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Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

ProHance®, 0,5 M, Injektionslösung 10 ml

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Injektionslsg.

Hersteller

Bracco Imaging Deutschland GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.8.2024
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Fachinfo - ProHance®, 0,5 M

Anwendungsgebiete

Dieses Arzneimittel ist ein Diagnostikum.

ProHance ist ein nichtionisches paramagnetisches Kontrastmittel zur Magnetresonanz-Tomographie (MRT).

Beim Einsatz in der MRT ermöglicht ProHance eine Kontrastverstärkung

  • des Gehirns, des Rückenmarks und des umgebenden Gewebes mit verbesserter Darstellung (im Vergleich zur nicht kontrastverstärkten MRT) von Läsionen mit abnormer Vaskularität oder Läsio-nen, die eine Störung der Blut-Hirn-Schranke verursachen können

  • von Weichteiltumoren im Kopf- und Halsbereich

  • des muskuloskelettalen Systems von Körperstamm und Extremitäten

  • bei Erkrankungen der Brust

  • bei der Differentialdiagnose von Lebertumoren

  • bei Erkrankungen im Beckenbereich.

ProHance sollte nur dann angewendet werden, wenn die diagnostische Information notwendig ist und mit einer Magnetresonanztomographie (MRT) ohne Kontrastmittelverstärkung nicht erhoben werden kann.

ProHance wird angewendet bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen ab der Geburt.

Die Anwendung einer Ganzkörper-MRT wird bei Patienten unter 18 Jahren nicht empfohlen.

Dosierung

Dosierung

Es ist die geringstmögliche Dosis zu verwenden, mit der eine für diagnostische Zwecke ausreichende Kontrastverstärkung erzielt wird. Die Dosis wird abhängig vom Körpergewicht des Patienten berech-net und sollte die in diesem Abschnitt angegebene empfohlene Dosis pro Kilogramm Körpergewicht nicht überschreiten.

Erwachsene

Die empfohlene Dosierung zur Darstellung von pathologischen Prozessen des Gehirns, des Rücken-marks, des muskuloskelettalen Systems, des extrakranialen und extraspinalen Gewebes, der Leber, der Brust und des Beckens beträgt 0,1 - 0,3 mmol/kg (0,2 - 0,6 ml/kg). Für gewöhnlich reicht die Stan-darddosis von 0,1 mmol/kg aus. Bei Patienten mit schwach kontrastierenden Läsionen (wie z. B. teil-weise bei Metastasen, einigen Tumoren bzw. Entzündungen) haben sich Dosierungen von bis zu 0,3 mmol/kg als nützlich erwiesen.

Kinder und Jugendliche

Zur Darstellung von pathologischen Prozessen des Gehirns und des Rückenmarks 0,1 mmol/kg (0,2 ml/kg).

Die Anwendung einer Ganzkörper-MRT wird bei Patienten unter 18 Jahren nicht empfohlen. Besondere Patientengruppen

Eingeschränkte Nierenfunktion

ProHance sollte bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion (GFR <

30 ml/min/1,73m2) und bei Patienten in der perioperativen Phase einer Lebertransplantation nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden und nur, wenn die diagnostische Informa-tion notwendig ist und mit einer MRT ohne Kontrastmittelverstärkung nicht erhoben werden kann (siehe Abschnitt 4.4). Falls die Anwendung von ProHance notwendig ist, sollte die Dosis 0,1 mmol/kg Körpergewicht nicht übersteigen. Während eines Scans sollte nicht mehr als eine Dosis angewendet werden. Da keine Informationen zur wiederholten Anwendung vorliegen, sollte die Injektion von Pro-Hance nicht wiederholt werden, es sei denn, der Abstand zwischen den Injektionen beträgt mindestens 7 Tage.

Neugeborene bis zum Alter von 4 Wochen und Säuglinge bis zum Alter von 1 Jahr

Wegen der unreifen Nierenfunktion bei Neugeborenen bis zu einem Alter von 4 Wochen und bei Säuglingen bis zum Alter von 1 Jahr sollte ProHance bei diesen Patienten nur nach sorgfältiger Abwä-gung in einer Dosis von höchstens 0,1 mmol/kg Körpergewicht angewendet werden. Während eines Scans sollte nicht mehr als eine Dosis angewendet werden. Da keine Informationen zur wiederholten Anwendung vorliegen, sollte die Injektion von ProHance nicht wiederholt werden, es sei denn, der Abstand zwischen den Injektionen beträgt mindestens 7 Tage.

Ältere Patienten (65 Jahre und älter)

Es wird keine Dosisanpassung für notwendig gehalten. Bei älteren Patienten ist Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.4).

Art der Anwendung

ProHance wird unmittelbar vor der MRT-Untersuchung in eine Vene (üblicherweise im Arm) injiziert. Bei der Injektion von Kontrastmitteln ist Vorsicht geboten, um Paravasation zu vermeiden.

Um eine vollständige Injektion des Kontrastmittels sicherzustellen, sollten nach der Injektion mindes-tens 5 ml Natriumchloridlösung nachinjiziert werden. Die kontrastverstärkte MRT sollte innerhalb ei-ner Stunde nach der Injektion von ProHance abgeschlossen sein.

Falls Untersuchungen wiederholt werden müssen, sollte ein Zeitraum von sechs Stunden abgewartet werden, um eine ausreichende Ausscheidung von ProHance zu ermöglichen.

Bei Anwendung der vorgefüllten Fertigspritze gelten folgende Hinweise

Die vorgefüllte Fertigspritze soll erst unmittelbar vor der Untersuchung der Packung entnommen und für die Injektion vorbereitet werden. Die Fertigspritzen sind bei einer Beschädigung der Versiegelung oder Undichtigkeit zu verwerfen.

Automatisches Applikationssystem

Soll das Arzneimittel mit einem automatischen Applikationssystem gegeben werden, muss die Eig-nung für die beabsichtigte Anwendung vom Medizinproduktehersteller belegt sein. Die Anwendungs-hinweise der Medizinprodukte sind unbedingt zu beachten. ProHance sollte erst unmittelbar vor Ge-brauch aufgezogen werden. Bei Säuglingen und Kleinkindern verbietet sich der Einsatz eines automa-tischen Applikationssystems.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff und/oder Gadoliniumchelaten oder einen der in Abschnitt

6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Warnhinweise

Die allgemein gültigen Sicherheitsvorkehrungen für die Magnetresonanz-Tomographie, insbesondere der Ausschluss ferromagnetischer Materialien wie beispielsweise Herzschrittmacher oder Aneurys-maclips, gelten auch bei der Verwendung von ProHance.

  • Allergoide bzw. anaphylaktoide Reaktionen

    Wie bei anderen Gadolinium-Chelaten wurde über anaphylaktische/anaphylaktoide/ Überempfindlich-keitsreaktionen mit Gadoteridol berichtet. Diese Reaktionen äußerten sich mit unterschiedlichem Schweregrad einschließlich anaphylaktischer Schock oder Tod. Sie betrafen ein oder mehrere Körper-systeme und hier überwiegend Atem-, Herz-Kreislauf- und/oder Haut-Schleimhautsysteme.

    Bei der Anwendung von Gadoteridol wurde sehr selten von anaphylaktischem Schock berichtet.

    Die meisten dieser Reaktionen treten innerhalb der ersten halben Stunde nach der Verabreichung des Kontrastmittels auf. Wie auch bei allen anderen Kontrastmitteln dieser Klasse können sehr selten Spät-reaktionen (nach Stunden oder Tagen) auftreten.

    Derartige Ereignisse sind aufgrund ihres unregelmäßigen Auftretens im Einzelfall nicht vorhersehbar. Patienten mit Allergie, Arzneimittelreaktionen oder anderen überempfindlichkeitsähnlichen Erkran-kungen in der Anamnese sollten während der Untersuchung und der Verabreichung des Kontrastmit-tels sowie für eine vom Arzt unter Berücksichtigung des Zustands des Patienten als angemessen ange-sehene Zeit engmaschig überwacht werden.

    Bei Patienten mit Bronchialasthma ist besonders das Risiko des Auftretens von Bronchospasmen er-höht.

    Unabhängig von Art und Menge der Verabreichung können bereits geringfügige allergoide Symptome erste Anzeichen einer schwerwiegenden behandlungsbedürftigen anaphylaktoiden Reaktion sein.

    Wenn eine allergieähnliche Reaktion auftritt, muss die Verabreichung des Kontrastmittels sofort unter-brochen werden und – wenn notwendig – über einen venösen Zugang eine gezielte Therapie eingelei-tet werden. Um im Notfall sofortige Maßnahmen ergreifen zu können, müssen die hierfür nötigen Not-fallmedikamente bzw. Notfallbesteck (u.a. Trachealtubus und Beatmungsgerät) jederzeit griffbereit sein.

  • Patienten, die Betablocker einnehmen

    Es ist zu beachten, dass Patienten, die mit Betablockern behandelt werden, möglicherweise nicht auf Beta-Agonisten ansprechen, die üblicherweise bei der Behandlung von allergieähnlichen Reaktionen eingesetzt werden.

  • Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen

    Bei diesen Patienten können die Überempfindlichkeitsreaktionen stärker ausgeprägt sein. Insbesondere bei Patienten mit schweren Herzerkrankungen, wozu beispielsweise schwere Herzinsuffizienz oder koronare Herzkrankheit gehören, können starke kardiovaskuläre Reaktionen auftreten.

  • Erkrankungen des Zentralnervensystems

    Bei Patienten, die an Epilepsie oder Hirnläsionen leiden, kann die Wahrscheinlichkeit von Krampfan-fällen während der Untersuchung erhöht sein. Bei der Untersuchung solcher Patienten müssen Vor-sichtsmaßnahmen getroffen werden (z. B. die Überwachung der Patienten) und Ausrüstung und Medi-kamente für eine unverzügliche Behandlung möglicher Krampfanfälle sollten vorhanden sein.

    Gadoteridol darf nicht intrathekal angewendet werden. Schwere lebensbedrohliche und tödliche Fälle, überwiegend mit neurologischen Reaktionen (z. B. Koma, Enzephalopathie, Krampfanfälle), wurden bei intrathekaler Anwendung berichtet.

  • Eingeschränkte Nierenfunktion

    Es wird empfohlen, vor der Anwendung von ProHance bei allen Patienten das Vorliegen einer Nierenfunktionsstörung durch Labortests abzuklären.

    In Zusammenhang mit der Anwendung einiger Gadolinium-haltiger Kontrastmittel wurde bei Patien-ten mit akuter oder chronischer schwerer Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml/min/1,73 m2) über eine ne-phrogene systemische Fibrose (NSF) berichtet. Ein besonderes Risiko besteht bei Patienten, die sich einer Lebertransplantation unterziehen, da die Inzidenz eines akuten Nierenversagens in dieser Gruppe hoch ist. Da die Möglichkeit besteht, dass mit ProHance eine NSF auftritt, sollte es daher bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion und bei Patienten in der perioperativen Phase einer Lebertransplantation nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden und nur, wenn die diagnostische Information notwendig ist und mit einer MRT ohne Kontrastmittelverstärkung nicht erhoben werden kann.

    Eine Hämodialyse kurz nach der Anwendung von ProHance kann nützlich sein, um ProHance aus dem Körper zu entfernen. Es gibt keine Hinweise dafür, dass die Einleitung einer Hämodialyse zur Präven-tion oder Behandlung einer NSF bei nicht bereits dialysierten Patienten geeignet ist.

    Neugeborene und Säuglinge

    Wegen der unreifen Nierenfunktion bei Neugeborenen bis zum Alter von 4 Wochen und bei Säuglin-gen bis zu einem Alter von 1 Jahr sollte ProHance bei diesen Patienten nur nach sorgfältiger Abwä-gung angewendet werden.

    Ältere Patienten

    Da die renale Clearance von ProHance bei älteren Menschen beeinträchtigt sein kann, ist es besonders wichtig, Patienten ab 65 Jahren bezüglich einer Nierenfunktionsstörung zu überprüfen.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt. Arzneimittelinteraktionen mit Gadoteridol sind nicht bekannt. Die mit ProHance durchgeführten klini-schen Studien ergaben keine klinisch signifikanten Hinweise oder Trends auf Veränderungen der La-borwerte.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Die Erfahrungen mit der Anwendung von Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln, einschließlich Gado-teridol, bei Schwangeren sind begrenzt. Gadolinium ist plazentagängig. Es ist nicht bekannt, ob eine Gadolinium-Exposition mit gesundheitsschädlichen Auswirkungen auf den Fötus verbunden ist. Tier-experimentelle Studien haben bei wiederholten hohen Dosen eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). ProHance darf während der Schwangerschaft nicht verwendet werden, es sei denn, dass eine Anwendung von Gadoteridol aufgrund des klinischen Zustands der Frau erforderlich ist.

Stillzeit

Gadolinium-haltige Kontrastmittel werden in sehr geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden (siehe Abschnitt 5.3). In klinischen Dosen sind wegen der geringen in die Milch ausgeschiedenen Menge und der schwachen Resorption aus dem Darmtrakt keine Auswirkungen auf den Säugling zu erwarten. Ob das Stillen fortgesetzt oder nach der Verabreichung von ProHance für 24 Stunden unter-brochen wird, sollten der Arzt und die stillende Mutter entscheiden.

Fertilität

Bei Ratten induzierte die intravenöse Applikation von Gadoteridol vor und während der Verpaarung bis zur höchsten geprüften Dosierung von 6 mmol/kg keine Effekte auf die männliche oder weibliche Fertilität.

Fahrtüchtigkeit

Ausgehend vom pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Profil hat ProHance keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Bei ambulanten Patienten sollte bei der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und beim Bedienen von Maschinen und Führen von Fahrzeugen berücksichtigt werden, dass gelegentlich Übelkeit auftreten kann.

Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen wurden mit ProHance berichtet. Aus klinischen Studien stammende Nebenwirkungen wurden unter Angabe der Häufigkeit mit aufgenommen. Es gab keine Nebenwirkun-gen mit einer höheren Häufigkeit als 2 %. Aus spontanen Berichten nach Inverkehrbringen stammende Nebenwirkungen wurden unter Angabe der Häufigkeit „nicht bekannt“ mit aufgenommen.

Systemorganklasse Nebenwirkungen
Klinische Studien Beobachtungen nach Inverkehr-brin-gen
Häufig(≥1/100 -<1/10) Gelegentlich(≥1/1.000 - <1/100) Selten(≥1/10.000 -<1/1.000) Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der ver-fügbaren Datennicht abschätzbar)
Erkrankungen des Immunsystems Anaphylakti-sche/anaphylak-toide Reaktionen
Psychiatrische Erkrankungen Angstgefühle
Erkrankungen des Nervensystems Kopfschmerzen, Paräs-thesie, Schwindel, Ge-schmacksstörungen Geistige Beein-trächtigung, Bewusstseinsver-lust, Koma, vasova-gale Reaktionen*
Systemorganklasse Nebenwirkungen
Klinische Studien Beobachtungennach Inverkehr-brin-gen
Häufig(≥1/100 -<1/10) Gelegentlich(≥1/1.000 - <1/100) Selten(≥1/10.000 -<1/1.000) Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der ver-fügbaren Datennicht abschätzbar)
Koordinations-störungen, Kon-vulsion
Augenerkrankungen Erhöhter Tränenfluss
Erkrankungen des Ohrs und desLabyrinths Tinnitus
Herzerkrankungen Knotenarrhytmie Herzstillstand
Gefäßerkrankungen Hautrötung, Hypotonie
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums undMediastinums Laryngospas-mus, Dyspnoe, Rhinitis, Husten,Apnoe, Keuchen Atemstillstand, Lun-genödem
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Übelkeit Mundtrockenheit, Erb-rechen Abdominal-schmerzen, Zun-genödem, oralerPruritus, Gingi-vitis, loser Stuhl
Erkankungen der Hautund des Unterhautzellgewebes Pruritus, Hautausschlag, Urtikaria Gesichtsödem
Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Skelettmuskel-steifheit
Erkrankungen derNieren und Harnwege Akutes Nierenversa-gen**
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Schmerzen an der In-jektionsstelle, Reaktio-nen an der Injektions-stelle (möglicherweisedurch Paravasation), As-thenie Brustschmerzen, Pyrexie
Untersuchungen Erhöhte Herzfrequenz

Beschreibung ausgewählter unerwünschter Reaktionen

*Vasovagale Reaktionen

Während oder unmittelbar nach der Verabreichung von ProHance wurde von vasovagalen Reaktionen berichtet, die selten zu einer vasovagalen Synkope führten. Die Erkrankung ist häufig mit emotiona-lem Stress oder schmerzhaften/unangenehmen Reizen (z. B. Nadeleinstich beim Setzen der i.v.-Ka-nüle) verbunden. Häufig erlebte Symptome sind Übelkeit, Schwindel und Diaphorese.

In schweren und möglicherweise zu einer Synkope führenden Fällen sind die Patienten für gewöhnlich blass und diaphoretisch mit Bewusstseinsstörungen und Bradykardie. Darüber hinaus erlebten Patien-ten häufig Angst, Unruhe, Schwäche und übermäßige Speichelproduktion. Die korrekte Erkennung dieser Reaktion und Differentialdiagnose gegenüber einer Überempfindlichkeits-/anaphylaktoiden

Reaktion ist unerlässlich, um geeignete Behandlungsmaßnahmen zur Umkehr der Vagusstimulation ergreifen zu können.

**Akutes Nierenversagen

Von Patienten mit vorbestehender schwerer Nierenfunktionsstörung wurden Fälle akuten Nierenversa-gens berichtet.

Anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen

Wie bei anderen Gadolinium-Chelaten wurde über anaphylaktische/anaphylaktoide/ Überempfindlich-keitsreaktionen mit ProHance berichtet. Diese Reaktionen äußerten sich mit unterschiedlichem Schwe-regrad einschließlich anaphylaktischer Schock oder Tod. Sie betrafen ein oder mehrere Körpersysteme und hier überwiegend Atem-, Herz-Kreislauf- und/oder Haut-Schleimhautsysteme. Häufig berichtete Symptome beinhalten Engegefühl im Hals, Halsreizung, Dyspnoe, Beklemmungsgefühl in der Brust, Hitzegefühl, Dysphagie, Brennen, Pharynx- oder Larynxödem und Hypotonie.

Nephrogene systemische Fibrose

Es wurde über Einzelfälle einer nephrogenen systemischen Fibrose (NSF) in Verbindung mit Pro-Hance berichtet, die meist bei Patienten auftraten, die gleichzeitig andere Gadolinium-haltige Kon-trastmittel erhielten (siehe Abschnitt 4.4).

Kinder und Jugendliche

Gadoteridol hat bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein ähnliches Sicherheitsprofil.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. An-gehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet. Anzeichen und Symptome einer Überdosierung sind darum nicht beschrieben worden. In klinischen Studien wurden unter Anwendung von Dosen bis zu 0,3 mmol/kg keine dosisabhängigen Effekte beobachtet.

Im Falle einer Überdosierung ist der Patient sorgfältig zu überwachen und symptomatisch zu behan-deln.

ProHance kann durch Hämodialyse entfernt werden. Es gibt jedoch keine Hinweise dafür, dass eine Hämodialyse zur Prävention einer nephrogenen systemischen Fibrose (NSF) geeignet ist.

Pharmakologische Eigenschaften - ProHance®, 0,5 M

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Nichtionisches, paramagnetisches Kontrastmittel zur Magnetreso-nanz-Tomographie, ATC Code: V08CA04

Gadoteridol ist ein nichtionisches paramagnetisches Kontrastmittel für die Magnetresonanz-Tomogra-phie. Sobald Gadoteridol in ein Magnetfeld eingebracht wird, vermindert es die T1 Relaxationszeit in den darzustellenden Geweben. Bei der empfohlenen Dosis zeigt es bei T1-gewichteten Sequenzen seine größte Wirksamkeit. Die Relaxivität R1 von Gadoteridol in Plasma (gemessen bei pH = 7,4; 10 MHz; 40° C) beträgt 5,3 mM-1s-1.

Eine Störung der Blut-Hirn-Schranke oder der normalen Vaskularität erlaubt jedoch eine Penetration von Gadoteridol bei Läsionen wie beispielsweise Neoplasmen, Entzündungen und subakuten Infark-ten.

Pharmakokinetik

Die Pharmakokinetik von intravenös verabreichtem Gadoteridol entspricht bei gesunden Personen ei-nem offenen Zwei-Kompartiment-Modell. Die mittleren Verteilungs- und Eliminations-Halbwertszei-ten (angegeben als Mittelwert ± Standardabweichung) sind etwa 0,20 ± 0,04 Stunden bzw. 1,57 ± 0,08 Stunden.

Gadoteridol wird ausschließlich renal ausgeschieden und zwar zu 94,4 ± 4,8 % (Mittelwert ± Stan-dardabweichung) der Dosis innerhalb von 24 Stunden nach der Injektion. Es besteht keine nachweis-bare Metabolisierung von Gadoteridol.

Die renale und Plasma-Clearance von Gadoteridol (1,41 ± 0,33 ml/min/kg bzw. 1,50 ± 0,35 ml/min/kg) ist annähernd identisch und weist darauf hin, dass sich die Eliminationskinetik bei der Nie-renpassage nicht ändert und das Präparat im Wesentlichen renal ausgeschieden wird. Das Verteilungs-volumen (204 ± 58 ml/kg) entspricht demjenigen des extrazellulären Wassers, und die Clearance äh-nelt derjenigen von Substanzen, die glomerulär filtriert werden. Bei Ratten wurde keine Plasmapro-teinbindung nachgewiesen.

Pharmazeutische Angaben - ProHance®, 0,5 M

Liste der sonstigen Bestandteile

Calteridol-Hemicalcium; Trometamol; Salzsäure und/oder Natriumhydroxidlösung zur pH-Einstel-lung; Wasser für Injektionszwecke.

Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arz-neimitteln gemischt werden.

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

ProHance nicht über 25°C lagern und nicht einfrieren. Das Behältnis im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Art und Inhalt des Behältnisses

Durchstechflaschen: Glas Typ I mit:

  • grauen latexfreien Butylgummistopfen mit Fluorharzbeschichtung und Aluminiumsiegel, In-halt 5 ml, 10 ml, 15 ml, 20 ml, 50 ml oder 100 ml

  • grauen latexfreien Brombutyl- oder Chlorobutylgummistopfen und Aluminiumsiegel, Inhalt 5 ml, 10 ml, 15 ml, 20 ml, 50 ml oder 100 ml

Packungen mit 1 Durchstechflasche.

Packungen mit 1 Fertigspritze mit 17 ml. (Glasspritze mit Polypropylen-Kolben und Gummi-Ver-schlussstopfen).

Die oben gelisteten Packungen sind auch als Klinikpackungen erhältlich.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

und sonstige Hinweise zur Handha-bung

  • Infusionsbehältnisse sind grundsätzlich nicht für die Mehrfachentnahme bestimmt, d. h. der Gum-mistopfen sollte nur einmal durchstochen werden. Wir empfehlen die Verwendung von Entnahme-kanülen zum Durchstechen des Stopfens und Aufziehen des Kontrastmittels.

  • Vor der Verwendung ist das Produkt auf eventuelle Beschädigungen des Behältnisses oder des Verschlusses, auf Verfärbungen und auf Partikelfreiheit zu überprüfen.

  • Das Kontrastmittel sollte erst unmittelbar vor Gebrauch aufgezogen werden und darf nicht ver-dünnt werden.

  • Lösungen, die nicht in einem Untersuchungsgang aufgebraucht werden, sind zu verwerfen.

  • Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderun-gen zu entsorgen.

    Das Abziehetikett zur Rückverfolgung auf den Durchstechflaschen/Spritzen ist auf die Patientenakte zu kleben, um eine genaue Dokumentation des verwendeten Gadolinium-haltigen Kontrastmittels si-cherzustellen. Die verwendete Dosis ist ebenfalls anzugeben. Falls elektronische Patientenakten ver-wendet werden, sind der Name des Produktes, die Chargen-Bezeichnung und die Dosis in die Patien-tenakte einzutragen.

Weblinks

Packungen und Preis

ProHance®, 0,5 M, Injektionslösung 1 DSF 10ml
Preis
119,06 €
Zuzahlung
-

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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