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Gluten/Laktose
Laktose: Ja
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Fachinfo - Remifemin®
Remifemin® plus Johanniskraut ist ein pflanzliches Arzneimittel zur Linderung von Wechsel-jahresbeschwerden.
Remifemin® plus Johanniskraut wird angewendet in den Wechseljahren zur Linderung von Hit-zewallungen und übermäßigem Schwitzen, wenn diese Symptome mit zusätzlichen psychi-schen Wechseljahresbeschwerden wie z.B. Verstimmungszuständen, Nervosität und Reizbar-keit einhergehen.
Dosierung
Zu Beginn der Behandlung (in den ersten 8 Wochen) 2-mal täglich 2 Filmtabletten, danach 2-mal täglich 1 Filmtablette.
Aufgrund der Indikation ist eine Anwendung bei Kindern, Jugendlichen und Männern nicht vorgesehen.
Für konkrete Dosierungsempfehlungen bei eingeschränkter Nieren-/Leberfunktion gibt es kei-ne hinreichenden Daten.
Art der Anwendung
Die Filmtabletten werden morgens und abends unzerkaut mit Flüssigkeit eingenommen. Die Einnahme ist unabhängig von den Mahlzeiten.
Dauer der Anwendung
Die Wirkung von Remifemin® plus Johanniskraut tritt nicht sofort ein. Erste therapeutische Effekte zeigen sich nach 2 bis 4 Wochen Behandlung. Es empfiehlt sich, das Präparat über mehrere Monate einzunehmen, jedoch ohne ärztlichen Rat nicht länger als 6 Monate.
Bestehen die psychischen Wechseljahresbeschwerden nach 6 Wochen unverändert fort, sollte ebenfalls ärztlicher Rat eingeholt werden.
Remifemin® plus Johanniskraut darf nicht angewendet werden bei Patientinnen, die mit Arz-neimitteln behandelt werden, welche einen der folgenden Arzneistoffe bzw. einen Arzneistoff aus einer der folgenden Stoffgruppen enthalten:
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Immunsuppressiva
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Ciclosporin
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Tacrolimus zur innerlichen Anwendung
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Anti-HIV-Arzneimittel
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Proteinase-Inhibitoren wie Indinavir und Fosamprenavir
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Zytostatika wie
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Irinotecan
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Antikoagulanzien wie
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Warfarin
Außerdem darf Remifemin® plus Johanniskraut nicht angewendet werden
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bei Überempfindlichkeit gegen Cimicifugawurzelstock, Johanniskraut, Soja, Erdnuss oder ei-nen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Die Anwendung von Remifemin® plus Johanniskraut bei Patientinnen mit einer bestehen-den oder früheren Lebererkrankung sollte nur mit Vorsicht erfolgen, vgl. 4.8 "Nebenwirkun-gen".
Patientinnen sollten die Einnahme von Remifemin® plus Johanniskraut sofort beenden, wenn Zeichen einer Leberschädigung auftreten (Ikterus, dunkler Urin, starke Schmerzen im Ober-bauch, Übelkeit, Appetitverlust, Müdigkeit).
Patientinnen, die wegen Brustkrebs oder anderer hormonabhängiger Tumore in Behandlung sind oder waren, sollten Zubereitungen aus Cimicifuga nicht ohne ärztlichen Rat einnehmen (siehe hierzu Abschnitt 5.3 „Präklinische Daten zur Sicherheit“).
Bei Störungen der Regelblutung bzw. beim Auftreten einer Postmenopausenblutung oder ei-ner vaginalen Blutung unklarer Ursache sowie bei anhaltenden unklaren oder neu auftretenden anderen Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Die gleichzeitige Einnahme von Östrogenen sollte nur auf ärztlichen Rat erfolgen.
Vor der Anwendung eines Hypericum-Präparates sind die Art der Interaktion und die Konse-quenzen wie folgt zu bedenken (siehe auch Abschnitt 4.5 „Wechselwirkungen“):
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Pharmakokinetisch-antagonistische Wechselwirkung mit verminderter Wirkung von
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Digoxin
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Simvastatin
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Amitryptilin
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Fexofenadin
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Benzodiazepinen
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Methadon
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Hormonellen Kontrazeptiva
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Pharmakodynamisch-synergistische Wechselwirkung mit Wirkungsverstärkung
Antidepressiva vom SRI- bzw. SSRI-Typ wie
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Paroxetin
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Sertralin
sowie
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Buspiron und
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Triptane
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Eine gleichzeitige Anwendung von Remifemin® plus Johanniskraut sollte nur nach sorgfälti-ger Nutzen/Risiko-Abwägung wegen des möglichen Auftretens eines Serotoninsyndroms mit Übelkeit, Erbrechen, Angst, Ruhelosigkeit oder Verwirrtheit erfolgen.
Bei Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva anwenden und gleichzeitig Remifemin® plus Jo-hanniskraut einnehmen, können Zwischenblutungen als Folge einer Wechselwirkung (s. Ab-schnitt 4.5 „Wechselwirkungen“) auftreten; die Sicherheit der hormonellen Empfängnisverhü-tung kann herabgesetzt sein, so dass zusätzliche empfängnisverhütende Maßnahmen ergriffen werden sollten.
Vor geplanten operativen Eingriffen mit Voll- oder Teilnarkose sollten mögliche Wechselwir-kungen mit verwendeten Präparaten identifiziert werden. Falls erforderlich, sollte Remifemin® plus Johanniskraut abgesetzt werden. Nach dem Absetzen normalisieren sich die veränderten Enzymaktivitäten innerhalb einer Woche.
Während der Anwendung von Remifemin® plus Johanniskraut muss eine übermäßige Exposi-tion gegenüber UV-Strahlen vermieden werden.
Patientinnen mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Remifemin® plus Johanniskraut nicht einnehmen.
Remifemin plus Johanniskraut enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Filmtablette, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.
Zubereitungen aus Johanniskraut induzieren die Aktivität von CYP3A4, CYP2C9, CYP2C19 und p-Glykoprotein.
Hiervon sind die bereits unter 4.3 „Gegenanzeigen“ aufgeführten Arzneistoffe betroffen.
Remifemin® plus Johanniskraut kann darüber hinaus mit zahlreichen anderen Arzneistoffen in dem Sinne interagieren, dass es die Plasmakonzentration dieser Stoffe senkt und dadurch de-ren Wirksamkeit abschwächt (s. Abschnitt 5.2 „Pharmakokinetische Eigenschaften“). Zu die-sen gehören insbesondere die folgenden Arzneistoffe:
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Digoxin
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Simvastatin
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Fexofenadin
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Benzodiazepine
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Methadon
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Hormonelle Kontrazeptiva, außerdem
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Trizyklische Antidepressiva wie
- Amitriptylin
Remifemin® plus Johanniskraut kann die Serotoninkonzentration im ZNS heraufsetzen und damit serotonerge Effekte (wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Angst, Ruhelosigkeit, Verwirrtheit) verstärken, wenn es mit den folgenden Arzneistoffen kombiniert wird (s. Abschnitt 5.1 "Pharmakodynamische Eigenschaften"):
andere Antidepressiva vom SRI- bzw. SSRI-Typ wie:
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Paroxetin
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Sertralin
sowie
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Buspiron und
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Triptane
Bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die photosensibilisierend wirken, ist eine Verstärkung phototoxischer Wirkungen möglich (siehe Abschnitt 4.8 "Nebenwirkungen").
Fertiliät, Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Es liegen keine klinischen Daten zur Anwendung von Remifemin® plus Johanniskraut in der Schwangerschaft vor. Remifemin® plus Johanniskraut sollte daher in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.
Im humantherapeutischen Dosisbereich traten in einer Studie zur Reproduktionstoxizität kei-ne Effekte auf (siehe Abschnitt 5.3 „Präklinische Daten zur Sicherheit“).
Stillzeit
Es liegen keine klinischen Daten zur Anwendung von Remifemin® plus Johanniskraut in der Stillzeit vor. Remifemin® plus Johanniskraut sollte daher in der Stillzeit nicht eingenommen werden.
Im humantherapeutischen Dosisbereich traten in einer Studie zur Reproduktionstoxizität kei-ne Effekte auf (siehe Abschnitt 5.3 „Präklinische Daten zur Sicherheit“).
Fertilität
Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Behandlung eine wirksame nicht hormonel-le Verhütungsmethode in Betracht ziehen, vergleiche Abschnitt 4.3 „Gegenanzeigen“.
Bei Ratten hatte Remifemin® plus Johanniskraut keinen Einfluss auf die weibliche Fertilität (siehe Abschnitt 5.3 „Präklinische Daten zur Sicherheit“).
Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Ma-schinen
Zur Verkehrstüchtigkeit und zur Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen wurden keine Unter-suchungen durchgeführt.
Negative Auswirkungen von Remifemin® plus Johanniskraut auf die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen sind nicht bekannt.
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Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde ge-legt:
| sehr häufig: | (≥1/10) |
| häufig: | (≥1/100 bis < 1/10) |
| gelegentlich: | (≥1/1.000 bis < 1/100) |
| selten: | (≥1/10.000 bis < 1/1.000) |
| sehr selten: | (< 1/10.000) |
| nicht bekannt: | Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar |
Mögliche Nebenwirkungen:
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Selten: Magen-Darm-Beschwerden (dyspeptische Beschwerden, Durchfall)
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Selten: Allergische Reaktionen der Haut (Nesselsucht, Hautjucken, Hautausschlag)
Häufigkeit nicht bekannt: Sonnenbrand-ähnliche Reaktion der Haut vor allem bei hell-häutigen Personen nach starker UV-Bestrahlung ohne ausreichenden Sonnenschutz
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Häufigkeit nicht bekannt: Gesichts- oder periphere Ödeme Häufigkeit nicht bekannt: Müdigkeit
Untersuchungen
Häufigkeit nicht bekannt: Gewichtszunahme
Leber- und Gallenerkrankungen
Häufigkeit nicht bekannt: Fälle von Leberschädigungen bei Anwendung von Cimicifuga-haltigen Arzneimitteln. Erhöhung der Leberwerte (Transaminasen)
Psychiatrischen Erkrankungen
Häufigkeit nicht bekannt: Unruhe
(3-sn-Phosphatidyl)cholin (Sojabohne) kann sehr selten allergische Reaktionen hervorru-fen.
In der Gebrauchsinformation wird die Patientin darauf hingewiesen, beim Auftreten von Ne-benwirkungen das Arzneimittel abzusetzen und den Arzt aufzusuchen.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtig-keit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall ei-ner Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn
Website: http://www.bfarm.de
anzuzeigen.
Über akute Vergiftungen durch Johanniskraut/Cimicifuga-Präparate beim Menschen ist bisher nicht berichtet worden. Bei Einnahme erheblicher Überdosen sollten betroffene Patientinnen für die Dauer von 1 - 2 Wochen vor Sonnenlicht bzw. vor UV-Bestrahlung geschützt werden. Die beschriebenen Nebenwirkungen können verstärkt auftreten. Patientinnen, die das Arznei-mittel erheblich überdosiert haben, sollten Rücksprache mit einem Arzt halten.
Pharmakologische Eigenschaften - Remifemin®
Pharmakotherapeutische Gruppe: andere pflanzliche Gynäkologika, Cimicifugawurzelstock, Kombinationen.
ATC-Code: G02CX
Die Wirksamkeit von Remifemin® plus Johanniskraut wurde in einer randomisierten Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie an 301 Patientinnen mit Wechseljahresbeschwerden ein-schließlich psychischer Symptome wie z.B. depressive Verstimmungszustände, Nervosität, Reizbarkeit über einen Behandlungszeitraum von 16 Wochen (in den ersten 8 Wochen 2-mal täglich 2 Filmtabletten, danach 2-mal täglich 1 Filmtablette) nachgewiesen: Der MRS-Gesamtscore (Menopause Rating Scale) verbesserte sich in der Remifemin® plus-Gruppe um 50 % gegenüber 20 % in der Placebo-Kontrolle (p<0,001). Auch der zweite Effektivitätspara-
meter HAMD-17-Gesamtscore (Hamilton Depression Scale) nahm in der Remifemin® plus-Gruppe um 42 % gegenüber 13 % in der Placebo-Gruppe ab (p<0,001).
Weder die Wirkungsweise noch die Bestandteile von Remifemin® plus Johanniskraut, die für die Verbesserung der Wechseljahresbeschwerden von Bedeutung sind, sind ausreichend be-kannt.
Wirkstoffe aus Hypericum inhibieren die synaptosomale Aufnahme der Neurotransmitter Nor-adrenalin, Serotonin und Dopamin.
Als Kombinationsarzneimittel wird Remifemin® plus Johanniskraut angewendet in den Wech-seljahren zur Linderung von Hitzewallungen und Schweißausbrüchen, wenn diese Symptome mit zusätzlichen psychischen Wechseljahresbeschwerden wie z.B. Verstimmungszuständen, Nervosität, Reizbarkeit einhergehen.
Produktspezifische Studien zur Pharmakokinetik wurden nicht durchgeführt.
Bei Einnahme von Johanniskraut-Monopräparaten erfolgt die Absorption von Hypericin ver-zögert und beginnt etwa 2 Stunden nach Verabreichung. Die Eliminationshalbwertzeit für Hy-pericin beträgt etwa 20 Stunden, die mittlere Verweildauer etwa 30 Stunden. Maximale Hy-perforinspiegel werden ca. 3 bis 4 Stunden nach Gabe erreicht; eine Anreicherung wurde nicht nachgewiesen.
Hyperforin und das Flavonoid Miquelianin können die Blut-Hirn-Schranke passieren.
Hyperforin induziert die Aktivität der metabolischen Enzyme CYP3A4, CYP2C9, CYP2C19 und p-Glykoprotein dosisabhängig via Aktivierung des Pregnan-X-Rezeptor (PXR)-Systems. Daher kann die Elimination anderer Arzneistoffe, die über den gleichen Weg abgebaut wer-den, beschleunigt und dadurch die Plasmakonzentration und die Wirksamkeit dieser anderen Stoffe herabgesetzt werden.
Für Cimicifuga sind in vivo und in vitro keine relevanten Effekte auf die Aktivität metaboli-scher CYP-Enzyme beschrieben.
In einer dreiarmigen in vitro-CYP-Induktionsstudie mit humanen Hepatozyten (Remifemin® plus Johanniskraut sowie beide Einzelextrakte) deckte sich das schwache bis moderate, pro-duktspezifische Induktionsmuster der untersuchten Enzyme CYP1A2, CYP2C9, CYP2C19 und CYP3A4 mit dem des Kombinationspartners Johanniskraut. Der enthaltene Cimicifugaex-trakt allein zeigte keinen Effekt.
Untersuchungen mit humanen Lebermikrosomen bestätigten für Remifemin® plus Johannis-kraut die für Johanniskrautextrakte in vitro beschriebene inhibitorische Aktivität gegenüber den Enzymen CYP1A2, CYP2C9, CYP2C19, CYP2D6 und CYP3A4. Aufgrund der ermittel-ten IC50-Werte ist unter bestimmungsgemäßer Dosierung eine klinisch relevante Inhibition dieser Enzyme als unwahrscheinlich einzustufen.
Aus den produktspezifischen präklinischen und klinischen Daten sowie der langjährigen An-wendung des Arzneimittels lassen sich keine konkreten Dosierungsempfehlungen bei einge-schränkter Nieren-/Leberfunktion ableiten.
Pharmazeutische Angaben - Remifemin®
Mikrokristalline Cellulose, Glyceroldibehenat (Ph. Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid, Lac-tose-Monohydrat, Lactose, Ascorbinsäure, Natriumascorbat, Poly(vinylalkohol), (3-sn-Phosphatidyl)cholin (Sojabohne), Xanthangummi, Talkum, Farbstoffe: Titandioxid (E 171), Eisen(III)-hydroxid-oxid E 172, Indigocarmin E 132
Originalpackung mit 60, 100, 120 und 180 Filmtabletten in einer PVC/PE/PVdC/PE/PVC-Blisterpackung
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.