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Präparate
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Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Apothekenpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Antihypotonika, orale- ausgenommen für die Behandlung der symptomatischen neurogenen Hypotonie, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichend sind

Bei nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ist, von der genannten Ausnahme abgesehen, eine Verordnung auch für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr und für Jugendliche mit Entwicklungsstörungen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr unwirtschaftlich. [6]

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Effortil® Tropfen, 7,5 mg/ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Tropfen zum Einnehmen, Lsg.

Hersteller

SERB SA

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

8.2.2021
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Fachinfo - Effortil® 7,5 mg/ml

Anwendungsgebiete

Kreislaufregulationsstörungen mit Hypotonie, die im Stehtest mit Beschwerden wie Schwindel, Schwächegefühl, Blässe, Schweißausbruch, Flimmern oder Schwarzwerden vor den Augen sowie mit einem deutlichen Blutdruckabfall ohne einen Anstieg der Herzschlagrate einhergehen.

Dosierung

Dosierung

  • Erwachsene und Kinder über 6 Jahren:

    3-mal täglich 10 - 20 Tropfen (entsprechend 5 - 10 mg Etilefrinhydrochlorid). Dies entspricht einer Tagesdosis von 15 - 30 mg Etilefrinhydrochlorid.

  • Kinder zwischen 2 und 6 Jahren:

    3-mal täglich 5 - 10 Tropfen (entsprechend 2,5 - 5 mg Etilefrinhydrochlorid). Dies entspricht einer Tagesdosis von 7,5 - 15 mg Etilefrinhydrochlorid.

  • Kinder unter 2 Jahren:

    3-mal täglich 2 - 5 Tropfen (entsprechend 1 - 2,5 mg Etilefrinhydrochlorid). Dies entspricht einer Tagesdosis von 3 - 7,5 mg Etilefrinhydrochlorid.

    Art der Anwendung

    Effortil Tropfen sollen vorzugsweise vor dem Essen mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden. Bei Kindern empfiehlt sich die Gabe in einem Teelöffel Saft oder gesüßtem Tee.

    Effortil Tropfen sollten nicht mehr am späten Nachmittag oder Abend eingenommen werden, da ihre anregende Wirkung das Einschlafen erschweren kann.

    Die Notwendigkeit der Einnahme sollte regelmäßig überprüft werden.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Natriumdisulfit, Methyl(4-hydroxybenzoat), Propyl(4-hydroxybenzoat) oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

  • Hypotone Kreislaufregulationsstörungen mit hypertoner Reaktion im Stehtest

  • Hypertonie

  • Thyreotoxikose

  • Phäochromozytom

  • Engwinkelglaukom

  • Entleerungsstörungen der Harnblase mit Restharnbildung, insbesondere bei Prostataadenom

  • Sklerotische Gefäßveränderungen

  • Koronare Herzkrankheit

  • Dekompensierte Herzinsuffizienz

  • Tachykarde Herzrhythmusstörungen

  • Herzklappenstenose und Stenose der großen Arterien

  • Hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie

  • Erstes Trimenon der Schwangerschaft (siehe Abschnitt 4.6)

  • Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6)

Warnhinweise

Vorsicht bei der Anwendung von Effortil Tropfen ist geboten bei:

  • Diabetes mellitus (siehe Abschnitt 4.5)

  • Hyperthyreose

  • Hyperkalzämie

  • Hypokaliämie

  • schweren Nierenfunktionsstörungen

  • Cor pulmonale

  • Herzrhythmusstörungen

  • schweren kardiovaskulären Erkrankungen

    Effortil Tropfen enthalten weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro ml Lösung, d. h. sie sind nahezu

    „natriumfrei“.

    Hinweis:

    Die Anwendung von Effortil Tropfen kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Wechselwirkungen

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Folgende Wechselwirkungen mit Etilefrinhydrochlorid sind zu beachten:

Wirkstoffe bzw. Wirkstoffgruppen mögliche Wirkung
sympathomimetische Wirkungsverstärkung von Etilefrinhydrochlorid(unerwünschter Blutdruckanstieg)
Anstieg der Herzfrequenz
Blutdruckabfall bzw. -anstieg mit Bradykardie
Blutzuckersenkung wird vermindert
mögliches Auftreten von Herzrhythmusstörungen
  • Reserpin

  • Guanethidin

  • Mineralocorticoide

  • trizyklische Antidepressiva

  • andere Sympathomimetika

  • Schilddrüsenhormone

  • Antihistaminika

  • MAO-Hemmer

  • Dihydroergotamin

  • Atropin

  • Alpha- bzw. Beta-Rezeptorenblocker können teilweise oder vollständig die Wirkung von Etilefrin aufheben. Die Behandlung mit Beta-Blockern kann eine Reflex-Bradykardie induzieren

  • Antidiabetika

  • Herzwirksame Glykoside

  • Halogenierte aliphatische Kohlenwasserstoffe in Inhalationsanästhetika (z. B. Halothan)

Natriumdisulfit ist eine sehr reaktionsfähige Verbindung. Es muss deshalb damit gerechnet werden, dass mit Effortil Tropfen zusammen eingenommenes Thiamin (Vitamin B1) abgebaut wird.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Effortil Tropfen sind in den ersten 3 Monaten einer Schwangerschaft kontraindiziert, da die klinischen Daten unvollständig sind und die präklinischen Daten einen teratogenen Effekt gezeigt haben (siehe Abschnitt 4.3).

Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat ist eine Einnahme möglich, wenn der behandelnde Arzt dies befürwortet.

Etilefrinhydrochlorid kann die uteroplazentare Durchblutung beeinträchtigen und zu Gebärmuttererschlaffungen führen.

Stillzeit

Während der Stillzeit sind Effortil Tropfen kontraindiziert, da ein Übergang von Etilefrinhydrochlorid in die Muttermilch nicht auszuschließen ist und bei Säuglingen keine Erfahrungen vorliegen (siehe auch Abschnitt 4.3).

Fertilität

Präklinische Studien im Hinblick auf die Fertilität wurden nicht durchgeführt.

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die menschliche Fertilität durchgeführt.

Fahrtüchtigkeit

Es wurden keine Studien zur Auswirkung auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Allerdings sollten Patienten darauf hingewiesen werden, dass unerwünschte Wirkungen wie Schwindel während der Behandlung mit Effortil auftreten könnten. Deshalb sollte beim Führen von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen zur Vorsicht geraten werden.

Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: ≥ 1/10
Häufig: ≥ 1/100 bis < 1/10
Gelegentlich: ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Selten: ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Sehr selten: < 1/10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Immunsystems

Häufigkeit nicht bekannt: Überempfindlichkeit (allergische Reaktionen)

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: Angstzustände

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen
Gelegentlich: Unruhe, Schlaflosigkeit, Tremor, Schwindel

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Palpitationen, Tachykardie,Herzrhythmusstörungen, auch ventrikulär
Häufigkeit nicht bekannt: pektanginöse Beschwerden, Blutdruckanstieg (evtl. mit Kopfschmerzen)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Magen-Darm-Beschwerden
Gelegentlich: Übelkeit

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufigkeit nicht bekannt: Diaphorese

Natriumdisulfit kann selten schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und Bronchospasmen hervorrufen.

Methyl(4-hydroxybenzoat) und Propyl(4-hydroxybenzoat) (Konservierungsmittel) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Symptome

Nach der Einnahme hoher Dosen Etilefrinhydrochlorid können folgende Symptome auftreten: Tachykardie, Arrhythmie, überschießender Blutdruckanstieg (evtl. mit Kopfschmerzen), Schweißausbruch, Erregung, Übelkeit, Erbrechen.

Bei Säuglingen und Kleinkindern kann eine Überdosierung zu einer zentralen Atemdepression und Koma führen.

Therapie

Als Gegenmaßnahmen kommen - abhängig von der Stärke der Symptome und unter Berücksichtigung der Wirkungsdauer - in Frage:

Entfernung des Arzneimittels aus dem Gastrointestinaltrakt durch Magenspülung, gefolgt von der Anwendung medizinischer Kohle und salinischer Abführmittel.

In schweren Fällen sind Maßnahmen der Intensivmedizin unter Kontrolle von EKG, Blutdruck und Venendruck zu ergreifen. Eine überschießende sympathomimetische Wirkung am Herzen lässt sich mit Beta Rezeptorenblockern kompensieren.

Pharmakologische Eigenschaften - Effortil® 7,5 mg/ml

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Herz-Kreislauf-Mittel, Kreislaufstimulans ATC-Code: C01 CA01

Etilefrinhydrochlorid ist ein vorwiegend direkt und peripher wirkendes Sympathomimetikum vom Phenylethylamin-Typ mit Affinität zu adrenergen Alpha- und Beta-Rezeptoren.

Die Blutdrucksteigerung ist neben der durch Alpha Adrenozeptorenstimulation bedingten Vasokonstriktion auf die positiv inotrope und positiv chronotrope Wirkung am Herzen, infolge eines beta-sympathomimetischen Effektes, zurückzuführen.

Pharmakokinetik

Resorption

Die Bioverfügbarkeit von Etilefrin nach oraler Gabe wird maßgeblich durch First-pass-Extraktion in der Darmwand bestimmt. Für die orale Lösung beträgt die absolute Bioverfügbarkeit von Etilefrin ca. 8 %.

Verteilung

23 % des Wirkstoffs sind an Plasmaproteine gebunden. Nach oraler Gabe (10 mg) werden nach ca. 45 Minuten maximale Plasmakonzentrationen (351 ng/mL) erreicht.

Der Wirkstoff konnte in Untersuchungen bei der Ratte mit der radioaktiv markierten Substanz die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden. Es ist nicht bekannt, ob Etilefrin die Plazenta-Schranke überwindet oder in die Muttermilch gelangt.

Biotransformation

Etilefrin wird fast vollständig metabolisiert und vorwiegend als Schwefelsäurekonjugat renal eliminiert. Es gibt keinen Hinweis auf aktive Metaboliten.

Elimination

Die Eliminationshalbwertszeit beträgt in etwa 2 Stunden. Nach Verabreichung von Tritium-markiertem Etilefrin konnten 75 – 80 % der Radioaktivität im Urin wiedergefunden werden.

Da Etilefrin und seine Konjugate größtenteils renal ausgeschieden werden, können bei Patienten mit Nierensuffizienz möglicherweise die Konjugate akkumulieren.

Pharmazeutische Angaben - Effortil® 7,5 mg/ml

Liste der sonstigen Bestandteile

Gereinigtes Wasser, Natriumdisulfit, Methyl(4-hydroxybenzoat), Propyl(4-hydroxybenzoat)

Inkompatibilitäten

Bisher keine bekannt

Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre

Die Dauer der Haltbarkeit nach Anbruch beträgt 6 Monate.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht einfrieren.

Art und Inhalt des Behältnisses

Klare, farblose Flüssigkeit in einer Braunglasflasche mit Tropfeinsatz aus Polyethylen und Schraubkappe aus Polypropylen mit Originalitäts-Verschluss

OP mit 15 ml Lösung OP mit 30 ml Lösung OP mit 50 ml Lösung

OP mit 100 ml (2 x 50 ml) Lösung

Klinikpackung mit 500 ml (10 x 50 ml) Lösung

Klinikpackung mit 1000 ml (20 x 50 ml) Lösung

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen

Weblinks

Packungen und Preis

Effortil® Tropfen 7,5 mg/ml 15 ml
Preis
13,27 €
Zuzahlung
5,38 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Effortil® Tropfen 7,5 mg/ml 50 ml N2
Preis
25,42 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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