Dexketoprofen Ethypharm Kalceks 50 mg Injektions-/Infusionslösung
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Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
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Fachinfo - Dexketoprofen 50 mg
Symptomatische Behandlung maBiger bis starker akuter Schmerzen, wie z. B. postoperative Schmerzen, Nierenkoliken und Rilckenschmerzen, wenn eine orale Gabe nicht geeignet ist.
Dosierung
Erwachsene
Die empfohlene Dosis betragt 50 mg alle 8-12 Stunden. Falls erforderlich, kann die Anwendung nach 6 Stunden wiederholt werden. Die maximale Tagesdosis darf 150 mg nicht ilberschreiten.
Dexketoprofen Ethypharm Kalceks ist filr eine kurzzeitige Anwendung vorgesehen und darf nur wahrend der akuten Schmerzphase angewendet werden (nicht langer als zwei Tage).
Die Patienten sollten sobald als moglich auf eine orale Analgetika-Behandlung umgestellt werden.
Nebenwirkungen konnen reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis ilber den kilrzesten zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird (siehe Abschnitt 4.4).
Wenn angezeigt, kann Dexketoprofen Ethypharm Kalceks bei maBigen bis starken postoperativen Schmerzen in Kombination mit Opioidanalgetika in der filr Erwachsene empfohlenen Dosis angewendet werden (siehe Abschnitt 5.1).
Kinder und Jugendliche
Die Anwendung von Dexketoprofen Ethypharm Kalceks bei Kindern und Jugendlichen wurde nicht untersucht. Daher sind Sicherheit und Wirksamkeit von Dexketoprofen Ethypharm Kalceks bei Kindern und Jugendlichen nicht erwiesen und das Arzneimittel sollte bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden.
.ltere Patienten
Bei alteren Patienten ist im Allgemeinen keine Dosisanpassung erforderlich. Da jedoch die Nierenfunktion im Alter nachlasst, wird bei leichter Nierenfunktionsstorung eine geringere Dosis empfohlen: Tagesmaximaldosis 50 mg (siehe Abschnitt 4.4).
Leberfunktionsstдrung
Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberfunktionsstorung (Child-Pugh-Score 5-9) sollte die Tagesmaximaldosis auf 50 mg reduziert und die Leberfunktion der Patienten sorgfaltig ilberwacht werden (siehe Abschnitt 4.4). Dexketoprofen Ethypharm Kalceks darf bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstorung (Child-Pugh-Score 10-15) nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).
Nierenfunktionsstдrung
Bei Patienten mit leichter Nierenfunktionsstorung (Kreatinin-Clearance 60-89 ml/min) sollte die Tagesmaximaldosis auf 50 mg reduziert werden (siehe Abschnitt 4.4). Dexketoprofen Ethypharm Kalceks darf bei Patienten mit maBiger bis schwerer Nierenfunktionsstorung (Kreatinin-Clearance
≤ 59 ml/min) nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).
Art der Anwendung
Dexketoprofen Ethypharm Kalceks kann entweder intramuskular oder intravenos angewendet werden.
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Intramuskulare Anwendung:
Den Inhalt einer Ampulle (2 ml) Dexketoprofen Ethypharm Kalceks langsam tief in den Muskel injizieren.
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Intravenose Anwendung:
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Intravenose Infusion: Die verdilnnte Losung, hergestellt wie in Abschnitt 6.6 beschrieben, wird als langsame intravenose Infusion ilber eine Dauer von 10 bis 30 Minuten angewendet.
Die Losung muss jederzeit vor natilrlichem Tageslicht geschiltzt werden.
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Intravenoser Bolus: Falls erforderlich, kann der Inhalt einer Ampulle (2 ml) Dexketoprofen Ethypharm Kalceks als langsamer intravenoser Bolus ilber mindestens 15 Sekunden injiziert werden.
Hinweise zur Handhabung des Arzneimittels
Wenn Dexketoprofen Ethypharm Kalceks intramuskular oder als intravenoser Bolus gegeben wird, sollte die Losung sofort nach der Entnahme aus der Ampulle injiziert werden (siehe auch Abschnitte 6.2 und 6.6).
Filr die Anwendung als intravenose Infusion ist die Losung aseptisch zu verdilnnen und vor natilrlichem Tageslicht zu schiltzen (siehe auch Abschnitte 6.3 und 6.6). Hinweise zur Verdilnnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
Dexketoprofen Ethypharm Kalceks darf in den folgenden Fallen nicht angewendet werden:
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Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
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Patienten, bei denen Stoffe mit ahnlicher Wirkung (z. B. Acetylsalicylsaure oder andere NSAR) Asthmaanfalle, Bronchospasmen, akute Rhinitis auslosen oder Nasenpolypen, Urtikaria oder Angioodeme verursachen
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Bekannte photoallergische oder phototoxische Reaktionen wahrend einer Behandlung mit Ketoprofen oder Fibraten
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Patienten mit gastrointestinalen Blutungen oder Perforation in Verbindung mit einer vorangegangenen NSAR-Behandlung in der Anamnese
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Patienten mit aktiven peptischen Ulzera/gastrointestinalen Blutungen oder bei Patienten mit gastrointestinalen Blutungen, Ulzerationen oder Perforationen in der Anamnese
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Patienten mit chronischer Dyspepsie
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Patienten mit anderen aktiven Blutungen oder Blutungsstorungen
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Patienten mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
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Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz
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Patienten mit maBiger bis schwerer Nierenfunktionsstorung (Kreatinin-Clearance ≤ 59 ml/min)
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Patienten mit schwerer Leberfunktionsstorung (Child-Pugh-Score 10-15)
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Patienten mit hamorrhagischer Diathese oder anderen Blutgerinnungsstorungen
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Patienten mit schwerer Dehydratation (hervorgerufen durch Erbrechen, Durchfall oder unzureichende Flilssigkeitsaufnahme)
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Im dritten Trimenon der Schwangerschaft und wahrend der Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6).
Dexketoprofen Ethypharm Kalceks darf aufgrund des Ethanolgehalts nicht neuraxial (intrathekal oder epidural) angewendet werden.
Vorsicht ist geboten bei der Anwendung bei Patienten mit allergischen Erkrankungen in der Anamnese.
Die gleichzeitige Anwendung von Dexketoprofen Ethypharm Kalceks mit anderen NSAR, einschlieBlich selektiven Cyclooxygenase-2-Hemmern, sollte vermieden werden.
Nebenwirkungen konnen reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis ilber den kilrzesten zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird (siehe Abschnitt 4.2 und gastrointestinale und kardiovaskulare Risiken weiter unten).
Gastrointestinale Sicherheit
Gastrointestinale Blutungen, Ulzera oder Perforationen, auch mit letalem Ausgang, wurden unter allen NSAR berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende gastrointestinale Ereignisse in der Anamnese zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf. Wenn bei Patienten, die Dexketoprofen Ethypharm Kalceks erhalten, gastrointestinale Blutungen oder Ulzera auftreten, ist die Behandlung abzubrechen.
Bei hoheren NSAR-Dosen ist das Risiko filr gastrointestinale Blutungen, Ulzerationen oder Perforationen bei Patienten mit einer Ulkus-Vorgeschichte – insbesondere wenn Blutungen oder Perforation auftraten (siehe Abschnitt 4.3) – und bei alteren Menschen erhoht.
Bei alteren Menschen kommt es unter NSAR-Therapie haufiger zu Nebenwirkungen, vor allem zu gastrointestinalen Blutungen und Perforationen, auch mit letalem Ausgang (siehe Abschnitt 4.2). Bei diesen Patienten sollte die Behandlung mit der niedrigstmoglichen Dosis begonnen werden.
NSAR sollten bei Patienten mit gastrointestinalen Erkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) in der Anamnese mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann (siehe Abschnitt 4.8).
Wie bei allen NSAR muss nach jeglicher Vorgeschichte einer Osophagitis, Gastritis und/oder eines Magen- und/oder Zwolffingerdarmgeschwilrs gesucht werden, um ihre vollige Heilung vor Therapiebeginn mit Dexketoprofen-Trometamol sicherzustellen.
Patienten mit gastrointestinalen Symptomen oder gastrointestinalen Erkrankungen in der Anamnese sollten auf Funktionsstorungen des Gastrointestinaltrakts kontrolliert werden, insbesondere auf gastrointestinale Blutungen.
Bei diesen Patienten sollte eine Kombinationstherapie mit schiltzenden Wirkstoffen (z. B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) erwogen werden. Dies gilt auch filr Patienten, die gleichzeitig eine Therapie mit niedrig dosierter Acetylsalicylsaure oder andere Arzneimittel benotigen, die wahrscheinlich das gastrointestinale Risiko erhohen (siehe unten und Abschnitt 4.5). Patienten mit gastrointestinalen Problemen in der Vorgeschichte, insbesondere altere Patienten, sollten ilber jegliche ungewohnliche abdominale Symptome berichten (insbesondere gastrointestinale Blutungen), besonders zu Behandlungsbeginn.
Vorsicht ist geboten bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko von Ulzerationen oder Blutungen erhohen konnen, wie orale Kortikosteroide, Antikoagulanzien wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer (wie z. B. Acetylsalicylsaure) (siehe Abschnitt 4.5).
Renale Sicherheit
Bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion ist Vorsicht geboten. Bei diesen Patienten kann die Anwendung von NSAR zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion, zu Flilssigkeitsretention und Odemen filhren. Vorsicht ist auch geboten bei Patienten, die Diuretika erhalten oder die eine Hypovolamie entwickeln konnen, da bei ihnen ein erhohtes Nephrotoxizitatsrisiko besteht.
Eine ausreichende Flilssigkeitszufuhr wahrend der Behandlung ist sicherzustellen, um einer Dehydratation und einer moglicherweise assoziierten erhohten Nephrotoxizitat vorzubeugen. Wie alle NSAR kann Dexketoprofen-Trometamol die Plasmaspiegel von Harnstickstoff und Kreatinin erhohen. Wie andere Hemmstoffe der Prostaglandinsynthese kann es Nebenwirkungen im renalen System verursachen, die zu Glomerulonephritis, interstitieller Nephritis, Nierenpapillennekrose, nephrotischem Syndrom und akutem Nierenversagen filhren konnen.
Altere Patienten leiden haufiger unter einer eingeschrankten Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.2).
Нepatische Sicherheit
Bei Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion ist Vorsicht geboten. Wie andere NSAR kann Dexketoprofen-Trometamol eine vorilbergehende leichte Erhohung einiger Leberwerte und einen signifikanten Anstieg der Werte filr AST und ALT bewirken. Im Falle eines relevanten Anstiegs dieser Werte muss die Therapie abgebrochen werden.
Altere Patienten leiden haufiger unter einer eingeschrankten Leberfunktion (siehe Abschnitt 4.2).
Kardiovaskulare und zereЬrovaskulare Sicherheit
Eine angemessene Uberwachung und Beratung von Patienten mit Hypertonie und/oder leichter bis mittelschwerer Herzinsuffizienz in der Anamnese sind erforderlich, da Flilssigkeitsretention und Odeme in Verbindung mit einer NSAR-Therapie berichtet wurden. Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Herzerkrankungen in der Anamnese, insbesondere bei solchen mit frilheren Episoden von Herzinsuffizienz, weil bei diesen ein erhohtes Risiko einer erneuten Herzinsuffizienz besteht.
Klinische Studien und epidemiologische Daten legen nahe, dass die Anwendung von manchen NSAR insbesondere in hohen Dosen und bei Langzeitbehandlung moglicherweise mit einem geringfilgig erhohten Risiko filr das Auftreten von arteriellen thrombotischen Ereignissen (z. B. Myokardinfarkt oder Schlaganfall) verbunden ist. Es liegen keine ausreichenden Daten vor, um ein solches Risiko filr Dexketoprofen-Trometamol auszuschlieBen.
Folglich sollten Patienten mit unkontrollierter Hypertonie, Herzinsuffizienz, manifester ischamischer Herzerkrankung, peripherer arterieller Verschlusskrankheit und/oder zerebrovaskularer Erkrankung nur nach sorgfaltiger Abwagung mit Dexketoprofen-Trometamol behandelt werden. Vergleichbare Abwagungen sollten auch vor Beginn einer langer dauernden Behandlung von Patienten mit Risikofaktoren filr kardiovaskulare Erkrankungen (z. B. Hypertonie, Hyperlipidamie, Diabetes mellitus, Rauchen) vorgenommen werden.
Alle nichtselektiven NSAR konnen durch die Hemmung der Prostaglandinsynthese die Thrombozytenaggregation hemmen und die Blutungszeit verlangern. Die gleichzeitige Anwendung von Dexketoprofen-Trometamol und prophylaktischen Dosen von niedermolekularem Heparin in der postoperativen Phase wurde in kontrollierten klinischen Studien untersucht. Dabei wurde keine Wirkung auf die Gerinnungsparameter beobachtet. Trotzdem sollten Patienten, die eine gerinnungshemmende Therapie wie Warfarin oder andere Cumarine oder Heparine erhalten, bei Gabe von Dexketoprofen-Trometamol sorgfaltig ilberwacht werden (siehe Abschnitt 4.5).
Altere Patienten leiden haufiger unter Beeintrachtigungen der Herz-Kreislauf-Funktion (siehe Abschnitt 4.2).
Bei mit Dexketoprofen behandelten Patienten wurden Falle von Kounis-Syndrom gemeldet. Das Kounis-Syndrom ist definiert als kardiovaskulare Symptome infolge einer allergischen oder Uberempfindlichkeitsreaktion, die mit einer Verengung der Koronararterien einhergehen und potenziell zu einem Myokardinfarkt filhren konnen.
Нautreaktionen
Im Zusammenhang mit der Anwendung von NSAR wurde sehr selten ilber schwere Hautreaktionen (einige mit letalem Ausgang) berichtet, einschlieBlich exfoliativer Dermatitis,
Stevens-Johnson-Syndrom und toxischer epidermaler Nekrolyse. Dem hochsten Risiko filr diese Nebenwirkungen scheinen Patienten zu Behandlungsbeginn ausgesetzt zu sein; die Reaktion trat in den meisten Fallen erstmals innerhalb des ersten Behandlungsmonats auf. Dexketoprofen Ethypharm Kalceks ist beim ersten Auftreten von Hautausschlag, Schleimhautlasionen oder anderen Anzeichen einer Uberempfindlichkeit abzusetzen.
Weitere Informationen
Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit:
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angeborener Storung des Porphyrinstoffwechsels (z. B. akute intermittierende Porphyrie)
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Dehydratation
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direkt nach einem groBeren operativen Eingriff.
Wenn von arztlicher Seite eine Langzeittherapie mit Dexketoprofen als notwendig erachtet wird, sollten regelmaBig sowohl Leber- und Nierenfunktion als auch das Blutbild ilberprilft werden.
Schwere akute Uberempfindlichkeitsreaktionen (z. B. anaphylaktischer Schock) sind in sehr seltenen Fallen beobachtet worden. Die Behandlung muss bei den ersten Anzeichen einer schweren Uberempfindlichkeitsreaktion nach Anwendung von Dexketoprofen Ethypharm Kalceks abgebrochen werden. Abhangig von den Symptomen milssen medizinisch notwendige Schritte durch medizinisches Fachpersonal eingeleitet werden.
Asthma-Patienten mit chronischem Schnupfen, chronischer Sinusitis und/oder Nasenpolypen haben ein hoheres Allergierisiko gegenilber Acetylsalicylsaure und/oder NSAR als der Rest der Bevolkerung. Die Anwendung dieses Arzneimittels kann Asthmaanfalle oder Bronchospasmen verursachen, insbesondere bei Patienten, die allergisch gegen Acetylsalicylsaure oder NSAR sind (siehe Abschnitt 4.3).
In Ausnahmefallen kann eine Varizelleninfektion zu schwerwiegenden infektiosen Haut- und Weichteilkomplikationen filhren. Es kann bislang nicht ausgeschlossen werden, dass NSAR eine Rolle bei der Verschlechterung dieser Infektionen spielen. Daher wird empfohlen, Dexketoprofen Ethypharm Kalceks bei einer Varizelleninfektion nicht anzuwenden.
Dexketoprofen Ethypharm Kalceks sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit Blutbildungsstorungen, systemischem Lupus erythematodes oder Mischkollagenose.
Wie andere NSAR kann Dexketoprofen die Symptome von Infektionskrankheiten maskieren. In Einzelfallen ist im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung von NSAR eine Verschlechterung von Weichteilinfektionen beschrieben worden. Daher sollte der Patient angewiesen werden, unverzilglich einen Arzt aufzusuchen, wenn wahrend der Therapie Anzeichen einer bakteriellen Infektion neu auftreten oder sich verschlimmern.
Dexketoprofen-Trometamol kann wie andere NSAR die weibliche Fruchtbarkeit beeintrachtigen und wird filr Frauen, die beabsichtigen, schwanger zu werden, nicht empfohlen. Bei Frauen, die Probleme haben, schwanger zu werden oder sich Untersuchungen zur Fruchtbarkeit unterziehen, sollte erwogen werden, Dexketoprofen-Trometamol abzusetzen. Dexketoprofen sollte wahrend des ersten und zweiten Schwangerschaftstrimesters nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist zwingend erforderlich.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit der Anwendung bei Kindern und Jugendlichen ist nicht erwiesen.
Sonstige Bestandteile
Jede Ampulle Dexketoprofen Ethypharm Kalceks enthalt 200 mg Ethanol 96 %, entsprechend 5 ml Bier oder 2,08 ml Wein.
Ein gesundheitliches Risiko besteht u. a. bei Leberkranken, Alkoholkranken, Epileptikern, Patienten mit organischen Erkrankungen des Gehirns, Schwangeren, Stillenden und Kindern.
Dieses Arzneimittel enthalt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu
„natriumfrei“.
Die folgenden Wechselwirkungen gelten allgemein filr nicht-steroidale Antiphlogistika/Antirheumatika (NSAR):
Nicht zu empfehlende Kombinationen:
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Andere NSAR, einschlieBlich hoher Salicylat-Dosen (≥ 3 g/Tag): Die gleichzeitige Anwendung verschiedener NSAR kann durch einen synergistischen Effekt das Risiko filr gastrointestinale Ulzera und Blutungen erhohen.
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Antikoagulanzien: NSAR konnen die Wirkungen von Antikoagulanzien wie Warfarin aufgrund der hohen Plasmaproteinbindung von Dexketoprofen und der Hemmung der Thrombozytenfunktion sowie der Schadigung der gastroduodenalen Mukosa verstarken (siehe Abschnitt 4.4). Wenn die Kombination zwingend erforderlich ist, sollten eine engmaschige klinische Beobachtung und Kontrollen der Laborwerte durchgefilhrt werden.
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Heparine: Erhohtes Blutungsrisiko (aufgrund der Hemmung der Thrombozytenfunktion und der Schadigung der gastroduodenalen Mukosa). Wenn die Kombination zwingend erforderlich ist, sollten eine engmaschige klinische Beobachtung und Kontrollen der Laborwerte durchgefilhrt werden.
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Kortikosteroide: Erhohtes Risiko filr gastrointestinale Ulzerationen oder Blutungen (siehe Abschnitt 4.4).
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Lithium (beschrieben filr verschiedene NSAR): NSAR erhohen die Lithiumspiegel im Blut, die toxische Werte erreichen konnen (verminderte renale Lithiumausscheidung). Dieser Parameter muss daher zu Beginn der Behandlung, bei Dosisanpassung und bei Beendigung der Behandlung mit Dexketoprofen kontrolliert werden.
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Methotrexat bei Anwendung hoher Dosen von 15 mg/Woche oder mehr: Erhohte hamatologische Toxizitat von Methotrexat durch eine Verminderung seiner renalen Elimination durch Antiphlogistika im Allgemeinen.
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Hydantoine und Sulfonamide: Die toxischen Wirkungen dieser Stoffe konnen verstarkt werden.
Kombinationen, deren Anwendung VorsichtsmaBnahmen erfordert:
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Diuretika, ACE-Hemmer, Aminoglykosid-Antibiotika und
Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten: Dexketoprofen kann die Wirkung von Diuretika und anderen Antihypertensiva vermindern. Die gemeinsame Gabe von Cyclooxygenase-Hemmstoffen und ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aminoglykosid-Antibiotika kann bei einigen Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion (z. B. dehydrierte Patienten oder altere Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion) dazu filhren, dass sich die Nierenfunktion weiter verschlechtert. Dieser Effekt ist in der Regel
reversibel. Im Falle einer gemeinsamen Verordnung von Dexketoprofen und einem Diuretikum ist unbedingt sicherzustellen, dass der Patient ausreichend hydriert ist, und die Nierenfunktion ist zu Beginn der Behandlung zu ilberwachen (siehe Abschnitt 4.4).
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Methotrexat bei Anwendung niedriger Dosen von weniger als 15 mg/Woche: Erhohte hamatologische Toxizitat von Methotrexat durch eine Verminderung seiner renalen Elimination durch Antiphlogistika im Allgemeinen. Wochentliche Kontrolle des Blutbildes wahrend der ersten Wochen der Kombinationstherapie. Intensivere Uberwachung bei Vorliegen auch leichter Nierenfunktionsstorungen und bei alteren Patienten.
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Pentoxifyllin: Erhohtes Blutungsrisiko. Verstarkte klinische Uberwachung und haufigere Uberprilfung der Blutungszeit.
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Zidovudin: Aufgrund der Wirkung auf die Retikulozyten besteht ein erhohtes Risiko filr eine toxische Wirkung auf die Erythropoese, wobei eine Woche nach Beginn der NSAR-Behandlung eine schwere Anamie auftreten kann. Daher ist eine Kontrolle des kompletten Blutbildes und der Retikulozytenzahl 1-2 Wochen nach Beginn der NSAR-Behandlung erforderlich.
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Sulfonylharnstoffe: NSAR konnen die blutzuckersenkende Wirkung von Sulfonylharnstoffen erhohen, indem sie diese aus der Plasmaproteinbindung verdrangen.
Kombinationen, die berilcksichtigt werden milssen:
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Betablocker: Die Behandlung mit einem NSAR kann durch Hemmung der Prostaglandinsynthese die antihypertensive Wirkung vermindern.
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Ciclosporin und Tacrolimus: NSAR konnen durch Beeinflussung renaler Prostaglandinwirkungen die Nephrotoxizitat verstarken. Wahrend der Kombinationstherapie ist die Nierenfunktion zu ilberwachen.
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Thrombolytika: Erhohtes Blutungsrisiko.
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Thrombozytenaggregationshemmer und selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI): Erhohtes Risiko filr gastrointestinale Blutungen (siehe Abschnitt 4.4).
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Probenecid: Die Plasmakonzentration von Dexketoprofen kann ansteigen. Diese Wechselwirkung kann auf eine Hemmung der renalen tubularen Sekretion und der Glucuronidierung zurilckgefilhrt werden und erfordert eine Anpassung der Dexketoprofen-Dosis.
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Herzglykoside: NSAR konnen den Plasmaspiegel von Herzglykosiden erhohen.
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Mifepriston: Aufgrund des theoretischen Risikos, dass Prostaglandinsynthetasehemmer die Wirksamkeit von Mifepriston verandern konnen, sollten NSAR innerhalb von 8-12 Tagen nach der Mifepriston-Gabe nicht angewendet werden.
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Chinolon-Antibiotika: Tierexperimentelle Daten weisen darauf hin, dass hohe Dosen von Chinolonen in Kombination mit NSAR das Risiko filr das Auftreten von Krampfen erhohen konnen.
Dexketoprofen Ethypharm Kalceks ist wahrend des dritten Schwangerschaftstrimenons und wahrend der Stillzeit kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Schwangerschaft
Die Hemmung der Prostaglandinsynthese kann sich nachteilig auf die Schwangerschaft und/oder die embryonale/fetale Entwicklung auswirken.
Daten aus epidemiologischen Studien deuten auf ein erhohtes Risiko filr Fehlgeburten, kardiale Fehlbildungen und Gastroschisis nach Anwendung eines Prostaglandinsynthesehemmers in der frilhen Schwangerschaft hin. Das absolute Risiko filr kardiovaskulare Fehlbildungen war von weniger als 1 % auf etwa 1,5 % erhoht. Das Risiko nimmt wahrscheinlich mit der Dosis und der Dauer der Behandlung zu. Bei Tieren wurde gezeigt, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers vermehrt zu pra- und postimplantativen Verlusten und
embryo-fetaler Letalitat filhrt. AuBerdem wurde bei Tieren, die wahrend der Organogenese einen Prostaglandinsynthesehemmer erhalten hatten, ilber erhohte Inzidenzen von verschiedenen Fehlbildungen einschlieBlich kardiovaskularer Fehlbildungen berichtet. Ab der
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Schwangerschaftswoche kann die Anwendung von Dexketoprofen zu Oligohydramnion filhren, die auf eine Nierenfunktionsstorung des Fotus zurilckzufilhren ist. Dies kann kurz nach Beginn der Behandlung auftreten und ist in der Regel nach Absetzen der Behandlung reversibel. Dexketoprofen-Trometamol sollte wahrend des ersten und zweiten Schwangerschaftstrimesters nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist zwingend erforderlich. Wenn
Dexketoprofen-Trometamol von einer Frau angewendet wird, die versucht schwanger zu werden, oder wenn es wahrend des ersten oder zweiten Schwangerschaftstrimesters angewendet wird, sollte die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie moglich gehalten werden. Nach einer mehrtagigen Exposition gegenilber Dexketoprofen sollte ab der 20. Schwangerschaftswoche eine pranatale Uberwachung auf Oligohydramnion in Betracht gezogen werden. Dexketoprofen sollte abgesetzt werden, wenn ein Oligohydramnion festgestellt wird.
Wahrend des dritten Schwangerschaftstrimenons konnen alle Prostaglandinsynthesehemmer
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den Fetus folgenden Risiken aussetzen:
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kardiopulmonale Toxizitat (mit vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler Hypertonie)
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Nierenfunktionsstorung, die zu Nierenversagen mit Oligohydramnion fortschreiten kann (siehe oben)
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die Mutter und das Neugeborene am Ende der Schwangerschaft folgenden Risiken aussetzen:
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mogliche Verlangerung der Blutungszeit, ein thrombozytenaggregationshemmender Effekt, der selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann
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Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspateten oder verlangerten Geburtsvorganges.
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Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Dexketoprofen in die Muttermilch ilbergeht.
Fertilitat
Wie andere NSAR kann die Anwendung von Dexketoprofen-Trometamol die weibliche Fruchtbarkeit beeintrachtigen und wird filr Frauen, die beabsichtigen, schwanger zu werden, nicht empfohlen. Bei Frauen, die Probleme haben, schwanger zu werden oder sich Untersuchungen zur Fruchtbarkeit unterziehen, sollte erwogen werden, Dexketoprofen-Trometamol abzusetzen.
Dexketoprofen Ethypharm Kalceks hat geringen oder maBigen Einfluss auf die Verkehrstilchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen, da es Schwindel oder Schlafrigkeit verursachen kann.
Die in klinischen Studien beobachteten unerwilnschten Ereignisse, bei denen zumindest der Verdacht eines Zusammenhangs mit der Anwendung von Dexketoprofen-Trometamol bestand, sowie die Nebenwirkungen, von denen seit der Markteinfilhrung berichtet wurde, sind nachfolgend nach Systemorganklasse und Haufigkeit aufgefilhrt:
| Systemorganklasse | Нaufig(≥ 1/100,< 1/10) | Gelegentlich(≥ 1/1 000,< 1/100) | Selten(≥ 1/10 000,< 1/1 000) | Sehr selten{< 1/10 000) | Nicht Ьekannt{Нaufigkeit auf Grundlage der verfiigЬaren Daten nichtaЬschatzЬar) |
| Erkrankungen desBlutes und des Lymphsystems | Anamie | Neutropenie, Thrombozytopenie | |||
| Erkrankungen des Immunsystems | Kehlkopfodem | Anaphylaktische Reaktion einschlieBlichanaphylaktischer Schock | |||
| Stoffwechsel- und Ernahrungs-storungen | Hyperglykamie, Hypoglykamie, Hypertriglyzeridamie Anorexie | ||||
| Psychiatrische Erkrankungen | Schlaflosigkeit | ||||
| Erkrankungen des Nervensystems | Kopfschmerzen, SchwindelgefilhlSomnolenz | Parasthesie, Synkope | |||
| Augen-erkrankungen | Verschwomme-nes Sehen | ||||
| Erkrankungen des Ohrs und des LaЬyrinths | Tinnitus | ||||
| Нerz-erkrankungen | Extrasystole, Tachykardie | Kounis-Syndrom | |||
| Gefa6-erkrankungen | Hypotonie, Hitzegefilhl | Hypertonie, oberflachlicheThrombophlebitis | |||
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums | Bradypnoe | Bronchospasmus, Dyspnoe | |||
| Erkrankungen des Gastrointestinal-trakts | Ubelkeit, Erbrechen | Abdominal-schmerz, Dyspepsie, Diarrhoe, Obstipation, Hamatemesis,Mundtrocken-heit | Peptisches Ulkus, peptisches Ulkus mit Blutung oder peptisches Ulkus mit Perforation (sieheAbschnitt 4.4) | Pankreatitis | |
| LeЬer- und Gallen-erkrankungen | Hepatitis, Ikterus | Leberzellschadigung | |||
| Erkrankungen der Нaut und des UnterhautgeweЬes | Dermatitis, Pruritus, Ausschlag, | Urtikaria, Akne | Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom), | Fixes Arzneimittel-exanthem |
| vermehrtes Schwitzen | Angioodem, Gesichtsodem,Lichtempfindlichkeits-reaktion | ||||
| Skelett-muskulatur-, BindegeweЬs- und Knochen-erkrankungen | Muskelsteifheit, Gelenksteife, Muskelkrampf, Rilckenschmerzen | ||||
| Erkrankungen der Nieren und Нarnwege | Akutes Nierenversagen, Polyurie, Nierenschmerz, Ketonurie,Proteinurie | Nephritis oder nephrotisches Syndrom | |||
| Erkrankungen der Geschlechts-organe und der Brustdriise | Menstruations-storung, Prostata-erkrankung | ||||
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VeraЬreichungs-ort | Schmerzen an derInjektions-stelle Reaktion an der Injektions-stelleeinschlieBlich Entzilndung, blaue Fleckenoder Blutung | Fieber, Ermildung, Schmerz, Kaltegefilhl | Schilttelfrost, peripheres Odem | ||
| Untersuchungen | Anormaler Leberfunktionstest |
Gastrointestinal: Die am haufigsten beobachteten unerwilnschten Ereignisse betreffen den Verdauungstrakt. Peptische Ulzera, Perforationen oder gastrointestinale Blutungen, die manchmal todlich verlaufen, besonders bei alteren Patienten, konnen auftreten (siehe Abschnitt 4.4). Ubelkeit, Erbrechen, Diarrho, Flatulenz, Obstipation, Dyspepsie, Abdominalschmerzen, Melana, Hamatemesis, ulzerativer Stomatitis und Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn (siehe Abschnitt 4.4) sind nach Anwendung berichtet worden. Weniger haufig wurde Gastritis beobachtet. Odeme, Hypertonie und Herzinsuffizienz wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung berichtet.
Wie bei anderen NSAR konnen die folgenden Nebenwirkungen auftreten: Aseptische Meningitis, die insbesondere bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes oder Mischkollagenose vorkommen kann; sowie hamatologische Reaktionen (Purpura, aplastische und hamolytische Anamie, selten Agranulozytose und Knochenmarkshypoplasie).
Sehr selten bullose Hautreaktionen, wie Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom).
Klinische Studien und epidemiologische Daten legen nahe, dass die Anwendung von manchen NSAR (insbesondere in hohen Dosen und bei Langzeitbehandlung) moglicherweise mit einem geringfilgig erhohten Risiko filr das Auftreten von arteriellen thrombotischen Ereignissen (z. B. Myokardinfarkt oder Schlaganfall) verbunden ist (siehe Abschnitt 4.4).
Meldung des Verdachts auf NeЬenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groBer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut filr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Die Symptome einer Uberdosierung sind nicht bekannt. Bei vergleichbaren Arzneimitteln traten gastrointestinale (Erbrechen, Appetitlosigkeit, Abdominalschmerzen) und neurologische Storungen (Schlafrigkeit, Schwindel, Desorientierung, Kopfschmerzen) auf.
Im Falle einer versehentlichen oder ilbermaBigen Anwendung sollte eine sofortige symptomatische Therapie entsprechend der klinischen Verfassung des Patienten eingeleitet werden.
Dexketoprofen-Trometamol ist dialysierbar.
PНARMAKOLOGISCНE EIGENSCНAFTEN
Pharmakologische Eigenschaften - Dexketoprofen 50 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiphlogistika und Antirheumatika, Propionsaure-Derivate ATC-Code: M01AE17
Dexketoprofen-Trometamol ist das Tromethaminsalz der S-(+)-2-(3-Benzoylphenyl)propionsaure, ein analgetisch, antiphlogistisch und antipyretisch wirkendes Arzneimittel, das zur Gruppe der nichtsteroidalen Antiphlogistika/Antirheumatika der Propionsaure-Derivate gehort.
Wirkmechanismus
Der Wirkmechanismus nichtsteroidaler Antiheumatika beruht auf der Verminderung der Prostaglandinsynthese durch Hemmung des Cyclooxygenase-Systems.
Insbesondere erfolgt eine Hemmung der Umwandlung von Arachidonsaure in die zyklischen Endoperoxide PGG2 und PGH2, aus denen die Prostaglandine PGE1, PGE2, PGF2α und PGD2 sowie Prostacyclin (PGI2) und Thromboxane (TxA2 und TxB2) gebildet werden. Darilber hinaus kann die Hemmung der Prostaglandinsynthese andere Entzilndungsmediatoren wie z. B. Kinine beeinflussen und auf diese Weise eine indirekte Wirkung erzeugen, die additiv zur direkten Wirkung ware.
Pharmakodynamische Wirkungen
Bei Tieren und Menschen wurde gezeigt, dass Dexketoprofen die Aktivitaten von COХ-1 und COХ-2 hemmt.
Klinische Wirksamkeit und Sicherheit
Klinische Studien an verschiedenen Schmerzmodellen zeigten, dass Dexketoprofen-Trometamol eine effektive analgetische Aktivitat besitzt.
Die analgetische Wirksamkeit von intramuskular und intravenos angewendetem
Dexketoprofen-Trometamol bei maBigen bis starken Schmerzen wurde sowohl an verschiedenen chirurgischen Schmerzmodellen (orthopadische und gynakologische/abdominale Eingriffe) als auch bei Schmerzen des Bewegungsapparates (Modell der akuten Rilckenschmerzen) und bei Nierenkolik untersucht.
In den durchgefilhrten Studien trat die analgetische Wirkung rasch ein und erreichte innerhalb von 45 Minuten den maximalen schmerzstillenden Effekt. Die Dauer der analgetischen Wirkung nach Gabe von 50 mg Dexketoprofen betragt ilblicherweise 8 Stunden.
Klinische Studien zur postoperativen Schmerzbehandlung haben gezeigt, dass Dexketoprofen bei Anwendung in Kombination mit Opioiden den Opioidbedarf signifikant vermindert. In postoperativen Schmerzstudien, bei denen die Patienten ilber ein patientengesteuertes Gerat Morphin erhielten, benotigten die mit Dexketoprofen behandelten Patienten signifikant weniger Morphin (30-45 % weniger) als die Patienten in der Placebogruppe.
Resorption
Nach intramuskularer Anwendung von Dexketoprofen-Trometamol beim Menschen werden die Spitzenkonzentrationen nach durchschnittlich 20 Minuten (Spanne von 10 bis 45 min) erreicht. Filr Einzeldosen von 25 bis 50 mg ist die Flache unter der Kurve (AUC) sowohl bei intramuskularer als auch intravenoser Anwendung dosisproportional.
Verteilung
Wie bei anderen Arzneimitteln mit hoher Plasmaproteinbindung (99 %) liegt das mittlere Verteilungsvolumen unter 0,25 l/kg. Die Verteilungshalbwertszeit betrug ca. 0,35 Stunden und die Eliminationshalbwertszeit lag zwischen 1 und 2,7 Stunden.
In pharmakokinetischen Studien mit mehrfacher Anwendung wurde festgestellt, dass sich die Werte filr Cmax und AUC nach der letzten intramuskularen oder intravenosen Gabe des Arzneimittels nicht von denen nach Einmaldosierung unterschieden. Dies weist darauf hin, dass keine Akkumulation des Arzneimittels stattfindet.
Biotransformation und Elimination
Nach Anwendung von Dexketoprofen-Trometamol wird im Harn nur das S-(+)-Enantiomer gefunden, was zeigt, dass beim Menschen keine Inversion in das R-(-)-Enantiomer erfolgt. Die Elimination von Dexketoprofen erfolgt hauptsachlich durch Glucuronidierung und anschlieBende renale Ausscheidung.
Altere Patienten
Bei gesunden alteren Probanden (ab 65 Jahren) war die Exposition nach einmaliger und wiederholter oraler Anwendung signifikant groBer als bei jungen Probanden (bis zu 55 %), wahrend Spitzenkonzentrationen und die Zeit bis zum Erreichen der Spitzenkonzentration keine statistisch signifikanten Unterschiede zeigten. Die mittlere Eliminationshalbwertszeit war nach einmaliger und wiederholter Anwendung verlangert (bis zu 48 %) und die scheinbare Gesamtclearance vermindert.
Pharmazeutische Angaben - Dexketoprofen 50 mg
Natriumchlorid Ethanol 96 %
Natriumhydroxid (zur pH-Wert-Einstellung) Wasser filr Injektionszwecke
InkompatiЬilitaten
Dexketoprofen Ethypharm Kalceks darf nicht in kleinen Volumina (z. B. in einer Spritze) mit Losungen gemischt werden, die Dopamin, Promethazin, Pentazocin, Pethidin oder Hydroxyzin enthalten, da dies eine Prazipitation der Losung bewirkt.
Die gemaB Abschnitt 6.6 hergestellten verdilnnten Infusionslosungen dilrfen nicht mit Promethazin oder Pentazocin gemischt werden.
Das Arzneimittel darf, auBer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgefilhrten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Dauer der НaltЬarkeit
5 Jahre
Die chemische und physikalische Stabilitat nach Verdilnnung mit Natriumchloridlosung 9 mg/ml (0,9 %), Glukoselosung 50 mg/ml (5 %) und Ringer-Laktat-Losung wurde bei 25 °C und bei 2 bis 8 °C ilber 18 Stunden nachgewiesen, sofern die Losung ausreichend vor natilrlichem Tageslicht geschiltzt wird.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden, es sei denn, die Vorgehensweise beim Offnen/Verdilnnung schlieBt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender filr die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.
Besondere Vorsichtsma6nahmen fiir die AufЬewahrung
Filr dieses Arzneimittel sind bezilglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schiltzen. Nicht einfrieren.
Aufbewahrungsbedingungen nach Verdilnnung des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.
Ampullen zu 2 ml aus bernsteinfarbenem Glas Typ I. PackungsgroBen: 1, 5, 6, 10, 25 oder 100 Ampullen.
Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroBen in den Verkehr gebracht.
Besondere Vorsichtsma6nahmen fiir die Beseitigung und sonstige Нinweise zur НandhaЬung
Dexketoprofen Ethypharm Kalceks ist, wenn es in kleinen Volumina gemischt wird (z. B. in einer Spritze), kompatibel mit Injektionslosungen von Heparin, Lidocain, Morphin und Theophyllin.
Filr die Anwendung als intravenose Infusion wird der Inhalt einer Ampulle (2 ml) Dexketoprofen Ethypharm Kalceks mit 30 bis 100 ml einer Natriumchloridlosung 9 mg/ml (0,9 %), Glukoselosung 50 mg/ml (5 %) oder Ringer-Laktat-Losung verdilnnt. Die Losung muss unter aseptischen Bedingungen verdilnnt und vor natilrlichem Tageslicht geschiltzt werden (siehe auch
Abschnitt 6.3).
Die verdilnnte Losung ist eine klare Losung.
Dexketoprofen Ethypharm Kalceks verdilnnt mit 100 ml Natriumchloridlosung 9 mg/ml (0,9 %) oder Glukoselosung 50 mg/ml (5 %) hat sich als kompatibel mit den folgenden Arzneimitteln erwiesen: Dopamin, Heparin, Hydroxyzin, Lidocain, Morphin, Pethidin und Theophyllin.
Der Wirkstoff wird nicht adsorbiert, wenn verdilnnte Infusionslosungen von Dexketoprofen Ethypharm Kalceks in Kunststoffbeuteln oder Applikationshilfen aus Ethylenvinylacetat (EVA), Cellulosepropionat (CP), Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) oder Polyvinylchlorid (PVC) aufbewahrt werden.
Dexketoprofen Ethypharm Kalceks ist zur einmaligen Anwendung bestimmt; Reste sind zu verwerfen.
Vor der Anwendung ist die Losung in Augenschein zu nehmen, um zu prilfen, dass sie klar und farblos ist. Bei Vorhandensein von Schwebstoffen darf die Losung nicht verwendet werden.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
INНABER DER ZULASSUNG
AS "Kalceks" Krustpils iela 71E 1057 Rīga Lettland
Mitvertrieb:
Grindeks Kalceks Deutschland GmbH ThaerstraBe 4a
47533 Kleve Deutschland
ETHУPHARM GmbH
Mittelstr. 5/5a 12529 Schonefeld Deutschland