Cefasilymarin®, Filmtabletten
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Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Ja
Darreichungsform
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Fachinfo - Cefasilymarin®,
Zur unterstützenden Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen, Leberzirrhose und toxischen Leberschäden.
Das Arzneimittel ist nicht zur Behandlung von akuten Vergiftungen bestimmt.
Erwachsene und Heranwachsende ab 12 Jahren nehmen 2 – 3-mal täglich 1 Filmtablette Cefasilymarin® (Mariendistelfrüchteextrakt entsprechend 210 mg – 315 mg Silymarin) ein.
Cefasilymarin® wird unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen. Bei 2-mal täglicher Anwendung erfolgt die Einnahme morgens und abends, bei 3-mal täglicher Anwendung morgens, mittags und abends.
Über die Dauer der Einnahme entscheidet der behandelnde Arzt. Sollten trotz der Einnahme von Cefasilymarin® die Beschwerden fortbestehen, sollte der Arzt aufgesucht werden.
Zur Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Es soll deshalb bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden. Cefasilymarin® soll wegen nicht ausreichender Untersuchungen in Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.
Cefasilymarin® darf nicht bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Mariendistelfrüchte und/oder andere Korbblütler sowie einen der sonstigen Bestandteile eingenommen werden.
Die Arzneimitteltherapie ersetzt nicht die Vermeidung von leberschädigenden Ursachen (z.B. Alkohol).
Bei Gelbsucht (hell- bis dunkelgelbe Hautverfärbung, Gelbfärbung des Augenweiß, meist in Folge einer unzureichenden Leberfunktion) soll ein Arzt aufgesucht werden.
Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Cefasilymarin® nicht einnehmen.
Wechselwirkungen von Cefasilymarin® mit anderen Arzneimitteln - auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt - sind nicht abschließend geklärt. Eine gegenseitige Beeinflussung kann nicht ausgeschlossen werden.
Durch Besserung der Leberfunktion unter der Einnahme von Cefasilymarin® kann die Verstoffwechslung von anderen gleichzeitig eingenommenen Arzneimitteln verändert werden, so dass gegebenenfalls die Dosierung angepasst werden muss.
Cefasilymarin® soll wegen nicht ausreichender Untersuchungen in Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.
Wie alle Arzneimittel kann Cefasilymarin® Nebenwirkungen haben.
Bei der Anwendung dieses Arzneimittels werden gastrointestinale Beschwerden wie z.B. eine leicht laxierende Wirkung beobachtet. Ebenso können Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B. Hautausschlag oder Atemnot auftreten. Angaben zur Häufigkeit liegen nicht vor.
In der Gebrauchsinformation wird der Patient auf Folgendes hingewiesen:
Sollten Sie eine der oben genannten Nebenwirkungen beobachten, informieren Sie Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen entscheiden kann. Beim Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen ist Cefasilymarin® abzusetzen.
Pharmakologische Eigenschaften - Cefasilymarin®,
Pharmakotherapeutische Gruppe: Pflanzliches Mittel zur Lebertherapie (Mariendistelfrüchte) ATC-Code: A05BP01
Pharmakologische Eigenschaften
Die antitoxische Wirksamkeit von Silymarin wurde tierexperimentell in zahlreichen Leberschädigungsmodellen, wie z. B. mit den Giften des grünen Knollenblätterpilzes Phalloidin und Amanitin, mit Lanthaniden, Tetrachlorkohlenstoff, Galaktosamin, Thioacetamid sowie dem hepatotoxischen Kaltblütler-Virus FV3, nachgewiesen.
Die Wirkung von Silymarin beruht auf mehreren, experimentell in-vitro und in-vivo untersuchten Angriffspunkten bzw. Wirkmechanismen: Silymarin besitzt auf Grund seiner Eigenschaft als Radikalfänger eine antiperoxidative Aktivität. Dadurch wird der pathophysiologische Prozess der Lipidperoxidation, der verantwortlich ist für die Zerstörung von Zellmembranen, unterbrochen bzw. verhindert. Zusätzlich erfolgt in bereits geschädigten Leberzellen durch Silymarin eine Stimulierung der Proteinsynthese und eine Normalisierung des Phospholipidstoffwechsels. Insgesamt wird die Zellmembran dadurch stabilisiert und ein Verlust von gelösten Zellbestandteilen (z.B. Transaminasen) aus den Leberzellen erschwert bzw. verhindert.
Bestimmte hepatotoxische Substanzen (Gifte des Knollenblätterpilzes) werden durch Silymarin am Eintritt in die Zelle gehindert.
Die Steigerung der Proteinsynthese durch Silymarin beruht auf einer Stimulierung der im Zellkern lokalisierten RNA-Polymerase-I-Aktivität, die zu einer erhöhten Bildung von ribosomaler RNA führt.
Als Folge davon werden Struktur- und Funktionsproteine (Enzyme) vermehrt synthetisiert. Insgesamt werden dadurch Reparationskapazität und Regenerationsfähigkeit der Leber erhöht.
Silymarin ist ein Gemisch aus Silibinin, Silidianin, Silicristin und weiteren Flavonol-Derivaten aus Mariendistelfrüchten. Silibinin stellt die Hauptkomponente des Silymarin dar.
Mehr als 80 % des verabreichten Silibinins werden als Sulfat- und Glucuronid-Konjugate eliminiert, die wahrscheinlich einem enterohepatischen Kreislauf unterliegen. Die renale Ausscheidung von Silibinin ist von untergeordneter Bedeutung, nur 3 – 7 % des verabreichten Silibinins werden im 24-Stunden-Urin wiedergefunden. Die Resorption von Silymarin beträgt etwa 20 – 40 %, maximale Plasmakonzentrationen werden nach 0,5 – 1 Stunde erreicht.
Pharmazeutische Angaben - Cefasilymarin®,
Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Copovidon, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Crospovidon, Povidon, Macrogol, Hypromellose, Talkum, Titandioxid (E 171), Eisen(III)-oxide (E 172), Polyacrylat.
5 Jahre.
Das Arzneimittel soll nach dem auf Durchdrückpackung und äußerer Umhüllung angegebenen Verfalldatum nicht mehr angewendet werden.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Die Filmtabletten zum Einnehmen sind in PVC/PVDC/Aluminiumblistern in einer Faltschachtel verpackt.
Originalpackungen mit 20 Filmtabletten Originalpackungen mit 60 Filmtabletten Originalpackungen mit 100 Filmtabletten
„Unverkäufliches Muster“ mit 20 Filmtabletten