Verschreibungsinformationen
Versicherungsliste
Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
Letzte Aktualisierung der Fachinformation

Mediately App verwenden
Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.
Über 36k bewertungen
Fachinfo - Vobaderm®
Zur Initialtherapie von oberflächlichen entzündlichen Dermatomykosen, die durch Dermatophyten und Hefepilze hervorgerufen sind sowie von Ekzemen, die durch Pilze und/oder durch grampositive, gegenüber Miconazol empfindliche Bakterien infiziert sind.
Vobaderm ist indiziert zur Anfangstherapie. Sobald die Entzündung abgeklungen ist, kann die Pilzerkrankung der Haut - wenn nötig - mit einem reinen Antimykotikum weiterbehandelt werden.
Vobaderm soll 2 x täglich dünn auf die erkrankten Hautstellen appliziert werden.
Vobaderm sollte üblicherweise nicht länger als 1 Woche angewendet werden.
Die Anwendung von Vobaderm ist kontraindiziert bei Säuglingen und Kleinkindern (siehe Abschnitt 4.3).
Vobaderm darf nicht angewendet werden bei
-
Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, andere Imidiazol Derivate oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile,
-
spezifischen Hautprozessen (Lues, Tbc),
-
Varizellen,
-
Vakzinationsreaktionen,
-
perioraler Dermatitis,
-
Rosazea,
-
Akne,
-
primären eitrigen Hautinfektionen.
Vobaderm sollte nicht auf Augenlider, atrophische Haut, auf Wunden und Ulcera aufgetragen werden. Vorsicht bei Anwendung im Gesicht. Schleimhautkontakt ist zu vermeiden.
Generell sollte eine Langzeitanwendung, eine Anwendung auf größeren Hautflächen (mehr als 10 % der Körperoberfläche) und eine Anwendung unter Okklusivbedingungen (Pflaster, etc.), besonders bei Kindern, unterbleiben.
Die Anwendung von Vobaderm ist kontraindiziert bei Säuglingen und Kleinkindern.
Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Anaphylaxie und Angioödem, wurden während der Behandlung mit topischen Darreichungsformen von Miconazol berichtet. Falls eine Reaktion auftritt, die eine Überempfindlichkeit oder Reizung vermuten lässt, soll die Behandlung abgebrochen werden. Vobaderm darf nicht in Kontakt mit der Schleimhaut der Augen kommen.
Nach Absetzen der Therapie kann es zu einem Reboundeffekt kommen. Kortikosteroid-haltige Externa können die Symptomatik von Dermatosen verändern und die exakte Diagnose erschweren.
Die Haut ist im Gesichtsbereich besonders empfindlich. Daher soll dort eine Langzeittherapie mit Lokalkortikoiden nicht durchgeführt werden, um Hautveränderungen zu vermeiden. Eine Anwendung am Augenlid ist generell zu vermeiden, da dies unter Umständen zum Glaukom führen kann.
Sehstörung
Bei der systemischen und topischen Anwendung von Kortikosteroiden können Sehstörungen auftreten. Wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden; diese umfassen unter anderem Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Kortikosteroide gemeldet wurden.
Bei der Behandlung mit Vobaderm im Genital- oder Analbereich kann es wegen des sonstigen Bestandteils Vaselin bei gleichzeitiger Anwendung von Latexprodukten (z. B. Kondome, Diaphragmen) zu einer Verminderung der Funktionsfähigkeit und damit zu einer Beeinträchtigung der Sicherheit dieser Produkte kommen.
Vobaderm enthält Propylenglycol und Stearylalkohol, die örtlich begrenzt Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis) hervorrufen können.
Vobaderm enthält Butylhydroxytoluol, das örtlich begrenzt Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und der Schleimhäute hervorrufen kann.
Schwangerschaft
Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Vobaderm bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien mit Flupredniden-21-acetat haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe 5.3). Vobaderm soll deshalb im ersten Drittel der Schwangerschaft nicht verwendet werden. In späteren Stadien der Schwangerschaft darf das Präparat nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abschätzung angewendet werden. Insbesondere eine großflächige (mehr als 10 % der Körperoberfläche) oder langfristige Anwendung und okklusive Verbände sind während der Schwangerschaft zu vermeiden.
Für den Menschen liegen bisher keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung vor, intrauterine Wachstumsstörungen durch Glukokortikoide sind bei einer Langzeittherapie jedoch nicht auszuschließen. Bei einer Behandlung zum Ende der Schwangerschaft besteht für den Fötus die Gefahr einer Atrophie der Nebennierenrinde, die eine ausschleichende Substitutionstherapie beim Neugeborenen erforderlich macht.
Stillzeit
Es liegen keine Daten zum Übertritt der in Vobaderm enthaltenen Wirkstoffe in die Muttermilch vor. Andere Glukokortikoide gehen in die Muttermilch über. Bei einer großflächigen oder langfristigen Anwendung soll Vobaderm deshalb nicht während der Stillzeit angewendet bzw. wenn die Anwendung von Vobaderm in der Stillzeit erforderlich ist, sollte abgestillt werden. Ein Kontakt des Säuglings mit den behandelten Hautpartien ist zu vermeiden.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Selten: allergische oder irritative Hauterscheinungen und Hautausschlag. Sehr selten: Hyperpigmentierung der Haut.
Bei großflächiger und/oder länger dauernder Anwendung und besonders unter Okklusivbedingungen sind lokale Hautveränderungen wie Atrophien, Teleangiektasien, Striae distensae, Steroidakne, periorale Dermatitis, Hypertrichose und Depigmentierung sowie eine Suppression der Nebennierenrindenfunktion nicht auszuschließen, besonders bei Kindern und Kleinkindern.
Bei Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile von Vobaderm kann es zu lokalen Reizerscheinungen (z. B. Rötung, Brennen, Juckreiz) sowie zu Kontaktsensibilisierung kommen.
Augenerkrankungen:
Nicht bekannt: Verschwommenes Sehen (siehe auch Abschnitt 4.4)
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Langdauernde und übermäßige Applikation von Vobaderm kann zur lokalen Reizung, Hautatrophie und - bedingt durch eine höhere Resorption - zu einer Suppression der Nebennierenrindenfunktion führen. Während die Reizung und die Suppression der Nebennierenrindenfunktion nach Beendigung der Therapie reversibel sind, kann die Hautatrophie persistieren.
Eine unbeabsichtigte orale Einnahme ist wegen der geringen Wirkstoffmenge ungefährlich. Spezifische Notfallmaßnahmen sind deswegen nicht notwendig.
Pharmakologische Eigenschaften - Vobaderm®
Pharmakotherapeutische Gruppe: Kombination aus mittelstark wirksamem Hautkortikoid + Antimykotikum mit antibakterieller Wirkung
ATC-Code: D07XB03
Fluprednidenacetat gehört in die Klasse der potenten Glukokortikosteroide. Die antiallergischen, juckreizstillenden, antiproliferativen und antiphlogistischen Eigenschaften wurden in verschiedenen tier- und humanpharmakologischen Untersuchungen bestätigt.
Miconazolnitrat ist ein Breitspektrum-Imidazol-Antimykotikum mit Wirksamkeit gegen Dermatophyten, Hefen und Schimmelpilze.
Darüber hinaus konnte (in vitro) eine gegen grampositive Bakterien gerichtete antibakterielle Wirkung nachgewiesen werden.
Neben der in vitro nachgewiesenen Wirksamkeit liegen eine Reihe von Tierexperimenten vor, in welchen eine gute Wirksamkeit von Miconazol z. B. bei der letalen Coccidioidomykose der Maus, bei durch Trichophyton mentagrophytes ausgelösten Hautinfektionen am Meerschweinchen sowie bei der Candida-Keratitis des Kaninchens festgestellt wurde.
Die Pharmakokinetik des Kombinationspräparates wurde im Tierversuch an weiblichen Hausschweinen abgeklärt. Hierbei zeigte sich, dass nach lokaler Applikation von Vobaderm Fluprednidenacetat zu 2,4 % im Blut und im Sammelurin wiedergefunden werden konnte, während Miconazol eine Resorptionsquote von 0,8 % aufweist.
Am Menschen wurde eine Cortisolspiegelbestimmung durchgeführt, die Hinweise auf das Ausmaß von systemisch resorbiertem Fluprednidenacetat liefert. Aufgrund der nicht nachgewiesenen Cortisolspiegelerniedrigung und der unveränderten Stimulierbarkeit nach ACTH-Stimulation konnte eine mögliche systemische Wirkung von Fluprednidenacetat praktisch ausgeschlossen werden.
Bioverfügbarkeit
Fluprednidenacetat dringt nach topischer Applikation der Cremezubereitung schnell in die Hornschicht ein und reichert sich in Form eines Depots in der Hautbarriere an.
Für Miconazol liegen keine Daten zur Bioverfügbarkeit nach lokaler Applikation vor.
Pharmazeutische Angaben - Vobaderm®
Gereinigtes Wasser Propylenglycol Stearylalkohol (Ph.Eur.)
Glycerolmonostearat-Macrogolstearat 5000 (1:1)
Glycerolmonostearat 40–55 Mittelkettige Triglyceride
Weißes Vaselin (enthält Butylhydroxytoluol (Ph.Eur.)) Dimeticon 100
Aluminiumtuben mit Membranverschluss und HDPE-Schraubdeckel Packungsgrößen: 20 g und 50 g
Klinikpackung 20 g
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.