Kompensan, 340 mg Tabletten
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Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Kompensan, 340 mg
Kompensan ist angezeigt zur Behebung von Symptomen bei Sodbrennen, säurebedingten Magenbeschwerden sowie Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren.
Kompensan wird angewendet bei Jugendlichen ab 12 Jahren und Erwachsenen.
Jugendliche ab 12 Jahre und Erwachsene
1 bis 2 Tabletten Kompensan zwischen den Mahlzeiten, vor dem Zubettgehen oder wenn die Symptome es erfordern, lutschen. Die maximale empfohlene Tagesdosis beträgt 8 Tabletten (entsprechend 2400 mg Carbaldrat) innerhalb von 24 Stunden. Jede Einzelgabe sollte dabei 2 Tabletten (entsprechend 600 mg Carbaldrat) nicht überschreiten.
Kinder
Bei Kindern ist die gastrointestinale Aufnahme von Aluminium höher als bei Erwachsenen. Kompensan soll nicht zur Behandlung von Kindern unter 12 Jahren
angewendet werden, da in dieser Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
Art der AnwendungDie Tabletten sollten nicht geschluckt, sondern gelutscht werden. Die Tabletten sollten nicht in Wasser aufgelöst werden.
Eine Tablette Kompensan enthält 0,636 g Sucrose. Bei Beachtung der Dosierungsanleitung werden bei jeder Anwendung bis zu 1,272 g Sucrose zugeführt.
Die Einnahme anderer Arzneimittel sollte generell zwei Stunden vor oder nach Einnahme von Kompensan erfolgen.
Die Einnahme sollte vorzugsweise 1 bis 2 Stunden nach den Mahlzeiten und zur Nacht erfolgen.
Bleiben die Beschwerden unter der Therapie länger als 2 Wochen bestehen, sollten diese klinisch abgeklärt werden, um eine mögliche Malignität auszuschließen.
Kompensan darf nicht gegeben werden bei
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Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, gegen Pfefferminz-Aroma oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
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Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance kleiner als 30 ml/min).
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Hypophosphatämie.
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Obstipation und bekannten Dickdarmstenosen.
Länger anhaltende und wiederkehrende Magenbeschwerden können Zeichen einer ernsthaften Erkrankung sein, wie z. B. ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür. Eine Behandlung mit Kompensan sollte daher ohne ärztliche Untersuchung nicht länger als 14 Tage dauern.
Bei Auftreten von Schluckstörungen (Dysphagie oder Odynophagie), Teerstuhl, Blutbeimengungen im Stuhl, Erbrechen, Würgereiz oder Schmerzen in der Brust sollte die Einnahme von Kompensan sofort abgebrochen und ein Arzt aufgesucht werden.
Bei langfristigem Gebrauch von Kompensan sind regelmäßige Kontrollen der Aluminiumspiegel erforderlich. Dabei sollten 40 µg/l nicht überschritten werden.
Bei Patienten mit chronischen Nierenfunktionsstörungen sollten auch bei kurzfristiger Einnahme von Kompensan die Aluminiumblutspiegel kontrolliert werden. Diese Patienten sollten auch in regelmäßigen Abständen (jedes halbe Jahr) ärztlich untersucht werden, um möglichst frühzeitig eine Anreicherung von Aluminium im Nervensystem und den Knochen zu erkennen.
Bei lang dauernder Einnahme hoher Dosen und phosphatarmer Diät kann es insbesondere bei Dialyse-Patienten zu Phosphatverarmung mit dem Risiko einer Knochenerweichung (Osteomalazie) kommen.
Bei Patienten mit Ulcus duodeni oder Ulcus ventriculi sollte eine Untersuchung auf H. pylori und – im positiven Fall – eine anerkannte Eradikationstherapie erwogen werden.
Patienten über 50 Jahre, bei denen Sodbrennen zum ersten Mal auftritt, und Patienten mit ungeklärtem Gewichtsverlust sollten vor der Einnahme von Kompensan einen Arzt aufsuchen.
Kinder
Bei Kindern ist die Aufnahme von Aluminium aus dem Magen-Darm-Trakt höher als bei Erwachsenen. Kompensan soll nicht zur Behandlung von Kindern unter 12 Jahren angewendet werden, da in dieser Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
Hinweis für Diabetiker
Eine Tablette enthält ca. 0,64 g Sucrose (Zucker). Dies ist bei Patienten mit Diabetes mellitus zu berücksichtigen.
Kompensan kann schädlich für die Zähne sein (Karies).
Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten Kompensan nicht einnehmen.
Kompensan enthält Natrium
Kompensan enthält 51 mg Natrium pro Tablette, entsprechend 3 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g. Die maximale Tagesdosis dieses Arzneimittels entspricht 20 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme. Kompensan ist reich an Natrium. Dies ist zu berücksichtigen bei Personen unter Natrium kontrollierter (natriumarmer/-kochsalzarmer) Diät.
Die gleichzeitige Einnahme von aluminiumhaltigen Magenmitteln mit anderen Medikamenten kann deren Aufnahme verändern. Klinisch bedeutsame Aufnahme-verminderungen sind für Tetrazykline und Chinolone (z. B. Ciprofloxacin, Norfloxacin, Ofloxacin und Pefloxacin) und Cephalosporine beschrieben worden. Sie können bis zu 90 % betragen und sind Folge der Bildung nichtresorbierbarer Verbindungen (Chelate) dieser Arzneimittel. Daher ist während einer Therapie mit diesen Antibiotika von einer Einnahme der Antacida abzuraten und im Bedarfsfall auf andere Magensäure hemmende Arzneimittel auszuweichen.
Die Bioverfügbarkeit antiretroviraler Medikamente (z.B. Integraseinhibitoren wie Raltegravir, Dolutegravir, Elvitegravir) wird durch Metallkationen, die in Antazida und Nahrungsergänzungsmittel enthalten sind, signifikant reduziert. Daher wird die Kombination von Kompensan mit Raltegravir, Dolutegravir oder Elvitegravir nicht empfohlen.
Geringere Aufnahmeeinschränkungen finden sich für Chloroquin, Allopurinol, nicht steroidale Antirheumatika (z. B. Diclofenac, Acetylsalicylsäure, Penicillamin, Naproxen), Digoxin, Isoniazid, Captopril, Atenolol oder Propranolol, Dicumarol, Levothyroxin,
Ketoconazol, Gabapentin, H2-Blocker, Diphosphonate, Eisenverbindungen und Chlorpromazin.
Im Hinblick auf eine Aufnahmebeeinträchtigung sollte generell ein Abstand von 2 Stunden zwischen der Einnahme von säurebindenden Magenmitteln und anderen Medikamenten eingehalten werden.
Aluminiumhaltige säurebindende Magenmittel erhöhen bei gleichzeitiger Einnahme mit säurehaltigen Getränken (Obstsäfte, Wein u. a.) die Aluminiumaufnahme aus dem Darm. Auch Brausetabletten enthalten Fruchtsäuren, die die Aluminiumaufnahme steigern können. Patienten sollten daher die gleichzeitige Einnahme vermeiden.
Schwangerschaft
Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Carbaldrat bei schwangeren Frauen vor.
Tierexperimentelle Studien mit Aluminiumsalzen haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).
Dieses Arzneimittel sollte in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn der mögliche Nutzen für die Mutter überwiegt die möglichen Risiken für den Fetus.
Stillzeit
Aluminium geht in geringen Mengen in die Muttermilch über.
Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob die Behandlung mit Kompensan unterbrochen werden soll oder ganz auf eine Behandlung mit Kompensan verzichtet werden soll. Dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen.
Kompensan hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr häufig ≥ 1/10
Häufig ≥ 1/100 bis <1/10 Gelegentlich ≥ 1/1.000 bis <1/100 Selten ≥ 1/10.000 bis <1/1.000 Sehr selten < 1/10.000
Nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Erkrankungen des ImmunsystemsNicht bekannt
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Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Pruritus, Urtikaria, Gesichtsödem, Engegefühl im Hals und Dyspnoe)
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und MediastinumsNicht bekannt
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Rachenreizung
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsNicht bekannt
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Verstopfung
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Diarrhoe
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Glossodynie
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orale Hypästhesie
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Übelkeit
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orale Beschwerden
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geschwollene Zunge
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortNicht bekannt
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Brennen der Mundschleimhaut
Bei Niereninsuffizienz und bei langfristiger Einnahme hoher Dosen kann es zur Aluminiumeinlagerung, vor allem in das Nerven- und Knochengewebe, und zur Phosphatverarmung kommen.
Bei entsprechend sensibilisierten Patienten können durch Pfefferminz-Aroma Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Atemnot) ausgelöst werden.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz,
Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de
anzuzeigen.
Die Überprüfung der Erfahrung seit der Markteinführung hat keine Hinweise auf Überdosierungserscheinungen ergeben. Entsprechend der Überprüfung von Literaturdaten sind Fälle von Toxizität nach einer akuten Überdosis unwahrscheinlich. Bei der Einnahme von exzessiv hohen Dosen von Antacida kann es jedoch zu Symptomen einer metabolischen Alkalose kommen.
Pharmakologische Eigenschaften - Kompensan, 340 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Alimentäres System und Stoffwechsel - Mittel bei säurebedingten Erkrankungen – Antacida – Aluminium-haltige Verbindungen – Dihydroxyaluminiumnatriumcarbonat (Carbaldrat)
ATC–Code: A02AB04
Die Wirkung des in Kompensan enthaltenen Wirkstoffes Carbaldrat gleicht der von Aluminiumhydroxid und beruht auf der Neutralisierung von Magensalzsäure.
Aluminiumionen besitzen eine adstringierende und eine gewisse entzündungshemmende Wirkung. Dieser Effekt ist besonders bei Magengeschwüren und Magenschleimhautreizung bzw. -entzündung wertvoll.
Resorption und Verteilung
Wenn Aluminiumhydroxid im Magen mit der Magensalzsäure reagiert entstehen lösliche Aluminiumhydroxid-Komplexe. Ein Teil des Aluminiums wird resorbiert und führt zu einer passageren Erhöhung der Serumkonzentration von Aluminium und zu einer vorübergehenden Steigerung der renalen Aluminiumausscheidung.
Elimination
Die Ausscheidung von Aluminiumionen erfolgt überwiegend renal. Im Darm bilden Alu-miniumionen mit Phosphat, Carbonat und Fettsäuren Salze, die mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Die Serumaluminiumspiegel normalisieren sich in drei bis vier Tagen nach Absetzen der Therapie.
Pharmazeutische Angaben - Kompensan, 340 mg
Natriumalginat Magnesiumstearat (Ph. Eur.) Sucrose
Pfefferminz-Aroma Spearmint-Aroma Gelatine
3 Jahre
Kompensan soll nach Ablauf des auf der Packung angegebenen Verfallsdatums nicht mehr verwendet werden.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungshinweise erforderlich.
20 Tabletten
50 Tabletten
100 Tabletten
in Blisterpackungen
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.