Präparate

Promixin® 1 Million I.E. Pulver zur Herstellung einer Lösung für einen Vernebler

Verschreibungsinformationen
Arzneimittel ist nicht auf der Liste.
Rezeptpflichtig
Keine Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Promixin® 1 Million I.E. Pulver zur Herstellung einer Lösung für einen Vernebler
Gluten: Nein
Laktose: Nein
Pulver zur Herst. e. Lsg. für e. Vernebler
Zambon GmbH
SmPC
cta-icon
Sie können unbegrenzten Zugang erhalten, indem Sie sich anmelden oder sich für ein kostenloses Mediately-Konto registrieren.
Verbleibende Aufrufe: 5
Registrieren
Anwendungsgebiete


Promixin ist bei erwachsenen Patienten und Kindern mit zystischer Fibrose zur Behandlung chronischer pulmonaler Infekte indiziert, die durch Pseudomonas aeruginosa verursacht werden (siehe Abschnitt 5.1). Die offiziellen Richtlinien zur sachgemäßen Anwendung von Antibiotika sind zu beachten.

Dosierung


Es wird empfohlen, Colistimethat-Natrium (CMS) unter der Aufsicht von Ärzten anzuwenden, die über angemessene Erfahrung mit seiner Anwendung verfügen.

Dosierung

Die Dosierung sollte an den Schweregrad der Erkrankung und das klinische Ansprechen angepasst werden.

Empfohlener Dosierungsbereich:

Anwendung per Inhalation

Erwachsene, Jugendliche und Kinder ≥ 2 Jahre
1 – 2 Mio. I.E. zwei- bis dreimal täglich (max. 6 Mio. I.E./Tag)

Kinder unter 2 Jahren
0,5-1 Mio. I.E. zweimal täglich (max. 2 Mio. I.E./Tag)

Die einschlägigen klinischen Richtlinien zu Therapieschemata einschließlich der Behandlungsdauer, der Häufigkeit der Anwendung sowie der gleichzeitigen Anwendung anderer Antibiotika sind einzuhalten.

Ältere Patienten
Eine Dosierungsanpassung wird nicht für notwendig erachtet.

Eingeschränkte Nierenfunktion
Eine Dosierungsanpassung wird nicht für notwendig erachtet, jedoch ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion Vorsicht geboten (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Eingeschränkte Leberfunktion
Eine Dosierungsanpassung wird nicht für notwendig erachtet.

Art der Anwendung
Promixin zur Verneblung wird mit einem Verdünnungsmittel rekonstituiert und mit Hilfe eines geeigneten Verneblers angewendet.

Details zu den Eigenschaften der Wirkstoffabgabe aus in-vitro Studien mit verschiedenen Verneblersystemen sind wie folgt:

EigenschaftVerneblersystem
Respironics I-neb
AAD mit 0,3 ml
(grau)
Arzneimittelkammer
Pari eflow rapidPari LC Sprint mit
Pari Boy SX
Kompressor
In das Verneblersystem gegebene Promixin-Dosis
1 Million I.E.
in 1 ml
1 Million I.E.
in 3 ml
1 Million I.E.
in 3 ml
(a)Verteilung der Tröpfchengröße;
Mittel Partikel-Größe: d50
(μm)
4,344,564,37
(b)Gesamte Wirkstoffabgabe aus
dem Mundstück des Verneblers #
(Million I.E.)
0,3330,2770,385
(c)Feine Partikelfraktion
(% <5 μm)
59,5558,1957,73
(d)Abgegebene Feinpartikeldosis aus
dem Mundstück des Verneblers #
(Million I.E. < 5 μm)
0,1980,1610,222
(e)Abgabe-Zeitraum #3 Minuten
36 Sekunden
5 Minuten
0 Sekunden
6 Minuten
40 Sekunden
(f)Geschwindigkeit der Wirkstoffab-
gabe aus dem Mundstück des
Verneblers #
(Million I.E./Minute)
0,0550,0320,033
# Gemessen unter Verwendung eines simulierten Inspirations-Expirationsverhältnisses (I:E) von 1:1, eines
Atemzugvolumens von 500 ml und einer Atemfrequenz von 15 Atemzügen pro Minute.
• Das gesamte Proximin wurde rekonstituiert mit einer 50:50-Mischung aus Wasser für Injektionszwecke und
0,9%iger physiologischer Kochsalzlösung bis zum empfohlenen Volumen für die einzelnen Verneblersysteme.
• Pari Boy SX betrieben mit 1,6 bar Druck und einer Durchflussgeschwindigkeit von 5,1 l/min.
• (d) Wird berechnet aus (b) / 100 x (c)
• (f) = (d) / (e)


EigenschaftVerneblersystem
Respironics I-neb
AAD mit 0,5 ml
(lila)
Arzneimittelkammer
Pari eflow rapidPari LC Sprint mit
Pari Boy SX
Kompressor
In das Verneblersystem gegebene Promixin-Dosis
1 Million I.E.
in 1 ml
2 Millionen I.E.
in 4 ml
2 Millionen I.E.
in 4 ml
(a)Verteilung der Tröpfchengröße;
Mittel Partikel-Größe: d50
(μm)
4,814,314,35
(b)Gesamte Wirkstoffabgabe aus
dem Mundstück des Verneblers #
(Million I.E.)
0,5790,6010,861
(c)Feine Partikelfraktion
(% <5 μm)
53,0163,1157,73
(d)Abgegebene Feinpartikeldosis aus
dem Mundstück des Verneblers #
(Million I.E. < 5 μm)
0,3070,3790,497
(e)Abgabe-Zeitraum #8 Minuten
29 Sekunden
6 Minuten
38 Sekunden
11 Minuten
32 Sekunden
(f)Geschwindigkeit der Wirkstoffab-
gabe aus dem Mundstück des
Verneblers #
(Million I.E./Minute)
0,0360,0570,043
# Gemessen unter Verwendung eines simulierten Inspirations-Expirationsverhältnisses (I:E) von 1:1, eines
Atemzugvolumens von 500 ml und einer Atemfrequenz von 15 Atemzügen pro Minute.
• Das gesamte Proximin wurde rekonstituiert mit einer 50:50-Mischung aus Wasser für Injektionszwecke und
0,9%iger physiologischer Kochsalzlösung bis zum empfohlenen Volumen für die einzelnen Verneblersys-
teme.
• Pari Boy SX betrieben mit 1,6 bar Druck und einer Durchflussgeschwindigkeit von 5,1 l/min.
• (d) Wird berechnet aus (b) / 100 x (c)
• (f) = (d) / (e)

In wässriger Lösung wird Colistimethat-Natrium zu dem Wirkstoff Colistin hydrolysiert. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung rekonstituierter Lösungen siehe Abschnitt 6.6.

Weitere Therapien sollten gegebenenfalls in der vom Arzt verordneten Reihenfolge angewendet werden.

Tabelle zur Dosisumrechnung:

In der EU darf die verordnete und angewendete Dosis von Colistimethat-Natrium (CMS) ausschließlich in Internationalen Einheiten (I.E.) angegeben werden. Auf dem Produktetikett ist die Anzahl IE pro Durchstechflasche angegeben.

Aufgrund der in Bezug auf die Wirkstärke unterschiedlich angegebenen Dosierungen ist es zu Verwechslungen und Medikationsfehlern gekommen. In den USA und anderen Ländern wird die Dosis in Milligramm der Colistinbasen-Aktivität (mg CBA) angegeben.

Die folgende Umrechnungstabelle dient zur Information. Die darin enthaltenen Angaben sind nur ungefähre Nominalwerte.

CMS-Umrechnungstabelle

Wirkstärke≈ CMS-Masse
(mg)*
I.E.≈ mg CBA
12.5000,41
150.000512
1.000.0003480
4.500.000150360
9.000.000300720

* Nominale Wirkstärke des Arzneimittels = 12.500 I.E./mg

Gegenanzeigen


Überempfindlichkeit gegen Colistimethat-Natrium oder andere Polymyxine.

Warnhinweise


Bronchospasmus
Durch die Verneblung von Colistimethat-Natrium kann Husten oder Bronchospasmus ausgelöst werden. In einigen Fällen wurde über ein Erstickungsgefühl berichtet. Es ist ratsam, die erste Dosis unter ärztlicher Aufsicht zu inhalieren. Die vorherige Anwendung eines Bronchodilatators wird empfohlen und sollte routinemäßig erfolgen, insbesondere, wenn sie zum gegenwärtigen Therapieschema des Patienten gehört. Die FEV1 sollte vor und nach der Dosierung beurteilt werden.
Wenn bei einem Patienten, der keine Bronchodilatatoren vor der Behandlung erhält, Manifestationen von Colistimethat-Natrium-induzierter bronchialer Hyperreaktivität auftreten, sollte der Test bei einer anderen Gelegenheit mit einem Bronchodilatator wiederholt werden. Manifestationen einer bronchialen Hyperreaktivität trotz Verwendung eines Bronchodilatators können auf eine allergische Reaktion hinweisen, und Colistimethat-Natrium muss in solchen Fällen abgesetzt werden. Ein auftretender Bronchospasmus sollte wie medizinisch angezeigt behandelt werden.

Eine bronchiale Hyperreaktivität als Reaktion auf Colistimethat-Natrium kann sich bei fortgesetzter Verwendung mit der Zeit entwickeln, und es wird empfohlen, die FEV1 bei regelmäßigen Klinikbesuchen vor und nach der Behandlung zu beurteilen.

Eingeschränkte Nierenfunktion
Colistimethat-Natrium wird über die Nieren ausgeschieden, und wenn hohe Serumkonzentrationen erreicht werden ist es nephrotoxisch. Während dies allerdings bei der Inhalationstherapie unwahrscheinlich ist, wird dennoch empfohlen, Serumkonzentrationen abzuschätzen, besonders bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion.

Nephrotoxizität

Unter der Therapie wurde über Nierenfunktionsstörungen berichtet, die gewöhnlich nach höheren als den empfohlenen intravenösen oder intramuskulären Dosierungen bei Patienten mit normaler Nierenfunktion, oder nach nicht erfolgter Reduzierung der intravenösen oder intramuskulären Dosis bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen nephrotoxischen Arzneimitteln auftraten. Dieser Effekt ist normalerweise bei Abbruch der Therapie reversibel.

Neurotoxizität
Hohe Serumkonzentrationen von Colistimethat-Natrium nach i.v. oder i.m. Verabreichung können als Folge einer Überdosierung oder fehlender Dosisreduktion bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion auftreten. Dies kann zu Neurotoxizität führen. Die gleichzeitige Anwendung von nichtdepolarisierenden Muskelrelaxantien oder Antibiotika mit ähnlichen neurotoxischen Wirkungen kann ebenfalls zur Neurotoxizität führen. Eine Reduktion der Colistimethat-Natrium-Dosis kann die Symptome lindern. Zu den berichteten neurotoxischen Wirkungen gehören: Schwindel, vorübergehende Parästhesie im Gesicht, inartikulierte Sprache, vasomotorische Instabilität, Sehstörungen, Verwirrung, Psychose und Apnoe. (Siehe auch Abschnitt 4.5)

Porphyrie

Bei Patienten mit Porphyrie mit äußerster Vorsicht anwenden.

Mikrobielle Resistenz

Über eine erworbene Colistimethat-Natrium-Resistenz bei mukoidem Pseudomonas aeruginosa wurde während klinischer Anwendung berichtet. Bei Patienten, die über einen langen Zeitraum behandelt werden, bei regelmäßigem Klinikaufenthalt und sobald ein Patient unter Exazerbation leidet, sollten Empfindlichkeitstests durchgeführt werden (siehe Abschnitt 5.1).

Sonstiges

Es ist bekannt, dass Colistimethatnatrium die Menge des an der präsynaptischen motorischen Endplatte freigesetzten Acetylcholins reduziert. Daher sollte es bei Patienten mit Myasthenia gravis nur mit größter Vorsicht und nur bei klarer Indikation angewendet werden.

Wechselwirkungen


Auf Grund der Auswirkungen von Colistimethat-Natrium auf die Freisetzung von Acetylcholin müssen nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien bei Patienten, die Colistimethat-Natrium erhalten, mit äußerster Vorsicht angewendet werden, da ihre Wirkung länger anhalten könnte (siehe Abschnitt 4.4).

Die begleitende Anwendung von inhaliertem Colistimethat-Natrium zusammen mit anderen nephrotoxischen oder neurotoxischen Arzneimitteln (z. B. Cephalothin-Natrium, Aminoglykoside und nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien), einschließlich solcher, die intravenös oder intramuskulär verabreicht werden, ist nur mit größter Vorsicht zu handhaben (siehe Abschnitt 4.4).

Bei Patienten mit Myasthenia gravis muss eine gleichzeitige Behandlung mit Colistimethatnatrium und Makrolidantibiotika wie Azithromycin und Clarithromycin oder mit Fluorchinolonen wie Norfloxacin und Ciprofloxacin mit Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).

Schwangerschaft


Schwangerschaft
Die Sicherheit bei menschlichen Schwangerschaften ist nicht belegt. Tierstudien ergaben keinen Hinweis auf ein teratogenes Potenzial. Jedoch ist es bewiesen, dass Colistimethat-Natrium die Plazentaschranke überschreitet, und folglich besteht bei einer Anwendung während der Schwangerschaft potenziell die Möglichkeit einer toxischen Wirkung auf den Fetus. Promixin darf während einer Schwangerschaft nur gegeben werden, wenn die Vorteile die potenziellen Risiken überwiegen.

Stillzeit
Colistimethat-Natrium wird in die Muttermilch abgegeben; das Stillen während der Therapie wird nicht empfohlen.

Fertilität
Es liegen keine Daten zur Wirkung von Colistimethat-Natrium auf die menschliche Fertilität vor.
Tierexperimentelle Studien mit Colistimethat weisen nicht auf nachteilige Wirkungen in Bezug auf die Fertilität hin (siehe Abschnitt 5.3).

Fahrtüchtigkeit


Nach einer parenteralen Verabreichung von Colistimethat-Natrium wurden Fälle von Neurotoxizität in Form von Schwindel, Verwirrung oder Sehstörungen berichtet. Wenn derartige Wirkungen auftreten, muss den Patienten davon abgeraten werden, Fahrzeuge zu führen oder Maschinen zu bedienen.

Nebenwirkungen


Die häufigsten Nebenwirkungen nach Verneblung von Colistimethat-Natrium sind Husten oder Bronchospasmus (angezeigt durch Engegefühl in der Brust, das durch einen Rückgang der FEV1 objektiviert werden kann) bei etwa 10 % der Patienten (siehe auch Abschnitt 4.4).

Nebenwirkungen sind in der nachstehenden Tabelle nach Organklassen und Häufigkeit aufgeführt.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥1/10)
Häufig (≥1/100 bis <1/10)
Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100)
Selten (≥1/10.000 bis <1/1.000)
Sehr selten (<1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

OrganklassenHäufigkeitNebenwirkungen
Erkrankungen des Immunsys-
tems
Nicht bekanntÜberempfindlichkeitsreaktionen
wie Hautausschlag
Erkrankungen der Atemwege,
des Brustraums und Mediasti-
nums
Sehr häufigHusten, Enge im Brustbereich,
bronchiale Verengungen oder
Bronchospasmus
Allgemeine Erkrankungen und
Beschwerden am Verabrei-
chungsort
Nicht bekanntWundgefühl im Rachen oder
Mund

Fälle von Wundgefühl im Rachen oder Mund können durch Überempfindlichkeit oder Superinfektion mit Candida Spezies verursacht sein.

Sollten Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag auftreten, sollte die Behandlung mit Colistimethat-Natrium abgebrochen werden.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3
D-53175 Bonn
Website: http://www.bfarm.de
anzuzeigen.

Überdosierung


Eine Überdosierung kann Apnoe, Muskelschwäche, Schwindel, vorübergehende Parästhesie im Gesicht, inartikulierte Sprache, vasomotorische Instabilität, Sehstörungen, Verwirrung, Psychose und Niereninsuffizienz verursachen.
Es ist kein Antidot verfügbar. Einer Überdosierung sollte mit Hilfe von unterstützender Behandlung und Maßnahmen zur Erhöhung der Clearance von Colistimethat-Natrium, wie Einleitung einer osmotischen Diurese mit Mannitol, einer Peritonealdialyse oder längerer Hämodialyse begegnet werden.

Pharmakologische Eigenschaften
Pharmakodynamik


Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Antibiotika, Polymyxine.

ATC-Code: J01XB01

Allgemeine Eigenschaften

Wirkmechanismus

Colistimethat-Natrium, ein Prodrug von Colistin, ist ein Polymyxin-Antibiotikum (der Polymyxin E Gruppe). Es besteht aus einer Polypeptid-Struktur und wird von Bacillus polymyxa var. colistinus produziert.

Polymyxin-Antibiotika sind oberflächenaktive Wirkstoffe, die sich an die bakterielle Zellmembran binden, deren Permeabilität verändern und dadurch den bakteriellen Zelltod verursachen. Polymyxine wirken bakterizid gegen gram-negative Bakterien mit hydrophober Außenmembran.

Pharmakodynamische Wirkungen
Polymyxine haben den Berichten nach eine konzentrationsabhängige bakterizide Wirkung gegen empfindliche Bakterien.

Mechanismus der Resistenz
Aufgrund der Modifikationen von Lipopolysacchariden (LPS) oder anderen Komponenten in der Bakterienzellmembran entwickelt sich Resistenz.

Empfindlichkeit
Die Prävalenz einer erworbenen Resistenz bei ausgewählten Arten kann nach geografischer Region und im Laufe der Zeit variieren und lokale Information über Resistenz ist wünschenswert, besonders bei der Behandlung von schweren Infektionen.
Sollte auf Grund der lokalen Prävalenz der Resistenz die Anwendung des Arzneimittels zumindest bei einigen Infektionen bedenklich erscheinen, sollte eine Beratung durch Experten angestrebt werden.

Häufig empfindliche Spezies
Acinetobacter spp.
Haemophilus influenzae
Klebsiella spp.
Pseudomonas aeruginosa

Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen können
Stenotrophomonas maltophilia
Achromobacter xylosoxidans (früher Alcaligenes xylosoxidans)

I
nhärent resistente Organismen
Burkholderia cepacia und verwandte Spezies
Proteus spp.
Providencia spp.
Serratia spp.

Resistenz


Eine erworbene Colistimethat-Natrium-Resistenz bei mukoidem Pseudomonas aeruginosa wurde in Berichten mit etwa 3% beziffert. Lokale Resistenzraten können jedoch variieren, bzw. höher sein (siehe Abschnitt 4.4).

Kreuzresistenz


Es liegt keine Kreuzresistenz zwischen Polymyxinen und anderen Antibiotika-Familien vor.

Pharmakokinetik



Resorption

Die gastrointestinale Resorption ist zu vernachlässigen, da es unwahrscheinlich ist, dass das Verschlucken von im Nasopharynx abgelagerten Colistimethat-Natrium zur systemischen Exposition beiträgt.
Die Resorption nach Inhalation über die Lunge hängt von dem jeweiligen Verneblersystem, von der Größe der Aerosoltröpfchen und vom Krankheitszustand der Lungen ab.

Eine Studie mit gesunden Probanden, die Colistimethat-Natrium inhalierten, ergab dass Cmax von Polymyxin E1 (der aktive Teil) im Bereich zwischen 40,0 und 69,9 ng/ml und AUC im Bereich zwischen 350 und 668 ng/ml/Std lag, abhängig vom Vernebler und dem Füllvolumen und der Konzentration, welche die Dosis von 0,3 Million I.E. bis 2 Millionen I.E. variierten. Die Halbwertszeit betrug etwa 5,2 Stunden. Es wurde berechnet, dass die absolute Bioverfügbarkeit zwischen 5% und 18% variiert, abhängig vom Vernebler. Die AUC nach einer intravenösen Dosis von 0,5 Million I.E. betrug 3352 ng/ml/Std und Cmax betrug 1232 ng/ml.

Verteilung

Die Proteinbindung ist gering. Es ist bekannt, dass Colistimethat-Natrium-Antibiotika in Muskelgewebe, Leber, Niere, Herz und Gehirn persistieren.
In einer Studie mit Patienten mit zystischer Fibrose wurde ein Verteilungsvolumen von 0,09 l/kg berechnet.

Biotransformation

Colistimethat-Natrium wird in vivo in seine Base umgewandelt.

Elimination

Über die Elimination von Colistimethat-Natrium nach Verneblung liegen keine Informationen vor.

Nach i.v. Anwendung erfolgt die Ausscheidung primär über die Nieren, wobei 62 % einer parenteral verabreichten Dosis innerhalb von 8 Stunden und etwa 80 % in 24 Stunden unverändert in den Urin gelangen. Es findet keine biliäre Ausscheidung statt.

Packungen
Promixin® 1 Mio I.E Pulv. f. Vernebler 30 DSF
Preis
524,94 €
Zuzahlung
10,00 €
Verpackung ist nicht auf der Liste.
11029478
Ähnliche
© Mediately v.7.12.3
MEDIATELY
PresseBusinessCareers
© Mediately v.7.12.3
DOWNLOAD THE APP
Wir nutzen Cookies, um Inhalte und Werbung zu personalisieren und Website-Traffic zu analysieren. Weiterführende Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.