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Präparate
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Desfluran Piramal 100 % Flüssigkeit zur Herstellung eines Dampfs zur Inhalation

Verschreibungsinformationen

Warnzeichen

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Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

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Wechselwirkungen mit

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Nieren
Hepatisch
Schwangerschaft
Stillen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Desfluran Piramal 100 % Flüssigkeit zur Herstellung eines Dampfs zur Inhalation

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Lösung zur Herst. e. Dampfs z. Inhalation

Hersteller

Piramal Critical Care Deutschland GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.3.2024
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Fachinfo - Desfluran 100 %

Anwendungsgebiete

Desfluran Piramal ist angezeigt zur Einleitung und/oder Aufrechterhaltung einer Allgemein- narkose bei stationären und ambulanten Eingriffen an Erwachsenen sowie zur Auf- rechterhaltung einer Allgemeinnarkose bei Kleinkindern und Kindern.

Tabelle 1. Die 1 MAC entsprechende prozentuale Konzentration von Desfluran in Ab- hängigkeit vom Alter des Patienten und der Inhalationsmischung (Mittelwert ± SD)
Alter N* 100 %Sauerstoff N* 60 % Lachgas / 40 % Sauerstoff
2 Wochen 6 9,2 ± 0,0
10 Wochen 5 9,4 ± 0,4
9 Monate 4 10,0 ± 0,7 5 7,5 ± 0,8
2 Jahre 3 9,1 ± 0,6
3 Jahre 5 6,4 ± 0,4
4 Jahre 4 8,6 ± 0,6
7 Jahre 5 8,1 ± 0,6
25 Jahre 4 7,3 ± 0,0 4 4,0 ± 0,3
45 Jahre 4 6,0 ± 0,3 6 2,8 ± 0,6
70 Jahre 6 5,2 ± 0,6 6 1,7

N* = Anzahl der Crossover-Paare (unter Anwendung der Up-and-down-Methode)

Dosierung

Desfluran darf nur von Ärzten angewendet werden, die zur Durchführung einer Vollnar- kose mit einem eigens zur Anwendung von Desfluran entwickelten und kalibrierten Va- porisator ausgebildet sind.

Entsprechende Geräte zur Aufrechterhaltung freier Atemwege, künstlichen Beatmung, Sauerstoffanreicherung und zur Kreislauf- reanimation müssen unmittelbar verfügbar sein.

Parameter wie EKG, Blutdruck, Sauerstoff- sättigung und pCO2 in der Ausatemluft müssen während der Narkose überwacht werden (siehe Abschnitt 4.4).

Dosierung

Die Gabe einer Vollnarkose muss je nach Ansprechen des Patienten individuell erfol- gen. Maßgeblich ist der erwünschte Effekt unter Berücksichtigung von Alter und klini- schem Status des Patienten.

Die MAC (minimale alveoläre Konzentration, bei der 50 % der Patienten keine Abwehr- bewegung auf eine standardisierte Inzision zeigen) von Desfluran nimmt mit zunehmen- dem Lebensalter ab. Die Desfluran-Dosis sollte entsprechend angepasst werden.

Tabelle 1 zeigt die 1 MAC entsprechende prozentuale Konzentration von Desfluran, die im Trägergas festgestellt wurde.

Siehe Tabelle 1 Prämedikation

Die Verabreichung einer Prämedikation richtet sich nach den individuellen Bedürf- nissen des Patienten. Die Anwendung von Anticholinergika liegt im Ermessen des An- ästhesisten.

Desfluran kann mit anderen Substanzen kombiniert werden, die häufig bei einer Nar- kose angewendet werden, vorzugsweise intravenöse Opioide, Benzodiazepine und Hypnotika. Opioide oder Benzodiazepine senken die Menge an Desfluran, die für die Narkose erforderlich ist.

Der Bedarf an Desfluran sinkt ebenfalls mit der begleitenden Anwendung von Distick- stoffoxid (N2O).

Desfluran senkt die empfohlene Dosis von neuromuskulären Inhibitoren (siehe auch Ab- schnitt 4.5). Wenn eine stärkere Relaxierung erforderlich ist, können zusätzliche Dosen von Muskelrelaxanzien verabreicht werden.

Narkoseeinleitung bei Erwachsenen

Es sollte berücksichtigt werden, dass das Einatmen von Desfluran von wachen Patien- ten schlecht vertragen wird, das Nutzen- Risiko-Verhältnis eines solchen Verfahrens muss daher von Fall zu Fall individuell ent- schieden werden.

Bei Erwachsenen wird eine Anfangskonzen- tration von 3 % empfohlen, die alle 2 bis 3 Atemzüge um 0,5–1,0 % erhöht wird. Eine für chirurgische Zwecke ausreichende An- ästhesie wird mit Konzentrationen von 4–11 % Desfluran im inhalierten Gasgemisch innerhalb von 2–4 Minuten erreicht.

Es können aber auch höhere Konzentratio- nen bis zu 15 % verwendet werden. Da Desfluran-Konzentrationen in dieser Höhe die Sauerstoffkonzentration proportional ver- dünnen, muss die Anfangs-Sauerstoffkon- zentration 30 % oder mehr betragen.

Während der Narkoseeinleitung bei Erwach- senen betrug die Gesamtinzidenz der Oxy- hämoglobin-Entsättigung 6 % (SpO2 < 90 %). Hohe Desfluran-Konzentrationen können unerwünschte Wirkungen in den oberen Atemwegen hervorrufen. Nach der Einleitung bei Erwachsenen mit einem intravenösen Arzneimittel wie Thiopental oder Propofol kann die Gabe von Desfluran bei ca. 3,0 % (0,5 MAC) bis 6,0 % (1 MAC) begonnen werden, unabhängig davon, ob das Träger- gas O2 oder N2O/O2 ist.

Während der Einleitung der Narkose mit Desfluran kann es zu einer durchgehenden kurzzeitigen Aufregung kommen.

Einleitung der Narkose bei Kindern

Aufgrund der Häufigkeit von Husten, Atem- anhalten, Apnoe, Laryngospasmus und ver- mehrter Speichelbildung (siehe Abschnitt 4.4) sollte Desfluran bei Kindern nicht zur Einleitung einer Vollnarkose angewendet werden.

Aufrechterhaltung der Narkose bei Erwach- senen

Bei Mischung mit reinem Sauerstoff oder einem Sauerstoff-Luft-Gemisch ist Desfluran in Konzentrationen von 2,5–8,5 % erforder- lich. Bei Erwachsenen kann eine ausreichen- de Narkosetiefe mit reduzierten Konzentra- tionen von Desfluran (2–6 %) aufrechterhalten werden, wenn gleichzeitig Lachgas ver- wendet wird.

Wenn hohe Konzentrationen unter Beifügung von Distickstoffoxid angewendet werden, muss das inhalierte Gasgemisch mindestens 25 % Sauerstoff enthalten.

Bei der Anwendung von Opioiden, Benzo- diazepinen oder anderen Sedativa werden geringere Dosen Desfluran benötigt (siehe Abschnitt 4.5).

Blutdruck und Herzfrequenz während der Aufrecherhaltung (der Allgemeinanästhesie/ Narkose) 

Blutdruck und Herzfrequenz müssen wäh- rend der Aufrechterhaltung (der Allgemein- anästhesie/Narkose) im Rahmen der Ein- schätzung der Narkosetiefe sorgfältig über- wacht werden (siehe Abschnitt 4.4).

Erhaltung der Narkose bei Kindern

Desfluran wird für die Erhaltung der Narkose bei Säuglingen und Kindern angewendet. Für Operationen ausreichende Narkosetiefen können bei Kindern mit endexspiratorischen Desfluran-Konzentrationen von 5,2 bis 10 % mit oder ohne Beifügung von Distickstoffoxid aufrechterhalten werden. Obwohl endex- spiratorische Desfluran-Konzentrationen von bis zu 18 % über kurze Zeiträume gegeben wurden, muss bei der Anwendung hoher Konzentrationen unter Beifügung von Di- stickstoffoxid das inhalierte Gasgemisch mindestens 25 % Sauerstoff enthalten.

Bei nicht intubierten Kindern unter 6 Jahren darf Desfluran aufgrund der erhöhten Inzi- denz unerwünschter Reaktionen der Atem- wege nicht zur Erhaltung der Narkose an- gewendet werden (siehe Abschnitt 4.4).

Einsatz in der Dentalchirurgie

Der Einsatz von Desfluran Piramal in der Dentalchirurgie muss auf Krankenhäuser und

ambulante operative Eingriffe begrenzt wer- den (siehe Abschnitt 4.3).

Besondere Patientengruppen

Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion

Konzentrationen von 1 bis 4 % Desfluran in Kombination mit einer Mischung aus Lach- gas und Sauerstoff wurden an Patienten mit chronischer eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion und bei Nierentransplantatio- nen verabreicht. Aufgrund des geringen Stoffwechsels ist eine Anpassung der Dosen für Patienten mit chronisch eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion nicht erforderlich.

Anwendung bei Patienten in der Neurochi- rurgie

Bei Patienten mit bekannter oder vermuteter Erhöhung des Hirndrucks sollte Desfluran mit 0,8 MAC oder weniger und in Kombina- tion mit einer Barbiturateinleitung und Hyper- ventilation (Hypokapnie) bis zur zerebralen Dekompression verabreicht werden. Es muss besonders darauf geachtet werden, dass der zerebrale Perfusionsdruck erhalten bleibt (siehe Abschnitt 4.4).

Anwendung von Desfluran bei hypovolämi- schen, hypotensiven und geschwächten und älteren Patienten

Wie bei anderen potenten Inhalationsnar- kotika wird für diese Patienten die Anwen- dung einer niedrigeren Desfluran-Konzen- tration empfohlen.

Art der Anwendung

Desfluran wird durch Inhalation verabreicht.

Gegenanzeigen

Desfluran darf nicht angewendet werden:

  • bei Patienten, bei denen eine Allgemein- narkose kontraindiziert ist

  • bei Patienten mit bekannter Überemp- findlichkeit gegenüber halogenierten An- ästhetika oder anderen halogenierten Kohlenwasserstoffverbindungen

  • bei Patienten mit bekannter oder vermute- ter Neigung zu maligner Hyperthermie (MH) oder entsprechender erblich be- dingter Neigung zu MH

  • zur Narkoseeinleitung bei Kindern auf- grund des signifikanten Risikos für Husten, Atemanhalten, Atemstillstand, Laryngo- spasmus und erhöhter Speichelbildung

  • bei Patienten, bei denen ein Anstieg der Herzfrequenz oder des Blutdrucks ver- mieden werden muss, darf Desfluran nicht als alleiniges Anästhetikum angewendet werden

  • bei Patienten, in deren Vorgeschichte es nach der Gabe eines halogenierten Nar- kotikums zu einer bestätigten Hepatitis oder ungeklärten mittelschweren bis schweren Leberfunktionsstörung (z. B. Gelbsucht, ungeklärtes Fieber oder Leu- kozytose/Eosinophilie) gekommen ist

  • bei Patienten, die sich außerhalb eines Krankenhauses oder einer Tagesklinik einem dentalchirurgischen Eingriff unter- ziehen, ist Desfluran kontraindiziert

Warnhinweise

Desfluran sollte bei nicht-intubierten Patien- ten nur mit Vorsicht angewendet werden.

Maligne Hyperthermie (MH)

Bei empfindlich reagierenden Patienten (mit maligner Hyperthermie, Myopathien wie Muskeldystrophie, King-Denborough-Syn- drom, myotoner Dystrophie und Central- Core-Myopathie in der Vorgeschichte) können potente Inhalationsanästhetika den Stoffwechsel der Skelettmuskulatur erhöhen, was zu einem starken Anstieg des Sauer- stoffbedarfs führen kann und zu einem kli- nischen Syndrom, das als maligne Hyper- thermie bezeichnet wird. Es wurde nach- gewiesen, dass Desfluran ein potenzieller Auslöser für maligne Hyperthermie ist. Das klinische Syndrom äußert sich in einer Hyper- kapnie und kann Symptome wie Muskelrigi- dität, Tachykardie, Tachypnoe, Zyanose, Arrhythmien und/oder einen instabilen Blut- druck umfassen. Manche der folgenden un- spezifischen Symptome können während einer leichten Narkose ebenfalls auftreten: akute Hypoxie, Hyperkapnie und Hypovol- ämie. Die Behandlung der malignen Hyper- thermie besteht unter anderem im Absetzen der auslösenden Medizinprodukte, intrave- nöser Gabe von Dantrolen-Natrium und Ein- leitung von unterstützenden Maßnahmen. Es kann in der Folge zu einer Niereninsuffi- zienz kommen, weshalb der Harnfluss kon- trolliert und möglichst aufrechterhalten werden sollte.

Desfluran sollte bei Personen mit Prädis- position für eine maligne Hyperthermie nicht angewendet werden. Es wurden Fälle von MH mit letalem Ausgang unter Desfluran berichtet.

Perioperative Hyperkaliämie

In sehr seltenen Fällen wurden Inhalations- anästhetika mit erhöhten Kaliumwerten in Verbindung gebracht, die in der postope- rativen Phase zu teilweise tödlich verlaufen- den Arrhythmien führten. Dies war vor allem bei Patienten mit latenten und auch offen- sichtlichen neuromuskulären Erkrankungen, insbesondere Duchenne-Muskeldystrophie, der Fall. Der Gebrauch von Suxamethonium (Succinylcholin) wurde mit den meisten, aber nicht allen Fällen in Verbindung gebracht. Diese Patienten wiesen Muskelschäden mit erhöhter Kreatinkinasekonzentration und Myoglobinurie auf. Trotz der Ähnlichkeit mit einer malignen Hyperthermie zeigte keiner der Patienten Anzeichen oder Symptome einer Muskelrigidität oder eines hypermeta- bolischen Zustands.

Eine umgehende und intensive Behandlung der Hyperkaliämie und Arrhythmien wird empfohlen. Die nachfolgende Abklärung für eine latente neuromuskuläre Erkrankung bzw. das mögliche Vorhandensein einer la- tenten neuromuskulären Erkrankung ist angezeigt.

Geburtshilfe

Da nur wenige Patientinnen in Studien unter- sucht wurden, konnte die Sicherheit von Desfluran bei der Geburtshilfe bisher noch nicht bestätigt werden. Desfluran hat eine relaxierende Wirkung auf den Uterus und verringert den Blutfluss zwischen Uterus und Plazenta (siehe Abschnitt 4.6).

Glucoseanstieg

Desfluran wurde mit einem intraoperativen Glucoseanstieg in Verbindung gebracht.

Auswirkungen auf die Leber

Es wurden Fälle berichtet, bei denen es durch halogenierte Anästhetika zu Leber- funktionsstörungen, Gelbsucht und fataler Lebernekrose kam. Derartige Reaktionen weisen auf eine Überempfindlichkeit hin. Desfluran kann bei Patienten, die durch vorangegangene Narkosen gegen haloge- nierte Anästhetika sensibilisiert wurden, eine Sensibilisierungshepatitis auslösen. Zirrhose, Virushepatitis oder andere bereits bestehen- de Lebererkrankungen können dafür aus- schlaggebend sein, dass ein anderes An- ästhetikum einem halogenierten Produkt vorgezogen wird.

Steigerung  des  zerebrospinalen  Liquor- drucks

Desfluran kann zu dosisabhängigem Anstieg des Hirndrucks bei Patienten mit raumfor- dernden Hirnläsionen führen. Bei solchen Patienten sollte Desfluran mit 0,8 MAC oder weniger und in Kombination mit einer Barbi- turateinleitung und Hyperventilation bis zur zerebralen Dekompression verabreicht werden. Es muss besonders darauf geach- tet werden, dass der zerebrale Perfusions- druck erhalten bleibt.

In Fällen lebensbedrohender intrakranieller Hypertonie ist die Anwendung von Desfluran nicht empfohlen.

Kardiovaskuläre Erkrankung

Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit muss eine hämodynamische Stabilität auf- rechterhalten werden, um einer Myokardisch- ämie vorzubeugen. Nach einem schnellen Anstieg der Desfluran-Konzentration wurde ein deutlicher Anstieg der Pulsfrequenz sowie der Adrenalin- und Noradrenalinwerte beob- achtet. Bei Patienten mit Risiko für koronare Herzkrankheit oder Patienten, bei denen eine erhöhte Herzfrequenz oder ein erhöhter Blut- druck vermieden werden sollen, darf Desfluran nicht als alleiniges Narkosemittel angewendet werden. Es kann mit anderen Arzneimitteln, vorzugsweise intravenösen Opioiden und Hypnotika, angewendet wer- den.

Kommt es während der Erhaltungsphase der Narkose nach rascher Steigerung der endti- dalen Konzentration von Desfluran zu einem Anstieg von Herzfrequenz und Blutdruck, muss dies nicht unbedingt auf eine unzurei- chende Narkosetiefe hinweisen. Diese Än- derungen sind auf die Aktivierung des sym- pathischen Nervensystems zurückzuführen und klingen nach ca. 4 Minuten ab. Wenn jedoch ein Anstieg von Herzfrequenz und Blutdruck eintritt, bevor oder ohne dass eine rasche Erhöhung der Desfluran-Dosis erfolgt ist, kann dies auf eine geringe Narkosetiefe hindeuten.

Hypotonie und Atemdepression steigen mit zunehmender Narkosetiefe.

Bei der Anwendung von Desfluran wurden Herzrhythmusstörungen beobachtet. Alle Patienten, die mit Desfluran in Narkose ver- setzt werden, müssen konstant überwacht werden. Parameter wie EKG, Blutdruck, Sauerstoffsättigung und pCO2 in der Aus- atemluft müssen in einer Umgebung über- wacht werden, in der vollständige technische Möglichkeiten zu einer Wiederbelebung zur

Desfluran Piramal 100 % Flüssigkeit zur Herstellung eines Dampfs zur Inhalation

Verfügung stehen und das Personal in Wie- derbelebungsmethoden ausgebildet ist.

Trockene CO2-Absorber

Desfluran kann mit trockenen Kohlenstoff- dioxidabsorbern (CO2) reagieren und Kohlen- stoffmonoxid bilden. Dies kann bei manchen Patienten zu einem Anstieg der Carboxy- hämoglobinwerte führen. Fallberichte deuten darauf hin, dass Barium- und Natriumkalk austrocknen, wenn Frischgas in größeren Mengen über mehrere Stunden oder Tage durch den CO2-Absorber strömt. Die Bildung von CO ist klinisch nicht signifikant, wenn der Absorber normal hydratisiert ist. Befolgen Sie genau die Gebrauchsanleitung des Her- stellers der CO2-Absorber. Wird vom Arzt vermutet, dass der CO2-Absorber ausge- trocknet ist, muss dieser vor der Verabrei- chung von Desfluran durch einen neuen ersetzt werden.

Schmerzen nach der Narkose

Das Erwachen nach einer Narkose mit Desfluran erfolgt normalerweise schnell. Dies ist zu berücksichtigen, wenn postnarkotische Schmerzen zu erwarten sind. Deshalb sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass dem Patienten gegen Ende des Eingriffs bzw. kurz nach Verlegung in den Aufwachraum ein geeignetes Analgetikum verabreicht wird.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Bei wiederholten Narkosen innerhalb kurzer Zeiträume ist Vorsicht geboten.

Die Verabreichung von Desfluran an Patienten mit Hypovolämie, Hypotonie oder bei ge- schwächten Patienten ist nicht ausführlich untersucht worden. Bei diesen Patienten wird empfohlen, die Konzentrationen zu verringern.

Desfluran sollte nicht bei Patienten mit einer Neigung zu Bronchokonstriktion angewendet werden, da in diesen Fällen das Risiko eines Bronchospasmus erhöht ist.

Es kann ein kurzes Exzitationsstadium wäh- rend der Narkoseeinleitung auftreten.

Mittelohr-Operationen

Desfluran, wie auch andere volatile Anästhe- tika, führen zu einer Druckerhöhung im Mittelohr, vor allem bei Kindern. Während

der Vorgeschichte mit Vorsicht angewendet werden, da dies möglicherweise zum Risiko einer Bronchokonstriktion und erhöhtem Atemwegswiderstand führt.

Beim Aufwachen aus der Narkose kann es bei Kindern zu kurzzeitiger Agitiertheit kom- men, die unkooperativ macht.

Verlängerung des QT Intervalls

Es gab Berichte über Fälle von QT-Intervall- Verlängerung, sehr selten mit Torsade-de- Pointes- einhergehend (siehe Abschnitt 4.8). Bei der Verabreichung von Desfluran an empfindliche Patienten ist Vorsicht geboten.

Wechselwirkungen

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Die gleichzeitige Anwendung von Lachgas reduziert den MAC von Desfluran (siehe Ta- belle 1).

Depolarisierende und nicht-depolarisieren- den Muskelrelaxanzien

Die Wirkung der üblichen Muskelrelaxanzien wird durch Desfluran verstärkt.

Die anästhetischen Konzentrationen von Desfluran im Gleichgewicht reduzieren die ED95 von Suxamethonium um ungefähr 30 %, und die von Atracurium und Pancuronium um ungefähr 50 % im Vergleich zur N2O/ Opioid-Anästhesie.

Die erforderlichen Dosen von Pancuronium, Atracurium, Suxamethonium und Vecuron- ium für eine 95%ige (ED95) Herabsetzung der neuromuskulären Transmission bei ver- schiedenen Desfluran-Konzentrationen sind in Tabelle 2 dargestellt (diese Dosen sind identisch mit denen für Isofluran). Die ED95 von Vecuronium ist bei Desfluran 14 % nied- riger als bei Isofluran. Zudem dauert die Erholung von der neuromuskulären Blocka- de mit Desfluran länger als mit Isofluran.

Siehe Tabelle 2

Die blutdrucksenkende Wirkung kann ver- stärkt werden, wenn Desfluran gleichzeitig

mit ACE-Hemmern, trizyklischen Antidepres- siva, MAO-Hemmern, Antihypertensiva, Antipsychotika oder Betablockern verab- reicht wird.

Zur exakten Dosierung wird eine Relaxo- metrie empfohlen.

Präanästhetika

Aus klinischen Studien wurden keine klinisch signifikanten unerwünschten Wechselwir- kungen mit den üblichen zur Prämedikation verwendeten oder sonstigen Arzneimitteln berichtet, die während der Narkose verab- reicht wurden (i. v. verabreichte Substanzen oder Lokalanästhetika). Die Wirkung von Desfluran auf die Verfügbarkeit anderer Arzneimittel wurde nicht untersucht.

Das Erwachen wird durch begleitende An- ästhetika Anästhetika mit sedativ-hypnoti- scher Wirkung wie Benzodiazepine, Opioide

u. a. beeinträchtigt.

Opiate und Benzodiazepine

Patienten, die mit unterschiedlichen Desfluran-Konzentrationen anästhesiert werden und die ansteigende Dosen Fentanyl oder Midazolam erhalten, zeigen eine aus- geprägte Reduzierung des zur Narkose er- forderlichen Bedarfs bzw. eine MAC-Redu- zierung (siehe Tabelle 3). Es ist anzunehmen, dass andere Opiate und Sedativa den MAC- Wert ähnlich beeinflussen.

Siehe Tabelle 3

Kontraindikationen für die gleichzeitige Anwendung

Die Anwendung soll bei Patienten, die sich einer Anästhesie unterziehen, vermieden oder nur mit äußerster Vorsicht erfolgen, da das Risiko der Auslösung von Kammer- flimmern besteht.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Da nur wenige Patientinnen in Studien unter- sucht wurden, konnte die Sicherheit von Desfluran bei der Geburtshilfe bisher noch

einer Narkose mit Desfluran wird daher eine Überwachung des Drucks im Mittelohr emp- fohlen.

Kinder und Jugendliche

Aufgrund des häufigen Auftretens von Hus- ten, Atemanhalten, Apnoe, Laryngospasmen und verstärkter Sekretabsonderung ist Desfluran nicht zur Einleitung einer Inhalati- onsnarkose bei Kindern und Säuglingen indiziert.

Vorsicht ist geboten, wenn Desfluran zur Aufrechterhaltung einer Anästhesie mit einer Larynxmaske (LMA) oder einer Gesichts- maske bei Kindern im Alter von 6 Jahren oder jünger angewendet wird, da ein erhöh- tes Potenzial für unerwünschte respiratori- sche Ereignisse besteht, z. B. Husten und Laryngospasmus, insbesondere bei Ent- fernung der LMA nach tiefer Anästhesie.

Desfluran ist nicht für die Erhaltung einer Nar- kose bei nicht intubierten Kindern indiziert.

Desfluran sollte bei Kindern mit Asthma oder mit einer Infektion der oberen Atemwege in

Tabelle 2. Bestimmung von Muskelrelaxanzien (mg/kg) zur 95%igen Depression der neuromuskulären Transmission.
Desfluran-Konzentration Pancuronium Atracurium Suxamethonium Vecuronium
0,65 MAC/60 % N2O/O2 0,026 0,133 * ND * ND
1,25 MAC/60 % N2O/O2 0,018 0,119 * ND * ND
1,25 MAC/100 % O2 0,022 0,120 0,360 0,019

* ND = nicht bestimmt

Tabelle 3. Wirkung von Fentanyl oder Midazolam auf die Desfluran-MAC
Konzentration* (%) von Desfluran in O2 % Reduzierung der Konzentration
Ohne Fentanyl 6,33 – 6.35
Fentanyl (3 μg/kg) 3,12 – 3.46 46 – 51
Fentanyl (6 μg/kg) 2,25 – 2.97 53 – 64
Ohne Midazolam 5,85 – 6.86
Midazolam (25 μg/kg) 4,93 15,7
Midazolam (50 μg/kg) 4,88 16,6

* Patienten im Alter von 18 – 65 Jahren.

nicht bestätigt werden. Desfluran hat eine relaxierende Wirkung auf den Uterus und verringert den Blutfluss zwischen Uterus und Plazenta. Studien an Tieren haben eine Re- produktionstoxizität gezeigt (siehe Ab- schnitt 5.3). Desfluran sollte in der Schwan- gerschaft nur angewendet werden, wenn dies absolut notwendig ist.

Stillzeit

Es gibt nur ungenügende Informationen darüber, ob Desfluran/Metabolite in die Muttermilch übergehen. Ein Risiko für das

In Tabelle 4 sind unerwünschte Arzneimittel- wirkungen geordnet nach MedDRA-System- organklasse und Häufigkeit aufgeführt:

Siehe Tabelle 4

Andere Nebenwirkungen, die bei ähnlichen Arzneimitteln berichtet wurden, sind:

Herzerkrankungen: Verlängertes QT-Elektro- kardiogramm

Kinder und Jugendliche

Es wird davon ausgegangen, dass Häufig- keit, Art und Intensität dieser unerwünschten Reaktionen bei Kindern und Erwachsenen identisch sind.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir- kungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuier- liche Überwachung des Nutzen-Risiko-Ver-

Neugeborene/Kleinkind kann nicht ausge- schlossen werden. Es muss eine Entschei- dung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Desfluran verzichtet werden soll bzw. die Behandlung damit zu unter- brechen ist. Dabei sind sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Mutter zu berücksichti- gen. Nach einer Narkose sollte auf das Stillen verzichtet werden, bis Desfluran aus- geschieden wurde (ca. 24 Stunden).

Fertilität

Es liegen keine Daten zu möglichen Aus- wirkungen von Desfluran auf die menschliche Fertilität vor. Bei Ratten wurden Auswirkun- gen auf die Fertilität beobachtet (siehe Ab- schnitt 5.3).

Fahrtüchtigkeit

Es liegen keine Daten vor über den Einfluss von Desfluran auf die Fähigkeit zu fahren oder Maschinen zu bedienen. Dennoch muss der Patient darauf aufmerksam gemacht werden, dass seine Fähigkeit, diese Art von Aktivitäten zu unternehmen, nach einer All- gemeinanästhesie verringert sein kann. Aus diesem Grunde wird empfohlen, diese Ak- tivitäten innerhalb von 24 Stunden nach der Anästhesie zu vermeiden.

Nebenwirkungen

Desfluran kann eine dosisabhängige kardio- respiratorische Depression und einen gerin- gen intraoperativen Anstieg der Blutzucker- werte verursachen. Die meisten unerwünsch- ten Wirkungen sind gering bis mittelschwer ausgeprägt. Postoperativ wurden Übelkeit und Erbrechen beobachtet, dies sind häufi- ge Folgereaktionen eines chirurgischen Ein- griffs und einer Allgemeinanästhesie. Diese Symptome können durch Inhalationsanäs- thetika verursacht sein, jedoch auch durch Arzneimittel, die während oder nach dem Eingriff verabreicht werden, oder sie sind als Reaktion des Patienten auf den Eingriff selbst zu werten.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu- grunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Tabelle 4. Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Systemorganklasse Nebenwirkung Häufigkeit
Infektionen und parasitäre Erkrankungen Pharyngitis Häufig
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Koagulopathie Nicht bekannt
Stoffwechsel- und Ernährungs- störungen Hyperkaliämie Hypokaliämie metabolische Azidose Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt
Psychiatrische Erkrankungen Anhalten des Atems Agitiertheit Häufig Gelegentlich
Erkrankungen des Nervensystems Kopfschmerzen Somnolenz Krampfanfall Schwindel3 Migräne3 Enzephalopathie3 Häufig Gelegentlich Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt
Augenerkrankungen Konjunktivitis Ulzerative Keratitis3 Okuläre Hyperämie3Verminderte Sehschärfe 3 Augenreizung3 Augenschmerzen3 Vorübergehende Blindheit3Okulärer Ikterus HäufigNicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt
Herzerkrankungen Knotenrhythmus Bradykardie Tachykardie Myokardinfarkt Myokardischämie Arrhythmie Herzstillstand Torsade-des-Pointes VentrikelversagenVentrikuläre Hypokinesie Vorhofflimmern Tachyarrhythmie3Palpitationen3 Häufig Häufig Häufig Gelegentlich Gelegentlich GelegentlichNicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekanntNicht bekannt
Gefäßerkrankungen Hypertonie Vasodilatation Maligne Hypertonie Hämorrhagie HypotonieSchock Häufig Gelegentlich Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Apnoe1 Husten1Laryngospasmus2 Hypoxie1Respiratorische Insuffizienz DyspnoeBronchspasmusHämoptyse Häufig Häufig Häufig GelegentlichNicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekanntNicht bekannt
Erkrankungen des Gastro- intestinaltrakts Erbrechen1 Übelkeit1 Hypersalivation1 Akute PankreatitisAbdominalschmerzen Sehr häufig Sehr häufig HäufigNicht bekanntNicht bekannt

Fortsetzung der Tabelle auf Seite 5

Desfluran Piramal 100 % Flüssigkeit zur Herstellung eines Dampfs zur Inhalation

Fortsetzung der Tabelle

Systemorganklasse Nebenwirkung Häufigkeit
Leber- und Gallenerkran- kungen Leberversagen Lebernekrose Hepatitis Cholestase GelbsuchtLeberfunktionsstörungLebererkrankung Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt
Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Urtikaria ErythemBrennendes Gefühl auf der Haut3 Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochen- erkrankungen Myalgie Rhabdomyolyse Gelegentlich Nicht bekannt
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Maligne Hyperthermie AsthenieUnwohlseinFatigue3 Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt
Untersuchungen Kreatinphosphokinase erhöht Abnormales Elektrokardiogramm Verlängerung des QTc-Intervalls im ElektrokardiogrammVeränderung der ST-T-Strecke im ElektrokardiogrammInversion der T-Welle im Elektrokardio- grammErhöhte Alanin-Aminotransferase Erhöhte Aspartat-Aminotransferase Abnormale Blutgerinnungswerte Erhöhte AmmoniakwerteErhöhtes BilirubinGlukose-Spiegel im Blut erhöht Häufig Häufig HäufigNicht bekannt Nicht bekanntNicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekannt Nicht bekanntNicht bekannt
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen3 Postoperative Agitiertheit Nicht bekannt
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Vertigo Nicht bekannt

1 Berichtet während der Einleitung und bei Aufrechterhaltung der Narkose

2 Berichtet während der Einleitung der Narkose

3 Hierbei handelt es sich um die versehentliche Exposition von Personen, die nicht Patienten sind

Zu dieser Kategorie gehören unter anderem auch Enfluran und Isofluran, die mit Chlor und Fluor halogeniert sind. Desfluran ist aus- schließlich mit Fluor halogeniert.

Wie seine Struktur vermuten lässt, hat Desfluran einen Diffusionskoeffizienten von Gas in Blut (0,42), der niedriger ist als jener anderer volatiler Inhalationsanästhetika (Isofluran hat einen Blut-Gas-Verteilungs- koeffizienten von 1,4) und selbst geringer als jener von Lachgas (0,46). Diese Daten er- klären ein rasches Erwachen aus der Desfluran-Narkose.

Tierexperimentelle Studien zeigten einen schnelleren Wirkungseintritt und ein rasche- res Erwachen aus der Narkose als mit Iso- fluran bei einem ähnlichen kardiorespirato- rischen Profil. Während der Desfluran-Nar- kose wurden am EEG keine epileptogenen Effekte oder andere ZNS-Nebenwirkungen festgestellt und die Verabreichung zusätzli- cher Arzneimittel verursachte keine unerwar- teten oder toxischen EEG-Effekte.

Bisherige klinische Studien zur Beurteilung von Myokardischämie, Infarkt und Tod als Ergebnisparameter haben keine Bestätigung erbracht, dass die koronararterioläre Eigen- schaft von Desfluran bei Patienten mit koro- narer Herzkrankheit mit dem koronaren Steal-Effekt oder einer Myokardischämie in Verbindung steht.

Studien an Schweinen mit Anfälligkeit für maligne Hyperthermie zeigten, dass Desfluran ein potenter Auslöser für maligne Hyperthermie ist.

Die pharmakologische Wirkung von Desfluran ist dosisabhängig.

Überdosierung

Symptome und Behandlung einer Überdosie- rung

Man geht davon aus, dass Symptome einer Desfluran-Überdosierung denen von volatilen Substanzen ähnlich sind, mit einer Vertiefung der Anästhesie, kardiale und/oder respirato- rische Depression bei spontan atmenden Patienten sowie kardiale Depression bei beatmeten Patienten, bei denen im späteren Stadium eine Hyperkapnie oder Hypoxie auf- treten können.

Im Falle einer Überdosierung sind folgende Maßnahmen erforderlich: Die Desfluran-

Zufuhr sollte beendet werden, ein freier Atemweg muss gesichert werden und eine assistierte oder kontrollierte Beatmung mit reinem Sauerstoff sollte eingeleitet werden. Die Herzkreislauffunktion muss bei Bedarf unterstützt und aufrechterhalten werden.

Pharmakologische Eigenschaften - Desfluran 100 %

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Nerven- system; Allgemeinanästhetika; halogenierte Kohlenwasserstoffe; ATC-Code: N01AB07

Desfluran gehört zur Gruppe der halogenier- ten Methylethylether, die durch Inhalation verabreicht werden und in Abhängigkeit von der Dosierung reversibel eine Ausschaltung des Bewusstseins und der Schmerzemp- findung, eine Unterdrückung der willkürlichen Motorik, eine Beeinflussung von autonomen Reflexen sowie eine Dämpfung von Atmung und des Herzkreislauf-Systems bewirken. Desfluran ist eine farblose, flüchtige Flüssig- keit mit einem Siedepunkt von 22,8 º C. In den in der Anästhesiologie verwendeten Mi- schungsverhältnissen ist es weder brennbar noch explosiv.

als andere volatile Anästhetika, sodass eine schnellere Einleitung erreicht wird. Desfluran wird auch schneller aus dem Körper aus- geschieden, was ein schnelles Erwachen und eine bessere Steuerung der Narkose- tiefe ermöglicht. Desfluran wird über die Lungen ausgeschieden und wird nur in ge- ringen Mengen verstoffwechselt (0,02 %) und besitzt daher ein geringes Toxizitätspotenzial.

Merkmale am Patienten

Die pharmakologische Wirkung ist propor- tional zur inhalierten Konzentration von Desfluran. Die wichtigsten Nebenwirkungen sind Exazerbationen der pharmakologischen Wirkung.

Der MAC-Wert (minimale alveoläre Konzen- tration) nimmt mit zunehmendem Alter ab. Eine Reduzierung der Dosis wird bei hypo- volämischen, hypotonen und/oder ge- schwächten Patienten empfohlen. Siehe Abschnitt 4.4.

Pharmakokinetik

Allgemeine Merkmale

Wie aus dem physikochemischen Profil abgeleitet werden kann, zeigen pharmako- kinetische Studien bei Tieren und Menschen, dass Desfluran schneller aufgenommen wird

hältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nachfolgend aufgeführte nationale Meldesys- tem anzuzeigen.

Deutschland

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizin- produkte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

Weblinks

Packungen und Preis

Desfluran Piramal 100% Flüssigk. 6x250ml
Preis
632,45 €
Zuzahlung
10,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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