Magnesium Verla® N Dragées, magensaftresistente Tabletten
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Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - Magnesium
Behandlung von therapiebedürftigen Magnesiummangelzuständen, die keiner parenteralen Substitution bedürfen.
(Nachgewiesener) Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) ist.
Dosierung
Die Dosierung ist abhängig vom Ausmaß des Magnesiummangels und liegt im Ermessen des Arztes.
Allgemein gelten folgende Dosierungsrichtlinien:
Magnesium Verla® N DragéesErwachsene:
3-mal täglich 1-3 magensaftresistente Tabletten entsprechend 120-360 mg Magnesium.
Kinder und Jugendliche
Jugendliche ab 12 Jahren:
3-mal täglich 1-3 magensaftresistente Tabletten entsprechend 120-360 mg Magnesium.
Kinder von 4-11 Jahren:
3-mal täglich 1-2 magensaftresistente Tabletten entsprechend 120-240 mg Magnesium.
Kinder unter 4 Jahren:
Magnesium Verla® N Dragées sollten nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.4).
Magnesium Verla® N KonzentratErwachsene:
1- bis 3-mal täglich den Inhalt je eines Beutels entsprechend 121,5-364,5 mg Magnesium.
Kinder und Jugendliche
Jugendliche ab 12 Jahren:
1- bis 3-mal täglich den Inhalt je eines Beutels entsprechend 121,5-364,5 mg Magnesium.
Kinder von 4-11 Jahren:
1- bis 2-mal täglich den Inhalt je eines Beutels entsprechend 121,5-243 mg Magnesium.
Kinder von 1-3 Jahren:
1-mal täglich den Inhalt eines Beutels entsprechend 121,5 mg Magnesium.
Kinder unter 1 Jahr: Magnesium Verla® N Konzentrat sollte nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.4).
Nierenfunktionsstörungen
Magnesium Verla® N Dragées und -N Konzentrat sind kontraindiziert bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen (siehe Abschnitt 4.3). Magnesium Verla® N Dragées und -N Konzentrat sollten bei Patienten mit leichten bis mittelschweren Nierenfunktionsstörungen mit Vorsicht angewendet werden.
Leberfunktionsstörungen
Aufgrund unzureichender Datenlage liegen keine besonderen Dosierungsempfehlungen für Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion vor.
Art der Anwendung
Magnesium Verla® N Dragées:Die magensaftresistenten Tabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen.
Magnesium Verla® N Konzentrat:Der Inhalt eines Beutels wird in einem halben Glas Wasser, Tee oder Fruchtsaft verrührt und getrunken.
Magnesium Verla® N Dragées und Magnesium Verla® N Konzentrat sollten vor dem Essen eingenommen werden, da sich dadurch die Resorption verbessert.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Anwendung ist abhängig vom Ausmaß des Magnesiummangels und liegt im Ermessen des Arztes.
Sicherheitsdaten vergleichbarer Magnesiumpräparate liegen aus klinischen Studien vor, die über eine Dauer von 4 Wochen bis zu 6 Monaten durchgeführt wurden.
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1. genannten sonstigen Bestandteile.
Schwere Nierenfunktionsstörungen (glomeruläre Filtrationsrate < 30 ml/min), Exsikkose.
Vorsicht ist bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Einschränkung der Nierenfunktion erforderlich.
Der Elektrolythaushalt sollte engmaschig überwacht werden (Überprüfungen des Wasserhaushalts und der Nierenfunktion), und eine regelmäßige Kontrolle des Elektrolythaushaltes wird empfohlen (vor allem Untersuchungen auf Hyperkaliämie und Hypermagnesiämie).
Magnesium Verla® N Dragées:Kinder und Jugendliche
Aufgrund der Darreichungsform (magensaftresistente Tabletten) sind Magnesium Verla® N Dragées für Kinder unter 4 Jahren nicht geeignet, da die Gefahr des „Sich Verschluckens“ bestehen könnte. Für diese Altersgruppe stehen flüssige Darreichungsformen zur Verfügung.
Dieses Arzneimittel enthält 0,09 g Saccharose (Zucker) und 0,005 g Glucose pro magensaftresistente Tablette. Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten Magnesium Verla® N Dragées nicht einnehmen.
Magnesium Verla® N Konzentrat:Kinder und Jugendliche
Zur Anwendung von Magnesium Verla® N Konzentrat bei Kindern unter 1 Jahr liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Magnesium Verla® N Konzentrat sollte daher bei Kindern unter 1 Jahr nicht angewendet werden.
Dieses Arzneimittel enthält 3,0 g Saccharose (Zucker) und 0,002 g Lactose pro Beutel. Dies ist bei Patienten mit Diabetes mellitus zu berücksichtigen. Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption, Saccharase-Isomaltase-Mangel, Galactose-Intoleranz oder völligem Lactase-Mangel sollten Magnesium Verla® N Konzentrat nicht einnehmen. Bei primärem, erworbenem
Lactase-Mangel reicht die geringe Menge an Lactose in den meisten Fällen nicht aus, um die spezifischen Symptome auszulösen.
Der häufige und dauernde Gebrauch von Magnesium Verla® N Konzentrat kann schädlich für die Zähne sein (Karies).
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Beutel, d. h., es ist nahezu „natriumfrei“.
Magnesium-Präparate sollten 2-3 Stunden versetzt zu Tetrazyklinen oder Natriumfluorid-Präparaten eingenommen werden, um eine gegenseitige Beeinträchtigung der Resorption zu vermeiden.
Bestimmte Arzneimittel beschleunigen die Ausscheidung oder hemmen die Resorption von Magnesium und können dadurch einen Magnesiummangel verursachen. Eine Dosisanpassung von Magnesium kann daher erforderlich sein, wenn Magnesium Verla® N Dragées oder -N Konzentrat gleichzeitig mit folgenden Arzneimitteln eingenommen werden:
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Diuretika (wie Thiazide und Furosemid),
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Protonenpumpenhemmer (wie Omeprazol und Pantoprazol),
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Platin-Derivate (insbesondere Cisplatin),
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Aminoglykosid-Antibiotika,
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Amphotericin B,
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Foscarnet,
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Immunsuppressiva (wie Cyclosporin A und Rapamycin),
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EGF-Rezeptorantagonisten (wie Cetuximab und Erlotinib),
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Pentamidin.
Fertilität
Es liegen keine Untersuchungen zur Beeinflussung der Fertilität vor. Aufgrund von Langzeiterfahrungen sind keine negativen Auswirkungen auf die männliche oder weibliche Fruchtbarkeit zu erwarten.
Schwangerschaft
Weitreichende Erfahrungen an schwangeren Frauen (mehr als 1.000 Schwangerschaftsausgänge) deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität von Magnesium hin. Magnesium Verla® N Dragées und Magnesium Verla® N Konzentrat können während der Schwangerschaft angewendet werden, wenn dies aus klinischer Sicht notwendig ist.
Stillzeit
Magnesium zeigte keine Auswirkungen auf gestillte Neugeborene/Kinder von behandelten Müttern. Magnesium Verla® N Dragées und Magnesium Verla® N Konzentrat können während der Stillzeit angewendet werden.
Magnesium Verla® N Dragées und Magnesium Verla® N Konzentrat haben keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Gelegentlich (≥1/1.000, <1/100) können weiche Stühle oder Durchfall auftreten. Sie können die Folge einer hochdosierten oralen Magnesium-Therapie sein. Bei Auftreten störender Durchfälle sollte die Tagesdosis reduziert oder das Präparat vorübergehend abgesetzt werden.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für
Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Symptome
Bei der oralen Magnesium-Therapie und intakter Nierenfunktion treten auch bei Überdosierung keine Intoxikationserscheinungen auf. Es können allerdings Durchfälle auftreten, die sich durch Reduzierung der Tagesdosis beheben lassen. Eventuelle Müdigkeitserscheinungen können ein Hinweis darauf sein, dass eine erhöhte Magnesiumkonzentration im Blut erreicht ist.
Nur bei schwerer Niereninsuffizienz mit Anurie kann es sowohl bei der oralen als auch parenteralen Therapie zur Kumulation von Magnesium und zu Intoxikationserscheinungen kommen.
Pharmakologische und toxische Effekte erhöhter Magnesium-Plasmaspiegel:
Mg-Plasma-Konzentration mmol/l Symptome und unerwünschte
Wirkungen
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1,5 Blutdruckabfall, Brechreiz, Erbrechen
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2,5 ZNS-Depressionen
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3,5 Hyporeflexie, EKG-Veränderungen
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5,0 Beginnende Atemdepression
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5,5 Koma
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7,0 Herzstillstand, Atemlähmung
Notfallmaßnahmen, Gegenmittel
Calcium-Injektion i.v.
Pharmakologische Eigenschaften - Magnesium
Magnesium Verla®
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wirkt antitetanisch durch Herabsetzung der neuromuskulären Erregbarkeit der Nervenendplatten, beseitigt daher Wadenkrämpfe und tetanische Beschwerden,
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hat eine kontraktionshemmende und spasmolytische Wirkung auf den Tonus der glatten Muskulatur,
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kontrolliert die Elektrolytverschiebungen durch Regulation der Zellmembranpermeabilität und Aktivierung der Na-K-ATPase der Ionenpumpe (beteiligt an der Wiederherstellung des Ruhemembranpotentials),
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verhindert die adrenerge Überstimulation,
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spielt die entscheidende Rolle bei der Energiebereitstellung und -übertragung, da es an allen ATP-abhängigen enzymatischen Reaktionen beteiligt ist,
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verhindert einen stressbedingten intrazellulären Magnesiummangel und eine Calcium-Akkumulation in der Zelle und damit eine permanente Überlastung des Organismus.
Resorption
Magnesium wird aus Magnesium Verla® N Dragées und Magnesium Verla® N Konzentrat zu etwa 50 % in den distalen Dünndarmabschnitten resorbiert. Bei Vorliegen eines Magnesiummangels kann der resorbierte Anteil höher sein. Die Normalwerte der Serum-Magnesium-Konzentration liegen im Bereich von 0,75 bis 1,1 mmol/l.
Anstieg des Serum-Magnesium-Spiegels bei 267 Patienten mit erniedrigtem Serum-Magnesium-Spiegel während der Behandlung mit 3x1 Beutel Magnesium Verla® N Konzentrat oder 3x3 Dragées Magnesium Verla® N täglich.
Verteilung
Magnesium wird aktiv über die Zellmembran nach den Gesetzen der Michaelis-Menten-Kinetik in die Zelle aufgenommen. Influx und Efflux sind gekoppelt und werden bestimmt durch ein energieabhängiges Transportsystem.
Die Verteilung des Magnesiums im Organismus ist wie folgt:
Blut-Liquor-Schranke
Magnesium wird entgegen einem elektrochemischen Gradienten durch ein Carriersystem über die Liquorschranke befördert. Die Liquor-Magnesium-Konzentration wird innerhalb sehr enger Grenzen aufrechterhalten und durch das aktive Magnesium-Transport-System reguliert.
Plazentaschranke
Für Magnesium besteht ein aktives Transportsystem, das die Passage über die Plazentaschranke reguliert. Die fetale Plasma-Magnesium-Konzentration ist höher als die maternale Magnesium-Konzentration. Der Transportprozess erfolgt gegen einen Konzentrationsgradienten.
Muttermilch
Die Magnesiumkonzentration der Muttermilch präeklamptischer Patientinnen nach MgSO4-Infusionen ist in den ersten 24 Stunden post partum signifikant erhöht. Es besteht eine direkte Korrelation zwischen Serum-Magnesium und Magnesium-Konzentration der Muttermilch.
Pharmazeutische Angaben - Magnesium
Magnesium Verla® N Dragées:
Glycerol 85 %, Povidon (K25), Saccharose, Macrogol 6000 und 35000, Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer-(1:1)-Dispersion 30 % (Ph.Eur.), Dimeticon (350 cSt), Triethylcitrat, Talkum, Calciumcarbonat, Kaliumdihydrogenphosphat, Vanillin, Glucose-Sirup, Montanglycolwachs, Titandioxid.
Magnesium Verla® N Konzentrat:
Riboflavin, Saccharose, Citronensäure, hochdisperses Siliciumdioxid, Saccharin-Natrium (Ph.Eur.), Mandarinen-Aroma (enthält Lactose).
Magnesium Verla® N Dragées und -N Konzentrat enthalten kein Gluten, Magnesium Verla® N Dragées auch keine Lactose.
Magnesium Verla® N Dragées:
5 Jahre.
Magnesium Verla® N Konzentrat:
5 Jahre.
Nach Auflösen des Pulvers ist die trinkfertige Lösung 8 Stunden bei Raumtemperatur (20 °C) haltbar.
Magnesium Verla® N Dragées:
Nicht über 30 °C lagern.
Magnesium Verla® N Konzentrat:
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Magnesium Verla® N Dragées, magensaftresistente Tabletten;
Blisterpackungen im Umkarton mit:
50 magensaftresistenten Tabletten
100 magensaftresistenten Tabletten
200 magensaftresistenten Tabletten
1000 (20x50) / (10x100) magensaftresistenten Tabletten
Magnesium Verla® N Konzentrat, Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen;
Beutel im Umkarton mit:
20 Beuteln
50 Beuteln
100 (2x50) Beuteln
500 (10x50) Beuteln
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