Präparate

Methocarbamol AL 750 mg Filmtabletten

Verschreibungsinformationen
Knappschaft - Knappschaft
Rezeptpflichtig
Keine Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Methocarbamol AL 750 mg Filmtabletten
Gluten: Nein
Laktose: Nein
Filmtbl.
ALIUD PHARMA® GmbH
SmPC
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Anwendungsgebiete


Symptomatische Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen, insbesondere des unteren Rückenbereiches (Lumbago). Methocarbamol AL ist zur Anwendung bei Erwachsenen bestimmt.

Dosierung


Erwachsene nehmen 3-mal täglich 1.500 mg Methocarbamol ein. Zur Einleitung der Behandlung wird eine Dosis von 4-mal täglich 1.500 mg Methocarbamol empfohlen. In schweren Fällen können bis zu 7.500 mg Methocarbamol pro Tag eingenommen werden.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Anwendung richtet sich nach den Symptomen der Muskelverspannung, soll jedoch 30 Tage nicht überschreiten.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen ist nicht erwiesen. Kinder und Jugendliche sollten nicht mit Methocarbamol AL behandelt werden.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Die Filmtabletten sollten mit ausreichend Wasser eingenommen werden.

Gegenanzeigen


• Überempfindlichkeit gegen Methocarbamol oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile,
• komatöse oder präkomatöse Zustände,
• Erkrankungen des Zentralnervensystems (ZNS),
• Myasthenia gravis,
• Epilepsie.

Warnhinweise


Methocarbamol ist bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- und/oder Leberfunktion mit Vorsicht anzuwenden.
Auswirkungen auf Laboruntersuchungen
Methocarbamol kann eine Farbinterferenz bei bestimmten Untersuchungen auf 5-Hydroxyindolessigsäure (5-HIAA) unter Verwendung von Nitrosonaphthol-Reagenz und bei Urinuntersuchungen auf Vanillinmandelsäure (VMA) unter Verwendung der Gitlow-Methode verursachen.
Methocarbamol AL enthält Lactose und Natrium
Lactose: Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
Natrium: Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Wechselwirkungen


Dieses Arzneimittel kann die Wirkung von anderen das zentrale Nervensystem dämpfenden und stimulierenden Arzneimitteln einschließlich Barbituraten, Opioiden und Appetitzüglern verstärken.
Die Einnahme von Methocarbamol zusammen mit Alkohol kann die Wirkung des Arzneimittels verstärken.
Methocarbamol kann die Wirkung von Anticholinergika, wie z.B. Atropin, und einigen psychotropen Arzneimitteln verstärken. Methocarbamol kann die Wirkung von Pyridostigminbromid abschwächen. Daher darf Methocarbamol bei Patienten mit Myasthenia gravis, die mit Pyridostigmin behandelt werden, nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).

Schwangerschaft


Schwangerschaft
Es liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Methocarbamol in der Schwangerschaft vor. Tierexperimentelle Studien bezüglich der Wirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt und postnatale Entwicklung haben eine sichere Anwendung von Methocarbamol nicht etabliert (siehe Abschnitt 5.3). Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Daher sollte Methocarbamol während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Methocarbamol und/oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen. Methocarbamol und/oder seine Metaboliten werden in die Milch laktierender Hündinnen ausgeschieden. Daher sollten stillende Frauen Methocarbamol nicht einnehmen.
Fertilität
Hinsichtlich des Einflusses von Methocarbamol auf die Fortpflanzungsfähigkeit beim Menschen liegen keine Daten vor.

Fahrtüchtigkeit


Methocarbamol hat mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen, da es Schwindel oder Benommenheit verursachen kann – insbesondere, wenn gleichzeitig andere Arzneimittel angewendet werden, die Benommenheit verursachen können. Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass solche Tätigkeiten vermieden werden müssen, wenn Schwindel oder Benommenheit auftreten.

Nebenwirkungen


Die folgenden Nebenwirkungen wurden in Zusammenhang mit der Behandlung mit Methocarbamol berichtet, wobei – soweit Angaben zur Häufigkeit aus der Literatur hervorgehen – die folgenden Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt werden:
Selten (≥ 1/10.000 bis <1/1.000) Sehr selten ( <1/10,000) Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Siehe Tabelle



SystemorganklasseHäufigkeit
SeltenSehr seltenNicht bekannt
Erkrankungen des Immunsystems
Anaphylaktische Reaktion
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Anorexie
Psychiatrische Erkrankungen
Agitiertheit, Angstzustände, Verwirrtheit
Erkrankungen des NervensystemsKopfschmerz, Schwindel, metallischer
Geschmack
Synkope, Nystagmus, Taubheitsgefühl,
Zittern, Krampfanfall
Somnolenz
AugenerkrankungenBindehautentzündungSehstörung
Herzerkrankungen
Bradykardie
GefäßerkrankungenHypotonieHitzewallung
Erkrankungen der Atemwege,
des Brustraums und Mediastinums
Nasenschleimhautschwellung

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Übelkeit, Erbrechen
Erkrankungen der Haut und
des Unterhautzellgewebes
Angioneurotisches Ödem, Hautaus-
schlag, Juckreiz, Urtikaria


Allgemeine Erkrankungen und
Beschwerden am Verabreichungsort
Fieber


Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung


Nach oraler Einnahme von 22,5 bis 50 g Methocarbamol in suizidaler Absicht kam es bei zwei Patienten zu Benommenheit. Beide Patienten erholten sich jedoch innerhalb von 24 Stunden vollständig. In der Literatur finden sich 3 Todesfälle, in denen außer Methocarbamol gleichzeitig noch große Mengen Alkohol (2 Fälle) bzw. Opiate (1 Fall) in suizidaler Absicht eingenommen wurden. Die Behandlung einer Überdosierung schließt Magenspülung, symptomatische Therapie und Überwachung der Vitalfunktionen ein. Der Nutzen einer Hämodialyse im Zusammenhang mit der Behandlung einer Überdosierung ist nicht erwiesen.

Pharmakologische Eigenschaften
Pharmakodynamik


Pharmakotherapeutische Gruppe: Muskelrelaxanzien, zentral wirkende Mittel, Carbaminsäureester.
ATC-Code: M03BA03.
Methocarbamol ist ein zentral wirkendes Muskelrelaxans. Es entfaltet seine muskelrelaxierende Wirkung über eine Hemmung der polysynaptischen Reflexleitung in Rückenmark und subkortikalen Zentren. Der physiologische Tonus und die Kontraktilität der Skelettmuskulatur sowie die Motilität der glatten Muskulatur werden durch Methocarbamol bei therapeutischer Dosierung nicht beeinträchtigt und die motorische Endplatte nicht beeinflusst.

Pharmakokinetik


Methocarbamol wird nach oraler Anwendung rasch und vollständig aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert. Bereits 10 Minuten nach der Einnahme ist der Wirkstoff im Blut nachweisbar und nach 30 – 60 Minuten wird der maximale Wirkstoffspiegel im Blut erreicht.
Die Plasmahalbwertszeit von Methocarbamol beträgt ca. 2 Stunden. Methocarbamol und seine zwei Hauptmetaboliten werden an Glucuron- und Schwefelsäure gebunden und fast ausschließlich über die Nieren ausgeschieden. Etwa die Hälfte der angewendeten Dosis wird innerhalb von 4 Stunden mit dem Urin ausgeschieden, davon nur ein kleiner Teil als unverändertes Methocarbamol.
Eingeschränkte Nierenfunktion
Die Clearance von Methocarbamol bei Patienten mit Nierenerkrankungen unter Hämodialyse war im Vergleich mit Gesunden um etwa 40% reduziert, obwohl die durchschnittliche Eliminationshalbwertszeit in beiden Gruppen ähnlich war (1,2 bzw. 1,1 Stunden).
Eingeschränkte Leberfunktion
Bei Patienten mit Leberzirrhose als Folge von übermäßigem Alkoholkonsum war die durchschnittliche Clearance von Methocarbamol im Vergleich mit Gesunden um ungefähr 70% reduziert (11,9 l/h) und die durchschnittliche Eliminationshalbwertszeit stieg auf etwa 3,4 Stunden an. Der Anteil an Methocarbamol, der an Plasmaproteine gebunden war, sank auf ca. 40 – 45% im Vergleich zu 46 – 50% in einer in Bezug auf Alter und Gewicht vergleichbaren Normalpopulation.

Packungen
Methocarbamol AL 750 mg 50 Filmtabletten N2
Preis
29,13 €
Zuzahlung
5,00 €
Knappschaft
14043645
Methocarbamol AL 750 mg 100 Filmtabletten N3
Preis
46,23 €
Zuzahlung
5,00 €
Knappschaft
14043651
Methocarbamol AL 750 mg 50 Filmtabletten
Preis
-
Zuzahlung
-
Verpackung ist nicht auf der Liste.
14043639
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