Verapamil Hennig® 120 mg retard Retardtabletten
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Gluten/Laktose
Laktose: Ja
Darreichungsform
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Fachinfo - Verapamil 120 mg
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Symptomatische koronare Herzkrankheit:
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chronisch stabile Angina pectoris (Belastungsangina)
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instabile Angina pectoris (Crescendoangina, Ruheangina)
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vasospastische Angina pectoris (Prinzmetal-Angina, Variant-Angina)
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Angina pectoris bei Zustand nach Myokardinfarkt bei Patienten ohne Herzinsuffi-zienz, wenn Betarezeptorenblocker nicht angezeigt sind.
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Störungen der Herzschlagfolge bei:
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paroxysmaler supraventrikulärer Tachykardie
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Vorhofflimmern/Vorhofflattern mit schneller AV-Überleitung (außer bei WPW-Syn-drom oder Lown-Ganong-Levine-Syndrom, siehe unter Abschnitt 4.3)
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Hypertonie.
Dosierung
Verapamilhydrochlorid, der Wirkstoff von Verapamil Hennig, ist individuell, dem Schweregrad der Erkrankung angepasst zu dosieren. Nach langjähriger klinischer Erfahrung liegt die durchschnittliche Dosis bei fast allen Indikationen zwischen 240 mg und 360 mg pro Tag.
Eine Tagesdosis von 480 mg sollte als Dauertherapie nicht überschritten werden; eine kurz-fristige Erhöhung ist möglich.
Soweit nicht anders verordnet gelten folgende Dosierungsrichtlinien:
Verapamil Hennig 40 mg Filmtabletten:
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Erwachsene und Jugendliche über 50 kg Körpergewicht: Koronare Herzkrankheit
Die empfohlene Dosierung liegt bei (120 mg) – 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 bis 4 Einzeldosen, entsprechend:
3- bis 4-mal täglich 1 Filmtablette Verapamil Hennig 40 mg Filmtabletten (entsprechend 120 mg – 160 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Die Anwendung von Verapamil Hennig 40 mg Filmtabletten ist angezeigt bei Patienten, bei denen eine ausreichende Wirksamkeit bereits nach niedrigen Dosen erwartet wer-den kann (z. B. bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen oder älteren Patienten).
Für höhere Dosierungen (z. B. 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid/Tag) stehen Darreichungsformen mit geeigneten Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Hypertonie
Die empfohlene Dosierung liegt bei (120 mg) – 240 mg – 360 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 Einzeldosen, entsprechend:
3-mal täglich 1 Filmtablette Verapamil Hennig 40 mg Filmtabletten (entsprechend 120 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Die Anwendung von Verapamil Hennig 40 mg Filmtabletten ist angezeigt bei Patienten, bei denen eine ausreichende Wirksamkeit bereits nach niedrigen Dosen erwartet wer-den kann (z. B. bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen oder älteren Patienten).
Für höhere Dosierungen (z. B. 240 mg – 360 mg Verapamilhydrochlorid/Tag) stehen Darreichungsformen mit geeigneten Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Paroxysmale, supraventrikuläre Tachykardie, Vorhofflimmern/Vorhofflattern
Die empfohlene Dosierung liegt bei (120 mg) – 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 bis 4 Einzeldosen, entsprechend:
3- bis 4-mal täglich 1 Filmtablette Verapamil Hennig 40 mg Filmtabletten (entsprechend 120 mg – 160 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Die Anwendung von Verapamil Hennig 40 mg Filmtabletten ist angezeigt bei Patienten, bei denen eine ausreichende Wirksamkeit bereits nach niedrigen Dosen erwartet wer-den kann (z. B. bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen oder älteren Patienten).
Für höhere Dosierungen (z. B. 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid/Tag) stehen Darreichungsformen mit geeigneten Wirkstoffstärken zur Verfügung.
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Kinder (nur bei Störungen der Herzschlagfolge): Ältere Vorschulkinder bis 6 Jahre:
Die empfohlene Dosierung liegt bei 80 mg – 120 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2 bis 3 Einzeldosen, entsprechend:
2- bis 3-mal täglich 1 Filmtablette Verapamil Hennig 40 mg Filmtabletten (entsprechend 80 mg – 120 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Schulkinder 6 – 14 Jahre:
Die empfohlene Dosierung liegt bei 80 mg – 360 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2 bis 4 Einzeldosen, entsprechend:
2- bis 4-mal täglich 1 bis 2 Filmtabletten Verapamil Hennig 40 mg Filmtabletten (ent-sprechend 80 mg – 320 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Für höhere Dosierungen (z. B. 360 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) stehen Darrei-chungsformen mit geeigneten Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Verapamil Hennig 80 mg Filmtabletten:
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Erwachsene und Jugendliche über 50 kg Körpergewicht: Koronare Herzkrankheit
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 bis 4 Einzeldosen, entsprechend:
3- bis 4-mal täglich 1 Filmtablette Verapamil Hennig 80 mg Filmtabletten (entsprechend 240 mg – 320 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Für höhere Dosierungen (z. B. 360 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid/Tag) stehen Darreichungsformen mit geeigneten Wirkstoffstärken zu Verfügung.
Hypertonie
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 mg – 360 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 Einzeldosen, entsprechend:
3-mal täglich 1 Filmtablette Verapamil Hennig 80 mg Filmtabletten (entsprechend 240 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Für höhere Dosierungen (z. B. 360 mg Verapamilhydrochlorid/Tag) stehen Darrei-chungsformen mit geeigneten Wirkstoffstärken zu Verfügung.
Paroxysmale, supraventrikuläre Tachykardie, Vorhofflimmern/Vorhofflattern
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 bis 4 Einzeldosen, entsprechend:
3- bis 4-mal täglich 1 Filmtablette Verapamil Hennig 80 mg Filmtabletten (entsprechend 240 mg – 320 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Für höhere Dosierungen (z. B. 360 mg - 480 mg Verapamilhydrochlorid/Tag) stehen Darreichungsformen mit geeigneten Wirkstoffstärken zur Verfügung.
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Kinder (nur bei Störungen der Herzschlagfolge): Ältere Vorschulkinder bis 6 Jahre:
Die empfohlene Dosierung liegt bei 80 mg – 120 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2 bis 3 Einzeldosen.
Hierfür stehen Darreichungsformen mit geeigneter Wirkstoffstärke (40 mg Verapamil-hydrochlorid) zur Verfügung.
Schulkinder 6 – 14 Jahre:
Die empfohlene Dosierung liegt bei 80 mg – 360 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2 bis 4 Einzeldosen, entsprechend:
2- bis 4-mal täglich 1 Filmtablette Verapamil Hennig 80 mg Filmtabletten (entsprechend 160 mg – 320 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Verapamil Hennig 80 mg Filmtabletten werden angewendet, sofern mit niedrigeren Do-sen (z. B. 80 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) keine ausreichende Wirkung erzielt wurde.
Für höhere Dosierungen (z. B. 360 mg Verapamilhydrochlorid/Tag) stehen Darrei-chungsformen mit geeigneten Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Verapamil Hennig 120 mg Filmtabletten
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Erwachsene und Jugendliche über 50 kg Körpergewicht: Koronare Herzkrankheit
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 bis 4 Einzeldosen, entsprechend:
3- bis 4-mal täglich 1 Filmtablette Verapamil Hennig 120 mg Filmtabletten (entspre-chend 360 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Verapamil Hennig 120 mg Filmtabletten werden angewendet, sofern mit niedrigeren Do-sen (z. B. 240 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) keine ausreichende Wirkung erzielt wurde.
Hypertonie
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 mg – 360 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 Einzeldosen, entsprechend:
3-mal täglich 1 Filmtablette Verapamil Hennig 120 mg Filmtabletten (entsprechend 360 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Verapamil Hennig 120 mg Filmtabletten werden angewendet, sofern mit niedrigeren Do-sen (z. B. 240 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) keine ausreichende Wirkung erzielt wurde.
Paroxysmale, supraventrikuläre Tachykardie, Vorhofflimmern/Vorhofflattern
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 bis 4 Einzeldosen, entsprechend:
3- bis 4-mal täglich 1 Filmtablette Verapamil Hennig 120 mg Filmtabletten (entspre-chend 360 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Verapamil Hennig 120 mg Filmtabletten werden angewendet, sofern mit niedrigeren Do-sen (z. B. 240 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) keine ausreichende Wirkung erzielt wurde.
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Kinder (nur bei Störungen der Herzschlagfolge): Ältere Vorschulkinder bis 6 Jahre:
Die empfohlene Dosierung liegt bei 80 mg – 120 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2 bis 3 Einzeldosen.
Hierfür stehen Darreichungsformen mit geeigneter Wirkstoffstärke (40 mg Verapamil-hydrochlorid) zur Verfügung.
Schulkinder 6 – 14 Jahre:
Die empfohlene Dosierung liegt bei 80 mg – 360 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2 bis 4 Einzeldosen, entsprechend:
2- bis 3-mal täglich 1 Filmtablette Verapamil Hennig 120 mg Filmtabletten (entspre-chend 240 mg – 360 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Verapamil Hennig 120 mg Filmtabletten werden angewendet, sofern mit niedrigeren Do-sen (z. B. 80 mg – 160 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) keine ausreichende Wirkung erzielt wurde.
Für höhere Dosierungen (z. B. 360 mg Verapamilhydrochlorid/Tag) stehen Darrei-chungsformen mit geeigneten Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Verapamil Hennig 120 mg retard Retardtabletten:
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Erwachsene und Jugendliche über 50 kg Körpergewicht: Koronare Herzkrankheit
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2 Einzeldosen, entsprechend:
2-mal täglich 1 bis 2 Retardtabletten Verapamil Hennig 120 mg retard Retardtabletten (entsprechend 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Hypertonie
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2 Einzeldosen, entsprechend:
2-mal täglich 1 bis 2 Retardtabletten Verapamil Hennig 120 mg retard Retardtabletten (entsprechend 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Paroxysmale, supraventrikuläre Tachykardie, Vorhofflimmern/Vorhofflattern
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2 Einzeldosen, entsprechend:
2-mal täglich 1 bis 2 Retardtabletten Verapamil Hennig 120 mg retard Retardtabletten (entsprechend 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Verapamil Hennig 240 mg retard Retardtabletten:
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Erwachsene und Jugendliche über 50 kg Körpergewicht: Koronare Herzkrankheit
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2 Einzeldosen, entsprechend:
2-mal täglich ½ bis 1 Retardtablette Verapamil Hennig 240 mg retard Retardtabletten (entsprechend 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Verapamil Hennig 240 mg retard Retardtabletten werden angewendet, sofern mit niedri-geren Dosen (z. B. 240 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) keine ausreichende Wir-kung erzielt wurde.
Hypertonie
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 1 bis 2 Einzeldosen, entsprechend:
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mal täglich morgens 1 Retardtablette Verapamil Hennig 240 mg retard Retardtabletten (entsprechend 240 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Bei unzureichender Wirksamkeit zusätzlich ½ bis 1 Retardtablette Verapamil Hennig 240 mg retard Retardtabletten abends (entsprechend 360 mg – 480 mg Verapamilhyd-rochlorid pro Tag).
Paroxysmale, supraventrikuläre Tachykardie, Vorhofflimmern/Vorhofflattern
Die empfohlene Dosierung liegt bei 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2 Einzeldosen, entsprechend:
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mal täglich ½ bis 1 Retardtablette Verapamil Hennig 240 mg retard Retardtabletten (entsprechend 240 mg – 480 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
Verapamil Hennig 240 mg retard Retardtabletten werden angewendet, sofern mit niedri-geren Dosen (z. B. 240 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) keine ausreichende Wir-kung erzielt wurde.
Eingeschränkte Nierenfunktion
Die derzeit verfügbaren Informationen werden im Abschnitt 4.4 beschrieben.
Verapamilhydrochlorid sollte bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht und unter engmaschiger Beobachtung angewendet werden.
Eingeschränkte Leberfunktion
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion wird, in Abhängigkeit vom Schweregrad, we-gen eines verlangsamten Arzneimittelabbaus die Wirkung von Verapamilhydrochlorid ver-stärkt und verlängert. Deshalb sollte in derartigen Fällen die Dosierung mit besonderer Sorg-falt eingestellt und mit niedrigen Dosen begonnen werden (z. B. bei Patienten mit Leberfunk-tionsstörungen zunächst 2- bis 3-mal täglich 40 mg Verapamilhydrochlorid, entsprechend 80 mg – 120 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) (Siehe auch Abschnitt 4.4).
Art und Dauer der Anwendung
Die Einnahme erfolgt ungelutscht und unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser, kein Grapefruitsaft!) am besten zu oder kurz nach den Mahlzeiten.
Verapamil Hennig nicht im Liegen einnehmen.
Verapamilhydrochlorid darf bei Patienten mit Angina pectoris nach Myokardinfarkt erst 7 Tage nach dem akuten Infarktereignis eingesetzt werden.
Die Dauer der Anwendung ist nicht begrenzt.
Nach einer längeren Therapie sollte Verapamil Hennig grundsätzlich nicht plötzlich, sondern ausschleichend abgesetzt werden.
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Verapamil Hennig darf nicht eingenommen werden bei:
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Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Verapamilhydrochlorid oder einen der in Ab-schnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
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Herz-Kreislauf-Schock
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ausgeprägten Reizleitungsstörungen (wie z. B. SA- bzw. AV-Block II. und III. Grades; außer bei Patienten mit Herzschrittmacher)
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Sinusknotensyndrom (außer bei Patienten mit Herzschrittmacher)
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Herzinsuffizienz mit einer reduzierten Auswurffraktion von weniger als 35 % und/oder ei-nem Verschlussdruck von mehr als 20 mmHg (sofern nicht Folge einer supraventrikulären Tachykardie, die auf Verapamil anspricht)
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Vorhofflimmern/-flattern und gleichzeitigem Vorliegen akzessorischer Leitungsbahnen (z. B. WPW- oder Lown-Ganong-Levine-Syndrom). Bei diesen Patienten besteht bei Vera-pamilgabe ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Kammertachykardie, einschließ-lich Kammerflimmern
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gleichzeitiger Gabe von Ivabradin (siehe auch Abschnitt 4.5).
Die gleichzeitige intravenöse Applikation von Betarezeptorenblockern darf bei Patienten wäh-rend der Behandlung mit Verapamil Hennig nicht erfolgen (Ausnahme Intensivmedizin; siehe auch Abschnitt 4.5).
Verapamil Hennig 240 mg retard Retardtabletten zusätzlich:
Verapamil Hennig 240 mg retard Retardtabletten dürfen nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch gegen Soja oder Erdnuss sind.
Akuter Myokardinfarkt
Bei akutem Myokardinfarkt mit Komplikationen (Bradykardie, Hypotonie, Linksherzinsuffizi-enz) ist Verapamil Hennig nur mit Vorsicht anzuwenden.
Erregungsleitungsstörung/AV-Block I. Grades/Bradykardie/Asystolie
Verapamil Hennig beeinflusst den AV- und den Sinus-Knoten und verzögert die AV-Überlei-tung. Es ist mit Vorsicht anzuwenden, da ein AV-Block II. oder III. Grades (Kontraindikation) oder ein unifaszikulärer, bifaszikulärer oder trifaszikulärer Schenkelblock das Absetzen von Verapamilhydrochlorid und, falls erforderlich, das Einleiten einer geeigneten Therapie notwen-dig macht.
Verapamil Hennig beeinflusst den AV- und den Sinus-Knoten und kann in seltenen Fällen einen AV-Block II. oder III. Grades, Bradykardie oder, im Extremfall, eine Asystolie hervorru-fen. Dies geschieht mit einer höheren Wahrscheinlichkeit bei Patienten mit einem Sinuskno-tensyndrom (Sick-Sinus-Syndrom), welches häufiger bei älteren Patienten auftritt.
Bei Patienten, die nicht an einem Sinusknotensyndrom leiden, ist eine Asystolie normaler-weise von kurzer Dauer (ein paar Sekunden oder weniger), mit einer spontanen Rückkehr zu einem AV-Knoten- oder normalen Sinusrhythmus. Sofern dies nicht umgehend eintritt, sollte unverzüglich mit einer geeigneten Therapie begonnen werden (siehe auch Abschnitt 4.8).
Antiarrhythmika, Betarezeptorenblocker und Inhalationsanästhetika
Antiarrhythmika (z. B. Flecainid, Disopyramid), Betarezeptorenblocker (z. B. Metoprolol, Propranolol) und Inhalationsanästhetika können bei gleichzeitiger Einnahme von Verapamil-hydrochlorid gegenseitig die kardiovaskulären Wirkungen (höhergradige AV-Blockierung, hö-hergradige Senkung der Herzfrequenz, Auftreten einer Herzinsuffizienz, verstärkte Blutdruck-senkung) verstärken (siehe auch Abschnitt 4.5).
Bei einem Patienten, der gleichzeitig Augentropfen mit Timolol (einem Betarezeptorenblocker) erhielt und Verapamil einnahm, wurde eine asymptomatische Bradykardie (36 Schläge/Mi-nute) mit einem wandernden atrialen Schrittmacher beobachtet.
Digoxin
Bei gleichzeitiger Anwendung mit Verapamil Hennig ist die Digoxin-Dosis zu verringern. Siehe auch Abschnitt 4.5.
Herzinsuffizienz
Herzinsuffizienz-Patienten mit einer Auswurffraktion größer als 35 % sollten vor Beginn der Behandlung mit Verapamil Hennig kompensiert und währenddessen adäquat therapiert wer-den.
HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren („Statine“)
Siehe Abschnitt 4.5.
Erkrankungen mit beeinträchtigter neuromuskulärer Transmission
Verapamil Hennig sollte bei Vorliegen von Erkrankungen mit beeinträchtigter neuromuskulärer Übertragung (Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom, fortgeschrittene Duchenne-Mus-keldystrophie) mit Vorsicht angewendet werden.
Hypotonie
Bei Hypotonie (weniger als 90 mmHg systolisch) ist eine besonders sorgfältige Überwachung erforderlich.
Weitere Hinweise
Besondere Patientengruppen
Eingeschränkte Nierenfunktion
Obwohl in Vergleichsstudien zuverlässig gezeigt wurde, dass die beeinträchtigte Nierenfunk-tion bei Patienten mit terminalem Nierenversagen keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Verapamil hat, legen einzelne Fallberichte nahe, dass Verapamil bei Patienten mit beein-trächtigter Nierenfunktion nur mit Vorsicht und unter sorgfältiger Überwachung (EKG, Blut-druck) angewendet werden sollte.
Verapamil kann nicht mittels Hämodialyse entfernt werden.
Eingeschränkte Leberfunktion
Bei stark eingeschränkter Leberfunktion nur mit Vorsicht anwenden (siehe auch Hinweise zur eingeschränkten Leberfunktion im Abschnitt 4.2).
Verapamil Hennig 80 mg Filmtabletten Verapamil Hennig 120 mg retard Retardtabletten Verapamil Hennig 240 mg retard Retardtabletten
Patienten mit der seltenen hereditären Galactoseintoleranz, Lactase Mangel, Glucose-Galac-tose-Malabsorption sollten diese Arzneimittel nicht einnehmen.
Verapamil Hennig 40 mg Filmtabletten Verapamil Hennig 80 mg Filmtabletten Verapamil Hennig 120 mg Filmtabletten
Verapamil Hennig enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Filmtablette, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.
Verapamil Hennig 120 mg retard Retardtabletten
Verapamil Hennig 120 mg enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Retardtablette, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.
Verapamil Hennig 240 mg retard Retardtabletten
Verapamil Hennig 240 mg retard Retardtabletten enthält 40,51 mg Natrium pro Retardtablette, entsprechend 2,03 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täg-lichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Verapamil durch die Cytochrom-P450-Isoenzyme CYP3A4, CYP1A2, CYP2C8, CYP2C9 und CYP2C18 metabolisiert wird.
Für Inhibitoren von CYP3A4, die erhöhte Plasmaspiegel von Verapamilhydrochlorid verur-sachten, wurden klinisch signifikante Interaktionen gemeldet; Induktoren von CYP3A4 hinge-gen haben die Plasmaspiegel von Verapamilhydrochlorid gesenkt. Patienten sollten daher hinsichtlich Wechselwirkungen beobachtet werden.
Verapamil hemmt CYP3A4 und P-Glycoprotein (P-gp). Die gleichzeitige Gabe von Verapamil und einem Begleitarzneimittel, dass überwiegend über CYP3A4 metabolisiert wird oder ein P-gp Substrat darstellt, kann zu einer Erhöhung der Wirkstoffkonzentration des Begleitarznei-mittels führen, sodass daraus eine verstärkte oder verlängerte therapeutische Wirkung und eine Zunahme der Nebenwirkungen des Begleitarzneimittels resultieren.
Die folgende Tabelle enthält einige mögliche pharmakokinetische Interaktionen:
| Mögliche Interaktionen | ||
| Begleit-medikation | Mögliche Wirkung auf Verapamil oder dieBegleitmedikation | Bemerkung |
| Alpharezeptorenblocker | ||
| Prazosin | Cmax von Prazosin ↑ (~ 40 %), kein Effekt auf die Halbwertzeit | additiver blutdrucksenkender Effekt |
| Terazosin | ↑ der AUC (~ 24 %) und (25 %) von Terazo-sin | |
| Antiarrhythmika | ||
| Flecainid | minimaler Effekt auf die Plasmaclearance von Flecainid (< ~ 10 %); kein Effekt auf die Plasmaclearance von Verapamil | Weitere Informationen (siehe unter Ab-schnitt 4.4 - Antiarrhythmika, Betarezep-torenblocker und Inhalationsanästhetika) |
| Chinidin | Clearance von oralem Chinidin ↓ (~ 35 %) | Hypotonie.Bei Patienten mit einer hypertrophen ob-struktiven Kardiomyopathie kann ein Lungenödem auftreten. |
| Amiodaron | Erhöhung des Amiodaron-Plasmaspiegels | |
| Antiasthmatika | ||
| Theophyllin | orale und systemische Clearance ↓ um~ 20 % | Die Reduktion der Clearance war beiRauchern weniger stark ausgeprägt (~ 11 %) |
| Antikonvulsiva/Antiepileptika | ||
| Carbamaze-pin | AUC von Carbamazepin ↑ (~ 46 %) bei Pati-enten mit refraktorischer partieller Epilepsie | Erhöhte Carbamazepinspiegel.Dies kann Carbamazepin-Nebenwirkun-gen wie Diplopie, Kopfschmerzen, Ata-xie oder Schwindel/Benommenheit aus-lösen. |
| Senkung des Verapamilhydrochlorid-Plasma-spiegels | ||
| Phenytoin | Verapamil-Plasmakonzentrationen ↓ | |
| Antidepressiva | ||
| Imipramin | AUC von Imipramin ↑ (~ 15 %) | Keine Auswirkung auf die Spiegel des aktiven Metaboliten Desipramin. |
| Erhöhung des Verapamilhydrochlorid-Plas-maspiegels | ||
| Antidiabetika | ||
| Glibenclamid | Cmax (~ 28 %) und AUC von Glibenclamid ↑ (~ 26 %) | |
| Erhöhung des Verapamilhydrochlorid-Plas-maspiegels | ||
| Metformin | Die gleichzeitige Anwendung von Verapamil und Metformin kann die Wirksamkeit von Metformin beeinträchtigen. | |
| Mittel gegen Gicht | ||
| Colchicin | ↑ von AUC (~ 2,0-fach) und Cmax (~ 1,3-fach) von Colchicin | Reduktion der Colchicin-Dosis (Die gleichzeitige Einnahme von Colchicin |
| Mögliche Interaktionen | ||
| Begleit-medikation | Mögliche Wirkung auf Verapamil oder dieBegleitmedikation | Bemerkung |
| mit Verapamilhydrochlorid wird nicht empfohlen). | ||
| Antiinfektiva | ||
| Clarithromy-cin | Möglicherweise ↑ der Verapamil-Spiegel. | |
| Erythromy-cin | Möglicherweise ↑ der Verapamil-Spiegel. | |
| Rifampicin | Bei oraler Gabe von Verapamil ↓ der AUC(~ 97 %), Cmax (~ 94 %) und oraler Bioverfüg-barkeit (~ 92 %) von Verapamil. | Blutdrucksenkender Effekt möglicher-weise verringert. |
| Keine Änderung der PK bei intravenöser Gabe von Verapamil. | ||
| Telithromy-cin | Möglicherweise ↑ der Verapamil-Spiegel. | |
| Antineoplastika | ||
| Doxorubicin | Bei oraler Gabe von Verapamil ↑ der AUC(104 %) und Cmax (61 %) von Doxorubicin. | Bei Patienten mit kleinzelligem Lungen-karzinom. |
| Keine signifikanten Änderungen der PK von Doxorubicin bei intravenöser Anwendung von Verapamil. | Bei Patienten mit fortgeschrittenen Tu-moren. | |
| Azol-Fungistatika | ||
| Clotrimazol | Erhöhung des Verapamilhydrochlorid-Plas-maspiegels | |
| Ketoconazol | Erhöhung des Verapamilhydrochlorid-Plas-maspiegels | |
| Itraconazol | Erhöhung des Verapamilhydrochlorid-Plas-maspiegels | |
| Barbiturate | ||
| Phenobar-bital | Clearance von oralem Verapamil ↑ (~ 5-fach) | |
| Benzodiazepine und andere Anxiolytika | ||
| Buspiron | AUC und Cmax von Buspiron ↑ (~ 3,4-fach) | |
| Erhöhung des Verapamilhydrochlorid-Plas-maspiegels | ||
| Midazolam | AUC (~ 3-fach) und Cmax (~ 2-fach) von Mida-zolam ↑ | |
| Erhöhung des Verapamilhydrochlorid-Plas-maspiegels | ||
| Betarezeptorenblocker | ||
| Metoprolol | Bei Patienten mit Angina pectoris ↑ der AUC(~ 32,5 %) und Cmax (~ 41 %) von Metoprolol. | Siehe Abschnitt 4.4. |
| Erhöhung des Verapamilhydrochlorid-Plas-maspiegels | ||
| Propranolol | Bei Patienten mit Angina pectoris ↑ der AUC(~ 65 %) und Cmax (~ 94 %) von Propranolol. | |
| Erhöhung des Verapamilhydrochlorid-Plas-maspiegels | ||
| Herzglykoside | ||
| Digitoxin | ↓ der Gesamtclearance von Digitoxin(~ 27 %) sowie der extrarenalen Clearance (~ 29 %) | |
| Mögliche Interaktionen | ||
| Begleit-medikation | Mögliche Wirkung auf Verapamil oder dieBegleitmedikation | Bemerkung |
| Digoxin | Bei Gesunden: Cmax von Digoxin ↑ (~ 44 %), C12h von Digoxin ↑ (~ 53 %), CSS von Digo-xin ↑ (~ 44 %) und AUC von Digoxin ↑ (~50%). | Reduzieren der Digoxin-Dosis (siehe auch Abschnitt 4.4.). |
| H2-Rezeptor-Antagonisten | ||
| Cimetidin | AUC von R- (~ 25 %) und S-Verapamil (~ 40%) mit korrespondierender ↓ der Clearance von R- und S-Verapamil | Cimetidin reduziert die Verapamil-Clearance nach intravenöser Gabe von Verapamil. |
| Immunologika/Immunsuppressiva | ||
| Ciclosporin | AUC, CSS, Cmax von Ciclosporin ↑ (~ 45 %) | |
| Everolimus | Everolimus-AUC ↑ (~ 3,5-fach), Cmax ↑ (~ 2,3-fach),Verapamil: Ctrough ↑ (~ 2,3-fach) | Möglicherweise Konzentrationsbestim-mung und Dosisanpassung von Everolimus erforderlich. |
| Sirolimus | Sirolimus-AUC ↑ (~ 2,2-fach);S-Verapamil-AUC ↑ (~ 1,5-fach) | Möglicherweise Konzentrationsbestim-mung und Dosisanpassung von Si-rolimus erforderlich. |
| Tacrolimus | Tacrolimus-Spiegel möglicherweise ↑ | |
| Lipidsenker/HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren | ||
| Atorvastatin | Möglicher ↑ der Atorvastatin-Spiegel. AUC von Verapamil ↑ (~ 43 %) | Weitere Informationen siehe unten. |
| Lovastatin | Möglicher ↑ der Lovastatin-Spiegel.AUC (~ 63 %) und Cmax (~ 32 %) von Vera-pamil ↑ | |
| Simvastatin | AUC (~ 2,6-fach) und Cmax (~ 4,6-fach) von Simvastatin ↑ | |
| Serotoninrezeptor-Agonisten | ||
| Almotriptan | AUC (~ 20 %) und Cmax (~ 24 %) von Al-motriptan ↑ | |
| Erhöhung des Verapamilhydrochlorid-Plas-maspiegels | ||
| Urikosurika | ||
| Sulfinpyra-zon | Orale Clearance von Verapamil ↑ (~ 3-fach), Bioverfügbarkeit ↓ (~ 60 %) | Blutdrucksenkende Wirkung möglicher-weise reduziert. |
| Keine Änderung der PK bei intravenöser An-wendung von Verapamil. | ||
| Andere kardiale Behandlungsmittel | ||
| Ivabradin | Die gleichzeitige Anwendung mit Ivabradin ist aufgrund der zusätzlichen Herzfrequenz sen-kenden Wirkung von Verapamil zu Ivabradinkontraindiziert | Siehe Abschnitt 4.3 |
| Andere | ||
| Grapefruit-saft | ↑ der AUC von R- (~ 49 %) bzw. S-Verapamil (~ 37 %)↑ der Cmax von R- (~ 75 %) bzw. S-Verapamil (~ 51 %) | Eliminationshalbwertszeit und renale Clearance nicht betroffen.Während der Anwendung von Verapamil Hennig sollten grapefruithaltige Speisen und Getränke gemieden werden. |
| Johannis-kraut | ↓ der AUC von R- (~ 78 %) bzw. S-Verapamil (~ 80 %) mit korrespondierender Senkungder Cmax | |
Weitere Wechselwirkungen und zusätzliche Informationen
Antivirale Arzneimittel gegen HIV
Aufgrund des hemmenden Potenzials einiger antiviraler HIV-Arzneimittel, wie etwa Ritonavir, können sich die Plasmakonzentrationen von Verapamil erhöhen. Sie sollten daher mit Vor-sicht angewendet, und die Dosis von Verapamil sollte ggf. gesenkt werden.
Ebenso kann Verapamilhydrochlorid durch eine Beeinflussung des Abbaus zu einer Erhöhung des Plasmaspiegels dieser Arzneimittel führen.
Lithium
Bei gleichzeitiger Therapie mit Verapamilhydrochlorid und Lithium wurde eine erhöhte Emp-findlichkeit gegenüber den Lithium-Effekten (Neurotoxizität) gemeldet; die Lithiumspiegel wa-ren dabei unverändert oder stiegen an.
Die Gabe von Verapamilhydrochlorid hat jedoch auch zur Senkung der Lithiumspiegel im Se-rum von Patienten, die dauerhaft oral mit Lithium behandelt wurden, geführt. Patienten, die beide Wirkstoffe erhalten, sollten daher engmaschig beobachtet werden.
Muskelrelaxantien
Sowohl klinische wie auch tierexperimentelle Daten zeigen, dass Verapamilhydrochlorid mög-licherweise die Wirkungen von Muskelrelaxantien verstärken kann (Curare-Typ sowie depo-larisierende). Es kann daher erforderlich werden, die Verapamildosis und/oder die Dosis des Muskelrelaxans zu verringern, wenn beide zusammen verabreicht werden.
Acetylsalicylsäure
Verstärkte Blutungsneigung.
Dabigatran
Wenn orales Verapamil zusammen mit Dabigatranetexilat (150 mg), einem Substrat von P-gp, verabreicht wurde, waren Cmax und die AUC von Dabigatran erhöht, wobei aber der Um-fang dieser Veränderungen vom Zeitabstand der Verabreichungen und der Formulierung des Verapamils abhing.
Wenn Verapamil 120 mg in schnell freisetzender Formulierung eine Stunde vor einer Einzel-dosis von Dabigatranetexilat verabreicht wurde, waren Cmax des Dabigatran um etwa 180 % und die AUC um etwa 150 % erhöht. Keine bedeutenden Wechselwirkungen wurden beo-bachtet, wenn Verapamil 2 Stunden nach Dabigatranetexilat verabreicht wurde (Erhöhung von Cmax um ca. 10 % und der AUC um ca. 20 %).
Die gleichzeitige Gabe von Verapamil 240 mg Retardtabletten und Dabigatranetexilat führte zu einer erhöhten Dabigatran-Exposition (Anstieg von Cmax um ca. 90 % und die AUC um ca. 70 %).
Eine engmaschige klinische Überwachung wird empfohlen, wenn Verapamil mit Dabigatra-netexilat kombiniert wird, insbesondere beim Auftreten von Blutungen, vor allem bei Patienten mit einer milden bis mäßigen Niereninsuffizienz.
Andere direkte orale Antikoagulantien (DOACs)
Inhibitoren sowohl von CYP3A4 als auch von P-gp, wie Verapamil, können die Plasmakon-zentration von DOACs in einem klinisch relevanten Ausmaß erhöhen. Insbesondere bei Pati-enten mit Risikofaktoren deuten einige Daten auf eine mögliche Zunahme des Blutungsrisikos hin. Bei gleichzeitiger Gabe mit Verapamil muss ggf. die Dosis der DOACs reduziert werden (siehe Dosieranweisungen in den informativen Texten der DOACs).
Ethanol (Alkohol)
Verzögerung des Ethanolabbaus und Erhöhung der Ethanolplasmaspiegel, somit Verstärkung der Alkoholwirkung durch Verapamil.
HMG-CoA-Reduktase-Hemmer (Statine)
Bei Patienten, die Verapamil einnehmen, sollte die Behandlung mit einem HMG-CoA-Reduk-tase-Hemmer (z. B. Simvastatin, Atorvastatin oder Lovastatin) mit der geringsten möglichen Dosis begonnen und hochtitriert werden. Wird eine Behandlung mit Verapamil zu einer beste-henden Therapie mit HMG-CoA-Reduktase-Hemmern (z. B. Simvastatin, Atorvastatin oder Lovastatin) hinzugefügt, sollte an eine Reduktion der Statin-Dosis gedacht werden, wobei ge-gen die Serum-Cholesterin-Konzentration zurück zu titrieren ist.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Verapamil und Simvastatin in höheren Dosen ist das Risiko einer Myopathie/Rhabdomyolyse erhöht. Die Simvastatindosis sollte entsprechend angepasst werden (siehe Produktinformation des Herstellers; siehe auch Abschnitt 4.4).
Fluvastatin, Pravastatin und Rosuvastatin werden nicht über das Cytochrom-P450-Isoenzym 3A4 metabolisiert. Eine Wechselwirkung mit Verapamil ist weniger wahrscheinlich.
Antihypertensiva, Diuretika, Vasodilatatoren
Verstärkung des antihypertensiven Effekts mit dem Risiko eines übermäßigen Blutdruckab-falls.
Antiarrhythmika (z. B. Flecainid, Disopyramid), Betarezeptorenblocker (z. B. Metoprolol, Propranolol), Inhalationsanästhetika
Gegenseitige Verstärkung der kardiovaskulären Wirkungen (höhergradige AV-Blockierung, höhergradige Senkung der Herzfrequenz, Auftreten einer Herzinsuffizienz, verstärkte Blut-drucksenkung).
Die gleichzeitige intravenöse Applikation von Betarezeptorenblockern darf bei Patienten wäh-rend der Behandlung mit intravenösen Verapamil nicht erfolgen (Ausnahme Intensivmedizin; siehe auch Abschnitt 4.3). Die gleichzeitige Anwendung intravenösen Verapamilhydrochlorids und antiadrenerger Wirkstoffe kann zu einer übermäßigen Blutdrucksenkung führen. Insbe-sondere bei Patienten mit kardiovaskulären Vorerkrankungen wie z. B. schwerer Kardiomyo-pathie, kongestiver Herzinsuffizienz oder kürzlich erlittenem Herzinfarkt stieg bei gleichzeitiger Verabreichung intravenöser Betarezeptorenblocker oder Disopyramid zusammen mit intrave-nösem Verapamil das Risiko für diese Nebenwirkungen an, da beide Substanzklassen die Myokardkontraktilität und AV-Überleitung unterdrücken (siehe auch Abschnitt 4.8).
Schwangerschaft
Verapamilhydrochlorid ist plazentagängig. Die Plasmakonzentration im Nabelvenenblut be-trägt 20–92 % der Plasmakonzentration des mütterlichen Blutes. Es liegen keine ausreichen-den Erfahrungen mit der Anwendung von Verapamilhydrochlorid während der Schwanger-schaft vor. Daten über eine begrenzte Anzahl von oral behandelten Schwangeren lassen je-doch nicht auf teratogene Wirkungen von Verapamilhydrochlorid schließen. Tierexperimen-telle Studien haben Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).
Daher soll Verapamilhydrochlorid im ersten und zweiten Trimenon der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Eine Einnahme im dritten Trimenon der Schwangerschaft darf nur bei zwingender Indikation, unter Berücksichtigung des Risikos für Mutter und Kind, erfolgen.
Stillzeit
Verapamil geht in die Muttermilch über (Milchkonzentration ca. 23 % der mütterlichen Plas-makonzentration). Begrenzte Humandaten nach oraler Einnahme haben gezeigt, dass der Säugling nur eine geringe Wirkstoffmenge aufnimmt (0,1 bis 1 % der mütterlichen Dosis) und daher die Einnahme von Verapamil mit dem Stillen möglicherweise vereinbar ist.
Ein Risiko für das Neugeborene/den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden. Wegen der Gefahr schwerwiegender Nebenwirkungen beim Säugling sollte Verapamil während der Still-zeit jedoch nur dann verwendet werden, wenn dies für das Wohlergehen der Mutter unbedingt notwendig ist.
Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass Verapamilhydrochlorid in Einzelfällen Hyperprolaktinämie und Galaktorrhoe verursachen kann.
Die Behandlung mit Verapamil Hennig bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit ver-ändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammen-wirken mit Alkohol. Verapamil kann möglicherweise den Blutspiegel von Alkohol erhöhen und seine Elimination verlangsamen, wodurch die Alkohol-Effekte verstärkt werden können.
Die Meldungen der nachfolgend genannten Nebenwirkungen von Verapamil stammen aus klinischen Studien, Erfahrungen nach Markteinführung oder klinischen Studien der Phase IV; sie werden nach Systemorganklassen sortiert.
Die Häufigkeitsangaben sind wie folgt definiert:
Sehr häufig (≥ 1/10) Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1 000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10 000 bis < 1/1 000) Sehr selten (<1/10 000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Die häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, Schwindel bzw. Benom-menheitsgefühl, gastrointestinale Beschwerden (Übelkeit, Verstopfung, abdominale Be-schwerden), außerdem Bradykardie, Tachykardie, Palpitationen, Hypotonie, Flush, periphere Ödeme sowie Müdigkeit.
Nebenwirkungen aus klinischen Studien mit Verapamil und aus Beobachtungen nach Markteinführung
| häufig | gelegentlich | selten | sehr selten | nicht bekannt |
| Erkrankungen des Immunsystems | ||||
| Überempfind-lichkeit | ||||
| Erkrankungen des Nervensystems | ||||
| Schwindel- bzw. Be-nommenheitsgefühl, Kopfschmerzen, Neu-ropathie | Parästhesien, Tremor | Extrapyrami-dale Symp-tome, Paralyse(Tetraparese)1, Krämpfe | ||
1 Es gab einen einzelnen Postmarketing-Bericht über Paralyse (Tetraparese) in Verbindung mit der gemeinsamen Anwendung von Verapamil und Colchicin. Dies könnte dadurch verursacht worden sein, dass Colchicin infolge der Hemmung von CYP3A4 und P-gp durch Verapamil die Blut-Hirn-Schranke passiert hat. Siehe auch Abschnitt
„Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen“.
| häufig | gelegentlich | selten | sehr selten | nicht bekannt |
| Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen | ||||
| Verminderungder Glukoseto-leranz | Hyperkaliämie | |||
| Psychiatrische Erkrankungen | ||||
| Nervosität | Somnolenz | |||
| Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths | ||||
| Tinnitus | Vertigo | |||
| Herzerkrankungen | ||||
| Bradykardie, Entste-hung einer Herzinsuffi-zienz bzw. Verschlim-merung einer vorbe-stehenden Herzinsuffi-zienz, übermäßiger Blutdruckabfall und/oder orthostati-sche Regulationsstö-rungen | Palpitationen, Tachykardie | AV-Block (I., II.,III. Grades), Herzinsuffizi-enz, Sinusstill-stand, Sinus-bradykardie, Asystolie | ||
| Gefäßerkrankungen | ||||
| Flush, Hypotonie | ||||
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und Mediastinums | ||||
| Bronchospas-mus, Dyspnoe | ||||
| Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes | ||||
| Übelkeit, Obstipation | Abdominale Schmerzen | Erbrechen | Abdominale Beschwerden, Ileus,Gingivahyper-plasie, Ileus | |
| Leber- und Gallenerkrankungen | ||||
| wahrscheinlich allergisch be-dingte Hepati-tis mit reversib-ler Erhöhung der leberspezi-fischen En-zyme | ||||
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes | ||||
| Erythromelalgie | Hyperhidrose | Photoderma-titis | Angioödem, Stevens-John-son-Syndrom, Erythema multi-forme, Juckreiz, Alopezie, Pur-pura, makulo-papulöse Exan-theme, Urtikaria | |
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | ||||
| Verschlimme-rung einer Myasthenia gravis, einesLambert- | Arthralgie, Mus-kelschwäche, Myalgie | |||
| häufig | gelegentlich | selten | sehr selten | nicht bekannt |
| Eaton-Syn-droms und ei-ner fortge-schrittenen Duchenne-Muskeldys-trophie | ||||
| Erkrankungen der Niere und Harnwege | ||||
| Niereninsuffizi-enz | ||||
| Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse | ||||
| erektile Dys-funktion, Ga-laktorrhoe, Gynäkomastie | ||||
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | ||||
| Periphere Ödeme | Müdigkeit | |||
| Untersuchungen | ||||
| Prolaktinwerte im Blut erhöht | ||||
Andere mögliche Nebenwirkungen
Verapamil Hennig 240 mg retard Retardtabletten zusätzlich:
(3-sn-Phosphatidyl)-cholin (Soja) kann sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.
Hinweis:
Bei Patienten mit Herzschrittmacher kann eine Erhöhung der Pacing- und Sensingschwelle unter Verapamilhydrochlorid nicht ausgeschlossen werden.
Bei Patienten mit kardiovaskulären Vorerkrankungen wie z. B. schwerer Kardiomyopathie, kongestiver Herzinsuffizienz oder kürzlich erlittenem Herzinfarkt stieg bei gleichzeitiger Ver-abreichung intravenöser Betarezeptorenblocker oder Disopyramid zusammen mit intravenö-sem Verapamil das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen an, da beide Substanzklassen eine kardiodepressive Wirkung haben (siehe auch Abschnitt 4.5).
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtig-keit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall ei-ner Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Symptome einer Überdosierung:
Die Intoxikationssymptome nach Vergiftungen mit Verapamilhydrochlorid verlaufen in Abhän-gigkeit von der zugeführten Menge, dem Zeitpunkt der Entgiftungsmaßnahmen und der kon-traktilen Funktionsfähigkeit des Myokards (Altersabhängigkeit).
Folgende Symptome werden bei einer schweren Vergiftung mit Verapamil beobachtet:
Schwerer Blutdruckabfall, Herzinsuffizienz, bradykarde oder tachykarde Herzrhythmusstörun-gen (z. B. junktionaler Rhythmus mit AV-Dissoziation und höhergradigem AV-Block), die zum Herz-Kreislauf-Schock und Herzstillstand führen können.
Bewusstseinstrübung bis zum Koma, Hyperglykämie, Hypokaliämie, metabolische Azidose, Hypoxie, akutes Atemnotsyndrom, kardiogener Schock mit Lungenödem, Beeinträchtigung der Nierenfunktion und Konvulsionen. Über Todesfälle wurde gelegentlich berichtet.
Therapiemaßnahmen bei Überdosierung:
Therapeutisch stehen die Giftelimination und die Wiederherstellung stabiler Herz-Kreislauf-Verhältnisse im Vordergrund.
Die Therapiemaßnahmen richten sich nach Zeitpunkt und Art der Verabreichung sowie nach Art und Schwere der Vergiftungssymptome.
Bei Vergiftungen mit größeren Mengen von Retardpräparaten ist zu beachten, dass eine Wirk-stofffreisetzung und Resorption im Darm noch länger als 48 Stunden nach der Einnahme er-folgen kann.
Eine Magenspülung ist nach oraler Intoxikation mit Verapamilhydrochlorid anzuraten, auch noch später als 12 Stunden nach der Einnahme, falls keine Magen-Darm-Motilität (Darmge-räusche) nachweisbar ist. Bei Verdacht auf Vergiftung mit Retardpräparaten sind umfangrei-che Eliminationsmaßnahmen indiziert, wie induziertes Erbrechen, Absaugen von Magen- und Dünndarminhalt unter endoskopischer Kontrolle, Darmspülung, Abführen, hohe Einläufe.
Eine Hämodialyse ist wegen fehlender Dialysierbarkeit von Verapamilhydrochlorid nicht sinn-voll, eine Hämofiltration und evtl. eine Plasmapherese (hohe Plasmaeiweißbindung der Cal-cium-Antagonisten) wird jedoch empfohlen.
Übliche intensivmedizinische Wiederbelebungsmaßnahmen, wie extrathorakale Herzmas-sage, Beatmung, Defibrillation bzw. Schrittmachertherapie.
Spezifische Maßnahmen:
Beseitigung von kardiodepressorischen Effekten, von Hypotonie und Bradykardie.
Bradykarde Herzrhythmusstörungen werden symptomatisch mit Atropin und/oder Beta-Sym-pathomimetika (Isoprenalin, Orciprenalin) behandelt, bei bedrohlichen bradykarden Herz-rhythmusstörungen ist eine temporäre Schrittmachertherapie erforderlich. Eine Asystolie sollte mit den üblichen Methoden behandelt werden, einschließlich betaadrenerger Stimula-tion (Isoprenalin).
Als spezifisches Antidot gilt Calcium, z. B. 10 bis 20 ml einer 10 %igen Calciumgluconatlösung intravenös (2,25 bis 4,5 mmol), erforderlichenfalls wiederholt oder als Dauertropfinfusion (z. B. 5 mmol/Stunde).
Die Hypotonie als Folge von kardiogenem Schock und arterieller Vasodilatation wird mit Do-pamin (bis 25 µg je kg Körpergewicht je Minute), Dobutamin (bis 15 µg je kg Körpergewicht je Minute), Epinephrin bzw. Norepinephrin behandelt. Die Dosierung dieser Medikamente orien-tiert sich allein an der erzielten Wirkung. Der Serum-Calciumspiegel sollte hochnormal bis leicht erhöht gehalten werden. In der Frühphase wird aufgrund der arteriellen Vasodilatation zusätzlich Flüssigkeit substituiert (Ringer- oder Natriumchloridlösung).
Pharmakologische Eigenschaften - Verapamil 120 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Selektive Calciumkanalblocker mit vorwiegender Herzwir-kung, Phenylalkylaminderivate
ATC-Code: C08DA01
Wirkmechanismus und pharmakodynamische Wirkungen
Verapamilhydrochlorid gehört zu der Gruppe der Calciumantagonisten. Diese Substanzen ha-ben eine hemmende Wirkung auf den Calciumeinstrom durch Muskelzellmembranen.
Verapamil wirkt auch als Calciumantagonist an der glatten Muskulatur, insbesondere im Be-reich der Gefäße und des Magen-Darm-Traktes. Der Effekt auf die glatte Gefäßmuskulatur äußert sich in einer Vasodilatation.
Verapamil hat als Calciumantagonist auch einen deutlichen Effekt auf das Myokard. Die Wir-kung auf den AV-Knoten äußert sich in einer Verlängerung der Überleitungszeit. Im Bereich des Arbeitsmyokards kann es zu einem negativ inotropen Effekt kommen.
Beim Menschen verursacht Verapamilhydrochlorid infolge der Vasodilatation eine Abnahme des totalen peripheren Widerstandes. Es kommt zu keiner reflektorischen Zunahme des Herz-minutenvolumens. Dementsprechend sinkt der Blutdruck.
Verapamilhydrochlorid ist ein Racemat aus gleichen Anteilen des R- und des S-Enantio-mers. Verapamil wird weitgehend verstoffwechselt. Norverapamil ist einer von 12 Metaboli-ten, die im Urin detektiert werden können; es hat 10 bis 20 % der pharmakologischen Aktivi-tät von Verapamil und macht 6 % des ausgeschiedenen Wirkstoffes aus.
Die Steady-State-Plasmakonzentrationen von Norverapamil und Verapamil sind vergleich-bar. Nach mehrmals täglicher Gabe wird der Steady State nach drei bis vier Tagen erreicht.
Resorption
Nach oraler Gabe werden mehr als 90 % des Verapamils schnell aus dem Dünndarm resor-biert. Die mittlere systemische Verfügbarkeit der unveränderten Substanz nach einer Ein-zelgabe von nicht retardiertem Verapamil beträgt 22 %, bei retardiertem Verapamil sind es etwa 32 %; der Grund ist ein ausgeprägter hepatischer First-pass-Effekt.
Die Bioverfügbarkeit bei wiederholter Gabe ist etwa zwei Mal höher. Nach Gabe von nicht retardiertem Verapamil werden die maximalen Plasmaspiegel nach ein bis zwei Stunden er-reicht, nach Gabe von retardiertem Verapamil nach vier bis fünf Stunden. Die maximalen Plasmakonzentrationen von Norverapamil werden nach einer Stunde (nicht retardiert) bzw. nach fünf Stunden (retardiert) erreicht.
Die Einnahme mit einer Mahlzeit hat keine Auswirkungen auf die Bioverfügbarkeit von Verapamil.
Verteilung
Verapamil wird in den Körpergeweben weitgehend verteilt, das Verteilungsvolumen beträgt beim Gesunden 1,8 bis 6,8 l/kg. Verapamil wird zu 90 % an Plasmaproteine gebunden.
Biotransformation
Verapamil wird extensiv verstoffwechselt. In vitro Studien zeigen, dass Verapamil durch die Cytochrom-P450-Isoenzyme CYP3A4, CYP1A2, CYP2C8, CYP2C9 und CYP2C18 verstoff-wechselt wird. Bei gesunden Männern wird oral aufgenommenes Verapamil weitgehend in der Leber metabolisiert; 12 Metabolite wurden identifiziert, die meisten allerdings nur in Spuren. Der größte Teil der Metabolite besteht aus verschiedenen N- und O-dealkylierten Abbaupro-dukten von Verapamil. Von diesen hat nur das Norverapamil eine nennenswerte pharmako-logische Wirkung (etwa 20 % von derjenigen der Muttersubstanz); dies wurde in einer Studie an Hunden beobachtet.
Elimination
Nach intravenöser Infusion wird Verapamil schnell bi-exponentiell eliminiert, mit einer schnel-leren frühen Distributionsphase (Halbwertzeit etwa vier Minuten) und einer langsameren ter-minalen Eliminationsphase (Halbwertzeit zwei bis fünf Stunden).
Nach oraler Gabe beträgt die Eliminationshalbwertzeit von Verapamil drei bis sieben Stunden. Etwa 50 % der verabreichten Dosis wird innerhalb von 24 Stunden renal eliminiert, 70 % in-nerhalb von fünf Tagen. Bis zu 16 % werden mit den Faeces ausgeschieden. Etwa 3 bis 4 % des renal ausgeschiedenen Wirkstoffs wird in seiner unveränderten Form ausgeschieden. Die Gesamtclearance von Verapamil ist in etwa so groß wie der hepatische Blutfluss, etwa 1 l/h/kg (Spanne: 0,7 bis 1,3 l/h/kg).
Es gibt große interindividuelle Unterschiede in der Clearance.
Besondere Patientengruppen
Pädiatrie
Für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen sind nur begrenzte Daten zur Pharmakoki-netik verfügbar. Nach intravenöser Gabe betrug die mittlere Halbwertzeit 9,17 Stunden, die durchschnittliche Clearance betrug 30 l/h, während sie bei einem 70 kg schweren Erwachse-nen 70 l/h beträgt. Die Plasmakonzentrationen im Steady State nach oraler Gabe scheinen bei Kindern niedriger zu sein als bei Erwachsenen.
Ältere Patienten
Bei Patienten mit Bluthochdruck kann das Alter die pharmakokinetischen Effekte möglicher-weise beeinflussen. Die Eliminationshalbwertzeit kann bei älteren Patienten verlängert sein. Die blutdrucksenkende Wirkung von Verapamil ist altersunabhängig.
Eingeschränkte Nierenfunktion
Eine Einschränkung der Nierenfunktion hat keinen Effekt auf die Pharmakokinetik von Vera-pamil; dies wurde in Vergleichsstudien an Patienten mit Nierenversagen im Endstadium und Patienten mit gesunden Nieren gezeigt.
Durch Hämodialyse können Verapamil und Norverapamil nicht entfernt werden
Eingeschränkte Leberfunktion
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist die Halbwertzeit von Verapamil verlängert; der Grund ist die niedrigere Clearance der oral aufgenommenen Substanz und das erhöhte Verteilungsvolumen.
Pharmazeutische Angaben - Verapamil 120 mg
Verapamil Hennig 40 mg Filmtabletten
Mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, Maisquellstärke, teilverzuckert, Croscarmellose-Nat-rium, Talkum, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Hypromellose, Gly-cerol 85 %.
Verapamil Hennig 80 mg Filmtabletten
Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Povidon (K25), mikrokristalline Cellulose, Carboxymethyl-stärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Hypromellose, Hyprolose, Macrogol (6000), Titandioxid.
Verapamil Hennig 120 mg Filmtabletten
Mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte Stärke, Maisstärke, Croscarmellose-Natrium, Tal-kum, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Hypromellose, Glycerol 85
%.
Verapamil Hennig 120 mg retard Retardtabletten
Natriumalginat, Povidon (K25), mikrokristalline Cellulose, hochdisperses Siliciumdioxid, Mag-nesiumstearat (Ph.Eur.), Lactose-Monohydrat, Hypromellose, Titandioxid, Macrogol (4000), Eisenoxidhydrat.
Verapamil Hennig 240 mg retard Retardtabletten
Natriumalginat, Povidon (K29/32), Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Polyvi-nylalkohol, Titandioxid, Talkum, (3-sn-Phosphatidyl)cholin (Soya), Xanthangummi.
Verapamil Hennig 40 mg Filmtabletten Verapamil Hennig 80 mg Filmtabletten Verapamil Hennig 120 mg Filmtabletten Verapamil Hennig 240 mg retard Retardtabletten 5 Jahre
Verapamil Hennig 120 mg retard Retardtabletten
3 Jahre
Verapamil Hennig 40 mg Filmtabletten Verapamil Hennig 80 mg Filmtabletten Verapamil Hennig 120 mg Filmtabletten Verapamil Hennig 240 mg retard Retardtabletten
Für diese Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Verapamil Hennig 120mg retard Retardtabletten
Nicht über 25 °C lagern.
Verapamil Hennig 40 mg Filmtabletten Verapamil Hennig 80 mg Filmtabletten Verapamil Hennig 120 mg Filmtabletten
OP mit 20 Filmtabletten OP mit 30 Filmtabletten OP mit 50 Filmtabletten OP mit 60 Filmtabletten OP mit 100 Filmtabletten
Verapamil Hennig 80 mg Filmtabletten
Anstaltspackung mit 40 (4× 10) Filmtabletten.
Verapamil Hennig 120 mg retard Retardtabletten Verapamil Hennig 240 mg retard Retardtabletten OP mit 20 Retardtabletten
OP mit 30 Retardtabletten OP mit 50 Retardtabletten OP mit 60 Retardtabletten OP mit 100 Retardtabletten
Verapamil Hennig 120 mg retard Retardtabletten
Anstaltspackung mit 40 (4× 10) Retardtabletten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.