Präparate

Laxbene junior 4 g Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen, in Beuteln, für Kinder von 6 Monaten bis 8 Jahre

Verschreibungsinformationen
Arzneimittel ist nicht auf der Liste.
Apothekenpflichtig
Keine Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Laxbene junior 4 g Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen, in Beuteln, für Kinder von 6 Monaten bis 8 Jahre
Gluten: Nein
Laktose: Nein
Pulver zur Herst. e. Lsg. zum Einnehmen
Recordati Pharma GmbH
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Anwendungsgebiete


Symptomatische Behandlung der Obstipation bei Kindern im Alter zwischen 6 Monaten und 8 Jahren.
Insbesondere bei Kindern unter 2 Jahren muss vor Beginn der Behandlung ärztlicherseits eine organische Erkrankung ausgeschlossen werden. Die Behandlung der Obstipation mit Laxbene junior darf nur vorübergehend über höchstens 3 Monate und nur zusammen mit einer gesunden Lebensführung und Ernährung durchgeführt werden. Wenn die Symptome trotz gesunder Lebensführung und Ernährung fortbestehen, ist davon auszugehen, dass eine organische Ursache zu Grunde liegt, die zu behandeln ist.

Dosierung


Dosierung
Kinder und Jugendliche
Ab einem Alter von 6 Monaten bis zu 1 Jahr:
1 Beutel pro Tag.
1 bis 4 Jahre:
1 bis 2 Beutel pro Tag.
4 bis 8 Jahre:
2 bis 4 Beutel pro Tag.

Bei Kindern sollte die Behandlungsdauer 3 Monate nicht überschreiten, da zu länger als 3 Monate dauernden Behandlungen keine klinischen Daten vorliegen. Die durch die Behandlung erreichte Verbesserung der Darmpassage wird durch Änderungen der Lebensführung und diätetische Maßnahmen aufrechterhalten.
Die Behandlung sollte schrittweise abgesetzt werden. Bei erneutem Auftreten von Obstipation sollte sie wieder aufgenommen werden.

Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Der Inhalt eines Beutels ist unmittelbar vor der Einnahme in ca. 50 ml Wasser aufzulösen. Die entstehende Lösung ist klar und durchsichtig wie Wasser. Bei einer Dosierung von einem Beutel pro Tag soll die Behandlung morgens erfolgen, höhere Dosierungen werden auf eine Morgen- und eine Abenddosis aufgeteilt. Nach jeder Einnahme wird zusätzlich empfohlen 125 ml einer Flüssigkeit (z. B. Wasser) zu trinken. Die Wirkung von Laxbene junior tritt innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Einnahme ein. Die tägliche Dosierung sollte entsprechend den erzielten klinischen Wirkungen angepasst werden.

Gegenanzeigen


• Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Schwefeldioxid E 220 oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
• Schwere entzündliche Darmerkrankungen (wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn usw.) oder toxisches Megacolon, das mit symptomatischer Stenose einhergeht.
• Perforation im Verdauungstrakt oder Risiko einer Perforation im Verdauungstrakt.
• Ileus oder Verdacht auf Darmobstruktion.
• Bauchschmerzsyndrome unklarer Genese.

Warnhinweise


Daten zur Wirksamkeit bei Kindern unter 2 Jahren liegen nur bei einer begrenzten Anzahl von Patienten vor.
Die Behandlung der Obstipation mit einem Laxans sollte eine ergänzende Maßnahme zu einer gesunden Lebensführung und Ernährung sein.
Vor Beginn der Behandlung muss eine organische Erkrankung ausgeschlossen werden. Nach 3-monatiger Behandlung sollte hinsichtlich der Obstipation eine ärztliche Kontrolluntersuchung durchgeführt werden. Laxbene junior kann wegen des Gehalts an Schwefeldioxid selten schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und Bronchospasmen hervorrufen.
Im Falle einer Diarrhoe ist bei Patienten, die zu Störungen des Wasser- und/oder Elektrolyt-Haushalts neigen (z. B. ältere Menschen, Patienten mit gestörter Leber- oder Nierenfunktion oder Patienten, die Diuretika einnehmen), Vorsicht geboten, und es sollte eine Kontrolle der Elektrolyte in Erwägung gezogen werden.
Im Zusammenhang mit Arzneimitteln, die Macrogol (Polyethylenglycol) enthalten, wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen (Ausschlag, Urtikaria, Ödem) berichtet. In Ausnahmefällen wurde über einen anaphylaktischen Schock berichtet.
Laxbene junior enthält eine unbedeutende Menge an Zucker oder Polyol und kann daher Diabetikern oder Patienten, die eine galaktosefreie Diät einhalten müssen, verordnet werden.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Beutel, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.
Während der Behandlung mit diesem Arzneimittel wird aufgrund des Wirkmechanismus von Macrogol empfohlen, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen (siehe Abschnitt 5.1). Die Absorption anderer Arzneimittel kann vorübergehend reduziert werden, da Macrogol die gastrointestinale Transitrate steigert (siehe Abschnitt 4.5).

Wechselwirkungen


Es besteht die Möglichkeit, dass die Absorption anderer Arzneimittel während der Einnahme von Laxbene junior vorübergehend reduziert wird. Insbesondere davon betroffen ist der therapeutische Effekt von Arzneimittel, die einen engen therapeutischen Index besitzen (z. B. Antiepileptika, Digoxin und immunsupprimierende Mittel).

Schwangerschaft


Schwangerschaft
Da die systemische Bioverfügbarkeit von Laxbene junior vernachlässigbar ist, sind keine Auswirkungen auf eine Schwangerschaft zu erwarten. Laxbene junior kann während der Schwangerschaft angewendet werden.

Stillzeit
Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/den gestillten Säugling sind nicht zu erwarten, da die systemische Bioverfügbarkeit von Macrogol 4000 bei der stillenden Frau vernachlässigbar ist. Laxbene junior kann während der Stillzeit angewendet werden.

Fertilität
Es wurden keine Fertilitätsstudien mit Laxbene junior durchgeführt. Da Macrogol 4000 nicht signifikant resorbiert wird, sind keine Auswirkungen auf die Fertilität zu erwarten.

Fahrtüchtigkeit


Laxbene junior hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Nebenwirkungen


Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)
Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000)
Sehr selten (<1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Kinder und Jugendliche:
Die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Nebenwirkungen wurden in klinischen Prüfungen mit 147 Kindern im Alter zwischen 6 Monaten und 15 Jahren und nach Markteinführung gemeldet. Die Nebenwirkungen waren im Allgemeinen geringfügig und vorübergehend und betrafen hauptsächlich den Gastrointestinaltrakt.

System-
organklasse
Nebenwirkungen
Erkrankungen des Gastrointestinal-
trakts
HäufigBauchschmerzen
Diarrhoe*
GelegentlichErbrechen
Blähungen
Übelkeit
Erkrankungen des Immunsystems
Nicht bekanntÜberempfindlich-
keitsreaktionen
(anaphylaktischer
Schock, Angio-
ödem, Urtikaria,
Ausschlag, Pruritus)
* Diarrhoe kann perianales Wundsein verursachen.

Erwachsene:
Bei Erwachsenen wurden in klinischen Prüfungen und nach Markteinführung folgende Nebenwirkungen beobachtet:
System-
organklasse
Nebenwirkungen
Erkrankungen des Immunsystems
Sehr seltenÜberempfindlich-
keitsreaktionen
(Pruritus, Aus-
schlag, Gesichts-
ödem, Quincke-
Ödem, Urtikaria und
anaphylaktischer
Schock)
Nicht bekanntErythem
Stoffwechsel- und Ernährungs-
störungen
Nicht bekanntElektrolytstörungen
(Hyponatriämie und
Hypokaliämie) und/
oder Dehydratation,
insbesondere bei
älteren Patienten
Erkrankungen des Gastrointestinal-
trakts
HäufigBauchschmerzen
und/oder Blähbauch
Übelkeit, Diarrhoe
GelegentlichErbrechen
Drang zur
Defäkation und
Stuhlinkontinenz

Schwefeldioxid E 220 kann selten Überempfindlichkeitsreaktionen und Bronchospasmen hervorrufen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung


Eine Überdosierung kann zu Diarrhoe, abdominalen Schmerz und Erbrechen führen, die jedoch abklingen, wenn die Behandlung vorübergehend unterbrochen oder die Dosis reduziert wird.
Ein übermäßig hoher Flüssigkeitsverlust durch Diarrhoe oder Erbrechen kann eine Korrektur von Elektrolytstörungen erforderlich machen.
Bei Gabe sehr großer Mengen von Macrogol (Polyethylenglycol) und Elektrolyten über eine transnasale Magensonde wurde über Fälle von Aspiration berichtet. Ein Aspirationsrisiko besteht insbesondere bei neurologisch beeinträchtigten Kindern mit motorischen Störungen.
Bei Gabe sehr großer Mengen von Macrogollösungen (Polyethylenglycol) (4 bis 11 Liter) wurde im Rahmen der Darmreinigung vor einer Koloskopie oder bei Enkopresis über Entzündungen und perianales Wundsein berichtet.

Pharmakologische Eigenschaften
Pharmakodynamik


Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel gegen Obstipation, Osmotisch wirkende Laxanzien, Macrogol.
ATC-Code: A06AD15

Hochmolekulare (4000) Macrogole sind lange lineare Polymere, die Wassermoleküle über Wasserstoffbrücken binden. Bei oraler Anwendung führen sie zu einer Zunahme des Flüssigkeitsvolumens im Darm. Deshalb ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr während der Behandlung wichtig.

Das Volumen der nicht resorbierten Darmflüssigkeit ist für die abführenden Eigenschaften der Lösung verantwortlich.

Pharmakokinetik


Die pharmakokinetischen Daten bestätigen, dass Macrogol 4000 nach oraler Gabe weder im Magen-Darm-Trakt resorbiert noch metabolisiert wird.

Packungen
Laxbene junior 4g Pulv., Kdr 6Mo.-8J., 30 Btl. N2
Preis
23,90 €
Zuzahlung
5,00 €
Verpackung ist nicht auf der Liste.
10787337
Laxbene junior 4g Pulv., Kdr 6Mo.-8J., 50 Btl. N3
Preis
33,00 €
Zuzahlung
5,00 €
Verpackung ist nicht auf der Liste.
15235016
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