Buprenorphin Ethypharm 2 mg Sublingualtabletten
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Fachinfo - Buprenorphin 2 mg
Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten* sind zur Substitutionstherapie bei Opioidabhangigkeit im Rahmen medizinischer, sozialer und psychotherapeutischer MaВnahmen bestimmt.
Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten sind zur Behandlung von Erwachsenen und Jugendliche ilber 15 Jahren bestimmt, die einer Suchtbehandlung zugestimmt haben.
*) Diese Bezeichnung steht filr Buprenorphin Ethypharm 0,4 mg Sublingualtabletten, Buprenorphin Ethypharm 2 mg Sublingualtabletten und Buprenorphin Ethypharm 8 mg Sublingualtabletten.
Als partieller Opioid-Agonist/Antagonist ist Buprenorphin weniger stark wirksam als ein voller µ-Rezeptoragonist wie z.B. Methadon. Buprenorphin sollte daher insbesondere filr die erste Substitutionstherapie von Opioidabhangigen mit kilrzerer Dauer der Suchterkrankung und weniger verfestigten Suchterkrankungen eingesetzt werden.
Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten sollten unter Aufsicht eines Arztes verabreicht werden, der Erfahrung in der Behandlung Drogenabhangiger besitzt und, wann immer moglich, in Zentren erfolgen, die sich auf die Behandlung der Drogenabhangigkeit spezialisiert haben.
Dosierung
Die Dosierung von Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten orientiert sich am Auftreten von Entzugssymptomen und muss filr jeden Patienten entsprechend der jeweiligen individuellen Situation und dem subjektiven Empfinden eingestellt werden.
Generell gilt, dass nach Einstellung der Dosis die niedrigst mogliche Erhaltungsdosis anzustreben ist.
Zur Substitutionsbehandlung mit Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten stehen drei Dosierungsstarken zur Verfilgung (Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten 0,4 mg / 2 mg / 8 mg):
Buprenorphin Ethypharm 0,4 mg Sublingualtabletten ist zur individuellen Feindosierung und Dosisanpassung insbesondere zu Behandlungsbeginn und Behandlungsende vorgesehen.
Buprenorphin Ethypharm 2 mg Sublingualtabletten ist filr die Dosierung zu Behandlungsbeginn sowie zur Anpassung der Erhaltungsdosis vorgesehen.
Buprenorphin Ethypharm 8 mg Sublingualtabletten ist filr die hoherdosierte Erhaltungsphase vorgesehen.
Besondere VorsichtsmajЗnahmen vor Einleitung der Therapie:
Vor Einleitung der Therapie sollten die Leberfunktionswerte und der Virushepatitis-Status bestimmt werden. Bei Patienten mit positivem Virushepatitisbefund, bei Patienten, die Begleitmedikationen erhalten (siehe Abschnitt 4.5), und/oder bei Patienten, bei denen eine Leberfunktionsstorung vorliegt, besteht das Risiko einer schnelleren Leberschadigung. Eine regelmaВige Kontrolle der Leberfunktion wird empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).
Vor Einleitung der Einleitung der Therapie sollten die Art der Opioidabhangigkeit (d. h. lang- oder kurzwirksames Opioid), der Zeitraum seit der letzten Opioidanwendung und der Grad der Opioidabhangigkeit berilcksichtigt werden. Zur Verhinderung eines beschleunigten Entzugs sollte eine Einleitung mit Buprenorphin erst dann erfolgen, wenn objektive und eindeutige Anzeichen eines Entzugs vorliegen(z. B. kann eine Punktzahl, die eine leichte bis maВige Entzugssymptomatik auf der validierten Clinical Opioid Withdrawal Scale (COWS) anzeigt, als Richtwert verwendet werden):
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Bei heroinabhangigen oder von kurzwirksamen Opioiden abhangigen Patienten sollte die erste Dosis Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten bei den ersten Anzeichen von Entzug, frilhestens jedoch 6 Stunden nach der letzten Opioidanwendung verabreicht werden.
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Bei Patienten unter Methadon muss die Methadon-Dosisvor Beginn der Buprenorphintherapie auf maximal 30 mg/Tag reduziert werden. Bei Einleitung einer Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten-Therapie ist die lange Halbwertszeit von Methadon zu berilcksichtigen. Die
erste Dosis Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten sollte erst beim Auftreten von Entzugserscheinungen, frilhestens jedoch 24 Stunden nachdem der Patient zuletzt Methadon eingenommen hat, verabreicht werden. Buprenorphin kann bei methadonabhangigen Patienten das Auftreten von Entzugssymptome beschleunigen.
Anfangsdosierung:
Die Initialdosis betragt 0,8 mg (entsprechend 2 Buprenorphin Ethypharm 0,4 mg Sublingualtabletten) bis 4 mg Buprenorphin (entsprechend 2 Buprenorphin Ethypharm 2 mg Sublingualtabletten) als tagliche Einzeldosis.
Opioidabhangige Patienten ohne vorherige Entzugsbehandlung:
Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten wird frilhestens 4 Stunden nach der letzten Anwendung des Opioids oder bei den ersten Entzugserscheinungen sublingual verabreicht.
Dosisanpassung und Erhaltungsdosis:
Die Dosis von Buprenorphin sollte entsprechend der klinischen Wirkung beim einzelnen Patienten zunehmend zu erhohen und darf eine maximale tagliche Einzeldosis von 24 mg Buprenorphin entsprechend 3 Sublingualtabletten Buprenorphin Ethypharm 8 mg Sublingualtabletten nicht ilberschreiten. Eine Dosiseinstellung erfolgt auf Grundlage einer Neubewertung des klinischen und psychologischen Status des Patienten.
Alternierende Gabe:
Aufgrund der pharmakokinetischen Eigenschaften von Buprenorphin kann die klinische Wirksamkeit von Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten abhangig von der Dosierung 48 bis 72 Stunden anhalten. Nach Erreichen einer stabilen Erhaltungsdosis kann dem Patienten alternierend die doppelte (filr ein 2-Tagesintervall) oder dreifache (filr ein 3-Tagesintervall) Tagesdosis von Buprenorphin unter Aufsicht verabreicht werden. Die Dosiseinstellung ist unter arztlicher Aufsicht durchzufilhren. Wahrend der Einstellung auf die doppelte bzw. dreifache Dosis sollte der Patient 3-4 Stunden auf mogliche Oberdosierungssymptome hin ilberwacht werden. Vor der Erhohung der Buprenorphindosis muss der Beigebrauch von anderen zentral dampfenden Stoffen (z.B. Benzodiazepinen) sicher ausgeschlossen werden.
Individuell sind optimierte Dosierungen anzuwenden. In Einzelfallen konnen geringere Dosierungen ausreichend sein.
In klinischen Studien wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Buprenorphin filr die alternierende Gabe jeden 2. Tag in Dosen von 8 bis 34 mg/70 kg Korpergewicht Buprenorphinlosung sublingual bzw. bei alternierender Gabe filr ein 3-Tagesintervall in Dosen von 12 bis 44 mg/70 kg Korpergewicht Buprenorphinlosung sublingual gezeigt.
Take-Home-Verschreibung:
Im Falle einer Take-Home-Verschreibung hat der Arzt dafilr Sorge zu tragen, dass die aus der Mitgabe des Substitutionsmittels resultierenden Risiken einer Selbst- oder Fremdgefahrdung so weit wie moglich ausgeschlossen werden und der Patient das ihm verschriebene Substitutionsmittel bestimmungsgemaВ verwendet. Bei missbrauchlicher, nicht bestimmungsgemaВer Anwendung durch den Patienten ist die Take-Home-Verschreibung sofort einzustellen. Eine missbrauchliche Anwendung liegt vor, wenn der Patient ihn gefahrdende Stoffe wie z.B. Benzodiazepine (siehe Abschnitt 4.4) verwendet oder Buprenorphin i.v. injiziert.
Zeichen und Symptome einer йbermajЗigen Buprenorphin-Anwendung:
Die Interaktionen zwischen der Ausbildung und dem Weiterbestehen der Opioidtoleranz und der Buprenorphin-Dosis konnen komplex sein. Eine Reduktion der Dosis von Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten wird in den Fallen empfohlen, in denen Patienten Zeichen und Symptome einer ilbermaВigen Buprenorphin-Wirkung zeigen, die durch Beschwerden wie „sich komisch fühlen“, schlechte Konzentrationsfahigkeit, Schlafrigkeit und moglicherweise Schwindelgefilhl im Stehen gekennzeichnet ist.
Buprenorphin-Entzug:
Falls die verordnete Buprenorphin-Dosis zu niedrig ist, kann es wahrend des 24-Stunden Dosierungsintervalls zu Entzugssymptomen kommen (Kongestion der Nase, abdominale Symptome, Diarrhoe, Muskelschmerzen, Angstgefilhle).
Behandelnde Arzte sollten sich des potenziellen Erfordernisses bewusst sein, die Dosis von Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten abzuandern, wenn Patienten ilber Entzugssymptome berichten.
Behandlungsziele und Absetzen der Behandlung
Vor Beginn der Behandlung mit Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten sollte eine Behandlungsstrategie, einschlieВlich der Behandlungsdauer und der Behandlungsziele gemeinsam mit dem Patienten vereinbart werden. Wahrend der Behandlung sollte ein haufiger Kontakt zwischen Arzt und Patient stattfinden, um die Notwendigkeit einer fortgesetzten Behandlung zu beurteilen, die Beendigung der Behandlung in Erwagung zu ziehen und die Dosis bei Bedarf anzupassen. Wenn ein Patient die Therapie mit Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten nicht langer benotigt, kann es ratsam sein, die Dosis allmahlich zu reduzieren, um das Auftreten von Entzugserscheinungen zu vermeiden (siehe Abschnitt 4.4). Die zur Verfilgung stehenden Dosierungsstarken bei Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten 0,4 mg, 2 mg und 8 mg Buprenorphin ermoglichen eine schrittweise Reduzierung der Dosis. Nach Beendigung der Buprenorphin-Therapie sind die Patienten zu ilberwachen, da die Moglichkeit eines Rilckfalls besteht.
Bestimmte Patientengruppen
.ltere Patienten
Zur Sicherheit und Wirksamkeit von Buprenorphin bei alteren Patienten ilber 65 Jahren liegen keine Daten vor.
Leberfunktionsstдrungen
Vor Einleitung der Therapie sollten die Leberfunktionswerte und der Virushepatitis-Status bestimmt werden. Bei Patienten mit positivem Virushepatitisbefund, bei Patienten, die Begleitmedikationen erhalten (siehe Abschnitt 4.5), und/oder bei Patienten, bei denen eine Leberfunktionsstorung vorliegt, besteht das Risiko einer schnelleren Leberschadigung. Eine regelmaВige Kontrolle der Leberfunktion wird empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).
Buprenorphin wird vorwiegend in der Leber metabolisiert; bei Patienten mit mittelschwerer und schwerer Leberfunktionsstorung wurde ein erhohter Plasmaspiegel von Buprenorphin festgestellt. Die Patienten sollten auf Anzeichen und Symptome einer durch erhohte Buprenorphinkonzentration verursachte Toxizitat oder Oberdosierung ilberwacht werden. Die Pharmakokinetik von Buprenorphin kann bei Patienten mit Leberfunktionsstorung verandert sein. Daher wird bei Patienten mit einer leichten bis mittelschweren Leberfunktionsstorung eine niedrigere Anfangsdosis und eine vorsichtige Dosistitration empfohlen (siehe Abschnitt 5.2). Buprenorphin ist bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstorung kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Nierenfunktionsstдrungen
Bei Patienten mit Nierenfunktionsstorung ist in der Regel keine Anderung der Buprenorphin-Dosis erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) ist Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.4 und 5.2).
Кinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten bei Kindern unter 15 Jahren ist bisher noch nicht erwiesen. Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten sollten bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).
Art der Anwendung
Sublinguale Anwendung.
Die Anwendung von Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten erfolgt sublingual. Der Arzt muss den Patienten darilber informieren, dass die sublinguale Anwendung die einzige wirksame und sichere Art der Anwendung darstellt. Die Tablette wird bis zur Auflosung unter der Zunge gehalten. Dies geschieht ilblicherweise innerhalb von 5 bis 10 Minuten.
Gegebenenfalls sollte zuvor die Mundschleimhaut angefeuchtet werden, um die Auflosung der Sublingualtablette zu erleichtern. Die Patienten dilrfen nicht schlucken und keine Speisen oder Getranke zu sich nehmen, bis sich die Tablette vollstandig aufgelost hat.
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Oberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
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Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren
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Schwere respiratorische Insuffizienz
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Schwere Leberinsuffizienz
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Akuter Alkoholismus oder Delirium tremens
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Die gleichzeitige Verabreichung von Opioid-Antagonisten (Naltrexon, Nalmefen) filr die Behandlung von Alkohol- oder Opioidabhangigkeit.
Buprenorphin sind nur filr die Behandlung einer Opioidabhangigkeit bestimmt.
Nicht Ьestimmungsgema8er GeЬrauch und MissЬrauch
Buprenorphin kann, wie andere legale oder illegale Opioide auch, missbrauchlich oder nicht bestimmungsgemaВ angewandt werden. Risiken einer missbrauchlichen oder nicht bestimmungsgemaВen Anwendung sind z. B. Oberdosierung, Verbreitung von hamatogen ilbertragenen viralen oder lokalen und systemischen Infektionen, Atemdepression und Leberschadigung. Eine missbrauchliche Verwendung von Buprenorphin durch Personen, denen das Arzneimittel nicht verordnet wurde, beinhaltet auВerdem das Risiko neuer Drogenabhangiger, die Buprenorphin als Hauptdroge missbrauchen, wenn das Arzneimittel direkt vom betreffenden Patienten zum illegalen Gebrauch in Umlauf gebracht oder wenn es nicht genilgend gegen Diebstahl gesichert wird.
Eine suboptimale Behandlung mit Buprenorphin kann einen Arzneimittelmissbrauch durch den Patienten zur Folge haben, was zu Oberdosierung oder Behandlungsabbruch filhren kann. Ein Patient, der eine zu niedrige Dosis Buprenorphin erhalt, konnte auf unkontrollierte Entzugssymptome weiterhin mit der Selbstbehandlung mit Opioiden, Alkohol oder sonstigen Sedativa/Hypnotika, insbesondere Benzodiazepinen, reagieren.
Um das Risiko eines nicht bestimmungsgemaВen Gebrauchs und Missbrauchs zu minimieren, sollten die Arzte bei der Verordnung und Ausgabe von Buprenorphin geeignete VorsichtsmaВnahmen ergreifen. Daher sollten in der frilhen Therapiephase nicht mehrere Dosen gleichzeitig verschrieben und dem Bedarf des Patienten angemessene Nachbeobachtungstermine zur klinischen Oberwachung angesetzt werden.
VorsichtsmajJnahmen fйr die Anwendung
Bei Auftreten folgender Erkrankungen wahrend der Anwendung von Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten ist Vorsicht geboten und die Arzneimitteldosis gegebenenfalls herabzusetzen:
Risiken einer gleichzeitige Anwendung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel
Die gleichzeitige Anwendung von Buprenorphin Ethypharm und sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod
filhren. Aufgrund dieser Risiken ist die gleichzeitige Verschreibung mit diesen sedierenden Arzneimitteln nur bei den Patienten angebracht, filr die es keine alternativen Behandlungsmoglichkeiten gibt. Wenn dennoch eine gleichzeitige Verschreibung von Buprenorphin Ethypharm zusammen mit Sedativa filr notwendig erachtet wird, sollte die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden und die Behandlungsdauer sollte so kurz wie moglich sein.
Die Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung ilberwacht werden. In diesem Zusammenhang wird dringend empfohlen, Patienten und ihre Bezugspersonen ilber diese Symptome zu informieren (siehe Abschnitt 4.5).
Atemdepression
Todesfalle wurden auch in Zusammenhang mit der gleichzeitigen Anwendung von Buprenorphin und anderen zentral dampfenden Mitteln, z. B. Alkohol und anderen Opioiden, berichtet. Bei Verabreichung von Buprenorphin an nicht opioidabhangige Personen, die keine Toleranz gegenilber den Wirkungen von Opioiden haben, kann eine moglicherweise todliche Atemdepression auftreten.
Das Arzneimittel sollte bei Patienten mit Asthma bronchiale oder respiratorischer Insuffizienz (z. B. chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Cor pulmonale, eingeschrankte Atemreserve, Hypoxie, Hyperkapnie, vorbestehende Atemdepression oder Kyphoskoliose (Verkrilmmung der Wirbelsaule mit potenziell resultierender Atemnot)) mit Vorsicht eingesetzt werden.
Buprenorphin kann bei Kindern und nicht abhangigen Personen bei versehentlicher oder absichtlicher Einnahme zu einer schweren, moglicherweise todlichen Atemdepression filhren. Patienten milssen ermahnt werden, die Blisterpackung an einem sicheren Ort aufzubewahren, die Blisterpackung nie im Voraus zu offnen, die Blisterpackung filr Kinder und andere Haushaltsmitglieder unerreichbar aufzubewahren und dieses Arzneimittel nie vor Kindern einzunehmen. Bei versehentlicher Einnahme oder Verdacht auf Einnahme ist umgehend ein Notdienst zu verstandigen.
ZNS-Depression
Buprenorphin kann Benommenheit hervorrufen, insbesondere wenn es zusammen mit Alkohol oder zentral dampfenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen, Tranquilizern, Sedativa oder Hypnotika eingenommen wird (siehe Abschnitt 4.5). Wahrend der Behandlung mit Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten dilrfen keine alkoholischen Getranke oder alkoholhaltigen Arzneimittel eingenommen werden. Die gleichzeitige Anwendung von zentral dampfenden Arzneimitteln, anderen Opioidderivaten (Analgetika und Antitussiva), bestimmten Antidepressiva, sedativen H1-Rezeptorantagonisten, Barbituraten, Anxiolytika, Neuroleptika, Clonidin und verwandten Substanzen erfordert arztliche Oberwachung.
Serotoninsyndrom
Die gleichzeitige Anwendung von Buprenorphin Ethypharm mit anderen serotonergen Arzneimitteln wie MAOHemmern, selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (Selective Serotonin Re-Uptake Inhibitors, SSRI), Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (Serotonin Norepinephrine Re-Uptake Inhibitors, SNRI) oder trizyklischen Antidepressiva kann zu einem Serotoninsyndrom, einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung, filhren (siehe Abschnitt 4.5).
Wenn eine gleichzeitige Behandlung mit anderen serotonergen Arzneimitteln klinisch angezeigt ist, wird eine sorgfaltige Beobachtung des Patienten empfohlen, insbesondere bei Behandlungsbeginn und Dosiserhohungen.
Die Symptome des Serotoninsyndroms umfassen unter anderem Veranderungen des Gemiltszustandes, autonome Instabilitat, neuromuskulare Auffalligkeiten und/oder gastrointestinale Symptome.
Wenn ein Serotoninsyndrom vermutet wird, sind je nach der Schwere der Symptome eine Dosisverringerung oder das Absetzen der Behandlung in Erwagung zu ziehen.
Hepatitis und hepatische Ereignisse
In klinischen Studien und in Nebenwirkungsberichten wurden bei Opioidabhangigen Falle einer akuten Leberschadigung beschrieben. Das Spektrum der abnormen Veranderungen reicht von passageren asymptomatischen Erhohungen der Lebertransaminasen bis hin zu dokumentierten Fallen von zytolytischer Hepatitis, Leberversagen, Lebernekrose, hepatorenalem Syndrom sowie hepatischer Enzephalopathie und Tod. In vielen Fallen konnte vorbestehende mitochondriale Storungen
(genetische Erkrankung), Abweichungen der Leberenzymwerte, Infektionen mit dem Hepatitis-B-oder Hepatitis-C-Virus, Alkoholmissbrauch, Anorexie, gleichzeitige Anwendung von anderen potenziell hepatotoxischen Arzneimitteln oder dazu beitragen. Vor der Verordnung von sublingualem Buprenorphin und wahrend der Therapie milssen diese zugrunde liegenden Faktoren berilcksichtigt werden. Bei Verdacht auf ein hepatisches Ereignis ist eine weitergehende biologische und atiologische Evaluierung erforderlich. Ausgehend von den Befunden kann das Arzneimittel vorsichtig abgesetzt werden, um Entzugssymptome und einen erneuten illegalen Drogenabusus zu verhindern.
Bei Fortfilhrung der Therapie ist die Leberfunktion engmaschig zu ilberwachen.
Bei allen Patienten sollten in regelmaВigen Abstanden Leberfunktionstests vorgenommen werden. Leberfunktionsstorung
Der Einfluss einer beeintrachtigten Leberfunktion auf die Pharmakokinetik von Buprenorphin wurde in einer Anwendungsbeobachtung untersucht. Da Buprenorphin ilberwiegend in der Leber metabolisiert wird, wurden bei Patienten mit mittelschwerer und schwerer Leberfunktionsstorung erhohte Plasmaspiegel von Buprenorphin nach Einzeldosisgabe festgestellt. Die Patienten sollten auf Anzeichen und Symptome einer durch erhohte Buprenorphinkonzentration verursachte Toxizitat oder Oberdosierung ilberwacht werden. Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten sollten bei Patienten mit maВiger Beeintrachtigung der Leberfunktion mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3 und 5.2). Buprenorphin ist bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstorung kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Nierenfunktionsstorung
Die Ausscheidung ilber die Niere kann verzogert sein, da 30 % der applizierten Dosis renal eliminiert werden. Die Metaboliten von Buprenorphin akkumulieren sich bei Patienten mit Niereninsuffizienz. Bei der Verabreichung an Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstorung (Kreatinin-Clearance
<30 ml/min) ist Vorsicht geboten (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).
Eine besonders sorgfaltige medizinische Oberwachung ist in folgenden Fallen erforderlich:
-
Patienten mit nachweislichen oder vermuteten EKG-Veranderungen (Verlangerung des QT-Intervalls im EKG) oder einem Ungleichgewicht des Elektrolythaushalts, vor allem Kaliummangel (Hypokaliamie);
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eine klinisch signifikante Verringerung der Herzfrequenz (Bradykardie) sowie
-
eine Behandlung mit bestimmten Arzneimitteln gegen Arrhythmie (Antiarrhythmika der Klassen I und III).
Arrhythmien
Klinische Studien haben Belege dafilr erbracht, dass eine Verlangerung des QT-Intervalls sehr oft wahrend einer Behandlung mit reinen µ-Opioidrezeptor-Agonisten auftritt, was bedeutet, dass das Risiko des Auftretens einer polymorphen ventrikularen Tachykardie (torsade de pointes) besteht. Wahrend einer Behandlung mit Buprenorphin, einem partiellen µ-Opioidrezeptor-Agonisten, kam es in klinischen Studien haufig zu einer Verlangerung des QT-Intervalls, deren Ursache noch nicht mit hundertprozentiger Sicherheit geklart werden konnte.
Bei Patienten, bei denen die potenziellen Vorteile einer Buprenorphin-Therapie das Risiko des Auftretens einer Tachykardie ilberwiegen, sollte vor Behandlungsbeginn und nach zweiwochiger Behandlung ein EKG durchgefilhrt werden, um die Auswirkungen von Buprenorphin auf das QT-Intervall festzustellen und zu beziffern. Dementsprechend ist es auch ratsam, vor und nach einer Dosiserhohung ein EKG durchzufilhren.
Toleranz und Opioidgebrauchsstorung (Missbrauch und Abhangigkeit)
Bei wiederholter Anwendung von Opioiden wie Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten konnen sich eine Toleranz, eine physische und psychische Abhangigkeit und eine Opioidgebrauchsstorung entwickeln. Durch Missbrauch oder absichtliche Falschanwendung von Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten kann es zu einer Oberdosierung und/oder zum Tod kommen. Das Risiko, eine Opioidgebrauchsstorung zu entwickeln, ist bei Patienten mit Substanzgebrauchsstorung (einschlieВlich
Alkoholgebrauchsstorung) in der personlichen oder familiaren Vorgeschichte (Eltern oder Geschwister), bei Rauchern oder bei Patienten mit anderen psychischen Erkrankungen in der personlichen Vorgeschichte (z. B. Major Depression, Angststorungen und Personlichkeitsstorungen) erhoht.
Vor Beginn der Behandlung mit Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten und wahrend der Behandlung sollten die Behandlungsziele und ein Plan filr die Beendigung der Behandlung mit dem Patienten vereinbart werden (siehe Abschnitt 4.2).
Die Patienten milssen auf Anzeichen eines Suchtverhaltens (drug-seeking behaviour) ilberwacht werden (z. B. zu frilhe Anfrage nach Folgerezepten). Hierzu gehort auch die Oberprilfung der gleichzeitigen Anwendung von Opioiden und Psychopharmaka (wie Benzodiazepinen). Bei Patienten mit Anzeichen und Symptomen einer Opioidgebrauchsstorung sollte die Konsultation eines Suchtspezialisten in Betracht gezogen werden.
Schlafbezogene Atmungsstorungen
Opioide konnen schlafbezogene Atmungsstorungen einschlieВlich zentraler Schlafapnoe und schlafbezogener Hypoxamie verursachen. Die Anwendung von Opioiden geht mit einer dosisabhangigen Erhohung des Risikos filr eine zentrale Schlafapnoe einher. Bei Patienten mit zentraler Schlafapnoe sollte eine Verringerung der Opioidgesamtdosis in Betracht gezogen werden.
Beschleunigt einsetzendes Opioidentzugssyndrom:
Zu Beginn der Behandlung mit Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten muss sich der Arzt ilber das partiell agonistische Wirkungsprofil von Buprenorphin im Klaren sein. Sublingual verabreichtes Buprenorphin kann bei opioidabhangigen Patienten zum beschleunigten Eintreten von Entzugssymptomen filhren, insbesondere wenn es dem Patienten frilher als 6 Stunden nach der letzten Anwendung von Heroin oder eines anderen kurzwirksamen Opioids oder frilher als 24 Stunden nach der letzten Methadon-Dosis verabreicht wird. Patienten sollten in der Umstellungsphase von Methadon auf Buprenorphin genau beobachtet werden, da von Entzugssymptomen berichtet wurde. Zur Verhinderung eines beschleunigten Entzugs von kurz oder lang wirksamen Opioiden nach Einleitung der Behandlung sollte der Patient vor der Dosierungseinleitung objektive Anzeichen und Symptome eines leichten Entzugs haben (siehe Abschnitt 4.2).
Entzugssymptome konnen auch mit einer suboptimalen Dosierung assoziiert sein.
Allgemeine Warnhinweise filr die Verabreichung von Opioiden
Opioide konnen bei ambulant behandelten Patienten eine orthostatische Hypotonie verursachen.
Opioide konnen zu einem erhohten Liquordruck filhren, der Krampfanfalle verursachen kann, so dass Opioide bei Patienten mit Kopfverletzungen, intrakraniellen Lasionen, anderen Zustanden mit moglicher Erhohung des Liquordrucks oder Krampfanfallen in der Krankengeschichte mit Vorsicht anzuwenden sind.
Vorsicht ist geboten, wenn Opioide bei Patienten mit Hypotonie, Prostatahypertrophie oder Urethralstenose angewendet werden.
Eine durch Opioide verursachte Miosis, Veranderungen des Bewusstseinszustands und Veranderungen der Schmerzwahrnehmung als Symptom einer Krankheit konnen die Patientenbeurteilung beeintrachtigen und die Diagnose oder den klinischen Verlauf einer Begleiterkrankung verschleiern.
Opioide sollten bei Patienten mit Myxodem, Hypothyreose oder Nebenniereninsuffizienz (z. B. Morbus Addison) mit Vorsicht angewendet werden.
Es hat sich gezeigt, dass Opioide den Druck im Gallengang erhohen und bei Patienten mit Dysfunktion der Gallenwege mit Vorsicht angewendet werden sollten.
Bei der Verabreichung von Opioiden an altere oder geschwachte Patienten ist Vorsicht geboten.
Die gleichzeitige Einnahme von Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) kann, ausgehend von der Erfahrung mit Morphin, zu einer Verstarkung der Wirkung von Opioiden filhren (siehe Abschnitt 4.5).
Suizidversuche mit Opioiden, vor allem in Kombination mit trizyklischen Antidepressiva, Alkohol und weiteren auf das ZNS einwirkenden Stoffen, sind Bestandteil des klinischen Zustandsbildes der Substanzabhangigkeit. Individuelle Evaluation und Behandlungsplanung, die eine stationare Versorgung einschlieВen kann, sollten bei Patienten in Betracht gezogen werden, die trotz angemessener pharmakotherapeutischer Intervention unkontrollierten Drogenkonsum und persistierendes, stark gefahrdetes Verhalten zeigen.
Zum Drogen-Screening sollten in regelmaВigen Zeitabstanden Urintests durchgefilhrt werden. Es ist Vorsicht geboten bei der Anwendung dieses Arzneimittels bei Patienten mit:
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Asthma oder respiratorischer Insuffizienz (Falle von Atemdepression wurden unter Buprenorphin beschrieben);
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Niereninsuffizienz (20 % der verabreichten Dosis wird renal eliminiert; daher kann die Ausscheidung ilber die Nieren verlangert sein);
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Leberinsuffizienz (der hepatische Metabolismus von Buprenorphin kann verandert sein);
-
wie bei anderen Opioiden, ist bei Anwendung von Buprenorphin Vorsicht geboten bei Patienten mit Kopfverletzungen, einem erhohten Hirndruck, einer Hypotonie, einer Prostatahypertrophie oder einer Harnrohrenstenose.
Jugendliche ab 15 Jahren
Aufgrund mangelnder Daten filr Jugendliche (Alter 15-18) sollte Buprenorphin in dieser Altersgruppe nur mit Vorsicht angewendet werden.
Doping
Laborwerte: Sportler milssen sich der Tatsache bewusst werden, dass es durch die Anwendung von
Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten zu positiven „Dopingtests“ kommen kann
Patienten mit der seltenen hereditaren Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten nicht einnehmen.
Buprenorphin Ethypharm enthalt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro sublingualer Tablette, d.h. im Wesentlichen "natriumfrei"
Moglicher Einfluss von anderen Arzneimitteln auf Buprenorphin
Es ist Vorsicht geboten bei der Anwendung von Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten zusammen mit:
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Alkoholischen Getranken oder alkoholhaltigen Arzneimitteln:
Alkohol verstarkt die sedierende Wirkung von Buprenorphin (siehe Abschnitt 4.7).
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Sedativa wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel:
Die gleichzeitige Anwendung von Opioiden zusammen mit sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel erhoht das Risiko von Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod aufgrund einer additiven ZNS-dampfenden Wirkung. Die Dosis und Dauer der gleichzeitigen Anwendung sollten begrenzt werden (siehe Abschnitt 4.4).
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Gabapentinoiden:
Die gleichzeitige Anwendung von Buprenorphin und Gabapentinoiden (Gabapentin und
Pregabalin) kann zu Atemdepression, Hypotonie, starker Sedierung, Koma oder Tod filhren (siehe Abschnitt 4.4).
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Anderen zentral dampfenden Arzneimitteln, anderen Opioidderivaten (z. B. Methadon, Analgetika und Antitussiva), bestimmten Antidepressiva, sedativen H1-Rezeptorantagonisten, Barbituraten, anderen Anxiolytika als Benzodiazepinen, Neuroleptika, Clonidin und verwandten Substanzen :
Diese Kombinationen verstarken die dampfende Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Aufgrund der herabgesetzten Aufmerksamkeit kann es gefahrlich sein, Fahrzeuge zu filhren und Maschinen zu bedienen. Zudem kann es schwierig sein, eine ausreichende Analgesie zu erreichen, wenn Patienten, die Buprenorphin erhalten, ein Opioid-Vollagonist verabreicht wird. Daher besteht die Moglichkeit der Oberdosierung mit einem Vollagonisten, insbesondere wenn versucht wird, die partiell agonistische Wirkung von Buprenorphin zu ilberwinden oder wenn die Buprenorphin-Plasmaspiegel sinken.
Buprenorphin Ethypharm sollte bei gleichzeitiger Verabreichung mit folgenden Arzneimitteln vorsichtig angewendet werden:
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Serotonerge Arzneimittel wie MAO-Hemmer, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (Selective Serotonin Re-Uptake Inhibitors, SSRI), Serotonin-NoradrenalinWiederaufnahmehemmer (Serotonin Norepinephrine Re-Uptake Inhibitors, SNRI) oder trizyklische Antidepressiva, da das Risiko eines Serotoninsyndroms, einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung, erhoht ist (siehe Abschnitt 4.4).
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Naltrexon und Nalmefen :
Naltrexon und Nalmefen sind Opioidantagonisten, die die pharmakologischen Wirkungen von Buprenorphin blockieren konnen. Bei opioidabhangigen Patienten, die derzeit mit Buprenorphin behandelt werden, konnen die Antagonisten Naltrexon und Nalmefen zum plotzlichen Einsetzen anhaltender und starker Opioidentzugssymptome filhren. Bei Patienten, die derzeit mit Naltrexon oder Nalmefen behandelt werden, konnen die beabsichtigten therapeutischen Wirkungen der Buprenorphingabe durch die Antagonisten Naltrexon und Nalmefen blockiert werden.
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CYP3A4-Hemmer:
In einer Studie zur Wechselwirkung von Buprenorphin mit Ketoconazol (einem starken CYP3A4-Hemmer) wurden erhohte Cmax- und AUC-Werte (Flache unter der Kurve) filr Buprenorphin (ca. 50 % bzw. 70 %) und zu einem geringeren Grad filr Norbuprenorphin gemessen. Patienten, die Buprenorphin erhalten, sind engmaschig zu ilberwachen und bedilrfen bei kombinierter Anwendung mit starken CYP3A4-Hemmern (z. B. den Protease-Hemmern Ritonavir, Nelfinavir oder Indinavir oder Antimykotika vom Azol-Typ, z. B. Ketoconazol, Makrolidantibiotika oder Itraconazol) moglicherweise einer Dosisreduzierung.
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CYP3A4-Induktoren:
Die gleichzeitige Anwendung von CYP3A4-Induktoren mit Buprenorphin kann die Buprenorphin-Plasmakonzentrationen senken und somit moglicherweise zu einer suboptimalen Behandlung der Opioidabhangigkeit mit Buprenorphin filhren. Es wird empfohlen, Patienten, die Buprenorphin zusammen mit CYP3A4-Induktoren (z. B. Phenobarbital, Carbamazepin, Phenytoin, Rifampicin) erhalten, engmaschig zu ilberwachen. Die Buprenorphin- oder CYP3A4-Induktor-Dosis muss gegebenenfalls entsprechend angepasst werden.
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Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer):
Ausgehend von der Erfahrung mit Morphin ist eine Wirkungssteigerung von Opioiden moglich (siehe Abschnitt 4.4). Die gleichzeitige Einnahme von Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) kann, ausgehend von der Erfahrung mit Morphin, zu einer Verstarkung der Wirkung von Opioiden filhren (siehe Abschnitt 4.5). Bei der Vorbehandlung von Patienten mit bestimmten Antidepressiva (MAOHemmstoffen) innerhalb der letzten 14 Tage vor der Opioid-Anwendung besteht theoretisch die Moglichkeit filr lebensbedrohliche Wechselwirkungen mit Einfluss auf die Hirn-, Atem und Kreislauffunktion. Die Kombination soll filr bis zu 2 Wochen nach dem Absetzen von MAOHemmern
vermieden werden.
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Anticholinergika:
Die gleichzeitige Anwendung von Buprenorphin und Anticholinergika oder Arzneimitteln mit anticholinerger Wirkung (z. B. trizyklische Antidepressiva, Antihistaminika, Antipsychotika, Muskelrelaxantien, Antiparkinson-Arzneimitteln) kann zu verstarkten anticholinergen Nebenwirkungen filhren.
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Kokain:
Bisher wurde keine erkennbare Wechselwirkung mit Kokain beschrieben, der Substanz, die von Konsumenten verschiedener Drogen am haufigsten zusammen mit Opioiden angewendet wird.
Schwangerschaft
Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangerschaftsausgange) mit der Anwendung von Buprenorphin bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizitat gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).
Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten dilrfen wahrend der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass eine Behandlung mit Buprenorphin aufgrund des klinischen Zustandes der Frau erforderlich ist.
Buprenorphin sollte wahrend der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen das potenzielle Risiko filr den Fotus ilberwiegt. Das potenzielle Risiko filr den Menschen ist unbekannt.
Gegen Ende der Schwangerschaft kann Buprenorphin auch nach kurzer Anwendungsdauer eine Atemdepression beim Neugeborenen hervorrufen. Eine Langzeitanwendung von Buprenorphin wahrend der letzten drei Schwangerschaftsmonate kann zum Entzugssyndrom beim Neugeborenen filhren (z. B. Hypertonie, neonataler Tremor, neonatale Agitation, Myoklonus oder Krampfe). Das Syndrom tritt im Allgemeinen mit einer Verzogerung von einigen Stunden bis einigen Tagen nach der Geburt auf.
Wegen der langen Halbwertszeit von Buprenorphin sollte das ungeborene Kind gegen Ende der Schwangerschaft mehrere Tage lang ilberwacht werden, um dem Risiko einer Atemdepression oder eines Entzugssyndroms bei Neugeborenen vorzubeugen.
Stillzeit
Buprenorphin und dessen Metaboliten werden in die Muttermilch ausgeschieden. Untersuchungen an Ratten haben gezeigt, dass Buprenorphin die Laktation hemmt. Das Stillen sollte deshalb wahrend der Behandlung mit Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten unterbrochen werden.
Fertilitat
Tierexperimentelle Studien haben eine Verringerung der weiblichen Fertilitat unter hohen Dosen gezeigt (systemische Exposition > 2,4-Fache der Exposition des Menschen bei der empfohlenen Hochstdosis von 24 mg Buprenorphin, basierend auf den AUC-Werten). Siehe Abschnitt 5.3.
Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten hat geringen bis moderaten Einfluss auf die Verkehrstilchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen, wenn es opioidabhangigen Patienten verabreicht wird. Das Arzneimittel kann Benommenheit, Schwindel oder eine Beeintrachtigung des Denkens verursachen, insbesondere bei Therapieeinleitung und Dosisanpassung. Diese Wirkung kann sich verstarken, wenn es gleichzeitig mit Alkohol oder Mitteln angewandt wird,
die eine dampfende Wirkung auf das zentrale Nervensystem ausilben (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).
Patienten sollten davor gewarnt werden, gefahrliche Maschinen zu bedienen. Nach Erreichen einer stabilen Dosis kann der Arzt darilber befinden, ob der Patient ein Fahrzeug filhren oder eine Maschine bedienen kann.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die haufigsten therapiebedingten Nebenwirkungen, die im Rahmen zulassungsrelevanter klinischer Studien beschrieben wurden, waren Obstipation und Symptome, die im Allgemeinen mit Entzugssymptomen assoziiert sind (d. h. Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Obelkeit, Hyperhidrosis und Schmerzen). Bestimmte berichtete Falle von Krampfanfallen, Erbrechen, Diarrhoe und erhohten Leberfunktionswerten wurden als schwerwiegend beurteilt.
Liste der Nebenwirkung in Tabellenform
Die Haufigkeiten der unerwilnschten Arzneimittelwirkungen (UAW) aufgrund einer Buprenorphin Therapie sind im Folgenden tabellarisch dargestellt. Die Tabelle basiert auf Nebenwirkungen, die wahrend klinischer Studien und/oder nach Markteinfilhrung berichtet wurden.
Alle Nebenwirkungen werden nach Systemorganklassen und Häufigkeit aufgeführt: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000) und nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfilgbaren Daten nicht abschatzbar). Innerhalb jeder Haufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Haufigkeit von berichteten Nebenwirkungen bei der Anwendung nach Markteinfilhrung kann nicht bestimmt werden, da sie aus Spontanmeldungen stammen. Folglich wird die Haufigkeit dieser Nebenwirkungen als „nicht bekannt“ bezeichnet.
Systemorgan-klasselnfektionen und parasitare Erkrankungen
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Sehr haufig (≥1/10) Нaufig (≥1/100 Ьis <1/10)Bronchitis, Infektion, Influenza, Pharyngitis, Rhinitis Lymphadenopathie
Gelegentlich (>1/1.000 Ьis <1/100) Sehr selten (<1/10.000) Nicht ЬekanntErkrankungen des lmmunsystems
Stoffwechsel- und Ernahrungsstдrung en
Psychiatrische Erkrankungen
Appetitlosigkeit
Schlaflosigkeit Unruhe, Angst,
Depression,
Feindseligkeit, Nervositat, Benommenheit, Paranoia, anomales Denken
Halluzinationen
Anaphylaktischer Schock, angioneurotisches Odem (Quincke-Odem)
Erkrankungen des Nervensystems
Augenerkrankunge n
Kopfschmerzen Vertigo,
Schwindel, Hypertonie, Migrane, Parasthesie, Schlafrigkeit, Synkope, Tremor
Lakrimationssstoru ng, Mydriasis
Herzerkrankungen Verlangerung des QT-Intervalls im EKG, Palpitationen
GefajЗerkrankunge n Orthostatischer Blutdruckabfall, Vasodilatation
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Мediastinums Erkrankungen des Gastrointestinaltra kts
Leber- und Gallenerkrankunge n
Nasenfluss, Husten, Dyspnoe, Gahnen
Obelkeit Obstipation, Diarrhoe, Mundtrockenheit, Dyspepsie, Gastrointestinale Storungen, Flatulenz, Zahnerkrankungen, Erbrechen, Bauchschmerzen
Atemdepression Bronchospasmus
Lebernekrose, Hepatitis
Karies
Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewe bes Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Кnochenerkrankun gen
Hyperhidrosis Hautausschlag
Arthralgie, Rilckenschmerzen, Knochen-schmerzen, Muskelspasmen, Myalgie, Nackenschmerzen
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrйse
Dysmenorrhoe
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Asthenie, Arzneimittel-entzugssyndrom, Schmerzen
Brustschmerzen, Schilttelfrost, Unwohlsein, Periphere Odeme, Pyrexie
Beschreibung weiterer ausgewahlter Nebenwirkungen, die nach Markteinfilhrung beobachtet wurden
Nachfolgend eine Zusammenfassung von weiteren nach Markteinfilhrung berichteten Nebenwirkungsmeldungen, die als schwerwiegend oder aus anderem Grund nennenswert betrachtet werden:
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In Fallen intravenosen Missbrauchs von Medikamenten wurden lokale, in manchen Fallen septische Reaktionen (Abszess, Cellulitis) und eine potenziell schwerwiegende akute Hepatitis sowie andere akute Infektionen, wie Pneumonie und Endokarditis, beschrieben (siehe Abschnitt 4.4).
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Bei Patienten mit ausgepragter Drogenabhangigkeit kann die initiale Gabe von Buprenorphin zu einem Arzneimittelentzugssyndrom filhren, das dem filr Naloxon beschriebenen Entzugssyndrom ahnlich ist, wenn es angewendet wird, bevor die agonistischen Wirkungen, die ein vor kurzem stattgefundener Opioidgebrauch oder -missbrauch ausgelost hat, abgeklungen sind (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
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Zu den haufigsten Anzeichen und Symptomen einer Oberempfindlichkeit zahlen Hautausschlage, Urtikaria und Pruritus. Falle von Bronchospasmus, Atemdepression, Angioodem und anaphylaktischem Schock sind ebenfalls berichtet worden (siehe Abschnitt 4.3).
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Transaminasenerhohung, Hepatitis, akute Hepatitis, zytolytische Hepatitis, Ikterus, hepatorenales Syndrom, hepatische Enzephalopathie und hepatische Nekrose sind aufgetreten (siehe Abschnitt 4.4).
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Ein neonatales Arzneimittelentzugssyndrom ist bei Neugeborenen berichtet worden, deren Miltter wahrend der Schwangerschaft Buprenorphin erhalten hatten. Dieses Syndrom kann leichter und langwieriger sein als ein durch μ-Opioid-Vollagonisten bedingtes Entzugssyndrom. Die Art des Syndroms kann in Abhangigkeit von der Vorgeschichte des Drogenkonsums der Mutter variieren (siehe Abschnitt 4.6)
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Halluzinationen, orthostatische Hypotonie, Synkope, Schwindelgefilhl und Arzneimittelabhangigkeit wurden berichtet.
Arzneimittelabhangigkeit
Die wiederholte Anwendung von Buprenorphin Ethypharm Sublingualtabletten kann, auch in therapeutischen Dosen, zu einer Arzneimittelabhangigkeit filhren. Das Risiko filr eine Arzneimittelabhangigkeit kann je nach individuellen Risikofaktoren des Patienten, Dosierung und Dauer der Opioidbehandlung variieren (siehe Abschnitt 4.4).
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groВer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Oberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels.
Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut filr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen
Symptome
Besonders bei nichttoleranten Personen (v.a. Kindern) konnen bereits bedrohliche Vergiftungen (Intoxikationen) durch niedrigere als in der Substitutionstherapie ilbliche Dosen hervorgerufen werden.
Zeichen und Symptome einer ilbermaВigen Buprenorphin-Wirkung sind durch Beschwerden wie „sich komisch fühlen“, schlechte Konzentrationsfähigkeit, Schläfrigkeit und möglicherweise Schwindel-gefilhl im Stehen gekennzeichnet. Das primare Symptom bei Oberdosierung, das eine Intervention erforderlich macht, ist eine Atemdepression in Folge einer Depression des Zentralnervensystems, da diese zum Atemstillstand und zum Tod filhren konnte. Zu den ersten Zeichen einer Oberdosierung konnen auch Somnolenz, Amblyopie, Miosis, Hypotension, Obelkeit, Erbrechen und/oder Sprachstorungen zahlen.
Behandlung
Es sind allgemeine supportive MaВnahmen einzuleiten, u. a. eine engmaschige Kontrolle der Atem-und Herzfunktionen des Patienten. Eine symptomatische Behandlung der Atemdepression und intensivmedizinische StandardmaВnahmen sind einzuleiten. Freie Atemwege und eine unterstiltzende oder kontrollierte Beatmung milssen sichergestellt werden. Der Patient ist in eine Einrichtung mit kompletter Reanimationsausrilstung zu ilberweisen.
Bei Erbrechen ist darauf zu achten, dass es nicht zu einer Aspiration des Erbrochenen kommt.
Die Anwendung eines Opioid-Antagonisten (d. h. Naloxon) wird trotz des im Vergleich zur Wirkung bei Opioid-Vollagonisten moglicherweise maВigen Effekts bei der Behebung der Atemsymptome durch Buprenorphin empfohlen.
Wird Naloxon verwendet, ist bei der Festlegung der Behandlungsdauer und der medizinischen Oberwachung, die zur Behebung der Auswirkungen einer Oberdosis erforderlich sind, die lange Wirkdauer von Buprenorphin zu berilcksichtigen. Naloxon kann schneller als Buprenorphin ausgeschieden werden, was zu einem erneuten Auftreten der zuvor kontrollierten Symptome der Buprenorphin-Oberdosis filhren kann, weshalb eine Dauerinfusion erforderlich sein kann. Wenn keine Infusion moglich ist, kann eine wiederholte Naloxon-Verabreichung erforderlich sein. Die Naloxon-Initialdosen konnen bis zu 2 mg betragen und alle 2-3 Minuten wiederholt werden, bis ein ausreichendes Ansprechen erreicht wird, wobei eine Anfangsdosis von 10 mg nicht ilberschritten werden sollte. Infusionsraten sind dem Ansprechverhalten des Patienten gemaВ anzupassen.
PНARMAKOLOGISCНE EIGENSCНAFTEN
Pharmakologische Eigenschaften - Buprenorphin 2 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel zur Behandlung der Opiatabhangigkeit, ATC-Code: N07BC01
Wirkmechanismus
Buprenorphin ist ein partieller Opioid-Agonist/Antagonist, der an die μ - und κ -Rezeptoren des ZNS bindet. Seine Wirksamkeit bei der Opioid-Erhaltungstherapie beruht auf seiner langsam reversiblen Bindung an die μ-Rezeptoren, die ilber einen langeren Zeitraum das Bedilrfnis des abhangigen Patienten nach Drogen weitgehend reduzieren.
Buprenorphin weist ein relativ breites therapeutisches Fenster auf, das auf seine Wirksamkeit als primarer Agonist/Antagonist zurilckgefilhrt wird.
Resorption
Bei oraler Anwendung unterliegt Buprenorphin einem First-Pass-Metabolismus, wobei es zu einer N-Dealkylierung und Glucuronidierung kommt. Die orale Applikation ist filr dieses Medikament daher ungeeignet.
Die Plasmaspitzenkonzentration wird 90 Minuten nach der sublingualen Applikation erreicht. Das Verhaltnis von Dosis zu maximaler Plasmakonzentration ist im Dosisbereich zwischen 2 mg und 24 mg Buprenorphin (Sublingualtabletten) dosisabhangig, aber nicht dosisproportional.
Das Verhaltnis von Dosis zum AusmaВ der Bioverfilgbarkeit (AUC) ist im Dosisbereich zwischen 2 mg und 16 mg Buprenorphin (Sublingualtabletten) dosisproportional, im Dosisbereich zwischen 16 und 24 mg dosisabhangig, aber nicht dosisproportional.
Die relative Bioverfilgbarkeit von Buprenorphin-Sublingualtabletten im Vergleich zu Buprenorphin-Losung betragt nach einer an 24 Probanden durchgefilhrten Bioverfilgbarkeitsstudie etwa 70 %.
Verteilung
Auf die Resorption von Buprenorphin folgt eine rasche Verteilungsphase. Die Halbwertzeit betragt 2 bis 5 Stunden.
Biotransformation
Buprenorphin wird durch 14-N-Dealkylierung und Glucuronidierung des Stammmolekills und des
dealkylierten Metaboliten metabolisiert. N-Dealkylbuprenorphin ist ein μ-Agonist mit schwacher intrinsischer Aktivitat.
Elimination
Die Eliminierung von Buprenorphin verlauft mit einer langen terminalen Eliminationsphase von 20 bis 25 Stunden bi- oder tri-exponentiell. Dies ist zum einen auf die Rilckresorption von Buprenorphin nach der Hydrolyse des konjugierten Derivats im Darm und zum anderen auf den ausgepragten lipophilen Charakter des Molekills zurilckzufilhren.
Exkretion
Buprenorphin wird durch biliare Exkretion der glucuronidierten Metaboliten hauptsachlich (zu 70%) ilber die Fazes ausgeschieden. Der Rest wird ilber den Urin ausgeschieden.
Pharmakokinetik bei besonderen Patientengruppen
Leberfunktionsstдrung
In Tabelle 2 sind die Ergebnisse einer klinischen Studie zusammengefasst, in welcher die Exposition von Buprenorphin nach Einzeldosisverabreichung einer Buprenorphin/Naloxon 2,0/0,5 mg Sublingualtablette an gesunde Probanden sowie an Patienten mit Nierenfunktionsstorungen unterschiedlichen Schweregrads untersucht wurde.
TaЬelle 2.Auswirkungen einer Leberfunktionsstorung auf die pharmakokinetischen Parameter von Buprenorphin nach Verabreichung von Buprenorphin/Naloxon (im Unterschied zu gesunden Probanden)
PK Parameter Leichte LeЬerfunktionsstorung (Child-Pugh Stadium A) (n=9) Mittelschwere LeЬerfunktionsstorung (Child-Pugh Stadium B) (n=8) Buprenorphin Schwere LeЬerfunktionsstorung (Child-Pugh Stadium C) (n=8)| Cmax | 1,2fache Erhohung | 1,1fache Erhohung | 1,7fache Erhohung |
| AUClast | ahnlich Kontrolle | 1,6fache Erhohung | 2,8fache Erhohung |
Insgesamt erhohte sich der Buprenorphin Plasmaspiegel ungefahr um das 3fache bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstorung.
Pharmazeutische Angaben - Buprenorphin 2 mg
Lactose-Monohydrat Mannitol (Ph. Eur.) Maisstarke Citronensaure Natriumcitrat Povidon (K30)
Natriumstearylfumarat
InkompatiЬilitaten
Nicht zutreffend.
Dauer der НaltЬarkeit
2 Jahre
Besondere Vorsichtsma8nahmen fiir die AufЬewahrung
Buprenorphin Ethypharm 0,4 mg Sublingualtabletten
Nicht ilber 25°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schiltzen.
Buprenorphin Ethypharm 2 mg Sublingualtabletten, Buprenorphin Ethypharm 8 mg Sublingualtabletten
Filr dieses Arzneimittel sind bezilglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schiltzen.
Blisterpackungen aus PVC / Aluminium.
PackungsgroВen mit 7, 28, 49, 56 und 70 Sublingualtabletten.
Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroВen in den Verkehr gebracht.
Besondere Vorsichtsma8nahmen fiir die Beseitigung
Keine besonderen Anforderungen.
INНABER DER ZULASSUNG
Ethypharm
194, bureaux de la Colline – Batiment D 92213 Saint-Cloud cedex
Frankreich
Tel.: +33 (0)1 41 12 17 20
Fax: +33 (0)1 41 12 17 30
Mitvertrieb ETHYPHARM GmbH
MittelstraВe 5/5a 12529 Schonefeld Deutschland
Tel.: +49 (0) 30 634 99 393
Fax: +49 (0) 30 634 99 395