Propranolol PUREN 10 mg Filmtabletten
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Gluten/Laktose
Laktose: Ja
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Fachinfo - Propranolol 10 mg
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Angina pectoris
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Hypertonie
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Langzeitprophylaxe von Myokardreinfarkt nach Genesung von einem akuten Myokardinfarkt
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Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie
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Essentieller Tremor
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Supraventrikuläre Herzrhythmusstörung
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Ventrikuläre kardiale Arrhythmien
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Hyperthyreose und Thyreotoxikose
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Phäochromozytom (mit einem Alphablocker)
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Migräne
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Prophylaxe von Blutungen im oberen Gastrointestinalbereich bei Patienten mit portaler Hypertonie und Ösophagusvarizen
Dosierung
Erwachsene
Hypertonie
Zu Beginn 40 mg zwei- oder dreimal täglich, was in Abhängigkeit vom Ansprechen in wöchentlichen Intervallen um 80 mg pro Tag erhöht werden kann. Der normale Dosisbereich beträgt 160 bis 320 mg pro Tag. Bei gleichzeitiger Anwendung von Diuretika oder anderen Antihypertensiva sinkt der Blutdruck noch weiter.
Angina, Migräne und essentieller Tremor
Die Anfangsdosis beträgt 40 mg zwei- bis dreimal täglich, die in Abhängigkeit vom Ansprechen des Patienten in wöchentlichen Intervallen um die gleiche Dosis erhöht werden kann. Ein adäquates Ansprechen bei Migräne ist normalerweise im Bereich von 80 bis 160 mg/Tag und bei Angina und essentiellem Tremor im Bereich von 120 bis 240 mg/Tag zu beobachten.
Arrhythmien, hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie und Thyreotoxikose
Das gewünschte Ansprechen wird üblicherweise im Dosierungsbereich von 10 bis 40 mg drei- oder viermal täglich erreicht.
Nach Myokardinfarkt
Die Behandlung sollte zwischen Tag 5 und 21 nach dem Myokardinfarkt beginnen, mit einer Initialdosis von 40 mg viermal täglich über zwei oder drei Tage. Zur Verbesserung der Therapietreue kann die tägliche Gesamtdosis im Anschluss in Form von 80 mg zweimal täglich gegeben werden.
Hyperthyreose
Die Dosis wird entsprechend dem klinischen Ansprechen angepasst. Die meisten Patienten sprechen im Doserungsbereich von 10 mg bis 40 mg drei- bis viermal täglich an.
Portale Hypertonie
Die Dosis ist so zu titrieren, dass eine Verringerung der Herzfrequenz in Ruhe um ungefähr 25 % erreicht wird. Die Dosisgabe beginnt mit 40 mg zweimal täglich und ist in Abhängigkeit von der Veränderung der Herzfrequenz auf 80 mg zweimal täglich zu erhöhen. Bei Bedarf kann die Dosis schrittweise bis auf maximal 160 mg zweimal täglich erhöht werden.
Phäochromozytom
(Nur bei Anwendung zusammen mit einem Alphablocker).
Präoperativ: Empfohlen werden 60 mg täglich über 3 Tage. Inoperable maligne Fälle: 30 mg täglich.
Eingeschränkte Leberfunktion
Die Bioverfügbarkeit von Propranolol kann bei Patienten mit Leberfunktionsstörung erhöht sein und daher Dosisanpassungen erforderlich machen. Bei Patienten mit schwerer Lebererkrankung (z. B. Zirrhose) wird eine niedrige Anfangsdosis empfohlen (nicht mehr als 20 mg dreimal täglich), bei engmaschiger Überwachung des Ansprechens auf die Behandlung (wie etwa die Auswirkung auf die Herzfrequenz).
Eingeschränkte Nierenfunktion
Bei Patienten mit signifikanter Nierenfunktionsstörung und solchen, die sich einer Hämodialyse unterziehen müssen, können die Konzentrationen von Propranolol ansteigen. Vorsicht ist geboten bei Einleitung der Behandlung und Auswahl der Anfangsdosis.
Wie bei anderen Betablockern darf die Behandlung nicht unvermittelt abgebrochen werden. Die Dosis ist über einen Zeitraum von 7 bis 14 Tagen schrittweise auszuschleichen. Entweder ist eine äquivalente Dosis eines anderen Betablockers zu verabreichen oder Propranolol muss schrittweise abgesetzt werden. Die Patienten sollten während dieses Zeitraums überwacht werden, insbesondere Patienten mit koronarer Herzkrankheit. Eine Risiko-Nutzen-Abwägung des Absetzens eines Betablockers muss für jeden Patienten einzeln durchgeführt werden.
Ältere Patienten
Es liegen widersprüchliche Belege hinsichtlich des Verhältnisses zwischen Blutspiegel und Alter vor. Propranolol ist bei der Behandlung älterer Personen mit Vorsicht anzuwenden. Es wird empfohlen, die Behandlung mit der niedrigsten Dosis zu beginnen. Die beste Dosis ist individuell anhand des klinischen Ansprechens festzulegen.
Kinder und Jugendliche
Arrhythmien
Die Dosierung ist entsprechend dem kardialen Status des Patienten und den Umständen, die eine Behandlung erforderlich machen, festzulegen. Die Dosis ist individuell festzulegen, wozu der nachfolgende Leitfaden verwendet werden kann: Kinder und Jugendliche: 0,25 - 0,5 mg/kg 3- bis 4-mal täglich, angepasst an das klinische Ansprechen.
Migräne
Oral: Unter 12 Jahren: 20 mg zwei- oder dreimal täglich. Älter als 12 Jahre: Dosis für Erwachsene. Art der Anwendung
Zum Einnehmen
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Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
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Nicht adäquat behandelte kardiale Dekompensation
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Sick-Sinus-Syndrom/SA-Block
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Bronchospasmus oder Bronchialasthma, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung in der Krankengeschichte
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Metabolische Azidose
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AV-Block zweiten und dritten Grades
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Patienten, die anfällig sind für Hypoglykämie, z. B. infolge von ausgedehntem Fasten oder begrenzter Reserve zur Gegenregulierung
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Kardiogener Schock
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Unbehandeltes Phäochromozytom
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Schwere Bradykardie
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Schwere Hypotonie
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Schwere periphere arterielle Durchblutungsstörungen
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Prinzmetal-Angina
Wie für andere Betablocker gilt für Propranolol:
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trotz der Kontraindikation bei unkontrollierter Herzinsuffizienz (siehe Abschnitt 4.3) ist eine Anwendung bei Patienten möglich, deren Herzinsuffizienz-Symptomatik unter Kontrolle ist. Bei Patienten mit geringer kardialer Reserve ist Vorsicht geboten.
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darf nicht gemeinsam mit Calciumantagonisten mit negativ-inotropen Wirkungen (z. B. Verapamil, Diltiazem) angewendet werden, da es zu einer Übersteigerung dieser Wirkungen führen kann, insbesondere bei Patienten mit beeinträchtigter ventrikulärer Funktion und/oder SA- oder AV-Anomalien der Erregungsleitung. Dadurch kann es zu schwerer Hypotonie, Bradykardie und Herzinsuffizienz kommen. Weder Betablocker noch Calciumantagonisten sollten innerhalb von 48 Stunden nach dem Absetzen der jeweils anderen Substanz intravenös verabreicht werden.
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trotz der Kontraindikation bei schweren peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen (siehe Abschnitt 4.3) kann Propranolol unter Umständen auch weniger schwere periphere arterielle Durchblutungsstörungen verschlimmern.
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aufgrund seiner negativen Auswirkung auf die Leitungszeit ist bei der Verabreichung an Patienten mit AV-Block ersten Grades Vorsicht geboten.
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kann Anzeichen und Symptome von Hypoglykämie (insbesondere Tachykardie) blockieren/modifizieren. Gelegentlich verursacht Propranolol Hypoglykämie, selbst bei nicht-diabetischen Patienten wie z. B. Neugeborenen, Säuglingen, Kindern, älteren Patienten, Hämodialyse-Patienten oder Patienten mit chronischer Leberkrankheit sowie Patienten nach einer Überdosierung.
Bei einzelnen Patienten kam es bei einer mit Propranolol in Zusammenhang stehenden schweren Hypoglykämie in seltenen Fällen zu Krampfanfällen und/oder Koma. Bei Diabetes-Patienten ist bei der gleichzeitigen Anwendung von Propranolol und hypoglykämischen Therapien Vorsicht geboten. Propranolol kann das Ansprechen auf die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin verlängern (siehe Abschnitt 4.3).
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kann die Symptome einer Thyreotoxikose maskieren.
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sollte nicht bei einem vorliegenden unbehandelten Phäochromozytom angewendet werden. Bei Patienten mit einem Phäochromozytom kann jedoch gleichzeitig ein Alphablocker gegeben werden.
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verringert infolge seiner pharmakologischen Wirkung die Herzfrequenz. Im seltenen Fall, dass ein behandelter Patient Symptome entwickelt, die auf eine niedrige Herzfrequenz zurückzuführen sein könnten, kann die Dosis verringert werden.
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kann eine schwerere Reaktion auf verschiedene Allergene verursachen, wenn es an Patienten mit anamnestisch bekannten anaphylaktischen Reaktionen auf diese Allergene verabreicht wird.
Solche Patienten reagieren möglicherweise nicht auf die zur Behandlung von allergischen Reaktionen üblicherweise verabreichten Adrenalin-Dosen.
Ein abruptes Absetzen von Betablockern ist zu vermeiden. Die Dosis ist über einen Zeitraum von 7 bis 14 Tagen schrittweise auszuschleichen. Die Patienten sollten während des Ausschleichens überwacht werden, insbesondere Patienten mit koronarer Herzkrankheit.
Ist bei einem Patienten ein operativer Eingriff geplant, und wurde entschieden, die Betablocker-Therapie zu unterbrechen, sollte dies mindestens 48 Stunden vor dem Eingriff erfolgen. Eine Risiko-Nutzen-Abwägung des Absetzens eines Betablockers muss für jeden Patienten einzeln durchgeführt werden.
Da die Halbwertszeit bei Patienten mit signifikanter Leber- oder Nierenfunktionsstörung erhöht sein kann, ist bei Einleitung der Behandlung und Auswahl der Anfangsdosis Vorsicht geboten.
Propranolol muss bei Patienten mit dekompensierter Zirrhose mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.2). Bei Patienten mit portaler Hypertonie kann sich die Leberfunktion verschlechtern und eine hepatische Enzephalopathie entwickeln. Es liegen Berichte vor, die darauf hindeuten, dass die Behandlung mit Propranolol das Risiko für die Entwicklung einer hepatischen Enzephalopathie erhöht (siehe Abschnitt 4.2).
Bei Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung können nichtselektive Betablocker wie Propranolol den obstruktiven Zustand verschlimmern. Daher darf Propranolol bei dieser Erkrankung nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).
Bronchospasmus kann durch Anwendung von beta 2-agonistischen Bronchodilatatoren wie Salbutamol in der Regel behoben werden. Eventuell sind hohe Dosen des Beta-Bronchodilatators erforderlich, um die durch Propranolol hervorgerufene Betablockade zu überwinden, und die Dosis ist entsprechend dem klinischen Ansprechen zu titrieren. Sowohl eine intravenöse als auch inhalative Anwendung sind zu erwägen. Die Anwendung von intravenös zu verabreichendem Aminophyllin und/oder die Anwendung von Ipratropium (über einen Vernebler verabreicht) sind ebenfalls zu erwägen. Es wurde berichtet, dass Glucagon (1 bis 2 mg intravenös verabreicht) ebenfalls eine bronchodilatatorische Wirkung bei Asthma-Patienten hat. Sauerstoff oder eine künstliche Beatmung kann in schweren Fällen erforderlich sein.
Vereinzelte Berichte über ein Myasthenia gravis-ähnliches Syndrom oder eine Verschlechterung von Myasthenia gravis wurde bei Patienten berichtet, die Propranolol erhielten.
Interferenz mit Labortests
Es liegen Berichte vor, denen zufolge Propranolol die Bestimmung von Bilirubin im Serum anhand der Diazo-Methode beeinträchtigt sowie die Bestimmung von Katecholaminen anhand von Fluoreszenz-basierenden Methoden.
Lactose
Propranolol PUREN enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Propranolol PUREN nicht anwenden.
Natrium
Propranolol PUREN enthält Natrium. Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Filmtablette, d. h., es ist nahezu „natriumfrei“.
Nicht empfohlene Kombination
Die kombinierte Anwendung von Betablockern und Calciumantagonisten mit negativ-inotropen Wirkungen (z. B. Verapamil, Diltiazem) kann zu einer Übersteigerung der negativen AV-Erregungsleitung und Sinusknotenfunktion führen, insbesondere bei Patienten mit beeinträchtigter ventrikulärer Funktion und/oder SA- oder AV-Anomalien der Erregungsleitung. Dadurch kann es zu schwerer Hypotonie und Bradykardie kommen. Die Kombination mit Propranolol ist zu vermeiden, insbesondere bei Patienten mit kardialer Dekompensation.
Die gemeinsame Anwendung mit Sympathomimetika, wie z. B. Adrenalin, kann der Wirkung von Betablockern entgegenwirken. Vorsicht ist geboten bei der parenteralen Verabreichung von adrenalinhaltigen Zubereitungen bei Patienten, die Betablocker einnehmen, da es in seltenen Fällen zu Vasokonstriktion, Hypertonie und Bradykardie kommen kann.
Beta-agonistische Bronchodilatatoren
Da nicht-kardioselektive Betablocker den bronchodilatatorischen Wirkungen von beta-agonistischen Bronchodilatatoren entgegenwirken, ist Propranolol bei Patienten mit Asthma kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Fingolimod
Verstärkung der bradykardialen Wirkungen mit möglicherweise tödlichem Ausgang. Bei Patienten, die Betablocker erhalten, darf keine Behandlung mit Fingolimod begonnen werden. Bei einer gemeinsamen Anwendung wird eine angemessene Überwachung bei Behandlungsbeginn empfohlen, zumindest aber über Nacht.
Barbiturate
Barbiturate verringern die Plasmaspiegel und die Wirkungen von Betablockern. Als potente Induktoren von Leberenzymen können Barbiturate die Verstoffwechselung von Propranolol verstärken.
Propafenon
Propafenon kann die Plasmaspiegel von Propranolol bis zu 100 % erhöhen. Der Grund dafür ist vermutlich, dass Propranolol teilweise durch das gleiche Enzym verstoffwechselt wird wie Propafenon (CYP2D6). Diese Kombination ist auch deshalb nicht ratsam, da Propafenon negativ-inotrope Wirkungen hat.
Warfarin
Propranolol kann zu einer Verringerung der Clearance und einem Anstieg der Plasmakonzentrationen von Warfarin führen.
MAO-Hemmer
Die gleichzeitige Anwendung von MAO-Hemmern (Ausnahme: MAO B-Hemmer) mit Antihypertensiva kann die blutdrucksenkende Wirkung mindern und zu hypertensiven Reaktionen führen.
Glykoside
Digitalisglykoside können zusammen mit Betablockern die atrioventrikuläre Leitungsszeit verlängern.
Kombination, die mit Vorsicht anzuwenden ist und bei der eine Dosisanpassung erforderlich sein kann
Amiodaron
Einige wenige Fallberichte deuten darauf hin, dass es bei mit Amiodaron behandelten Patienten bei gleichzeitiger Gabe von Propranolol zu einer schweren Sinusbradykardie kommen kann. Da Amiodaron eine besonders lange Halbwertszeit (ungefähr 50 Tage) aufweist, können Wechselwirkungen auch lange nach Absetzen der Therapie auftreten.
Antiarrhythmika der Klasse I (Disopyramid, Chinidin)
Antiarrhythmika der Klasse I und Betablocker weisen additive negativ-inotrope Wirkungen auf, was bei Patienten mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion zu Hypotonie und schweren hämodynamischen Nebenwirkungen führen kann.
Nichtsteroidale Antiphlogistika/Antirheumatika (NSAR)
Entzündungshemmende Arzneimittel vom NSAR-Typ heben die blutdrucksenkende Wirkung von Betablockern auf. Dies wurde hauptsächlich mit Indometacin untersucht. In einer Studie mit Diclofenac war keine derartige Wechselwirkung nachweisbar. Daten zu COX 2-Hemmern liegen nicht vor.
Cimetidin
Cimetidin erhöht die Plasmaspiegel von Propranolol, was wahrscheinlich auf die Hemmung des First-Pass-Metabolismus zurückzuführen ist. Bei oralen Dosen besteht z. B das Risiko für Bradykardie.
Alkohol
Bei gleichzeitiger Anwendung von Alkohol können die Plasmaspiegel von Propranolol erhöht werden.
Anästhetika
Die gleichzeitige Anwendung von Beta-Adrenozeptorantagonisten und Anästhetika kann Reflextachykardien unterdrücken und das Risiko einer Hypotonie verstärken (siehe Abschnitt 4.4).
Generell muss ein abruptes Absetzen der Betablockerbehandlung vermieden werden. Der Anästhesist muss informiert werden, wenn der Patient Beta-Adrenozeptorantagonisten erhält. Anästhetika, die eine Myokarddepression verursachen, sind zu vermeiden.
Epinephrin (Adrenalin)
Eine Anzahl von Berichten liegt vor, in denen über schwere Hypertonie und Bradykardie berichtet wird bei Patienten, die mit Propranolol und Epinephrin behandelt wurden. Diese klinischen Beobachtungen wurden in Studien an gesunden Freiwilligen bestätigt. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass die intravasale Gabe von Epinephrin diese Reaktionen hervorrufen kann.
Fluvoxamin
Fluvoxamin hemmt die oxidative Verstoffwechselung von Propranolol und erhöht dessen Plasmakonzentration. Dadurch kann es zu schwerer Bradykardie kommen.
Zentral wirksame Antihypertensiva (Clonidin, Moxonidin, Methyldopa)
Durch die gleichzeitige Anwendung zentral wirksamer Antihypertensiva kann die Herzinsuffizienz aufgrund einer Verringerung des zentralen Sympathikotonus (Reduktion von Herzfrequenz und kardialem Auswurf, Vasodilatation) verschlimmert werden. Durch ein abruptes Absetzen kann, insbesondere wenn dies vor dem Absetzen des Betablockers geschieht, das Risiko einer „Rebound-Hypertonie“ verstärkt werden.
Werden die beiden Arzneimittel gemeinsam verabreicht, sollte der Betablocker mehrere Tage vor dem Absetzen von Clonidin nicht mehr verabreicht werden. Wenn Clonidin durch eine Betablocker-Therapie ersetzt wird, sollte zwischen dem Absetzen von Clonidin und der Verabreichung der Betablocker einige Tage abgewartet werden.
Rifampicin
Die Verstoffwechselung von Propranolol kann durch den potenten Leberenzym-Induktor Rifampicin erhöht werden.
Alphablocker:
Die gleichzeitige Anwendung mit Alphablockern erhöht das Risiko einer Hypotonie, insbesondere dem Orthostasesyndrom, sowie Tachykardie und Palpitationen.
Dihydropyridin-Calciumkanalblocker: z. B. Nifedipin
Die gleichzeitige Anwendung kann das Risiko einer Hypotonie erhöhen, und bei vorliegender latenter Herzinsuffizienz kann es zum Herzversagen kommen.
Chlorpromazin
Die gemeinsame Anwendung von Chlorpromazin mit Propranolol kann zu einem ausgeprägten Anstieg der Plasmaspiegel beider Arzneimittel führen und so deren Auswirkungen auf die Herzfrequenz und den Blutdruck verstärken als auch die antipsychotische Wirkung von Chlorpromazin und die antihypertensive Wirkung von Propranolol.
Lidocain
Die Anwendung von Propranolol während der Infusion von Lidocain kann zu einem Anstieg der Plasmakonzentration von Lidocain um ungefähr 30 % führen. Patienten, die bereits Propranolol erhalten, neigen zu höheren Lidocain-Spiegeln als Patienten, die kein Propranolol erhalten. Die Kombination ist zu vermeiden.
Arzneimittel gegen Migräne
Bei der gleichzeitigen Behandlung mit Propranolol hemmte dieses den First-Pass-Metabolismus von Rizatriptan, dessen AUC um 70 80 % anstieg. Bei einer Kombinationstherapie wird eine Dosis von 5 mg Rizatriptan empfohlen. Ergotamin mit Propranolol führte zu Berichten über vasospastische Reaktionen bei manchen Patienten.
Theophyllin
Propranolol verringert die metabolische Clearance von Theophyllin um etwa 30 % bei Dosen von 120 mg/Tag und um 50 % bei Dosen von 720 mg/Tag.
Insulin und orale Antidiabetika
Die gleichzeitige Anwendung kann bestimmte Symptome einer Hypoglykämie maskieren (Palpitationen, Tachykardie). Propranolol kann das Ansprechen auf die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin verlängern.
Tabak
Das Rauchen von Tabak kann die positiven Wirkungen von Betablockern auf die Herzfrequenz und den Blutdruck verringern.
Laboruntersuchungen
Beeinträchtigung von Laboruntersuchungen: Es liegen Berichte vor, denen zufolge Propranolol die Bestimmung von Bilirubin im Serum anhand der Diazo-Methode beeinträchtigt, sowie die Bestimmung von Katecholaminen anhand von Fluoreszenz-basierenden Methoden.
Schwangerschaft
Wie alle Arzneimittel darf Propranolol nur dann während der Schwangerschaft angewendet werden, wenn dies unerlässlich ist. Es liegen keine Hinweise für eine Teratogenität von Propranolol vor.
Betablocker verringern allerdings die Perfusion der Plazenta, was zum Tod des Fetus im Uterus und zu unreifen Neugeborenen und Frühgeburten führen kann. Zusätzlich können Nebenwirkungen auftreten (insbesondere Hypoglykämie und Bradykardie bei Neugeborenen sowie Bradykardie beim ungeborenen Kind). Bei Neugeborenen besteht während der postnatalen Phase ein erhöhtes Risiko für kardiale und pulmonale Komplikationen.
Stillzeit
Die meisten Betablocker, insbesondere lipophile Verbindungen, gehen in die Muttermilch über, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. Daher wird das Stillen nach Anwendung dieser Verbindungen nicht empfohlen.
Fertilität
Auch wenn in der Literatur einige reversible Auswirkungen auf die männliche und weibliche Fertilität bei erwachsenen Ratten, die hohe Dosen Propranolol erhielten, berichtet werden, zeigte die Studie an juvenilen Tieren keine Auswirkung auf die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).
Propranolol hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Es ist zu berücksichtigen, dass gelegentlich Schwindelgefühl oder Ermüdung auftreten können.
Propranolol wird meistens gut vertragen. In klinischen Studien waren die berichteten Nebenwirkungen normalerweise auf die pharmakologischen Wirkungen von Propranolol zurückzuführen.
Die mit Propranolol in Zusammenhang stehenden Nebenwirkungen werden nachfolgend entsprechend Systemorganklasse und Häufigkeit aufgelistet. Die Häufigkeiten werden wie folgt definiert: Sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100); selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000); sehr selten (< 1/10.000); nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
| Systemorgan klasse | Häufig | Gelegent lich | Selten | Sehr selten | Nicht bekannt |
| Erkrankung en des Blutes und des Lymphsystems | Thrombozytop enie | Agranulozytose | |||
| Erkrankung en des Immunsystems | Angioödem | ||||
| Stoffwechsel- und Ernährungss törungen | Hypoglykämie wurde bei Neugeborenen, Säuglingen, Kindern, älteren Patienten, Hämodialyse-Patienten, Patienten unter gleichzeitiger Antidiabetika-Therapie, lang fastenden Patienten und Patienten mit chronischer Leberkrankheit berichtet.Änderungen des Fettstoffwechsels (Änderungen der Konzentrationen von Triglyzeriden und Cholesterin im Blut). Eine schwere Hypoglykämie kann in seltenen Fällen zu Krampfanfällenoder Koma führen. | ||||
| Psychiatrisc he Erkrankungen | Schlafstörung en, Albträume | Halluzinatione n, Psychosen, Änderung derLaune | Depression | ||
| Erkrankung en des Nervensyste ms | Verwirrtheit, Gedächtnisverl ust, Parästhesie, Schwindelgefü hl | Vereinzelte Berichte über ein Myasthenia gravis-ähnliches Syndrom oder eine Verschlechterungvon Myasthenia gravis liegen vor | Kopfschmerz, Krampfanfälle aufgrund von Hypoglykämie |
| Systemorgan klasse | Häufig | Gelegent lich | Selten | Sehr selten | Nicht bekannt |
| Augenerkra nkungen | Trockene Augen, Sehstörungen | Konjunktivitis | |||
| Herzerkrank ungen | Bradykardie, kalte Extremitäten | Verschlimmer ung einer Herzinsuffizie nz, Auslösen eines Herzblocks, lageabhängige Hypotonie, die mit Synkope einhergehenkann | Verschlimmeru ng von Angina pectoris-Anfällen | ||
| Gefäßerkran kungen | Raynaud-Syndrom | Exazerbation der Claudicatiointermittens | |||
| Erkrankung en der Atemwege, des Brustraums und Mediastinu ms | Atemlosigkeit | Bei Patienten mit Bronchialasth ma oder anamnestisch bekannten asthmatischen Beschwerden können Bronchospasm en auftreten, manchmal mit tödlichemAusgang | Dyspnoe | ||
| Erkrankung en des Gastrointesti naltrakts | Gastroint estinale Störung wie Übelkeit, Erbreche n,Diarrhoe | Obstipation, Mundtrockenhe it | |||
| Erkrankung en der Haut und des Unterhautzel lgewebes | Purpura, Alopezie, psoriasisförmi ge Hautreaktione n, Exazerbation einer Psoriasis,Hautausschläg e | Einzelfälle von Hyperhidrosis wurden berichtet | |||
| Skelettmusk ulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | Arthralgie |
| Systemorgan klasse | Häufig | Gelegent lich | Selten | Sehr selten | Nicht bekannt |
| Erkrankung en der Nieren und Harnwege | Verringerung der Durchblutung der Nieren undder GFR | ||||
| Erkrankung en der Geschlechtso rgane und derBrustdrüse | Impotenz | ||||
| Allgemeine Erkrankung en und Beschwerde n amVerabreichu ngsort | Ermüdung und/oder Mattigkeit (häufig vorübergehen d) | Schwindelgefü hl | |||
| Untersuchun gen | Ein Anstieg der antinukleären Antikörper (ANA) wurde beobachtet, allerdings ist die klinische Relevanz dieserBeobachtung unklar |
Das Absetzen des Arzneimittels sollte in Betracht gezogen werden, falls nach klinischer Beurteilung das Wohlbefinden des Patienten durch eine der oben genannten Reaktionen nachteilig beeinflusst wird. Die Beendigung der Therapie mit einem Betablocker hat schrittweise zu erfolgen (siehe Abschnitt 4.4). Für den seltenen Fall einer Unverträglichkeit in Form von Bradykardie und Hypotonie ist das Arzneimittel abzusetzen und bei Bedarf eine Behandlung wie nach einer Überdosierung einzuleiten (siehe Abschnitt 4.9).
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Toxizität
Patienten weisen ein großes unterschiedliches Ansprechverhalten auf. Bei Erwachsenen wurden Todesfälle nach der Einnahme von 2 g berichtet, und die Einnahme von mehr als 40 mg kann bei Kindern zu schwerwiegenden Problemen führen.
Symptome
Kardial - Es können Bradykardie, Hypotonie, Lungenödem, Synkope und kardiogener Schock auftreten. Überleitungsstörungen wie ein AV-Block ersten oder zweiten Grades können auftreten. In seltenen Fällen können Arrhythmien auftreten. Die Entstehung kardiovaskulärer Komplikationen ist wahrscheinlicher, wenn zusätzlich andere kardioaktive Arzneimittel, insbesondere Calciumantagonisten, Digoxin, zyklische Antidepressiva oder Neuroleptika eingenommen wurden. Bei älteren Personen und solchen mit einer ischämischen Herzkrankheit als Grunderkrankung besteht das Risiko für die Entstehung einer schweren kardiovaskulären Beeinträchtigung.
ZNS - Es können Benommenheit, Verwirrtheit, Krampfanfälle, Halluzinationen, erweiterte Pupillen und in schweren Fällen Koma auftreten. Neurologische Anzeichen wie Koma oder Ausbleiben der Pupillenreaktion sind unzuverlässige prognostische Indikatoren während der Reanimation.
Andere Merkmale - Es können Bronchospasmus, Erbrechen und gelegentlich ZNS-vermittelte Atemdepression auftreten. Das Konzept der Kardioselektivität trifft bei einer Überdosierung weniger zu, und systemische Auswirkungen einer Betablockade beinhalten Bronchospasmus und Zyanose.
Dies betrifft besonders Personen mit vorbestehender Atemwegserkrankung. Hypoglykämie und Hypokalzämie treten selten auf, und gelegentlich kann es zu generalisiertem Spasmus kommen.
Behandlung
In Fällen von Überdosierung oder einem extremen Abfall der Herzfrequenz oder des Blutdrucks muss die Behandlung mit Propranolol abgebrochen werden. Zusätzlich zu Maßnahmen der primären Giftelimination müssen unter intensivmedizinischen Bedingungen die Vitalparameter überwacht und entsprechend korrigiert werden. Im Falle eines Herzstillstands ist eine Reanimation über mehrere Stunden angezeigt.
Dazu gehören allgemeine symptomatische und unterstützende Maßnahmen, einschließlich der Freihaltung der Atemwege und Überwachung der Vitalzeichen, bis sich der Zustand stabilisiert hat. Die Anwendung von Aktivkohle (50 g bei Erwachsenen, 1 g/kg bei Kindern) kann erwogen werden, wenn ein Erwachsener innerhalb 1 Stunde nach Einnahme einer Dosis, die über der therapeutischen liegt, oder ein Kind, und zwar unabhängig von der Menge, vorstellig werden. Ist eine Magenspülung erforderlich, ist vorher Atropin zu geben, da das Risiko einer vagalen Stimulation besteht. Bei Erwachsenen kann alternativ eine Magenspülung innerhalb von 1 Stunde nach Einnahme einer potenziell lebensbedrohlichen Überdosis in Erwägung gezogen werden.
Eine exzessive Bradykardie kann mit hochdosiertem Atropin (3 mg intravenös bei Erwachsenen und 0,04 mg/kg bei Kindern) und/oder einem Herzschrittmacher behandelt werden.
Bei schwerer Hypotonie, Herzinsuffizienz oder kardiogenem Schock bei Erwachsenen sollten 5 mg 10 mg Glucagon (50 - 150 Mikrogramm/kg bei Kindern) als i.v. Bolusinjektion über 10 Minuten hinweg gegeben werden, um mögliches Erbrechen zu vermeiden, gefolgt von einer Infusion von 1 - 5 mg/Stunde (50 Mikrogramm/kg/Stunde), deren Dosis entsprechend dem klinischen Ansprechen zu titrieren ist. Steht kein Glucagon zur Verfügung oder liegen eine schwere Bradykardie und Hypotonie vor, bei denen Glucagon zu keiner Verbesserung führt, kann der betablockierenden Wirkung entgegengewirkt werden durch eine langsame intravenöse Gabe von Isoprenalinhydrochlorid, Dopamin oder Noradrenalin. Bei schwerer Hypotonie kann eine zusätzliche inotrope Unterstützung mit einem Beta-Agonisten wie Dobutamin (2,5 - 40 Mikrogramm/kg/min) erforderlich sein (Erwachsene und Kinder). Wahrscheinlich sind diese Dosen nicht ausreichend, um die kardialen Auswirkungen einer Betablockade nach einer großen Überdosis umzukehren. Daher sollte die Dobutamin-Dosis bei Bedarf erhöht werden, um, entsprechend dem klinischen Zustand des Patienten, die gewünschte Reaktion zu erzielen.
Bei Bronchospasmen sind 2,5 mg - 5 mg Salbutamol zu verabreichen. Intravenöses Aminophyllin kann in schweren Fällen von Nutzen sein (5 mg/kg über 30 min, gefolgt von einer Infusion von 0,5 - 1 mg/kg/Stunde). Nimmt der Patient Theophyllin oder Aminophyllin oral ein, darf die initiale Sättigungsdosis nicht 5 mg/kg betragen.
Zur Erhöhung der Herzfrequenz kann ein Herzschrittmacher von Nutzen sein, wobei jedoch nicht immer eine infolge einer Myokard-Depression auftretende Hypotonie korrigiert wird.
Bei generalisierten Spasmen kann eine intravenöse Diazepam-Dosis (0,1 - 0,3 mg/kg Körpergewicht) langsam verabreicht werden.
Pharmakologische Eigenschaften - Propranolol 10 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Beta-Adrenozeptorantagonisten, nichtselektiv (Betablocker), ATC-Code: C07AA05
Wirkmechanismus und pharmakodynamische Wirkungen
Propranolol ist ein kompetitiver Antagonist, der sowohl an Beta-1- als auch Beta-2-Adrenozeptoren bindet. Es übt keine agonistische Aktivität am Beta-Adrenozeptor aus, verfügt bei Konzentrationen oberhalb 1 bis 3 mg/Liter jedoch über membranstabilisierende Eigenschaften, auch wenn derartige Konzentrationen während einer oralen Therapie selten erreicht werden.
Die kompetitive Betablockade beim Menschen wurde anhand einer Parallelverschiebung nach rechts in der Dosis-Wirkungs-Kurve der Herzfrequenz bei Beta-Agonisten wie Isoprenalin gezeigt.
Propranolol hat wie andere Betablocker negativ-inotrope Wirkungen, weshalb seine Anwendung bei unkontrollierter Herzinsuffizienz kontraindiziert ist.
Propranolol ist ein racemisches Gemisch, bei dem die aktive Form das S (-)-Isomer ist. Mit Ausnahme der Hemmung der Umwandlung von Thyroxin in Triiodthyronin ist es unwahrscheinlich, dass zusätzliche begleitende Eigenschaften von R (+)-Propranolol zu verschiedenen therapeutischen Wirkungen im Vergleich mit dem racemischen Gemisch führen.
Propranolol wirkt bei allen Ethnien und wird auch gut vertragen, wenngleich das Ansprechen bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe geringer ausfallen kann.
Nach intravenöser Anwendung beträgt die Halbwertszeit von Propranolol im Plasma ungefähr
2 Stunden, und das Verhältnis von Metaboliten zur Ausgangssubstanz im Blut ist niedriger als nach oraler Gabe. Vor allem 4-Hydroxypropranolol ist nach intravenöser Anwendung nicht nachweisbar. Nach oraler Anwendung wird Propranolol vollständig resorbiert, und bei fastenden Patienten treten maximale Plasmakonzentrationen 1 bis 2 Stunden nach Dosisgabe auf. Propranolol wird überall im Körper schnell verteilt, wobei die höchsten Spiegel in Lunge, Leber, Niere, Gehirn und Herz vorzufinden sind. Die Proteinbindung von Propranolol ist hoch (80 bis 95 %).
In der Leber werden bis zu 90 % einer oralen Dosis eliminiert, wobei die Eliminationshalbwertszeit 3 bis 6 Stunden beträgt.
Pharmazeutische Angaben - Propranolol 10 mg
Tablettenkern Mikrokristalline Cellulose Lactose-Monohydrat Maisstärke
Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.) Povidon (K-30)
Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]
Filmüberzug Hypromellose Macrogol 6000 Titandioxid
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Propranolol PUREN Filmtabletten sind erhältlich in
Blisterpackung: Weißes, lichtundurchlässiges PVC - Aluminium
Packungsgrößen:
Blisterpackungen: 20, 28, 30, 50, 56, 60, 90, 98, 100 Filmtabletten
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.