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Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Repevax Abacus Injektionssuspension in einer Fertigspritze

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Inj.-Susp.

Hersteller

Abacus Medicine A/S

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.2.2023
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Fachinfo - Repevax

Anwendungsgebiete

Repevax (Tdap-IPV) wird angewendet:

  • zur aktiven Immunisierung gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis und Poliomyelitis bei Personen ab 3 Jahren als Auffrischimpfung nach erfolgter Grundimmunisierung,

  • zum passiven Schutz vor Pertussis im frühen Säuglingsalter nach der mütterlichen Immunisierung während der Schwangerschaft (siehe Abschnitte 4.2, 4.6 und 5.1).

    Repevax sollte entsprechend den offiziellen Impfempfehlungen angewandt werden.

Dosierung

Dosierung

Alle unter 4.1 genannten Personen/Altersgruppen erhalten eine Dosis (0,5 ml).

Jugendliche und Erwachsene mit unbekanntem oder unvollständigem Impfstatus gegen Diphtherie oder Tetanus können mit einer Dosis Repevax als Teil einer Impfserie geimpft werden, um einen Impfschutz gegen Pertussis, Poliomyelitis und in den meisten Fällen auch gegen Tetanus und Diphtherie aufzubauen. Eine zusätzliche Dosis eines diphtherie- und tetanushaltigen Impfstoffs (Td) kann einen Monat später, gefolgt von einer dritten Dosis eines diphtherie- oder Td-haltigen Impfstoffs, sechs Monate nach der ersten Dosis verabreicht werden, um den Impfschutz gegen diese Krankheiten zu optimieren (siehe Abschnitt 5.1). Die Anzahl und der zeitliche Abstand der Verabreichung der Dosen sollten entsprechend den offiziellen Impfempfehlungen erfolgen.

Repevax kann erneut verabreicht werden, um den Schutz vor Diphtherie, Tetanus und Pertussis im Abstand von 5 bis 10 Jahren aufzufrischen (siehe Abschnitt 5.1).

Im Verletzungsfall kann Repevax zur Tetanusprophylaxe zeitgleich mit Tetanus-Immunglobulin oder allein entsprechend den offiziellen Impfempfehlungen verabreicht werden.

Repevax kann Schwangeren während des zweiten und dritten Trimenons verabreicht werden, um Säuglinge passiv vor Pertussis zu schützen (siehe Abschnitte 4.1, 4.6 und 5.1).

Art der Anwendung

Eine Dosis (0,5 ml) Repevax wird intramuskulär verabreicht, vorzugsweise in den M. deltoideus.

Repevax sollte nicht intraglutäal, intradermal oder subkutan verabreicht werden (in Ausnahmefällen kann der Impfstoff subkutan verabreicht werden, siehe Abschnitt 4.4).

Vorsichtsmaßnahmen vor/bei der Behandlung bzw. vor/während der Anwendung des Arzneimittels

Hinweise zur Vorbereitung des Impfstoffs vor der Anwendung siehe Abschnitt 6.6.

Gegenanzeigen

  • Repevax darf nicht verabreicht werden an Personen mit bekannter Überempfindlichkeit

    • gegen Diphtherie-, Tetanus-, Pertussis- oder Poliomyelitis-Impfstoffe,

    • gegen einen der sonstigen Bestandteile des Impfstoffs (siehe Abschnitt 6.1),

    • gegen einen der Restbestandteile aus der Herstellung (Formaldehyd, Glutaraldehyd, Streptomycin, Neomycin, Polymyxin B und bovines Serumalbumin), die in nicht nachweisbaren Spuren enthalten sein können.

  • Repevax sollte nicht an Personen verabreicht werden, die nach einer vorherigen Impfung mit einem pertussisantigenhaltigen Impfstoff innerhalb von 7 Tagen an einer Enzephalopathie unbekannter Ursache erkrankten.

  • Wie bei anderen Impfstoffen auch sollte die Impfung mit Repevax bei Personen mit akuten, schweren, fieberhaften Erkrankungen verschoben werden. Eine leichte Infektion (z. B. der oberen Atemwege) ist keine Gegenanzeige.

Warnhinweise

Repevax sollte nicht zur Grundimmunisierung angewendet werden.

Der Zeitabstand zwischen einer Auffrischimpfung mit Repevax und vorangegangenen Impfungen gegen Diphtherie und/oder Tetanus sollte grundsätzlich entsprechend den offiziellen Impfempfehlungen gewählt werden. In einer klinischen Studie mit Erwachsenen konnte gezeigt werden, dass es keinen klinisch relevanten Unterschied in der Nebenwirkungsrate gibt, wenn eine Auffrischimpfung mit Repevax im Abstand von mindestens 4 Wochen zu einer vorherigen Impfung mit einem diphtherie- und tetanusantigenhaltigen Impfstoff erfolgt verglichen mit einer Impfung im Abstand von mindestens 5 Jahren.

Vor der Impfung

Vor der Impfung sollte die Anamnese der zu impfenden Person (insbesondere hinsichtlich früherer Impfungen und möglicher Nebenwirkungen) erhoben werden. Bei Personen, die nach früheren Impfungen mit ähnlichen Antigenkomponenten innerhalb von 48 Stunden schwerwiegende oder schwere Nebenwirkungen entwickelt haben, darf Repevax nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.

Wie bei allen Impfungen sollten geeignete Mittel zur Behandlung und Überwachung von seltenen anaphylaktischen Reaktionen nach Gabe des Impfstoffs bereitstehen.

Wenn nach einer früheren Verabreichung eines tetanustoxoidhaltigen Impfstoffs ein Guillain-Barré-Syndrom innerhalb von 6 Wochen aufgetreten ist, sollte die Entscheidung, einen tetanustoxoidhaltigen Impfstoff, einschließlich Repevax, zu verabreichen, auf einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung basieren.

Personen, die an einer progredienten oder instabilen neurologischen Erkrankung, unkontrollierten epileptischen Anfällen oder progredienter Enzephalopathie leiden, sollten erst nach Festlegung eines Therapieregimes und Stabilisierung des Zustandes mit Repevax geimpft werden.

Die Häufigkeit und Schwere von Nebenwirkungen nach Gabe von Tetanustoxoid-Antigen wird durch die Anzahl früherer Impfungen und die bereits vorhandene Antitoxin-Konzentration zum Zeitpunkt der Impfung beeinflusst.

Die Immunogenität des Impfstoffs kann bei Patienten, die immunsuppressiv behandelt werden oder an einer Immunschwäche leiden, eingeschränkt sein. Wenn möglich, sollte die Impfung zurückgestellt werden, bis die Therapie beendet oder die Krankheit überwunden ist. HIV-Infizierte oder Patienten, die an einer chronischen Immunschwächekrankheit, wie z. B. Aids, leiden, sollten jedoch geimpft werden, auch wenn die Antikörperbildung eingeschränkt sein könnte.

Hinweise zur Verabreichung

Nicht intravasal oder intradermal verabreichen.

Intramuskuläre Injektionen sollten Personen, die mit Antikoagulanzien behandelt werden oder an Blutgerinnungsstörungen leiden, nur mit Vorsicht verabreicht werden, da es zu Blutungen kommen kann. Unter Berücksichtigung der offiziellen Impfempfehlungen kann diesen Personen der Impfstoff auch tief subkutan gegeben werden, auch wenn dies zu verstärkten Lokalreaktionen führen kann.

Synkope (Ohnmacht) kann nach oder auch vor der Verabreichung von injizierbaren Impfstoffen, einschließlich Repevax, auftreten. Im Vorfeld sollten geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um Sturzverletzungen zu verhindern und Synkopen zu behandeln.

Sonstige Hinweise

Wie bei anderen Impfstoffen auch sind nach Impfung mit Repevax möglicherweise nicht alle geimpften Personen vollständig geschützt (siehe Abschnitt 5.1).

Bei allen Adsorbat-Impfstoffen kann sich ein bleibendes Knötchen an der Injektionsstelle entwickeln, vor allem wenn der Impfstoff in die oberen Schichten des subkutanen Gewebes verabreicht wird.

Rückverfolgbarkeit

Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

Repevax enthält 1,01 Milligramm Alkohol (Ethanol) in jeder 0,5-ml-Dosis. Die geringe Alkoholmenge in diesem Arzneimittel hat keine wahrnehmbaren Auswirkungen.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Repevax kann zeitgleich mit einer Dosis eines inaktivierten Influenza-Impfstoffs verabreicht werden. Diese Angabe beruht auf den Ergebnissen einer klinischen Studie, die mit Personen im Alter von

60 Jahren und älter durchgeführt wurde.

Repevax kann zeitgleich mit einer Dosis Hepatitis-B-Impfstoff verabreicht werden.

Repevax kann zeitgleich mit einem HPV-(Humane Papillomviren-)Impfstoff verabreicht werden, ohne dass die Antikörperantwort auf eine der Komponenten des jeweiligen Impfstoffs signifikant beeinträchtigt wird. Allerdings wurden in der Gruppe, in der die Impfstoffe zeitgleich verabreicht wurden, tendenziell niedrigere geometrische Mittelwerte (GMTs) der Anti-HPV-Titer beobachtet. Die klinische Relevanz dieser Beobachtung ist nicht bekannt. Diese Angaben basieren auf Ergebnissen einer klinischen Studie, in der Repevax zeitgleich mit der 1. Dosis Gardasil verabreicht wurde (siehe Abschnitt 4.8).

Die Injektionen müssen kontralateral erfolgen. Mögliche Wechselwirkungen bei zeitgleicher Verabreichung mit anderen Impfstoffen, biologischen Produkten oder anderen Arzneimitteln wurden nicht untersucht. Da Repevax ein inaktivierter Impfstoff ist, darf er in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Impfempfehlungen zeitgleich mit anderen Impfstoffen oder Immunglobulinen an unterschiedlichen Injektionsstellen verabreicht werden.

Zur Anwendung während einer immunsuppressiven Therapie siehe Abschnitt 4.4.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Repevax kann während des zweiten oder dritten Trimenons der Schwangerschaft gemäß offiziellen Empfehlungen verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.2).

Sicherheitsdaten aus 4 randomisierten, kontrollierten Studien (310 Schwangerschafts-Outcomes), 1

prospektiven Beobachtungsstudie (546 Schwangerschafts-Outcomes), 5 retrospektiven Beobachtungsstudien (124.810 Schwangerschafts-Outcomes) und aus passiver Beobachtung von Frauen, denen Repevax oder Covaxis (Tdap; enthält die gleichen Mengen an Tetanus-, Diphtherie-

und Pertussisantigenen wie Repevax) während des zweiten oder dritten Trimenons verabreicht wurden, zeigten keine impfbezogene negative Auswirkung auf die Schwangerschaft oder auf die Gesundheit des Fötus/Neugeborenen. Wie auch bei anderen inaktivierten Impfstoffen wird nicht erwartet, dass eine Impfung mit Repevax während jeglicher Trimenons dem Fötus schadet.

Tierversuche weisen auf keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen auf die Schwangerschaft, auf die embryo-fötale Entwicklung, die Geburt oder die postnatale Entwicklung hin.

Informationen zur Immunantwort auf die Impfung während der Schwangerschaft und zur Wirksamkeit zur Vorbeugung von Pertussis bei Säuglingen siehe Abschnitt 5.1.

Stillzeit

Die Auswirkungen einer Verabreichung von Repevax während der Stillzeit wurden nicht untersucht. Da Repevax nur Toxoide und inaktivierte Antigene enthält, ist jedoch kein Risiko für den gestillten Säugling zu erwarten. Der Arzt sollte die Vorteile einer Impfung mit Repevax während der Stillzeit gegen das Risiko abwägen.

Fertilität

Es wurden keine Fertilitätsstudien mit Repevax durchgeführt.

Fahrtüchtigkeit

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Repevax hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Verträglichkeitsprofils

In klinischen Studien wurde Repevax insgesamt 1.384 Personen verabreicht, darunter 390 Kinder im Alter von 3 bis einschließlich 6 Jahren und 994 Jugendliche und Erwachsene. Die am häufigsten nach Impfung beobachteten Reaktionen waren lokale Reaktionen an der Injektionsstelle (Schmerz, Rötung, Schwellung). Diese Symptome waren üblicherweise mild und traten innerhalb von 48 Stunden nach Impfung auf. (Die Nebenwirkungen wurden innerhalb von 24 Stunden bis 7 Tage nach der Impfung bei Kindern von 3 bis einschließlich 6 Jahren beobachtet.) Alle Nebenwirkungen bildeten sich spontan und folgenlos zurück.

Tendenziell wurden bei Kindern ab 11 Jahren und Jugendlichen höhere Raten lokaler und systemischer Reaktionen im Vergleich zu Erwachsenen beobachtet. In beiden Altersgruppen waren Schmerzen an der Injektionsstelle die häufigste Nebenwirkung.

Verzögerte lokale Nebenwirkungen (d. h. Nebenwirkungen, die erst 3 bis 14 Tage nach der Impfung auftraten oder sich verstärkten), wie beispielsweise Schmerzen an der Injektionsstelle, Erythem und Schwellung, wurden in weniger als 1,2 % der Fälle beobachtet. Die meisten der gemeldeten Nebenwirkungen traten innerhalb von 24 Stunden nach der Impfung auf.

Eine klinische Studie mit 843 gesunden männlichen und weiblichen Jugendlichen von 11 bis

17 Jahren zeigte, dass bei zeitgleicher Gabe von Gardasil und Repevax öfter von Schwellung an der Injektionsstelle und Kopfschmerzen berichtet wurde. Die beobachteten Unterschiede betrugen weniger als 10 %-Punkte, und bei der Mehrzahl der Probanden wurde die Ausprägung der Nebenwirkungen als mild bis moderat eingestuft.

Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen

Bei der Bewertung der Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100, < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100)

Selten (≥ 1/10.000, < 1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000), einschließlich Einzelfälle

Nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

In Tabelle 1 sind die Nebenwirkungen aufgeführt, die in klinischen Studien beobachtet wurden, daneben enthält Tabelle 1 weitere Nebenwirkungen, die seit der Markteinführung von Repevax weltweit spontan gemeldet wurden (Post-Marketing-Beobachtung). Die bei Kindern beobachteten Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien mit Kindern im Alter von 3 bis 5 und 5 bis 6 Jahren erfasst. Angegeben ist die jeweils größere Häufigkeit aus den beiden Studien. Da Nebenwirkungen aus Post-Marketing-Beobachtungen aus einer Gesamtgruppe unbekannter Größe spontan berichtet wurden, ist es nicht immer möglich, die Häufigkeit zuverlässig abzuschätzen oder einen Kausalzusammenhang zur Impfung herzustellen. Daher wurde all diesen Nebenwirkungen die Häufigkeitskategorie „Nicht bekannt“ zugeordnet.

Tabelle 1: Nebenwirkungen aus klinischen Studien und der Post-Marketing-Beobachtung

Systemorganklasse Häufigkeit Kinder von 3 bis einschließlich 6 Jahren Jugendliche und Erwachsene
Erkrankungen desBlutes und des Lymphsystems Nicht bekannt Lymphadenopathie*
Erkrankungen des Immunsystems Nicht bekannt Anaphylaktische Reaktionen, wie Urtikaria, Gesichtsödem und Atemnot*
Erkrankungen des Nervensystems Sehr häufig Kopfschmerzen
Häufig Kopfschmerzen
Nicht bekannt Konvulsionen, vasovagale Synkope, Guillain-Barré-Syndrom, Fazialislähmung, Myelitis, Brachial-Neuritis, vorübergehende Parästhesie/Hypoästhesie der geimpften Extremität, Schwindelgefühl*
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Sehr häufig Diarrhö Übelkeit
Häufig Übelkeit, Erbrechen Diarrhö, Erbrechen
Nicht bekannt Abdominalschmerz
Erkrankungen der Haut und desUnterhautzellgewebes Häufig Ausschlag
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Sehr häufig Arthralgie/Gelenk-schwellung, Myalgie
Häufig Arthralgie/Gelenk-schwellung
Nicht bekannt Schmerz in der geimpften Extremität*
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Sehr häufig Ermüdung/Asthenie, Fieber† Ermüdung/Asthenie, Schüttelfrost
Schmerzen an der Injektionsstelle, Schwellung an der Injektionsstelle, Erythem an der Injektionsstelle
Systemorganklasse Häufigkeit Kinder von 3 bis einschließlich 6 Jahren Jugendliche und Erwachsene
Häufig Reizbarkeit, Dermatitis an der Injektionsstelle, blauer Fleck an der Injektionsstelle, Jucken ander Injektionsstelle Fieber†
Nicht bekannt Unwohlsein §, Blässe*, ausgeprägte Schwellung einer Extremität‡, Verhärtung an der Injektionsstelle*

* Nebenwirkung aus der Post-Marketing-Beobachtung.

† Fieber wurde in der Gruppe von Kindern als Temperatur ≥ 37,5 °C und in der Gruppe von Jugendlichen

und Erwachsenen als Temperatur ≥ 38 °C definiert.

‡ Siehe Abschnitt „Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen“.

§ Wurde mit einer Häufigkeit von „sehr häufig“ bei Jugendlichen und Erwachsenen in Studien mit Covaxis (Tdap-Komponente von Repevax, die die gleichen Mengen Diphtherie-, Tetanus- und Pertussisantigene enthält) beobachtet.

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Eine ausgeprägte Schwellung einer Extremität, die sich von der Injektionsstelle aus über ein oder zwei Gelenke hinaus ausdehnt und mit Erythem und manchmal auch Blasen einhergehen kann, wurde nach Verabreichung von Repevax berichtet. Die Mehrzahl dieser Reaktionen trat innerhalb von 48 Stunden auf und bildete sich spontan in durchschnittlich vier Tagen folgenlos zurück.

Das Risiko scheint von der Anzahl zuvor erhaltener Impfdosen gegen Diphtherie, Tetanus und Pertussis (d/DTaP) abhängig zu sein, mit einem größeren Risiko nach der 4. und 5. Dosis.

Kinder und Jugendliche

Das in Tabelle 1 dargestellte Verträglichkeitsprofil von Repevax bei 390 Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren wurde in 2 klinischen Studien ermittelt:

  • In einer klinischen Studie erhielten 240 Kinder im Alter von 3, 5 und 12 Monaten eine Grundimmunisierung mit einem DTaP-Impfstoff ohne zusätzliche Dosis im 2. Lebensjahr. Diese Kinder erhielten Repevax im Alter von 5 bis 6 Jahren.

  • 150 Kinder, die im Alter von 2, 3 und 4 Monaten mit einem Diphtherie-, Tetanus- und Ganzkeimpertussis-Impfstoff (DTwP) grundimmunisiert worden waren und keine weitere Dosis im 2. Lebensjahr erhalten hatten, erhielten vom 3. bis 5. Lebensjahr eine Dosis Repevax.

In beiden Studien war die Rate der meisten systemischen Nebenwirkungen innerhalb von 7 bis

10 Tagen nach der Impfung niedriger als 10 %. Nur Fieber (≥ 37,5 °C) und Ermüdung wurden bei mehr als 10 % der Probanden im Alter von 3 bis 6 Jahren berichtet. Außerdem wurde bei mehr als 10 % der Probanden zwischen 3 und 5 Jahren über Reizbarkeit berichtet (siehe Tabelle 1).

Eine vorübergehende starke Schwellung des Oberarms, in den der Impfstoff injiziert wurde, wurde in weniger als 1 % der Kinder im Alter von 5 bis 6 Jahren beobachtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel Paul-Ehrlich-Institut

Paul-Ehrlich-Str. 51–59

63225 Langen

Tel.: +49 6103 77 0

Fax: +49 6103 77 1234

Website: www.pei.de anzuzeigen.

Überdosierung

Nicht zutreffend.

Pharmakologische Eigenschaften - Repevax

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Bakterielle und virale Impfstoffe, kombiniert. Impfstoff gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis und Poliomyelitis,

ATC-Code: J07CA02.

Klinische Studien

Die Immunantwort von Kindern (von 3 bis 6 Jahren), Jugendlichen und Erwachsenen einen Monat nach Verabreichung von Repevax kann der folgenden Tabelle entnommen werden.

Tabelle 2: Immunantwort 4 Wochen nach der Impfung mit Repevax

Antikörper Kriterium Kinder 3–5 Jahre alt1(n = 148) Kinder von 5–6 Jahren2(n = 240) Erwachsene und Jugendliche3(n = 994)
Diphtherie (SN, I. E./ml) ≥ 0,1 100 % 99,4 % 92,8 %
Tetanus (ELISA,I. E./ml oder E. E./ml)4 ≥ 0,1 100 % 99,5 % 100 %
Pertussis (ELISA, E. E./ml) ≥ 55
Pertussis-Toxoid 99,3 % 91,2 % 99,7 %
Filamentöses Hämagglutinin 99,3 % 99,1 % 99,9 %
Pertactin 100 % 100 % 99,6 %
Fimbrien-Agglutinogene 2und 3 100 % 99,5 % 99,8 %
IPV (SN, Titer) ≥ 1 : 8
Typ 1 100 % 100 % 99,9 %
Typ 2 100 % 100 % 100 %
Typ 3 100 % 100 % 100 %

ELISA: enzymgebundener Immunoassay; E. E.: ELISA-Einheiten; IPV: inaktivierter Polio-Impfstoff; I. E.: Internationale Einheiten; n: Anzahl der Studienteilnehmer, die Repevax erhielten; SN: Seroneutralisation.

1.Die Studien U01-Td5I-303 und U02-Td5I-402 wurden in Großbritannien mit Kindern durchgeführt, die zuvor mit einem Diphtherie-, Tetanus-, Ganzkeim-Pertussis-Impfstoff (DTwP) und OPV im Alter von 2, 3 und 4 Monaten grundimmunisiert wurden. U01-Td5I-303 schloss Kinder im Alter von 3,5–5 Jahren ein. U02-Td5I-402 schloss Kinder im Alter von 3–

3,5 Jahren ein.

2. Die Schweden-5.5-Studie wurde in Schweden mit Kindern im Alter von 5–6 Jahren durchgeführt, die zuvor mit DTaP und IPV im Alter von 3, 5 und 12 Monaten grundimmunisiert wurden.

3. Die Studien TD9707 und TD9809 wurden in Kanada durchgeführt. TD9707 nahm Jugendliche im Alter von 11–17 Jahren

und Erwachsene im Alter von 18–64 Jahren auf. An der Studie TD9809 nahmen Jugendliche im Alter von 11–14 Jahren teil.

4. Die Tetanus-Einheiten unterscheiden sich je nach Testlabor. Die Ergebnisse wurden in I. E./ml für die Schweden-5.5-Studie und in E. E./ml für die anderen Studien angegeben.

5. Antikörperkonzentrationen von ≥ 5 E. E./ml werden von Storsaeter J. et al. als mögliche Ersatzmarker für Schutz gegen Pertussis postuliert (Storsaeter J. et al., Vaccine 1998; 16: 1907–1916).

Die Anwendung von Repevax bei Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren basiert auf Studien, in denen Repevax als vierte Dosis (erster Booster) von Diphtherie-, Tetanus-, Pertussis- und Poliomyelitis-Impfstoffen verabreicht wurde. Robuste Immunantworten wurden nach einer Einzeldosis von Repevax bei Kindern beobachtet, die entweder mit einem Diphtherie-, Tetanus-, Ganzkeim-Pertussis-Impfstoff (DTwP) und OPV (UK-Studien; Alter 3–5 Jahre) oder einem Diphtherie-, Tetanus-, azellulärem Pertussis-Impfstoff (DTaP) und IPV (Schweden-Studie; Alter 5–6 Jahre) im Säuglingsalter geimpft wurden.

Die in diesen Studien für Repevax bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 11 Jahren nachgewiesene Verträglichkeit und Immunogenität sind vergleichbar mit denen nach einer Auffrischimpfung mit einer Dosis eines zugelassenen Td- oder Td-IPV-Adsorbat-Impfstoffs mit einem ähnlichen Gehalt an Tetanus- und Diphtherie-Toxoiden bzw. inaktivierten Polioviren der Typen 1, 2 und 3. Die schwächere Immunantwort auf Diphtherie-Toxoid ist vermutlich auf den Studieneinschluss von Teilnehmern mit ungeklärter oder unvollständiger Immunisierung zurückzuführen.

Serologische Korrelate für einen ausreichenden Schutz gegen Pertussis wurden bisher nicht ermittelt. In den Schweden-I-Effektivitätsstudien, die zwischen 1992 und 1996 durchgeführt wurden, erbrachte die Grundimmunisierung mit DTaP-Impfstoffen von Sanofi Pasteur für das Säuglingsalter eine Schutzwirkung von 85 % gegen Pertussis. Im Vergleich zu diesen Daten ist für Repevax in den klinischen Studien bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eine schützende Immunantwort anzunehmen.

Antikörperpersistenz

Zulassungsrelevante Studien, die mit Covaxis durchgeführt wurden, erbrachten bei Personen, die zuvor eine einzige Dosis Covaxis als Auffrischimpfung erhalten hatten, serologische Langzeitdaten nach 3, 5 und 10 Jahren. Die Persistenz der Seroprotektion gegen Diphtherie und Tetanus und die Seropositivität gegen Pertussis ist in Tabelle 3 zusammengefasst.

Tabelle 3: Persistenz der Seroprotektions-/Seropositivitätsraten (%) bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nach 3, 5 und 10 Jahren, die zuvor eine Dosis Covaxis (Tdap-Komponente von Repevax) erhalten hatten (PPI-Gruppe1)

Kinder(4‒6Jahre)2 Jugendliche(11‒17 Jahre)3 Erwachsene(18‒64 Jahre)3
Zeit seit der Covaxis-Dosis 5 Jahre 3 Jahre 5 Jahre 10 Jahre 3 Jahre 5 Jahre 10 Jahre
Studienteilnehmer N = 128–150 N = 300 N = 204–206 N = 28–39 N = 292 N = 237–238 N = 120–136
Antikörper % Seroprotektion/Seropositivität
Diphtherie(SN, I. E./ml) ≥ 0,1 86,0 97,0 95,1 94,9 81,2 81,1 84,6
≥ 0,01 100 100 100 100 95,2 93,7 99,3
Tetanus(ELISA,I. E./ml) ≥ 0,1 97,3 100 100 100 99,0 97,1 100
Pertussis(ELISA,E. E./ml) Sero-positivität4 63,3 97,3 85,4 82,1 94,2 89,1 85,8
PT
FHA 97,3 100 99,5 100 99,3 100 100
PRN 95,3 99,7 98,5 100 98,6 97,1 99,3
FIM 98,7 98,3 99,5 100 93,5 99,6 98,5

ELISA: enzymgebundener Immunoassay; E. E.: ELISA-Einheiten; I. E.: Internationale Einheiten;

N: Anzahl Teilnehmer mit verfügbaren Daten; PPI: Per-Protokoll-Immunogenität; SN: Seroneutralisation.

1 Infrage kommende Studienteilnehmer, für die Immunogenitätsdaten für mindestens einen Antikörper zum spezifizierten Zeitpunkt verfügbar waren.

2 Die Studie Td508 wurde in Kanada mit Kindern im Alter von 4–6 Jahren durchgeführt.

3 Die Studie Td506 wurde in den Vereinigten Staaten mit Jugendlichen im Alter von 11–17 Jahren und Erwachsenen im Alter von 18–64 Jahren durchgeführt.

4 Prozentualer Anteil der Teilnehmer mit Antikörperkonzentrationen ≥ 5 E. E./ml für PT, ≥ 3 für FHA und PRN und

≥ 17 E. E./ml für FIM nach 3 Jahren bzw. mit Antikörperkonzentrationen ≥ 4 E. E./ml für PT, PRN und FIM und

≥ 3 E. E./ml für FHA nach 5 und 10 Jahren.

Follow-up-Studien, die mit Repevax durchgeführt wurden, liefern serologische Daten nach 1, 3, 5 und 10 Jahren bei Personen, die zuvor mit einer einzigen Booster-Dosis von Repevax immunisiert wurden. Die Persistenz der Seroprotektion gegenüber Diphtherie und Tetanus, Seropositivität gegenüber Pertussis und seroprotektive Antikörper (≥ 1 : 8-Verdünnung) für jedes Poliovirus (Typen 1, 2 und 3) sind in Tabelle 4 zusammengefasst.

Tabelle 4: Persistenz der Seroprotektions-/Seropositivitätsrate (%) bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nach 1, 3, 5 und 10 Jahren nach einer Dosis Repevax (ITT-Population1)

Kinder(3,5–5 Jahre)2 Jugendliche(11–17 Jahre)2 Erwachsene(18–64 Jahre)2
Zeit nach der Repevax-Dosis 1Jahr 3Jahre 5Jahre 1Jahr 3Jahre 5Jahre 10Jahre 1Jahr 3Jahre 5Jahre 10Jahre
Studienteilnehmer N = 36–37 N = 36 N = 38–48 N = 64 N = 117 N = 108 N = 97‒107 N = 32 N = 135–136 N = 127 N = 67–79
Antikörper % Seroprotektion/Seropositivität
Diphtherie(SN,I. E./ml) ≥ 0,1 89,2 72,2 75,0 71,9 85,2 77,1 68,5 62,5 55,6 35,2 32,9
≥ 0,01 100 100 100 100 99,1 96,2 99,1 90,6 91,9 79,2 84,8
Tetanus(ELISA,I. E./ml) ≥ 0,1 100 100 100 100 100 100 97,2 100 97,8 98,4 93,7
Pertussis(ELISA,E. E./ml) Sero-positivität3,4 89,2 61,1 55,3 98,4 96,6 99,1 87,6 100 97,1 97,6 91,0
PT
FHA 100 94,4 100 100 99,1 99,1 98,1 100 100 100 100
PRN 97,3 91,7 95,7 100 99,1 100 88,8 100 99,3 98,4 93,7
FIM 100 100 95,7 98,4 98,3 98,1 100 93,8 94,1 93,7 98,7
IPV(SN, Titer) ≥ 1 : 8
Typ 1 100 100 97,9 98,4 100 100 NA 100 100 100 NA
Typ 2 100 100 100 100 100 100 NA 100 100 100 NA
Typ 3 100 97,2 95,7 98,4 100 98,2 NA 100 100 100 NA

ELISA: enzymgebundener Immunoassay; E. E.: ELISA-Einheiten; IPV: inaktivierter Polio-Impfstoff; ITT: intention to treat; I. E.: Internationale Einheiten; N: Anzahl der Studienteilnehmer mit verfügbaren Daten; NA: nicht untersucht; SN: Seroneutralisation. 1 ITT-Population: Studie U01-Td5I-303-LT: Teilnahmeberechtigte Studienteilnehmer, für die Immunogenitätsdaten für mindestens einen Antikörper zum angegebenen Zeitpunkt und bei Jahr 5 verfügbar waren. Studie TD9707-LT: Teilnahmeberechtigte Studienteilnehmer, für die Immunogenitätsdaten für mindestens einen Antikörper zum angegebenen Zeitpunkt verfügbar waren.

2 Studie U01-Td5I-303-LT in Großbritannien mit Kindern im Alter von 3,5–5 Jahren durchgeführt; Studie TD9707-LT in Kanada mit Jugendlichen im Alter von 11–17 Jahren und Erwachsenen im Alter von 18–64 Jahren durchgeführt.

3 Für U01-Td5I-303-LT: Prozentsatz der Studienteilnehmer mit Antikörpern ≥ 5 E. E./ml für PT, ≥ 3 für FHA und ≥ 4 für PRN und für FIM für das 1-Jahr-Follow-up; ≥ 4 E. E./ml für PT, FIM und PRN und ≥ 3 E. E./ml für FHA für das 3-Jahres- und 5-Jahres-Follow-up.

4 Für TD9707-LT: Prozentsatz der Studienteilnehmer mit Antikörpern ≥ 5 E. E./ml für PT, ≥ 3 E. E./ml für FHA und PRN und

≥ 17 E. E./ml für FIM für alle Zeitpunkte außer 10 Jahren; ≥ 4 E. E./ml für PT, FIM und PRN und ≥ 3 E. E./ml für FHA für 10-Jahres-Follow-up.

Immunogenität nach mehrmaliger Impfung

Es wurde die Immunogenität von Covaxis nach erneuter Impfung 10 Jahre nach der vorangegangenen Dosis von Covaxis oder Repevax untersucht. Einen Monat nach der Impfung hatten ≥ 98,5 % der Studienteilnehmer seroprotektive Antikörperkonzentrationen (≥ 0,1 I. E./ml) gegen Diphtherie und Tetanus und ≥ 84 % erzielten eine Auffrischantwort gegen die Pertussisantigene. (Eine Pertussis-Auffrischantwort wurde definiert als Antikörperkonzentration nach der Impfung von

  • ≥ 4 x LLOQ (= untere Bestimmungsgrenze), wenn die Konzentration vor der Impfung < LLOQ war,

  • ≥ 4 x Konzentration vor der Impfung, wenn die Konzentration vor der Impfung ≥ LLOQ, aber

    < 4 x LLOQ war,

  • ≥ 2 x Konzentration vor der Impfung, wenn die Konzentration vor der Impfung ≥ 4 x LLOQ war.)

Basierend auf den Serologie-Langzeitdaten und den Daten zur mehrmaligen Impfung, kann Repevax anstelle eines dT-Impfstoffs oder eines dT-IPV-Impfstoffs verwendet werden, um zusätzlich zu dem Schutz vor Diphtherie, Tetanus und Polio auch den Schutz vor Pertussis aufzufrischen.

Immunogenität bei nicht vorimmunisierten Studienteilnehmern

Nach der Verabreichung einer Dosis Repevax an 330 Erwachsene ≥ 40 Jahre, die in den vergangenen

20 Jahren nicht mit einem diphtherie- und tetanushaltigen Impfstoff geimpft worden waren,

  • waren ≥ 95,8 % der Erwachsenen seropositiv (≥ 5 I. E./ml) für Antikörper gegen alle im Impfstoff enthaltenen Pertussisantigene,

  • hatten 82,4 % bzw. 92,7 % eine schützende Anti-Diphtherie-Antikörperkonzentration über dem Schwellenwert von ≥ 0,1 bzw. ≥ 0,01 I. E./ml,

  • hatten 98,5 % bzw. 99,7 % eine schützende Anti-Tetanus-Antikörperkonzentration über dem Schwellenwert von ≥ 0,1 bzw. ≥ 0,01 I. E./ml,

  • hatten ≥ 98,8 % eine schützende Anti-Polio-Antikörperkonzentration (Typ 1, 2 und 3) über

dem Schwellenwert der Verdünnung von ≥ 1 : 8.

Nach Verabreichung von zwei weiteren Dosen eines diphtherie-, tetanus- und poliohaltigen Impfstoffs einen und sechs Monate nach der ersten Dosis an 316 Probanden wiesen 94,6 % bzw. 100 % der Probanden schützende Antikörperkonzentrationen gegen Diphtherie (≥ 0,1 bzw. ≥ 0,01 I. E./ml) auf. 100 % der Probanden zeigten eine Seroprotektion gegen Tetanus (≥ 0,1 I. E./ml) sowie gegen Polio Typ 1, 2 und 3 (≥ 1 : 8-Verdünnung) (siehe Tabelle 5).

Tabelle 5: Serologischer Immunstatus (Seroprotektions-/Seroresponserate und GMC/GMT) vor Impfung und nach jeder Dosis eines 3-Dosen-Impfschemas mit Repevax (Dosis 1) gefolgt von

2 Dosen REVAXIS 1 und 6 Monate später (Dosis 2 und 3) bei Personen, die entsprechend Studienprotokoll geimpft wurden (FAS)

Antigen Kriterien Vor der Impfung Nach Dosis 1 Repevax Nach Dosis 2 REVAXIS Nach Dosis 3 REVAXIS
N = 330 N = 330 N = 325 N = 316
Diphtherie GMC 0,059 0,813 1,373 1,489
(SN, I. E./ml) 95 %-KI [0,046; 0,077] [0,624; 1,059] [1,100; 1,715] [1,262; 1,757]
≥ 0,1 44,5 % 82,4 % 90,5 % 94,6 %
95 %-KI [39,1; 50,1] [77,9; 86,4] [86,7; 93,4] [91,5; 96,8]
≥ 0,01 72,4 % 92,7 % 96,0 % 100 %
95 %-KI [67,3; 77,2] [89,4; 95,3] [93,3; 97,9] [98,8; 100]
Tetanus GMC 0,48 6,82 7,60 5,46
(ELISA, I. E./ml) 95 %-KI [0,39; 0,60] [5,92; 7,87] [6,77; 8,52] [5,01; 5,96]
≥ 0,1 81,2 % 98,5 % 100 % 100 %
95 %-KI [76,6; 85,3] [96,5; 99,5] [98,9; 100] [98,8; 100]
≥ 0,01 92,4 % 99,7 % 100 % 100 %
95 %-KI [89,0; 95,0] [98,3; 100] [98,9; 100] [98,8; 100]
Poliomyelitis (SN, 1/Verd.)
Typ 1 GMT 162,6 2.869,0 2.320,2 1.601,9
95 %-KI [133,6; 198,0] [2.432,9; 3.383,4] [2.010,9; 2.677,0] [1.425,4; 1.800,3]
≥ 8 93,3 % 99,4 % 100 % 100 %
95 %-KI [90,1; 95,8] [97,8; 99,9] [98,9; 100] [98,8; 100]
Typ 2 GMT 164,5 3.829,7 3.256,0 2.107,2
95 %-KI [137,6; 196,8] [3.258,5; 4.501,1] [2.818,2; 3.761,7] [1.855,7; 2.392,8]
≥ 8 95,5 % 100 % 100 % 100 %
95 %-KI [92,6; 97,4] [98,9; 100] [98,9; 100] [98,8; 100]
Typ 3 GMT 69,0 5.011,4 3.615,6 2.125,8
95 %-KI [56,9; 83,6] [4.177,4; 6.012,0] [3.100,5; 4.216,4] [1.875,5; 2.409,6]
≥ 8 89,1 % 98,8 % 99,7 % 100 %
95 %-KI [85,2; 92,2] [96,9; 99,7] [98,3; 100] [98,8; 100]
Pertussis (ELISA, E. E./ml)
PT GMC 7,7 41,3
95 %-KI [6,8; 8,7] [36,7; 46,5]
≥ 5 - 96,3 % - -
95 %-KI [93,6; 98,1]
FHA GMC 28,5 186,7
95 %-KI [25,5; 31,8] [169,6; 205,6]
≥ 5 - 100 % - -
95 %-KI [98,9; 100]
PRN GMC 7,7 328,6
95 %-KI [6,7; 8,9] [273,0; 395,6]
≥ 5 - 99,4 % - -
95 %-KI [97,8; 99,9]
FIM GMC 6,1 149,6
95 %-KI [5,2; 7,1] [123,6; 181,0]
≥ 5 - 95,8 % - -
95 %-KI [93,0; 97,7]

GMC: geometrischer Mittelwert der Antikörperkonzentrationen; GMT: geometrischer Mittelwert der Antikörpertiter;

KI: Konfidenzintervall; SN: Seroneutralisation; ELISA: enzymgebundener Immunoassay; E. E.: ELISA-Einheiten; Verd.: Verdünnung.

FAS: Full Analysis Set – umfasst alle Personen, die gemäß Studie geimpft wurden und von denen nach der Impfung Daten zur Immunantwort erhoben werden konnten.

Immunogenität bei Schwangeren

Pertussis-Antikörperreaktionen bei Schwangeren ähneln im Allgemeinen denen von nicht schwangeren Frauen. Für den Antikörpertransfer auf den Fötus erfolgt die Impfung optimalerweise im zweiten oder dritten Trimenon der Schwangerschaft.

Immunogenität gegen Pertussis bei Säuglingen (im Alter von < 3 Monaten) von Frauen, die während der Schwangerschaft geimpft wurden

Daten aus zwei veröffentlichten, randomisierten, kontrollierten Studien zeigen höhere Pertussis-Antikörperkonzentrationen bei der Geburt und im Alter von 2 Monaten (d. h. vor Beginn ihrer Erstimpfung) bei Säuglingen von Frauen, die während der Schwangerschaft mit Covaxis geimpft wurden, im Vergleich zu Säuglingen von Frauen, die während der Schwangerschaft nicht gegen Pertussis geimpft wurden.

In der ersten Studie erhielten 33 schwangere Frauen Covaxis und 15 Kochsalzlösung-Placebo in der

30. bis 32. Schwangerschaftswoche. Der geometrische Mittelwert der Antikörperkonzentrationen (GMC) gegen die Pertussisantigene PT, FHA, PRN und FIM betrug 66,8, 234,2, 226,8 und 1867,0 E. E./ml bei Geburt und 20,6, 99,1, 75,7 und 510,4 E. E./ml im Alter von 2 Monaten bei

Säuglingen von geimpften Frauen. Bei Säuglingen der Kontrollgruppe lag der entsprechende GMC bei 14,0, 25,1, 14,4 und 48,5 E. E. und 5,3, 6,6, 5,2 und 12,0 E. E./ml im Alter von 2 Monaten. Die

GMC-Verhältnisse (Covaxis/Kontrollgruppe) betrugen 4,9, 9,3, 15,8 und 38,5 E. E./ml bei Geburt und

3,9, 15,0, 14,6 und 42,5 E. E./ml im Alter von 2 Monaten.

In der zweiten Studie erhielten 134 schwangere Frauen Covaxis und 138 einen Tetanus- und Diphtherie-Kontrollimpfstoff bei einem mittleren Gestationsalter von 34,5 Wochen. Die GMC gegen die Pertussisantigene PT, FHA, PRN und FIM betrugen 54,2, 184,2, 294,1 und 939,6 E. E./ml bei Geburt und 14,1, 51,0, 76,8 und 220,0 E. E./ml im Alter von 2 Monaten bei Säuglingen von geimpften Frauen. Bei Säuglingen der Kontrollgruppe lag der entsprechende GMC bei 9,5, 21,4, 11,2 und

31,5 E. E./ml bei Geburt und 3,6, 6,1, 4,4 und 9,0 E. E./ml im Alter von 2 Monaten. Die GMC-Verhältnisse (Covaxis/Kontrollgruppe) betrugen 5,7, 8,6, 26,3 und 29,8 E. E./ml bei Geburt und 3,9,

8,4, 17,5 und 24,4 E. E./ml im Alter von 2 Monaten.

Diese höheren Antikörperkonzentrationen sollten dem Säugling in den ersten 2–3 Lebensmonaten eine passive Immunität gegen Pertussis verleihen, wie durch Beobachtungsstudien zur Wirksamkeit gezeigt wurde.

Immunogenität bei Säuglingen und Kleinkindern von Frauen, die während der Schwangerschaft geimpft wurden

Für Säuglinge von Frauen, die während der Schwangerschaft mit Repevax oder Covaxis geimpft wurden, wurde die Immunogenität der routinemäßigen Säuglingsimpfung in mehreren veröffentlichten Studien untersucht. Es wurden Daten zur Reaktion des Säuglings auf Pertussis- und Nicht-Pertussisantigene während des ersten Lebensjahres ausgewertet.

Mütterliche Antikörper, die nach einer Repevax- oder Covaxis-Impfung in der Schwangerschaft gebildet wurden, können mit einer Abschwächung (blunting) der Immunantwort des Säuglings auf die aktive Immunisierung gegen Pertussis assoziiert sein. Basierend auf aktuellen epidemiologischen Studien, hat diese Abschwächung möglicherweise keine klinische Relevanz.

Daten aus mehreren Studien zeigten keine klinisch relevante Abschwächung durch die Impfung in der Schwangerschaft mit Repevax oder Covaxis und die Reaktionen der Säuglinge oder Kleinkinder auf Diphtherie-, Tetanus-, Haemophilus influenzae-Typ-B-, inaktivierte Polioviren- oder Pneumokokken-Antigene.

Wirksamkeit gegen Pertussis bei Säuglingen von Frauen, die während der Schwangerschaft geimpft wurden

Die Wirksamkeit des Impfstoffs in den ersten 2–3 Lebensmonaten bei Säuglingen von Frauen, die im dritten Trimenon der Schwangerschaft gegen Pertussis geimpft wurden, wurde in drei Beobachtungsstudien untersucht. Die Gesamtwirksamkeit beträgt > 90 %.

Tabelle 6: Wirksamkeit des Impfstoffs (vaccine effectiveness, VE) gegen Pertussis bei Säuglingen, deren Mütter mit Repevax oder Covaxis während der Schwangerschaft geimpft wurden. Drei retrospektive Studien

Ort Impfstoff VE (95 %-KI) VE-Schätzungsmethode Säuglings-Nachverfolgungszeitraum
UK Repevax 93 % (81; 97) ungepaarte Fallkontrolle 2 Monate
US Covaxis* 91,4 %(19,5; 99,1) Kohorten-Regressionsmodell 2 Monate
UK Repevax 93 % (89; 95) Screening (Fallberichte) 3 Monate

* Etwa 99 % der Frauen wurden mit Covaxis geimpft.

Pharmakokinetik

Eine Bewertung von pharmakokinetischen Eigenschaften ist für Impfstoffe nicht erforderlich.

Pharmazeutische Angaben - Repevax

Liste der sonstigen Bestandteile

Phenoxyethanol Ethanol Polysorbat 80

Wasser für Injektionszwecke Adjuvans, siehe Abschnitt 2

Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf Repevax nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre.

Das Verfalldatum des Impfstoffs ist auf dem Behältnis und auf der Faltschachtel mit Monat und Jahr aufgedruckt. Nach Ablauf des angegebenen Monats darf der Impfstoff nicht mehr verwendet werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Kühlschrank lagern (2 °C–8 °C).

Nicht einfrieren. Versehentlich eingefrorener Impfstoff muss vernichtet werden. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Die Stabilitätsdaten weisen darauf hin, dass die Impfstoffkomponenten bei Temperaturen bis zu 25 °C für 72 Stunden stabil sind. Nach Ablauf dieses Zeitraums sollte Repevax verwendet oder verworfen werden. Diese Daten sind nur als Orientierungshilfe für Ärzte und medizinisches Fachpersonal im Falle einer vorübergehenden Temperaturabweichung gedacht.

Art und Inhalt des Behältnisses

0,5 ml Suspension in einer Fertigspritze (Glas) mit Kolbenstopfen (Chlorobutyl-Elastomer) ohne feststehende Kanüle sowie einer Verschlusskappe (synthetisches Isopren-Bromobutyl-Elastomer) – Packungsgrößen 1, 10 oder 20.

0,5 ml Suspension in einer Fertigspritze (Glas) mit Kolbenstopfen (Chlorobutyl-Elastomer) ohne feststehende Kanüle sowie einer Verschlusskappe (synthetisches Isopren-Bromobutyl-Elastomer) und einer oder zwei beigepackten Kanülen – Packungsgrößen 1, 10 oder 20.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

und sonstige Hinweise für die Handhabung

Handhabungshinweise

Parenteral anzuwendende Präparate sollten vor Verabreichung visuell auf Fremdpartikel und/oder Verfärbungen untersucht werden. Gegebenenfalls muss der Impfstoff vernichtet werden.

Der Impfstoff ist eine gleichförmig weißlich trübe Suspension, die während der Lagerung sedimentieren kann. Die Fertigspritze vor Gebrauch gut schütteln, um vor der Verabreichung des Impfstoffs eine homogene Suspension zu erhalten.

Bei Fertigspritzen ohne Kanülen wird eine Kanüle mit einer Vierteldrehung fest auf die Fertigspritze aufgesetzt.

Entsorgung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den lokalen Anforderungen zu beseitigen. Kanülen sollten nicht wieder mit der Schutzkappe versehen werden.

Weblinks

Packungen und Preis

Repevax Abacus Inj.Susp. 1 Fertigspr. m 1 Kan. N1
Preis
45,57 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Repevax Abacus Inj.-Susp. 1 Fertigspr. m. 2Kan. N1
Preis
45,57 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Repevax Abacus Inj.-S. 10x1 Fertigspr. m.2Kan.
Preis
347,11 €
Zuzahlung
-

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Repevax Abacus Inj.Susp. 10 Fertigspr. m 1 Kan.
Preis
347,11 €
Zuzahlung
-

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Repevax Abacus Inj.Susp. 20 Fertigspr. m 1 Kan. N3
Preis
675,69 €
Zuzahlung
10,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Repevax Abacus Inj.-S. 20x1 Fertigspr. m.2Kan. N3
Preis
675,84 €
Zuzahlung
10,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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