Diprosalic Lösung, Eurim 0,64 mg/g + 20 mg/g, Lösung
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Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Diprosalic 0,64 mg/g
Nicht akut verlaufende oder chronische trockene Dermatosen, die auf eine Therapie mit einem stark wirksamen äußerlichen Kortikosteroid ansprechen, z. B.:
Psoriasis vulgaris
Chronische Ekzeme (z. B. Berufsekzeme) Lichen ruber planus
Ichthyosis
Die betroffenen Hautstellen vollständig dünn mit Salbe bedecken und leicht einmassieren. Bei Vorliegen einer Infektion sollte die Notwendigkeit einer zusätzlichen antibiotischen Therapie überprüft werden.
Die Häufigkeit der Anwendung kann im Verlauf der Besserung des Krankheitsbildes reduziert werden. Die Anwendungsdauer soll 4 Wochen nicht überschreiten.
Diprosalic Salbe
Exzessive ausgedehnte Anwendung von topischen Kortikosteroiden (chronische Überdosierung oder Mißbrauch) kann zu einer Suppression der Hypophysen-NNR-Funktion mit der Folge einer sekundären NNR-Insuffizienz führen.
Eine angemessene symptomatische Behandlung ist einzuleiten. Akute Symptome des Hyperkortizismus sind weitgehend reversibel. Erforderlichenfalls sind Störungen im Elektrolythaushalt zu behandeln. Bestehen chronisch-toxische Schäden, so sind Kortikosteroide allmählich abzusetzen.
Ein solcher Fall ist jedoch bisher nicht aufgetreten.
Exzessive ausgedehnte Anwendung von topischen Zubereitungen mit Salicylsäure können Symptome einer Salicylvergiftung verursachen. Die Behandlung erfolgt symptomatisch. Ein spezielles Antidot existiert nicht. Maßnahmen zur schnellen Ausscheidung des Salicylats sollten ergriffen werden, wie die orale Verabreichung von Natriumhydrogencarbonat, um den Urin zu alkalisieren und die Diurese zu verstärken.
Diprosalic Salbe ist nicht angezeigt bei virusbedingten Erkrankungen (wie z. B. Windpocken) und bakteriellen Erkrankungen der Haut (wie z. B. Hauttuberkulose, Erysipel oder syphilitische Hauterkrankungen), Dermatomykosen, Rosazea, Rosazea-artige (periorale) Dermatitis, Akne, Impfreaktionen, Überempfindlichkeit gegenüber einem der Bestandteile.
Im Gesichtsbereich soll Diprosalic Salbe mit Vorsicht angewandt werden, jedoch auf keinen Fall im Bereich der Augen. Wegen des Gehaltes an Salicylsäure darf eine Langzeitbehandlung (länger als 4 Wochen) und/oder auf großen Hautflächen (über 10 % Körperoberfläche) nicht erfolgen. Dies gilt besonders bei Schwangeren, Kleinkindern und Patienten mit Nierenfunktionsstörungen oder mit Leberfunktionsstörungen.
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Bei der Behandlung mit Diprosalic Salbe im Genital- oder Analbereich kann es wegen der Hilfsstoffe dickflüssiges Paraffin und weißes Vaselin bei gleichzeitiger Anwendung von Kondomen aus Latex zu einer Verminderung der Reißfestigkeit und damit zur Beeinträchtigung der Sicherheit von Kondomen kommen.
Diprosalic Salbe soll bei Säuglingen unter 1 Jahr nicht angewandt werden, da hierfür keine ausreichenden klinischen Erfahrungen vorliegen.
Licht, Oxidationsmittel und alkalisch reagierende Verbindungen führen zu einer Zersetzung des Kortikoids. Salicylsäure ist unverträglich mit Phenolen und Zinkoxid.
Diprosalic Salbe darf nicht mit wasserhaltigen Salbengrundlagen gemischt werden.
Diprosalic Salbe wird 2mal täglich, morgens und abends, dünn auf die erkrankten Hautstellen aufgetragen. Für manche Krankheitsbilder ist die einmal tägliche Applikation ausreichend.
Die Unbedenklichkeit von topisch angewendetem Betamethasondipropionat ist in Schwangerschaft und Stillzeit nicht belegt. Salicylsäure kann über die Haut in erheblichem Maße resorbiert werden.
Diprosalic Salbe sollte daher in der Schwangerschaft nicht angewendet und während der Stillzeit im Bereich der Brust nicht und ansonsten nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.
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Normalerweise wird Diprosalic Salbe gut vertragen. In seltenen Fällen kann es jedoch zu Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber einem der Bestandteile kommen.
Treten bei der Anwendung Nebenwirkungen wie Rosazea-artige (periorale) Dermatitis, Hautatrophien, Striae cutis distensae, Miliaria, Steroidakne, Hypopigmentierung sowie Teleangiektasien auf, ist das Präparat abzusetzen, ebenso bei Hautbrennen, Jucken, Trockenheit der Haut, Follikulitis und verändertem Haarwuchs.
Unter Okklusivverbänden treten die vorgenannten Erscheinungsbilder eventuell schneller auf. Außerdem können unter Okklusivverband Hautmazeration und Sekundärinfektionen hervorgerufen werden. Bei externer Anwendung von Salicylsäure kann es zu trockener Haut, Hautreizung und unerwünschter Schuppung kommen.
Bei Kindern, die Kortikosteroide topisch verabreicht bekamen, wurden eine Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse, Cushing-Syndrom, Wachstums-Verzögerung, verminderte Gewichtszunahme und intrakranielle Hypertension beobachtet.
Die Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse äußert sich bei Kindern durch einen niedrigen Plasma-Cortisol-Spiegel und das fehlende Ansprechen auf eine ACTH Stimulation.
Die intrakranielle Hypertension äußert sich durch eine Fontanellenwölbung, Kopfschmerzen und ein bilaterales Papillenödem.
Kinder sind aufgrund des größeren Verhältnisses Hautoberfläche zu Körpergewicht für eine Glukokortikoid-induzierte suppressive Wirkung auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse und für exogene Kortikosteroid-Effekte empfänglicher als erwachsene Patienten.