter des Kindes und Höhe der Dosierung 6-36 g Sucrose (Zucker) zugeführt.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Cefaclor Aristo/Cefaclor Aristo forte kann auch bei eingeschränkter Nierenfunktion ohne Dosierungsanpassung gegeben werden.

Hämodialyse verkürzt die Serumhalbwertszeit um 25-30 %. Bei Patienten, die regelmäßig hämodialysiert werden, sollte vor der Dialyse eine Initialdosis von 250 mg bis zu 1 g Cefaclor gegeben werden. Die Erhaltungsdosis in der Zeit zwischen zwei Dialysen entspricht der oben angegebenen Dosierung.

Art der Anwendung

Bei Cefaclor Aristo/Cefaclor Aristo forte handelt es sich um ein Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen.

Herstellung der Suspension

Bereiten Sie die Suspension erst unmittelbar vor der ersten Einnahme zu. Falls Sie mehrere Flaschen verschrieben bekommen haben, bereiten Sie die nächste Flasche erst zu, nachdem die vorherige Flasche aufgebraucht wurde, da sich der Wirkstoff in Wasser schneller zersetzt.

  1. Schütteln Sie das Granulat in der geschlossenen Flasche vor der Wasserzugabe kurz auf.

  2. Öffnen Sie den kindergesicherten Verschluss durch Niederdrücken und gleichzeitiges Linksdrehen des Deckels.

  3. Füllen Sie die Flasche bis zur Ringmarkierung (Rille auf der Flasche) mit kaltem Leitungswasser. Zur Kontrolle der Füllhöhe halten Sie die Flasche auf Augenhöhe.

  4. Verschließen Sie die Flasche und schütteln diese sofort kräftig kopfüber. Anschließend drehen Sie die Flasche wieder um und füllen erneut Wasser bis zur Ringmarkierung auf und schütteln solange kräftig, bis auf dem Boden keine Granulatreste mehr zu erkennen sind. Die Suspension ist jetzt gebrauchsfertig.

  5. Bitte schütteln Sie die Flasche vor jeder Einnahme kräftig. Zum Abmessen der verordneten Menge benutzen Sie den beiliegenden Messlöffel.

  6. Die Cefaclor Aristo/Cefaclor Aristo forte Suspension muss im Kühlschrank bei 2°C-8°C aufbewahrt werden.

Einnahme

Die Suspension kann auch während der Mahlzeiten eingenommen werden. Die Flasche vor jeder Einnahme kräftig schütteln. Zum Abmessen der richtigen Dosis beiliegenden Messlöffel benutzen.

Cefaclor Aristo/Cefaclor Aristo forte soll in der Regel 7(-10) Tage lang eingenommen werden, mindestens bis 2-3 Tage nach Abklingen der Krankheitserscheinungen.

Bei der Behandlung von Nebenhöhlenentzündungen und von Infektionen mit β-hämolysierenden Streptokokken ist aus Vorsorglichkeit eine Therapiedauer von mindestens 10 Tagen angezeigt.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Cephalosporine oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Vorbekannte schwere Überempfindlichkeitsreaktionen oder Reaktionen vom Soforttyp auf Penicilline oder andere Betalaktam-Antibiotika.

Warnhinweise

Da eine Kreuzallergie zwischen Cefaclor, Penicillinen und anderen Betalaktam-Antibiotika bestehen kann, müssen mit besonderer Sorgfalt entsprechend vorbekannte Überempfindlichkeitsreaktionen erfragt werden (siehe auch Abschnitt 4.3), da eine Parallelallergie bestehen kann (siehe Abschnitt 5.1).

Bei Patienten mit allergischer Reaktionsbereitschaft sonstiger Art (z. B. mit Heuschnupfen oder Asthma bronchiale) sollte Cefaclor ebenfalls mit besonderer Vorsicht angewendet werden, da in diesen Fällen das Risiko für schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen erhöht ist.

Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade bis hin zum anaphylaktischen Schock können bei der Anwendung von Cefaclor auftreten (siehe Abschnitt 4.8).

Maßnahmen bei schweren akuten Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Anaphylaxie):

Hier muss die Behandlung mit Cefaclor Aristo/Cefaclor Aristo forte sofort abgebrochen werden und die üblichen entsprechenden Notfallmaßnahmen müssen eingeleitet werden.

Bei schweren Magen-Darm-Störungen mit Erbrechen und Durchfall ist die Einnahme von Cefaclor nicht angebracht, da eine ausreichende Aufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt nicht gewährleistet ist.

Bei Auftreten von schweren, anhaltenden Durchfällen während oder nach Beendigung der Therapie mit Cefaclor besteht der Verdacht auf eine schwerwiegende und u. U. lebensbedrohliche Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Enterokolitis), meist ausgelöst durch Clostridium difficile (siehe Abschnitt 4.8). In diesem Fall muss Cefaclor unverzüglich abgesetzt und sofort eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden. Peristaltikhemmende Präparate sind kontraindiziert.

Die Anwendung von Cefaclor kann zu Erbrechen und Durchfall führen (siehe Abschnitt 4.8). In diesem Fall kann die Wirksamkeit dieses und/oder anderer eingenommener Arzneimittel (wie z. B. oraler Kontrazeptiva) beeinträchtigt werden.

Langfristige oder wiederholte Anwendung von Cefaclor kann zu einer Superinfektion und Kolonisation mit resistenten Keimen oder Sprosspilzen führen (z. B. Mundsoor, Vaginitis).

Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Sucrase-Isomaltase-Mangel sollten Cefaclor Aristo/Cefaclor Aristo forte nicht einnehmen.

Cefaclor Aristo/Cefaclor Aristo forte: 1 Messlöffel enthält 3 g Sucrose (Zucker). Dies ist bei Patienten mit Diabetes mellitus zu berücksichtigen.

Einfluss auf Laboruntersuchungen

Das Ergebnis des direkten Coombs-Tests kann während oder nach der Behandlung mit Cefaclor vorübergehend positiv ausfallen. Dies gilt ebenso für Coombs-Tests bei Neugeborenen, deren Mütter vor der Entbindung eine Behandlung mit Cephalosporinen erhalten haben.

Während der Behandlung mit Cefaclor sollte der Harnzucker enzymatisch bestimmt werden (z. B. mit Teststreifen), da Reduktionstests fälschlicherweise erhöhte Werte liefern können.

Wechselwirkungen

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Cefaclor/andere Antibiotika

Cefaclor Aristo/Cefaclor Aristo forte sollte möglichst nicht mit bakteriostatisch wirkenden Antibiotika (wie z. B. Chloramphenicol, Erythromycin, Sulfonamide oder Tetrazykline) kombiniert werden, da die Wirkung von Cefaclor Aristo/Cefaclor Aristo forte vermindert werden kann.

Cefaclor/Probenecid

Die zusätzliche Gabe von Probenecid hemmt die Ausscheidung von Cefaclor durch die Niere und führt dadurch zu höheren und länger anhaltenden Cefaclor-Blutspiegeln.

Cefaclor/blutgerinnungshemmende Arzneimittel

In Einzelfällen wurden bei Patienten, die gleichzeitig Cefaclor und Antikoagulantien vom Cumarin-Typ erhielten, verlängerte Prothrombinzeiten mit oder ohne Blutung berichtet.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Cefaclor passiert die Plazentaschranke. Daten über eine begrenzte Anzahl von exponierten Schwangeren haben bisher keinen Hinweis auf Schädigung des im Mutterleib befindlichen Kindes ergeben.

Tierexperimentelle Studien haben keine fruchtschädigende Wirkung erkennen lassen. Da eine sichere Anwendung während der Schwangerschaft aber noch nicht zweifelsfrei erwiesen ist, sollte Cefaclor während der Schwangerschaft, besonders in den ersten 3 Monaten, nur nach strenger lndikationsstellung eingenommen werden.

Stillzeit

Cefaclor geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Beim mit Muttermilch ernährten Säugling kann es deshalb zu Veränderungen der Darmflora mit Durchfällen und zu einer Sprosspilzbesiedlung kommen, so dass das Stillen eventuell unterbrochen werden muss. Die Möglichkeit einer Sensibilisierung ist ebenfalls zu berücksichtigen.

Cefaclor sollte in der Stillzeit nur nach einer sorgfältigen Nutzen/Risiko-Abwägung angewendet werden.

Fertilität

Aus den vorliegenden präklinischen Daten zur Sicherheit lassen sich keine Hinweise auf Beeinträchtigungen der Fertilität ableiten.

Fahrtüchtigkeit

Nach bisherigen Erfahrungen hat Cefaclor im Allgemeinen keinen Einfluss auf Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Selten können allerdings Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall oder Schwindelzustände zu Risiken bei der Ausübung der genannten Tätigkeiten führen (siehe Abschnitt 4.8).

Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen wurden beobachtet:

Organklasse Sehr häufig≥1/10 Häufig≥1/100 bis<1/10 Gelegentlich≥1/1.000 bis<1/100 Selten≥1/10.000bis<1/1.000 Sehr selten<1/10.000 Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nichtabschätzbar)
Erkrankung Neutropenie, Blutbildverä
en des Agranulozytose, nderungen
Blutes und aplastische oder (Thrombozyt
des hämolytische openie,
Lymphsyste Anämie, Eosinophilie,
ms Eosinophilie Lymphozyto
se,
Leukopenie)
Erkrankung Allergische serumkrankheitsä Lymphadeno
en des Hautreaktione hnliche pathie
Immunsyste n (z. B. Flush, Reaktionen
ms Juckreiz, (multiforme
Urtikarielles Erytheme
Exanthem, begleitet von
makulopapulö Gelenkbeschwerd
se, en mit und ohne
morbilliforme Fieber),
Exantheme) anaphylaktischer
Schock (siehe
Abschnitt 4.4),
z. B. mit
Gesichtsödem,
Zungenschwellun
g, innere
Kehlkopfschwell
ung mit
Einengung der
Luftwege,
Herzjagen,
Atemnot, Blutdruckabfall bis hin zu bedrohlichem Schock.Positiver Coombs-Test, angioneurotische Ödeme, Arzneimittelfieber, Vaginitis
Erkrankung en des Nervensyste ms Vorübergehende Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Nervosität, Hyperaktivität, Verwirrung,Halluzinationen, Schwindel
Gefäßerkra nkungen vorübergehender Bluthochdruck
Erkrankung en des Gastrointest inaltraktes Magendrücke n, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigke it, Blähungen, weiche Stühle, Durchfall Pseudomembra nöse Enterokolitis (siehe Abschnitt 4.4), bei Kindern kann es unter der Behandlung mit Cefaclor zu Zahnverfärbungen kommen.
Leber- und Gallenerkra nkungen Reversibler Anstieg von Transaminasen,alkalische Phosphatase Hepatitis, cholestatisch er Ikterus
Erkrankung en der Haut und des Unterhautze llgewebes Stevens-Johnson-Syndrom, exfoliative Dermatitis, Lyell-Syndrom
Erkrankung en Niere undHarnwege Interstitielle Nephritis, Anstieg Harnstoffoder Kreatinin Proteinurie

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Cefaclor ist von geringer Toxizität. Auch hohe Dosen, über längere Zeit verabreicht, werden gut vertragen. Berichte über Vergiftungsfälle mit Cefaclor liegen nicht vor.

Schwerwiegende Unverträglichkeitserscheinungen wurden nicht mitgeteilt, wenn die Tagesdosen nicht mehr als um das 5-fache überschritten wurden (bei Erwachsenen sind das ca. 15 g und bei Kindern 250 mg Cefaclor pro kg Körpergewicht). Ein spezifisches Antidot gibt es nicht.

Über die Wirksamkeit einer forcierten Diurese, Peritoneal- oder Hämodialyse sowie Hämoperfusion über Aktivkohle gibt es keine ausreichenden Untersuchungen, die eine Anwendung empfehlen könnten.

Pharmakologische Eigenschaften - Cefaclor 250 mg/5 ml

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe

Cefaclor ist ein Betalaktam-Antibiotikum aus der Gruppe der Oralcephalosporine.

ATC-Code J01DC04

Wirkungsweise

Der Wirkungsmechanismus von Cefaclor beruht auf einer Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese (in der Wachstumsphase) durch Blockade der Penicillin-bindenden Proteine (PBPs) wie z. B. der Transpeptidasen. Hieraus resultiert eine bakterizide Wirkung.

Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik

Die Wirksamkeit hängt im Wesentlichen von der Zeitdauer ab, während der der Wirkstoffspiegel oberhalb der minimalen Hemmkonzentration (MHK) des Erregers liegt.

Resistenzmechanismen

Eine Resistenz gegenüber Cefaclor kann auf folgenden Mechanismen beruhen:

  • Inaktivierung durch Betalaktamasen: Cefaclor besitzt eine weitgehende Stabilität gegenüber Penicillinasen Gram-positiver Bakterien, allerdings nur eine geringe Stabilität gegenüber plasmidkodierten Betalaktamasen (z. B. TEM, SHV), Betalaktamasen mit erweitertem Spektrum (sog. extended spectrum betalactamases, ESBLs) sowie chromosomal kodierten Betalaktamasen vom AmpC-Typ.

  • Reduzierte Affinität von PBPs gegenüber Cefaclor: Die erworbene Resistenz bei Pneumokokken und anderen Streptokokken beruht auf Modifikationen vorhandener PBPs als Folge einer Mutation. Für die Resistenz bei Methicillin (Oxacillin)-resistenten Staphylokokken hingegen ist die Bildung eines zusätzlichen PBPs mit verminderter Affinität gegenüber Cefaclor verantwortlich.

  • Unzureichende Penetration von Cefaclor durch die äußere Zellwand kann bei Gram-negativen Bakterien dazu führen, dass die PBPs nicht ausreichend gehemmt werden.

  • Durch Effluxpumpen kann Cefaclor aktiv aus der Zelle transportiert werden.

Eine partielle oder vollständige Kreuzresistenz von Cefaclor besteht mit anderen Cephalosporinen und Penicillinen.

Grenzwerte der Empfindlichkeitstestung

Die Interpretationskriterien für die Empfindlichkeitstestung anhand der Bestimmung der MHK (minimalen Hemmkonzentration) wurden vom European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) für Cefaclor festgelegt und sind hier aufgeführt:

https://www.ema.europa.eu/documents/other/minimum-inhibitory-concentration-mic-breakpoints_en.xlsx

Prävalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland

Die Prävalenz der erworbenen Resistenz einzelner Spezies kann örtlich und im Verlauf der Zeit variieren. Deshalb sind – insbesondere für die adäquate Behandlung schwerer Infektionen – lokale Informationen über die Resistenzsituation erforderlich. Falls auf Grund der lokalen Resistenzsituation die Wirksamkeit von Cefaclor in Frage gestellt ist, sollte eine Therapieberatung durch Experten angestrebt werden. Insbesondere bei schwerwiegenden Infektionen oder bei Therapieversagen ist eine mikrobiologische Diagnose mit dem Nachweis des Erregers und dessen Empfindlichkeit gegenüber Cefaclor anzustreben.

Prävalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland auf der Basis von Daten der letzten 5 Jahre aus nationalen Resistenzüberwachungsprojekten und -studien (Stand: Mai 2025):

Üblicherweise empfindliche Spezies
Aerobe Gram-positive Mikroorganismen
Staphylococcus aureus
Staphylococcus aureus (Methicillin-sensibel)
Staphylococcus saprophyticus °
Streptococcus agalactiae
Streptococcus pyogenes
Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen können
Aerobe Gram-positive Mikroorganismen
Staphylococcus epidermidis +
Staphylococcus haemolyticus +
Staphylococcus hominis +
Streptococcus pneumoniae $
Aerobe Gram-negative Mikroorganismen
Escherichia coli
Klebsiella pneumoniae
Proteus mirabilis
Von Natur aus resistente Spezies
Aerobe Gram-positive Mikroorganismen
Enterococcus spp.
Staphylococcus aureus (Methicillin-resistent)
Streptococcus pneumoniae mit verminderter Penicillin-Empfindlichkeit (Kategorien I und R)
Aerobe Gram-negative Mikroorganismen
Enterobacter cloacae
Haemophilus influenzae
Legionella pneumophila
Moraxella catarrhalis
Pseudomonas aeruginosa
Andere Mikroorganismen
Chlamydia spp.
Mycoplasma spp.

° Bei Veröffentlichung der Tabelle lagen keine aktuellen Daten vor. In der Primärliteratur, Standardwerken und Therapieempfehlungen wird von einer Empfindlichkeit ausgegangen.

$ Die natürliche Empfindlichkeit der Isolate liegt in der Kategorie I (sensibel bei erhöhter Exposition).

+ In mindestens einer Region liegt die Resistenzrate bei über 50 %.

 Tagesdosis von mindestens 3 x 500 mg erforderlich

Pharmakokinetik

Resorption

Cefaclor wird zu mindestens 75 % bis über 92 % überwiegend aus dem oberen Dünndarm resorbiert. Nach nüchterner Einnahme einer einzelnen Dosis von 250 mg, 500 mg bzw. 1000 mg Cefaclor werden Plasmaspitzenkonzentrationen von ca. 7,15 bzw. 26 mg/l nach 60 Minuten erreicht.

Bei Säuglingen und Kindern wurden nach Gabe von 10 mg/kg bzw. von 15 mg/kg auf nüchternen Magen Serumspitzenkonzentrationen von etwa 10,8 mg/l bzw. 13,1 mg/l gemessen. Bei Cefaclor-Gabe über einen Zeitraum von 10 Tagen kommt es zu keiner Akkumulation des Antibiotikums.

Gleichzeitige Nahrungsaufnahme beeinflusst das Ausmaß der Resorption (AUC) nicht, jedoch deren Geschwindigkeit, so dass tmax vergrößert und Cmax um 30 % niedriger ist.

4-6 Stunden nach der Einnahme ist im Plasma in der Regel keine aktive Substanz mehr nachweisbar.

Verteilung

Cefaclor verteilt sich in verschiedene Gewebe und Körperflüssigkeiten. Hohe Konzentrationen werden z. B. in der Prostata und in der Galle erreicht.

Die Bindung an Serumproteine beträgt etwa 25 %.

In der folgenden Tabelle sind Cefaclor-Konzentrationen in Geweben und Körperflüssigkeiten des Menschen aufgeführt. Die angegebenen Konzentrationsbereiche umfassen die Ergebnisse verschiedener Untersucher zu unterschiedlichen Zeiten nach der Einnahme.

Gewebe/Körperflüssigkeit Dosis (mg) Konzentrationen (µg/ml oder g)
Sputum 500 u. 3x500 0-3
Gaumenmandel 500 u. 3x5001000 6-82,8
Interstitielle 500 0,625-1,7
Flüssigkeit 1000 1,45-3,3
Eiter 500 0,4
Cutis 1000 2,8
Fascie 1000 1,5
Corticalis 1000 1,9
Prostata 500 0,24-1,94
Galle 1000 5,9-12,1
Muttermilch 500 0,35-0,64
Amnionflüssigkeit 500 1,3-3,63

Biotransformation

Cefaclor ist in Lösung chemisch instabil. Es zerfällt z. B. spontan in Körperflüssigkeiten wie im Urin. Das Ausmaß der echten metabolischen Clearance ist daher schwer abzuschätzen. Wenn überhaupt vorhanden, ist der metabolisierte Anteil unter den Zerfallsprodukten sehr gering.

Elimination

Die Exkretion erfolgt überwiegend renal. In den ersten 8 Stunden nach Einnahme werden 50-70 % einer Dosis als mikrobiologisch aktive Substanz im Urin wiedergefunden und bis zu 30 % als inaktive Zerfallsprodukte.

Von radioaktiv markiertem Cefaclor wurden 92 % im Urin und 4 % in den Faeces wiedergefunden.

Die Plasmahalbwertszeit beträgt im Mittel 45 Minuten (Bereich: 29-60 min). Sie ist dosisabhängig, d. h. nach Gabe höherer Einzeldosen (z. B. 500 mg bzw. 1000 mg) wurden etwas längere Halbwertszeiten ermittelt als nach niedrigeren Einzeldosen. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist die Serumhalbwertszeit verlängert. Es kommt jedoch dadurch bei 3-mal täglicher Einnahme nicht zur Kumulation. Bei anurischen Patienten beträgt die Serumhalbwertszeit bis zu 3,5 Stunden. Cefaclor ist hämodialysierbar. Hämodialyse verkürzt die Serumhalbwertszeit um 25-30 %. Das scheinbare Verteilungsvolumen beträgt etwa 26 l. Die renale Clearance des Cefaclors liegt bei 188 bis 230 ml/min und die totale Clearance liegt bei 370 bis 455 ml/min.

Ergebnisse pharmakokinetischer Untersuchungen bei Kindern weichen nur unwesentlich von denen bei Erwachsenen ab. Die Halbwertszeiten, zum Beispiel, liegen in der gleichen Größenordnung.

Pharmazeutische Angaben - Cefaclor 250 mg/5 ml

Liste der sonstigen Bestandteile

Dimeticon 350

Vorverkleisterte Stärke (aus Mais) Methylcellulose Natriumdodecylsulfat

Sucrose Xanthangummi Aromastoffe

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

Die Dauer der Haltbarkeit vor Anbruch beträgt 2 Jahre. Diese Arzneimittel sollen nach dem auf dem Etikett und der Faltschachtel angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwendet werden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Die zubereitete Suspension ist bei Lagerung im Kühlschrank (2°C-8°C) 14 Tage lang verwendbar.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Die Flasche mit dem Granulat nicht über 30°C lagern.

Nach Zubereitung der gebrauchsfertigen Suspension:

Im Kühlschrank lagern (2°C-8°C).

Art und Inhalt des Behältnisses

Flasche aus Polyethylen mit Schraubdeckel mit Kindersicherung im Umkarton. Cefaclor Aristo 125 mg/5 ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

Packungen mit 63,5 g Granulat zur Herstellung von 100 ml Suspension zum Einnehmen (N1) und

10 x 63,5 g Granulat zur Herstellung von 10 x 100 ml Suspension zum Einnehmen (Klinikpackung).

Cefaclor Aristo forte 250 mg/5 ml Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen Packungen mit 63,5 g Granulat zur Herstellung von 100 ml Suspension zum Einnehmen (N1), 2 x 63,5 g Granulat zur Herstellung von 2 x 100 ml Suspension zum Einnehmen (N2) und 10 x 63,5 g Granulat zur Herstellung von 10 x 100 ml Suspension zum Einnehmen (Klinikpackung).

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Weblinks

Packungen und Preis

Cefaclor Aristo® forte 250mg/5ml Gran. 100ml N1
Preis
18,86 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Cefaclor Aristo® forte 250mg/5ml Gran. 2x100ml N2
Preis
25,69 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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