Cefepim-MIP 1 g Pulver zur Herstellung einer Injektions- oder Infusionslösung
Verschreibungsinformationen
Versicherungsliste
Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
Letzte Aktualisierung der Fachinformation

Mediately App verwenden
Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.
Über 36k bewertungen
Fachinfo - Cefepim-MIP 1 g
Cefepim-MIP wird angewendet zur Behandlung der nachfolgend genannten schweren Infektionen, die durch Cefepim-empfindliche Erreger verursacht werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).
Erwachsene und Kinder über 12 Jahre und einem Körpergewicht von ≥ 40 kg:
-
Pneumonie
-
Komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis)
-
Komplizierte Infektionen des Bauchraumes
-
Peritonitis in Verbindung mit Dialyse bei Patienten mit kontinuierliche ambulanter Peritonealdialyse (CAPD)
Erwachsene:
-
Akute Infektionen der Gallenblase und der Gallenwege
Kinder im Alter ab 2 Monaten bis 12 Jahren und einem Körpergewicht von ≤ 40 kg:
-
Pneumonie
-
Komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis)
-
Bakterielle Meningitis (siehe Abschnitt 4.4)
Behandlung von Patienten mit Bakteriämie, die im Zusammenhang oder bei vermutetem Zusammenhang mit einer der oben angeführten Infektionen auftritt.
Cefepim kann zur empirischen Behandlung bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern im Alter von 2 Monaten bis 12 Jahren mit febriler Neutropenie, bei der eine bakterielle Infektion als Ursache vermutet wird, eingesetzt werden. Bei Patienten mit hohem Risiko für schwere Infektionen (z.B. Patienten mit kürzlich erfolgter Knochenmarktransplantation, mit niedrigem Blutdruck bei der Vorstellung, mit zugrunde liegender hämatologischer Malignität oder schwerer oder lang anhaltender Neutropenie), kann eine antimikrobielle Monotherapie ungeeignet sein. Die Datenlage für die Wirksamkeit einer Cefepim-Monotherapie ist bei solchen Patienten unzureichend. Eine Kombinationstherapie mit einem Antibiotikum aus der Gruppe der Aminoglykoside oder der Glykopeptide ist unter Berücksichtigung des individuellen Risikoprofils des Patienten gegebenenfalls zu empfehlen.
Cefepim sollte gemeinsam mit anderen antibakteriellen Substanzen angewendet werden, wenn die mögliche Bandbreite der verursachenden Bakterien nicht vom Wirkspektrum von Cefepim abgedeckt wird.
Die offiziellen Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antibakteriellen Wirkstoffen sind zu berücksichtigen.
Cefepim kann nach der Rekonstitution intravenös verabreicht werden, entweder als langsame Injektion über einen Zeitraum von 3 bis 5 Minuten oder als Kurzzeitinfusion über einen Zeitraum von etwa 30 Minuten.
Dosierung und Art der Anwendung orientieren sich an Art und Schwere der Infektion, Empfindlichkeit der Erreger, der Nierenfunktion und dem Allgemeinzustand des Patienten.
Dosierung bei Patienten mit normaler Nierenfunktion:
Erwachsene und Jugendliche über 40 kg Körpergewicht (etwa über 12 Jahre):
| Einzeldosis und Dosierungsintervall | |
| Schwere Infektionen: | Sehr schwere Infektionen: |
| 2,0 g alle 12 Stunden | 2,0 g alle 8 Stunden |
-
Bakteriämie
-
Pneumonie
-
Komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis)
-
Akute Infektionen der Gallenblase und der Gallenwege
-
Komplizierte Infektionen des Bauchraumes
-
Empirische Behandlung bei Patienten mit febriler Neutropenie
Säuglinge und Kinder (ab 1 Monat bis 12 Jahre und/oder einem Körpergewicht von ≤ 40 kg, mit normaler Nierenfunktion)
| Einzeldosis (mg/kg Körpergewicht), Dosierungsintervall und Behandlungsdauer | ||
| Schwere Infektionen: | Sehr schwere Infektionen: | |
| Kinder ab 2 Monate, Körpergewicht ≤ 40 kg: | 50 mg/kg alle 12 Stunden schwerere Infektionen: 50 mg/kg alle 8 StundenDauer: 10 Tage | 50 mg/kg alle 8 StundenDauer: 7-10 Tage |
| Säuglinge von 1 bis weniger als 2 Monate: | 30 mg/kg alle 12 Stunden schwerere Infektionen: 30 mg/kg alle 8 StundenDauer: 10 Tage | 30 mg/kg alle 8 StundenDauer: 7-10 Tage |
-
Pneumonie
-
Komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis)
-
Bakteriämie
-
Bakterielle Meningitis
-
Empirische Behandlung bei Patienten mit febriler Neutropenie
Die Erfahrungen bei Säuglingen unter 2 Monaten sind begrenzt. Die Dosierungsempfehlungen von 30 mg/kg alle 12 oder 8 Stunden wurden aus den pharmakokinetischen Daten bei Kindern über 2 Monaten abgeleitet und werden als geeignet für Säuglinge im Alter von 1 bis weniger als 2 Monaten erachtet.
Bei Kindern mit einem Körpergewicht von > 40 kg gilt die Dosierungsempfehlung für Erwachsene.
Bei Patienten über 12 Jahren mit einem Körpergewicht von < 40 kg sollten die Dosierungsempfehlungen für jüngere Patienten mit einem Körpergewicht von < 40 kg angewendet werden.
Die empfohlene Maximaldosis für Erwachsene von 2 g alle 8 h sollte nicht überschritten werden.
Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion muss eine Dosisanpassung erfolgen, um die langsamere Ausscheidung durch die Niere auszugleichen.
Erwachsene und Jugendliche (>12 Jahren und einem Körpergewicht von über 40 kg ):
Für Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion wird eine Startdosis von 2,0 g Cefepim empfohlen.
In der folgenden Tabelle ist die daran anschließende Erhaltungsdosierung angegeben:
| Kreatinin-Clearance [ml/min] | Empfohlene Erhaltungsdosierung:Einzeldosis und Dosierungsintervall | |
| Schwere Infektionen: | Sehr schwere Infektionen: | |
| > 50 (übliche Dosis, keineDosisanpassung erforderlich) | 2 g alle 12 h | 2 g alle 8 h |
| 30-50 | 2 g alle 24 h | 2 g alle 12 h |
| 11-29 | 1 g alle 24 h | 2 g alle 24 h |
| ≤ 10 | 0,5 g alle 24 h | 1 g alle 24 h |
-
Bakteriämie
-
Pneumonie
-
Komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis)
-
Akute Infektionen der Gallenblase und der Gallenwege
-
Komplizierte Infektionen des Bauchraumes
-
Empirische Behandlung bei Patienten mit febriler Neutropenie
Dialyse-Patienten:
Bei Hämodialyse-Patienten werden circa 68% der zu Beginn der Dialyse im Körper befindlichen Gesamtmenge an Cefepim während einer Dialyse über 3 Stunden ausgeschieden. Ein pharmakokinetisches Modelling weist darauf hin, dass bei diesen Patienten eine Dosisreduktion notwendig ist. Folgende Dosierung wird empfohlen:
Die Anfangsdosis von 1 g am ersten Behandlungstag mit Cefepim, an den folgenden Tagen 500 mg pro Tag bei allen Infektionen außer bei febriler Neutropenie. Hierfür beträgt die empfohlene Dosis 1 g pro Tag.
An den Dialysetagen sollte Cefepim nach Beendigung der Dialyse verabreicht werden. Cefepim sollte möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit verabreicht werden.
Bei Patienten, die eine kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse (CAPD) erhalten, wird folgende Dosierung empfohlen:
-
1 g Cefepim alle 48 Stunden bei schweren Infektionen (Bakteriämie, Pneumonie, komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis), akute Infektionen der Gallenblase und der Gallenwege)
-
2 g Cefepim alle 48 Stunden bei sehr schweren Infektionen (Infektionen des Bauchraumes, Peritonitis, empirische Behandlung von Patienten mit febriler Neutropenie)
Säuglinge ab 1 Monat und Kinder bis zu 12 Jahren mit einem Körpergewicht von ≤ 40 kg
Eine Dosis von 50 mg/kg bei Patienten zwischen 2 Monaten und 12 Jahren (siehe Abschnitt 5.2) und eine Dosis von 30 mg/kg bei Säuglingen im Alter von 1 bis 2 Monaten sind vergleichbar mit einer Dosis von 2 g bei Erwachsenen inklusive der gleichen Verlängerung des Dosierungsintervalls wie in der nachfolgenden Tabelle angegeben:
Kinder ab 2 Monaten bis zu 40 kg Körpergewicht (etwa 12 Jahre):
Einzeldosis (mg/kg Körpergewicht) und Dosierungsintervall Kreatinin-Clearance [ml/min] Schwere Infektionen: Sehr schwere Infektionen: > 50 (übliche Dosis, keineDosisanpassung erforderlich) 50 mg/kg alle 12 h 50 mg/kg alle 8 h 30-50 50 mg/kg alle 24 h 50 mg/kg alle 12 h 11-29 25 mg/kg alle 24 h 50 mg/kg alle 24 h ≤ 10 12,5 mg/kg alle 24 h 25 mg/kg alle 24 h -
Pneumonie
-
Komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis)
-
Bakteriämie
-
Bakterielle Meningitis
-
Empirische Behandlung bei Patienten mit febriler Neutropenie
Säuglinge im Alter von 1 bis weniger als 2 Monaten
Einzeldosis (mg/kg Körpergewicht) und Dosierungsintervall Kreatinin-Clearance [ml/min] Schwere Infektionen: Sehr schwere Infektionen: > 50 (übliche Dosis, keineDosisanpassung erforderlich) 30 mg/kg alle 12 h 30 mg/kg alle 8 h 30-50 30 mg/kg alle 24 h 30 mg/kg alle 12 h 11-29 15 mg/kg alle 24 h 30 mg/kg alle 24 h ≤ 10 7,5 mg/kg alle 24 h 15 mg/kg alle 24 h -
Pneumonie
-
Komplizierte Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis)
-
Bakteriämie
-
Bakterielle Meningitis
-
Empirische Behandlung bei Patienten mit febriler Neutropenie
Leberfunktionsstörung:
Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).
Ältere Patienten:
Da bei älteren Patienten ein erhöhtes Risiko einer verminderten Nierenfunktion besteht, sollte die Wahl der Dosierung mit Sorgfalt erfolgen und die Nierenfunktion des Patienten überwacht werden. Eine Anpassung der Dosierung wird empfohlen, wenn die Nierenfunktion vermindert ist (siehe Abschnitt 4.4).
Dauer der Anwendung:
Die Behandlungsdauer beträgt üblicherweise 7 bis 10 Tage. Cefepim sollte im Allgemeinen nicht kürzer als 7 Tage und nicht länger als 14 Tage pro Behandlung angewendet werden. Bei der empirischen Behandlung der febrilen Neutropenie beträgt die übliche Behandlungsdauer 7 Tage oder solange, bis die Neutropenie zurückgegangen ist.
Art der Anwendung:
Nach angemessener Rekonstitution kann Cefepim als direkte intravenöse Injektion über einen Zeitraum von 3 bis 5 Minuten verabreicht oder in den Schlauch des Infusionsbestecks injiziert werden, während der Patient eine kompatible intravenöse Flüssigkeit bekommt, oder als intravenöse Infusion über einen Zeitraum von 30 Minuten. Für Inkompatibilitäten und Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitte 6.2 und 6.6.
-
Cefepim ist kontraindiziert bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Cefepim, einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile, andere Cephalosporin-Antibiotika, oder andere Betalaktam-Antibiotika (z.B. Penicilline, Monobactame und Carbapeneme).
Wegen seines Gehalts an L-Arginin ist das Arzneimittel außerdem kontraindiziert bei Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegen L-Arginin und mit einer Azidose. Bei Hyperkaliämie ist deshalb Vorsicht geboten.
Warnhinweise
Überempfindlichkeitsreaktionen
Wie bei allen Betalaktam-Antibiotika wurde von schweren und gelegentlich tödlichen Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet. Im Falle von schweren Überempfindlichkeitsreaktionen muss die Behandlung mit Cefepim sofort abgebrochen werden und angemessene Notfallmaßnahmen müssen eingeleitet werden.
Vor Beginn einer Behandlung ist der Patient sorgfältig nach Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Cefepim, andere Betalaktam-Antibiotika oder andere Arzneimittel in der Krankheitsgeschichte zu befragen. In 10% der Fälle besteht eine Kreuzreaktion zwischen Überempfindlichkeit gegenüber Penicillin und Cephalosporinen.
Cefepim sollte bei Patienten mit einer Krankheitsgeschichte mit Asthma oder allergischer Diathesie mit Vorsicht verabreicht werden. Der Patient muss während der ersten Anwendung sorgfältig überwacht werden.
Im Falle von schweren Überempfindlichkeitsreaktionen muss die Behandlung mit Cefepim sofort abgebrochen werden. Bei schweren Überempfindlichkeitsreaktionen kann Epinephrin verabreicht werden oder andere geeignete therapeutische Maßnahmen müssen eingeleitet werden.
Antibakterielles Wirkspektrum von Cefepim
Aufgrund des relativ begrenzten antibakteriellen Wirkspektrums von Cefepim ist es für die Behandlung von einigen Arten von Infektionen nicht geeignet, es sei denn der Erreger ist bereits dokumentiert und dafür bekannt, dass er empfindlich gegen Cefepim ist oder eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass der/die vermutetete(n) Erreger geeignet für eine Therapie mit Cefepim ist/sind (siehe Abschnitt 5.1).
Eingeschränkte Nierenfunktion
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance ≤ 50 ml/min) oder anderen Bedingungen, welche die Nierenfunktion beeinträchtigen, sollte die Dosierung von Cefepim angepasst werden, um die langsamere Ausscheidung durch die Niere auszugleichen. Da bei normaler Dosierung bei Patienten mit Niereninsuffizienz oder Bedingungen, welche die Nierenfunktion beeinträchtigen, hohe und länger anhaltende antibiotische Serumkonzentrationen auftreten können, sollte die Erhaltungsdosis bei solchen Patienten reduziert werden. Die weitere Dosierung sollte in Abhängigkeit vom Grad der Nierenfunktionseinschränkung, der Schwere der Infektion und der Empfindlichkeit der ursächlichen Erreger festgelegt werden (siehe Abschnitt 4.2 und 5.2). Während der Überwachung nach Markteinführung ist über folgende schwere Nebenwirkungen berichtet worden: reversible Enzephalopathie (Bewusstseinsstörungen einschließlich Verwirrtheit, Halluzinationen, Stupor und Koma), Myoklonus, Krampfanfälle (einschließlich nicht konvulsivem Status epilepticus) und/oder Nierenversagen (siehe Abschnitt 4.8). Die meisten Fälle traten bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion auf, die Dosen von Cefepim erhielten, die oberhalb der Empfehlungen lagen. Im Allgemeinen gingen die neurotoxischen Symptome nach dem Absetzen von Cefepim und/oder nach Hämodialyse zurück, jedoch gab es einige Fälle mit tödlichem Ausgang.
Wenn Cefepim zusammen mit Arzneimitteln, die nierenschädigend wirken können, wie Aminoglykosiden und stark wirksamen Diuretika, verabreicht wird sollte die Nierenfunktion sorgfältig überwacht werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Im Zusammenhang mit dem Einsatz von nahezu allen Antibiotika, einschließlich Cefepime, ist von Clostridium difficile assoziierter Diarrhoe (CDAD) berichtet worden, welche hinsichtlich des Schweregrads von leichter Diarrhoe bis zur tödlich verlaufenden Colitis reichen kann. CDAD ist bei allen Patienten in Betracht zu ziehen, die sich mit Diarrhoe nach der Anwendung von Antibiotika vorstellen. Eine sorgfältige Anamnese ist notwendig, da vom Auftreten von CDAD über zwei Monate nach der Anwendung von Antibiotika berichtet wurde. Wenn eine CDAD vermutet oder bestätigt wird, ist eine Beendigung der Therapie mit Antibiotika, die nicht gegen C. difficile gerichtet ist, zu erwägen.
Wie bei anderen Antibiotika kann die Anwendung von Cefepime zu übermäßigem Wachstum von nicht empfindlichen Organismen führen. Sollte es während der Therapie zu einer Superinfektion kommen, sind geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Ältere Patienten
Von mehr als 6400 in klinischen Studien mit Cefepim behandelten Patienten waren 35% älter als 65 Jahre oder älter und 16% älter als 75 Jahre oder älter. In klinischen Studien war die Wirksamkeit und Sicherheit von Cefepim bei geriatrischen Patienten, die die übliche empfohlene Erwachsenendosierung erhielten, mit derjenigen von jüngeren erwachsenen Patienten vergleichbar, außer die Patienten hatten eine eingeschränkte Nierenfunktion. Im Vergleich zu jüngeren Patienten wurden eine mäßig verlängerte Eliminationshalbwertszeit und niedrigere renale Clearance-Werte beobachtet. Eine Dosisanpassungen wird empfohlen, wenn die Nierenfunktion beeinträchtigt ist (siehe Abschnitt 4.2 und 5.2).
Cefepim wird hauptsächlich über die Niere ausgeschieden und das Risiko für toxische Reaktionen auf dieses Arzneimittel kann bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion erhöht sein. Da bei älteren Patienten die Wahrscheinlichkeit einer verminderten Nierenfunktion erhöht ist, sollte die Wahl der Dosierung mit Sorgfalt erfolgen und die Nierenfunktion überwacht werden (siehe Abschnitt 4.8 und 5.2). Bei älteren Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, welche die übliche Dosierung von Cefepim erhielten, sind schwere Nebenwirkungen einschließlich reversibler Enzephalopathie (Bewusstseinsstörungen mit Verwirrtheit, Halluzinationen, Stupor und Koma), Myoklonus, Krampfanfälle (einschließlich nicht konvulsivem Status epilepticus) und/oder Nierenversagen aufgetreten (siehe Abschnitt 4.8).
Einflüsse auf Laborwerte (klinisch-chemische Parameter)
Bei Patienten, bei denen Cefepim zweimal täglich verabreicht wurde, wurde ein positiver Coombs-Test festgestellt, obwohl keine Hämolyse vorlag.
Cephalosporin-Antibiotika können bei der Bestimmung der Glukosekonzentration im Urin mit Kupferreduktionsmethoden (Benedict- oder Fehling-Probe, Clinitest Tabletten) zu einem falsch positives Ergebnis führen, jedoch nicht bei enzymatischen Methoden (Glukoseoxidase) für die Glukosurie, weshalb diese Methode empfohlen wird.
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.
Bei Patienten, bei denen Cefepim zweimal täglich verabreicht wurde, wurde ein positiver Coombs-Test festgestellt, obwohl keine Hämolyse vorlag (siehe Abschnitt 4.8).
Die Glukose-Bestimmung im Urin kann ein falsch positives Resultat ergeben. Deshalb wird die Glukose-Oxidase-Methode empfohlen.
Die gleichzeitige Behandlung mit bakteriostatischen Antibiotika kann den Wirkmechanismus von Betalaktam Antibiotika beeinflussen.
Fertilität
Eine Auswirkung auf die Fertilität wurde bei Ratten nicht beobachtet.
Es gibt keine Daten zur Wirkung von Cefepim auf die Fertilität beim Menschen.
Schwangerschaft
Reproduktionsstudien bei Mäusen, Ratten und Kaninchen ergaben keine Hinweise auf schädliche Auswirkungen auf die fetale Entwicklung, jedoch liegen keine hinreichenden und kontrollierten Studien für die Anwendung bei Schwangeren vor. Da Tierreproduktionsstudien nur eine begrenzte Voraussage hinsichtlich der Wirkungen auf Menschen ermöglichen, sollte dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft nur angewendet werden wenn dies eindeutig erforderlich ist.
Stillzeit
Cefepim wird in sehr geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden. Während der Stillzeit sollte Cefepim nur mit Vorsicht verabreicht werden. Der Säugling sollte in diesem Fall streng überwacht werden.
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Jedoch können mögliche Nebenwirkungen wie Bewusstseinsstörungen, Schwindel, Verwirrtheit und Halluzinationen auftreten, die die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beeinflussen (siehe Abschnitt 4.4, 4.8 und 4.9).
Nebenwirkungen sind gemäß Systemorganklassen, MedDRA Terminologie und MedDRA Häufigkeit in folgende Kategorien eingeteilt: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1.000 bis
≤1/100), selten (≥1/10.000 bis ≤1/1.000), sehr selten (≤ 1/10.000) und unbekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppierung werden Nebenwirkungen in abnehmender Schwere aufgelistet.
Tabelle: Nebenwirkungen, die während klinischer Studien und nach Markteinführung gemeldet wurden
| Systemorganklasse | Häufigkeit | MedDRA-Terminus |
| Infektionen und parasitäre Erkrankungen | Gelegentlich | Orale Candidose, Vaginitis |
| Selten | Candidose | |
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | Sehr häufig | positiver Coombs-Test |
| Häufig | Verlängerung der Prothrombin-Zeit, Verlängerung der partiellen Thromboplastin-Zeit, Anämie, Eosinophilie | |
| Gelegentlich | Thrombozytopenie, Leukopenie, | |
| Neutropenie | ||
| Unbekannt | Aplastische Anämiea, hämolytische | |
| Anämiea, Agranulozytose | ||
| Erkrankungen des Immunsystems | Selten | Anaphylaktische Reaktion, Angioödem |
| Unbekannt | Anaphylaktischer Schock | |
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | Unbekannt | Falsch positiver Urin-Glukose-Test |
| Psychiatrische Erkrankungen | Unbekannt | Verwirrtheit, Halluzination |
| Erkrankungen des Nervensystems | Gelegentlich | Kopfschmerzen |
| Selten | Konvulsionen, Parästhesien, Dysgeusie, | |
| Schwindel | ||
| Unbekannt | Koma, Stupor, Enzephalopathie,Bewusstseinsstörung, Myoklonus | |
| Gefäßerkrankungen | Häufig | Gefäßwandentzündung an derInfusionsstelle |
| Selten | Gefäßerweiterung | |
| Unbekannt | Hämorrhagiena | |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums | Selten | Dyspnoe |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Häufig | Diarrhoe |
| Gelegentlich | Pseudomembranöse Colitis, Colitis, | |
| Übelkeit, Erbrechen | ||
| Selten | Bauchschmerzen, Verstopfung | |
| Unbekannt | Magen-Darm-Störungen |
| Leber- und Gallenerkrankungen | Häufig | Erhöhte Alanin-Aminotransferase, |
| erhöhte Aspartat-Aminotransferase, | ||
| Bilirubin im Blut erhöht | ||
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellengewebes | Häufig | Ausschlag |
| Gelegentlich | Erythem, Urticaria, Pruritus | |
| Unbekannt | Toxische epidermale Nekrolysea, Stevens- | |
| Johnson-Syndroma, Erythema | ||
| multiformea | ||
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | Gelegentlich | Erhöhung des Blutharnstoffs, Erhöhungdes Serum-Kreatinins |
| Unbekannt | Nierenversagen, toxische Nephropathiea | |
| Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse | Selten | Genitalpruritus |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Häufig | Reizungen an der Infusionsstelle,Schmerzen an der Einstichstelle, Entzündungn an der Einstichstelle |
| Gelegentlich | Fieber, Entzündungen an der Infusionsstelle | |
| Selten | Schüttelfrost | |
| Untersuchungen | Häufig | Erhöhte alkalische Phosphatase |
a Nebenwirkungen, die generell dieser Wirkstoffklasse zugeordnet werden können.
Kinder
Das Sicherheitsprofil von Cefepim bei Säuglingen und Kindern ist ähnlich dem bei Erwachsenen. Die am häufigsten berichtete Nebenwirkung von Cefepim in klinischen Studien war Hautausschlag.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
In Fällen schwerer Überdosierung, speziell bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, kann Cefepim mit Hilfe der Hämodialyse aus dem Körper entfernt werden. Peritonealdialyse ist dafür nicht geeignet.
Wenn Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion höhere Dosen von Cefepim verabreicht wurden, war eine unbeabsichtigte Überdosierung die Folge (siehe Abschnitt 4.2 - Dosierung und Art der Anwendung und 4.4. - Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung). Symptome einer Überdosierung umfassen Enzephalopatie (Bewusststeinstörungen einschließlich Verwirrtheit, Halluzinationen, Stupor und Koma), Myoklonus und Krampfanfälle (siehe Abschnitt 4.8).
Pharmakologische Eigenschaften - Cefepim-MIP 1 g
Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Cefepim sind im Bereich von 250 mg bis 2 g i.v. linear; die pharmakokinetischen Eigenschaften unterscheiden sich nicht in Bezug auf Behandlungsdauer.
Resorption
Nach intravenöser Verabreichung von 2 g über 30 Minuten an gesunde Probanden betrugen die maximalen Plasmakonzentrationen (Cmax) 126 – 193 μg/ml.
Verteilung
Cefepim verteilt sich gut in Körperflüssigkeiten und -geweben. Im Bereich von 250 mg bis 2 g hängt die relative Gewebeverteilung von Cefepim nicht von der verabreichten Dosis ab. Das mittlere Verteilungsvolumen im Steady-State beträgt 18 l. Bei gesunden Probanden, die über einen Zeitraum von 9 Tagen in Abständen von 8 Stunden Dosen von bis zu 2 g i.v. erhielten, fand sich kein Hinweis auf eine Akkumulation. Die Serumproteinbindung von Cefepim beträgt <19% und hängt nicht von den Serumkonzentrationen ab. Die mittlere Eliminationshalbwertszeit liegt bei etwa 2 Stunden.
Biotransformation
Cefepim wird nur in geringem Maße metabolisiert. Der Hauptmetabolit im Urin ist N-Methylpyrrolidinoxid, ein tertiäres Amin, das nur rund 7% der Dosis ausmacht.
Elimination
Die mittlere Gesamtkörperausscheidungsrate beträgt 120 ml/min. Die mittlere renale Clearance von Cefepim beträgt 110 ml/min; dies zeigt, dass Cefepim fast ausschließlich renal ausgeschieden wird, hauptsächlich durch glomeruläre Filtration. Die Wiederfindung von unverändertem Cefepim im Urin beträgt etwa 85% der Dosis, was zu hohen Urinkonzentrationen von Cefepim führt. Nach der intravenösen Verabreichung von 500 mg Cefepim war Cefepim nach 12 Stunden nicht mehr im Plasma und nach 16 Stunden nicht mehr im Urin nachweisbar.
Ältere Patienten:
Die Verteilung von Cefepim wurde bei älteren männlichen und weiblichen Patienten
(> 65 Jahre) untersucht. Die Sicherheit und Wirksamkeit bei älteren Patienten ist mit derjenigen von Erwachsenen vergleichbar, allerdings wurden bei älteren Patienten eine geringfügige Verlängerung der Eliminationshalbwertszeit und niedrigere Werte für die renale Clearance bei älteren Patienten beobachtet. Eine Dosisanpassung ist bei einer begleitenden Einschränkung der Nierenfunktion erforderlich (siehe Abschnitt 4.2 und 4.4).
Kinder und Jugendliche:
Die Pharmakokinetik nach Einzel- und Mehrfachgabe von Cefepim wurde bei Patienten im Alter von 2 Monaten bis 16 Jahren untersucht, wobei Dosen von 50 mg/kg durch intravenöse Infusion verabreicht wurden. Bei Mehrfachgabe wurde diese Dosis alle 8 oder 12 Stunden über mindestens 48 Stunden verabreicht.
Die mittlere Plasmakonzentration von Cefepim war nach der ersten Dosis ähnlich der im Steady-State mit einer geringfügigen Akkumulation nach Verabreichung zusätzlicher Dosen.
Die Werte der anderen pharmakokinetischen Parameter bei Säuglingen und Kindern unterschieden sich nach der ersten Dosis und im Steady-State nicht, unabhängig von Dosierungsintervall (alle 12 oder 8 Stunden). Es konnten keine Unterschiede bei den pharmakokinetischen Parametern festgestellt werden, weder zwischen den verschiedenen Altersstufen der Patienten noch zwischen männlichen und weiblichen Patienten.
Nach Verabreichung einer intravenösen Einzeldosis betrug die durchschnittliche Gesamtausscheidungsrate 3,3 ml/min/kg und das Verteilungsvolumen betrug 0,3 l/kg. Die mittlere Eliminationshalbwertszeit betrug 1,7 Stunden. Der Anteil an Cefepim, der unverändert im Urin wieder gefunden wurde, betrug 60,4% der verabreichten Dosis und die renale Clearance mit einem durchschnittlichen Wert von 2,0 ml/min/kg stellt den primären Eliminationsweg dar.
Eingeschränkte Nierenfunktion:
Studien bei Patienten mit unterschiedlich ausgeprägten Nierenfunktionsstörungen zeigten eine signifikante Verlängerung der Eliminationshalbwertszeit. Es besteht eine lineare Beziehung bei Patienten mit
eingeschränkter Nierenfunktion zwischen der individuellen Gesamtausscheidungsrate und der Kreatinin-Clearance.
Die durchschnittliche Eliminationshalbwertszeit beträgt bei Dialyse-Patienten 13 Stunden (Hämodialyse) und 19 Stunden bei kontinuierlicher ambulanter Peritonealdialyse.
Eingeschränkte Leberfunktion
Bei Patienten mit zystischer Fibrose und Leberfunktionsstörung ist die Pharmakokinetik von Cefepim nach Verabreichung einer Einzeldosis von 1 g nicht verändert. Daher ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich.
Pharmazeutische Angaben - Cefepim-MIP 1 g
Lösungen von Cefepim-MIP dürfen nicht mit den folgenden Antibiotika gemischt werden: Metronidazol, Vancomycin, Gentamicin, Tobramycinsulfat und Netilmicinsulfat, da dabei physikalische oder chemische Inkompatibilitäten auftreten können. Sollte eine gleichzeitige Therapie angezeigt sein, müssen solche Antibiotika separat verabreicht werden.
Alle parenteralen Arzneimittel sollten vor der Anwendung visuell auf Partikel untersucht werden.
Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
27 Monate
Dauer der Haltbarkeit der gebrauchsfertigen Lösung
Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Lösung wurde für 2 Stunden bei 25°C und für 24 Stunden bei 2 bis 8°C nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige Lösung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung vor der Anwendung verantwortlich.
Nicht über 30°C lagern. Im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
Cefepim-MIP 1 g wird in farblosen 15-ml-Durchstechflaschen aus Glas (Typ I) geliefert, die ein weißes bis gelbbraunes Pulver enthalten und mit einem Bromobutyl-Gummistopfen und einem Flip-Off-Deckel verschlossen sind.
Cefepim-MIP 2 g wird in farblosen 50-ml-Durchstechflaschen aus Glas (Typ II) geliefert, die ein weißes bis gelbbraunes Pulver enthalten und mit einem Bromobutyl-Gummistopfen und einem Flip-Off-Deckel verschlossen sind.
Packungsgrößen: Packungen mit 1, 5 oder 10 Durchstechflaschen.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
und sonstige Hinweise zur Handhabung
Zubereitung der Lösung zur intravenösen Injektion
Der Inhalt der Durchstechflasche wird in 10 ml eines kompatiblen Lösungsmittels aufgelöst, wie in der nachstehenden Tabelle angegeben. Die gebrauchsfertige Lösung wird langsam über einen Zeitraum von 3 bis 5 Minuten injiziert – entweder direkt in eine Vene oder direkt in den Schlauch eines Infusionssystems, während der Patient eine Infusion mit einer kompatiblen intravenösen Lösung erhält.
Zubereitung der Lösung zur intravenösen Infusion
Für die intravenöse Infusion ist die 1 g oder 2 g Cefepim-Lösung wie oben für die direkte intravenöse Anwendung beschrieben zu rekonstituieren und die erforderlichen Menge der gebrauchsfertigen Lösung in ein Infusionsbehältnis mit einer der kompatiblen intravenösen Flüssigkeiten hinzuzufügen (empfohlenes Endvolumen: circa 40-50 ml). Die gebrauchsfertige Lösung sollte über einen Zeitraum von ungefähr 30 Minuten verabreicht werden.
Die folgende Tabelle enthält Anweisungen zur Rekonstitution:
| Dosierung und Art der Anwendung | Zugesetztes Lösungsmittel [ml] | Endvolumen [ml] | Konzentration (ca., in mg/ml) |
| 1 g i.v. | 10,0 | 11,4 | 90 |
| 2 g i.v. | 10,0 | 12,8 | 160 |
Kompatibilität mit intravenösen Flüssigkeiten
Folgende Lösungsmittel eignen sich zur Herstellung der Lösung:
-
Wasser für Injektionszwecke
-
Glukose-Lösung 50 mg/ml (5%)
-
Natriumchloride-Lösung 9 mg/ml (0,9%).
Die Rekonstitution/Verdünnung muss unter aseptischen Bedingungen erfolgen. Das empfohlene Volumen wird für die Rekonstitution der Lösung hinzugefügt und leicht geschüttelt,bis sich der Inhalt der Durchstechflasche vollständig aufgelöst hat.
Der Inhalt der Durchstechflasche ist zur einmaligen Anwendung bestimmt. Reste einer gebrauchsfertigen Lösung müssen vernichtet werden. Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
Siehe Abschnitt 6.2 zu Inkompatibilitäten.
Die Durchstechflasche vor der Anwendung visuell auf Verfärbungen und Partikel untersuchen. Sie darf nur angewendet werden, wenn die Lösung frei von Partikeln ist.
Nur klare Lösungen verwenden.
Wie andere Cephalosporine können Cefepim-Lösungen je nach Lagerbedingungen eine gelbe bis gelbbraune Farbe annehmen. Dies hat jedoch keinen negativen Einfluss auf die Wirksamkeit des Arzneimittels.