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Präparate
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Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginaltabletten

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Informationen zur Abgabe

Apothekenpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

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Wechselwirkungen mit

Lebensmittel
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Nutzungsbeschränkungen

Nieren
Hepatisch
Schwangerschaft
Stillen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginaltabletten

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Ja

Darreichungsform

Vaginaltbl.

Hersteller

Bayer Vital GmbH Selbstmedikations-/Consumer-Care-Prod.

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.4.2021
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Fachinfo - Canesten®

Anwendungsgebiete

Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefe- pilze; Entzündungen der Scheide durch Pilze – meist Candida – sowie Superinfek- tionen mit Clotrimazol-empfindlichen Bakte- rien.

Dosierung

Dosierung

Falls vom Arzt nicht anderes verordnet, ist die übliche Dosis:

Canesten GYN 1-Tages-Therapie Vaginal- tablette:

1 Vaginaltablette abends

Canesten GYN 3-Tage-Therapie Vaginaltab- letten:

Je 1 Vaginaltablette abends an 3 aufeinander folgenden Tagen

Canesten GYN 6-Tage-Therapie Vaginaltab- letten:

Je 1 Vaginaltablette abends an 6 aufeinander folgenden Tagen

Die Vaginaltabletten möglichst abends vor dem Zubettgehen tief in die Vagina applizie- ren, in Rückenlage bei leicht angezogenen Beinen.

Falls erforderlich kann die Behandlung wie- derholt werden. Jedoch können wieder- kehrende Infektionen Anzeichen für eine grundlegende Erkrankung sein, die einer ärztlichen Kontrolle bedürfen.

Die Behandlung sollte zweckmäßigerweise nicht während der Menstruation durchgeführt werden bzw. vor deren Beginn abgeschlos- sen sein.

Im Allgemeinen gehen die Symptome einer Vaginalmykose (wie Juckreiz, Ausfluss, Brennen) innerhalb der ersten vier Tage nach Beginn der Behandlung deutlich zurück. Falls die Symptome nach der Behandlung nicht vollständig abgeklungen sind oder sollten

sie sich verschlimmert haben, muss ein Arzt aufgesucht werden.

Canesten GYN 1-Tages-Therapie Vagi- naltablette:

Die Symptome können noch einige Tage über das Ende der Behandlung hinaus an- dauern.

Hinweis:

Bei trockener Scheide kann es vorkommen, dass sich die Vaginaltabletten nicht voll- ständig auflösen. In diesem Fall empfiehlt sich vorzugsweise die Anwendung der ent- sprechenden Canesten GYN 3- bzw. 6-Tage- Therapie Vaginalcreme.

Die Vaginaltabletten dürfen in den folgenden Fällen nur unter ärztlicher Kontrolle ange- wendet werden:

  • bei erstmaligem Auftreten der Erkrankung,

  • wenn die Erkrankung häufiger als 4 mal im Verlauf der vergangenen 12 Monate aufgetreten ist.

Bei gleichzeitiger Infektion der Schamlippen und angrenzender Bereiche ist die lokale Behandlung mit einer clotrimazolhaltigen Creme zur äußerlichen Behandlung zusätz- lich zur intravaginalen Behandlung (Kombi- nationstherapie) angezeigt. Der/Die Partner/ in sollte sich ebenfalls einer lokalen Behand- lung unterziehen, wenn Symptome wie Juck- reiz und Entzündung vorhanden sind.

Tampons, Intimduschen, Spermizide oder andere Vaginalprodukte sollten während der Behandlung nicht verwendet werden

Es wird empfohlen, im Fall von vaginalen Infektionen und solange dieses Produkt ver- wendet wird, auf Geschlechtsverkehr zu verzichten, da der/die Partner/in infiziert werden kann.

Während der Schwangerschaft sollten die Vaginaltabletten verwendet werden, die ohne Verwendung eines Applikators in die Vagina eingeführt werden können.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Warnhinweise

Bei Fieber (Temperaturen von 38 °C und darüber), Unterleibsschmerzen, Rücken- schmerzen, schlecht riechendem Vaginal- ausfluss, Übelkeit, Vaginalblutungen und/ oder verbunden mit Schulterschmerzen sollte die Patientin einen Arzt konsultieren.

Hinweis:

Bei gleichzeitiger Anwendung der Vaginal- tabletten und Latexprodukten (z. B. Kon- dome, Diaphragmen) kann es wegen der enthaltenen Hilfsstoffe (insbesondere Stea- rate) zur Verminderung der Funktionsfähigkeit und damit zur Beeinträchtigung der Sicher- heit dieser Produkte kommen. Der Effekt ist vorübergehend und tritt nur während der Behandlung auf.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf- bewahren. Augenkontakt vermeiden. Nicht einnehmen.

Wechselwirkungen

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Gleichzeitige Behandlung von vaginal appli- ziertem Clotrimazol und oralem Tacrolimus (FK-506 Immunsuppressivum) kann zum Anstieg des Tacrolimus- und gleichermaßen Sirolimus-Plasmaspiegels führen. Patienten sollten somit sorgfältig auf Symptome der Tacrolimus oder Sirolimus Überdosierung hin überwacht werden; wenn nötig durch Be- stimmung des jeweiligen Plasmakonzen- trationsspiegels.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Die Daten einer großen Anzahl an exponier- ten Schwangeren zeigten keine Neben- wirkungen von Clotrimazol auf die Schwan- gerschaft und die Gesundheit des Feten / Neugeborenen. Untersuchungen an Tieren zeigten keine direkt oder indirekt schädlichen Auswirkungen bezüglich Schwangerschaft, embryonaler / fetaler Entwicklung, Entbin- dung oder postnataler Entwicklung (siehe Abschnitt 5.3).

Daher kann Canesten GYN 1-3-6-Tage(s)- Therapie Vaginaltablette(n) während der Schwangerschaft angewendet werden, je- doch nur unter ärztlicher Kontrolle.

Stillzeit

Bei vaginaler Anwendung ist die systemische Resorption gering (siehe Abschnitt 5.2), so dass die Anwendung während der Stillzeit kein Risiko für den Säugling birgt. Jedoch sollte Canesten GYN 1-3-6-Tage(s)-Therapie Vaginaltablette(n) während der Stillzeit nur nach ärztlicher Anleitung angewendet wer- den.

Fertilität

Es liegen keine Studien am Menschen zum Einfluss von Clotrimazol auf die Fertilität vor. Tierexperimentelle Studien haben keinen Effekt des Arzneimittels auf die Fertilität ge- zeigt (siehe Abschnitt 5.3).

Fahrtüchtigkeit

Canesten GYN 1-3-6-Tage(s)-Therapie Va- ginaltablette(n) haben keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Ver- kehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Be- dienen von Maschinen.

Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwir- kungen werden folgende Kategorien zu- grunde gelegt:

Sehr häufig ≥ 1 / 10
Häufig ≥ 1 / 100 bis < 1 / 10
Gelegentlich ≥ 1 / 1.000 bis < 1 / 100
Selten ≥ 1 / 10.000 bis< 1 / 1.000
Sehr selten < 1 / 10.000
Nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Canesten® GYN 1-3-6-Tage(s)-Therapie Vaginaltablette(n)

Im Rahmen der Anwendung von Clotrimazol nach der Zulassung wurden die folgenden Nebenwirkungen identifiziert. Da diese frei- willig von Patientengruppen unbekannter Größe gemeldet wurden, ist eine Angabe der Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

Erkrankungen des Immunsystems (Häu- figkeit nicht bekannt):

Angioödem, anaphylaktische Reaktion, Überempfindlichkeit

Erkrankungen des Kreislaufsystems

(Häufigkeit nicht bekannt): Hypotonie, Synkope

Erkrankungen der Atemwege, des Brust- raums und des Mediastinums (Häufigkeit nicht bekannt):

Atemnot

Erkankungen der Haut und des Unter- hautzellgewebes (Häufigkeit nicht bekannt): Hautausschlag, Nesselsucht. Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse (Häufigkeit nicht be- kannt):

Vulvovaginaler Juckreiz, vulvovaginales Brennen, vulvovaginale Hautrötung, vaginale Hautablösungen, vulvovaginales Unbehagen, vulvovaginale Schmerzen, Vaginalblutungen, vaginaler Ausfluß

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (Häufigkeit nicht bekannt): Bauchschmerzen, Übelkeit Allgemeine Störungen an der Verabrei- chungsstelle (Häufigkeit nicht bekannt): Hautreizung der Applikationsstelle, Ödeme, Schmerzen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir- kungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuier- liche Überwachung des Nutzen-Risiko-Ver- hältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das folgende nationale Meldesystem anzuzeigen:

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

Überdosierung

Es wird kein akutes Intoxikationsrisiko gese- hen, da eine Intoxikation nach einmaliger vaginaler Anwendung oder nach einmaliger Applikation einer Überdosis auf die Haut (Anwendung auf einer großen Fläche unter resorptionsfördernden Bedingungen) oder versehentlicher oraler Einnahme unwahr- scheinlich ist. Es gibt kein spezifisches Anti- dot.

Pharmakologische Eigenschaften - Canesten®

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Gynäkologische Antiinfektiva und Antisepti- ka, Imidazol-Derivate

ATC-Code: G01AF02

Wirkmechanismus

Clotrimazol, der Wirkstoff von Canesten GYN Vaginaltabletten, wirkt bei Pilzen als Hemm- stoff der Ergosterolsynthese, deren Hem- mung zu Aufbau- und Funktionsstörungen der Cytoplasma-Membran des Pilzerregers führt.

Clotrimazol hat in vitro und in vivo ein breites antimykotisches Wirkungsspektrum, das Dermatophyten, Sprosspilze, Schimmelpilze und dimorphe Pilze umfasst.

Unter geeigneten Testbedingungen liegen die MHK-Werte bei diesen Pilzarten im Be- reich von weniger als 0,062 – 8,0 μg/ml Sub- strat. Im Wirkungstyp ist Clotrimazol primär fungistatisch oder fungizid, abhängig von der Clotrimazol-Konzentration am Infektions- ort. Die Wirkung in vitro ist auf proliferieren- de Pilzelemente begrenzt; Pilzsporen sind nur wenig empfindlich.

Neben seiner antimykotischen Wirkung wirkt Clotrimazol auch auf gram-positive (Strep- tokokken / Staphylokokken / Gardnerella vaginalis) und gram-negative Mikroorganis- men (Bacteroides).

Clotrimazol hemmt in vitro die Vermehrung von Corynebakterien und grampositiven Kokken – mit Ausnahme der Enterokokken – in Konzentrationen von 0,5 – 10 μg/ml Sub- strat.

Die Resistenzsituation von Clotrimazol ist als günstig einzuschätzen: Primär resistente Varianten sensibler Pilzspezies sind sehr selten, sekundäre Resistenzentwicklungen sensibler Pilze wurden bisher unter Thera- piebedingungen nur ganz vereinzelt beob- achtet.

Pharmakokinetik

Pharmakokinetische Untersuchungen nach dermaler bzw. vaginaler Anwendung zeigten, dass Clotrimazol nur gering (3 – 10 %) resor- biert wird. Aufgrund der raschen Metaboli- sierung des resorbierten Clotrimazols in der Leber in pharmakologisch inaktive Metabo- liten sind die resultierenden Plasmaspitzen- konzentrationen nach vaginaler Applikation einer 500 mg Dosis < 10 ng/ml. Dies weist darauf hin, dass intravaginal angewendetes Clotrimazol nicht zu messbaren systemi- schen Effekten oder Nebenwirkungen führt.

Weblinks

Packungen und Preis

Canesten® GYN 3-Tage-Ther. 3 Vag.-Tbl. m. Appl. N2
Preis
11,17 €
Zuzahlung
6,76 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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