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Präparate
Wechselwirkungen-Liste
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6
Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Apothekenpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Vagi-C®, 250 mg / Vaginaltabletten

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Ja

Darreichungsform

Vaginaltbl.

Hersteller

Almirall Hermal GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.11.2021
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Fachinfo - Vagi-C®, 250 mg

Anwendungsgebiete

Bei chronischer oder rezidivierender Aminkolpitis (bakterielle Vaginose, unspe-zifische Kolpitis) leichter bis mittelschwe-rer Ausprägung; zur Normalisierung der gestörten Vaginalflora.

Dosierung

Die Standardtherapie beträgt 1 Vaginal-tablette à 250 mg Ascorbinsäure pro Tag.

Die Vaginaltablette wird am besten abends tief in die Scheide eingeführt. Bei leichten bis mittleren bakteriellen Störun-gen der Vaginalflora genügt eine 6-tägige Anwendung. Bei schwerer Störung der Vaginalflora mit völligem Fehlen der Lak-tobazillenflora oder in der Schwanger-schaft ist eine längere Anwendung über Wochen angeraten. Eine Wiederholung nach der Periode erhöht den Heilungser-folg.

Falls notwendig, kann Vagi-C über Wo-chen und Monate hinweg täglich verab-reicht werden. Hinweise für eine Begren-zung der Anwendungsdauer liegen nicht vor.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Patienten mit Candidakolpitis, da diese durch Vitamin C nicht geheilt wird und die bestehenden Beschwerden durch die An-säuerung verstärkt werden können.

Warnhinweise

Eine Unterbrechung der Anwendung von Vagi-C wegen Zwischenblutung oder Pe-riodenblutung ist nicht erforderlich. Auch andere Grundkrankheiten oder syste-mische Infektionskrankheiten sind keine Kontraindikation für die Anwendung von Vagi-C.

Im Gegenteil, eine zusätzliche Zufuhr von Vitamin C kann sogar erwünscht sein, da der Bedarf des Organismus in Stress-Si-tuationen höher ist.

Wechselwirkungen

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Vitamin C verfälscht die enzymatische Glukosebestimmung im Harn, ebenso die Serumtransaminase-Bestimmung, die Lak-tatdehydrogenase-Bestimmung und die Serumbilirubin-Bestimmung. Salicylate er-höhen die Ausscheidung von Vitamin C. Östrogene verbessern die Bioverfügbar-keit von Vitamin C. Die Wirkung von Anti-koagulantien wird durch Vitamin C ver-mindert.

Schwangerschaft

Es bestehen keinerlei Bedenken gegen die Verabreichung von Vagi-C während der gesamten Schwangerschaftsdauer und Stillzeit.

Die Patientin ist darauf hinzuweisen, dass die Hände vor der Anwendung von Vagi C gründlich gewaschen werden, um das Risiko einer aufsteigenden Infektion zu reduzieren.

Es wurden keine Fertilitätsstudien am Menschen durchgeführt. Tierexperimen-telle Studien ergaben keine Hinweise hin-sichtlich toxischer Effekte auf die Fertili-tät.

Fahrtüchtigkeit

Nicht zutreffend.

Nebenwirkungen

Bei den Häufigkeitsangaben zu Neben-wirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Gelegentlich kann es nach der Applikati-on von Vagi-C zu Brennen und Juckreiz in der Scheide kommen.

Dies ist ein Phänomen, das bei allen Va-ginaltherapeutika mehr oder weniger zu beobachten ist. Ein Teil der Beschwerden wird durch eine symptomatische Pilzin-fektion verursacht. Es ist bekannt, dass bei etwa 10% aller Frauen eine asymp-tomatische Hefekolonisation vorliegt. Eine gestörte Vaginalflora mit hohen Konzent-rationen von bestimmten Anaerobiern, die hefehemmende Stoffe wie Diphenylamin und andere produzieren, unterdrückt auch die Vermehrung von Hefen.

Nach Normalisierung der Vaginalflora kommt es in einigen Fällen zu einer stär-keren Vermehrung der Hefepilze, und dies kann zu einer symptomatischen Pilz-infektion führen. In sehr seltenen Fällen kann Überempfindlichkeit gegenüber ei-nem der Inhaltsstoffe auftreten. In diesem Fall soll das Präparat nicht mehr ange-wendet werden.

Meldung des Verdachts auf Nebenwir-kungen

Die Meldung des Verdachts auf Neben-wirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn. Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

Pharmakologische Eigenschaften - Vagi-C®, 250 mg

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Vaginaltherapeutikum/Organische Säuren

ATC-Code: G01AD03

Vitamin C führt zu einer Absenkung des pH-Wertes der Scheide. Dies bewirkt eine Hemmung all derjenigen Bakterien, die bei einem pH-Wert von 4,0 nicht mehr wachsen können.

Bakterien wie die Laktobazillen, die sich auch bei einem pH-Wert unter 4,0 noch vermehren können, werden durch die Ab-senkung des Scheiden-pH-Wertes nicht oder kaum gehemmt, so dass es nach ei-nigen Tagen zum Wiederaufbau der Scheidennormalflora (Döderleinflora, Lak-tobazillen) kommt.

Besonders die unerwünschten Anaerobi-er werden durch die Ansäuerung mit Vi-tamin C stark gehemmt. Nicht gehemmt dagegen werden Hefen, die sich auch bei niedrigem pH-Wert noch vermehren kön-nen.

Der bakteriostatische und bakterizide Wirkungsmechanismus von Vitamin C auf die Vaginalflora beruht nach in-vitro Stu-dien vor allem auf dem Effekt der pH-Wert-Erniedrigung. Inwieweit in-vivo Vi-tamin C als Antioxidans und Radikalfän-ger im Rahmen der immunologischen und antibakteriellen Funktion der Leukozyten mitwirkt, ist bislang nicht geklärt. Ein posi-tiver Effekt auf dysplastische Zellen, die entarten können und die nachweislich ei-nen erniedrigten Vitamin C-Gehalt aufwie-sen, wird vermutet.

Pharmakokinetik

Eine zusätzliche Vitamin C-Aufnahme aus der Vagina ist durchaus erwünscht. Eine systemische Resorption findet zum Teil statt. Bei der zugeführten täglichen Menge von 250 mg in die Scheide liegt die Menge aber noch unter der täglich benötigten Gesamtmenge von Vitamin C.

Pharmazeutische Angaben - Vagi-C®, 250 mg

Liste der sonstigen Bestandteile

Lactose-Monohydrat, Hypromellose, Di-meticon (350 cST), Magnesiumstearat (Ph. Eur.).

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25°C lagern.

Im Originalbehältnis lagern, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Bei falscher Lagerung verfärben sich die Vaginaltabletten dunkelbraun.

Art und Inhalt des Behältnisses

Die Vaginaltabletten sind in PVC-Aluminium-Blisterpackungen mit

6 Vaginaltabletten und

12 Vaginaltabletten (N1) erhältlich.

Anstaltspackung:

10 Packungen mit je 6 Vaginaltabletten

10 Packungen mit je 12 Vaginaltabletten

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

und sonstige Hinweise zur Handhabung

Da Verfärbungen der Wäsche – abhängig von der Grunderkrankung sowie der Art der textilen Materialien – nie ganz auszu-schließen sind, empfiehlt sich für die Dauer der Erkrankung und deren Be-handlung das Tragen eines geeigneten Wäscheschutzes.

Weblinks

Packungen und Preis

Vagi-C® 6 Vag.-Tbl.
Preis
9,79 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Vagi-C® 12 Vag.-Tbl. N1
Preis
15,55 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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