Alfentanil Kalceks 500 Mikrogramm/ml Injektions-/Infusionslösung, 10 ml
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Alfentanil 500 Mikrogramm/ml
Alfentanil Kalceks ist bei Erwachsenen indiziert zur Anwendung als:
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Analgetikum zur Einleitung einer Anasthesie und/oder zur Aufrechterhaltung einer Allgemeinanasthesie.
Bei Neugeborenen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist Alfentanil Kalceks indiziert als:
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Opioid-Analgetikum zusammen mit einem Hypnotikum zur Einleitung einer Anasthesie
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Opioid-Analgetikum im Rahmen einer Allgemeinanasthesie sowohl fur kurz als auch lang dauernde operative Eingriffe.
Dosierung
Die Dosierung von Alfentanil sollte individualisiert werden nach Alter, Korpergewicht, Allgemeinzustand, den zugrundeliegenden Erkrankungen, Verwendung anderer Arzneimittel und Art der Operation und Anasthesie.
Erwachsene Patienten
Das ubliche empfohlene Dosierungsschema ist in Tabelle 1 angegeben.
TaЬelle 1 UЬliches empfohlenes Dosierungsschema
| Erwachsene | Jnitial | Als Zusatz |
| Spontanatmung | 500 µg (1 ml) | 250 µg (0,5 ml) |
| Assistierte Beatmung | 30-50 µg/kg | 15 µg/kg |
-
Bei kurz dauernden und ambulanten Eingriffen
Bei spontan atmenden Patienten wird die initiale Bolusdosis langsam uber etwa 30 Sekunden verabreicht (Verdunnung kann hilfreich sein).
Bei nicht pramedizierten erwachsenen Patienten kann davon ausgegangen werden, dass 500 μg (1 ml) Alfentanil nach intravenoser Verabreichung innerhalb von 90 Sekunden eine maximale Wirkung erzielen und 5‑10 Minuten lang fur eine Analgesie sorgen.
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Eingriffen mittlerer und langerer Dauer
Perioden mit erhohter Schmerzintensitat konnen durch wiederholte Verabreichung von 250 μg
(0,5 ml) Alfentanil uberbruckt werden. Bei langer dauernden Eingriffen werden weitere Injektionen benotigt werden.
Bei beatmeten Patienten soll die letzte Dosis Alfentanil spatestens etwa 10 Minuten vor Ende der des Eingriffs verabreicht werden, um ein Anhalten der Atemdepression nach Abschluss des Eingriffs zu vermeiden.
Bei beatmeten Patienten und langer dauernden Eingriffen kann Alfentanil mit einer
Geschwindigkeit von 0,5‑1 μg/kg/min infundiert werden.
Ausreichende Plasmakonzentrationen von Alfentanil werden nur dann schnell erreicht, wenn vor dieser Infusion eine Initialdosis von 50‑100 μg/kg verabreicht wird, die als Bolus oder als schnelle Infusion uber 10 Minuten verabreicht wird.
Niedrigere Dosen konnen ausreichend sein, z.B. wenn die Anasthesie durch andere Wirkstoffe erganzt wird.
Die Infusion soll bis zu 30 Minuten vor dem voraussichtlichen Ende der Operation beendet werden. Eine Erhohung der Infusionsgeschwindigkeit kann die Erholung verzogern.
Eine Supplementierung des Anasthetikums wird, falls erforderlich, in Perioden mit erhohter Schmerzintensitat am besten durch zusatzliche Bolusdosen von Alfentanil (500 μg bis 1 mg,
entsprechend 1‑2 ml) oder niedrige Konzentrationen eines volatilen Wirkstoffs fur kurze Zeitraume erreicht.
Patienten mit schweren Verbrennungen, die sich zum Verband usw. vorstellten, erhielten eine Initialdosis von 18‑28 μg/kg/min bis zu 30 Minuten lang, ohne dass eine mechanische Beatmung erforderlich war.
In der Herzchirurgie wurden bei Verwendung als alleiniges Anasthetikum Dosen im Bereich von
12‑50 mg/Stunde eingesetzt. Besondere Patientengruppen
Kinder und Jugendliche
Es mussen Gerate fur eine Unterstutzung der Atmung bei Kindern aller Altersgruppen verfugbar sein, selbst fur kurze Eingriffe bei spontan atmenden Kindern.
Die Daten zu Kindern, insbesondere fur die Altersgruppe zwischen 1 Monat und 1 Jahr, sind begrenzt (siehe Abschnitt 5.2).
Neugeborene (0 bis 27 Tage): Die Pharmakokinetik ist bei Neugeborenen, insbesondere Fruhgeborenen, sehr variabel. Die Plasmaclearance und Proteinbindung sind geringer, sodass eventuell eine niedrigere Alfentanil-Dosis benotigt wird. Neugeborene sollen engmaschig uberwacht und die Alfentanil-Dosis nach dem Ansprechen titriert werden.
Sauglinge und Kleinkinder (28 Tage bis 23 Monate): Die Plasmaclearance kann bei Sauglingen und Kleinkindern im Vergleich zu Erwachsenen erhoht sein. Zur Aufrechterhaltung der Analgesie kann es erforderlich sein, die Infusionsgeschwindigkeit zu erhohen.
Kinder (2 bis 11 Jahre): Die Plasmaclearance kann bei Kindern leicht erhoht sein, sodass es erforderlich sein kann, die Infusionsgeschwindigkeit zu erhohen.
Jugendliche: Bei Jugendlichen entspricht die Pharmakokinetik von Alfentanil der bei Erwachsenen, somit sind keine spezifischen Dosierungsempfehlungen notwendig.
Dosierungsempfehlungen fйr Kinder und Jugendliche
Durch die groBe Variabilitat des Ansprechens auf Alfentanil ist es schwierig, fur jungere Kinder Dosierungsempfehlungen zu geben. Fur altere Kinder wird ein Bolus von 10 - 20 µg/kg Alfentanil (d.h. als Erganzung zu Propofol oder einer Inhalationsanasthesie) zur Einleitung der Anasthesie oder als Analgetikum als angemessen erachtet. In angemessenen Abstanden konnen zusatzliche Bolus-Injektionen von 5 - 10 µg/kg Alfentanil verabreicht werden.
Zur Aufrechterhaltung der Analgesie bei Kindern wahrend einer Operation kann eine Alfentanil-Infusion mit einer Rate von 0,5 - 2 µg/kg/min verabreicht werden. Die Dosis muss nach den Bedurfnissen jedes individuellen Patienten auf- oder abtitriert werden. Wenn Alfentanil mit einem intravenosen Anasthetikum kombiniert wird, betragt die empfohlene Dosis ungefahr 1 µg/kg/min.
Wenn Alfentanil Neugeborenen oder sehr jungen Kindern verabreicht wird, kann ein erhohtes Risiko fur respiratorische Komplikationen und Muskelrigiditat bestehen. Notwendige VorsichtsmaBnahmen sind in Abschnitt 4.4 beschrieben.
Leberfunktionsstorung
Es konnen reduzierte Dosen erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.4 ‚Spezielle Dosierungsüberlegungen‘ und Abschnitt 5.2).
Nierenfunktionsstorung
Die Plasmaclearance von Alfentanil ist bei Nierenversagen unverandert. Die freie Fraktion ist jedoch erhoht, und daher ist eventuell eine niedrigere Dosis erforderlich (siehe Abschnitt 4.4
‚Spezielle Dosierungsüberlegungen‘ und Abschnitt 5.2).
A°ltere und geschwiichte Patienten
Bei alteren (> 65 Jahre) und geschwachten Patienten muss die Initialdosis reduziert werden. Die Wirkung der Initialdosis ist bei der Errechnung der weiteren Dosen zu beachten.
Patienten mit Begleiterkrankungen
Alfentanil muss bei Patienten mit den folgenden Erkrankungen vorsichtig titriert werden:
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unkontrollierte Hypothyreose
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Lungenerkrankungen, insbesondere im Fall einer verminderten respiratorischen Kapazitat
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Alkoholismus oder Leber- und/oder Niereninsuffizienz.
Bei diesen Patienten ist auch eine langere postoperative Beobachtung erforderlich. Art der Anwendung
Zur intravenosen Anwendung.
Alfentanil Kalceks wird als Bolus-Injektion (kurze Eingriffe) oder als wiederholte Injektion oder als Infusion (lang dauernde schmerzhafte Eingriffe) gegeben.
Alfentanil ist nur von Personen zu verabreichen, die im Umgang mit Allgemeinanasthetika und in der Handhabung von respiratorischen Effekten potenter Opioide geschult sind.
Hinweise zur Verdunnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.
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Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Opioide oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Atemdepression
Eine Atemdepression ist dosisabhangig und kann durch einen spezifischen Opioid-Antagonisten (Naloxon) aufgehoben werden. Dabei konnen mehrere Dosen von Naloxon notwendig sein, da die Atemdepression langer als die Wirkung des Opioid-Antagonisten andauern kann. Eine tiefe Analgesie wird von ausgepragter Atemdepression und dem Verlust des Bewusstseins begleitet, die in der postoperativen Phase anhalten oder wiederkehren konnen. Daher mussen die Patienten unter geeigneter Uberwachung bleiben. Eine Reanimationsausstattung und Opioid-Antagonisten mussen jederzeit zur Verfugung stehen. Hyperventilation wahrend der Anasthesie kann das Ansprechen des Patienten auf СO2 verandern und auf diese Weise die postoperative Atmung beeintrachtigen.
Мuskelrigiditat
Eine auch die Atemmuskulatur betreffende Muskelrigiditat kann auftreten und zur Atemdepression fuhren und durch folgende MaBnahmen vermieden werden: langsame i.v. Injektion (normalerweise bei niedriger Dosierung ausreichend), Pramedikation mit Benzodiazepinen und Verabreichung von Muskelrelaxanzien. Nichtepileptische Myoklonien konnen auftreten.
Мyasthenia gravis
Alfentanil kann nach intravenoser Verabreichung zu Muskelrigiditat fuhren. Dies ist ein Hinweis darauf, dass die Anwendung von Muskelrelaxanzien angezeigt ist. Alfentanil sollte daher nicht bei Patienten mit Myasthenia gravis angewendet werden, da die Anwendung von Muskelrelaxanzien bei diesen Patienten nicht geeignet ist.
Нerzerkrankungen
Bei ungenugender Gabe von anticholinergen Mitteln oder wenn Alfentanil in Kombination mit nicht-vagolytischen Muskelrelaxanzien verabreicht wird, kann es zum Auftreten von Bradykardie und manchmal zum Herzstillstand kommen. Die Bradykardie kann mit Atropin behandelt werden.
Spezielle Dosierungsйberlegungen
Opioide konnen Hypotonie, vor allem bei hypovolamischen Patienten und Patienten mit Herzinsuffizienz, hervorrufen. Einleitungsdosen mussen angepasst und langsam verabreicht werden, um eine kardiovaskulare Depression zu vermeiden. Es sind entsprechende MaBnahmen zur Aufrechterhaltung eines stabilen arteriellen Druckes zu ergreifen.
Vorsicht ist geboten bei Patienten mit kraniozerebralen Traumata und erhohtem intrakraniellem Druck. Rasche Bolus-Injektionen von Opioiden sind bei Patienten mit beeintrachtigter Gehirndurchblutung zu vermeiden, da der vorubergehende Abfall des arteriellen Drucks mit einer kurz dauernden Reduktion des zerebralen Perfusionsdrucks einhergehen kann.
Alfentanil muss bei Patienten mit den folgenden Erkrankungen vorsichtig titriert werden:
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unkontrollierte Hypothyreose
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Lungenerkrankungen, insbesondere im Fall einer beeintrachtigten Atemkapazitat
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Alkoholismus oder Leber- oder Niereninsuffizienz.
Bei diesen Patienten ist auch eine langere postoperative Beobachtung erforderlich.
Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit obstruktiver Atemwegserkrankung oder Atemdepression (wenn sie nicht beatmet werden).
Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) 2 Wochen vor der Operation abzusetzen (siehe Abschnitt 4.5).
Toleranz und Opioidgebrauchsstдrung (Мissbrauch und Abhangigkeit)
Bei wiederholter Anwendung von Opioiden konnen sich Toleranz, eine physische und psychische Abhangigkeit sowie eine Opioidgebrauchsstorung entwickeln. Missbrauch oder absichtliche Fehlanwendung von Opioiden kann Uberdosierungen und/oder Tod zur Folge haben. Das Risiko fur die Entwicklung einer Opioidgebrauchsstorung ist erhoht bei Patienten mit Substanzgebrauchsstorungen (einschlieBlich Alkoholgebrauchsstorung) in der personlichen oder familiaren (Eltern oder Geschwister) Vorgeschichte, bei Rauchern oder bei Patienten mit anderen psychischen Erkrankungen (z. B. Major Depression, Angststorungen und Personlichkeitsstorungen) in der Anamnese.
Alfentanil kann wegen seiner chemischen Struktur und seiner morphinomimetischen Eigenschaften zu Abhangigkeit fuhren. Wenn Alfentanil (wie vorgesehen) nur intraoperativ als Anasthetikum gegeben wird, ist keine Anasthetika-Abhangigkeit zu erwarten.
.ltere Рatienten
Bei alteren und geschwachten Patienten sollte die Dosierung reduziert werden (siehe Abschnitt 4.2).
Kinder und Jugendliche
Wenn Alfentanil Neugeborenen oder sehr jungen Kindern verabreicht wird, kann im Vergleich zur Anwendung bei alteren Kindern oder Erwachsenen ein erhohtes Risiko fur respiratorische Komplikationen bestehen. Jungere Kinder sollten daher unmittelbar nach Beginn der Verabreichung von Alfentanil uberwacht werden. Beatmungsgerate mussen fur Kinder aller Altersstufen verfugbar sein, auch bei kurzen Eingriffen bei spontan atmenden Kindern.
Wegen des Risikos der Muskelrigiditat ist bei Verabreichung von Alfentanil an Neugeborene oder sehr junge Kinder die gleichzeitige Anwendung eines Muskelrelaxans in Betracht zu ziehen. Alle Kinder sind nach Beendigung der Anwendung von Alfentanil eine angemessene Zeit zu uberwachen, um sicherzustellen, dass eine ausreichende Spontanatmung erreicht wurde.
Wegen der variablen Pharmakokinetik bei Neugeborenen kann eine niedrigere Dosis Alfentanil notwendig sein. Neugeborene sind sorgfaltig zu uberwachen und die Alfentanildosis ist nach dem Ansprechen zu titrieren (siehe Abschnitt 4.2).
Sonstige Bestandteile
Wenn groBe Mengen der Losung verabreicht werden (z. B. mehr als 6,5 ml, entsprechend mehr als 1 mmol Natrium), sollte Folgendes berucksichtigt werden:
Dieses Arzneimittel enthalt 3,54 mg Natrium pro ml Injektions-/Infusionslosung, entsprechend 0,18% der von der WHO fur einen Erwachsenen empfohlenen maximalen taglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Alfentanil Kalceks kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen fuhren.
Die Anwendung von Alfentanil Kalceks als Dopingmittel kann zu einer Gefahrdung der Gesundheit fuhren.
Arzneimittel, die die Wirkung von Alfentanil andern
Andere zentral dampfende Arzneimittel
Barbiturate, Benzodiazepine, Antipsychotika (Neuroleptika), Allgemeinanasthetika und andere nicht-selektive ZNS-dampfend wirkende Mittel (z. B. Alkohol), konnen die atemdepressive Wirkung von Opioiden potenzieren.
Wenn Patienten solche Substanzen erhalten haben, ist eine niedrigere Dosis Alfentanil als ublich erforderlich. Ebenso wird die Dosis der ZNS-Depressiva nach der Verabreichung von Alfentanil niedriger sein.
Die gleichzeitige Anwendung mit Alfentanil bei spontan atmenden Patienten kann das Risiko fur Atemdepression, tiefe Sedierung, Koma und Tod erhohen.
Die gleichzeitige Anwendung von Opioiden und Gabapentinoiden (Gabapentin und Pregabalin) erhoht das Risiko fur Opioid-Uberdosierung, Atemdepression und Tod.
Cytochrom-Р450-3A4 (CУР3A4)-Jnhibitoren
Alfentanil wird hauptsachlich uber das humane Сytochrom P450 3A4-Enzym metabolisiert.
Jn vitro-Daten lassen darauf schlieBen, dass auch andere potente Сytochrom P450 3A4-Enzym-Inhibitoren (z. B. Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir) den Metabolismus von Alfentanil hemmen konnen. Humankinetische Daten zeigen, dass der Metabolismus von Alfentanil durch Fluconazol, Voriconazol, Erythromycin, Diltiazem und Сimetidin (bekannte Сytochrom P450 3A4-Enzym-Inhibitoren) gehemmt wird. Dadurch kann sich das Risiko einer verlangerten oder verzogerten Atemdepression erhohen. Wenn eine gleichzeitige Anwendung dieser Substanzen notwendig ist, ist eine besonders sorgfaltige Uberwachung des Patienten erforderlich. Eine Herabsetzung der Alfentanil-Dosis kann erforderlich sein.
Мonoaminoxidase-Нemmer (МAO-Нemmer)
MAO-Hemmer sollten zwei Wochen vor einem chirurgischen Eingriff oder einer Anasthesie abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.4).
Serotonerge Arzneimittel
Gleichzeitige Anwendung von Alfentanil und einem serotonergen Arzneimittel wie beispielsweise einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), einem Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) oder einem Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) kann das Risiko eines Serotonin-Syndroms, eines potenziell lebensbedrohlichen Zustandes, erhohen.
Wirkung von Alfentanil auf andere Arzneimittel
Die Dosierung anderer ZNS-dampfender Arzneimittel sollte nach der Gabe von Alfentanil reduziert werden. Dies ist besonders nach der Operation wichtig, da eine tiefe Analgesie von ausgepragter Atemdepression begleitet wird, die wahrend der postoperativen Phase andauern oder dort wieder auftreten kann. Die Anwendung eines ZNS-dampfenden Arzneimittels, wie z. B. eines Benzodiazepins, kann wahrend dieser Phase das Risiko einer Atemdepression unverhaltnismaBig erhohen.
Wirkung von Alfentanil auf den Мetabolismus anderer Arzneimittel
Die Plasmakonzentrationen von Propofol sind in Kombination mit Alfentanil um 17% hoher als ohne Alfentanil. Die gleichzeitige Anwendung von Alfentanil und Propofol kann eine Dosisreduktion von Alfentanil erforderlich machen.
Schwangerschaft
In tierexperimentellen Untersuchungen wurden weder teratogene noch akute embryotoxische Effekte festgestellt, es liegen jedoch unzureichende Daten vor, um schadliche Effekte beim Menschen evaluieren zu konnen. Somit ist eine sorgfaltige Nutzen-Risiko-Abwagung erforderlich, bevor Alfentanil bei Schwangeren angewendet wird.
Die intravenose Anwendung wahrend der Geburt (einschlieBlich Kaiserschnitt) wird nicht empfohlen, da Alfentanil die Plazentaschranke durchdringt und die Spontanatmung nach der Geburt unterdrucken kann. Wird Alfentanil Kalceks trotzdem angewendet, mussen, falls erforderlich, Beatmungsgerate fur Mutter und Kind sofort verfugbar sein. Ein Opioid-Antagonist fur das Kind muss immer verfugbar sein. Die Halbwertzeit des Opioid-Antagonisten kann kurzer sein als die Halbwertzeit von Alfentanil, daher kann eine wiederholte Verabreichung des Opioid-Antagonisten notwendig werden (siehe Abschnitt 4.4).
Stillzeit
Alfentanil wird in die Muttermilch ausgeschieden. Deshalb sollte bis 24 Stunden nach der Anwendung von Alfentanil nicht gestillt oder in dieser Zeit abgepumpte Milch nicht verwendet werden.
Fertilitat
Es liegen nur wenige Daten zur Wirkung von Alfentanil auf die Fertilitat von Mannern und Frauen vor. Tierexperimentelle Untersuchungen weisen nicht auf eine direkte schadliche Wirkung von Alfentanil auf die Fertilitat hin (siehe Abschnitt 5.3).
Alfentanil hat groBen Einfluss auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Patienten sind darauf hinzuweisen, dass sie nach der Anwendung von Alfentanil mindestens 24 Stunden kein Fahrzeug fuhren und keine Maschinen bedienen sollen.
Die Sicherheit von Alfentanil wurde an 1.157 Patienten, die an 18 klinischen Studien teilnahmen, untersucht. Alfentanil wurde zur Einleitung einer Anasthesie oder als analgetisches/anasthetisches Adjuvans zur Lokalanasthesie und Allgemeinanasthesie bei kurzen, mittleren und langen operativen Eingriffen angewendet. Die Sicherheitsdaten stammen von Patienten, die mindestens eine Dosis Alfentanil erhielten.
Basierend auf zusammengefassten Sicherheitsdaten aus diesen klinischen Studien waren die am haufigsten berichteten Nebenwirkungen (mit ≥5% Inzidenz): Ubelkeit (17,0%), Erbrechen (14,0%), Apnoe (8,6%), Bewegungsstorung (7,9%) und Bradykardie (5,4%).
Nebenwirkungen, die entweder in klinischen Studien oder wahrend der Postmarketing-Erfahrung mit Alfentanil berichtet wurden, sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst.
TaЬelle 2 NeЬenwirkungen
| Erkrankungen des ImmunsystemsNicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar) | Allergische Reaktionen, z. B. Anaphylaxie, anaphylaktoide Reaktionen und Urtikaria |
| Psychiatrische ErkrankungenHäufig (≥1/100 bis <1/10)Selten (≥1/10.000 bis <1/1.000)Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar) | Euphorie Agitiertheit, Weinen Desorientiertheit |
| Erkrankungen des NervensystemsHäufig (≥1/100 bis <1/10) Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100)Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar) | Bewegungsstorung, Schwindel, Benommenheit, DyskinesieKopfschmerzen, Somnolenz, fehlende ReizantwortBewusstlosigkeit (postoperativ), Krampfanfalle, Myoklonien |
| AugenerkrankungenHäufig (≥1/100 bis <1/10)Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar) | Sehstorungen Miosis |
| НerzerkrankungenHäufig (≥1/100 bis <1/10) Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100)Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar) | Bradykardie, Tachykardie Arrhythmie, Herzfrequenz erniedrigt Herzstillstand |
| Gefa6erkrankungenHäufig (≥1/100 bis <1/10)Selten (≥1/10.000 bis <1/1.000) | Hypotonie, Hypertonie Venenschmerzen |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und MediastinumsHäufig (≥1/100 bis <1/10) Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100)Selten (≥1/10.000 bis <1/1.000)Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar) | ApnoeSingultus, Hyperkapnie, Laryngospasmus, Atemdepression (mit moglicher Todesfolge)Bronchospasmus, Epistaxis Atemstillstand, Husten |
| Erkrankungen des GastrointestinaltraktsSehr häufig (≥1/10) | Ubelkeit, Erbrechen |
| Erkrankungen der Нaut und des UnterhautzellgeweЬes Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100)Selten (≥1/10.000 bis <1/1.000)Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar) | Allergische Dermatitis, Hyperhidrose PruritusErythem, Hautausschlag |
| Skelettmuskulatur-, BindegeweЬs- und KnochenerkrankungenHäufig (≥1/100 bis <1/10) | Muskelrigiditat |
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VeraЬreichungsortHäufig (≥1/100 bis <1/10) | Schuttelfrost, Schmerzen am Verabreichungsort, Erschopfung |
| Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100) | Schmerzen |
| Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar) | Fieber |
| Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe Ьedingte KomplikationenHäufig (≥1/100 bis <1/10) Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100)Selten (≥1/10.000 bis <1/1.000) | Verfahrensbedingte SchmerzenPostoperative Agitiertheit, Atemwegskomplikationen durch die Anasthesie, postoperative VerwirrtheitNeurologische anasthesiologische Komplikationen, durch den Eingriff bedingte Komplikationen, Komplikationen bei der endotrachealen Intubation |
Kinder und Jugendliche
Es wird davon ausgegangen, dass die Haufigkeit, Art und Schwere von Nebenwirkungen bei Kindern die gleichen sind wie bei Erwachsenen, mit folgender Ausnahme:
Bei Neugeborenen wurde haufig eine leichte bis maBige Muskelrigiditat beobachtet, wobei die Anzahl der Neugeborenen in den klinischen Studien klein war. Schwere Rigiditat und Zuckungen treten weniger haufig auf und konnen, insbesondere bei hohen Dosen von Alfentanil oder einer schnellen Rate intravenoser Injektionen, vorubergehend von beeintrachtigter Atmung begleitet werden.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groBer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Symptome
Eine Alfentanil-Uberdosierung manifestiert sich in einer Verstarkung seiner pharmakologischen Wirkungen. Es kann eine Atemdepression, die im Schweregrad von Bradypnoe bis Apnoe variieren kann.
Behandlung
Im Falle einer Hypoventilation oder einer Apnoe ist Sauerstoff zu verabreichen und eine assistierte oder kontrollierte Beatmung durchzufuhren. Ein spezifischer Opioid-Antagonist (z. B. Naloxon) ist
anzuwenden, um die Atemdepression zu kontrollieren. Dies schlieBt die Anwendung von rascher greifenden GegenmaBnahmen nicht aus. Die Atemdepression kann langer als die Wirkung des Antagonisten anhalten, sodass zusatzliche Dosen des Antagonisten notwendig sein konnen.
Sollte die Atemdepression zusammen mit einer Muskelrigiditat auftreten, konnte ein intravenos zu verabreichendes Muskelrelaxans erforderlich werden, um die assistierte oder kontrollierte Beatmung zu erleichtern.
Der Patient ist sorgfaltig zu uberwachen. Auf die Korpertemperatur und eine adaquate Flussigkeitszufuhr ist zu achten. Falls eine ernste oder anhaltende Hypotonie auftritt, sollte die Moglichkeit einer Hypovolamie in Erwagung gezogen und durch entsprechende parenterale Flussigkeitszufuhr reguliert werden.
PНARMAKOLOGISCНE EIGENSCНAFTEN
Pharmakologische Eigenschaften - Alfentanil 500 Mikrogramm/ml
Pharmakotherapeutische Gruppe: Opioidanasthetika ATС-Сode: N01AH02
Alfentanil ist ein potentes, rasch und kurz wirkendes Opioid-Analgetikum, das chemisch mit Fentanyl verwandt ist. Nach intravenoser Verabreichung von Alfentanil setzt die Wirkung nahezu unmittelbar ein, der Wirkungseintritt von Alfentanil ist ca. 4x schneller als der von aquianalgetischen Dosen von Fentanyl. Die starkste analgetische und atemdepressive Wirkung tritt innerhalb von 1 - 2 Minuten ein.
Die Analgesiedauer von Alfentanil ist ca. 3-mal kurzer als die von aquianalgetischen Dosen von Fentanyl und ist eindeutig dosisabhangig. Fur langer als 60 Minuten dauernde Analgesien ist die Anwendung als Infusion vorzuziehen. Die depressive Wirkung auf die Respirationsrate sowie auf die alveolare Beluftung ist kurzer als die von Fentanyl; in den meisten Fallen halt die Analgesie langer als die atemdepressive Wirkung an. Die Dauer und Starke der Atemdepression ist dosisabhangig.
Wie andere Opioid-Analgetika, kann Alfentanil abhangig von Dosis und Verabreichungsgeschwindigkeit Muskelrigiditat, Euphorie, Miosis und Bradykardie hervorrufen. Bei Dosen bis zu 200 µg/kg waren kein signifikantes Ansteigen von Histamin-Plasmaspiegeln oder klinische Zeichen einer Histaminfreisetzung festzustellen.
Die Erholung nach Anwendung von Alfentanil erfolgt normalerweise rasch und stetig und mit einer geringen Inzidenz von postoperativer Ubelkeit und Erbrechen.
Die Wirkungen von Alfentanil konnen durch die Gabe eines spezifischen Opioid-Antagonisten (z. B. Naloxon) aufgehoben werden.
Alfentanil ist ein synthetisches Opioid mit µ-agonistischer pharmakologischer Wirkung. Alfentanil wird ausschlieBlich intravenos angewendet.
Verteilung
Der niedrige Ionisierungsgrad (11% bei pH 7.4) tragt maBgeblich zu einer raschen Verteilung bei. Die Verteilung in den Geweben ist begrenzt: das Gesamtverteilungsvolumen variiert von 0,4 bis 1,0 l/kg, etwa ein Viertel bis ein Zehntel des Gesamtverteilungsvolumens von Fentanyl.
Die begrenzte Lipidloslichkeit und die starke Plasmaproteinbindung (92%) von Alfentanil tragen zu seinem begrenzten Verteilungsvolumen bei.
Biotransformation
Alfentanil wird vor allem in der Leber metabolisiert. Nur 1% von Alfentanil erscheint unverandert im Urin. Die Metaboliten sind inaktiv und werden zu 70 - 80% im Urin ausgeschieden.
Elimination
Alfentanil wird nach intravenoser Anwendung schnell eliminiert. Es wurde uber terminale Halbwertzeiten von 83 - 223 Minuten berichtet. Die Plasmaclearance betragt bei Personen unter 40 Jahren durchschnittlich 356 ml/min und nimmt bei Personen uber 40 Jahren ungefahr 8% pro Dekade ab. Die Ausscheidung erfolgt rasch: die sequentiellen Verteilungshalbwertzeiten sind 1 und 14 Minuten und die gesamte Halbwertzeit betragt 90 - 111 Minuten (Intervall 50 - 150 Minuten) und ist damit um ein Vielfaches kurzer als bei Fentanyl und Sufentanil. Wenn bei Anwendung als Infusions der Steady State erreicht ist, bleibt die Halbwertzeit unverandert.
Wird die Anwendung unterbrochen, wacht der Patient rasch und ohne Opioidnachwirkungen auf. Besondere Patientengruppen
Kinder und Jugendliche
Es liegen nur begrenzte Daten zu Kindern und Jugendlichen vor. Die Werte der pharmakokinetischen Parameter werden in der untenstehenden Tabelle wiedergegeben:
TaЬelle 3 Pharmakokinetische Parameter von Alfentanil Ьei padiatrischen Patienten
| Pharmakokinetische Parameter von Alfentanil Ьei padiatrischen Patienten | |||
| t1/2β (Stunden) | CL (ml/kg/min) | Vdss (l/kg) | |
| Fruhgeborene (0 - 27 Tage)Schwangerschaftswoche 25 - 40 Wochen; n = 68 | 0,7 - 8,8 | 0,9 - 8,4 | 0,3 - 1,2 |
| Neugeborene (0 - 27 Tage)Schwangerschaftswoche 35 - 41 Wochen; n = 18 | 4,1 - 5,5 | 1,7 - 3,2 | 0,5 - 0,8 |
| Sauglinge und Kleinkinder 28 Tage - 23 Monate; n = 34 | 0,9 - 1,2 | 7,7 - 13,1 | 0,4 - 1,1 |
| Kinder2 - 11 Jahre; n = 32 | 0,7 - 1,3 | 4,7 - 10,2 | 0,2 - 1,0 |
| Jugendliche12 - 14 Jahre; n = 3 | 1,1 - 1,9 | 5,5 - 7,4 | 0,3 - 0,6 |
Zur Beachtung: Die Daten fur Neugeborene, Sauglinge, Kleinkinder und altere Kinder sind als Mittelwertbereiche angegeben.
СL = Plasmaclearance, Vdss = Verteilungsvolumen im Steady State, t1/2β = Halbwertzeit in der Eliminationsphase.
Die Proteinbindung bei Neugeborenen betragt 75% und steigt bei Kindern auf 85%.
Die pharmakokinetischen Informationen zur Anwendung von Alfentanil bei Kindern sind begrenzt. Alfentanil wird durch СYP3A4 metabolisiert. Die СYP3A4-Aktivitat bei Neugeborenen ist niedrig und erhoht sich nach der Geburt auf 30 bis 40% des Erwachsenenniveaus, wenn das Kind 1 Monat alt ist. Die СYP3A4-Aktivitat steigt weiter bis 45% bei 6 Monaten, 80% bei 12 Monaten und erreicht den Erwachsenenspiegel bei einem Alter von 6 Jahren.
Leberfunktionsstдrung
Nach Verabreichung einer intravenosen Einzeldosis von 50 µg/kg ist die terminale Halbwertzeit bei zirrhotischen Patienten signifikant langer als in der Kontrollgruppe. Das Verteilungsvolumen bleibt unverandert. Die freie Fraktion von Alfentanil steigt bei zirrhotischen Patienten auf 18,5%
verglichen mit 11,5% in der Kontrollgruppe. Dieser Anstieg der freien Fraktion zusammen mit einer Reduktion der Сlearance von 3,06 ml/min/kg in der Kontrollgruppe auf 1,6 ml/min/kg bei zirrhotischen Patienten resultiert in einer verlangerten und verstarkten Wirkung (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
Nierenfunktionsstдrung
Das Verteilungsvolumen und die Сlearance der freien Fraktion sind ahnlich bei Patienten mit Nierenversagen und in der Kontrollgruppe von Gesunden. Die freie Fraktion von Alfentanil steigt bei Patienten mit Nierenversagen auf 12,4 bis 19% verglichen mit 10,3 bis 11% in der Kontrollgruppe. Dies kann zu einer Verstarkung der klinischen Wirkung von Alfentanil fuhren (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4).
Pharmazeutische Angaben - Alfentanil 500 Mikrogramm/ml
Natriumchlorid
Natriumhydroxid (zur pH-Wert-Einstellung) Wasser fur Injektionszwecke
InkompatiЬilitaten
Das Arzneimittel darf, auBer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgefuhrten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Dauer der НaltЬarkeit
4 Jahre
Haltbarkeit nach Verdunnung
Die chemische und physikalische Stabilitat der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde fur 48 Stunden bei 25°С und 2°С bis 8°С nachgewiesen (siehe Abschnitt 6.6).
Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort eingesetzt wird, ist der Anwender fur die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Sofern die Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht langer als 24 Stunden bei 2°С bis 8°С aufzubewahren.
Besondere Vorsichtsma6nahmen fiir die AufЬewahrung
Fur dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Aufbewahrungsbedingungen nach Verdunnung oder Anbruch des Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.
2 ml und 10 ml farblose Ampullen aus Borosilikatglas der hydrolytischen Klasse Typ I mit einem One-point-cut.
Die Ampullen sind in Trager aus PVС-Folie verpackt. Die Trager sind in einer Faltschachtel verpackt.
PackungsgroBen:
5 oder 10 Ampullen zu 2 ml
5 oder 10 Ampullen zu 10 ml
Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroBen in den Verkehr gebracht.
Besondere Vorsichtsma6nahmen fiir die Beseitigung und sonstige Нinweise zur НandhaЬung
Nur zum einmaligen Gebrauch.
Hinweise zur Herstellung verdunnter Losungen:
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Die Ampulle ist vor der Verwendung visuell zu uberprufen. Nur klare Losungen ohne Partikel durfen verwendet werden.
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Beim Offnen der Ampulle sind Handschuhe zu tragen.
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Offnen der Ampulle:
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Drehen Sie die Ampulle mit dem farbigen Punkt nach oben. Wenn sich im oberen Teil der Ampulle Losung befindet, klopfen Sie vorsichtig mit dem Finger an die Ampulle, damit die gesamte Losung in den unteren Teil der Ampulle flieBt.
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Benutzen Sie zum Offnen der Ampulle beide Hande; wahrend Sie den unteren Teil der Ampulle mit einer Hand festhalten, brechen Sie den oberen Teil der Ampulle mit der anderen Hand in Richtung weg vom farbigen Punkt ab (siehe Abbildungen unten).
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Verwenden Sie das Arzneimittel unmittelbar nach dem Offnen der Ampulle.
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Verdunnen Sie den Inhalt der Ampulle auf eine Konzentration von 25 - 80 µg/ml mit:
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Natriumchlorid-Losung 9 mg/ml (0,9%) oder
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Glucose-Losung 50 mg/ml (5%) oder
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Ringer-Lactat-Losung
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Nicht verbrauchte Losung entsorgen.
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Wenn Losung versehentlich auf die Haut gelangt ist, spulen Sie die betroffene Stelle mit Wasser. Vermeiden Sie die Verwendung von Seife, Alkohol und anderen Reinigungsmitteln, die zu chemischen oder physikalischen Schadigungen der Haut fuhren konnen.
Solche verdunnten Losungen sind chemisch und physikalisch stabil, wenn sie mit allgemein verwendeten intravenosen Applikationsvorrichtungen in Kontakt kommen.
Haltbarkeit der verdunnten Losung, siehe Abschnitt 6.3.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterialien sind entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
INНABER DER ZULASSUNG
AS "Kalceks" Krustpils iela 71E 1057 Rīga Lettland
Mitvertrieb:
Grindeks Kalceks Deutschland GmbH ThaerstraBe 4a
47533 Kleve Deutschland
EVER Pharma GmbH Oppelner StraBe 5
82194 Grobenzell Deutschland