Intrafusin® 15 % Infusionslösung, 1000 ml
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Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Intrafusin® 15 %
Intrafusin 15 % wird als Bestandteil paren-teraler Ernährung für Erwachsene einge-setzt, wenn orale oder enterale Ernährung nicht möglich, unzureichend oder kontrain-diziert ist.
Aminosäurenlösungen sollten im Rahmen einer parenteralen Ernährungstherapie grundsätzlich nur in gleichzeitiger Kombi-nation mit entsprechenden energiezufüh-renden (Kohlenhydrate/Fett) und elektroly-thaltigen Infusionslösungen angewandt werden.
Dosierung
Die Dosierung ist den individuellen Bedürf-nissen der Patienten anzupassen.
September 2020
Unterhalb der Zielinfusionsgeschwindigkeit beginnen und während der ersten Stunde auf Zielwert steigern.
Erwachsene/Tagesdosis:
6,5 ml/kg KG/Tag
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1 g Aminosäuren/kg KG/Tag
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70 g Aminosäuren und 450 ml bei 70 kg KG/Tag
Erwachsene/Maximale Tagesdosis: 13 ml/kg KG/Tag
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2 g Aminosäuren/kg KG/Tag
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140 g Aminosäuren und 910 ml bei 70 kg KG/Tag
Maximale Infusionsgeschwindigkeit: 0,67 ml/kg KG und Stunde
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0,1 g Aminosäuren und Stunde ~ 16 Tr./min
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7 g Aminosäuren und 47 ml/h bei 70 kg KG
Bei Patienten mit erhöhtem Hirndruck oder bei Risiko eines erhöhten Hirndrucks wird eine maximale Tagesdosis von 1,5 g Ami-nosäuren/kg KG empfohlen.
Bei Insuffizienz von Niere, Leber, Neben-nieren, Herz oder Lunge ist eine individuelle Dosierung erforderlich.
Die Gesamtflüssigkeitszufuhr von 40 ml/kg KG und Tag sollte im Rahmen einer paren-teralen Ernährungstherapie beim Erwach-senen in der Regel nicht überschritten werden.
Kinder und Jugendliche
Intrafusin 15 % Infusionslösung ist bei Neu-geborenen, Säuglingen und Kleinkindern im Alter bis 2 Jahren kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).
Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern im Alter über 2 Jahren und bei Jugend-lichen ist nicht etabliert. Es liegen keine Daten vor.
Art der Anwendung
Intrafusin 15 % ist zur intravenösen Anwen-dung, zur zentralvenösen Infusion.
Die Einleitung und die Dauer der parentera-len Ernährung sowie die Dosierung (Dosis und Infusionsgeschwindigkeit) sind abhän-gig von
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Alter, Gewicht und klinischem Zustand des Patienten,
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dem Stickstoffbedarf des Patienten
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der Fähigkeit des Patienten, die Be-standteile von Intrafusin 15 % zu meta-bolisieren,
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einer möglichen zusätzlichen Ernährung, die der Patient parenteral und/oder ente-ral erhält.
Die Infusionsrate ist unter Berücksichtigung der gegebenen Dosis, der täglichen Volu-menaufnahme und der Infusionsdauer an-zupassen.
Die Anwendungsdauer ist bei gleichzeitiger adäquater Energie- und Elektrolytzufuhr unbegrenzt im Rahmen eines parenteralen Ernährungsregimes.
Es ist zu beachten, dass die vorgegebene Lösung nur einen Baustein für die parente-rale Ernährung darstellt. Für eine vollständi-ge parenterale Ernährung ist die gleichzeiti-ge Substitution mit Energieträgern (unter Berücksichtigung des Bedarfs an essentiel-len Fettsäuren), Elektrolyten, Vitaminen und Spurenelementen erforderlich.
Parenterale Arzneimittel müssen vor der Anwendung visuell auf Partikel und Verfär-bungen geprüft werden.
Nach einem Anwendungsgang nicht ver-brauchte Lösung von Intrafusin 15 % ist zu verwerfen und darf anderen Lösungen nicht zugemischt werden.
Für weitere Informationen zu Inkompatibili-täten und zur Anwendung dieses Produkts siehe Abschnitte 6.2 und 6.6.
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
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Aminosäurenstoffwechselstörungen ein-schließlich angeborener Störung des Aminosäurenstoffwechsels,
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Azidose,
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schwere Leberinsuffizienz,
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schwere Niereninsuffizienz ohne die Möglichkeit einer Behandlung durch Hä-mofiltration oder Dialyse,
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Störungen des Elektrolyt- und Flüssig-keitshaushalts (Hyperhydratationszustän-de hypotone Dehydratation, Hypokaliämie, Hyponatriämie),
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instabile Kreislaufverhältnisse mit vitaler Bedrohung (Schock),
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akutes Lungenödem,
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dekompensierte Herzinsuffizenz,
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zelluläre Hypoxie
Intrafusin 15 % ist bei Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern im Alter bis 2 Jahren aufgrund seiner Zusammenset-zung kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.4).
WARNHINWEISE
Allergische Reaktionen/Überempfindlichkeits-reaktionen
Unter Anwendung von Aminosäurenlösun-gen als Bestandteil einer parenteralen Er-nährung wurden anaphylaktische/anaphy-laktoide Reaktionen und andere Überemp-findlichkeitsreaktionen/Reaktionen auf die Infusion beobachtet (siehe Abschnitt 4.8). Bei Anzeichen oder Symptomen einer Überempfindlichkeitsreaktion muss die In-fusion sofort abgebrochen werden.
Präzipitate bei Patienten unter parenteraler Ernährung
Bei Patienten unter parenteraler Ernährung wurden Präzipitate in den Lungengefäßen beobachtet, die zu Lungenembolien und Atemnot führten, in manchen Fällen mit tödlichem Verlauf. Die übermäßige Zugabe von Calcium und Phosphat erhöht das Risi-ko für die Bildung von Calciumphosphat-Präzipitaten. Präzipitate wurden selbst bei Lösungen beobachtet, die keine Phosphat-salze enthielten. Über die Entstehung von Präzipitaten distal zum integrierten Filter und einer vermuteten Präzipitatbildung im Blutstrom wurde ebenfalls berichtet.
Bei Anzeichen von Atemnot sollte die Infu-sion abgebrochen und eine ärztliche Unter-suchung eingeleitet werden.
Zusätzlich zur visuellen Inspektion der Lö-sung sollten auch das Infusionsbesteck und der Katheter regelmäßig auf Präzipitate kontrolliert werden.
Infektionen
Unter Anwendung intravenöser Katheter zur Gabe parenteraler Ernährungslösungen kann es durch schlechte Katheterpflege oder durch verunreinigte Lösungen zu In-fektionen und Sepsis kommen.
Immunsuppression und andere Faktoren wie Hyperglykämie, Mangelernährung und/ oder die zugrunde liegende Erkrankung können den Patienten anfälliger für Infektio-nen machen.
Mithilfe einer sorgfältigen Überwachung des Patienten auf Symptome und Labor-werte im Hinblick auf Fieber/Schüttelfrost, Leukozytose sowie technische Komplika-tionen mit dem Zugang und Hyperglykämie lassen sich frühe Infektionen erkennen.
Das Auftreten septischer Komplikationen lässt sich dadurch verringern, dass ver-stärkt auf aseptische Bedingungen beim Legen des Katheters, bei der Katheterpflege und bei der Zubereitung der Ernährungslö-sung geachtet wird.
Risiko für Überwässerung und Elektrolyt-störungen
Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Herz-insuffizienz (nicht dekompensierte, siehe Abschnitt 4.3) und/oder Nebennierener-krankungen. Flüssigkeitsstatus und Elek-trolythaushalt sind engmaschig zu überwa-chen.
Schwere Störungen des Wasser- und Elek-trolythaushalts, schwere Überwässerung und schwere Stoffwechselstörungen müssen vor Beginn der Infusion korrigiert werden. Vorsicht ist geboten bei der Gabe von In-trafusin 15 % bei erhöhter Serumosmolari-tät
Refeeding-Syndrom bei Patienten unter parenteraler Ernährung
Die Einleitung der Nährstoffzufuhr kann bei schwer mangelernährten Patienten zum Refeeding-Syndrom führen, das durch eine intrazelluläre Verschiebung von Kalium, Phosphor und Magnesium gekennzeichnet ist, da beim Patienten ein anaboler Effekt eintritt. Thiaminmangel und Flüssigkeitsre-tention können ebenfalls auftreten. Diese Komplikationen lassen sich durch eine sorgfältige Überwachung und eine langsa-me Steigerung der Nährstoffaufnahme bei gleichzeitiger Vermeidung einer Überernäh-rung verhindern.
Hypertone Infusionslösungen
Hypertone Infusionslösungen können bei periphervenöser Infusion zu Venenreizun-gen, Venenschädigungen und Thrombosen führen (siehe Abschnitt 4.8).
VORSICHTSMASSNAHMEN
Allgemeine Überwachung
Die Überwachung richtet sich nach der kli-nischen Situation des Patienten und des-sen Befund und umfasst die Bestimmung des Wasser- und Elektrolythaushalts, der Serumosmolarität, des Säure-Basen-Haus-halts, des Blutzuckerspiegels, des Ammo-niumspiegels im Blut sowie der Leber- und Nierenfunktion.
Bei Langzeitanwendung (mehrere Wochen) sind Blutbild und Gerinnungsfaktoren sorg-fältiger zu überwachen.
Metabolische Effekte Stoffwechselkomplikationen können auf-treten, wenn die Nährstoffaufnahme nicht an den Bedarf des Patienten angepasst oder die Stoffwechselkapazität einer Nah-rungskomponente nicht genau bestimmt wird. Unerwünschte Wirkungen auf den Stoffwechsel können aufgrund einer inad-
äquaten oder exzessiven Gabe von Nähr-stoffen oder aufgrund der Zusammenset-zung einer Mischung, die nicht den beson-deren Bedürfnissen des Patienten ent-spricht, auftreten.
Leberfunktion
Patienten unter parenteraler Ernährung können Lebererkrankungen (einschließlich Cholestase, hepatischer Steatose, Fibrose und Zirrhose, die zu Leberversagen führen können, sowie Cholezystitis und Choleli-thiasis) entwickeln und sind entsprechend zu überwachen. Man geht davon aus, dass mehrere Faktoren an der Ätiologie dieser Erkrankungen beteiligt sind und diese je nach Patient variieren. Patienten, bei denen auffällige Laborwerte beobachtet werden oder die andere Zeichen von Leber- und Gallenerkrankungen entwickeln, sollten von einem auf Lebererkrankungen spezialisier-ten Arzt untersucht werden, um mögliche ursächliche oder beitragende Faktoren zu erkennen und mögliche therapeutische und vorbeugende Maßnahmen einzuleiten.
Aminosäurenlösungen sind bei Patienten mit bestehender Lebererkrankung oder Leberinsuffizienz mit Vorsicht anzuwenden. Die Leberfunktionswerte sind bei diesen Patienten engmaschig zu überwachen und es ist auf mögliche Symptome einer Hyper-ammonämie zu achten (siehe unten).
Eine Zunahme der Ammoniumspiegel im Blut und Hyperammonämie können bei Patienten, die Aminosäurenlösungen erhal-ten, auftreten. Bei manchen Patienten kann dies ein Hinweis auf eine angeborene Stö-rung des Aminosäurenstoffwechsels (siehe Abschnitt 4.3) oder auf ein Leberversagen sein.
Abhängig von Ausmaß und Ätiologie ist bei einer Hyperammonämie unter Umständen eine sofortige Intervention erforderlich. Kommt es zu Symptomen einer Hyperam-monämie, muss die Behandlung abgebro-chen und der klinische Zustand des Patien-ten neu beurteilt werden.
Insbesondere sind regelmäßige klinische und labortechnische Kontrollen über das normale Maß hinaus erforderlich bei Patien-ten mit Leberinsuffizienz, aufgrund des Ri-sikos für das Neuauftreten oder die Ver-schlechterung bestehender neurologischer Störungen im Zusammenhang mit einer Hyperammonämie
Auswirkungen auf die Nieren
Unter parenteraler Gabe von Lösungen, die Aminosäuren enthielten, kam es zu Azot-ämie. Diese kann insbesondere bei Vorlie-gen einer eingeschränkten Nierenfunktion auftreten.
Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Nie-reninsuffizienz (z. B. mit Urämie). Die Stick-stofftoleranz kann bei diesen Patienten ver-ändert sein. Der Flüssigkeits- und Elektro-lythaushalt muss bei diesen Patienten eng-maschig überwacht werden.
Die Dosierung muss eventuell angepasst werden.
Luftembolierisiko
Behältnisse nicht seriell anschließen, um eine Luftembolie infolge möglicher, im ers-ten Behältnis enthaltener Luftreste zu ver-meiden.
Schwere Störungen des Wasser- und Elek-trolythaushalts, schwere Überwässerung und schwere Stoffwechselstörungen müs-sen vor Beginn der Infusion korrigiert wer-den.
Intrafusin 15 % darf nicht über dieselben Schläuche wie Blut und Blutbestandteile infundiert werden.
Unter Anwendung parenteraler Ernäh-rungslösungen wurden Reaktionen an der Infusionsstelle beobachtet. Zu diesen Re-aktionen zählen Thrombophlebitis und Ve-nenreizung an der Infusionsstelle sowie schwere Reaktionen (mit z. B. Nekrose und Blasenbildung) bei Extravasation. Die Pa-tienten müssen entsprechend überwacht werden.
Vorsicht bei erhöhter Serumosmolarität.
Anwendung bei Kindern und Jugend-lichen:
Es liegen keine Daten zur Anwendung von Intrafusin 15 % bei pädiatrischen Patienten vor. Intrafusin 15 % ist bei Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern im Alter bis 2 Jahren kontraindiziert.
Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern im Alter über 2 Jahren und Jugendlichen wurde nicht untersucht und ist nicht etab-liert. Es liegen keine Daten vor.
Es wird empfohlen, eine Aminosäurenlö-sung anzuwenden, die in ihrer Zusammen-setzung dem besonderen Bedarf diesen Patientengruppen angepasst ist.
Es liegen keine Daten vor.
Siehe auch Abschnitt 6.2 „Inkompatibilitä-ten“.
Schwangerschaft
Es liegen keine Daten über die Anwendung von Intrafusin 15 % bei Schwangeren vor. Vor der Anwendung von Intrafusin 15 % bei Schwangeren sind die möglichen Risiken und der mögliche Nutzen bei jeder Patien-tin sorgfältig abzuwägen.
Wird der Lösung ein Arzneimittel hinzuge-fügt, ist die Anwendung des Medikaments während der Schwangerschaft separat zu berücksichtigen.
Stillzeit
Es liegen keine Daten über die Anwendung von Intrafusin 15 % bei Stillenden vor. Vor der Anwendung von Intrafusin 15 % bei Stillenden sind die möglichen Risiken und der mögliche Nutzen bei jeder Patientin sorgfältig abzuwägen.
Es wird nicht empfohlen, dass Mütter ihr Kind stillen, wenn sie eine parenterale Er-nährung bedürfen.
Fertilität
Es liegen keine Daten vor.
Es liegen keine Informationen über den Ein-fluss von Intrafusin 15 % auf die Verkehrs-tüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vor.
Die folgenden unerwünschten Arzneimittel-reaktionen wurden unter Anwendung ande-rer Lösungen mit einer ähnlichen Zusam-mensetzung nach Markteinführung gemel-det. Die Reaktionen sind, soweit möglich, nach MedDRA-Systemorganklasse (SOK) und nach bevorzugten Begriffen (Preferred Terms) nach Schweregrad aufgeführt. Die Häufigkeit der unten beschriebenen uner-wünschten Arzneimittelreaktionen ist nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der ver-fügbaren Daten nicht abschätzbar).
Erkrankungen des Immunsystems: Ana-phylaktische Reaktion, anaphylaktoide Re-aktion,
Erkrankungen des Nervensystems: Kopf-schmerzen*
Herzerkrankungen: Tachykardie**, Zyanose**
Gefäßerkrankungen: Schock**, Hypoto-nie*/**, Hypertonie*, Flush**, Blässe**
Erkrankungen der Atemwege, des Brust-raums und Mediastinums: Atembeschwer-den, Hypoxie **, Stridor**, Dyspnoe**, En-gegefühl im Rachen**, Hyperventilation**
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts: Erbrechen**, Übelkeit**, Parästhesie, oral**, oropharyngeale Schmerzen**
Leber- und Gallenerkrankungen: Hyperam-monämie, Leberversagen, Leberzirrhose, Leberfibrose, Cholestase, Fettleber, Chole-zystitis, Cholelithiasis
Erkrankungen der Haut und des Unterhaut-zellgewebes: Hautausschlag*/**, Pruritus*/**, Erythem*/**, Urtikaria*
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen: Arthralgie*, Myalgie*
Erkrankungen der Nieren und Harnwege: Azotämie
Allgemeine Erkrankungen und Beschwer-den an der Infusionsstelle: Thrombose, Phlebitis, Schmerzen, Erythem, Wärmege-fühl, Schwellung, Verhärtung, generalisier-tes Ödem**, Fieber*, Schüttelfrost*,
Untersuchungen: Bilirubinwerte im Blut er-höht, Leberenzymwerte erhöht
* Manifestation einer Überempfindlich-keitsreaktion/Reaktion auf die Infusion
** Manifestation einer anaphylaktischen/ anaphylaktoiden Reaktion
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkun-gen
September 2020
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir-kungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuier-liche Überwachung des Nutzen-Risiko-Ver-hältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das Bundesinstitut für Arzneimittel und
Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Webseite: http://www.bfarm.de anzuzeigen.
Bei zu schneller Infusion von Aminosäuren kann es zu Unverträglichkeitsreaktionen wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfrötung und Wärmegefühl, zu renalen Verlusten und in deren Folge zu Verschiebungen im Amino-säurenstoffwechsel kommen.
Im Fall einer unsachgemäßen Anwendung (Überdosierung und/oder Infusionsgeschwin-digkeit höher als empfohlen) kann es zu Hypervolämie, Elektrolytstörungen, Azidose und/oder Azotämie kommen.
Bei klinischen Anzeichen einer Überinfusion soll die Infusion gedrosselt, nötigenfalls abgesetzt werden.
Falls medizinisch angemessen sind unter Umständen weitere Interventionen ange-zeigt, um klinischen Komplikationen vorzu-beugen.
Es gibt kein spezifisches Antidot bei Über-dosierung. Notmaßnahmen sollten geeig-nete korrektive Maßnahmen umfassen.
Pharmakologische Eigenschaften - Intrafusin® 15 %
Pharmakotherapeutische Gruppe: Amino-säurenlösung zur parenteralen Ernährung
ATC-Code: B05BA01.
Bei Intrafusin 15 % handelt es sich um eine Infusionslösung zur parenteralen Ernäh-rung mit 15 % Aminosäuren.
Aminosäuren stellen die Bausteine für die Proteinsynthese dar. Reine Aminosäurenlö-sungen werden im Rahmen einer parente-ralen Ernährungstherapie zusammen mit Energieträgern, (Kohlenhydratlösungen, Fett-emulsionen), Elektrolyten, Vitaminen und Spurenelementen verabreicht, um den Er-nährungszustand des Organismus aufrecht-zuerhalten, zu verbessern oder ggf. Sub-stanzverluste zu minimieren.
Alle in Intrafusin 15 % enthaltenen Amino-säuren sind natürlich vorkommende phy-siologische Verbindungen. Parenteral ver-abreichte Aminosäuren erreichen, ebenso wie die aus der Aufnahme und Verdauung von Nahrungsproteinen stammenden Ami-nosäuren, den Körperpool freier Amino-säuren und alle nachfolgenden Stoffwech-selwege.
Nach intravenöser Infusion verteilen sich die in Intrafusin 15 % enthaltenen Amino-säuren im Interstitium und, für jede einzelne Aminosäure individuell gesteuert, nach Be-darf im Intrazellularraum verschiedener Gewebe.
Die Konzentrationen freier Aminosäuren im Plasma und im Intrazellularraum werden in-nerhalb enger Grenzen abhängig vom Alter, Ernährungszustand und pathologischem Zustand des Patienten reguliert. Der Orga-nismus ist offensichtlich bestrebt, das Sub-strat „Aminosäuren“ innerhalb eines phy-siologischen Referenzbereiches konstant
zu halten und Imbalancen im Muster der Aminosäuren möglichst zu vermeiden.
Bilanzierte Aminosäurenlösungen wie In-trafusin 15 % verändern den physiologi-schen Aminosäurenpool nicht signifikant, sofern sie kontinuierlich und langsam infun-diert werden. Nur bei deutlich einge-schränkter Regulationsfunktion wichtiger Stoffwechselorgane wie z. B. Leber oder Niere, sind charakteristische Änderungen des Aminosäurenmusters im Plasma zu er-warten. In solchen Fällen ist gegebenenfalls die Verabreichung speziell zusammenge-setzter Aminosäurenlösungen zur Wieder-herstellung der Homöostase zu empfehlen. Werden Aminosäuren zur Energiegewin-nung oxidiert, führt dies zur Ausscheidung von Stickstoff in Form von Harnstoff.
Pharmazeutische Angaben - Intrafusin® 15 %
Zusätze können nicht kompatibel sein. In-trafusin 15 % darf nur mit Arzneimitteln ge-mischt werden, für die die Kompatibilität dokumentiert wurde.
Fügen Sie keine anderen Arzneimittel oder Substanzen zu, ohne vorher ihre Kompati-bilität und die Stabilität der entstandenen Zubereitung zu prüfen.
Intrafusin 15 % ist nicht geeignet als Träger-lösung für Medikamente.
Bei Kombination mit anderen Lösungen sind die allgemein geltenden Regeln für das Mischen von Arzneimitteln zu beachten.
18 Monate.
Nach Zumischung von kompatiblen Zu-satzstoffen:
Die Lösung ist unter hygienisch einwand-freien Bedingungen unmittelbar vor Beginn der Infusion vorzubereiten. Aus mikrobiolo-gischer Sicht sollte die Lösung sofort ange-wendet werden. Wenn die gebrauchsferti-ge Zubereitung nicht sofort eingesetzt wird, ist der Anwender für die Dauer und die Be-dingungen der Aufbewahrung vor der Anwendung verantwortlich.
Glasflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Nicht einfrieren.
Infusionslösung in Glasflaschen zu 500 ml und 1000 ml
Klinikpackungen mit 6 × 500 ml, 10 × 500 ml
und 6 × 1000 ml
und sonstige Hinweise zur Handhabung
Nachdem das Behältnis geöffnet wurde, ist der Inhalt unverzüglich zu verwenden.
Vorbereitung der Anwendung:
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Sicherstellen, dass das Produkt vor Anwendung Raumtemperatur hat.
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Aseptische Bedingungen einhalten.
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Behältnis auf Unversehrtheit prüfen. Das Arzneimittel darf nur verwendet werden, wenn das Behältnis unversehrt und die Infusionslösung klar und farblos bis hell-gelb ist.
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Lösung nach dem Zubereiten/Mischen auf Verfärbungen und Partikel prüfen.
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Die Lösung ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt. Teilweise ver-brauchte Behältnisse dürfen nicht erneut angeschlossen werden. Restmengen sind zu verwerfen.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfall-material ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.