Präparate

Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung zur Injektion oder Infusion

Verschreibungsinformationen
Arzneimittel ist nicht auf der Liste.
Rezeptpflichtig
Keine Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung zur Injektion oder Infusion
Gluten: Nein
Laktose: Nein
Injektions-/Infusionslsg.
DELTAMEDICA GmbH
SmPC
lock
Sie können unbegrenzten Zugang erhalten, indem Sie sich anmelden oder sich für ein kostenloses Mediately-Konto registrieren.
Verbleibende Aufrufe: 5
Registrieren
Anwendungsgebiete


Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern zur:
i) Behandlung von Magnesiummangel bei nachgewiesener Hypomagnesiämie
ii) Vorbeugung und Behandlung von Hypomagnesiämie bei Patienten, die vollständig parenteral ernährt werden.

Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung wird angewendet bei Gebärenden zur:
i) Kontrolle und Vorbeugung von Krampfanfällen bei schwerer Präeklampsie
ii) Kontrolle und Vorbeugung von wiederkehrenden Krampfanfällen bei Eklampsie

Dosierung


Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung wird intravenös verabreicht (siehe unten bei Art der Anwendung und Abschnitt 4.4).

Dosierung

Die Dosierung sollte auf die Erfordernisse und das Ansprechen der Einzelperson angepasst und bei einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion verringert werden. Die Magnesiumkonzentration im Plasma sollte gemessen werden, um die Infusionsrate und – dauer zu bestimmen, und während der gesamten Behandlung überwacht werden.

1 g Magnesiumsulfat-Heptahydrat entspricht 98,6 mg oder 8,1mVal oder 4,1 mmol Mg2+.

Behandlung eines Magnesiummangels bei erwiesener Hypomagnesiämie
Erwachsene:
Je nach klinischen Erfordernissen sollten bis zu 400 ml Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung (entsprechen 160 mmol ≈ 4 g Mg2+), über einen Zeitraum von bis zu 5 Tagen, als langsame intravenöse Infusion verabreicht werden. Das normale Dosierungsschema ist 80 - 120 ml Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung (entsprechen 32 – 48 mmol ≈ 0,8 - 1,2 g Mg2+) innerhalb der ersten 24 Stunden, gefolgt von täglich 40 - 60 ml Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung (entsprechen 16 - 24 mmol ≈ 0,4-0,6 g Mg2+) an weiteren 3 bis 4 Tagen.

Kinder und Jugendliche:
Neugeborene
1 ml/kg Körpergewicht Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung (entsprechen 0,4 mmol/kg ≈ 0,01 g/kg Mg2+), nach Bedarf alle 6 - 12 Stunden, als intravenöse Injektion über einen Zeitraum von mindestens 10 Minuten.

Säuglinge und Kinder von 1 Monat bis 11 Jahre

0,5 ml/kg Körpergewicht Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung (entsprechen 0,2 mmol/kg ≈ 0,005 g/kg Mg2+), nach Bedarf alle 12 Stunden, als intravenöse Injektion über einen Zeitraum von mindestens 10 Minuten.

Jugendliche von 12 bis 17 Jahren

10 ml Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung (entsprechen 4 mmol ≈ 0,1 g Mg2+), nach Bedarf alle 12 Stunden, als intravenöse Injektion über einen Zeitraum von mindestens 10 Minuten.

Ältere:
Für ältere Erwachsene gibt es keine besonderen Empfehlungen zur Dosierung. Bei älteren Patienten sollte die Anwendung mit Vorsicht erfolgen, da in dieser Altersgruppe häufig eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion vorliegt.

Vorbeugung von Hypomagnesiämie bei Patienten, die vollständig parenteral ernährt werden

Erwachsene:
Täglich 25 – 50 ml Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung (entsprechen 10 - 20 mmol ≈ 0,25 - 0,5 g Mg2+), gewöhnliche Dosierung täglich 30 ml Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung (entsprechen 12 mmol ≈ 0,3 g Mg2+), als intravenöse Infusion.

Neugeborene und Säuglinge ( bis 12 Monate):
Täglich 0,5 ml/kg Körpergewicht Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung (entsprechen 0,2 mmol/kg ≈ 0,005 g/kg Mg2+) als intravenöse Infusion.

Kinder ( 1 – 13 Jahre) und Jugendliche (14 – 18 Jahre):
Täglich 0,25 ml/kg Körpergewicht Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung (entsprechen 0,1 mmol/kg ≈ 0,0025 g/kg Mg2+) als intravenöse Infusion,

Kontrolle und Vorbeugung von wiederkehrenden Krampfanfällen bei schwerer Präeklampsie und Eklampsie

Erwachsene Frauen:
Anfangsdosis: Über einen Zeitraum von 5 - 15 Minuten wird eine i.v.-Dosis von ca. 40 - 50 ml Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung (entsprechen 16 - 20 mmol ≈ 0,4 - 0,5 g Mg2+), auf ein entsprechendes Volumen verdünnt, verabreicht.
Danach erfolgt entweder ein Erhaltungsregime als intravenöse Infusion von Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung oder als regelmäßige i.m.-Injektionen unter Verwendung eines anderen, höher konzentrierten Präparates (z.B.Magnesium DEMO 2,0 mmol/ml Lösung) über 24 Stunden nach dem letzten Anfall (vorausgesetzt die Atemfrequenz ist >16/min, die Urinausscheidung liegt bei 25ml/min und Patellarsehnenreflexe sind vorhanden) wie folgt:

I.v. Erhaltungsdosis

Auf die anfängliche i.v.-Dosis (siehe oben) folgt eine Infusion mit ca. 10 ml Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung (entsprechen 4 mmol ≈ 0,1 g Mg2+) pro Stunde, für mindestens 24 Stunden nach dem letzten Krampfanfall, 0,4 mmol.

I.m. Erhaltungsdosis

Dieses Präparat ist für die intramuskuläre Anwendung nicht geeignet. Die i.m.-Injektionen sind unter Verwendung eines anderen, höher konzentrierten Präparates (z.B. Magnesium DEMO 2,0 mmol/ml Lösung) möglich. (Bei i.m. Anwendung sind die Dosierungsangaben des entsprechenden anderen Präparates zu beachten).
Auf die anfängliche i.v.-Dosis (siehe oben) folgt unmittelbar eine tiefe i.m. Injektion von 10 ml Magnesium DEMO 2,0 mmol/ml Lösung (entsprechen 20 mmol ≈ 0,5 g Mg2+) Danach werden alle 4 Stunden weitere 10 ml Magnesium DEMO 2,0 mmol/ml Lösung (entsprechen 20 mmol ≈ 0,5 g Mg2+) i.m. verabreicht. Dies wird für 24 Stunden nach dem letzten Krampfanfall fortgesetzt.

Wiederkehrende Krämpfe
unter beiden Erhaltungsregimes, (i.v.und i.m.)
Es werden weitere 20 - 40 ml Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung (entsprechen 8 - 16 mmol ≈ 0,2-0,4 g Mg2+ ), entsprechend dem Körpergewicht [bei weniger als 70 kg 20 ml Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung (entsprechen 8 mmol ≈ 0,2 g Mg2+ )], i.v., über einen Zeitraum von 5 Minuten, verabreicht.

Nierenfunktionsbeeinträchtigung
Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung ist bei Patienten mit einer schweren Beeinträchtigung der Nierenfunktion kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung sollte bei leichter bis mittelschwerer Beeinträchtigung der Nierenfunktion mit Vorsicht angewendet werden. Eine auf 200 ml verringerte Dosierung Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung (entsprechen 80 mmol ≈ 2 g Mg2+), kann über einen Zeitraum von 48 Stunden verabreicht werden.

Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion

Für Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion liegen, aufgrund fehlender Daten, keine besonderen Dosierungsempfehlungen vor.

Art der Anwendung
Zur intravenösen Gabe muss die Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung nicht verdünnt werden. Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung ist nicht für eine intramuskuläre Verabreichung geeignet.
Zur i.m. Anwendung stehen andere, höher konzentrierte Präparate zur Verfügung, zum Beispiel Magnesium DEMO 2,0 mmol/ml Lösung.

Intravenöse Anwendung bei Kindern:

Die Infusionsgeschwindigkeit sollte 0,1 ml/kg Körpergewicht Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung (entsprechen 0,04 mmol/kg Körpergewicht/Minute ≈ 0,001 g/kg Körpergewicht/Minute Mg2+) nicht überschreiten.

Anwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen

Intravenöse Infusion; Infusion über eine volumetrische Infusionsvorrichtung mit einer Infusionsgeschwindigkeit, die der Indikation entspricht (siehe Abschnitt Dosierung).

Intravenöse Injektion
; Gabe durch eine langsame i.v.-Injektion mit einer Infusionsgeschwindigkeit, die der Indikation entspricht (siehe Abschnitt Dosierung oben).

Tiefe intramuskuläre Injektion
:
Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung ist für die intramuskuläre Injektion nicht geeignet. Wenn jedoch die IV-Anfangs/ IM-Erhaltungsdosierung (siehe oben) verabreicht wird, muss sichergestellt werden, dass die Magnesium DEMO 2,0 mmol/ml Lösung unverdünnt oder auf 1,0 mmol/ml verdünnt verwendet wird. Sollte die Gesamtdosis, die verabreicht werden soll, 5 ml überschreiten, sollte das Injektionsvolumen auf mehr als eine tiefe muskuläre Injektionsstelle aufgeteilt werden.

Gegenanzeigen


Überempfindlichkeit gegen Magnesium und seine Salze oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Hepatische Enzephalopathie, Leberversagen, Nierenversagen.
Schwere Beeinträchtigung der Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate unter 25 ml/h), Anurie.
Die parenterale Gabe dieses Arzneimittels ist bei Patienten mit Herzblock (Klasse I - III) oder myokardialer Schädigung und Myasthenia Gravis, kontraindiziert.

Warnhinweise


Magnesiumsalze sollten bei Patienten mit Beeinträchtigung der Nierenfunktion mit Vorsicht angewendet werden und es sollte eine entsprechende Dosisanpassung vorgenommen werden.
Magnesiumsulfat sollte bei hepatischem Koma nicht angewendet werden, wenn das Risiko für ein Nierenversagen besteht.
Die Calciumwerte im Serum sollten bei Patienten, die Magnesiumsulfat erhalten, routinemäßig überwacht werden.
Die Magnesiumwerte im Serum sollten während der Behandlung überwacht werden (normal 0,65 - 1,0 mmol).
Überwachung der Abwesenheit einer Atemdepression: die Atemfrequenz sollte nicht unter 16 Atemzüge/Minute liegen.
Die Urinausscheidung sollte 25 ml/h nicht unterschreiten, da es ansonsten zu einer Hypermagnesiämie kommen kann (siehe Abschnitte 4.2 und 4.3).
Das Vorhandensein des Patellarsehnenreflexes sollte geprüft werden.
Mit Vorsicht verabreichen, wenn Hitzewallungen und Schwitzen auftreten.
Injizierbare Calciumgluconat-Lösung als Gegenmittel sollte unmittelbar verfügbar sein.
Bei der intravenösen Anwendung bei Kindern sollte die Geschwindigkeit der Verabreichung 0,1 ml/kg Körpergewicht/Minute Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung (entsprechend 0,04 mmol/kg Körpergewicht/Minuten ≈ 0,001 g/kg Körpergewicht/Minute Mg2+), nicht überschreiten (Siehe Abschnitt 4.2).
Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung ist für die intramuskuläre Anwendung nicht geeignet.
Befolgen Sie bei der intramuskulären Anwendung die Vorgaben der guten klinischen Praxis für intramuskuläre Injektionen. Nur die Magnesium DEMO 2,0 mmol/ml Lösung sollte verwendet werden entweder unverdünnt oder auf 1,0 mmol/ml verdünnt. Vermeiden Sie abgemagerte oder atrophierte Muskeln. Vermeiden Sie den Dorsoglutealmuskel und den Ischiasnerv. Sollte die zu verabreichende Gesamtdosis 5 ml überschreiten, sollte das Injektionsvolumen auf mehr als eine tiefe muskuläre Injektionsstelle aufgeteilt werden. Seien Sie bei älteren oder dünnen Patienten, die möglicherweise nur Einzelinjektionen mit bis zu 2 ml vertragen, vorsichtig. Verwenden Sie keine Injektionsstelle, die Anzeichen einer Infektion oder Verletzung zeigt. Wechseln Sie die Injektionsstellen ab, wenn Sie die Gabe einer intramuskulären Dosis wiederholen, um Verletzungen oder ein unangenehmes Gefühl an den Muskeln zu vermeiden.

Wechselwirkungen


Muskelrelaxanzien
Die Wirkung nicht-polarisierender Muskelrelaxanzien wie Tubocurarin wird durch parenterale Magnesiumsalze verstärkt und verlängert.

Calciumkanal-Blocker und Diuretika

Es besteht ein Risiko für kardiopulmonale Nebenwirkungen, wenn intravenöses Magnesiumsulfat zusammen mit Calciumkanal-Blockern oder Diuretika (wie Thiazid, Nifedipin und Furosemid) gegeben wird. Es wurde über ausgeprägte Hypotension mit Nifedipin berichtet.

Calciumsalzes

Calciumsalze können die Wirksamkeit von Magnesium verringern.

Digitalisglykoside

Magnesiumsalze sollten Patienten, die Digitalisglykoside erhalten, ebenfalls mit Vorsicht gegeben werden.

Neuromuskulär blockierende Wirkstoffe
Die parenterale Gabe von Magnesiumsalzen kann die Wirkung neuromuskulär blockierender Wirkstoffe verstärken. Die neuromuskulär blockierende Wirkung von parenteralem Magnesium und antibakteriellen Aminoglykosiden können additiv sein.

ZNS-Dämpfer

Sollen Barbiturate, Narkotika oder andere Hypnotika (oder systemische Anästhetika) zusammen mit Magnesium gegeben werden, sollte deren Dosis, aufgrund additiver dämpfender Wirkungen von Magnesium und dem Risiko einer Atemdepression, vorsichtig angepasst werden.

Schwangerschaft


Schwangerschaft
Da eine Eklampsie lebensbedrohlich für Mutter und Kind sein kann, kann in einem solchen Zustand Magnesiumsulfat gegeben werden. Bei Müttern die mit hohen Dosierungen behandelt werden, zum Beispiel bei einer Präeklampsie, könnte eine ausreichende Menge Magnesium die Plazentaschranke überwinden, und bei Neugeborenen zu Hypotonie und Atemdepressionen führen. Bei Anwendung bei schwangeren Frauen sollte die fetale Herzfrequenz überwacht werden, und eine Anwendung innerhalb der 2 Stunden vor Geburt sollte vermieden werden. Magnesiumsulfat kann fetale Abnormitäten verursachen, wenn es schwangeren Frauen länger als 5 bis 7 Tage gegeben wird.
Es liegen retrospektive, epidemiologische Studien und Fallberichte vor, die über fetale Abnormitäten wie Hypokalzämie, Demineralisierung der Knochen, Osteopenie und andere Skelettanomalien bei kontinuierlicher maternaler Gabe von Magnesiumsulfat über Zeiträume länger als 5 bis 7 Tage berichten. Wenn dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft angewendet wird, sollte die Mutter auf die möglichen Gefahren für den Fetus hingewiesen werden.

Stillzeit
Die Unbedenklichkeit während der Stillzeit konnte nicht belegt werden. Aus diesem Grund ist es, wie bei jedem Arzneimittel, nicht anzuraten, Magnesiumsulfat während der Stillzeit zu verabreichen, es sei denn, es wird als unerlässlich angesehen.

Fertilität
Aufgrund von langjähriger Erfahrung wird kein Einfluss von Magnesium auf die männliche und weibliche Fertilität erwartet.

Fahrtüchtigkeit


Es ist unwahrscheinlich, dass Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflusst. Manche Patienten können sich, nachdem sie Magnesium DEMO 0,4 mmol/ml Lösung erhalten haben, schwindelig oder schläfrig fühlen. Der Patient sollte darauf hingewiesen werden nicht zu Fahren und keine Maschinen zu bedienen.

Nebenwirkungen


Die Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen ist nicht bekannt.

Erkrankungen des Immunsystems:
Überempfindlichkeitsreaktionen
Übermäßige Gabe von Magnesium führt zur Ausbildung von Symptomen der Hypermagnesiämie, zu denen die folgenden gehören können:

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Elektrolyt und Flüssigkeitsanomalien (Hypophosphatämie, hypertonische Dehydration) Bei hohen Dosierungen von Magnesiumsulfat wurde über Einzelfälle von maternaler und fetaler Hypokalzämie berichtet.

Erkrankungen des Nervensystems
Atemdepression
Übelkeit, Erbrechen, Schläfrigkeit und Verwirrtheit
Koma
Undeutliche Sprache, Doppeltsehen
Verlust der Sehnenreflexe aufgrund einer neuromuskulären Blockade.

Herzerkrankungen
Herzrhythmusstörungen, Herzstillstand
EKG anomal (verlängerte PR-Strecke, QRS-Komplex verlängert und QT verlängert), Bradykardie

Gefäßerkrankungen
Hitzegefühl auf der Haut, Hypotension aufgrund peripherer Vasodilatation

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Muskelschwäche

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Durst
Insbesondere bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion kann es zu einer ausreichenden Akkumulation von Magnesiumsulfat kommen um toxische Wirkungen hervorzurufen.

Injektions-/Infusionsbedingt

Zu schnelle Verabreichung: Vasodilatation, verringerter Blutdruck
Lokal: Kann Reizungen der Venen verursachen; Extravasation kann Gewebeschäden verursachen.
Intramuskulär: Schmerz, Rötung, Schwellungen oder Wärme an der Injektionsstelle, Drainage an der Injektionsstelle, Blutungszeit verlängert, Zellulitis, Abszess steril, Anzeichen einer allergischen Reaktion, wie Atemschwierigkeiten oder Anschwellen des Gesichts, Verletzung angrenzender Strukturen (Blutgefäße Knochen oder Nerven), unbeabsichtigte intravaskuläre oder intraosteale Injektion, Gewebenekrose, schlechte Aufnahme aufgrund hoher Injektionsvolumina.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung


Symptome:
Klinische Anzeichen einer Überdosierung entsprechen der Hypermagnesiämie – siehe Abschnitt 4.8.
Patienten mit Nierenversagen und metabolischem Ungleichgewicht zeigen bereits bei niedrigeren Dosierungen Anzeichen einer Vergiftung.
Eine Magnesium-Intoxikation macht sich durch einen starken Abfall des Blutdrucks und Atemlähmung bemerkbar. Das Ausbleiben des Patellarsehnenreflexes ist ein hilfreiches klinisches Anzeichen um den Beginn einer Magnesium-Intoxikation zu erkennen.




Behandlung:
Es sollten angemessene Maßnahmen ergriffen werden um die Magnesiumkonzentration im Blut zu senken. Im Fall einer Überdosierung muss künstlich beatmet werden, bis i.v. ein Calciumsalz als Antagonist zur Magnesiumwirkung injiziert werden kann. Eine neuromuskuläre Blockade durch Hypermagnesiämie kann durch Calciumsalze z.B. Calciumgluconat umgekehrt werden, das intravenös in einer Dosierung - die 2,5 bis 5 mmol Calcium entspricht - gegeben wird.

Pharmakologische Eigenschaften
Pharmakodynamik


Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Mineralstoffe, Magnesiumsulfat
ATC-code: A12CC02

Magnesium ist das am zweithäufigsten auftretende Kation in der intrazellulären Flüssigkeit und ein essentielles Körperelektrolyt.
Der Körper enthält ca. 25 g Magnesium (ungefähr 14 mmol je kg Körpergewicht), wovon ca. 60 % in den Knochen vorliegt. Der tägliche Bedarf an Magnesium eines Erwachsenen liegt im Bereich von 270 bis 350 mg (in etwa 11 bis 14 mmol). Symptomatische
Hypomagnesämie ist mit einem Defizit von 0.5 – 1.0 mmol /kg assoziiert.

Wirkmechanismus

Es ist ein Co-Faktor in zahlreichen Enzymsystemen und am Phosphattransfer, der Muskelkontraktion und der neuronalen Transmission beteiligt.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Die normale Plasma-Konzentration von Magnesium liegt bei ungefähr 0,65 bis 1,0 mmol/l. Serumkonzentrationen von Magnesium im Bereich von 1,5 - 2,5 mmol/l erzeugen Vasodilatation im peripheren und koronaren Kreislauf und erhöhen dadurch den kardialen Ausstoß und koronaren Blutfluss um 20 - 25 %. Bei Herzfrequenz und Blutdruck gibt es nur leichte Veränderungen. Tierexperimentelle Studien legen nahe, dass die Wirkung von Magnesiumionen auf den Herzmuskel in einer Verlangsamung der Impulsbildung am Sinusknoten und einer verlängerten Leitungszeit liegt. Begrenzt vorliegende Daten von Patienten, die keine Anzeichen einer Herzerkrankung hatten, weisen darauf hin, dass intravenös gegebenes Magnesium das PR-Intervall, das H-Intervall (Vorhof – HIS Bündel), die antegrade effektive Refraktär-Periode am AV-Knoten und die sinoatriale Leitungszeit verlängert. Innerhalb dieses Konzentrationsbereichs können keine Auswirkungen auf die ZNS-Funktion oder die neuromuskuläre Übertragung festgestellt werden.
Bei intravenöser Gabe setzt die Wirkung von Magnesiumsulfat sofort ein, und die Dauer der Wirkung liegt bei ca. 30 Minuten. Das Einsetzen der Wirkung bei intramuskulär angewendetem Magnesiumsulfat liegt bei ca. einer Stunde, und die Dauer der Wirkung beträgt 3 - 4 Stunden.

Pharmakokinetik


Die Menge an elementarem Magnesium, die jedes Gramm Magnesiumsulfat-Heptahydrat bereitstellt, beträgt 4,1 mmol.

Verteilung
Infundiertes Magnesium wird schnell im gesamten extrazelluären Flüssigkeitsraum verteilt, und ein Teil wird von den Knochen aufgenommen, aber nichts durch die roten Blutzellen. Ca. 40 % des Magnesiums im Plasma ist proteingebunden und nicht ultrafiltrierbar. Der Großteil des Plasmamagnesiums ist an Albumin, Globulin und Proteine gebunden und daher nicht am Glomerulus filtrierbar. Das injizierte Magnesiumsulfat wird sofort, im gleichen Verhältnis wie endogenes Magnesium, an Plasmaproteine gebunden.

Biotransformation

Magnesiumsulfat wird nicht metabolisiert.

Elimination
Der hauptsächliche Ausscheidungsweg ist über die Nieren, und parenterale Gaben werden auf diesem Weg schnell eliminiert. Verlust über die Faeces ist sehr eingeschränkt.

Nierenfunktionsbeeinträchtigung

Bei Nierenfunktionsbeeinträchtigung kann es zu einer Akkumulation von Magnesium kommen.

Packungen
Magnesium DEMO 0,4mmol/ml Lsg Inj/Inf 20Amp10ml N3
Preis
23,80 €
Zuzahlung
5,00 €
Verpackung ist nicht auf der Liste.
14307699
Ähnliche
© Mediately v.7.7.1
MEDIATELY
PresseBusinessCareers
© Mediately v.7.7.1
DOWNLOAD THE APP
We use cookies to personalize content, ads, and analyze site traffic. Read our Privacy policy to learn more