Calciumcarbonat Abanta 500 mg Kautabletten
Verschreibungsinformationen
Versicherungsliste
Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Ja
Darreichungsform
Hersteller
Letzte Aktualisierung der Fachinformation

Mediately App verwenden
Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.
Über 36k bewertungen
Fachinfo - Calciumcarbonat 500 mg
Zur symptomatischen Therapie (Behand-lung von Krankheitszeichen) bei Sod-brennen und säurebedingten Magenbe-schwerden.
Hinweis:
Calciumcarbonat Abanta 500 mg soll nur in Verbindung mit anderen Antacida an-gewendet werden.
Dosierung
Mehrmals täglich, 1- 2 Stunden nach den Mahlzeiten je 2 Kautabletten; bei Bedarf können Calciumcarbonat Abanta 500 mg Kautabletten auch zum Essen oder zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden.
Die Gesamtdosis sollte 10 Kautabletten nicht überschreiten.
Kinder und Jugendliche
Es liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
Die Kautabletten werden sorgfältig ge-kaut und mit einem ½ Glas Wasser her-untergeschluckt. Bleiben die Beschwer-den unter der Therapie länger als 2 Wochen bestehen, sollten die Beschwer-den klinisch abgeklärt werden, um eine mögliche Malignität auszuschließen.
Calciumcarbonat Abanta 500 mg darf nicht angewendet werden bei:
-
Krankheiten oder Umständen, die eine Hypercalcämie oder Hyper-calciurie verursachen können
-
calciumhaltigen Nierensteinen, Nephrocalcinose
-
längerer Immobilisation mit beglei-tender Hypercalciurie oder Hyper-calcämie
-
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt
6.1 genannten sonstigen Bestand-teile.
Durch die Einnahme von Calcium-carbonat Abanta 500 mg erhöht sich die Ausscheidung von Calcium im Urin. In den ersten Monaten nach Einnahmebeginn wird dadurch auch die Neigung zur Ausfällung von Calcium-salzen und unter Umständen die Neigung zur Bildung von Steinen in Niere und Harnblase gesteigert. Dies kann durch eine reichliche Zufuhr von Flüssigkeit vermieden werden.
Bei Patienten mit calciumhaltigen Nie-rensteinen in der Familie sollte eine ab-sorptive Hypercalciurie ausgeschlossen werden.
Bei Niereninsuffizienz sollte Calcium-carbonat Abanta 500 mg nur unter lau-fender Überwachung der Calcium- und Phosphatkonzentrationen im Blut und Urin angewandt werden.
Während einer Therapie mit hohen Do-sen Calciumcarbonat Abanta 500 mg, insbesondere wenn zusätzlich mit Vi-tamin D therapiert wird, besteht die Ge-fahr einer Hypercalcämie der eine Stö-rung der Nierenfunktion folgen kann. Bei solchen Patienten sollten der Serum-Calciumspiegel und die Nierenfunktion überwacht werden.
Calcium- und Alkaliaufnahme aus anderen Quellen (Nahrungsmittel, ange-reicherte Lebensmittel oder andere Arzneimittel) sollte beachtet werden, wenn Calciumcarbonat Abanta 500 mg verschrieben wird. Wenn hohe Dosen an Calcium zusammen mit alkalischen Agentien (wie Carbonaten) gegeben werden, kann dies zu einem Milch-Alkali-Syndrom (Burnett-Syndrome) mit Hyper-calcämie, metabolischer Alkalose, Nierenversagen und Weichteilverkalkung führen. Bei Gabe hoher Dosen sollte der Calciumspiegel in Serum und Urin kontrolliert werden.
Hinweise für die Anwendung bei bestimmten Patientengruppen
Calciumcarbonat wird im Magen in lös-liches Chlorid überführt und auf diese Weise bioverfügbar. Bei Patienten mit Achlorhydrie kann die Löslichkeit beein-trächtigt und die Bioverfügbarkeit vermin-dert sein. Die Bioverfügbarkeit ist jedoch gewährleistet, wenn diese Patienten das Arzneimittel zusammen mit einer Mahl-zeit einnehmen.
Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Calciumcarbonat Abanta 500 mg nicht einnehmen.
Kinder und Jugendliche
Es liegen keine Daten vor.
Diuretika vom Thiazid-Typ vermindern die Calciumausscheidung, das Risiko für das Auftreten einer Hypercalcämie wird dadurch erhöht. Bei gleichzeitiger Ein-nahme von Calciumcarbonat Abanta 500 mg und solchen Arzneimitteln sollte deshalb der Calcium-Blutspiegel regel-mäßig überwacht werden.
Die Resorption von Calcium wird durch Vitamin D gesteigert.
Systemische Corticosteroide vermindern die Calciumresorption. Bei gleichzeitiger Gabe von Corticosteroiden kann es not-wendig werden, die Dosis von Calciumcarbonat Abanta 500 mg zu erhöhen.
Die Resorption und damit auch die Wirk-samkeit von verschiedenen Antibiotika wie z. B. Tetracyclinen, Chinolonen, eini-gen Cephalosporinen sowie vielen ande-ren Arzneimitteln (z. B. Ketoconazol, Ei-sen-, Natriumfluorid-, Estramustin-, Bis-phosphonatpräparaten) wird durch die gleichzeitige Einnahme von Calcium-carbonat Abanta 500 mg vermindert.
Zwischen der Einnahme von Calciumcarbonat Abanta 500 mg und der Einnahme anderer Präparate sollte daher in der Regel ein Abstand von mindestens 2 Stunden eingehalten werden.
Die Bioverfügbarkeit von Calcium-carbonat Abanta 500 mg kann durch Antacida vermindert, die renale Elimina-tion durch Alkalisierung des Urins verlän-gert werden.
Die Empfindlichkeit gegenüber herzwirk-samen Glykosiden und damit auch das Risiko von Herzrhythmusstörungen wird durch eine Erhöhung der Calciumkon-zentration im Blut gesteigert. Patienten unter gleichzeitiger Behandlung mit herz-wirksamen Glycosiden und Calcium soll-ten mittels EKG und Kontrolle des Se-rum-Calciumspiegels überwacht werden.
Seite 1 von 3
Calciumsalze vermindern die Aufnahme von Phosphat durch Bildung schwer löslicher Salze.
Wechselwirkungen können auch mit Nahrungsmitteln auftreten, wenn z. B. Oxalsäure, Phosphate oder Phytinsäure enthalten sind.
Beachten Sie bitte, dass Milchprodukte einen hohen Calciumgehalt haben. Ein Liter Milch kann bis zu 1200 mg Calcium enthalten. Dieses sollte bei der Ein-nahme von Calciumcarbonat Abanta 500 mg berücksichtigt werden.
Kinder und Jugendliche
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt.
Die angemessene Tagesdosis (aus der Nahrung bzw. durch ergänzende Zufuhr) für schwangere und stillende Frauen be-trägt normalerweise 1000-1300 mg Cal-cium. Während der Schwangerschaft sollte die tägliche Einnahme von 1500 mg Calcium nicht überschritten werden. Calcium geht in signifikanten Mengen in die Muttermilch über. Wenn während der Schwangerschaft ein Calcium-Mangel oder Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden auf-treten, kann Calciumcarbonat Abanta 500 mg eingenommen werden.
Calciumcarbonat Abanta 500 mg hat keinen oder einen zu vernach-lässigenden Einfluss auf die Ver-kehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:
Sehr häufig (≥1/10)
Häufig (≥1/100, <1/10) Gelegentlich (≥1/1.000, <1/100) Selten (≥1/10.000, <1/1.000) Sehr selten (<1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätz-bar)
Erkrankungen des Gastrointestinal-traktes:
selten: Verstopfung, Flatulenz, Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
selten: Juckreiz, Nesselsucht und Hautausschlag
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen: nicht bekannt: Milch-Alkali-Syndrom, Hypercalcämie
Meldung des Verdachts auf Nebenwir-kungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arznei-mittels. Angehörige von Gesundheits-berufen sind aufgefordert, jeden Ver-dachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Sofern keine organischen Grundleiden (wie Hyperparathyreoidismus, exzessive Vitamin D-Zufuhr, Neoplasmen, Nieren-insuffizienz, Z. n. Nierentransplantation) vorliegen, ist mit hypercalcämischen Zu-ständen praktisch nicht zu rechnen (Aus-nahme: idiopathische Hypercalcämie bei Kindern).
Symptome einer Hypercalcämie sind zu-nächst Muskelschwäche und gastro-intestinale Beschwerden (Bauchschmer-zen, Obstipation, Übelkeit und Erbre-chen), bei längerdauernder und schwe-rer Hypercalcämie Bewusstseinsstö-rungen (z. B. Lethargie, in extremen Fäl-len auch Koma) sowie eine Beeinflus-sung der Nierenfunktion.
Eine chronische Überdosierung kann infolge einer Hypercalcämie zu Gefäß-und Organverkalkungen führen.
Eine Hypercalcämie ist ggf. durch Abset-zen von Calciumcarbonat Abanta 500 mg, Rehydratation, Infusion von isotoner Kochsalzlösung und forcierte Diurese zu behandeln.
Pharmakologische Eigenschaften - Calciumcarbonat 500 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Magen-Darm-Mittel, Antacidum ATC-Code: A02AC01
Die Wirkung von Calciumcarbonat Abanta 500 mg beruht weitgehend auf einer Neutralisierung der Magen-Salzsäure.
Hierdurch kommt es auch zu einer Inak-tivierung des proteolytisch wirksamen Pepsins. Es besteht ebenfalls eine dosis-und pH-abhängige Bindung von Gallen-säuren und Lysolecithin.
Calciumionen haben entscheidende Bedeutung bei der Aktivierung biologi-scher Systeme. Die Reizschwelle erreg-barer Membranen hängt von der extra-zellulären Ca2+Konzentration ab. Calci-umionen sind außerdem beteiligt an der Regulation der Permeabilität von Zell-membranen. Ein Mangel an Ca2+Ionen im Plasma erhöht, ein Überschuss dage-gen vermindert die neuromuskuläre Er-regbarkeit.
Orale Calciumzufuhr fördert die Remine-ralisation des Skeletts bei Calciumman-gel.
Resorption
Calciumcarbonat wird mit Magen-Salzsäure zu wasserlöslichem Calcium-chlorid und Kohlendioxid umgesetzt. Im Darm wird Calciumchlorid zum Teil re-sorbiert, zum Teil bilden sich unlösliche Salze mit Phosphat, Carbonat und Fettsäuren, die mit dem Stuhl ausge-schieden werden. Der Ausfällungs-prozess kann bei Vorhandensein von Nahrung bereits im Magen stattfinden. Das Ausmaß der Resorption von Calci-um ist von verschiedenen Faktoren (Acidität des Magensaftes, Hyper- und Hypocalcämie, Parathormon, Calcitonin) abhängig. Der resorbierte Anteil liegt bei
10 - 35 % der angebotenen Cal-ciumionen.
Elimination
Abhängig vom Calciumspiegel wird Calcium über die Nieren ausgeschieden. Bei Nierengesunden werden 98 % des filtrierten Calciums tubulär rückresorbiert.
Pharmazeutische Angaben - Calciumcarbonat 500 mg
Vorverkleisterte Stärke, Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Carb-oxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.), Stearinsäure, Talkum, Calcium-stearat (Ph.Eur.), Hochdisperses Sili-ciumdioxid
4 Jahre
Nach erstmaligem Öffnen der Dose 3 Jahre haltbar, jedoch nicht länger als bis zum angegebenen Verfalldatum.
Bitte schließen Sie nach jeder Einnahme von Kautabletten den Deckel der Tablet-tendose sorgfältig.
HDPE-Dose
OP mit 50 Kautabletten OP mit 100 Kautabletten OP mit 150 Kautabletten OP mit 200 Kautabletten
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr ge-bracht.