Spalt plus Coffein N, 250 mg/200 mg/50 mg Tabletten
Verschreibungsinformationen
Versicherungsliste
Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
- ausgenommen Kombinationen aus einem Analgetikum mit Naloxon;
- ausgenommen Kombinationen aus einem nichtsteroidalen Antirheumatikum (NSAR) mit einem Protonenpumpenhemmer (PPI) bei Patienten mit hohem gastroduodenalen Risiko, bei denen die Behandlung mit niedrigeren Dosen des NSAR und/oder PPI nicht ausreichend ist;
- ausgenommen Kombinationen aus einem nichtsteroidalen Antirheumatikum (NSAR) mit Lokalanästhetika zum Einbringen in eine Operationswunde
- ausgenommen Kombinationen mit Mydriatika
Bei nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ist, von der genannten Ausnahme ab…
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
Letzte Aktualisierung der Fachinformation

Mediately App verwenden
Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.
Über 36k bewertungen
Fachinfo - Spalt 250 mg/200 mg/50 mg
Für Erwachsene bei: akuten leichten bis mäßig starken Schmerzen.
Hinweis: Schmerzmittel sollen längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes angewendet werden.
Dosierung
Soweit nicht anders verordnet, nehmen Er-wachsene 1 bis 2 Tabletten Spalt plus Coffein N (entsprechend 250 - 500 mg Acetylsalicylsäure, 200 - 400 mg Paracetamol und 50 - 100 mg Coffein) ein, wenn erforderlich bis zu 3mal täglich (in der Regel im Abstand von 4 bis 8 Stunden).
Die Tageshöchstdosis beträgt für Erwach-sene 3mal 2 Tabletten Spalt plus Coffein N (entsprechend 1500 mg Acetylsalicylsäure, 1200 mg Paracetamol und 300 mg Coffein).
Schmerzmittel sollen ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage und nicht in höherer Dosierung angewendet werden.
Kinder und Jugendliche
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen das Arzneimittel nicht anwenden (siehe Abschnitt 4.3).
Besondere Patientengruppen
Leberinsuffizienz und leichte Niereninsuffizi-enz
Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen sowie Gilbert-Syn-drom muss die Dosis vermindert bzw. das Dosisintervall verlängert werden.
Paracetamol:
Ohne ärztliche Anweisung ist eine tägliche Dosis von 2 g nicht zu überschreiten.
Schwere Niereninsuffizienz
Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) muss ein Dosisinter-vall von mindestens 8 Stunden eingehalten werden.
Ältere Patienten
Erfahrungen haben gezeigt, dass keine spezielle Dosisanpassung erforderlich ist.
Allerdings kann bei geschwächten, immobilisierten älteren Patienten mit eingeschränkter Leber-/ Nierenfunktion eine Dosisreduktion oder Verlängerung des Dosierungsintervalls erforderlich werden.
Ohne ärztliche Anweisung sollte die maximale tägliche Dosis von 60 mg/kg Körpergewicht (bis zu einem Maximum von 2 g/Tag) nicht überschritten werden, bei:
-
Körpergewicht unter 50 kg
-
Chronischem Alkoholismus
-
Wasserentzug
-
Chronischer Unterernährung
Art der Anwendung
Die Tabletten sind nach Zerfallenlassen in et-was Flüssigkeit oder unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit einzunehmen.
Spalt plus Coffein N darf nicht angewendet werden bei
-
Überempfindlichkeit gegenüber Acetylsali-cylsäure, Paracetamol, Coffein oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
-
Schwere hepatozelluläre Insuffizienz (Child-Pugh > 9)
-
wenn in der Vergangenheit gegen Salicy-late oder andere nicht-steroidale Entzün-dungshemmer mit Asthmaanfällen oder in anderer Weise allergisch reagiert wurde
-
gastrointestinalen Blutungen oder Perfora-tion (Magen- oder Darmdurchbruch) in der Vorgeschichte, die durch eine vorherige Therapie mit NSAR’s bedingt waren
-
aktiven oder in der Vorgeschichte bekann-ten Magen- und Zwölffingerdarmgeschwü-ren / Haemorrhagie mit mindestens zwei unverkennbaren Episoden von erwiesener Ulzeration oder Blutungen
-
bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung
-
Leber- und Nierenversagen
-
schwerer Herzinsuffizienz
-
Kombination mit Methotrexat 15 mg oder mehr pro Woche
-
Schwangerschaft im dritten Trimester
-
Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.
Um das Risiko einer Überdosierung zu ver-meiden, sollte sichergestellt werden, dass gleichzeitig angewendete Medikamente kein Paracetamol enthalten.
Spalt plus Coffein N sollte wegen des Anteils an Paracetamol in folgenden Fällen mit besonderer Vorsicht angewandt werden:
-
Hepatozelluläre Insuffizienz (Child-Pugh < 9)
-
Chronischer Alkoholmissbrauch
-
Schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 50 ml/min (siehe Abschnitt 4.2))
-
Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)
-
gleichzeitig Einnahme von Medikamenten die die Leberfunktion beeinträchtigen
-
Glucos e-6-phosphate dehydrogenase Mangel (Favismus)
-
Hämolytischer Anämie
-
Glutathion Mangel
-
Dehydratation
-
Chronische Mangelernährung
-
Körpergewicht unter 50 kg
-
Ältere Patienten.
Fälle von metabolischer Azidose mit vergrößerter Anionenlücke (HAGMA) aufgrund von Pyroglutaminsäure-(5-Oxoprolin-)Azidose wurden bei Patienten mit schweren Erkrankungen, wie schwerer Nierenfunktionsstörung und Sepsis, oder bei Patienten mit Mangelernährung oder anderen Ursachen für Glutathionmangel (z. B. chronischer Alkoholismus) berichtet, die mit einer therapeutischen Dosis von Paracetamol über einen längeren Zeitraum oder mit einer Kombination von Paracetamol und Flucloxacillin behandelt wurden. Bei Verdacht auf HAGMA aufgrund einer Pyroglutaminsäure-Azidose wird ein sofortiges Absetzen von Paracetamol und eine engmaschige Überwachung empfohlen. Die Messung von Pyroglutaminsäure (5-Oxoprolin) im Urin kann nützlich sein, um Pyroglutaminsäure-Azidose als zugrunde liegende Ursache von HAGMA bei Patienten mit mehreren Risikofaktoren zu erkennen.
Wegen des Anteils an Acetylsalicylsäure ist eine besonders sorgfältige ärztliche Überwa-chung erforderlich bei Patienten mit
-
Überempfindlichkeit gegen andere Entzün-dungshemmer / Antirheumatika oder andere allergene Stoffe;
-
Allergien (z. B. mit Hautreaktionen, Juck-reiz, Nesselfieber) oder Asthma, Heu-schnupfen, Nasenschleimhautschwellun-gen (Nasenpolypen), chronischen Atem-wegserkrankungen;
-
eingeschränkter Leber - und Nierenfunk-tion;
-
Bluthochdruck und/oder Herzinsuffizienz in der Anamnese: vor Behandlungsbeginn der Arzt bzw. der Apotheker zu befragen. Im Zusammenhang mit einer NSAR-Be-handlung wurde über Flüssigkeitseinlage-rung und Ödeme berichtet.
-
Anstehenden Operationen (auch bei kleineren Eingriffen wie z. B. Zahnextraktionen): Es kann zu verstärkter Blutungsneigung kommen.
Gastrointestinale Wirkungen
Die gleichzeitige Gabe von Acetylsalicyl-säure und anderen NSAR einschließlich COX-2-selektiven Inhibitoren sollte vermie-den werden.
Während der Behandlung mit allen NSAR sind schwerwiegende gastrointestinale Blutungen, Geschwüre oder Perforationen, auch mit letalem Ausgang, zu jedem Zeit-punkt der Therapie mit oder ohne Warnsig-nale oder früheren schwerwiegenden gastrointestinalen Nebenwirkungen, berich-tet worden.
Bei älteren Menschen kommt es unter NSAR-Therapie häufiger zu unerwünschten Wirkungen, insbesondere Blutungen und Perforationen im Gastrointestinaltrakt, die le-bensbedrohlich sein können.
Patienten mit einer Anamnese gastrointesti-naler Toxizität, insbesondere in höherem Al-ter, sollen jedes ungewöhnliche Symptom im Magen-Darm-Bereich (vor allem gastroin-testinale Blutungen) melden, insbesondere zu Beginn einer Therapie.
Vorsicht ist bei Patienten geboten, die gleich-zeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die das Risiko für Ulzera oder Blutungen erhöhen können, wie z. B. orale Kortikoide, Antikoagulanzien wie z. B. Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibi-toren oder Thrombozytenaggregations-hemmer wie z. B. Acetylsalicylsäure in geringen Dosen zur Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen.
Beim Auftreten von gastrointestinalen Blu-tungen oder Ulzera soll die Behandlung mit Acetylsalicylsäure abgebrochen werden.
Das Risiko einer gastrointestinalen Blutung, Ulzeration und Perforation erhöht sich mit an-steigender Dosis der NSAR, für Patienten mit Ulzera in der Anamnese, insbesondere in Verbindung mit den Komplikationen Blutung oder Perforation (siehe Kapitel 4.3 Ge-genanzeigen) und für ältere Patienten. Diese Patientengruppen sollten einleitend mit der niedrigsten möglichen Dosis behandelt werden. Eine Behandlung mit NSAR in Kombination mit protektiven Arzneimitteln (z.
B. Misoprostol oder Protonen-Pumpen-Hemmer) sollte in diesen Fällen in Erwägung gezogen werden. Dies gilt auch für Patienten, die gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen, die das Risiko gastrointestinaler Nebenwirkungen erhöhen (siehe Kapitel 4.5 Wechselwirkungen).
Sonstige Hinweise
Bei dauerhafter Einnahme von Schmerzmit-teln können Kopfschmerzen auftreten, die zu erneuter Einnahme führen und damit wie-derum eine Fortdauer der Kopfschmerzen bewirken können.
Die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nie-renversagens (Analgetika-Nephropathie) führen. Dieses Risiko ist besonders groß, wenn mehrere verschiedene Schmerzmittel kombiniert eingenommen werden.
Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei Patienten, die bereits zu geringer Harnsäu-reausscheidung neigen, kann dies unter Um-ständen einen Gichtanfall auslösen.
Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, zur Symptomkontrolle erfor-derlichen Zeitraum angewendet wird (s. Ab-schnitt 4.2).
Bei abruptem Absetzen nach längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Analgetika können Kopf-schmerzen sowie Müdigkeit, Muskel-schmerzen, Nervosität und vegetative Symp-tome auftreten. Die Absetzssymptomatik klingt innerhalb weniger Tage ab. Bis dahin soll die Wiedereinnahme von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Einnahme soll nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen.
Bei Anwendung von NSAR’s können durch gleichzeitigen Genuss von Alkohol wirk-stoffbedingte Nebenwirkungen, insbeson-dere solche, die den Gastrointestinaltrakt
oder das zentrale Nervensystem betreffen, verstärkt werden.
Bei hohem Fieber, Anzeichen einer Sekun-därinfektion oder Anhalten der Symptome über mehr als drei Tage, muss der Arzt kon-sultiert werden.
Allgemein sollen Paracetamol-haltige Arznei-mittel ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nur wenige Tage und nicht in erhöhter Dosis angewendet werden.
Die einmalige Einnahme der Tagesgesamt-dosis kann zu schweren Leberschäden führen; in solchem Fall sollte unverzüglich medizinische Hilfe aufgesucht werden.
-
Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko:
-
Antikoagulantien, (z.B. Warfarin, Heparin): erhöhtes Blutungsrisiko (Kontrolle der Blut-gerinnung).
-
Thrombozytenaggregationshemmer (z.B. Ticlopidin, Clopidogrel), oder nicht-steroi-dale Antiphlogistika/Analgetika, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und orale Glukokortikoide: Erhöhung des Risi-kos für gastrointestinale Ulzera und Blutun-gen.
-
Digoxin.
-
Antidiabetika: Der Blutzuckerspiegel kann sinken.
-
Methotrexat.
-
Valproinsäure.
Abschwächung der Wirkung:
-
Diuretika (in Dosierungen ab 3g Acetylsali-cylsäure pro Tag und mehr).
-
ACE -Hemmer (in Dosierungen ab 3g Ace-tylsalicylsäure pro Tag und mehr).
-
Urikosurika (z. B. Probenecid, Benzbroma-ron).
-
Die Einnahme von Probenecid hemmt die Bindung von Paracetamol an Glucuron-säure und führt dadurch zu einer Reduzie-rung der Paracetamol-Clearance um unge-fähr den Faktor 2. Bei gleichzeitiger Einnahme von Probenecid sollte die Para-cetamoldosis verringert werden.
-
Besondere Vorsicht ist bei der gleichzeiti-gen Einnahme von Arzneimitteln, die zu ei-ner Enzyminduktion führen, sowie bei po-tenziell hepatotoxischen Substanzen ge-boten (siehe Abschnitt 4.9).
-
Bei gleichzeitiger Anwendung von Parace-tamol und AZT (Zidovudin) wird die Nei-gung zur Ausbildung einer Neutropenie verstärkt. Dieses Arzneimittel soll daher nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit AZT angewendet werden.
-
Cholestyramin verringert die Aufnahme von Paracetamol.
-
Die gleichzeitige Einnahme von Mitteln, die zu einer Beschleunigung der Magenent-leerung führen, wie z. B. Metoclopramid, bewirkt eine Beschleunigung der Auf-nahme und des Wirkungseintritts von Para-cetamol.
-
Bei gleichzeitiger Anwendung von Mitteln, die zu einer Verlangsamung der Magenent-leerung führen, können Aufnahme und Wirkungseintritt von Paracetamol verzö-gert werden.
Vorsicht ist geboten, wenn Paracetamol gleichzeitig mit Flucloxacillin angewendet wird, da die gleichzeitige Anwendung mit einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke aufgrund einer Pyroglutaminsäure-(5-Oxoprolin-)Azidose in Zusammenhang gebracht wurde, insbesondere bei Patienten mit Risikofaktoren (siehe Abschnitt 4.4).
Coffein wirkt antagonistisch gegenüber den sedativen Wirkungen zahlreicher Substan-zen, wie z.B. von Barbituraten, Antihistami-nika etc. Coffein wirkt synergistisch gegen-über den tachykarden Wirkungen von z.B. Sympathomimetika, Thyroxin etc. Bei Sub-stanzen mit breitem Wirkungsspektrum kön-nen die Wechselwirkungen im Einzelnen unterschiedlich und nicht voraussehbar sein (z.B. Benzodiazepine). Orale Kontrazeptiva, Cimetidin und Disulfiram vermindern den Coffein-Abbau in der Leber. Barbiturate und Rauchen beschleunigen ihn. Die Ausschei-dung von Theophyllin wird durch Coffein her-abgesetzt. Coffein erhöht das Abhängig-keitspotential von Substanzen vom Typ des Ephedrin.
Die gleichzeitige Verabreichung von Gyrase-hemmstoffen des Chinoloncarbonsäure-Typs kann die Elimination von Coffein und seinem Abbauprodukt Paraxanthin verzö-gern.
Es gibt keine Evidenz, dass ein mögliches Abhängigkeitspotential von Analgetika wie Acetylsalicylsäure oder Paracetamol durch Coffein erhöht wird. Auch wenn es aufgrund theoretischer Überlegungen angenommen werden kann, wird aufgrund des derzeitigen Erkenntnismaterials ein eigenständiges Missbrauchpotential von Coffein in Kombination mit Acetylsalicylsäure oder Paracetamol nicht belegt.
Auswirkungen auf Laborwerte
Die Einnahme von Paracetamol kann die Harnsäurebestimmung mittels Phosphor-wolframsäure sowie die Blutzuckerbestim-mung mittels Glucose-Oxydase-Peroxydase beeinflussen.
Schwangerschaft:
Acetylsalicylsäure:
Eine Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die emb-ryonale/fetale Entwicklung negativ beein-flussen.
Daten aus epidemiologischen Studien wei-sen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastro-schisis nach der Anwendung eines Prosta-glandinsynthesehemmers in der Früh-schwangerschaft hin. Es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt.
Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers zu erhöhtem prä- und post-implantärem Ver-lust und zu embryo-fetaler Letalität führt. Ferner wurden erhöhte Inzidenzen ver-schiedener Missbildungen, einschließlich kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die während der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthe-sehemmer erhielten.
Ab der 20. Schwangerschaftswoche kann die Anwendung von Acetylsalicylsäure ein durch eine fötale Nierenfunktionsstörung ausgelöstes Oligohydramnion verursachen. Dies kann kurz nach Beginn der Behandlung auftreten und ist in der Regel nach Absetzen der Behandlung reversibel. Zusätzlich wurden Fälle berichtet, bei denen nach der Behandlung im zweiten Schwangerschaftstrimester eine Verengung des Ductus arteriosus auftrat, wobei sich diese in den meisten Fällen nach dem Absetzen der Behandlung zurückgebildet hat.
Somit sollte Acetylsalicylsäure während des ersten und zweiten Schwan-gerschaftstrimesters nur gegeben werden, wenn dies unbedingt notwendig ist. Falls Acetylsalicylsäure von einer Frau angewen-det wird, die versucht schwanger zu werden, oder wenn es während des ersten und zweiten Schwangerschaftstrimesters angewendet wird, sollte die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden.
Nach einer mehrtägigen Einnahme von Acetylsalicylsäure ab der 20.
Schwangerschaftswoche sollte eine pränatale Überwachung hinsichtlich eines Oligohydramnions und einer Verengung des Ductus arteriosus in Betracht gezogen werden. Acetylsalicylsäure sollte abgesetzt werden, wenn ein Oligohydramnion oder eine Verengung des Ductus arteriosus festgestellt wird.
Während des dritten Schwangerschaftstrimesters können alle Prostaglandinsynthesehemmer den Fetus folgenden Risiken aussetzen:
-
kardiopulmonale Toxizität (vorzeitige Verengung/vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonale Hypertonie);
-
Nierenfunktionsstörung (siehe oben);
die Mutter und das Neugeborene, am Ende der Schwangerschaft, folgenden Risiken aussetzen:
-
mögliche Verlängerung der Blutungszeit, ein thrombozyten-aggregations-hemmender Effekt, der selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann;
-
Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspäteten oder ver-längerten Geburtsvorganges.
Daher ist Acetylsalicylsäure während des dritten Schwangerschaftstrimesters kontra-indiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Paracetamol:
Epidemiologische Daten zur oralen Anwen-dung therapeutischer Dosen Paracetamol geben keinen Hinweis auf mögliche uner-wünschte Nebenwirkungen auf die Schwan-gerschaft oder die Gesundheit des Fe-ten/Neugeborenen. Reproduktionsstudien zur oralen Anwendung ergaben keinen Hin-weis auf das Auftreten von Fehlbildungen oder Fetotoxizität.
Epidemiologische Studien zur Neuro-entwicklung von Kindern, die im Uterus Paracetamol ausgesetzt waren, weisen
keine eindeutigen Ergebnisse auf. Falls klinisch erforderlich, kann Paracetamol während der Schwangerschaft angewendet werden.
Unter normalen Anwendungsbedingungen kann Paracetamol während der gesamten Schwangerschaft nach Abwägung des Nut-zen-Risiko-Verhältnisses angewendet wer-den.
Während der Schwangerschaft sollte Paracetamol nicht über einen längeren Zeit-raum, in höheren Dosen oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, da eine Sicherheit der Anwendung für diese Fälle nicht belegt ist.
Coffein:
Für Coffein ist bei therapeutisch relevanten Dosen oder auch Kaffeegenuss kein erhöh-tes Risiko in Bezug auf Schwangerschafts-verlauf und Entwicklung des Kindes beo-bachtet worden.
Stillzeit
Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coffein gehen in die Muttermilch über. Während der Stillzeit kann das Befinden und Verhalten des Säuglings durch mit der Muttermilch aufge-nommenes Coffein beeinträchtigt werden. Nachteilige Folgen für den Säugling durch Paracetamol und Acetylsalicylsäure sind bisher nicht bekannt geworden. Bei kurz-fristiger Anwendung der empfohlenen Dosis wird eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein. Bei längerer Anwendung bzw. Einnahme höherer Dosen sollte abgestillt werden.
Fertilität
Es existiert eine gewisse Evidenz dafür, dass Arzneistoffe, die die Cyclooxygenase/-Prostagladinsynthese hemmen, die weibli-che Fertilität über eine Wirkung auf die Ovulation beeinträchtigen können. Dies ist nach Absetzen der Behandlung reversibel.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen wer-den folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (<1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeiten auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Erkrankungen des Verdauungstrakts: Häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Sod-brennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauch-schmerzen
Selten: Magen- Darmblutungen, die sehr sel-ten zu einer Eisenmangelanämie führen können. Magen-Darmgeschwüre, unter Um-ständen mit Blutung und Perforation, insbe-sondere bei älteren Patienten. Bei abdomina-len Schmerzen, Teerstuhl oder Hä-matemesis wird der Patient aufgefordert das
Arzneimittel abzusetzen und sofort den Arzt zu informieren.
Leber- und Gallenerkrankungen:
Selten: Anstieg der Lebertransaminasen
Erkrankungen des Immunsystems: Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktio-nen wie Hautreaktionen.
Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen eventuell mit Blutdruckabfall, Anfälle von Atemnot, anaphylaktischem Schock, Quin-cke-Ödeme vor allem bei Asthmatikern.
Sehr selten: bei prädisponierten Personen Bronchospasmus (Analgetika-Asthma).
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsys-tems:
Blutungen wie z.B. Nasenbluten, Zahn-fleischbluten oder Hautblutungen mit einer möglichen Verlängerung der Blutungszeit. Diese Wirkung kann über 4 bis 8 Tage nach der Einnahme anhalten.
Selten bis sehr selten sind auch schwerwie-gende Blutungen wie z. B. intracerebrale Blu-tungen, besonders bei Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit Antikoagulan-tien berichtet worden, die in Einzelfällen le-bensbedrohlich sein können.
Sehr selten: Veränderungen des Blutbildes wie Thrombozytopenie, Agranulozytose
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen: Nicht bekannt: Metabolische Azidose mit vergrößerter Anionenlücke
Bei Patienten mit Risikofaktoren, die Paracetamol einnahmen, wurden Fälle von metabolischer Azidose mit vergrößerter Anionenlücke aufgrund von Pyroglutaminsäure-(5 Oxoprolin-)Azidose beobachtet (siehe Abschnitt 4.4). Eine Pyroglutaminsäure-Azidose kann bei diesen Patienten infolge eines niedrigen Glutathionspiegels auftreten.
Erkrankungen des Nervensystems: Schlaflosigkeit, innere Unruhe. Kopfschmer-zen, Schwindel, gestörtes Hörvermögen, Oh-rensausen (Tinnitus) und mentale Verwirrung können Anzeichen einer Überdosierung sein.
Erkrankungen der Haut und des Unterhaut-zellgewebes:
Sehr selten: schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Rötung und Blasenbil-dung (z.B. Erythema exsudativum multi-forme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, akute generalisierte exanthematische Pustulose).
Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems: Tachykardie.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen:
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir-kungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine konti-nuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Die Symptome und die Therapie einer Über-dosierung von Acetylsalicylsäure, Paraceta-mol und Coffein setzen sich aus den einzel-nen Symptomen und Therapiemöglichkeiten der Intoxikation mit den Einzelstoffen zusam-men.
ParacetamolSymptome
Ein Intoxikationsrisiko besteht insbesondere bei älteren Menschen, kleinen Kindern, Pers-nen mit Lebererkrankungen, chronischem Alkoholmissbrauch, chronischer Feh-lernährung und bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die zu einer Enzym-induktion führen. In diesen Fällen kann eine Überdosierung zum Tod führen.
In der Regel treten Symptome innerhalb von 24 Stunden auf: Übelkeit, Erbrechen, Anore-xie, Blässe und Unterleibsschmerzen. Da-nach kann es zu einer Besserung des subjektiven Befindens kommen, es bleiben jedoch leichte Leibschmerzen als Hinweis auf eine Leberschädigung.
Eine Überdosierung mit ca. 6 g oder mehr Paracetamol als Einzeldosis bei Erwachse-nen führt zu Leberzellnekrosen, die zu einer totalen irreversiblen Nekrose und später zu hepatozellulärer Insuffizienz, metabolischer Azidose und Enzephalopathie führen können. Diese wiederum können zu Koma, auch mit tödlichem Ausgang, führen. Gleichzeitig wurden erhöhte Konzentrationen der Lebertransaminasen (AST, ALT), Laktatdehydrogenase und des Bilirubins in Kombination mit einer erhöhten Prothrombinzeit beobachtet, die 12 bis 48 Stunden nach der Anwendung auftreten können. Klinische Symptome der Leberschäden werden in der Regel nach 2 Tagen sichtbar und erreichen nach 4 bis 6 Tagen ein Maximum.
Auch wenn keine schweren Leberschäden vorliegen, kann es zu akutem Nierenversa-gen mit akuter Tubulusnekrose kommen. Zu anderen, leberunabhängigen Symptomen, die nach einer Überdosierung mit Paraceta-mol beobachtet wurden, zählen Myokardano-malien und Pankreatitis.
Therapiemaßnahmen bei Überdosierung: Bereits bei Verdacht auf Intoxikation mit Paracetamol ist in den ersten 10 Stunden die intravenöse Gabe von SH-Gruppen-Dona-toren wie z. B. N-Acetyl-Cystein sinnvoll. N-Acetylcystein kann aber auch nach 10 und bis zu 48 Stunden noch einen gewissen Schutz bieten. In diesem Fall erfolgt eine längerfristige Einnahme. Durch Dialyse kann die Plasmakonzentration von Paracetamol abgesenkt werden. Bestimmungen der Plasmakonzentration von Paracetamol sind empfehlenswert.
Die weiteren Therapiemöglichkeiten zur Be-handlung einer Intoxikation mit Paracetamol richten sich nach Ausmaß, Stadium und klini-schen Symptomen entsprechend den übli-chen Maßnahmen in der Intensivmedizin.
AcetylsalicylsäureMit einer Intoxikation muss bei älteren Perso-nen und vor allem bei Kleinkindern gerechnet werden (therapeutische Überdosierung oder häufige versehentliche Intoxikationen können bei ihnen tödlich wirken).
Svmptomatologie:
Mäßige Intoxikation:
Tinnitus, Hörstörungen, Kopfschmerzen und Vertigo werden in allen Fällen von Überdosierung festgestellt und können durch Reduzierung der Dosierung rückläufig sein.
Schwere Intoxikation:
Fieber, Hyperventilation, Ketose, respiratori-sche Alkalose, metabolische Azidose, Koma, kardiovaskulärer Schock, Atemversagen, schwere Hypoglykämie.
Notfallbehandlung:
-
Magenspülung und Verabreichung von Aktivkohle
-
Überwachung des Säure-Basen-Haus-haltes
-
forcierte alkalische Diurese (Urin-pH-Wert 7,5 - 8) bei Plasmasalicylatkon-zentration > 500 mg/l (3,6 mmol/l) (Er-wachsene) bzw. > 300 mg/l (2,2 mmol/l) (Kinder)
-
Hämodialyse bei schwerer Intoxikation;
-
Überwachung der Serum-Elektrolyte, Er-satz von Flüssigkeitsverlusten
-
weitere symptomatische Behandlung
Vergiftungssymptome durch Coffein (zentral-nervöse Symptome, Herz-Kreislauf-Reaktio-nen bis hin zu Myokardschäden) können zu-sätzlich auftreten bei Aufnahme großer Men-gen in kurzer Zeit.
Zentral-nervöse Symptome und Krampfan-fälle bei Überdosierung von Coffein können mit Benzodiazepinen, eine supraventrikuläre Tachykardie mit ß-Adrenozeptor-Antagonis-ten (Betarezeptoren-Blockern) behandelt werden.
Pharmakologische Eigenschaften - Spalt 250 mg/200 mg/50 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Nervensystem, andere Analgetika und Antipyretika
ATC-Code: N02BA51
Paracetamol ist eine analgetische, antipyreti-sche und sehr schwach antiphlogistisch wir-kende Substanz. Der Wirkungsmechanismus ist nicht eindeutig geklärt. Nachgewiesen ist, dass durch Paracetamol eine deutlich stärkere Hemmung der cerebralen als der peripheren Prostanglandinsynthese bewirkt wird. Ferner kommt es zu einer Hemmung des Effektes endogener Pyrogene auf das hypothalamische Temperaturre-gulationszentrum als wahrscheinliches Kor-relat zur antipyretischen Wirkung.
Acetylsalicylsäure gehört als Vertreter der Gruppe der Salicylate zur Arzneistoffgruppe der sauren nicht-steroidalen Analge-tika/Antiphlogistika. Acetylsalicylsäure ist als Ester der Salicylsäure eine Substanz mit analgetischen, antipyretischen und antiphlo-gistischen Wirkeigenschaften. Als Wirkprin-zip wird die Hemmung der Cyclooxygenase und damit die Hemmung der Bildung der Prostanoide Prostaglandin E2, Prostaglandin I2 und Thromboxan A2 beschrieben. Ace-tylsalicylsäure besitzt eine ausgeprägte, irreversible thrombozytenaggregationshem-mende Wirkung.
Coffein ist ein Xanthinderivat, das nach the-rapeutischen Dosen vorwiegend als Antago-nist an Adenosinrezeptoren wirkt. Dadurch wird die hemmende Wirkung des Adenosins auf das ZNS vermindert. Es hebt kurzfristig Ermüdungserscheinungen beim Menschen auf und fördert die psychische Leistungs-bereitschaft und -fähigkeit.
Acetylsalicylsäure und Paracetamol besitzen verschiedene sich ergänzende Wirkungsme-chanismen und eine in etwa gleiche Wirk-dauer. In verschiedenen Tierversuchen ist eine additive Wirkung für Analgesie und bei Hyperthermie belegt. In einer humanpharma-kologischen Untersuchung konnte experi-mentell eine additive analgetische Wirkung bestimmt werden. Die relative analgetische Wirkungsstärke der Kombination von Acetyl-salicylsäure, Paracetamol und Coffein wird in verschiedenen Studien zwischen 1,3 und 1,7 gegenüber der gleichen Menge ASS/Para-cetamol (je 1) angegeben und führt zu einer entsprechenden Einsparung analgetischer Substanz. Die Zeit bis zum Eintritt der analgetischen Wirkung des Paracetamols wird durch Coffein in verschiedenen Studien um 19 - 45 % (Mittelwerte der Studien) verkürzt. Die Zeit bis zum Erreichen der maximalen analgetischen Wirkung der Acetylsalicylsäure wird durch Coffein im Verhältnis auf die Hälfte verkürzt.
Die Plasmaeiweißbindung beim Menschen ist konzentrationsabhängig; Werte von 66 % bis 98 % (Salicylsäure) wurden gefunden. Im Liquor und in der Synovialflüssigkeit ist Sa-licylsäure nach Einnahme von Acetylsalicyl-säure nachweisbar. Die absolute Bioverfüg-barkeit von analgetisch/antipyretischen Do-sen nach oraler Applikation beträgt 60 - 70 %.
Paracetamol wird beim Menschen nach ora-ler Gabe rasch (0,5 - 1,5 Stunden bis zum Erreichen maximaler Serumkonzentrationen) und vollständig resorbiert.
Die Plasmaproteinbindung ist gering, kann aber bei Überdosierung ansteigen, kaum je-doch über 50 %. Die enzymatische Umfor-mung erfolgt überwiegend in der Leber, in erster Linie durch direkte Konjugation mit Glukuron- und Schwefelsäure (55% bzw. 35%). In kleinen Mengen entstehen die toxi-schen Metaboliten p-Aminophenol und durch N-Hydroxilierung N-Acetyl-p-benzochi-nonimin, die durch Glutathion und Cystein gebunden werden.
Die Metaboliten werden renal ausgeschie-den. Die Plasmahalbwertzeit beträgt 1,5 - 2,5 Stunden, vollständige Ausscheidung erfolgt binnen 24 Stunden. Das Maximum der Wir-kung und die durchschnittliche Wirkdauer (4
- 6 Stunden) korrelieren in etwa mit der Plas-makonzentration.
Acetylsalicylsäure wird vor, während und nach der Resorption in ihren aktiven Haupt-metaboliten Salicylsäure umgewandelt. Sali-cylsäure und ihre Metaboliten werden überwiegend über die Niere ausgeschieden. Hauptmetaboliten sind das Glycinkonjugat der Salicylsäure (Salicylursäure), das Ether-und das Esterglukuronid der Salicylsäure (Salicylphenolglukuronid und Salicylacetyl-glukuronid) sowie die durch Oxidation von Salicylsäure entstehende Gentisinsäure und deren Glycinkonjugat.
Der Acetylrest der Acetylsalicylsäure wird teilweise bereits während der Passage durch die Mukosa des Gastrointestinaltraktes hydrolytisch abgespalten. Maximale Plas-maspiegel werden nach 0,3 - 2 Stunden (Ge-samtsalicylat) erreicht. Die Eliminationski-netik von Salicylsäure ist in starkem Maße von der Dosis abhängig, da die Metabolisie-rung von Salicylsäure kapazitätslimitiert ist (fluktuelle Eliminationshalbwertzeit zwischen 2 und 30 Stunden).
Coffein zeigt eine Resorptionshalbwertszeit von 2 - 13 min. und wird nach oraler Gabe rasch und nahezu vollständig resorbiert. Nach Einnahme einer Dosis von 5 mg/kg wurde die cmax innerhalb von 30 - 40 min. erreicht, sie lag bei 9 - 10 µg/ml. Oral verab-reichtes Coffein ist praktisch vollständig bio-verfügbar. Die Plasmaproteinbindung schwankt zwischen 30 - 40 %, und das Verteilungsvolumen beträgt 0,52 - 1,06 l/kg. Coffein verteilt sich in alle Kompartimente, passiert rasch die Blut-Hirn-Schranke sowie die Plazentaschranke und tritt auch in die Muttermilch über.
Die Plasmahalbwertszeit für Coffein liegt zwi-schen 4,1 und 5,7 h, sie zeigt jedoch starke inter- und intraindividuelle Schwankungen. Es wurden auch Werte von 9 - 10 h gemessen. Coffein und seine Metaboliten werden überwiegend renal eliminiert. Im 48-h-Sammelharn fanden sich bis zu 86 % der applizierten Dosis, von denen nur maximal 1,8 % unverändertes Coffein waren. 1-Me-thylharnsäure (12 - 38 %), 1-Methylxanthin (8
- 19%) und 5-Acetylamino-6-amino-3-methyl-uracil (15 %) sind die Hauptmetaboliten. Die Faeces enthielten nur 2 - 5 % der Dosis. Als Hauptmetabolit trat die 1,7-Dimethylharn-säure auf, die 44 % der Gesamtmenge ausmachte.
Acetylsalicylsäure und Paracetamol zeigen vergleichbare Resorptionsgeschwindigkeiten und Zeitpunkte maximaler Plasmakonzentra-tionen, sich nicht behindernde Biotrans-formationsschritte und keine gegenseitige Behinderung bei der renalen Elimination.
Eine relevante gegenseitige Beeinflussung der drei Kombinationspartner in Bezug auf die pharmakokinetischen Kenndaten ist nach bisheriger Beobachtung nicht gegeben.
BioverfügbarkeitEine im Jahr 1996 an 18 männlichen Proban-den durchgeführte, randomisierte, single-dose, Cross-over Bioverfügbarkeitsuntersu-chung ergab im Vergleich zum Referenzprä-parat (die Applikation der Präparate erfolgte nüchtern):
-
Angabe der Werte als Mittelwert mit Standardab-weichung
siehe Abbildung 1
Abb. 1: Mittlere Plasmaspiegelverläufe der Salicyl-säure im Vergleich zu denen eines Referenzpräpa-rates in einem Konzentrations-Zeit-Diagramm (x±s)
-
Angabe der Werte als Mittelwert mit Standardab-weichung
siehe Abbildung 2
| Salicylsäure | Testpräparat | Referenz-präparat |
| maximale Plasma-konzentration (Cmax) [µg /ml]* | 14,27±2,81 | 13,59±1,90 |
| maximale Plasma-konzentration (Cmax[µg /ml]) nach log. Transformation | 14,02 | 13,47 |
| Zeitpunkt der maxi-malen Plasmakon-zentration (tmax) [h]* | 1,08±0,43 | 1,71±0,74 |
| Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve (AUC(0-∞) [µg/mlh]* | 58,39±9,23 | 58,28±9,29 |
| Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve (AUC(0-∞) [µg/mlh]) nach log. Transformation | 57,67 | 57,56 |
| Salicylsäure | |
| CV-ANOVA AUC(0-∞) [µg /mlh] | 6,8 % |
| CV-ANOVA Cmax [µg /ml] | 12,8 % |
Abb. 2: Mittlere Plasmaspiegelverläufe des Parace-tamols im Vergleich zu denen eines Referenzpräpa-rates in einem Konzentrations-Zeit-Diagramm (x±s)
| Coffein | Testpräparat | Referenz-präparat |
| maximale Plasma-konzentration (Cmax) [µg /ml]* | 1,08±0,23 | 1,09±0,24 |
| maximale Plasma-konzentration (Cmax[µg /ml]) nach log. Transformation | 1,06 | 1,07 |
| Zeitpunkt der maxi-malen Plasmakon-zentration (tmax) [h]* | 0,54±0,24 | 0,55±0,26 |
| Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve (AUC(0-∞) [µg/mlh]* | 6,20±3,33 | 6,24±2,89 |
| Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve (AUC(0-∞) [µg/mlh]) nach log. Transformation | 5,55 | 5,73 |
* Angabe der Werte als Mittelwert mit Standardab-weichung
| Paracetamol | Testpräparat | Referenz-präparat |
| maximale Plasma-konzentration (Cmax) [µg /ml]* | 2,49±0,64 | 2,46±0,64 |
| maximale Plasma-konzentration (Cmax[µg /ml]) nach log. Transformation | 2,42 | 2,39 |
| Zeitpunkt der maxi-malen Plasmakon-zentration (tmax) [h]* | 0,54±0,22 | 0,61±0,31 |
| Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve (AUC(0-∞) [µg/mlh]* | 8,75±1,81 | 8,76±1,85 |
| Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve (AUC(0-∞) [µg/mlh]) nach log. Transformation | 8,57 | 8,57 |
siehe Abbildung 3
| Coffein | |
| CV-ANOVA AUC(0-∞) [µg /mlh] | 9,1 % |
| CV-ANOVA Cmax [µg /ml] | 12,9 % |
Abb. 3: Mittlere Plasmaspiegelverläufe des Coffeins im Vergleich zu denen eines Referenzpräparates in einem Konzentrations-Zeit-Diagramm (x±s)
Pharmazeutische Angaben - Spalt 250 mg/200 mg/50 mg
Aluminiumoxid, mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, hydriertes Rizinusöl.