Mebeverin Aristo 135 mg Filmtabletten
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Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Ja
Darreichungsform
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Fachinfo - Mebeverin 135 mg
Mebeverin Aristo 135 mg Filmtabletten ist ein Arzneimittel, das Krämpfe im Bereich der unwillkürlichen Muskulatur im Magen-Darm-Trakt löst (muskulotropes Spasmolytikum).
Mebeverin Aristo 135 mg Filmtabletten werden angewendet zur symptomatischen Behandlung des Reizdarmsyndroms, d. h. abdominale Schmerzen in Verbindung mit Defäkationsstörungen sowie Meteorismus.
Dosierung
Erwachsene
3x täglich 1 Filmtablette (entsprechend 3 x 135 mg = 405 mg Mebeverinhydrochlorid).
Kinder und Jugendliche
Mebeverin Aristo 135 mg Filmtabletten wird für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren auf Grund ungenügender Daten bezüglich Wirksamkeit und Unbedenklichkeit nicht empfohlen.
Besondere Patientengruppen
Es wurden keine Dosierungsstudien bei älteren Patienten oder Patienten mit Nieren- und/oder Leberfunktionsstörungen durchgeführt. Aus den zur Verfügung stehenden Daten nach Markteinführung konnte kein spezifisches Risiko für diese Patientengruppen ermittelt werden.
Art der Anwendung Zum Einnehmen.
Mebeverin Aristo 135 mg Filmtabletten sollten als Ganzes, unzerkleinert und unzerkaut mit einer ausreichenden Menge Wasser (mindestens 100 ml) vorzugsweise 20 Minuten vor den Mahlzeiten eingenommen werden.
Die Dauer der Anwendung ist zeitlich nicht begrenzt.
Sollten eine oder mehrere Einnahmen vergessen worden sein, so sollte der Patient mit der nächsten Dosis wie gewohnt fortfahren; die vergessene Dosis sollte nicht zusätzlich zu der regulären eingenommen werden.
Mebeverin Aristo 135 mg darf nicht eingenommen werden bei
-
einem paralytischen Ileus,
-
Überempfindlichkeit bzw. Allergie gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Mebeverin Aristo enthält Lactose
Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Mebeverin Aristo nicht einnehmen.
Mebeverin Aristo enthält Natrium
Mebeverin Aristo enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Filmtablette, d. h., es ist nahezu
„natriumfrei“.
Klinische Studien zu Wechselwirkungen von Mebeverin mit anderen Arzneimitteln wurden nicht durchgeführt. In-vitro- bzw. Tierstudien ergaben, dass eine Wechselwirkung mit Alkohol unwahrscheinlich ist. Die klinische Bedeutung dieser Untersuchungen ist unklar.
Fertilität
Es liegen keine klinischen Daten zum Einfluss von Mebeverin auf die männliche oder weibliche Fertilität vor. Begrenzte Studien am Tier mit Mebeverin weisen jedoch auf keine schädlichen Wirkungen hin (siehe Abschnitt 5.3).
Schwangerschaft
Bisher liegen keine oder nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Mebeverin bei Schwangeren vor. Es liegen keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität vor (siehe Abschnitt 5.3). Die Anwendung von Mebeverin wird während der Schwangerschaft nicht empfohlen.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Mebeverin oder seine Abbauprodukte in die menschliche Muttermilch übergehen. Der Übergang in die Milch ist in Tieren nicht untersucht worden. Mebeverin sollte daher während der Stillzeit nicht eingenommen werden.
Mebeverin Aristo hat keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Das pharmakodynamische Profil deutet nicht auf einen negativen Einfluss von Mebeverin auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hin.
Allergische Reaktionen, hauptsächlich aber nicht ausschließlich der Haut, wurden beobachtet. In Einzelfällen trat ein anaphylaktischer Schock auf.
Weiterhin wurden sehr selten Schwindel, Benommenheit, Verwirrtheit und Übelkeit beobachtet.
Die unten aufgeführten Nebenwirkungen werden nach Häufigkeit und Systemorganklasse (SOC) eingeteilt. Die Häufigkeitsangaben werden entsprechend folgender Konventionen definiert:
Sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100); selten
(≥ 1/10.000 bis < 1/1.000); sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Erkrankungen des Immunsystems
Sehr selten: Überempfindlichkeit (anaphylaktische Reaktion)
Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr selten: Pruritus, Exanthem, Urtikaria, Angioödem (meist im Gesicht)
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Theoretisch könnte eine Erregbarkeit des zentralen Nervensystems auftreten. In Fällen, in denen Mebeverin überdosiert eingenommen wurde, waren die Symptome entweder nicht oder nur mild vorhanden und gewöhnlich rasch reversibel. Beobachtete Symptome einer Überdosierung waren neurologischer und kardiovaskulärer Natur.
Da ein spezifisches Antidot nicht bekannt ist, ist eine symptomatische Therapie zu empfehlen. Eine Magenentleerung sollte nur im Fall einer multiplen Intoxikation, die innerhalb einer Stunde entdeckt wurde, in Betracht gezogen werden. Die Resorption verringernde Maßnahmen sind nicht notwendig.
Pharmakologische Eigenschaften - Mebeverin 135 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel bei funktionellen gastrointestinalen Störungen, Synthetische Anticholinergika, Ester mit tertiären Aminogruppen
ATC-Code: A03AA04
Mebeverin ist ein muskulotropes Spasmolytikum mit einer selektiven Wirkung auf die glatte Muskulatur des Verdauungstraktes, ohne die normale Darmtätigkeit zu beeinflussen. Da dieser Effekt nicht durch das autonome Nervensystem vermittelt wird, treten keine typischen anticholinergen Nebenwirkungen auf.
Resorption
Mebeverin wird nach oraler Administration schnell und vollständig resorbiert.
Verteilung
Eine signifikante Akkumulation konnte auch nach Mehrfachgabe nicht festgestellt werden.
Biotransformation
Mebeverinhydrochlorid wird hauptsächlich durch Esterasen metabolisiert, welche zunächst die Esterbindungen spalten, wodurch Veratrumsäure und Mebeverinalkohol entstehen. Der Hauptmetabolit im Plasma ist DMAC (demethylierte Carboxylsäure). Die Eliminationshalbwertzeit von DMAC im steady-state liegt bei t1/2 = 2,45 h. Bei Mehrfachgaben der Filmtablette mit 135 mg liegt cmax von DMAC bei 1670 ng/ml und tmax beträgt etwa 1 Stunde.
Elimination
Mebeverin wird komplett metabolisiert und nahezu vollständig (95-98 %) ausgeschieden. Veratrumsäure wird in den Urin ausgeschieden, ebenso Mebeverinalkohol, dieser jedoch zu einem Teil als korrespondierende Carboxylsäure (MAC) und zum anderen als demethylierte Carboxylsäure (DMAC).
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit des Medikaments wurde nur bei Erwachsenen untersucht.
Pharmazeutische Angaben - Mebeverin 135 mg
Tablettenkern Mikrokristalline Cellulose Lactose-Monohydrat
Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.) Povidon K29/32
Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich] Talkum
Filmüberzug
Opadry white 03F58763
bestehend aus: Hypromellose, Titandioxid (E 171), Macrogol 6000, Talkum
PVC/PVDC-Aluminium-Blisterpackung
Mebeverin Aristo 135 mg ist in Packungen mit 15, 20, 50, 60 und 100 Tabletten verfügbar. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.