Vitamin B2 axicur® 10 mg Tabletten
Verschreibungsinformationen
Versicherungsliste
Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Ja
Darreichungsform
Hersteller
Letzte Aktualisierung der Fachinformation

Mediately App verwenden
Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.
Über 36k bewertungen
Fachinfo - Vitamin 10 mg
Therapie von klinischen Vitamin-B2-Mangelzuständen, die diätetisch nicht ausgeglichen werden können.
Dosierung
Die empfohlene Dosis ist 1 bis 2 Tabletten Vitamin B2 axicur 10 mg Tabletten (entsprechend 10 bis 20 mg Riboflavin) pro Tag.
Kinder und Jugendliche Es liegen keine Daten vor. Art der Anwendung
Die Tabletten Vitamin B2 axicur 10 mg Tabletten sind unzerkaut mit etwas Flüssigkeit mit oder nach den Mahlzeiten einzunehmen.
Die Dauer der Therapie richtet sich nach der Ursache und dem Grad des bestehenden Riboflavin-Mangels und dem Behandlungsverlauf.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Vitamin B2 axicur 10 mg Tabletten Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Vitamin B2 axicur 10 mg Tabletten nicht einnehmen.
Neuroleptisch wirksame Phenothiazinderivate wie Promethazin können als strukturelle Riboflavinantagonisten bei längerfristiger Therapie einen erhöhten Vitamin-B2-Bedarf zur Folge haben.
Die Resorption von Riboflavin kann durch gleichzeitige Gabe von Probenecid (Urikosurikum) vermindert werden.
Der normale Tagesbedarf, der in der Regel aus der Nahrung gedeckt wird, beträgt in der Schwangerschaft 1,5 bis 2 mg und in der Stillzeit bis zu 2,5 mg Riboflavin. Bisher liegen beim Menschen keine Hinweise auf Fruchtschädigungen durch höhere Dosierungen vor.
Im Tierversuch sind bei Dosierungen zwischen 6 bis 8 mg/kg/Tag verminderte Geburtsgewichte und eine erhöhte Jungtiersterblichkeit beschrieben.
Bei Mangelzuständen der Mutter ist besonders während der Stillzeit eine Gefährdung des ausschließlich mit Muttermilch ernährten Säuglings möglich. Die Riboflavinkonzentration in der Muttermilch ist proportional zu der mit der Nahrung aufgenommenen Menge. Nach Supplementierung mit 10 mg/Tag sind in einer Studie Milchkonzentrationen von 740 ng/ml gemessen worden, gegenüber 220 ng/ml bei nicht-supplementierten Frauen.
Vitamin B2 axicur 10 mg Tabletten hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Bisher sind keine Nebenwirkungen bekannt.
Hinweis:
Eine intensivere Gelbfärbung des Urins ist harmlos.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Pharmakologische Eigenschaften - Vitamin 10 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Vitaminpräparate, rein, ATC-Code: A11HA04
Riboflavin ist ein essentieller Wirkstoff für den Menschen. In Form des Flavinmononukleotids (FMN) und des Flavinadenosindinukleotids (FAD) ist es das Coenzym von Oxydasen und Dehydrogenasen und ist an biologischen Oxidoreduktionsmechanismen beteiligt.
Riboflavin ist essentiell am Stoffwechsel der Kohlenhydrate, Fette und Aminosäuren beteiligt. Ferner bestehen biochemische Verknüpfungen mit anderen Vitaminen der B-Gruppe und Vitamin A.
Vorkommen und Bedarfsdeckung
Riboflavin ist als Coenzym der Zellatmung Bestandteil sämtlicher pflanzlicher und tierischer Organismen. Einen besonders hohen Gehalt haben rasch wachsende Vegetabilien, Hefe, Milch, Eier und Fleisch, vor allem die Leber.
Als wünschenswerte tägliche Zufuhr für den gesunden Erwachsenen werden 1,5 bis 1,8 mg
Vitamin B2/Tag empfohlen. In der Schwangerschaft ist eine Zulage von 0,3 mg/Tag und in der Stillzeit von 0,8 mg/Tag erforderlich. Ein Mehrbedarf kann u. a. bei länger dauernder Anwendung von Arzneimitteln, Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen bestehen, z. B. auch bei autosomal rezessiv vererbtem Methämoglobinreduktase-Mangel.
Mangelerscheinungen
Ein reiner Riboflavin-Mangel ist beim Menschen selten.
Die Riboflavin-Bedarfsdeckung ist bei verschiedenen Risiko-Gruppen, z. B. bei jungen Frauen, Schwangeren, Senioren, nicht immer gesichert. Riboflavin-Mangel ist häufig mit einer Unterversorgung weiterer Vitamine des B-Komplexes verbunden. Mangelzustände manifestieren sich als orale, cutane, corneale Veränderungen und können mit neurologischen und hämatologischen Störungen einhergehen.
Folgende Symptome beim Menschen werden einem Riboflavin-Mangel zugeordnet:
-
entzündliche Veränderungen der Schleimhäute (anguläre Stomatitis, Glossitis, Cheilosis), der Haut und des Nagelbettes.
-
Lichtscheu, brennende Augen, corneale Vaskularisation.
Anhaltspunkte für einen Vitamin-B2-Mangel sind eine erniedrigte Riboflavin-Konzentration im Blut, eine verminderte Ausscheidung mit dem Harn und eine erniedrigte Erythrozyten-Glutathion-Reduktase-Aktivität (alpha-EGR).
Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Riboflavin erlauben sowohl die Aufrechterhaltung eines physiologischen Spiegels als auch die rasche Ausscheidung überflüssiger Mengen. Das mit der Nahrung aufgenommene Riboflavin wird vornehmlich in den proximalen Darmabschnitten durch einen aktiven Prozess resorbiert. Phosphorylierte Bindungen werden zuvor durch Pankreasenzyme gespalten.
Versuche mit 5 bis 300 mg Riboflavin zeigen eine Sättigungsgrenze der Resorption ab 60 mg innerhalb von 2 bis 3 Stunden, wobei ca. die Hälfte resorbiert wird.
Beim Menschen ist die Hälfte freien Riboflavins und 80 % seiner phosphorylierten Verbindungen an Proteine, vornehmlich Albumin, gebunden. Die Leber enthält ein Drittel der Gesamtflavine.
Riboflavin wird hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden. Die Halbwertzeit beträgt für die ß-Phase ca. 1,2 Stunden. Ausscheidungsprodukte sind vornehmlich Riboflavin neben Hydroxyflavinen und bei hohen Dosen Hydroxyethylflavin.
Pharmazeutische Angaben - Vitamin 10 mg
Lactose-Monohydrat Maisstärke Mikrokristalline Cellulose Povidon K 25
Talkum
Hydriertes Rizinusöl Hochdisperses Siliciumdioxid.
Nicht über 25°C lagern.
Die Blisterpackung im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.