Schneller nach Medikamenten suchen. Checker für Wechselwirkungen probieren.
Schneller nach Medikamenten suchen. Checker für Wechselwirkungen probieren.
Präparate

Enantone®-Gyn Monats-Depot 3,75 mg Retardmikrokapseln und Suspensionsmittel

Wechselwirkungen-Liste
Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

AOK Baden-Württemberg | AOK Hessen | AOK Rheinland-Pfalz/Saarland | AOK Sachsen-Anhalt | BARMER | BKK 24 | BKK B. Braun Aesculap | BKK EWE | BKK Linde | BKK PFAFF | BKK PwC | BKK Rieker.Ricosta.Weisser | BKK Scheufelen | BKK VDN | BKK VerbundPlus | B…
Mehr…

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Enantone®-Gyn Monats-Depot 3,75 mg Retardmikrokapseln und Suspensionsmittel

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Retardmikrokaps. | Suspensionsm.

Hersteller

Takeda GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.5.2026
Drugs app phone

Mediately App verwenden

Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

Mit der Handykamera scannen.
4.9

Über 36k bewertungen

Mediately App verwenden

Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

4,9 Sterne, über 20k Bewertungen

Fachinfo - Enantone®-Gyn 3,75 mg

Anwendungsgebiete

Enantone-Gyn Monats-Depot wird bei weiblichen Erwachsenen in folgenden Indikationen angewendet:

  • Symptomatische, laparoskopisch gesicherte Endometriose, wenn eine Unterdrückung der ovariellen Hormonbildung angezeigt ist, sofern die Erkrankung nicht primär einer chirurgischen Therapie bedarf.

  • Symptomatischer Uterus myomatosus, wenn eine Unterdrückung der ovariellen Hormonbildung angezeigt ist, als präoperative Maßnahme zur Volumenreduktion einzelner Myome

    bei vorgesehener Myomenukleation oder Hysterektomie.

  • Präoperative Endometriumabflachung vor geplanten operativen, hysteroskopischen Eingriffen, z.

    B. Endometriumablation oder Resektion.

  • Mammakarzinom prä- und perimenopausaler Frauen, sofern eine endokrine Behandlung angezeigt ist.

Dosierung

Dosierung

Einmal monatlich 44,1 mg Retardmikrokapseln mit 3,75 mg Leuprorelinacetat, suspendiert in 1 ml Suspensionsmittel, subkutan oder intramuskulär applizieren.

Kinder und Jugendliche

Für die Anwendung bei Kindern mit Pubertas praecox steht das Analogpräparat Enantone Monats-Depot, Enantone-Paed Montas-Depot 1,88 mg und das 3-Monats-Depot Trenantone zur Verfügung.

Art der Anwendung

Enantone-Gyn Monats-Depot darf nur von medizinischem Fachpersonal zubereitet, rekonstituiert und verabreicht werden, das mit der sachgemäßen Handhabung vertraut ist.

Die Suspension von Enantone-Gyn Monats-Depot ist vor der Gabe frisch zuzubereiten (Hinweise zur Vorbereitung der Zweikammerspritze vor der Anwendung siehe Abschnitt 6.6).

Enantone-Gyn Monats-Depot wird subkutan oder intramuskulär injiziert. Die Injektionsstelle ist monatlich zu wechseln. Dabei kann die Injektion in die Bauchhaut, das Gesäß oder z. B. den Oberschenkel erfolgen. Zur intramuskulären Injektion wird eine Nadel von 23 Gauge (z. B. 0,6 x 30 mm) empfohlen.

Zur Therapie des Uterus myomatosus ist die Dauer der Anwendung auf einen Zeitraum von 6 Monaten zu begrenzen. Die Dauer der Anwendung von Enantone-Gyn Monats-Depot als Monotherapie bei Endometriose beträgt höchstens 6 Monate. Die Therapiedauer kann bis zu 1 Jahr betragen, wenn über den gesamten 1-Jahreszeitraum zusätzlich 5 mg Norethisteronacetat täglich als Add-back-Therapie eingesetzt wird. Wiederholungsbehandlungen sollten nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt erfolgen. Dazu gehört die Bestimmung der Knochendichte vor Beginn einer eventuellen Wiederholungstherapie.

Zur Endometriumabflachung vor geplanten operativen hysteroskopischen Eingriffen wird eine Injektion Enantone-Gyn Monats-Depot s.c. oder i.m. verabreicht. Der Therapieerfolg kann sonographisch nach Messung der Endometriumdicke im Ultraschall evaluiert werden. Erscheint eine zweite Injektion Enantone-Gyn Monats-Depot indiziert, so erfolgt diese einen Monat nach der Erstinjektion.

Die Dauer der Therapie des Mammakarzinoms mit Enantone-Gyn Monats-Depot bestimmt der behandelnde Arzt.

Eine versehentliche intraarterielle Injektion ist aufgrund tierexperimenteller Befunde (Thrombosierung kleiner Gefäße distal des Applikationsortes) unbedingt zu vermeiden.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen Leuprorelin oder andere synthetische GnRH-Analoga,

    gegen Poly(glycolsäure-co-milchsäure) oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile des Suspensionsmittels.

  • Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.4).

  • Prämaligne oder maligne Veränderungen des Endometriums (bei Endometriumablation/Endometriumresektion).

Warnhinweise

Allergische und anaphylaktische Reaktionen wurden bei Erwachsenen und Kindern beobachtet. Diese beinhalten sowohl lokale Reaktionen an der Einstichstelle als auch systemische Symptome.

Orale Kontrazeptiva

Orale Kontrazeptiva ("Antibabypille") sind vor Behandlungsbeginn mit Enantone-Gyn Monats-Depot abzusetzen. Zur Sicherheit sind während der Behandlung andere kontrazeptive Maßnahmen zu ergreifen (z. B. die Anwendung mechanischer Verhütungsmittel wie Kondome). Die erste Injektion sollte etwa am 3. Tag der Menstruation erfolgen, um eine bestehende Schwangerschaft weitestgehend auszuschließen. Im Zweifelsfall ist ein Schwangerschaftstest durchzuführen.

Symptomverschlechterung

Zu Beginn der Behandlung kann es zu einer vorübergehenden Verstärkung bestimmter Krankheitssymptome kommen. Diese Symptome klingen gewöhnlich bei Fortsetzung der Therapie wieder ab.

Knochendemineralisierung

Eine Langzeit-Gonadotropin (Östrogen)-Deprivations-Therapie mit GnRH-Analoga bzw. eine bilaterale Ovarektomie oder Eierstock-Ablation, ist mit einem erhöhten Risiko der

Knochendemineralisierung assoziiert. Bei Risikopatienten kann dies zu einer Osteoporose und erhöhtem Frakturrisiko führen (siehe Abschnitt 4.8).

Einfluss auf die Knochendichte

Brustkrebsindikation:

Eine Behandlung mit GnRH-Analoga kann zu einer Abnahme der Knochendichte führen. Im Rahmen einer Studie mit einem anderen GnRH-Analogon betrug nach 2-jähriger Behandlung des frühen Brustkrebses der durchschnittliche Verlust der Knochendichte 6,2 % im Oberschenkelhals und 11,5 % in der Lendenwirbelsäule. Dieser Verlust ist teilweise reversibel. In der 1-jährigen Nachsorgeuntersuchung zeigte sich eine Erholung der Knochendichte um 3,4 % im Oberschenkelhals und um 6,4 % in der Lendenwirbelsäule bezogen auf den Ausgangswert vor Behandlung. Dabei basieren die Erholungswerte auf sehr wenigen Daten.

Bisher vorliegende Daten deuten darauf hin, dass sich die Abnahme der Knochendichte nach Beendigung der Therapie in der Mehrheit der Fälle wieder zurückbildet.

Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass die Anwendung von GnRH-Analoga in Kombination mit Tamoxifen die Abnahme der Knochendichte reduziert.

Benigne Indikationen:

Die Anwendung von GnRH-Agonisten verursacht in einem 6-monatigen Behandlungszeitraum wahrscheinlich durchschnittlich eine monatliche Abnahme der Knochendichte um 1 %. Jede 10-%ige Abnahme der Knochendichte führt zu einer 2- bis 3-fachen Erhöhung des Frakturrisikos.

Wenn nach einer vorausgegangenen Behandlung mit GnRH-Agonisten Symptome wieder auftreten, sollte vor einer weiteren Therapie mit Enantone-Gyn Monats-Depot abgesichert werden, dass die Knochendichte im Normalbereich liegt.

Bisher vorliegende Daten deuten darauf hin, dass sich die Abnahme der Knochendichte nach Beendigung der Therapie in der Mehrheit der Fälle wieder zurückbildet.

Endometriose Indikation

Bei Patientinnen, die Leuprorelin zur Behandlung einer Endometriose erhielten, zeigte sich, dass eine zusätzliche Hormonersatztherapie den Verlust der Knochendichte und vasomotorische Symptome verhindert. Bei Monotherapien soll Leuprorelinacetat nicht länger als 6 Monate angewendet werden, da es sonst zu einem erhöhten Risiko einer Abnahme der Knochendichte kommt. Durch die zusätzliche Anwendung einer Hormonersatztherapie (HRT - Gestagen und/oder Östrogen) mit Leuprorelinacetat kann die Abnahme der Knochendichte und vasomotorische Symptome reduziert werden. Bei einer gemeinsamen Anwendung sollten die Risiken in einem Zeitraum von bis zu 12 Monaten, wenn klinisch angemessen, für jedes Arzneimittel berücksichtig werden.

Symptomatische Uterus myomatosus Indikation

Leuprorelinacetat soll nicht länger als 6 Monate angewendet werden, da es sonst zu einem erhöhten Risiko einer Abnahme der Knochendichte kommt.

Wenn die Anwendung von Leuprorelinacetat wieder aufgenommen wird, soll die Veränderungen der Knochenparameter genau verfolgt werden.

Für Patientinnen mit bereits bestehender Osteoporose oder mit Risikofaktoren für die Entwicklung einer Osteoporose (z. B. chronischer Alkoholmissbrauch, Raucherinnen, Langzeitbehandlung mit Arzneimitteln, die die Knochendichte vermindern, wie Antikonvulsiva oder Kortikoide, Familienanamnese mit Osteoporose, Mangelernährung, etwa bei Anorexia nervosa) liegen keine speziellen Daten vor. Es ist wahrscheinlich, dass die Abnahme der Knochendichte für diese Patientinnen schädlichere Auswirkungen hat. Daher sollte bei diesen Patientinnen eine Behandlung mit Leuprorelin individuell geprüft und nur begonnen werden, wenn nach einer sehr sorgfältigen Beurteilung die Vorteile der Behandlung im Vergleich zu den Risiken überwiegen. Es sollten zusätzliche Maßnahmen in Betracht gezogen werden, um der Abnahme der Knochendichte entgegen zu wirken.

Metabolische Veränderungen und kardiovaskuläres Risiko

Epidemiologische Daten haben gezeigt, dass die Hemmung der körpereigenen

Sexualhormonproduktion, wie z. B. während einer Gonadotropin (Östrogen)-Deprivation (z. B. während der Menopause), zu einer Veränderung des Stoffwechsels (Herabsetzung der Glukosetoleranz oder Verschlechterung eines bestehenden Diabetes mellitus) führt und dass ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen bestehen kann (siehe Abschnitt 4.8). Prospektive Daten bestätigten jedoch den Zusammenhang zwischen der Behandlung mit GnRH-Analoga und einer erhöhten kardiovaskulären Mortalität nicht. Hochrisikopatienten für metabolische oder kardiovaskuläre Erkrankungen sollen während der Behandlung mit Enantone-Gyn Monats-Depot angemessen überwacht werden. Zu den möglichen metabolischen Veränderungen, die im Zusammenhang mit GnRH-Agonisten auftreten können, zählt auch eine Fettlebererkrankung.

Schmier- und Entzugsblutungen

In den ersten Wochen der Behandlung mit Enantone-Gyn Monats-Depot können bei einigen Patientinnen vaginale Blutungen von unterschiedlicher Dauer und Intensität auftreten. Diese Blutungen sind vermutlich Blutungen aufgrund des Östradiolentzugs und kommen üblicherweise von selbst zum Stillstand. Falls die Blutungen fortdauern, sollte die Ursache untersucht werden.

Normalerweise tritt 1 - 2 Monate nach Therapiebeginn eine Amenorrhoe ein. In wenigen Fällen wurde das Auftreten einer Schmierblutung beobachtet. Während der Behandlung kann es zu starken vaginalen Blutungen kommen. Anomalien sollten genau beobachtet und geeignete Maßnahmen ergriffen werden.

Schwere vaginale Blutungen, die vor der Applikation mit Leuprorelinacetat vorliegen, müssen diagnostiziert und behandelt werden.

Die Dauer der Behandlung sollte im Falle der benignen Indikationen ohne zusätzliche prophylaktische Maßnahmen 6 Monate nicht überschreiten (siehe Abschnitt 4.2).

Unter der Behandlung mit Enantone-Gyn Monats-Depot kann es zu einer Erhöhung des Zervixwiderstandes kommen, so dass eine Zervixdilatation mit Vorsicht erfolgen sollte.

Wie bei anderen GnRH-Agonisten kann bei gleichzeitiger Anwendung von Enantone-Gyn Monats-Depot mit Gonadotropinen ein ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS) auftreten.

Patientinnen mit Bluthochdruck sollten sorgfältig überwacht werden.

Bei Patientinnen, die mit GnRH Agonisten (Gonadotropin-Releasing-Hormon Agonisten) wie Leuprorelin behandelt werden, besteht ein erhöhtes Risiko für Depressionen (die schwerwiegend sein können). Die Patientinnen sind über dieses Risiko aufzuklären und im Falle auftretender Symptomatik entsprechend zu behandeln.

Nach der Markteinführung von Leuprorelinacetat wurden Krampfanfälle bei Kindern und Erwachsenen mit oder ohne eine Vorgeschichte von Epilepsie, Anfallsleiden oder Risikofaktoren für Krampfanfälle, beobachtet und berichtet.

Vor Therapiebeginn ist eine Schwangerschaft auszuschließen (siehe Abschnitt 4.3).

Idiopathische intrakranielle Hypertension

Bei Patienten, die Leuprorelin erhalten, wurde über idiopathische intrakranielle Hypertonie (Pseudotumor cerebri) berichtet. Die Patienten sollten auf Anzeichen und Symptome einer idiopathischen intrakraniellen Hypertonie, einschließlich starker oder wiederkehrender Kopfschmerzen, Sehstörungen und Tinnitus, hingewiesen werden. Wenn eine idiopathische intrakranielle Hypertonie auftritt, sollte ein Absetzen von Leuprorelin in Betracht gezogen werden.

Schwerwiegende unerwünschte Reaktionen der Haut

Im Zusammenhang mit der Behandlung mit Leuprorelin wurden schwerwiegende unerwünschte Reaktionen der Haut (SCAR) einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und Toxische epidermale Nekrolyse (TEN) berichtet, die lebensbedrohlich oder tödlich verlaufen können. Die Patienten sollten zum Zeitpunkt der Verschreibung über die Anzeichen und Symptome aufgeklärt und engmaschig auf schwerwiegende unerwünschte Reaktionen der Haut hin überwacht werden. Wenn

Anzeichen und Symptome solcher Reaktionen auftreten, sollte Leuprorelin sofort abgesetzt und ggf. eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden.

Sofort nach der Herstellung verwenden, da sich die Suspension nach der Rekonstitution sehr schnell absetzt.

Die Anwendung von Enantone-Gyn Monats-Depot kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Enantone-Gyn Monats-Depot enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Zweikammerspritze, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.

Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind bisher nicht bekannt.

Schwangerschaft

Enantone-Gyn Monats-Depot darf nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3 und Abschnitt 4.4). Die Möglichkeit einer Schwangerschaft ist vor Therapiebeginn auszuschließen. Es besteht ein theoretisches Risiko für einen Abort oder fötale Anomalien, wenn GnRH-Agonisten während der Schwangerschaft angewendet werden.

Zur Verhütung sollten fertile Frauen während der Behandlung mit Enantone-Gyn Monats-Depot und nach Therapieende bis die Menstruation wieder einsetzt, nichthormonelle Kontrazeptionsmethoden anwenden.

Fahrtüchtigkeit

Die Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen oder Maschinen zu bedienen, kann aufgrund von Ermüdungserscheinungen und Schwindel beeinträchtigt sein, die als mögliche Nebenwirkungen der Behandlung auftreten oder Folgen der zugrundeliegenden Erkrankungen sein können.

Nebenwirkungen

Die Behandlung mit Enantone-Gyn Monats-Depot beruht auf einer Suppression der

weiblichen Geschlechtshormone. In der Initialphase der Therapie kommt es zu einem kurzfristigen Anstieg des Serumöstradiols mit nachfolgendem Abfall auf Werte, wie sie in der Postmenopause vorliegen. Durch diesen kurzfristigen Anstieg des Serumöstradiols kann es zum Auftreten von Ovarialzysten kommen. In den meisten Fällen kommt es in den ersten Wochen der Behandlung zu einer Blutung und nachfolgend zu einer Amenorrhoe. Häufig treten Zwischenblutungen auf.

Bei Patientinnen mit Mammakarzinom kann es zu Therapiebeginn häufig zu einer vorübergehenden Verstärkung bestimmter Krankheitszeichen (z. B. Knochenschmerzen, Laborwertveränderungen) kommen, die symptomatisch behandelt werden können.

Aufgrund des Entzugs der Geschlechtshormone kann es zum Auftreten von Nebenwirkungen kommen. Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1 000 bis <1/100), selten (≥1/10 000 bis <1/1 000), sehr selten (<1/10 000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Tabelle 1. Nebenwirkungen bei Frauen

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Nicht bekannt Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie
Erkrankungen des Immunsystems
Sehr selten Allgemein allergische Reaktionen (Fieber, Hautausschlag, z. B. Urtikaria), anaphylaktische Reaktionen
Nicht bekannt Atembeschwerden, Schüttelfrost
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Sehr häufig Erhöhter Appetit
Häufig Appetitverminderung
Nicht bekannt Metabolisches Syndrom (inklusive Bluthochdruck, Dyslipidämie,Insulinresistenz, gestörte Glukosetoleranz), Steatosis hepatis
Psychiatrische Erkrankungen
Sehr häufig Stimmungsschwankungen, Depression
Gelegentlich Nervosität, Schlafstörungen
Nicht bekannt Suizidgedanken, Suizidales Verhalten, Suizidversuch
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig Kopfschmerz
Häufig Parästhesien/Taubheitsgefühl, Schwindel
Gelegentlich Migräneartige Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen
Sehr selten Vorübergehende Geschmacksveränderungen, Hypophysenblutungen. Wie auch bei anderen Arzneimitteln dieser Stoffklasse wurde in sehr seltenen Fällen über eine Apoplexie der Hypophyse nach initialer Verabreichung von Enantone-Gyn Monats-Depot bei Patientinnen mitHypophysenadenom berichtet.
Nicht bekannt Krampfanfälle, Idiopathische intrakranielle Hypertonie (Pseudotumor cerebri) (siehe Abschnitt 4.4)
Augenerkrankungen
Gelegentlich Sehstörungen
Herzerkrankungen
Gelegentlich Herzklopfen, Kreislaufschwäche
Gefäßerkrankungen
Sehr häufig Hitzewallungen
Häufig Lymphödem
Sehr selten Blutdruckerhöhung bzw. -senkung
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Gelegentlich Atembeschwerden
Nicht bekannt Interstitielle Lungenerkrankung
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig Übelkeit, Erbrechen
Gelegentlich Durchfall, Verstopfung, abdominelle Beschwerden, Flatulenz/Blähungen
Affektionen der Leber und Gallenblase
Gelegentlich Abnormer Leberfunktionstest, gewöhnlich vorübergehend
Nicht bekannt Abnorme Leberfunktion (inkl. Gelbsucht)
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig Juckreiz, Veränderung der Kopf- oder Körperbehaarung (Abnahme/Zunahme), Akne, trockene Haut
Nicht bekannt Stevens-Johnson-Syndrom/Toxische epidermale Nekrolyse (SJS/TEN) (siehe Abschnitt 4.4), Toxischer Hautausschlag, Erythema multiforme,Bullöse Dermatitis
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Häufig Gelenkschmerzen, Rückenschmerz, Muskelschwäche
Gelegentlich Muskelschmerzen
Sehr selten Gliederschmerzen
Nicht bekannt Knochendemineralisierung, Osteoporose (inklusive vertebrale Frakturen)
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Sehr häufig Schmierblutungen, Veränderung/Abnahme der Libido, trockene Vagina, Größenab- oder -zunahme der Brust
Häufig Vaginitis, Ausfluss, Mastodynie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr häufig Schwitzen
Häufig Ödeme, Müdigkeit, Benommenheit, lokale Hautreaktionen an der Injektionsstelle (z. B. Verhärtungen, Rötungen, Schmerzen, Abszesse, Schwellungen, Knoten- und Nekrosenbildungen), die sich in der Regelauch bei fortgesetzter Behandlung zurückbilden
Gelegentlich Schwächegefühl oder Asthenie
Sehr selten Brustkorbschmerzen
Untersuchungen
Gelegentlich Gewichtszu- oder -abnahme
Nicht bekannt Es wurde über ein Ansteigen des Serumcholesterins sowie über einen Anstieg von Enzymen wie Lactatdehydrogenase (LDH), alkalische Phosphatase (AP) oder Transaminasen wie ALT (SGPT), AST (SGOT)oder γ-GT berichtet.

Hinweis:

Durch das medikamentös ausgelöste Östrogendefizit kann es zu einer Abnahme der Knochendichte kommen. Ein vergleichbarer Effekt wird auch nach Ovarektomie oder in der natürlichen Menopause beobachtet. Entsprechende Befunde können sich nach Beendigung der Behandlung weitgehend zurückbilden (siehe Abschnitt 4.4).

Bei Patienten mit Mammakarzinom (siehe Tabelle 2) und bei Patienten mit Endometriose oder Uterus myomatosus (siehe Tabelle 3) unterscheiden sich die Häufigkeiten einiger Nebenwirkungen.

Tabelle 2: Nebenwirkungen bei Patienten mit Mammakarzinom

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Sehr häufig Gewichtzunahme, Appetitverminderung
Psychiatrische Erkrankungen
Häufig Schlafstörungen
Augenerkrankungen
Häufig Sehstörung
Herzerkrankungen
Häufig Herzklopfen
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Sehr häufig Übelkeit
Häufig Erbrechen, Durchfall
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr häufig Hyperhidrosis
Häufig Kreisrunder Haarausfall
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Sehr häufig Knochenschmerzen, Muskelschwäche
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Sehr häufig Vaginale Blutungen
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr häufig Müdigkeit

Tabelle 3: Nebenwirkungen bei Patienten mit Endometriose oder Uterus myomatosus

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Häufig Gewichtzunahme
Gelegentlich Appetitverminderung
Psychiatrische Erkrankungen
Sehr häufig Schlafstörungen
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig Übelkeit
Gelegentlich Erbrechen
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig Hyperhidrosis
Gelegentlich Kreisrunder Haarausfall
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Häufig Brustatrophie, trockene Vagina
Nicht bekannt Vulvovaginitis, vaginale Blutungen, Veränderung/Abnahme der Libido
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Gelegentlich Müdigkeit

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

53175 Bonn

Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Intoxikationssymptome wurden bisher nicht beobachtet. Im Falle einer Überdosierung sollten die Patientinnen genau überwacht sowie symptomatisch und supportiv behandelt werden.

Selbst bei Verabreichung von Dosen bis zu 20 mg Leuprorelinacetat pro Tag über zwei Jahre, die bei ersten klinischen Studien Anwendung fanden, konnten keine anderen bzw. neuen Nebenwirkungen, die sich von denen nach täglicher Applikation von 1 mg oder monatlicher Applikation von 3,75 mg unterschieden, gefunden werden.

  • Missbrauch und Abhängigkeit

    Das Risiko einer Abhängigkeit gegenüber Leuprorelinacetat ist sehr gering, da die Applikation nur durch medizinisches Fachpersonal erfolgt. Ein Missbrauch von Leuprorelinacetat würde die endogene Produktion von Sexualhormonen unterdrücken.

  • Pharmakologische Eigenschaften - Enantone®-Gyn 3,75 mg

    Pharmakodynamik

    Pharmakotherapeutische Gruppe: GnRH-Analoga ATC-Code: L02A E

    Leuprorelinacetat, der Wirkstoff von Enantone-Gyn Monats-Depot, ist ein synthetisches Nonapeptid-Analogon des natürlich vorkommenden hypothalamischen Gonadotropin-Releasing-Hormons (GnRH). Dieses Peptid hat durch seine erhöhte Resistenz gegenüber Peptidasen eine längere Halbwertzeit und ist durch seine erhöhte Bindungsaffinität zum GnRH-Rezeptor 80- bis 100-mal potenter als natürlich vorkommendes GnRH.

    Die Applikation von Leuprorelinacetat bei Tieren und Menschen führt zu einem Anstieg der gonadotropen Hormone LH (luteinisierendes Hormon) und FSH (follikelstimulierendes Hormon) aus dem Hypophysenvorderlappen. Diese Hormone stimulieren ihrerseits die ovarielle Steroidsynthese.

    Im Gegensatz zum physiologischen GnRH, das pulsatil vom Hypothalamus freigesetzt wird, blockiert das auch als GnRH-Agonist bezeichnete Leuprorelinacetat bei therapeutischer Daueranwendung die GnRH-Rezeptoren der Hypophyse kontinuierlich und verursacht nach einer initialen kurzfristigen Stimulation deren Desensibilisierung ("Down-Regulation"). Als Folge kommt es nach zwei bis drei Wochen zu einer reversiblen hypophysären Suppression der Gonadotropin-Freisetzung mit gleichzeitigem Abfall des Estradiol(E2)-Spiegels auf Werte, die nach einer Ovarektomie oder in der Postmenopause erreicht werden, und zu einem Ausbleiben der Regelblutung.

    Diese Wirkweise wurde in Tierversuchen und klinischen Studien nachgewiesen.

    Aus der Kenntnis dieser pharmakologischen Wirkungsmechanismen ergeben sich für Leuprorelinacetat folgende Therapieansätze bei hormonabhängigen, gynäkologischen Erkrankungen.

    Endometriose

    Östrogene stimulieren das Wachstum von Endometriumgewebe. Unter Enantone-Gyn Monats-Depot kommt es nach einem initialen kurzfristigen E2-Anstieg zu einem nachfolgenden Abfall der Werte bis in den postmenopausalen Bereich (E2 < 30 pg/ml). Dieser hypoöstrogene Zustand bleibt während der gesamten Therapiedauer zuverlässig erhalten und führt zu atrophischen Veränderungen am uterinen und ektopischen Endometriumgewebe. Dies führt im Verlauf der Behandlung zum Verschwinden von Endometrioseherden, verhindert die Bildung neuer Endometrioseimplantate und reduziert Adhäsionen, was letztendlich zur Abnahme von Schmerzen und typischen Symptomen führt. Die Regelblutung setzt im Mittel ca. 3 Monate nach Ende der empfohlenen Sechs-Monats-Therapie wieder ein.

    Uterus myomatosus

    Östrogene wirken stimulierend auf das Wachstum des Uterus myomatosus. Durch Enantone-Gyn Monats-Depot wird eine pseudo-menopausale Situation mit Östrogendefizit hergestellt, die zu einer Reduktion der Myomgröße und damit verbunden zu einer Besserung oder Beseitigung menorrhagischer oder metrorrhagischer Beschwerden und abdominaler Schmerzen führt. Durch Sistieren der Blutung können sich Hämoglobin und Hämatokrit normalisieren.

    Endometriumablation und Resektion

    Durch Induktion eines hypoöstrogenen Zustandes nimmt die Dicke des Endometriums ab und die Oberflächenstruktur wird glatt. Die Durchblutung des Endometriums wird vermindert und die Oberfläche des cavum uteri durch Volumenreduktion des Uterus verkleinert. Dies führt bei operativen, hysteroskopischen Eingriffen zu besseren Sichtverhältnissen, kürzerer Operationszeit, weniger Blutverlust und verminderter Reabsorption von Spülflüssigkeit.

    Mammakarzinom

    Östrogene wirken stimulierend auf das Wachstum hormonabhängiger Mammakarzinome. Aufgrund der Suppression der Östradiolbildung und Absenkung der E2-Spiegel in den postmenopausalen Bereich eignen sich GnRH-Analoga zur Therapie des Mammakarzinoms bei prä- und perimenopausalen Frauen, wenn eine endokrine Behandlung angezeigt ist.

    Durch den Abfall der Östrogenwerte in den postmenopausalen Bereich, kommt es zu einer Unterdrückung der Eierstockfunktion und Menstruation. Diese Wirkung bleibt während der Behandlung bestehen und geht nach Beendigung wieder zurück.

    Pharmakokinetik

    Freisetzung

    Der Wirkstoff Leuprorelinacetat wird nach Injektion der Depotsuspension Enantone-Gyn Monats-Depot aus dem Copolymer, bestehend aus Glycolsäure und Milchsäure im Verhältnis 1 : 3, über den

    Zeitraum von einem Monat freigesetzt. Das Copolymer wird dabei wie chirurgisches Nahtmaterial resorbiert.

    Resorption

    Bei einer Untersuchung mit einer einmaligen i.m. Applikation von 3,75 mg Leuprorelinacetat 1-Monats-Depot war die Absorption von Leuprorelin durch einen Anstieg der Plasmakonzentration gekennzeichnet, welcher vier Stunden nach der Applikation 4,6 bis 10,2 ng/ml erreichte. Nach dem anfänglichen Anstieg bis zu zwei Tage nach der Applikation blieben die Leuprorelinkonzentrationen bei einer Plasmakonzentration von etwa 0,30 ng/ml für etwa vier bis fünf Wochen relativ stabil.

    Bei einer wiederholten s.c. Applikation von 3,75 mg Leuprorelinacetat 1-Monats-Depot alle 4 Wochen für 24 Wochen bei Patientinnen mit Endometriose kam es keiner Anhäufung von unverändertem Leuprorelin und seinem wichtigsten Metaboliten M-I. Die Serumkonzentrationen sind Abbildung 1 dargestellt.

    Auch bei Patientinnen mit Myomen kam es nach wiederholter Applikation von 3,75 mg Leuprorelinacetat 1-Monats-Depot alle 4 Wochen für insgesamt 6 Monate zu keiner Akkumulation.

    Abbildung 1. Serumkonzentration von Leuprorelinacetat und Hauptmetabolit M-I nach einmaliger Applikation von 3,75 mg s.c. bei Patientinnen mit Endometriose

    Bei einer 12wöchigen s.c. Applikation für alle 4 Wochen von 3,75 mg Leuprorelinacetat bei Patientinnen mit Brustkrebs stellten sich die Serumwerte zwischen der 1. und 4. Woche nach der Applikation ein und blieben während der gesamten Behandlung auf einem weitgehend konstanten Niveau. Die Serumkonzentrationen von unverändertem Leuprorelin sind in Abbildung 2 dargestellt.

    Abbildung 2. Serumkonzentration von unverändertem Leuprorelin bei Patientinnen mit Mammakarzinom

    Ausscheidung und Elimination

    Bei einer wiederholten s.c. Applikation von 3,75 mg Leuprorelin 1-Monats-Depot für alle 4 Wochen bei Frauen mit Endometriose betrug die prozentuale Urinausscheidung des unveränderten Leuprorelins

    und seines wichtigsten Metaboliten M-I 24 Stunden nach der ersten Verabreichung 1,1 %, 24 Stunden nach der sechsten Verabreichung bei 1,3 %.

    Bioverfügbarkeit

    Bei gesunden Frauen beträgt die Bioverfügbarkeit, berechnet durch Vergleich mit der AUC einer i.v.

    Gabe von 1 mg Leuprorelinacetat, für Leuprorelin 1-Monats-Depot ca. 75 %. Besondere Patientengruppen

    Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

    Bei Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion (Kreatininwert 1,4 ml bis 2 mg/dl) ist der Leuprorelinserumspiegel wie bei Patienten mit normaler Nierenfunktion.

    Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatininwert > 2 mg/dl) wurden nach Gabe von Leuprorelin 1-Monats-Depot teilweise höhere Leuprorelinserumspiegel gemessen. Klinisch scheint diese Beobachtung jedoch ohne Relevanz.

    Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

    Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion zeigten sich keine Auswirkungen auf den Leuprorelinserumspiegel.

    Pharmazeutische Angaben - Enantone®-Gyn 3,75 mg

    Liste der sonstigen Bestandteile

    Retardmikrokapseln:

    33,1 mg Poly(glycolsäure-co-milchsäure) 1:3 Mannitol (Ph.Eur.)

    Gelatine

    Suspensionsmittel:

    Mannitol (Ph.Eur.) Carmellose-Natrium Polysorbat 80

    Essigsäure 99 % (zur Einstellung des pH-Wertes) Wasser für Injektionszwecke

    Inkompatibilitäten

    Nicht zutreffend. Enantone-Gyn Monats-Depot soll nicht zusammen mit anderen Arzneimitteln injiziert werden.

    Dauer der Haltbarkeit

    Die Retardmikrokapseln und das Suspensionsmittel sind 36 Monate haltbar.

    Bei Auftreten einer Verfärbung der Retardmikrokapseln und/oder Trübung des klaren Suspensionsmittels vor der Suspendierung darf die Zweikammerspritze nicht mehr verwendet werden. Nach der Zubereitung entsteht eine milchig-trübe Suspension.

    Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde für 24 Stunden bei 25 °C nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

    Vor der Injektion ist die Zweikammerspritze erneut vorsichtig gegen die Handfläche zu klopfen, um eine gleichmäßige Wirkstoffverteilung zu gewährleisten.

    Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

    Nicht über 25 °C lagern. Zweikammerspritze im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

    Art und Inhalt des Behältnisses

    1 Zweikammerspritze enthält 44,1 mg Retardmikrokapseln und 1 ml Suspensionsmittel. Folgende Packungsgrößen sind erhältlich:

    1 Zweikammerspritze

    3 Zweikammerspritzen

    Klinikpackung mit 1 Zweikammerspritze

    Die Zweikammerspritze (Glas EP Typ I) mit Luer-Lock-Verschluss (Polypropylen) und Stopfensystem (Chlorbutyl-Gummi) ist versiegelt in einer Blisterpackung.

    Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

    und sonstige Hinweise zur Handhabung

    Reste von Arzneimitteln und deren Kontaktmaterialen sollten entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen entsorgt werden. Entsorgen Sie Arzneimittel auf keinen Fall im Abwasser.

    Anleitung zur Herstellung der Enantone-Gyn Monats-Depot Suspension

    1. Spritzenstempel bis zum Anschlag eindrehen.

    2. Spritze während der Zubereitung mit der Kanüle (Nadelseite) senkrecht nach oben halten (um ein Austreten von Suspensionsmittel zu vermeiden).

    3. Das Stopfensystem langsam bis zur blauen Markierung vorschieben.

      Dabei gelangt das Suspensionsmittel über den Bypass in die innere Wirkstoffkammer.

    4. Der Spritzenstempel darf jetzt nicht mehr zurückgezogen werden.

    5. Spritze zur Herstellung einer milchigen Suspension mit der Kanüle senkrecht nach oben halten und diese vorsichtig gegen die Handfläche klopfen, um das Pulver und das Suspensionsmittel zu mischen, bis eine homogene Suspension entsteht (nicht waagerecht oder nach unten halten, da sonst Suspensionsmittel austreten kann). Die fertige Suspension sollte milchig und ohne sichtbare Klümpchen sein. Starkes Klopfen oder Schütteln vermeiden, um Blasenbildung zu limitieren.

    6. Vor der Injektion die Schutzkappe von der Injektionsnadel gerade nach oben abziehen, nicht abdrehen! Dann die Luft über der Suspension vorsichtig herausdrücken.

      Die Spritze ist jetzt injektionsbereit.

      Eine Aspiration ist bei subkutan liegender Injektionsnadel möglich.

      Handhabung nach der Injektion

    7. Sicherheitsvorrichtung an der Kanüle bis zum fühlbaren/hörbaren Einrasten entsprechend der Pfeilmarkierung ganz nach vorne schieben.

    8. Spritze bitte gemäß den örtlichen Vorschriften entsorgen. Spritzen und Nadeln nicht über den Hausmüll entsorgen.

    Ein Video mit der Anleitung zur Herstellung der Suspension erhalten Sie, indem Sie mit einem Smartphone/Tablet den QR-Code in der Fach- oder der Gebrauchsinformation scannen.

    Dieselbe Information finden Sie auch unter folgendem Link: https://www.prostata.de/handhabung/leuprorelin

    Weblinks

    Packungen und Preis

    Enantone®-Gyn Monats-Depot 3,75mg 1 Zweikam Spr N1
    Preis
    206,80 €
    Zuzahlung
    10,00 €

    Versicherungsliste

    AOK Baden-Württemberg | AOK Hessen | AOK Rheinland-Pfalz/Saarland | AOK Sachsen-Anhalt | BARMER | BKK 24 | BKK B. Braun Aesculap | BKK EWE | BKK Linde | BKK PFAFF | BKK PwC | BKK Rieker.Rico…
    Mehr…
    Enantone®-Gyn Monats-Depot 3,75mg 3 Zweikam Spr N3
    Preis
    581,14 €
    Zuzahlung
    10,00 €

    Versicherungsliste

    AOK Baden-Württemberg | AOK Hessen | AOK Rheinland-Pfalz/Saarland | AOK Sachsen-Anhalt | BARMER | BKK 24 | BKK B. Braun Aesculap | BKK EWE | BKK Linde | BKK PFAFF | BKK PwC | BKK Rieker.Rico…
    Mehr…
    Enantone®-Gyn Monats Depot 3,75mg 1 Zweikam Spr
    Preis
    -
    Zuzahlung
    -

    Versicherungsliste

    Verpackung ist nicht auf der Liste.

    Quellen

    Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
    Rote Liste

    Ähnliche

    Drugs app phone

    Mediately App verwenden

    Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

    Mit der Handykamera scannen.
    4.9

    Über 36k bewertungen

    Mediately App verwenden

    Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

    4.9

    Über 36k bewertungen

    Installieren

    Mehr als nur Arzneimittelinformationen mit Mediately PRO

    Lösen Sie Wechselwirkungen, sehen Sie sich Nutzungsbeschränkungen an und finden Sie alle anderen Antworten mit Ihrer KI-Assistentin Elly.

    Preveri, kaj ponuja PRO
    Wir verwenden Cookies Cookies helfen uns, unsere Website bestmöglich zu nutzen. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen über die Verwendung von Cookies finden Sie in unserer Cookie-Richtlinie.