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Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Nilox® mini, Weichkapseln

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Weichkapsel

Hersteller

CNP Pharma GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.6.2016
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Fachinfo - Nilox®

Anwendungsgebiete

Akute und chronische Infektionen der

ableitenden Harnwege

(z.B. Cystitis, Urethritis, Ureteritis) mit Nitroxolin-empfindlichen Bakterien und Sprosspilzen. Rezi-divprophylaxe.

Dosierung

Akute Harnwegsinfekte: Soweit nicht anders verordnet, nehmen

  • Kinder ab 3 Jahren 3-4 x täglich eine Kapsel Nilox® mini

    (entsprechend 10-

    20 mg/kg KG)

  • Jugendliche von 12 bis

    13 Jahren 4 x täglich

    eine bis 3 x täglich 2

    Kapseln Nilox® mini (entsprechend 10-20

    mg/kg KG) und

  • Erwachsene und Jugendliche ab 14

    Jahren 3 x täglich 2

    Kapseln Nilox® mini.

    Bei chronischen Harnwegsinfekten und zur Rezidivprophylaxe empfiehlt sich die tägliche Einnahme von 1-

    1. Kapseln Nilox® mini

      bei Kindern, von 2-3 Kapseln bei Jugendlichen von 12 bis 13 Jahren und

    2. x täglich eine Kapsel bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 14

    Jahren.

    Nilox® mini Kapseln sollten über den Tag verteilt mit einem Glas Wasser möglichst vor den Hauptmahlzeiten einge-nommen werden. Bei besonderer Magenempfind-lichkeit kann die Ein-nahme auch 1-2 Stunden nach einer Mahlzeit erfolgen.

    Zur Rezidivprophylaxe empfiehlt sich die Einnahme abends vor der Nachtruhe.

Gegenanzeigen

Nilox® mini darf nicht eingenommen werden

  • bei

    Überempfindlichkeit gegenüber Nitroxolin, Sojaöl, Ponceau 4R (E124) oder einem der sonstigen Bestandteile von Nilox® mini.

  • bei schweren Nieren-und Leberfunktionsstö-rungen.

Zur Anwendung in

Schwangerschaft und Stillzeit, siehe Ab-schnitt 4.6.

Warnhinweise

Bei längerfristiger Anwendung sollten die Leberwerte regelmäßig kontrolliert werden.

Sojaöl und Ponceau 4R (E124) können sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.

Sonstige Hinweise: Nitroxolin ist von gelber Farbe. Da der Wirkstoff über den Urin ausgeschieden wird, führt dies zu einer unbedenklichen Gelb-färbung des Harns. Verfärbungen der

Unterwäsche werden bei normalem Waschvorgang wieder entfernt. Wäsche aus Synthetikfasern sollte während einer Behandlung mit Nilox® mini vorsorglich nicht getragen werden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
Zu Wechselwirkungen hinzufügen

und sonstige

Wechselwirkungen Aufgrund theoretischer Überlegungen kann bei gleichzeitiger Einnahme hochdosierter Mine-ralstoffpräparate mit Nilox® mini ein hemmender Einfluss auf die Wirksamkeit von Nitroxolin nicht ausgeschlossen werden.

  • Fertilität,

  • Schwangerschaft

    Schwangerschaft

    Es liegen keine klinischen Daten zu einer Anwendung von Nitroxolin in der Schwangerschaft vor. Tierexperimentelle Studien zur

    Reproduktionstoxizität von Nitroxolin wurden nicht durchgeführt (siehe 5.3). Aufgrund der vorliegenden Daten zur Toxikologie kann jedoch ein neurotoxi-sches Risiko für den Fe-tus/Embryo nicht generell ausgeschlossen werden (siehe 5.3).

    Daher darf Nilox® mini in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn aufgrund der individuellen Resistenzsituation (Antibiogramm) eine zwingende Indikation vorliegt.

    Stillzeit

    Da keine Daten zum Übertritt in die Muttermilch vorliegen, soll Nilox® mini während der Stillzeit nicht angewendet werden. Beim gestillten Säugling ist die Möglichkeit einer Beeinflussung der

    physiologischen Darmflora mit Durchfall oder Sprosspilzbe-siedlung zu beachten. An die Möglichkeit einer Sensibilisierung sollte gedacht werden.

    Fahrtüchtigkeit

    Nach bisherigen Erfahrungen hat

    Nitroxolin im

    Allgemeinen keinen Einfluss auf die Kon-zentrations- und Reaktionsfähigkeit. Sehr selten können allerdings Nebenwirkungen wie

    Schwindel und

    Gangunsicherheit auftreten (siehe 4.8), die zu Risiken bei der Ausübung der genannten Tätigkeiten führen kön-nen.

    Nebenwirkungen

    Häufig (≥ 1 % - < 10 %) können gastrointestinale Beschwerden (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Di-arrhoe) auftreten. Diese Erscheinungen gehen meist während der Behandlung zurück und erfordern im Allgemeinen keinen Therapieabbruch. Gelegentlich (≥ 0,1 % - < 1 %) treten allergische Hauterscheinungen (Rötung, Jucken) auf, die entweder passager sind oder sich nach Absetzen des Präparates zurückbilden.

    Selten (≥ 0,01 % - < 0,1 %) wurden unter der Therapie allergische Blutbildveränderungen (Thrombozytopenie) beobachtet.

    Sehr selten (< 0,01 %) können neurologische Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Kopfschmerz, Schwindel und

    Gangunsicherheit auftreten.

    Hinweis:

    Der Wirkstoff Nitroxolin hat eine intensiv gelbe Farbe. Selten (≥ 0,01 % -

    < 0,1 %) kann es zu einer geringfügigen Ausscheidung der Wirksubstanz mit dem Schweiß kommen. Dies kann zu einer unbedenklichen und vorü-bergehenden Gelbfärbung von Haut, Haaren und Nägeln führen. Sehr selten (< 0,01 %) ist auch eine vorübergehende Gelbfärbung der Skleren möglich.

    Sojaöl und Ponceau 4R (E124) können sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.

    Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

    Die Meldung des

    Verdachts auf

    Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie

    ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

    Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden

    Verdachtsfall einer

    Nebenwirkung dem

    Bundesinstitut für

    Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

    Überdosierung

    Trotz der vielfältigen Anwendung von Nitroxolin ist erst ein Fall einer akuten (in suizidaler Absicht herbeigeführten) Überdosierung mit 5.000 mg Nitroxolin bekannt geworden. Zum Zeitpunkt ihrer stationären

    Aufnahme war die Patientin müde, jedoch bewusstseinsklar und voll orientiert. Es wurden keine weiteren Intoxikationssymptome festgestellt. Ohne dass weitere Maßnahmen ergriffen wurden, erholte sich die Pati-entin.

    Pharmakologische Eigenschaften - Nilox®

    Pharmakodynamik

    ATC-Code: J01XX07

    Pharmakotherapeutische Gruppe: Harnwegstherapeutikum

    Nitroxolin ist ein Antibiotikum mit

    antibakteriellen und antimykotischen Eigenschaften.

    Nitroxolin ist ein Chelatbildner für zweiwertige Kationen. In therapeutisch erreichbaren Kon-zentrationen wirkt die Substanz vorwiegend bakteriostatisch gegenüber den meisten gramnegativen und grampositiven bakteriellen Erregern von Harnwegsinfektionen. Auf Grund des Wirkmechanismus (Komple-xierung von zweiwertigen Kationen) ist

    Resistenzbildung in Form von Einschrittmutationen unwahrscheinlich.

    Das Wirkspektrum umfasst ferner mykotische

    Erreger, so z.B. humanpathogene Arten der Gattung Candida. Dabei beruht der

    Wirkmechanismus auf einer selektiven Hemmung bestimmter Enzyme, insbesondere der RNA-Polymerase.

    Subinhibitorische Konzentrationen (kleiner MHK/32) inhibieren bereits die bakterielle Adhäsion. Da dies der zentrale und initiie-rende Schritt einer Harnwegsinfektion ist, eignet sich Nitroxolin zur Infektions- und Rezidivprophylaxe.

    Als Grenzwerte für die minimalen Hemmkonzentrationen (MHK) gelten: empfindlich: ≤ 8 mg/l resistent: ≥ 16 mg/l

    In der folgenden Tabelle sind klinisch relevante Erreger auf Grund von in vitro Daten als

    empfindlich oder resistent eingestuft.

    Die Prävalenz der erworbenen Resistenz

    einzelner Spezies kann örtlich und im Verlauf der Zeit variieren. Deshalb sind – insbe-sondere für die adäquate Behandlung schwerer Infektionen - lokale Informationen über die Resistenzsituation erforderlich.

    Die Angaben machen nur eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit, ob Mikroorganismen ge-genüber Nitroxolin empfindlich sind oder nicht.

    I. Üblicherweise empfindliche Spezies:
    Staphylococcus aureus
    Staphylococcus epidermidis
    ß-hämolytische Streptokokken
    Citrobacter spp.
    Enterobacter spp.
    Escherichia coli
    Klebsiella oxytoca
    Morganella morganii
    Proteus mirabilis
    Proteus vulgaris
    Providencia spp.
    Mycoplasma hominis
    Ureaplasma urealyticum
    Candida albicans
    Candida (Torulopsis) glabrata
    Candida guillermondii
    Candida kefir
    Candida krusei
    Candida parapsilosis
    Candida pseudotropicalis
    Candida tropicalis
    II. Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen können:
    Enterococcus spp.
    koagulase-negative Staphylokokken
    Acinetobacter spp.
    Klebsiella pneumoniae
    Serratia spp.
    III. Von Natur aus resistente Spezies:
    Burkholderia cepacia1)
    Pseudomonas spp.
    Stenotrophomonas maltophilia1)

    1) früher Pseudomonas

    Pharmakokinetik

    Oral appliziertes Nitroxolin wird rasch und nahezu vollständig im Darm resorbiert. 15 –

    30 Minuten nach einer oralen Gabe von Nitroxolin ist der Wirkstoff im Blut nachweisbar. Maximale Plasmaspiegel werden nach 1 – 1,5 Stunden erreicht.

    Wirksame Serum- oder Gewebespiegel werden nicht nachgewiesen, mit Ausnahme der Prostata, in der nach höherer Dosierung therapeutisch wirksame Nitroxolin-Spiegel gefunden wurden. Die Plasmaeiweißbindung beträgt ca. 10 %.

    Die Elimination erfolgt größtenteils renal, überwiegend in Form von glucuronierten und

    sulfatierten Konjugaten. Die mittlere

    Halbwertszeit im Urin beträgt ca. 2 Stunden. Bei mäßig einge-schränkter Nierenfunktion (Krea-tinin im Serum bei 2 mg/100 ml) erfolgt die Ausscheidung zeitlich verzögert, klinisch wirksame Urinspiegel werden jedoch erreicht. Bei stärkerer

    Niereninsuffizienz

    (Kreatinin im Serum

    > 2 mg/100 ml) ist die Elimination von Nitroxolin und damit die klinische Wirksamkeit nicht mehr

    gewährleistet.

    Unter extremen Bedingungen (z.B. Sauna) kann Nitroxolin in geringen Mengen auch über den Schweiß ausgeschieden werden.

    Im Urin werden nach 1 –

    2 Stunden

    bakteriologisch aktive Konzentrationen erreicht.

    Bioverfügbarkeit

    Eine im Jahr 1992 durchgeführte Bioverfügbarkeitsuntersuchung erbrachte folgende Ergebnisse: Plasmakonzentrationen im Vergleich zum Referenzpräparat (Pilotuntersuchung an 3 Probanden):

    Parameter TestpräparatNitroxolin Kapsel 250 mg ReferenzpräparatNitroxolin Suspension 250 mg
    Cmax [µg/ml] 6,09 – 7,78 6,17 – 9,56
    tmax [h] 1,02 – 1,52 1,50 – 2,50
    AUC0-∞ [µg·h/ml] 15,11 – 17,68 14,43 – 20,08

    Urinspiegelverläufe nach Gabe von 250 mg Nitroxolin (Nitroxolin forte Kapsel bzw. Nitroxolin Suspension) bei 24 Probanden (Konzentrations-Zeit-Diagramm):

    600

    Urinkonzentration [µg/ml]

    500

    400

    Nitroxolin Kapsel Nitroxolin Suspension

    300

    200

    100

    0

    0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20

    Zeit [h]

    Die Ergebnisse sind auf Nilox® mini Kapseln (80 mg Nitroxolin pro Kapsel) übertragbar.

    Pharmazeutische Angaben - Nilox®

    Liste der sonstigen Bestandteile

    Gelbes Wachs, hydriertes Sojaöl (Ph. Eur.), partiell hydriertes Sojaöl (DAB), entölte Phospholipide aus Sojabohnen, mittelket-tige Triglyceride, 3-Ethoxy-4-hydroxybenzaldehyd, 1-

    (4-Meth-oxyphenyl)ethanon, Gelatine, Glycerol, gereinigtes Wasser,

    Titandioxid (E 171), Ponceau 4R (E 124).

    Inkompatibilitäten

    bisher keine bekannt

    Dauer der Haltbarkeit

    Nilox® mini Kapseln sind

    2 Jahre haltbar.

    Nach Ablauf des Verfalldatums soll das Arzneimittel nicht mehr angewandt werden.

  • Besondere

    Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

    Nicht über 25 °C lagern.

  • Art und Inhalt des Behältnisses

    PVC/Aluminium-Blisterpackungen in Faltschachteln

    Packungsgrößen:

    10 Weichkapseln

    20 Weichkapseln

    50 Weichkapseln

    100 Weichkapseln

    Es werden möglicherweise nicht alle

    Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

  • Besondere Vorsichtsmaß-nahmen für die Beseitigung

  • Keine besonderen Anfor-derungen

    Weblinks

    Packungen und Preis

    Nilox® mini, 10 Weichkapseln
    Preis
    -
    Zuzahlung
    -

    Versicherungsliste

    Verpackung ist nicht auf der Liste.

    Quellen

    Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
    Rote Liste

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