METRELEF 0,15 mg Nasenspray, Lösung
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Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
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Fachinfo - METRELEF 0,15 mg
Endometriose
Symptomatische, laparoskopisch gesicherte Endometriose, wenn eine Unterdrückung der Hormonbildung der Eierstöcke angezeigt ist, sofern die Erkrankung nicht primär einer chirurgischen Therapie bedarf.
Ovulationsinduktion
Blockade der Hypophysenfunktion zur Vorbereitung der Ovulationsinduktion als unterstützende Maßnahme zur Anwendung von Gonadotropinen.
Dosierung
Endometriose
Die Tagesdosis beträgt 0,9 mg Buserelin (entspr. 6 Sprühstößen zu je 0,15 mg Buserelin) unabhängig vom Körpergewicht, soweit nicht anders verordnet.
3x täglich wird je 1 Sprühstoß in jedes Nasenloch verabreicht. Die einzelnen Anwendungen werden folgendermaßen über den Tag verteilt:
| Aufteilung der Tagesdosis | linkes und rechtes Nasenloch |
| morgens (6-8 Uhr)nachmittags (14-16 Uhr)abends (22-24 Uhr) | 1x 1x1x 1x1x 1x |
Gegebenenfalls kann vom Arzt die Dosis auf bis zu 1,8 mg Buserelin (6 x 2 Sprühstöße, z. B. alle 4 Stunden 2 Sprühstöße) täglich erhöht werden.
Je nach Dosierung ergibt sich für eine Flasche die folgende Anwendungsdauer:
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Tagesdosis 0,9 mg: 1 Flasche METRELEF reicht für 14 Tage.
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Tagesdosis 1,8 mg: 1 Flasche METRELEF reicht für 7 Tage.
Blockade der Hypophysenfunktion zur Vorbereitung der Ovulationsinduktion
Die initiale Tagesdosis beträgt 0,6 mg Buserelin (entsprechend 4 Sprühstößen zu je 0,15 mg Buserelin) über den Tag verteilt. Einige Patientinnen benötigen wegen nicht ausreichender Suppression eine höhere Dosis von bis zu 1,2 mg Buserelin (entsprechend 8 Sprühstößen zu je 0,15 mg Buserelin) über den Tag verteilt.
Aufteilung der Tagesdosis 0,6 mg Buserelin 1,2 mg Buserelin linkes oder rech-tes Nasenloch linkes und rechtes Nasenloch morgens (6-8 Uhr) 1x 1x 1x mittags (11-13 Uhr) 1x 1x 1x nachmittags (16-18 Uhr) 1x 1x 1x abends (21-23 Uhr) 1x 1x 1x Je nach Dosierung ergibt sich für eine Flasche folgende Anwendungsdauer:
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Tagesdosis 0,6 mg: 1 Flasche METRELEF reicht für 21 Tage.
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Tagesdosis 1,2 mg: 1 Flasche METRELEF reicht für 11 Tage.
Patientinnen mit beeinträchtigter Leber- oder Nierenfunktion
Es wurden keine Studien bei Patientinnen mit Leber- und/oder Niereninsuffizienz durchge-führt.
Kinder und Jugendliche
Die Anwendung von METRELEF ist bei Kindern nicht indiziert. Die Sicherheit und Wirksamkeit von METRELEF in Kindern wurde nicht untersucht.
Art der Anwendung
Endometriose
METRELEF wird nach Dosierungsschema in die Nase gesprüht. Die Hinweise zur Handhabung der Sprühflasche (siehe Abschnitt 6.6) sind zu beachten. Eine Flasche reicht je nach Dosierung für 7-14 Tage. Eine eventuell vorhandene Restmenge ist fülltechnisch bedingt.
Die Behandlung dauert in der Regel 6 Monate und sollte 9 Monate nicht überschreiten.
Blockade der Hypophysenfunktion zur Vorbereitung der Ovulationsinduktion
METRELEF wird nach Dosierungsschema in die Nase gesprüht. Die Hinweise zur Handhabung der Sprühflasche (siehe Abschnitt 6.6) sind zu beachten. Die Behandlung sollte in der frühen Follikelphase (Tag 1 und 2 des Menstruationszyklus) beginnen. Sie kann auch - bei vorherigem Ausschluss einer Schwangerschaft - in der Mitte der Lutealphase (ca. Tag 21
des Menstruationszyklusses) begonnen werden. Bevor Gonadotropine eingesetzt werden, sollte eine ausreichende Suppression der Östradiolfreisetzung durch METRELEF gesichert werden. Hiermit kann nach zwei- bis dreiwöchiger Applikation gerechnet werden. METRELEF ist mit dem ersten Tag der HCG-Gabe zur Ovulationsauslösung abzusetzen.
Allgemeine Hinweise
Bei ordnungsgemäßer Anwendung wird METRELEF auch bei Schnupfen zuverlässig über die Nasenschleimhaut aufgenommen. Vorsichtshalber sollte allerdings vor dem Sprühen die Nase kräftig geschnäuzt werden.
Damit der jeweils gewünschte Behandlungserfolg eintreten kann, sollte die Dosierung gewissenhaft eingehalten werden. Daher wird empfohlen, METRELEF jeweils zu den Mahlzeiten vor oder nach dem Essen zu verabreichen. Es kann aber auch zu anderen Zeiten angewendet werden, sofern gleichmäßige Abstände (zur Vorbereitung der Ovulationsauslösung 4-6 Stunden, bei Endometriose 6-8 Stunden) zwischen den einzelnen Gaben eingehalten werden. Eine Unterbrechung der Nachtruhe ist nicht notwendig.
Auch wenn eine Blutung unter der Behandlung mit METRELEF auftritt, soll die Behandlung unverändert weiter geführt werden.
Nur vor der ersten Anwendung probepumpen, danach nicht mehr. Weiteres Probesprühen würde zu vorzeitigem Verbrauch des Flascheninhalts führen.
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Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, GnRH-Analoga oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
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Schwangerschaft
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Stillzeit
Bei Patientinnen mit Hypertonie ist der Blutdruck in regelmäßigen Intervallen zu kontrollieren (Risiko einer Verschlechterung des Blutdruckniveaus).
Bei Patientinnen mit Diabetes ist der Blutzuckerspiegel in regelmäßigen Intervallen zu kontrollieren (Risiko einer Verschlechterung der Stoffwechsellage). Bei einigen Patientinnen wurde unter Behandlung mit GnRH-Antagonisten eine Änderung der Glukosetoleranz beobachtet (siehe Abschnitt 4.8).
Patientinnen mit bekannten Depressionen sollten nur unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung mit METRELEF behandelt werden.
Wiederholungsbehandlungen sollten nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt erfolgen, da additive Effekte bei der Abnahme der Knochenmasse nicht auszuschließen sind.
Androgendeprivationstherapie kann das QT-Intervall verlängern. Bei Patientinnen mit QT-Verlängerung in der Anamnese oder Risikofaktoren für QT-Verlängerung und bei Patientinnen, die gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die das QT-Intervall verlängern können (siehe Abschnitt 4.5), soll der Arzt vor Beginn der Behandlung mit METRELEF das Nutzen-Risiko-Verhältnis einschließlich des Potenzials für Torsade de Pointes bewerten.
Orale Kontrazeptiva sind vor Behandlungsbeginn mit METRELEF abzusetzen. Zur Sicherheit sollten während der Behandlung andere Maßnahmen zur Verhütung einer Schwangerschaft
durchgeführt werden (z. B. mechanische Verhütungsmittel wie Kondome). Die Behandlung sollte am ersten oder zweiten Tag der Menstruation beginnen, um eine bestehende Schwangerschaft weitgehend auszuschließen. Im Zweifelsfalle wird die Durchführung eines Schwangerschaftstests empfohlen. Bei regelmäßiger Anwendung ist der Eintritt einer Schwangerschaft im späteren Verlauf der Behandlung nicht zu erwarten. Eine kurzfristige Unterbrechung von einigen Tagen kann jedoch einen Eisprung ermöglichen und damit zur Schwangerschaft führen. Falls eine Schwangerschaft eintritt, ist die Anwendung von METRELEF sofort abzubrechen und der Arzt aufzusuchen.
Die Kombination von Gonadotropinen mit Buserelin birgt ein höheres Risiko für die Entwicklung eines ovariellen Überstimulationssyndroms als die Verwendung von Gonadotropinen allein.
Mögliche klinische Anzeichen für ein ovarielles Überstimulationssyndrom (OHSS) sind: Bauchschmerzen, Spannungsgefühl im Bauch, vergrößerter Bauchumfang, Auftreten von Eierstockzysten, Übelkeit, Erbrechen sowie massive Vergrößerung der Eierstöcke, Dyspnoe, Durchfall, Oligurie, Hämokonzentration, Hyperkoagulabilität. Eine Pedikeltorsion oder Ruptur des Ovars kann zu einem akuten Abdomen führen. Schwere thromboembolische Ereignisse können ebenfalls auftreten. Ein tödlicher Ausgang ist möglich.
Jeder Stimulationszyklus muss sorgfältig überwacht werden, damit die betroffenen Patientinnen frühzeitig erkannt werden können. Falls erforderlich, muss auf die Verabreichung von humanem Choriongonadotropin (hCG) verzichtet werden.
Die Anwendung von METRELEF kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Sprühstoß, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.
Benzalkoniumchlorid kann eine Reizung oder Schwellung der Nasenschleimhaut hervorrufen, insbesondere bei längerer Anwendung.
Es wird empfohlen, die gleichzeitige Behandlung mit Sexualhormonen (add back) so auszurichten (Dosierung), dass der Behandlungserfolg insgesamt nicht beeinträchtigt wird.
Da Androgendeprivationstherapie das QT-Intervall verlängern kann, ist die gleichzeitige Anwendung von METRELEF mit Arzneimitteln, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern oder Arzneimitteln wie Klasse IA- (z. B. Chinidin, Disopyramid) oder Klasse III-Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid), die Torsade de Pointes auslösen können, Methadon, Moxifloxacin, Neuroleptika usw. sorgfältig zu evaluieren (siehe Abschnitt 4.4).
Bei der Anwendung zur Ovulationsinduktion kann die Kombination mit Gonadotropinen zu einem ovariellen Überstimulierungssyndrom führen (siehe Abschnitt 4.4).
Unter Behandlung mit Buserelin kann die Wirkung von Antidiabetika abgeschwächt sein (siehe Abschnitt 4.8).
METRELEF ist während der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Bestimmte unerwünschte Wirkungen (z. B. Schwindel) können die Konzentrationsfähigkeit und das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Dies kann in Situationen, in denen diese Fähigkeiten von besonderer Bedeutung sind (z. B. Autofahren, Bedienen von Maschinen, Arbeiten ohne sicheren Halt), ein Risiko darstellen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥1/10)
Häufig (≥1/100 bis <1/10) Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100) Selten (≥1/10.000 bis <1/1.000) Sehr selten (<1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Die Behandlung mit METRELEF beruht darauf, die Produktion der Östrogene während der gesamten Behandlungsdauer zu hemmen. In den meisten Fällen kommt es in den ersten Wochen der Behandlung zu einer Blutung. Auch im weiteren Verlauf der Behandlung kann es gelegentlich zum Auftreten von Blutungen kommen. Als Zeichen einer Hemmung der Östrogen-Produktion kann es zu Beschwerden wie in den Wechseljahren kommen, z. B. Hitzewallungen, vermehrtes Schwitzen, Trockenheit der Scheide, Libidoabnahme, Dyspareunie und - nach mehrmonatiger Anwendung - Abnahme der Knochenmasse.
| MedDRA Organklasse (SOC) | Häufigkeit | MedDRA PT |
| Gutartige, bösartige und nicht spezifizierte Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen) | Sehr selten | Hypophysenadenom |
| Nicht bekannt | Ovarialzystena | |
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | Nicht bekannt | Thrombopenie, Leukopenie |
| Erkrankungen des Immunsystems | Nicht bekannt | Überempfindlichkeitsreaktionen in Form von Hautrötungen, Juckreiz, Hautausschlägen (einschl. nesselsuchtartige Hautveränderungen), Bronchospasmus, Atemnot, in Einzelfällen anaphylaktischer bzw. anaphylaktoider Schock |
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | Nicht bekannt | Eingeschränkte Glukosetoleranz (kann bei zuckerkranken Patientinnen zu einer Verschlechterung der Stoffwechseleinstellung führen), Appetitstörung, vermehrter Durst |
| Psychiatrische Erkrankungen | Selten | Auftreten von Depressionen bzw. Verschlechterung bestehender Depressionen |
| Nicht bekannt | Nervosität, Schlafstörungen, emotionale Labilität, Angstgefühle |
| MedDRA Organklasse (SOC) | Häufigkeit | MedDRA PT |
| Erkrankungen des Nervensystems | Selten | Kopfschmerzen (in einigen Fällen migräneartig) |
| Nicht bekannt | Benommenheit, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Schwindel, Paraesthesien an Armen und Beinen | |
| Augenerkrankungen | Nicht bekannt | Trockene Augen (kann bei Kontaktlinsenträgerinnen zu Reizerscheinungen der Augen führen), Sehstörungen (z. B. verschwommenes Sehen), Druckgefühl hinter den Augen |
| Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths | Nicht bekannt | Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörstörungen |
| Herzerkrankungen | Nicht bekannt | Herzklopfen, langes QT |
| Gefäßerkrankungen | Nicht bekannt | Hitzewallungen |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums | Gelegentlich | Reizung der Schleimhaut des Nasen-Rachen-Raumes (Nasenbluten, Heiserkeit, Geruchs- und Geschmacksstörungen) |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Nicht bekannt | Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen, Unterbauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes | Nicht bekannt | Rissige Nägel, Akne, Trockene Haut, Abnahme der Kopf- und Körperbehaarung, Zunahme der Kopf- und Körperbehaarung, Hyperhidrosisb |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | Nicht bekannt | Beschwerden und Schmerzen des Bewegungsapparates (z. B. Rückenschmerzen, Gliederschmerzen, Gelenkbeschwerden, Muskelschmerzen), Osteoporose, erhöhtes Risiko für Knochenbrüche (das Risiko von Frakturen am Skelettsystem steigt mit zunehmender Therapiedauer) |
| Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen | Häufig | Bei in-vitro-Fertilisations-/Embryo-Transfer-Programmen und ähnlichen Reproduktionsverfahren: häufigeres Auftreten von ektopischen Schwangerschaften, Aborten, Mehrlingsschwangerschaften |
| Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse | Nicht bekannt | Laktationsstörung, Zeichen eines ovariellen ÜberstimulationssyndromscGrößenab- oder -zunahme der Brust mit Berührungsempfindlichkeit, Dyspareuniab, Libido vermindertb, Uterusblutungb, Ausfluss vaginalb, vaginale Trockenheitb |
| MedDRA Organklasse (SOC) | Häufigkeit | MedDRA PT |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Nicht bekannt | Ödeme im Gesicht und an den Extremitäten, Müdigkeit |
| Untersuchungen | Nicht bekannt | Veränderung der Blutfettwerte, Erhöhung der Leberenzyme im Serum (z. B. Transaminasen), Bilirubinerhöhung, Gewichtsveränderungen (Ab- oder Zunahme), Knochendichte erniedrigtb, Östrogen im Blut erniedrigtb, Blutdruck erhöht (in Patientinnen mit Bluthochdruck) |
a In der Anfangsphase der Behandlung mit Buserelin können Ovarialzysten entstehen.
b Zeichen einer Hemmung der Östrogen-Produktion
c Schmerzen im Abdomen, Spannungsgefühl des Abdomens, Zunahme des Bauchumfangs, Auftreten von Ovarialzysten, Übelkeit, Erbrechen, massive Ovarvergrößerung, Atemnot, Diarrhoe, Oligurie, Hämokonzentration, Hyperkoagulabilität. Bei Stieldrehung oder Ruptur des Ovars akutes Abdomen; schwere thromboembolische Ereignisse (Verschluss von Blutgefäßen durch Blutpfropfbildung), Todesfälle.
Dass unter Buserelin mehr Eizellen gewonnen werden können (insbesondere bei polyzystischen Ovarien), kann bei manchen Patientinnen einen erwünschten Effekt darstellen.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Pharmakologische Eigenschaften - METRELEF 0,15 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Gonadotropin-Releasing-Hormon-Analoga
ATC-Code: L02AE01
Wirksubstanz von METRELEF ist Buserelin, ein Analogon des natürlichen Gonadotropin-Releasing Hormons (Gonadorelin; GnRH) mit verstärkter biologischer Aktivität. Nach wiederholter Gabe von Buserelin 0,9 mg (3x 0,3 mg täglich) kommt es zu einer Hemmung der Sekretion von Gonadotropinen und gonadalen Steroiden. Der pharmakologische Effekt ist durch den Abbau der hypophysären GnRH-Rezeptoren zu erklären. Durch Ausschaltung der pulsatilen Gonadotropin-Sekretion wird die Östrogen-Sekretion zuverlässig gehemmt. Der suppressive Effekt von Buserelin auf die Sekretion der gonadalen Steroide hängt von der täglichen Dosis, der Häufigkeit der Applikationen und der Dauer der Behandlung ab.
Selbst wenn der Serumspiegel von Buserelin bereits unter die Nachweisgrenze gefallen ist, bleibt die Gonadotropinfreisetzung durch eine anhaltende Bindung an die Rezeptoren des Hypophysenvorderlappens erhalten (etwa drei Stunden).
Unter Therapie mit METRELEF wird die Freisetzung der Gonadotropine gehemmt, die Sekretion der anderen hypophysären Hormone (Wachstumshormon, Prolaktin, ACTH, TSH) wird nicht direkt beeinflusst. Der Östrogenentzug kann jedoch zu einer verminderten Sekretion von Wachstumshormonen und Prolaktin führen. Die Sekretion der Nebennierenrindensteroide bleibt unverändert.
Bioverfügbarkeit
Die nasale Resorption von Buserelin aus der METRELEF-Nasallösung beträgt 1 - 3 %.
Bei ordnungsgemäßer nasaler Anwendung wird Buserelin durch die Nasenschleimhaut resorbiert, so dass ausreichend hohe Plasmaspiegel gewährleistet sind. Auch nach induzierter Histaminrhinitis bei Probanden war die biologische Wirksamkeit von Buserelin nicht beeinträchtigt.
Verteilung
Buserelin reichert sich vorzugsweise in Leber und Nieren an sowie im Hypophysenvorderlappen, dem biologischen Zielorgan.
Elimination
Die Eliminationshalbwertszeit beträgt nach intranasaler Gabe etwa 1-2 Stunden.
Im Serum zirkuliert vorwiegend intaktes, aktives Buserelin. Die Proteinbindung beträgt etwa 15 %. Buserelin und seine inaktiven Metabolite werden über Niere und Galle ausgeschieden. Die Serumkonzentration und die Ausscheidung von Buserelin im Urin zeigen den gleichen zeitlichen Verlauf. Beim Menschen wird im Urin zu etwa 50 % intaktes Buserelin ausgeschieden.
Buserelin wird in Leber und Niere sowie im Gastrointestinaltrakt durch Peptidasen (Pyroglutamylpeptidase und chymotrypsinartige Endopeptidasen) abgebaut und damit inaktiviert. In der Hypophyse erfolgt die Inaktivierung des rezeptorgebundenen Buserelin durch membranständige Enzyme.
Ein geringer Dosisanteil von Buserelin wird in die Muttermilch ausgeschieden. Nach bisherigen klinischen Beobachtungen zeigt diese Menge beim Säugling keine hormonale Wirkung.
Pharmazeutische Angaben - METRELEF 0,15 mg
Benzalkoniumchlorid, Citronensäure-Monohydrat, Natriumcitrat, Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke
Nicht über 25 °C lagern. Nicht einfrieren.
Die geöffnete Flasche kann 5 Wochen bei Raumtemperatur, aber vor direkter Wärmeeinwirkung geschützt, aufbewahrt werden. Reste von METRELEF sind danach zu verwerfen.
und spezielles Zubehör für den Gebrauch
Packung: 2 Flaschen mit je 10 g Lösung und zwei Dosierpumpen
und sonstige Hinweise zur Handhabung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforde-rungen zu beseitigen.
Wichtige Hinweise zur Handhabung der Sprühflasche:
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Zuerst wird der Schraubverschluss von der Glasflasche entfernt.
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Anschließend wird die Dosierpumpe aus dem Kunststoffbehälter entnommen und die beiden Schutzkappen - weiß und farblos - abgezogen.
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Danach wird die Dosierpumpe auf die Glasflasche geschraubt.
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Vor der ersten Anwendung muss etwa 10mal kräftig gepumpt werden, damit das System gefüllt ist und ein gleichmäßiger Nebel austritt.
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Die Lösung wird bei leicht vornübergeneigtem Kopf in die Nase eingesprüht. Die Flasche ist dabei senkrecht zu halten. Vor der Anwendung ist, falls nötig, die Nase zu putzen.
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Nach der Anwendung bleibt die Dosierpumpe immer auf der Glasflasche und wird mit der Schutzkappe verschlossen.