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Präparate

Ethosuximid-neuraxpharm® 500 mg/g Tropfen zum Einnehmen, Lösung

Wechselwirkungen-Liste
1
4
6
Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Ethosuximid-neuraxpharm® 500 mg/g Tropfen zum Einnehmen, Lösung

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Tropfen zum Einnehmen, Lsg.

Hersteller

neuraxpharm Arzneimittel GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.4.2021
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Fachinfo - Ethosuximid-neuraxpharm® 500 mg/g

Anwendungsgebiete

  • Pyknoleptische Absencen sowie komplexe und atypische Absencen Hinweis

    Zur Vermeidung der bei komplexen und atypischen Absencen häufig hinzukommenden großen

    Anfälle kann Ethosuximid mit entsprechend wirksamen Antikonvulsiva (z. B. Primidon und Phenobarbital) kombiniert werden. Nur bei pyknoleptischen Absence-Epilepsien des Schulalters kann auf eine zusätzliche Grand-mal-Prophylaxe verzichtet werden.

  • Myoklonisch-astatisches Petit-mal und myoklonische Anfälle des Jugendlichen (Impulsiv-Petit-mal), wenn andere Arzneimittel nicht wirksam waren und/oder nicht vertragen wurden.

Dosierung

Dosierung

Die Dosierung von Ethosuximid-neuraxpharm richtet sich nach dem Krankheitsbild, dem individuellen Ansprechen und der jeweiligen Verträglichkeit. Die Behandlung wird einschleichend begonnen, die Dosierungen werden langsam gesteigert.

Kinder und Erwachsene

Die Behandlung wird bei Kindern und Erwachsenen mit einer Tagesgesamtdosis von 5 bis 10 mg Ethosuximid pro Kilogramm Körpergewicht begonnen.

In Abständen von 4 bis 7 Tagen, in Abhängigkeit vom Erreichen einer Steady-state-Konzentration ggf. auch in Abständen von 8 bis 10 Tagen, kann die Tagesgesamtdosis um 5 mg Ethosuximid pro kg KG erhöht werden.

Als Erhaltungsdosis sind pro Tag im Allgemeinen für Kinder 20 mg Ethosuximid pro kg KG und für Erwachsene 15 mg Ethosuximid pro kg KG ausreichend.

Die Tagesgesamtdosis sollte bei Kindern 40 mg Ethosuximid pro kg KG und bei Erwachsenen 30 mg Ethosuximid pro kg KG nicht überschreiten.

Die Tagesdosis wird auf 2 bis 3 Einzeldosen verteilt, bei guter Verträglichkeit kann sie aufgrund der langen Halbwertszeit von Ethosuximid auch als Einzeldosis verabreicht werden.

Die therapeutische Plasmakonzentration liegt bei 40 bis 100 µg Ethosuximid pro ml. Ein Tropfen Ethosuximid-neuraxpharm enthält ca. 16 mg Ethosuximid.

Bei einer Erhaltungsdosis von 15 mg Ethosuximid pro kg KG erhalten Erwachsene und Jugendliche auf 5 kg Körpergewicht ca. 5 Tropfen Ethosuximid-neuraxpharm:

Körpergewicht Anzahl Tropfen Tagesdosis
50 kg 48 750 mg
55 kg 53 825 mg
60 kg 58 900 mg
65 kg 62 975 mg
70 kg 67 1050 mg
75 kg 72 1125 mg
80 kg 77 1200 mg
85 kg 82 1275 mg

Die Tageshöchstdosis bei Erwachsenen und Jugendlichen beträgt jeweils die doppelte Tropfenanzahl bezogen auf das Körpergewicht.

Bei einer Erhaltungsdosis von 20 mg Ethosuximid pro kg KG erhalten Kinder bis 12 Jahre auf 5 kg Körpergewicht ca. 6 Tropfen Ethosuximid-neuraxpharm:

Körpergewicht Anzahl Tropfen Tagesdosis
5 kg 6 100 mg
10 kg 13 200 mg
15 kg 19 300 mg
20 kg 26 400 mg
25 kg 32 500 mg
30 kg 38 600 mg
35 kg 45 700 mg
40 kg 51 800 mg
45 kg 58 900 mg
50 kg 64 1000 mg

Die Tageshöchstdosis bei Kindern bis 12 Jahren beträgt jeweils die doppelte Tropfenanzahl bezogen auf das Körpergewicht.

Hinweis

Ethosuximid ist dialysierbar. Hämodialyse-Patienten benötigen daher eine ergänzende Dosis oder ein geändertes Einnahmeschema. Während einer vierstündigen Dialyseperiode werden 39 bis 52 % der verabreichten Dosis entfernt.

Art der Anwendung

Die Tagesdosis Ethosuximid-neuraxpharm kann bei guter Verträglichkeit einmal täglich verabreicht werden, aber auch auf 2 oder 3 Dosen verteilt werden. Die Einnahme sollte während oder nach den Mahlzeiten erfolgen.

Die antiepileptische Therapie ist grundsätzlich eine Langzeittherapie. Über Einstellung, Behandlungsdauer und das Absetzen von Ethosuximid-neuraxpharm sollte ein in der Epilepsie-Behandlung erfahrener Facharzt entscheiden.

Im Allgemeinen ist eine Dosisreduktion mit ggf. anschließendem Absetzen des Medikamentes frühestens nach einer zwei- bis dreijährigen Anfallsfreiheit zu erwägen. Das Absetzen erfolgt durch schrittweise Dosisreduktion über ein bis zwei Jahre. Kinder können der Dosis entwachsen (konstante Dosis bei zunehmendem Körpergewicht), wobei sich der EEG-Befund nicht verschlechtern sollte.

Gegenanzeigen

Ethosuximid-neuraxpharm darf nicht angewendet werden

  • bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Succinimide oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile,

  • während der Schwangerschaft und Stillzeit.

Warnhinweise

Auf die klinischen Symptome einer Knochenmarkschädigung (Fieber, Angina, Hämorrhagie) ist besonders zu achten (siehe Abschnitt 4.8). Zur Erkennung möglicher Knochenmarkschädigungen werden regelmäßige (zunächst monatlich, nach 1 Jahr alle 6 Monate) Blutbildkontrollen empfohlen. Bei einer Leukozytenzahl unter 3500/mm3 oder einem Anteil der Granulozyten unter 25 % sollte die Dosis reduziert oder die Therapie abgesetzt werden. Die Leberenzyme sind ebenfalls regelmäßig zu kontrollieren.

Über suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika in verschiedenen Indikationen behandelt wurden, berichtet. Eine Metaanalyse randomisierter, Placebo-kontrollierter Studien mit Antiepileptika zeigte auch ein leicht erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten. Der Mechanismus für die Auslösung dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt und die verfügbaren Daten schließen die Möglichkeit eines erhöhten Risikos bei der Einnahme von Ethosuximid-neuraxpharm nicht aus.

Deshalb sollten Patienten hinsichtlich Anzeichen von Suizidgedanken und suizidalen Verhaltensweisen überwacht und eine geeignete Behandlung in Erwägung gezogen werden. Patienten (und deren Betreuern) sollte geraten werden medizinische Hilfe einzuholen, wenn Anzeichen für Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten.

Schwere Hautreaktionen

Schwerwiegende dermatologische Reaktionen, einschließlich des Stevens-Johnson-Syndroms (SJS) und der Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), wurden bei der Behandlung mit Ethosuximid berichtet. SJS und DRESS können tödlich sein. Das höchste Risiko für diese Reaktionen scheint für die Patienten in der frühen Phase der Therapie zu bestehen, da die Reaktion in der Mehrzahl der Fälle innerhalb des ersten Behandlungsmonats einsetzt. Ethosuximid muss beim ersten Auftreten von Anzeichen und

Symptomen schwerer Hautreaktionen, wie Hautausschlag, Schleimhautläsionen oder anderen Anzeichen einer Überempfindlichkeit, abgesetzt werden.

Alkoholwarnhinweis

Dieses Arzneimittel enthält 18 Vol.-% Alkohol.

Wechselwirkungen

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In der Regel verändert Ethosuximid nicht die Plasmakonzentration anderer Antiepileptika (z. B. Primidon, Phenobarbital, Phenytoin), da Ethosuximid kein Enzyminduktor ist. In einzelnen Fällen kann es jedoch zu einer Erhöhung der Phenytoin-Plasmakonzentration kommen.

Bei Gabe von Carbamazepin erhöht sich die Plasmaclearance von Ethosuximid. Bei Medikation mit Valproat kann die Ethosuximid-Serumkonzentration ansteigen.

Es ist nicht auszuschließen, dass zentral-dämpfende Arzneimittel und Ethosuximid-neuraxpharm sich in ihrer sedativen Wirkung gegenseitig verstärken.

Alkohol sollte gemieden werden.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Frauen im gebärfähigen Alter sollten vor der Behandlung mit Ethosuximid über die Notwendigkeit von Planung und Überwachung einer Schwangerschaft beraten werden. Die Patientinnen sollten aufgefordert werden, eine während der Behandlung mit Ethosuximid auftretende Schwangerschaft sofort mitzuteilen. Die Behandlung mit Ethosuximid sollte während der Schwangerschaft nicht ohne ärztliche Zustimmung unterbrochen werden, da ein plötzlicher Therapieabbruch bzw. eine unkontrollierte Verminderung der Dosis zu epileptischen Anfällen der Schwangeren führen kann, die ihr und/oder dem Ungeborenen Schaden zufügen können. Ethosuximid passiert die Plazenta.

Eine spezifische Embryopathie bei Kindern von Müttern unter Ethosuximid-Monotherapie ist nicht bekannt. Das Missbildungsrisiko unter Antiepileptika-Therapie ist gegenüber der Norm erhöht. Kombinationstherapien erhöhen dieses Risiko, so dass in der Schwangerschaft zu einer Monotherapie geraten wird.

Die Patientinnen sollen über das erhöhte Risiko von Fehlbildungen informiert und auf die Möglichkeit des pränatalen Screenings hingewiesen werden.

Insbesondere zwischen dem 20. und 40. Schwangerschaftstag darf nur die niedrigstmögliche anfallskontrollierende Dosis gegeben werden. Die Ethosuximid-Serumkonzentration der Mutter muss regelmäßig überprüft werden. Bei Planung einer Schwangerschaft sowie während der Schwangerschaft wird eine Kontrolle der Folsäurespiegel und gegebenenfalls eine Folsäuresubstitution empfohlen.

Um einem Mangel an Vitamin K1 beim Neugeborenen und dadurch ausgelösten Blutungen vorzubeugen, wird eine Supplementierung im letzten Schwangerschaftsmonat empfohlen.

Stillzeit

In der Muttermilch werden Ethosuximid-Konzentrationen von bis zu 94 % der maternalen Serumkonzentration erreicht. Während der Behandlung mit Ethosuximid darf nicht gestillt werden.

Fahrtüchtigkeit

von Maschinen

Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch von Ethosuximid-neuraxpharm so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

Daher sollten das Führen von Fahrzeugen, die Bedienung von Maschinen oder sonstige gefahrvolle Tätigkeiten ganz, zumindest jedoch während der Einstellungsphase unterbleiben. Die Entscheidung trifft in jedem Einzelfall der behandelnde Arzt unter Berücksichtigung der individuellen Reaktion und der jeweiligen Dosierung.

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Schwere unerwünschte Hautreaktionenen (SCAR), einschließlich des Stevens-Johnson-Syndroms (SJS) und der Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), wurden in Verbindung mit der Behandlung mit Ethosuximid berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Tabellarische Liste der Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Dosisabhängige Nebenwirkungen Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Gelegentlich:

  • Appetitstörungen

  • Gewichtsverlust

    Psychiatrische Erkrankungen Gelegentlich:

  • Ängstlichkeit

  • Schlafstörungen Selten:

  • Es können sich über Tage und Wochen paranoid-halluzinatorische Erscheinungen entwickeln.

    Erkrankungen des Nervensystems Gelegentlich:

  • Lethargie

  • Zurückgezogenheit

  • schwere Kopfschmerzen

  • Ataxie Sehr selten:

  • In Einzelfällen treten innerhalb der ersten 12 Behandlungsstunden Dyskinesien auf, die nach Absetzen von Ethosuximid wieder vergehen bzw. durch Gabe von Diphenhydramin aufzuheben sind.

    Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Häufig:

  • Singultus

    Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Häufig:

  • Übelkeit, Erbrechen Gelegentlich:

  • Diarrhoe bzw. Verstopfung

    Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Häufig:

  • Leibschmerzen

Dosisunabhängige Nebenwirkungen

Allergische Hauterscheinungen wie Exantheme können auftreten; das Auftreten eines Stevens-Johnson-Syndroms ist möglich.

Häufigkeit nicht bekannt: Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)

Selten kommt es zu Lupus erythematodes unterschiedlicher Ausprägung sowie zu Leukopenie, Eosinophilie, Thrombozytopenie oder Agranulozytose. In Einzelfällen kann es zu aplastischen Anämien und Panzytopenien kommen.

Hinweise

Das Risiko des Auftretens von dosisabhängigen Nebenwirkungen kann reduziert werden durch einschleichenden Therapiebeginn, langsame Dosissteigerung und die Einnahme von Ethosuximid während oder nach den Mahlzeiten.

Bei Auftreten von Dyskinesien ist das Absetzen von Ethosuximid erforderlich. Gegebenenfalls ist darüber hinaus die intravenöse Gabe von Diphenhydramin angezeigt.

Besonders bei Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen in der Anamnese können entsprechende psychische Nebenwirkungen auftreten (paranoid-halluzinatorische Symptome,

Angstzustände, Agitiertheit). Bei dieser Patientengruppe ist Ethosuximid mit besonderer Vorsicht einzusetzen.

Bei Auftreten der nicht dosisabhängigen, reversiblen Nebenwirkungen ist das Absetzen von Ethosuximid-neuraxpharm angezeigt; bei erneuter Verabreichung ist mit ihrem Wiederauftreten zu rechnen.

Bei Dauertherapie kann es zu einer Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit kommen, z. B. zu einem Abfall der schulischen Leistungen bei Kindern und Jugendlichen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Bei jeder Beurteilung einer Intoxikation sollte an das Vorliegen einer Mehrfachintoxikation durch Einnahme mehrerer Medikamente (z. B. in suizidaler Absicht) gedacht werden.

Die Symptome einer Überdosierung treten verstärkt unter dem Einfluss von Alkohol und anderen zentral dämpfenden Mitteln auf.

  1. Symptome einer Überdosierung

    Bei Überdosierungen treten in verstärktem Maße Müdigkeit, Lethargie, Verstimmungs- und Erregungszustände, mitunter auch Reizbarkeit sowie alle anderen dosisabhängigen Nebenwirkungen auf.

    Mit dem Auftreten von Überdosierungserscheinungen ist bei einer Plasmakonzentration von mehr als 150 µg Ethosuximid pro ml zu rechnen.

  2. Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Bei schweren Überdosierungen ist eine initiale Magenspülung und die Gabe von Aktivkohle angezeigt. Es ist eine intensivmedizinische Überwachung des Kreislaufs und der Atmung erforderlich.

Pharmakologische Eigenschaften - Ethosuximid-neuraxpharm® 500 mg/g

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiepileptikum ATC-Code: N03AD01

Ethosuximid ist ein Antiepileptikum aus der Gruppe der Succinimide. Der Wirkmechanismus ist weitgehend ungeklärt; es wurde u. a. eine hemmende Wirkung auf den Abbau von GABA gefunden.

Pharmakokinetik

Ethosuximid wird in Liquor und Speichel in denselben Konzentrationen wie im Plasma gefunden. Ethosuximid wird nicht an Plasmaeiweiße gebunden. Das scheinbare Verteilungsvolumen liegt bei 0,7 l/kg.

Resorption

Ethosuximid wird nach oraler Gabe praktisch vollständig resorbiert.

Nach einmaliger Gabe von 1 g Ethosuximid bei Erwachsenen wurden maximale Plasmaspiegel von 18 bis 24 µg/ml nach 1 bis 4 Stunden gemessen.

Bei Kindern (7 bis 8,5 Jahre, 12,9 bis 24,4 kg Körpergewicht) wurden nach einmaliger Gabe von 500 mg Ethosuximid maximale Plasmaspiegel von 28,0 bis 50,9 µg/ml nach 3 bis 7 Stunden erreicht.

Verteilung

Ethosuximid passiert die Placenta und geht in die Muttermilch über (das Verhältnis von Ethosuximid-Plasmakonzentration zu Ethosuximid-Muttermilchkonzentration beträgt 0,94 ± 0,06).

Biotransformation, Elimination

Ethosuximid wird in hohem Maße in der Leber oxidativ metabolisiert. 10 bis 20 % werden unverändert im Urin ausgeschieden. Es werden mehrere, pharmakologisch wahrscheinlich inaktive Metaboliten gebildet, die zum Teil konjugiert als Glukuronide renal ausgeschieden werden. Vornehmlich werden die beiden Diastereomere des 2-(Hydroxyethyl)-2-methylsuccinimids und des 2-Ethyl-2-methyl-3-hydroxysuccinimids gebildet.

Nach einmaliger oraler Gabe von 13,1 bis 18,0 mg Ethosuximid/kg Körpergewicht wurde eine Plasmahalbwertszeit von 38,3 bis 66,6 h bei Erwachsenen ermittelt. Bei Kindern wurden nach einmaliger Gabe von 500 mg Ethosuximid Plasmahalbwertszeiten von 25,7 bis 35,9 h (Kapseln) bzw. 24,8 bis 41,7 h (Sirup) ermittelt.

Bei Dauermedikation mit 20 mg/kg Körpergewicht wird bei Kindern eine Plasmakonzentration von etwa 50 µg/ml erzielt. Bei Erwachsenen wird diese Konzentration bei Gabe von 15 mg pro kg Körpergewicht erreicht.

Linearität / Nicht-Linearität

8 bis 10 Tage nach Beginn der Therapie ist mit Erreichen des Steady-state zu rechnen. Bei gleicher Dosis oraler Darreichungsformen zeigen sich große interindividuelle Variationen der Plasmakonzentrationen. Bei Anstieg der Plasmakonzentration besteht eine dosislineare Abhängigkeit; eine tägliche orale Dosis von 1 mg pro kg Körpergewicht lässt einen Anstieg der Plasmakonzentration von 2 bis 3 µg/ml, im Kindesalter von 1 bis 2 µg/ml erwarten. Jüngere Kinder benötigen daher etwas höhere Dosen als ältere.

Die therapeutischen Plasmakonzentrationen liegen bei 40 bis 100 µg/ml. Plasmakonzentrationen von mehr als 150 µg/ml können zu toxischen Wirkungen führen.

Pharmazeutische Angaben - Ethosuximid-neuraxpharm® 500 mg/g

Liste der sonstigen Bestandteile

Ethanol 96 % Pomeranzentinktur Orangen-Aroma Saccharin-Natrium 2 H2O

Glycerol 85 % Gereinigtes Wasser

Dieses Arzneimittel enthält 18 Vol.-% Alkohol.

Inkompatibilitäten

Bisher keine bekannt.

Dauer der Haltbarkeit

Die Dauer der Haltbarkeit beträgt 3 Jahre.

Die Dauer der Haltbarkeit nach Anbruch beträgt 6 Monate.

Dieses Arzneimittel soll nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr angewendet werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungshinweise erforderlich.

Art und Inhalt des Behältnisses

Braunglasflaschen mit Tropfeinsatz und Schraubkappe Tropfflasche zu 50 ml

Klinikpackung mit 10 Flaschen zu je 50 ml (Bündelpackung)

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

und sonstige Hinweise zur Handhabung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Weblinks

Packungen und Preis

Ethosuximid-neuraxpharm® 500mg/g 50ml Tropf.
Preis
27,54 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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