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Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Valsacor® 40 mg Filmtabletten

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Ja

Darreichungsform

Filmtbl.

Hersteller

TAD Pharma GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.1.2025
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Fachinfo - Valsacor® 40 mg

Anwendungsgebiete

Hypertonie

Behandlung der Hypertonie bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis unter 18 Jahren.

Nach einem vor kurzem aufgetretenen My-okardinfarkt

Behandlung von klinisch stabilen erwach-senen Patienten mit symptomatischer Herz-insuffizienz oder asymptomatischer systoli-scher, linksventrikulärer Dysfunktion nach vor kurzem aufgetretenen Myokardinfarkt (12 Stunden - 10 Tage) (siehe Abschnitt 4.4

und 5.1).

Herzinsuffizienz

Behandlung erwachsener Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz, wenn ACE-Hemmer nicht vertragen werden oder bei Patienten mit Unverträglichkeit gegen-über Betablockern als Add-on-Therapie zu ACE-Hemmern, wenn Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten nicht angewendet werden können (siehe Abschnitte 4.2, 4.4,

  1. und 5.1).

Dosierung

Dosierung

Zustand nach vor kurzem aufgetretenen Myokardinfarkt

Bei klinisch stabilen Patienten kann die Therapie bereits 12 Stunden nach einem Myokardinfarkt begonnen werden. Nach einer Anfangsdosis von zweimal täglich 20 mg sollte die Dosis schrittweise innerhalb der nächsten paar Wochen auf zweimal täg-lich 40 mg, 80 mg und dann 160 mg erhöht

werden. Die Anfangsdosis wird durch die teilbare 40 mg-Filmtablette ermöglicht.

Die maximale Zieldosierung liegt bei zweimal täglich 160 mg. Im Allgemeinen wird empfohlen, dass die Patienten inner-halb von zwei Wochen nach Behandlungs-beginn ein Dosierungsniveau von zweimal täglich 80 mg erreichen und dass die ma-ximale Zieldosierung von zweimal täglich 160 mg abhängig von der Verträglichkeit beim Patienten im Lauf der Dosissteigerung nach drei Monaten erreicht wird.

Beim Auftreten einer symptomatischen Hypotonie oder einer Nierenfunktionsstö-rung sollte eine Dosisreduktion in Betracht gezogen werden.

Valsartan kann bei Patienten angewendet werden, die gleichzeitig mit anderen Post-Myokardinfarkt-Therapien behandelt wer-den, wie z.B. Thrombolytika, Acetylsa-licylsäure, Betablocker, Statine und Diure-tika. Die Kombination mit ACE-Hemmern wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4 und 5.1).

Die Untersuchung von Postmyokardinfarkt-Patienten soll immer eine Beurteilung der Nierenfunktion beinhalten.

Herzinsuffizienz

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt zweimal täglich 40 mg Valsartan. Die Do-sis kann abhängig von der Verträglichkeit stufenweise auf 80 mg Valsartan zweimal täglich und dann auf bis zu zweimal täglich 160 mg Valsartan angehoben werden. Die Titration auf zweimal täglich 80 mg bzw. 160 mg sollte in Zeitabständen von mindes-tens zwei Wochen erfolgen. Bei gleichzei-tiger Gabe von Diuretika sollte eine Dosis-reduktion des Diuretikums in Betracht ge-zogen werden. Die maximal angewendete Tageshöchstdosis in klinischen Studien lag bei 320 mg in geteilten Dosen.

Valsartan kann zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Herzin-suffizienz angewendet werden. Allerdings wird die Dreifachkombination aus einem ACE-Hemmer, Valsartan und einem Beta-Blocker oder einem Kalium-sparenden Di-uretikum nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

Bei Untersuchungen von Patienten mit Herzinsuffizienz sollte immer auch die Nie-renfunktion überprüft werden.

Zusätzliche Information für spezielle Per-sonengruppen

Ältere Patienten

Für ältere Patienten ist keine Dosisanpas-sung erforderlich.

Niereninsuffizienz

Bei erwachsenen Patienten mit einer Krea-tinin-Clearance > 10 ml / min ist keine Do-

sisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 4.4 und 5.2).

Leberinsuffizienz

Valsartan ist kontraindiziert bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz, mit Leber-zirrhose und bei Patienten mit Cholestase (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.2). Die Do-sis sollte bei Patienten mit leichter bis mit-telschwerer Leberinsuffizienz ohne Cho-lestase 80 mg Valsartan nicht übersteigen.

Kinder und Jugendliche

Hypertonie bei pädiatrischen Patienten Kinder und Jugendliche von 6 bis unter 18 Jahren

Die Startdosis beträgt 40 mg einmal täglich bei Kindern mit einem Körpergewicht unter 35 kg und 80 mg einmal täglich bei einem Körpergewicht von 35 kg oder mehr. Die Dosis sollte auf der Basis des Ansprechens des Blutdrucks und der Verträglichkeit an-gepasst werden. Bezüglich der Höchstdo-sen, die in klinischen Prüfungen geprüft wurden, wird auf die folgende Tabelle ver-wiesen.

Höhere als die in der Tabelle aufgelisteten Dosierungen wurden nicht untersucht und werden daher nicht empfohlen.

Gewicht In klinischen Studiengeprüfte Höchstdosen
≥ 18 kg bis < 35 kg 80 mg
≥ 35 kg bis < 80 kg 160 mg
≥ 80 kg bis ≤ 160 kg 320 mg

Kinder unter 6 Jahre

Die verfügbaren Daten sind in den Ab-schnitten 4.8, 5.1 und 5.2 beschrieben. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Valsacor 40 mg Filmtabletten bei Kindern unter 1 Jahr wurden nicht nachgewiesen.

Anwendung bei pädiatrischen Patienten von 6 bis unter 18 Jahren mit Nierenfunkti-onsstörungen

Die Anwendung bei pädiatrischen Patienten mit einer Kreatinin-Clearance <30 ml/min und pädiatrischen Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen müssen, wurde nicht untersucht. Daher wird Valsartan bei diesen Patienten nicht empfohlen. Für pädiatrische Patienten mit einer Kreatinin- Clearance

>30 ml/min ist keine Dosisanpassung er-forderlich. Die Nierenfunktion und der Ka-liumspiegel sollten engmaschig überwacht werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Anwendung bei pädiatrischen Patienten von 6 bis unter 18 Jahren mit Leberfunkti-onsstörungen

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Fachinformation

Valsacor® 40 mg Filmtabletten

Wie bei Erwachsenen ist Valsartan bei pä-diatrischen Patienten mit schwerer Leberin-suffizienz, mit Leberzirrhose und bei Pati-enten mit Cholestase kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.2). Es gibt nur begrenzte klinische Erfahrung mit Vals-artan bei pädiatrischen Patienten mit leich-ter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz. Bei diesen Patienten sollte die Dosis 80 mg Valsartan nicht übersteigen.Pädiatrische Patienten mit Herzinsuffizienz und nach einem vor kurzem aufgetretenen MyokardinfarktValsartan wird wegen fehlender Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit nicht für die Behandlung der Herzinsuffizienz oder zur Nachbehandlung eines Myokardinfarktes bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jah-ren empfohlen.Art der AnwendungValsartan kann unabhängig von einer Mahlzeit gegeben und sollte mit Wasser eingenommen werden.4.3 GegenanzeigenÜberempfindlichkeit gegen den Wirk-stoff oder einen der in Abschnitt 6.1 ge-nannten sonstigen BestandteileSchwere Leberinsuffizienz, biliäre Zir-rhose und CholestaseZweites und drittes Schwanger-schaftstrimester (siehe Abschnitt 4.4 und 4.6).Die gleichzeitige Anwendung von Va-lsacor mit Aliskiren-haltigen Arzneimit-teln ist bei Patienten mit Diabetes melli-tus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m2) kontraindi-ziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).4.4 Besondere Warnhinweise und Vor-sichtsmaßnahmen für die Anwendung HyperkaliämieDie gleichzeitige Anwendung mit Kali-umpräparaten, kaliumsparenden Diuretika, kaliumhaltigen Salzersatzmitteln oder ande-ren Arzneimitteln, die den Serum-Kaliumspiegel erhöhen (Heparin, etc.) wird nicht empfohlen. Sie sollte nur mit Vorsicht und häufigen Kalium-Kontrollen erfolgen.NiereninsuffizienzZur Zeit gibt es keine Erfahrungen zur si-cheren Anwendung bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance < 10 ml / min und Pa-tienten, die sich einer Dialyse unterziehen müssen. Daher sollte Valsartan bei diesen Patienten nur mit Vorsicht angewendet werden. Bei erwachsenen Patienten mit Niereninsuffizienz mit einer Kreatinin-Clearance > 10 ml / min ist keine Dosisan-passung erforderlich (siehe Abschnitt 4.2 und 5.2). LeberinsuffizienzBei Patienten mit leichter bis mittelschwe-rer Leberinsuffizienz ohne Cholestase sollte Valsartan nur mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.2 und 5.2).Patienten mit Natrium- und/oder Volu-menmangelBei Patienten mit schwerem Natrium-und/oder Volumenmangel, z.B. bei Patien-ten, die hoch dosierte Diuretika erhalten, kann es in seltenen Fällen, insbesondere zu Beginn der Behandlung mit Valsartan, zu symptomatischer Hypotonie kommen. Ein Natrium- und/oder Volumenmangel sollte daher vor Therapiebeginn mit Valsartan stets ausgeglichen werden, z.B. durch Re-duktion der Diuretika-Dosierung.NierenarterienstenoseBei Patienten mit bilateraler Nierenarteri-enstenose oder Stenose bei Einzelniere wurde die sichere Anwendung von Vals-artan nicht untersucht.Die kurzfristige Anwendung von Valsartan an zwölf Patienten mit renovaskulärer Hy-pertonie infolge einer einseitigen Nierenar-terienstenose führte zu keiner signifikanten Änderung der renalen Hämodynamik, des Serum-Kreatinins bzw. Blut-Harnstoff-Stickstoffs (BUN). Da jedoch andere Wirk-stoffe, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, bei Pati-enten mit einseitiger Nierenarterienstenose zu einem Anstieg des Blut-Harnstoffs und Serum-Kreatinins führen können, wird die Überwachung als Sicherheitsmaßnahme empfohlen.NierentransplantationEs gibt keine ausreichenden Erfahrungen zur sicheren Anwendung von Valsartan bei Patienten, bei denen eine Nierentransplan-tation vorgenommen wurde.Primärer HyperaldosteronismusPatienten mit primärem Hyperaldostero-nismus sollen nicht mit Valsartan behandelt werden, da ihr Renin-Angiotensin-System nicht aktiv ist.Intestinales AngioödemBei Patienten, die mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, einschließlich Va-lsartan behandelt wurden, wurde über intes-tinale Angioödeme berichtet (siehe Ab-schnitt 4.8). Bei diesen Patienten traten Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auf. Die Symptome klangen nach dem Absetzen von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ab. Wenn ein intes-tinales Angioödem diagnostiziert wird, sollte Valsartan abgesetzt und eine ange-messene Überwachung eingeleitet werden, bis die Symptome vollständig verschwun-den sind.Aorten- und Mitralklappenstenose bzw. hy-pertrophische obstruktive Kardiomyopathie Wie bei allen anderen Vasodilatoren ist be-sondere Vorsicht bei Patienten mit Aorten-und Mitralklappenstenose bzw. hypertro-phischer obstruktiver Kardiomyopathie (HOCM) angezeigt.SchwangerschaftEine Behandlung mit Valsartan sollte nicht während der Schwangerschaft begonnen werden. Bei Patientinnen mit Schwanger-schaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behand-lung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortführung der Behandlung mit Valsartan ist zwingend erforderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Be-handlung mit Valsartan unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alter-native Therapie zu beginnen (siehe Ab-schnitt 4.3 und 4.6).Nach einem vor kurzem aufgetretenen My-okardinfarktDurch die gemeinsame Anwendung von Captopril und Valsartan ergaben sich keine Hinweise auf einen zusätzlichen klinischen Nutzen, hingegen nahm das Risiko für das Auftreten von Nebenwirkungen im Ver-gleich zu den jeweiligen Monotherapien zu (siehe Abschnitt 4.2 und 5.1). Deshalb wird die Kombination von Valsartan mit einem ACE-Hemmer nicht empfohlen.Die Initialbehandlung von Patienten nach einem Myokardinfarkt sollte mit Vorsicht erfolgen. Bei der Untersuchung der Patien-ten nach Myokardinfarkt sollte immer die Nierenfunktion überprüft werden (siehe Abschnitt 4.2).Die Anwendung von Valsartan bei Patien-ten nach Myokardinfarkt führt häufig zu ei-ner Blutdrucksenkung, aber ein Therapie-abbruch aufgrund einer andauernden symp-tomatischen Hypotonie ist im Allgemeinen nicht erforderlich, sofern die Dosierungsan-leitung eingehalten wird (siehe Abschnitt 4.2).HerzinsuffizienzBei Anwendung von Valsacor in Kombina-tion mit einem ACE-Hemmer kann sich das Risiko für Nebenwirkungen, insbesondere Hypotonie, Hyperkaliämie und Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens), erhöhen. Bei Pa-tienten mit Herzinsuffizienz wurde für die Dreifach-Kombination aus einem ACE-Hemmer, einem Beta-Blocker und Valsacor kein klinischer Nutzen nachgewiesen (siehe Abschnitt 5.1). Diese Kombination erhöht offensichtlich das Risiko für unerwünschte

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Valsacor® 40 mg Filmtabletten

Ereignisse und wird daher nicht empfohlen. Eine Dreifachkombination aus einem ACE-Hemmer, einem Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten und Valsartan wird ebenfalls nicht empfohlen. Solche Kombi-nationen sollten nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung en-gmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck angewen-det werden.Bei Beginn der Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz ist Vorsicht geboten. Die Untersuchung von Patienten mit Herz-insuffizienz sollte immer auch eine Über-prüfung der Nierenfunktion umfassen (sie-he Abschnitt 4.2).Valsacor bewirkt bei Patienten mit Herzin-suffizienz häufig eine gewisse Blutdruck-senkung. Allerdings ist ein Behandlungsab-bruch wegen andauernder symptomatischer Hypotonie in der Regel nicht erforderlich, sofern die Hinweise zur Dosierung befolgt werden (siehe Abschnitt 4.2).Bei Patienten, deren Nierenfunktion von der Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängen kann (z. B. Patienten mit schwerer kongestiver Herzin-suffizienz), war die Behandlung mit ACE-Hemmern mit Oligurie und/oder fortschrei-tender Azotämie sowie in seltenen Fällen mit akutem Nierenversagen und/oder dem Tod des Patienten verbunden. Da Valsartan ein Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonist ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Anwendung von Valsacor mit einer Beein-trächtigung der Nierenfunktion verbunden sein kann.ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.Angioödem in der Vorgeschichte Angioneurotische Ödeme mit zur Veren-gung der Atemwege führender Schwellung von Kehlkopf und Stimmapparat des Kehlkopfes (Glottis) und/oder Schwellung von Gesicht, Lippen, Rachen und/oder Zunge sind bei mit Valsartan behandelten Patienten beobachtet worden; bei einigen dieser Patienten waren bereits früher An-gioödeme im Zusammenhang mit anderen Arzneimitteln, einschließlich ACE-Hemmern, aufgetreten.Valsacor sollte bei Patienten, die ein An-gioödem entwickeln sofort abgesetzt wer-den und Valsacor sollte nicht wieder vera-breicht werden (siehe Abschnitt 4.8).Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)Es gibt Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angio-tensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Alis-kiren das Risiko für Hypotonie, Hyperka- liämie und eine Abnahme der Nierenfunk-tion (einschließlich eines akuten Nierenver-sagens) erhöht.Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).Wenn die Therapie mit einer dualen Blo-ckade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezia-listen und unter Durchführung engmaschi-ger Kontrollen von Nierenfunktion, Elekt-rolytwerten und Blutdruck erfolgen. ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit dia-betischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.Kinder und JugendlichePatienten mit NierenfunktionsstörungDie Anwendung bei pädiatrischen Patienten mit einer Kreatinin-Clearance <30 ml/min und pädiatrischen Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen müssen, wurde nicht untersucht. Daher wird Valsartan bei diesen Patienten nicht empfohlen. Für pädiatrische Patienten mit einer Kreatinin- Clearance>30 ml/min ist keine Dosisanpassung er-forderlich (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2). Die Nierenfunktion und der Kaliumspiegel sollten während der Behandlung mit Vals-artan engmaschig überwacht werden. Dies gilt besonders, wenn Valsartan bei Vorhan-densein von sonstigen Zuständen (Fieber, Dehydrierung), die die Nierenfunktion be-einträchtigen können, gegeben wird.Patienten mit LeberinsuffizienzWie bei Erwachsenen ist Valsartan bei pä-diatrischen Patienten mit schwerer Leberin-suffizienz, mit Leberzirrhose und bei Pati-enten mit Cholestase kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 5.2). Es gibt nur be-grenzte klinische Erfahrung mit Valsartan bei pädiatrischen Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz. Bei die-sen Patienten sollte die Dosis 80 mg Vals-artan nicht übersteigen.Valsacor enthält Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.Valsacor enthält Natrium. Valsacor enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d. h., es ist nahezu „natriumfrei“.4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arz-neimitteln und sonstige Wechselwirkun-gen Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Systems (RAAS) mit AIIRAs, ACEIs oder AliskirenDaten aus klinischen Studien haben ge-zeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer höheren Rate an unerwünschten Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliämie und einer Ab-nahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).Die gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlenLithiumEine reversible Zunahme der Serum–Lithium–Konzentration und der Toxizität von Lithium wurde unter gleichzeitiger Anwendung von Lithium mit Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmern oder Angio-tensin-II-Rezeptor-Antagonisten, ein-schließlich Valsartan, berichtet. Falls die Kombination als notwendig erachtet wird, wird die sorgfältige Kontrolle der Serum–Lithium–Konzentration empfohlen. Wird auch ein Diuretikum verwendet, kann das Risiko einer Lithiumtoxizität vermutlich weiter erhöht sein.Kaliumsparende Diuretika, Kaliumergän-zungsmittel, kaliumhaltige Salzersatzstoffe oder andere Arzneimittel, die den Serumka-liumspiegel erhöhenFalls ein Arzneimittel, das den Serumkali-umspiegel beeinflusst, in Kombination mit Valsartan als notwendig erachtet wird, sind regelmäßige Kontrollen der Serumkalium-spiegel angeraten.Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung ist erforderlichNichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel (NSAIDs), einschließlich se-lektive COX-2 Hemmer, Acetylsalicylsäure> 3g/d) und nicht-selektive NSAIDs:Wenn Angiotensin-II-Antagonisten gleich-zeitig mit NSAIDs angewendet werden, kann es zu einer Abschwächung der blut-drucksenkenden Wirkung kommen. Außer-dem kann bei gleichzeitiger Anwendung von Angiotensin-II-Antagonisten und NSAIDs das Risiko einer Nierenfunktions-verschlechterung, einschließlich eines mög-lichen akuten Nierenversagens, erhöhen und zu einem Anstieg der Serum-Kalium-Konzentration führen. Die Patienten sind adäquat zu hydrieren und nach Beginn der gleichzeitigen Therapie sowie in regelmä-ßigen Abständen während der Therapie

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muss die Nierenfunktion überwacht wer-den.

Transporter

In-vitro Daten zeigen, dass Valsartan ein Substrat des hepatischen Aufnahme-Transporters OATP1B1/OATP1B3 und des hepatischen Efflux-Transporters MRP2 ist. Die klinische Relevanz dieser Ergebnisse ist nicht bekannt. Die gleichzeitige Verab-reichung mit Hemmstoffen des Aufnahme-Transporters (z.B. Rifampicin, Ciclosporin) oder des Efflux-Transporters (z.B. Ritona-vir) kann die systemische Exposition ge-genüber Valsartan erhöhen. Entsprechende Vorsicht ist bei Beginn oder Beendigung einer gleichzeitigen Behandlung mit sol-chen Arzneimitteln geboten.

Andere

In Arzneimittelstudien mit Valsartan wur-den keine pharmakokinetischen Wechsel-wirkungen mit Valsartan und den folgenden Wirkstoffen festgestellt: Cimetidin, Warfa-rin, Furosemid, Digoxin, Atenolol, Indome-tacin, Hydrochlorothiazid, Amlodipin, Gli-benclamid.

Kinder und Jugendliche

Bei der Hypertonie von Kindern und Ju-gendlichen, bei denen zugrunde liegende renale Auffälligkeiten häufig vorkommen, ist Vorsicht geboten bei gleichzeitiger An-wendung von Valsartan und anderen Sub-stanzen, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System hemmen und zu einer Erhöhung des Kaliumspiegels führen kön-nen. Die Nierenfunktion und der Kalium-spiegel sollten engmaschig überwacht wer-den.

Gegenanzeigen

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Wechselwirkungen

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Schwangerschaft

Schwangerschaft

Die Anwendung von Valsartan wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von Valsartan im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgültigen epidemiologi-schen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwanger-schaftstrimesters vor; ein geringfügig er-höhtes Risiko kann jedoch nicht ausge-schlossen werden. Auch wenn keine kon-trollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von Valsartan vorliegen, so bestehen möglicherweise für diese Arzneimittelklas-se vergleichbare Risiken. Sofern ein Fort-setzen der Valsartan-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientin-

nen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Be-handlung mit AIIRAs unverzüglich zu be-enden und, wenn erforderlich, eine alterna-tive Therapie zu beginnen. Es ist bekannt, dass eine Therapie mit Valsartan während des zweiten und dritten Schwanger-schaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohyd-ramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenver-sagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) hat (sie-he auch Abschnitt 5.3). Im Falle einer Ex-position mit Valsartan ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden Ultra-schalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen.

Säuglinge, deren Mütter Valsartan einge-nommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie untersucht werden (siehe auch Abschnitt 4.3 und 4.4).

Stillzeit

Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Valsacor in der Stillzeit vorliegen, wird Va-lsacor nicht empfohlen; eine alternative an-tihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwen-dung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbe-sondere wenn Neugeborene oder Frühgebo-rene gestillt werden.

Fertilität

Valsartan hatte keine negativen Wirkungen auf die Reproduktionsleistung von männli-chen oder weiblichen Ratten bei oralen Do-sen von bis zu 200 mg/kg/Tag. Dies ist das 6-Fache der empfohlenen Maximaldosis beim Menschen auf mg/m2-Basis (die Be-rechnungen gehen von einer oralen Dosis von 320 mg/Tag und einem 60-kg-Patienten aus).

Fahrtüchtigkeit

Es liegen keine Studien über die Wirkung von Valsartan auf die Verkehrstüchtigkeit vor. Beim Lenken eines Fahrzeuges und beim Bedienen von Maschinen sollte be-rücksichtigt werden, dass Schwindel oder Müdigkeit auftreten kann.

Nebenwirkungen

Bei kontrollierten klinischen Studien mit erwachsenen Bluthochdruck-Patienten war die Gesamtinzidenz von Nebenwirkungen mit der der Placebo-Gruppe vergleichbar und stimmte mit der Pharmakologie von Valsartan überein. Die Inzidenz der Ne-benwirkungen schien nicht mit der Dosie-rung oder Dauer der Behandlung in Zu-

sammenhang zu stehen und zeigte ebenfalls keine Relation zu Geschlecht, Alter oder ethnischer Zugehörigkeit.

Nachfolgend werden die Nebenwirkungen nach Systemorganklasse aufgelistet, die von klinischen Studien, Anwendungsbe-obachtungen und Laborbefunden berichtet wurden.

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmenden Schweregrad angegeben, die Häufigkeiten sind wie folgt definiert:

Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100), selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (die Häufigkeit kann anhand der vorhandenen Daten nicht bestimmt werden).

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppierung sind die Nebenwirkungen nach abnehmen-der Schwere gereiht.

Alle berichteten Nebenwirkungen, welchen bei Anwendungsbeobachtungen und La-borwerten keine Nebenwirkungshäufigkeit zuzuordnen ist, werden entsprechend unter

„Unbekannt“ eingeordnet.

Hypertonie Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Unbekannt Abnahme von Hämo-

globin, Abnahme von Hämatokrit, Neutro-penie, Thrombo-zytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Unbekannt Überempfindlichkeits-reaktionen einschließ-lich Serumkrankheit

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Unbekannt Zunahme von Serum-

Kalium, Hyponatriämie

Erkrankungen des Ohrs und des Laby-rinths

Gelegentlich Vertigo

Gefäßerkrankungen

Unbekannt Vaskulitis

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Gelegentlich Husten Erkrankungen des Gastrointestinal-trakts

Gelegentlich Bauchschmerzen

Sehr selten Intestinales Angioödem

Leber- und Gallenerkrankungen

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Valsacor® 40 mg Filmtabletten

Unbekannt Erhöhung der Leber-funktionswerte ein-schließlich Zunahme des SerumbilirubinsErkrankungen der Haut und des Unter-hautzellgewebesUnbekannt Angioödem, bullöseDermatitis, Ausschlag, JuckreizSkelettmuskulatur-, Bindegewebs-und KnochenerkrankungenUnbekannt MyalgieErkrankungen der Nieren und Harnwe-geUnbekannt Nierenversagen, Nie-reninsuffizienz, Erhö-hung des Serum-KreatininsAllgemeine Erkrankungen und Be-schwerden am Verabreichungsort Gelegentlich MüdigkeitKinder und JugendlicheHypertonieDie antihypertensive Wirkung von Vals-artan wurde in zwei randomisierten, dop-pelblinden klinischen Studien (jede von ei-nem Verlängerungszeitraum oder einer Studie gefolgt) und einer offenen Studie untersucht. Diese Studien schlossen 711 pädiatrischen Patienten im Alter von 6 bis unter 18 Jahren mit und ohne chronische Nierenerkrankung ein, von denen 560 Pati-enten Valsartan erhielten. Mit Ausnahme einzelner gastrointestinaler Erkrankungen (wie Abdominalschmerzen, Übelkeit und Erbrechen) und Schwindel wurden im Hin-blick auf Typ, Häufigkeit und Schwere der unerwünschten Ereignisse keine relevanten Unterschiede zwischen dem Sicherheitspro-fil für pädiatrische Patienten von 6 bis unter 18 Jahren und dem bislang für erwachsene Patienten beobachteten Sicherheitsprofil identifiziert.Die neurokognitive Beurteilung und die Auswertung der Entwicklung von pädiatri-schen Patienten im Alter von 6 bis 16 Jah-ren zeigte insgesamt keinen klinisch rele-vanten negativen Einfluss von Valsartan nach Behandlung über bis zu einem Jahr.Es wurde eine zusammenfassende Analyse von 560 pädiatrischen hypertensiven Pati-enten (im Alter von 6-17 Jahren), die ent-weder eine Valsartan Monotherapie [n=483] oder eine antihypertensive Kombi-nationstherapie einschließlich Valsartan [n=77] erhielten, durchgeführt. Von den 560 Patienten hatten 85 (15,2 %) eine chro- nische Nierenerkrankung (Ausgangs GFR<90 ml/min/1,73m2). Insgesamt brachen 45 (8,0 %) Patienten eine Studie aufgrund von Nebenwirkungen ab. Bei insgesamt 111 (19,8 %) Patienten traten Nebenwirkungen auf, wobei Kopfschmerzen (5,4 %), Schwindel (2,3 %) und Hyperkaliämie (2,3 %) am häufigsten waren. Bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung waren die häufigsten Nebenwirkungen Hyperkali-ämie (12,9 %), Kopfschmerzen (7,1 %), er-höhtes Serum-Kreatinin (5,9 %) und Hypo-tonie (4,7 %). Bei Patienten ohne chroni-sche Nierenerkrankung waren die häufigs-ten Nebenwirkungen Kopfschmerzen (5,1 %) und Schwindel (2,7 %). Es wurden häufiger Nebenwirkungen beobachtet bei Patienten, die Valsartan in Kombination mit anderen antihypertensiven Arzneimit-teln erhielten als bei Valsartan allein.Die antihypertensive Wirkung von Vals-artan bei Kindern im Alter von 1 bis unter 6 Jahren wurde in drei randomisierten, dop-pelblinden klinischen Studien untersucht (jeweils gefolgt von einer Erweiterungs-phase). In der ersten Studie mit 90 Kindern im Alter von 1 bis unter 6 Jahren wurden zwei Todesfälle und isolierte Fälle von deutlichen Anstiegen der Lebertransamina-sen beobachtet. Diese Fälle traten in einer Population mit signifikanten Begleiterkran-kungen auf. Ein kausaler Zusammenhang mit Valsartan wurde nicht festgestellt. In den beiden folgenden Studien, in die 202 Kinder von 1 bis unter 6 Jahren randomi-siert wurden, traten keine signifikanten An-stiege der Lebertransaminasen oder Todes-fälle im Zusammenhang mit der Valsartan-Behandlung auf.In einer gepoolten Analyse der beiden nachfolgenden Studien mit 202 hypertensi-ven Kindern (im Alter von 1 bis unter 6 Jahren) erhielten alle Patienten eine Vals-artan-Monotherapie in den Doppelblind-phasen (ohne Placebo-Entzugsphase). Von diesen nahmen 186 Patienten entweder an einer Erweiterungsstudie oder an einer of-fenen Studie teil. Von den 202 Patienten hatten 33 (16,3 %) eine CKD (Ausgangs-wert eGFR < 90 ml/min). In der Doppel-blindphase brachen zwei Patienten (1 %) wegen einer Nebenwirkung die Studie ab. In der offenen Studie oder Erweiterungs-phase brachen vier Patienten (2,1 %) wegen einer Nebenwirkung ab. In der Doppel-blindphase erlitten 13 (7,0 %) Patienten mindestens eine Nebenwirkung. Die häu-figsten Nebenwirkungen waren Erbrechen n=3 (1,6 %) und Durchfall n=2 (1,1 %). In der CKD-Gruppe gab es eine Nebenwir-kung (Diarrhöe). In der offenen Phase hat-ten 5,4 % der Patienten (10/186) mindes-tens eine Nebenwirkung. Die häufigste Ne-benwirkung war ein verminderter Appetit, der von zwei Patienten berichtet wurde (1,1%). Sowohl in der Doppelblind- als auch in der offenen Phase wurde Hyperkaliämie für einen Patienten in jeder Phase berichtet. Es gab keine Fälle von Hypotonie oder Schwindelgefühl in der Doppelblind- oder offenen Phase.Eine Hyperkaliämie wurde häufiger bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 1 bis unter 18 Jahren mit einer zugrunde lie-genden chronischen Nierenerkrankung (CKD) beobachtet. Das Risiko einer Hy-perkaliämie ist möglicherweise bei Kindern im Alter von 1 bis 5 Jahren höher als im Vergleich zu Kindern im Alter von 6 bis unter 18 Jahren.Das in Studien beobachtete Sicherheitspro-fil der erwachsenen Patienten Postmyo-kardinfarkt und / oder Herzinsuffizienz un-terschied sich vom gesamten Sicherheits-profil der Hypertoniepatienten. Das kann auf die Grunderkrankung bezogen sein. Die aufgetretenen Nebenwirkungen bei erwach-senen Patienten mit Postmyokardinfarkt und / oder Herzinsuffizienz sind unten auf-gelistet:Postmyokardinfarkt und / oder Herzin-suffizienz (nur bei erwachsenen Patien-ten untersucht)Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsUnbekannt ThrombozytopenieErkrankungen des ImmunsystemsUnbekannt Überempfindlichkeits-reaktionen einschließ-lich SerumkrankheitStoffwechsel- und Ernährungsstörungen Gelegentlich Hyperkaliämie Unbekannt Anstieg des Serum-Kaliums, Hypo-natriämieErkrankungen des NervensystemsHäufig Benommenheit, lagebe-dingter SchwindelGelegentlich Synkope, Kopfschmer-zenErkrankungen des Ohrs und des Laby-rinthsGelegentlich VertigoHerzerkrankungenGelegentlich HerzinsuffizienzGefäßerkrankungenHäufig Hypotonie, Orthostati-sche HypotonieUnbekannt Vaskulitis

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Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Gelegentlich HustenErkrankungen des Gastrointestinal-traktsGelegentlich Übelkeit, Diarrhöe Leber- und Gallenerkrankungen Unbekannt Anstieg der Leberfunk-tionswerteSehr selten Intestinales AngioödemErkrankungen der Haut und des Unter-hautzellgewebesGelegentlich AngioödemUnbekannt bullöse Dermatitis,Hautausschlag, JuckreizSkelettmuskulatur- und Bindegewebser-krankungenUnbekannt MyalgieErkrankungen der Nieren und Harnwe-geHäufig Nierenversagen und - insuffizienzGelegentlich akutes Nierenversagen,Anstieg des Serum-KreatininsUnbekannt Anstieg des Blut-Harnstoff-StickstoffsAllgemeine Erkrankungen und Be-schwerden am Verabreichungsort Gelegentlich Asthenie, MüdigkeitMeldung des Verdachts auf Nebenwirkun-genDie Meldung des Verdachts auf Nebenwir-kungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinui-erliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehöri-ge von Gesundheitsberufen sind aufgefor-dert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwir-kung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigi-lanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de an-zuzeigen.4.9 ÜberdosierungSymptomeEine Überdosierung mit Valsartan kann ei-ne ausgeprägte Hypotonie bewirken, die zu Bewusstseinsstörungen, Kreislaufkollaps und/oder Schock führen könnte.BehandlungDie therapeutischen Maßnahmen hängen vom Zeitpunkt der Einnahme, sowie Art und Schweregrad der Symptome ab, wobei der Stabilisierung des Kreislaufs primäre Bedeutung zukommt.Wenn eine Hypotonie auftritt, sollte der Pa-tient in eine liegende Position gebracht und für eine rasche Volumenergänzung gesorgt werden.Valsartan kann wahrscheinlich nicht durch Hämodialyse entfernt werden.PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTENPharmakodynamische Eigenschaften Pharmakotherapeutische Gruppe: Angio-tensin-II-Antagonisten, rein.ATC-Code: C09CA03.Valsartan ist ein oral wirksamer, potenter und spezifischer Angiotensin II (Ang II)-Rezeptor-Antagonist. Es wirkt selektiv auf den AT1-Rezeptor-Subtyp, der für die be-kannten Wirkungen von Angiotensin II verantwortlich ist. Die erhöhten Plasma-spiegel von Angiotensin II infolge der AT1-Rezeptor-Blockade durch Valsartan können die freien AT2-Rezeptoren stimulieren, was zu einer antagonistischen Funktion führt, wenn man die Wirkungen berücksichtigt, die von AT1-Rezeptoren auf die Blutgefäße ausgeübt werden. Valsartan übt keinerlei partiell agonistische Wirkung auf den AT1-Rezeptor aus und verfügt über eine sehr viel größere Affinität (ungefähr um das 20.000-fache) zum AT1-Rezeptor, als zum AT2-Rezeptor. Valsartan bindet und blo-ckiert nicht andere Hormonrezeptoren oder Ionenkanäle mit bekannter Bedeutung für die kardiovaskuläre Regulation.Valsartan hemmt nicht das ACE (das auch als Kinase II bekannte Enzym), das Ang I zu Ang II konvertiert und Bradykinin ab-baut. Da keine Wirkung auf das ACE und keine Potenzierung von Bradykinin oder der Substanz P vorliegt, ist es unwahr-scheinlich, dass Angiotensin-II-Antagonisten Hustenreiz verursachen. In klinischen Studien, in denen Valsartan mit einem ACE-Hemmer verglichen wurde, war die Inzidenz für trockenen Husten bei Patienten, die mit Valsartan behandelt wur-den, signifikant geringer (P < 0,05) als bei den mit einem ACE-Hemmer behandelten Patienten (2,6 % versus 7,9 %). In einer klinischen Studie mit Patienten, die wäh-rend einer zurückliegenden ACE-Hemmer-Therapie unter trockenem Husten litten, kam es unter Valsartan bei 19,5 %, unter einem Thiaziddiuretikum bei 19,0 % und unter einem ACE-Hemmer bei 68,5 % der Patienten zu Husten (P < 0,05).Nach einem vor kurzem aufgetretenen My-okardinfarktDie Studie “Valsartan bei akutem Myo-kardinfarkt” (VALIANT) war eine rando-misierte, kontrollierte, multinationale Dop-pelblind-Studie mit 14.703 Patienten mit akutem Myokardinfarkt und nachgewiese-ner kongestiver Herzinsuffizienz und/oder linksventrikulärer systolischer Dysfunktion (manifestiert als Ejektionsfraktion von ≤ 40 % durch Radionuklid-Ventrikulographie bzw. ≤ 35 % durch Echokardiographie bzw. ventrikuläre Kontrastangiographie). Die Pa-tienten wurden innerhalb von 12 Stunden bis 10 Tagen nach Auftreten der Symptome eines Myokardinfarktes über eine mittlere Behandlungsdauer von zwei Jahren in eine der folgenden drei Behandlungsgruppen randomisiert: Valsartan, Captopril bzw. die Kombination aus Valsartan plus Captopril. Die durchschnittliche Behandlungsdauer betrug 2 Jahre. Der primäre Endpunkt war die Gesamtmortalität.Valsartan war hinsichtlich der Senkung der Gesamtmortalität nach akutem Myokardin-farkt genauso wirksam wie Captopril. Die Gesamtmortalität war in allen drei Behand-lungsgruppen vergleichbar: Valsartan-Gruppe (19,9 %), Captopril-Gruppe (19,5%) und Valsartan + Captopril (19,3 %). Die Kombination von Valsartan mit Captopril brachte keinen weiteren Nutzen gegenüber Captopril allein. Bei der Gesamtmortalität wurden, unabhängig von Alter, Geschlecht, Rasse, Basistherapie und Grunderkrankung keine Unterschiede zwischen Valsartan und Captopril festgestellt. Valsartan verlängerte auch die Zeit bis zum Auftreten bzw. ver-ringerte die kardiovaskuläre Mortalität, die Hospitalisierung wegen eines Herzversa-gens, das Auftreten eines erneuten Myo-kardinfarkts, eines Herzstillstandes und ei-nes nicht-tödlichen Schlaganfalls (sekundä-rer Endpunkt).Das Sicherheitsprofil von Valsartan war übereinstimmend mit dem klinischen Ver-lauf der Patienten, die nach Myokardinfarkt behandelt wurden. Betreffend der Nieren-funktion wurde ein Verdoppeln des Serum-Kreatinins beobachtet bei 4,2 % der mit Valsartan behandelten Patienten, bei 4,8 % der mit Valsartan und Captopril behandel-ten Patienten und 3,4 % der mit Captopril behandelten Patienten. Abbrüche notwen-dig durch verschiedene Arten renaler Dys-funktionen traten bei 1,1 % der mit Vals-artan behandelten Patienten, 1,3 % der mit Valsartan und Captopril behandelten Pati-enten und 0,8 % der mit Captopril behan-delten Patienten auf. Eine Beurteilung der Nierenfunktion sollte in die Untersuchung der Patienten nach Myokardinfarkt mit ein-geschlossen werden.Es bestand kein Unterschied hinsichtlich der Gesamtmortalität bzw. kardiovaskulä-ren Mortalität oder Morbidität, wenn Beta-blocker zusammen mit der Kombination aus Valsartan + Captopril, Valsartan allein oder Captopril allein verabreicht wurden. Darüber hinaus blieb der therapeutische Nutzen bei der Kombination von Valsartan+ Captopril, Valsartan- Monotherapie und Captopril-Monotherapie bei mit Betablo-ckern behandelten Patienten erhalten.

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HerzinsuffizienzDie Val-HeFT-Studie war eine randomi-sierte, kontrollierte, multinationale klini-sche Studie, in der die Wirkung von Vals-artan auf die Morbidität und Mortalität bei 5010 Patienten mit Herzinsuffizienz der NYHA-Klassen II (62 %), III (36 %) undIV (2 %), die unter einer üblichen Behand-lung standen, bei einer linksventrikulären Auswurffraktion (LVEF) von < 40 % und einem internen linksventrikulären diastoli-schen Durchmesser (LVIDD) von > 2,9 cm/ m2, im Vergleich zu Placebo untersucht wurde.In beiden Fällen bestand die Basistherapie aus ACE-Hemmern (93 %), Diuretika (86%), Digoxin (67 %) und Beta-Adrenorezeptorenblockern (36 %). Die Pa-tienten wurden im Durchschnitt über eine Zeitdauer von 2 Jahren beobachtet. Die mittlere Tagesdosis von Valsartan lag in der Val-HeFT-Studie bei insgesamt 254 mg.Es gab zwei primäre Endpunkte: Gesamt-mortalität (Zeit bis zum Tod) und herzin-suffizienzbedingte Morbidität (Zeit bis zum Auftreten des ersten Krankheitsereignis-ses), wobei letztere als Mortalität, plötzli-cher Tod mit Reanimation, Hospitalisierung infolge von Herzversagen oder Notwendig-keit intravenös verabreichter inotroper bzw. vasodilatierender Arzneimittel während mindestens 4 Stunden (ohne stationäre Aufnahme) definiert wurde.Die Gesamtmortalität war in der Valsartan-Gruppe (19,7 %) und in der Placebogruppe (19,4 %) vergleichbar (p = NS). Der primä-re Nutzen bestand in einer Senkung des Ri-sikos um 27,5 % (95 % CI: 17 bis 37 %) der Ersthospitalisierung aufgrund einer Herzinsuffizienz (13,9 % vs. 18,5 %). Bei Patienten, die mit einer Dreifachkombinati-on aus ACE-Hemmer, Beta-Blocker und Valsartan behandelt wurden, wurden Er-gebnisse beobachtet, die Placebo zu be-günstigen schienen (Mortalität und Morbi-dität 21,9 % bei Placebogruppe vs. 25,4 % bei der Valsartan-Gruppe).Der Nutzen war bei den Patienten (n=366) am größten, die keinen ACE-Hemmer er-hielten. In dieser Sub-Gruppe war die Ge-samtmortalität unter Valsartan verglichen mit Placebo signifikant um 33 % (95 % CI:-6 % bis 58 %) gesenkt (Valsartan 17,3 % vs. Placebo 27,1 %) und das zusammenge-setzte Mortalitäts- und Morbiditätsrisiko wurde signifikant um 44 % reduziert (Vals-artan 24,9 % vs. Placebo 42,5 %).Bei Patienten, die einen ACE-Hemmer oh-ne Beta-Blocker erhielten, war die Ge-samtmortalität ähnlich (p = NS) in der Va-lsartan-Gruppe 21,8 % und der Placebo-Gruppe 22,5 %. Kombinierte Mortalität und Morbidität waren signifikant um 18,3 % (95 % CI: 8 % bis 28 %) unter Valsartan im Vergleich zu Placebo (31,0 % vs. 36,3 %) reduziert.In der Val-HeFT-Studie wies die mit Vals-artan behandelte Patientenpopulation ge-genüber Placebo signifikante Verbesserun-gen auf, sowohl hinsichtlich der NYHA-Klasse, als auch der objektiven und subjek-tiven Symptome der Herzinsuffizienz, ein-schließlich von Atemlosigkeit, Müdigkeit, Ödemen und Atemgeräuschen. Die Le-bensqualität der mit Valsartan behandelten Patienten ist nach der Bewertungsskala "Minnesota Living with Heart Failure Qua-lity of Life" hinsichtlich der Ausgangssitua-tion im Vergleich zu Placebo besser.Die Ejektionsfraktion am Endpunkt der mit Valsartan behandelten Patienten stieg signi-fikant und der linksventrikuläre diastolische Innendurchmesser (LVIDD) verminderte sich signifikant im Vergleich zur Aus-gangsituation sowie gegenüber Placebo.Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)In zwei großen randomisierten, kontrollier-ten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The Veterans Affairs Ne-phropathy in Diabetes]) wurde die gleich-zeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.Die „ONTARGET“–Studie wurde bei Pati-enten mit einer kardiovaskulären oder einer zerebrovaskulären Erkrankung in der Vor-geschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit nachgewiesenen Endorganschä-den durchgeführt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropa-thie durchgeführt.Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder kardiovaskuläre Endpunkte und Mortalität, während ein höheres Risiko für Hyperkali-ämie, akute Nierenschädigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer pharmakodynamischer Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten übertragbar. Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angio-tensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patien-ten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Tri-al in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal Disease Endpoints) wurde unter-sucht, ob die Anwendung von Aliskiren zu-sätzlich zu einer Standardtherapie mit ei-nem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskulä- rer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhöhten Risikos unerwünschter Ereignisse vorzeitig been-det. Sowohl kardiovaskuläre Todesfälle als auch Schlaganfälle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch häufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwünschte Er-eignisse und besondere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (Hyperkaliämie, Hypotonie, Nierenfunktionsstörung).Kinder und JugendlicheHypertonieDie antihypertensive Wirkung von Vals-artan wurde in vier randomisierten, doppel-blinden klinischen Studien an 561 pädiatri-schen Patienten im Alter von 6 bis unter 18 Jahren und 165 pädiatrischen Patienten im Alter von 1 bis 6 Jahren untersucht.Nierenerkrankungen und Erkrankungen der ableitenden Harnwege sowie Adipositas waren die häufigsten Grunderkrankungen, die möglicherweise zur Hypertonie der Kinder, die in diese Studien eingeschlossen wurden, beigetragen haben.Klinische Erfahrung bei Kindern im Alter von 6 Jahren oder älterIn einer klinischen Studie, in die 261 hyper-tensive pädiatrische Patienten von 6 bis 16 Jahren eingeschlossen wurden, erhielten Patienten mit <35 kg Körpergewicht täglich Valsartan-Tabletten mit 10, 40 oder 80 mg (niedrige, mittlere und hohe Dosen) und Pa-tienten mit ≥35 kg Körpergewicht täglich Valsartan-Tabletten mit 20, 80 und 160 mg (niedrige, mittlere und hohe Dosen). Nach2 Wochen senkte Valsartan sowohl den systolischen als auch den diastolischen Blutdruck dosisabhängig. Insgesamt redu-zierten die drei Dosislevel (niedrig, mittel und hoch) den systolischen Blutdruck signi-fikant um 8, 10 bzw. 12 mm Hg gegenüber dem Ausgangswert. Die Patienten wurden erneut randomisiert, um entweder weiterhin die gleiche Dosis Valsartan zu erhalten oder auf Placebo zu wechseln. Bei den Pa-tienten, die weiterhin die mittleren und ho-hen Dosen Valsartan erhielten, war der sys-tolische Blutdruck im „trough“ -4 und -7 mm Hg niedriger als bei den Patienten un-ter Placebo. Bei den Patienten, die die nied-rige Dosis Valsartan erhielten, war der sys-tolische Blutdruck im „trough“ vergleich-bar mit dem der Patienten unter Placebo. Insgesamt war die antihypertensive Wir-kung von Valsartan über alle demographi-schen Subgruppen konsistent.In einer zweiten klinischen Studie, in die 300 hypertensive pädiatrische Patienten im Alter von 6 bis unter 18 Jahren einge-schlossen wurden, wurden die geeigneten Patienten auf Valsartan- oder Enalapril-

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Tabletten über 12 Wochen randomisiert. Kinder mit einem Körpergewicht zwischen≥18 kg und <35 kg erhielten 80 mg Vals-artan oder 10 mg Enalapril, Kinder zwi-schen ≥35 kg und <80 kg Körpergewicht erhielten 160 mg Valsartan oder 20 mg Enalapril und Kinder ≥80 kg erhielten 320 mg Valsartan oder 40 mg Enalapril. Die Senkungen des systolischen Blutdrucks bei den Patienten unter Valsartan (15 mm Hg) und Enalapril (14 mm Hg) waren ver-gleichbar (Nicht-Unterlegenheits-p-Wert:<0,0001). Konsistente Ergebnisse wurden für den diastolischen Blutdruck mit Sen-kungen von 9,1 mm Hg und 8,5 mm Hg un-ter Valsartan bzw. Enalapril beobachtet.In einer dritten offenen klinischen Studie, in die 150 pädiatrische hypertensive Patien-ten im Alter von 6 bis 17 Jahren einge-schlossen wurden, bekamen die geeigneten Patienten (systolischer Blutdruck ≥95. Perzentil des Alters, Geschlechts und der Größe) über 18 Monate Valsartan, um die Sicherheit und Verträglichkeit zu beurtei-len. Von den 150 Patienten, die in dieser Studie eingeschlossen waren, bekamen 41 Patienten begleitende antihypertensive Arzneimittel. Die Dosierungen für die An-fangs- und Erhaltungsdosis wurden basie-rend auf die Gewichtskategorien der Patien-ten festgelegt. Patienten, die >18 bis<35 kg, ≥35 bis <80 kg und ≥80 bis<160 kg wiegen erhielten 40 mg, 80 mg bzw. 160 mg und nach einer Woche wurde auf 80 mg, 160 mg bzw. 320 mg erhöht. Die eine Hälfte der eingeschlossenen Pati-enten (50,0 %, n=75) hatte eine chronische Nierenerkrankung, wobei 29,3 % (44) der Patienten eine chronische Nierenerkran-kung Stadium 2 (GFR 60 –89 ml/min/1,73m2) oder Stadium 3 (GFR 30 – 59 ml/min/1,73m2) hatten. Die mittlere Abnahme des systolischen Blutdrucks war bei allen Patienten 14,9 mmHg (Aus-gangswert 133,5 mmHg), 18,4 mmHg bei Patienten mit chronischer Nierenerkran-kung (Ausgangswert 131,9 mmHg) und 11,5 mmHg bei Patienten ohne chronischer Nierenerkrankung (Ausgangswert 135,1 mmHg). Der Anteil der Patienten, die eine gesamte Blutdruckkontrolle erreicht haben (systolischer und diastolischer Blut-druck <95. Perzentil) war etwas höher in der Patientengruppe mit chronischer Nie-renerkrankung (79,5 %) verglichen mit der Gruppe ohne chronische Nierenerkrankung (72,2 %).Klinische Erfahrung bei Kindern unter 6 JahrenDrei klinische Studien mit 291 Patienten wurden an Kindern im Alter von 1 bis 5 Jahren durchgeführt. Kinder unter 1 Jahr wurden nicht in diese Studien eingeschlos-sen. In der ersten Studie mit 90 Patienten konnte keine Dosis-Wirkungsbeziehung gezeigt werden. In der zweiten Studie mit 75 Pati-enten waren jedoch höhere Dosen Valsartan mit einer größeren Blutdrucksenkung ver-bunden.Die dritte Studie war eine 6-wöchige, rand-omisierte, doppelblinde Studie zur Evaluie-rung der Dosis-Wirkungsbeziehung von Valsartan bei 126 Kindern im Alter von 1 bis 5 Jahren mit Bluthochdruck, mit oder ohne CKD, randomisiert auf entweder 0,25 mg/kg oder 4 mg/kg Körpergewicht. Am Endpunkt betrug die Reduktion des mittle-ren systolischen Blutdrucks (MSBP)/mittleren diastolischen Blutdrucks (MDBP) mit Valsartan 4,0 mg/kg im Ver-gleich zu Valsartan 0,25 mg/kg 8,5/6,8 mmHg bzw. 4,1/0,3 mmHg; (p=0,0157/p < 0,0001). Ebenso zeigte die CKD-Untergruppe auch eine Reduktion von MSBP/MDBP mit Valsartan 4,0 mg/kg ge-genüber 0,25 mg/kg (9,2/6,5 mmHg vs. 1,2/+1,3 mmHg).Die Europäische Arzneimittelagentur hat darauf verzichtet, dass Studienergebnisse mit Valsartan in allen Untergruppen von pädiatrischen Patienten bei Herzinsuffizi-enz und Herzinsuffizienz nach einem Myo-kardinfarkt vorgelegt werden müssen. Für Informationen zur Anwendung bei Kindern siehe Abschnitt 4.2.5.2 Pharmakokinetische EigenschaftenResorption:Valsartan wird nach oraler Gabe rasch re-sorbiert, maximale Plasmakonzentrationen von Valsartan werden bei den Tabletten in 2-4 Stunden und bei der Lösung in 1-2 Stunden erreicht. Die mittlere absolute Bioverfügbarkeit von Valsartan beträgt 23% bei den Tabletten bzw. 39 % bei der Lö-sung. Die systemische Verfügbarkeit und die Spitzenplasmakonzentration von Vals-artan ist bei der Lösung ungefähr 1,7-fach bzw. 2,2-fach höher als im Vergleich zu den Tabletten.Bei Einnahme von Valsartan während einer Mahlzeit vermindert sich der Bereich unter der Valsartan-Plasmakonzentrationskurve (AUC) um 40 % und die maximale Plas-makonzentration (Cmax) ungefähr um 50 %, allerdings sind die Plasmakonzentrations-kurven ab 8 Stunden nach Einnahme von Valsartan nüchtern oder mit einer Mahlzeit vergleichbar. Die Verringerung der AUC hat keinen signifikanten Einfluss auf die therapeutische Wirksamkeit; daher kann die Einnahme von Valsartan unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.Verteilung: Das Verteilungsvolumen im Steady-State von Valsartan nach intravenöser Gabe be-trägt etwa 17 Liter, was darauf hindeutet, dass sich Valsartan im Gewebe nicht aus-giebig verteilt. Valsartan wird stark an Se-rumproteine (94 bis 97 %), vor allem an Albumin, gebunden.Biotransformation:Valsartan wird zum Großteil nicht biotrans-formiert, da nur ungefähr 20 % der Dosis als Metabolite gefunden werden. Ein Hyd-roxy-Metabolit wurde im Plasma bei nied-rigen Konzentrationen (weniger als 10 % der Valsartan AUC) identifiziert. Dieser Metabolit ist pharmakologisch inaktiv.Elimination:Valsartan zeigt eine multiexponentielle Abbaukinetik (t1/2α < 1 Std. und t1/2β ca. 9 Std.). Valsartan wird primär über die Galle im Fäces ausgeschieden (ungefähr 83 % der Dosis) und über die Niere im Harn (unge-fähr 13 % der Dosis) hauptsächlich als un-veränderter Wirkstoff. Nach intravenöser Gabe, ist die Plasma-Clearance von Vals-artan ungefähr 2 l/h und die renale Clearance 0,62 l/h (ungefähr 30 % der tota-len Clearance). Die Halbwertszeit von Va-lsartan beträgt 6 Stunden.Bei Patienten mit Herzinsuffizienz:Die durchschnittliche Zeit bis zum Errei-chen der maximalen Konzentration und die Halbwertzeit von Valsartan sind bei Patien-ten mit Herzversagen und gesunden Frei-willigen vergleichbar. AUC und Cmax - Werte von Valsartan steigen linear und verhalten sich innerhalb des klinischen Do-sierungsbereiches (40 mg - 160 mg Vals-artan zweimal täglich) fast linear zur Do-sissteigerung.Der durchschnittliche Akkumulationsfaktor beträgt ca. 1,7. Die offensichtliche Clearance von Valsartan nach oraler Gabe beträgt ungefähr 4,5 l pro Stunde. Das Alter hat bei Patienten mit Herzinsuffizienz keine Wirkung auf die offensichtliche Clearance.Besondere PatientengruppenÄltere Patienten:Bei einigen älteren Patienten war die blut-drucksenkende Wirkung von Valsartan größer als bei jungen Patienten. Jedoch hat sich dieser Unterschied als klinisch nicht relevant erwiesen.Patienten mit Nierenfunktionsstörungen: Wie bei einer Substanz zu erwarten ist, bei der nur 30 % der Gesamtelimination aus dem Plasma über die Niere erfolgt, wurde keine Korrelation zwischen der Nieren-funktion und der systemischen Verfügbar-keit von Valsartan festgestellt. Eine Do-sisanpassung ist daher bei Patienten mit

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Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance >10 ml/min.) nicht erforderlich. Bei Patienten mit schweren Nierenfunkti-onsstörungen (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) und Patienten unter Dialysebe-handlung sind keine Daten verfügbar. Je-doch sollte Valsartan mit Vorsicht bei die-sen Patienten verwendet werden (siehe Ab-schnitt 4.2 und 4.4). Valsartan hat eine starke Plasmaproteinbindung, und es ist nicht zu erwarten, dass eine Elimination durch Dialyse möglich ist.Leberfunktionsstörungen:Etwa 70 % der aufgenommenen Dosis wird über die Galle ausgeschieden, im Wesentli-chen in unveränderter Form. Valsartan wird keiner nennenswerten Biotransformation unterzogen. Eine Verdoppelung der Exposi-tion (AUC) wurde bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsein-schränkung im Vergleich zu gesunden Pro-banden beobachtet. Es wurde jedoch keine Korrelation zwischen den Valsartankon-zentrationen im Blut und dem Ausmaß von Leberfunktionsstörungen beobachtet. Vals-artan wurde bei Patienten mit schwerer he-patischer Dysfunktion nicht untersucht (siehe Abschnitte 4.2, 4.3 und 4.4).Pädiatrische PatientenIn einer Studie an 26 hypertensiven pädiat-rischen Patienten (im Alter von 1 bis 16 Jahren), in der eine Einzeldosis einer Vals-artan-Suspension gegeben wurde (Mittel-wert: 0,9 bis 2 mg/kg bei einer Maximaldo-sis von 80 mg), war die Clearance (l/h/kg) von Valsartan über den gesamten Altersbe-reich von 1 bis 16 Jahren vergleichbar und ähnlich der von Erwachsenen, die die glei-che Formulierung erhalten haben (siehe In-formation zur Resorption im Abschnitt 5.2).Patienten mit NierenfunktionsstörungDie Anwendung bei pädiatrischen Patienten mit einer Kreatinin-Clearance <30 ml/min und pädiatrischen Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen müssen, wurde nicht untersucht. Daher wird Valsartan bei diesen Patienten nicht empfohlen. Für pädiatrische Patienten mit einer Kreatinin- Clearance>30 ml/min ist keine Dosisanpassung er-forderlich. Die Nierenfunktion und der Ka-liumspiegel sollten engmaschig überwacht werden (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe, Genotoxizität, Repro-duktionstoxizität und zum kanzerogenen Potential lassen präklinische Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen er-kennen.Bei Ratten führten für das Muttertier toxi-sche Dosen (600 mg/kg/Tag) während der letzten Tage der Tragzeit und der Saugperi-ode zu einem geringeren Überleben, einer geringeren Gewichtszunahme und einer verzögerten Entwicklung (Ohrmuschelent-wicklung und Hörkanalöffnung) bei den Jungtieren (siehe Abschnitt 4.6). Diese bei Ratten verabreichten Dosen (600 mg/kg/Tag) sind in etwa 18-mal so hoch wie die für die Anwendung beim Menschen auf mg/m2-Basis empfohlenen Höchstdosen (Berechnungen gehen von einer oralen Do-sis von 320 mg/Tag und einem 60 kg schweren Patienten aus).In nicht-klinischen Sicherheitsstudien ver-ursachten hohe Dosen von Valsartan (200 bis 600 mg/kg KG) bei Ratten eine Redu-zierung des roten Blutbildes (Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit) und Veränderun-gen in der renalen Hämodynamik (leichte Erhöhung von Plasma-Harnstoff, tubuläre Hyperplasie und Basophilie bei männlichen Tieren). Diese Dosierungen bei Ratten (200 und 600 mg /kg/d) sind ungefähr das 6 und 18fache der bei Menschen empfohlenen maximalen Dosis auf Basis mg/m2 (Kalku-lationen errechnen eine orale Dosis von 320 mg/d und einen 60 kg Patienten).Bei Zwergäffchen wurden bei ähnlichen Dosen gleichartige, aber ausgeprägtere Veränderungen insbesondere in der Niere beobachtet. Es entwickelten sich Nephropa-thien mit Anstieg von Harnstoff und Krea-tinin.Eine Hypertrophie der juxtaglomerulären Zellen wurde bei beiden Spezies beobach-tet. Alle Veränderungen, insbesondere die bei Zwergäffchen, sind auf die pharmako-logische Wirkung einer verlängerten Hypo-tonie zurückzuführen. Für die Anwendung von therapeutischen Dosen Valsartan beim Menschen scheint die Hypertrophie der renalen juxtaglomerulären Zellen keine Be-deutung zu haben.Pädiatrische PopulationDie tägliche orale Gabe von Valsartan an neonatale/juvenile Ratten (postnatal von Tag 7 bis Tag 70) in niedrigen Dosen von 1 mg/kg/Tag (etwa 10-35 % der bei Kindern maximal empfohlenen Dosis von 4 mg/kg/Tag auf Basis der systemischen Ex-position) führte zu persistentem, irreversib-lem Nierenschaden. Diese Auswirkungen stellen eine erwartete überschießende pharmakologische Wirkung von ACE-Hemmern und Angiotensin-II-Blockern vom Typ 1 dar; diese Effekte werden beo-bachtet, wenn Ratten während der ersten 13 Lebenstage behandelt werden.Dieser Zeitraum entspricht 36 Schwanger-schaftswochen beim Menschen und kann sich gelegentlich auf bis zu 44 Wochen nach Empfängnis beim Menschen verlän-gern. Die Ratten in der juvenilen Valsartan-Studie wurden bis zum Tag 70 behandelt und Auswirkungen auf die renale Reifung (4-6 Wochen postnatal) können nicht aus-geschlossen werden. Beim Menschen ist die funktionale renale Reifung ein laufen-der Prozess während des ersten Lebensjah-res. Folglich kann eine klinische Relevanz für Kinder <1 Jahr nicht ausgeschlossen werden, während die präklinischen Daten nicht auf Sicherheitsprobleme für Kinder, die älter als 1 Jahr sind, hindeuten.PHARMAZEUTISCHE ANGABENListe der sonstigen BestandteileTablettenkern:Lactose-Monohydrat Mikrokristalline Cellulose Povidon K 25 Croscarmellose-Natrium Hochdisperses Siliciumdioxid Magnesiumstearat (Ph. Eur.)Filmüberzug Hypromellose Titandioxid (E 171)Macrogol 4000Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172)InkompatibilitätenNicht zutreffend.Dauer der Haltbarkeit5 JahreBesondere Vorsichtsmaßnahmen für die AufbewahrungNicht über 30°C lagern. In der Originalver-packung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.Art und Inhalt des BehältnissesPVC/PE/PVDC Aluminium-Blister14, 28, 30, 50, 56, 60, 84, 90, 98, 120, 180Filmtabletten in einer Faltschachtel.Es werden möglicherweise nicht alle Pa-ckungsgrößen in den Verkehr gebracht.Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur HandhabungKeine besonderen Anforderungen.Nicht verwendetes Arzneimittel oder Ab-fallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.INHABER DER ZULASSUNGTAD Pharma GmbH Heinz-Lohmann-Straße 527472 CuxhavenTel.: (04721) 606-0Fax: (04721) 606-333email: info@tad.deZULASSUNGSNUMMER79061.00.00

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Audi BKK | BAHN-BKK | BAHN-BKK (108434875, 108539520, 108734889, 108939535, 108939546, 109531272, 109531283, 109920525, 109920536, 109920547, 109928636, 109929249, 109939489, 109939490) | BE…
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Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
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