Nuvaxovid JN.1 Injektionsdispersion UDV BUND OEGD
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Nuvaxovid 1 Injektionsdispersion
Nuvaxovid JN.1 wird angewendet für die aktive Immunisierung zur Vorbeugung von COVID-19 verursacht durch SARS-CoV-2 bei Personen ab 12 Jahren.
Dieser Impfstoff sollte gemäß den offiziellen Empfehlungen angewendet werden.
Dosierung
Nuvaxovid JN.1 wird Personen ab 12 Jahren intramuskulär in einer Einzeldosis (0,5 ml) verabreicht, unabhängig vom vorherigen Impfstatus.
Bei bereits gegen COVID-19 geimpften Personen muss nach der letzten Dosis eines COVID-19-Impfstoffs mindestens 3 Monate gewartet werden, bevor Nuvaxovid JN.1 verabreicht werden kann.
Abwehrgeschwächte Personen
Schwer abwehrgeschwächte Personen dürfen gemäß den nationalen Empfehlungen zusätzliche Dosen erhalten, siehe Abschnitt 4.4.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Nuvaxovid JN.1 bei Kindern unter 12 Jahren ist bisher noch nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Ältere Patienten
Bei älteren Personen im Alter von ≥ 65 Jahren ist keine Dosisanpassung erforderlich. Art der Anwendung
Nuvaxovid JN.1 ist ausschließlich zur intramuskulären Injektion, vorzugsweise in den Deltamuskel des Oberarms, vorgesehen.
Der Impfstoff darf nicht intravaskulär, subkutan oder intradermal injiziert werden.
Der Impfstoff darf nicht mit anderen Impfstoffen oder Arzneimitteln in derselben Spritze gemischt werden.
Für Vorsichtsmaßnahmen vor der Anwendung des Impfstoffs, siehe Abschnitt 4.4.
Für Anweisungen zur Handhabung und zur Beseitigung des Impfstoffs, siehe Abschnitt 6.6.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Rückverfolgbarkeit
Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.
Allgemeine Empfehlungen
Überempfindlichkeit und Anaphylaxie
Im Zusammenhang mit Nuvaxovid wurden Fälle von Anaphylaxie berichtet. Für den Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach der Verabreichung des Impfstoffs muss stets eine geeignete medizinische Behandlung und Überwachung unmittelbar verfügbar sein.
Nach der Impfung wird eine engmaschige Beobachtung für mindestens 15 Minuten empfohlen. Eine zusätzliche Dosis des Impfstoffs darf nicht an Personen verabreicht werden, die auf eine vorherige Dosis Nuvaxovid anaphylaktisch reagiert haben.
Myokarditis und Perikarditis
Nach der Impfung mit Nuvaxovid besteht ein erhöhtes Risiko für Myokarditis und Perikarditis. Diese Erkrankungen können sich innerhalb weniger Tage nach der Impfung entwickeln und sind hauptsächlich innerhalb von 14 Tagen aufgetreten, siehe Abschnitt 4.8.
Die verfügbaren Daten deuten darauf hin, dass sich der Verlauf einer nach der Impfung aufgetretenen Myokarditis und Perikarditis nicht von einer Myokarditis oder Perikarditis im Allgemeinen unterscheidet.
Das medizinische Fachpersonal sollte auf Anzeichen und Symptome von Myokarditis und Perikarditis achten. Geimpfte Personen (einschließlich Eltern oder Betreuende) sollten angewiesen werden, sofort einen Arzt aufzusuchen, wenn nach der Impfung Symptome auftreten, die auf eine Myokarditis oder Perikarditis hinweisen, wie etwa (akute und anhaltende) Schmerzen im Brustkorb, Kurzatmigkeit oder Palpitationen.
Das medizinische Fachpersonal sollte bei der Diagnose und Behandlung dieser Erkrankungen einschlägige Leitlinien und/oder fachärztliche Beratung hinzuziehen.
Angstbedingte Reaktionen
Angstbedingte Reaktionen, einschließlich vasovagaler Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oder stressbedingter Reaktionen, können im Zusammenhang mit der Impfung als psychogene Reaktion auf die Injektion mit einer Nadel auftreten. Es ist wichtig, Vorkehrungen zu treffen, um Verletzungen durch Ohnmacht zu vermeiden.
Gleichzeitige Erkrankung
Die Impfung muss bei Personen mit einer akuten schweren fiebrigen Erkrankung oder akuten Infektion aufgeschoben werden. Das Vorliegen einer leichten Infektion und/oder leichten Fiebers sollte die Impfung nicht verzögern.
Thrombozytopenie und Blutgerinnungsstörungen
Wie bei anderen intramuskulären Injektionen sollte der Impfstoff bei Personen, die eine Antikoagulationstherapie erhalten, oder Personen mit Thrombozytopenie oder Blutgerinnungsstörungen (wie Hämophilie) mit Vorsicht verabreicht werden, da bei diesen Personen nach einer intramuskulären Gabe Blutungen oder Blutergüsse auftreten können.
Abwehrgeschwächte Personen
Die Wirksamkeit, Sicherheit und Immunogenität des Impfstoffs wurde bei einer begrenzten Anzahl von abwehrgeschwächten Personen untersucht. Die Wirksamkeit von Nuvaxovid JN.1 kann bei immunsupprimierten Personen geringer sein.
Dauer des Impfschutzes
Die Dauer des Schutzes durch den Impfstoff ist nicht bekannt, da sie noch in laufenden klinischen Studien ermittelt wird.
Einschränkungen der Impfstoffwirksamkeit
Personen sind möglicherweise erst 7 Tage nach ihrer Impfung vollständig geschützt. Wie bei allen Impfstoffen schützt die Impfung mit Nuvaxovid JN.1 möglicherweise nicht alle geimpften Personen.
Sonstige Bestandteile
Natrium
Dieser Impfstoff enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h., er ist nahezu
„natriumfrei“.
Kalium
Dieser Impfstoff enthält weniger als 1 mmol Kalium (39 mg) pro Dosis, d. h., er ist nahezu
„kaliumfrei“.
Polysorbat 80
Dieses Arzneimittel enthält 0,05 mg Polysorbat 80 pro Dosis. Polysorbate können allergische Reaktionen hervorrufen.
Die gleichzeitige Anwendung von Nuvaxovid (Original, Wuhan-Stamm) mit inaktivierten Grippeimpfstoffen wurde bei einer begrenzten Anzahl von Teilnehmern in einer explorativen klinischen Substudie untersucht, siehe Abschnitt 4.8 und Abschnitt 5.1.
Die bindende Antikörperantwort auf SARS-CoV-2 war schwächer, wenn Nuvaxovid gleichzeitig mit einem inaktivierten Grippeimpfstoff verabreicht wurde. Die klinische Signifikanz davon ist nicht bekannt.
Die gleichzeitige Verabreichung von Nuvaxovid JN.1 mit anderen Impfstoffen wurde nicht untersucht.
Schwangerschaft
Bisher liegen nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Nuvaxovid bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryonale/fötale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung, siehe Abschnitt 5.3.
Eine Anwendung von Nuvaxovid JN.1 während der Schwangerschaft sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn der mögliche Nutzen die potenziellen Risiken für die Mutter und den Fötus überwiegt.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Nuvaxovid JN.1 in die Muttermilch übergeht.
Es wird angenommen, dass Nuvaxovid JN.1 keine Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/Kind hat, weil die systemische Exposition der stillenden Frau gegenüber Nuvaxovid JN.1 vernachlässigbar ist.
Fertilität
Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität, siehe Abschnitt 5.3.
Nuvaxovid JN.1 hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Einige der in Abschnitt 4.8 genannten Wirkungen
können jedoch vorübergehend die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.
Nuvaxovid (Original, Wuhan-Stamm)
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils nach der Grundimmunisierung
Teilnehmer ab 18 Jahren
Die häufigsten Nebenwirkungen nach Anwendung einer Dosis Nuvaxovid im Rahmen der Grundimmunisierung waren Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle (75 %), Schmerzen an der Injektionsstelle (62 %), Ermüdung (53 %), Myalgie (51 %), Kopfschmerzen (50 %), Unwohlsein (41 %), Arthralgie (24 %) und Übelkeit oder Erbrechen (14 %). Die Nebenwirkungen waren in der Regel leicht bis mittelschwer mit einer medianen Dauer von nicht mehr als 2 Tagen bei lokalen Ereignissen und nicht mehr als 1 Tag bei systemischen Ereignissen nach der Impfung.
Insgesamt traten Nebenwirkungen in jüngeren Altersgruppen häufiger auf: bei Erwachsenen im Alter von 18 bis unter 65 Jahren gegenüber Personen im Alter ab 65 Jahren.
Lokale und systemische Nebenwirkungen wurden nach der 2. Dosis häufiger berichtet als nach der
1. Dosis.
Nach gleichzeitiger Verabreichung mit einem saisonalen Grippeimpfstoff wurde eine höhere Häufigkeit lokaler Nebenwirkungen an der Injektionsstelle von Nuvaxovid (70 % nach der 1. Dosis und 85 % nach der 2. Dosis) sowie systemischer Nebenwirkungen (60 % nach der 1. Dosis und 70 % nach der 2. Dosis) beobachtet.
Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren
Die häufigsten Nebenwirkungen waren Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle (71 %), Schmerzen an der Injektionsstelle (67 %), Kopfschmerzen (63 %), Myalgie (57 %), Ermüdung (54 %), Unwohlsein (43 %), Übelkeit oder Erbrechen (23 %), Arthralgie (19 %) und Fieber (17 %). Fieber wurde bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren häufiger beobachtet als bei Erwachsenen, es trat bei Jugendlichen nach der zweiten Dosis sehr häufig auf. Die Nebenwirkungen waren in der Regel leicht bis mittelschwer mit einer medianen Dauer von nicht mehr als 3 Tagen bei lokalen und systemischen Ereignissen nach der Impfung.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils nach der Booster-Dosis
Teilnehmer ab 18 Jahren
Die häufigsten Nebenwirkungen, die nach Erhalt einer Booster-Dosis Nuvaxovid nach der Grundimmunisierung mit zwei Dosen berichtet wurden, waren Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle (73 %), Schmerzen an der Injektionsstelle (61 %), Ermüdung (53 %), Muskelschmerzen (52 %) und Kopfschmerzen (46 %), Unwohlsein (41 %) und Gelenkschmerzen (26 %).
Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren
Die häufigsten erwarteten Nebenwirkungen, die nach Erhalt einer Booster-Dosis Nuvaxovid nach der Grundimmunisierung mit zwei Dosen berichtet wurden, waren Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle (66 %), Schmerzen an der Injektionsstelle (65 %), Kopfschmerzen (63 %), Muskelschmerzen (60 %), Ermüdung (57 %), Unwohlsein (45 %) und Übelkeit/Erbrechen (23 %) mit einer medianen Dauer von 2 bis 3 Tagen nach der Impfung.
Nuvaxovid JN.1 (Omicron-angepasstes Nuvaxovid)
Die Sicherheit von Nuvaxovid JN.1 wurde aus den Sicherheitsdaten des Impfstoffs Nuvaxovid (Original, Wuhan-Stamm) und den Sicherheitsdaten des angepassten Omicron-BA.5-Impfstoffs abgeleitet.
Die häufigsten Nebenwirkungen nach der ersten oder zweiten monovalenten Omicron-BA.5-Auffrischdosis waren Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle (> 50 %), Schmerzen an der Injektionsstelle (> 30 %), Ermüdung (> 30 %), Kopfschmerzen (> 20 %), Myalgie (> 20 %) und Unwohlsein (> 10 %).
Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Nuvaxovid, die aus klinischen Studien mit Teilnehmern im Alter von mindestens 12 Jahren und älter (n=43 424) sowie aus der Pharmakovigilanz nach der Markteinführung gewonnen wurden, sind nachstehend tabellarisch aufgeführt.
Die in klinischen Studien beobachteten Nebenwirkungen sind hier gemäß folgenden Häufigkeitskategorien aufgeführt:
Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100, < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100) Selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000) Sehr selten (< 1/10 000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe erscheinen die Nebenwirkung nach abnehmendem Schweregrad.
Tabelle 1: Nebenwirkungen aus klinischen Studien mit Nuvaxovid und Erfahrungen nach der Zulassung bei Personen ab 12 Jahren
| Systemorgan-klasse gemäß MedDRA | Sehr häufig(≥ 1/10) | Häufig(≥ 1/100,< 1/10) | Gelegentlich(≥ 1/1 000,< 1/100) | Selten(≥ 1/10.000bis< 1/1.000) | Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbarenDaten nicht abschätzbar) |
| Erkrankungen des Blutes unddes Lymph-systems | Lymphadenopathie | ||||
| Erkrankungen des Immun-systems | Anaphylaxie | ||||
| Erkrankungen des Nerven-systems | Kopf-schmerzen | Parästhesie Hypoästhesie | |||
| Herz-erkrankungen | MyokarditisPerikarditis | ||||
| Gefäßerkran-kungen | Hypertonied | ||||
| Erkrankungen des Gastro-intestinaltrakts | Übelkeit oder Erbrechena | ||||
| Erkrankungender Haut und | AusschlagErythem |
| des Unter-hautgewebes | Pruritus Urtikaria | ||||
| Skelettmusku-latur-, Binde-gewebs- und Knochen-erkrankungen | Myalgiea Arthralgiea | ||||
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwer-den am Verab-reichungsort | Druckem-pfindlichkeit an der Injek-tionsstellea Schmerzen an der Injektions-stellea Ermüdunga Unwohlseina,b | Rötung an der Injektions-stellea,c Schwellung an der Injektions-stellea Fiebere Schmerzen in einerExtremität | Jucken an der Injektionsstelle Schüttelfrost | Wärme an der Injektions-stelle |
a Eine höhere Häufigkeit dieser Ereignisse wurde nach der zweiten Dosis beobachtet.
b Dieser Begriff umfasste auch Ereignisse, die als grippeähnliche Erkrankung gemeldet wurden.
c Dieser Begriff umfasst sowohl Rötung an der Injektionsstelle als auch Erythem an der Injektionsstelle (häufig).
d Hypertonie wurde in der klinischen Studie bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren nicht berichtet.
e Fieber wurde bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren häufiger beobachtet als bei Erwachsenen, es trat bei Jugendlichen nach der zweiten Dosis sehr häufig auf.
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Während der klinischen Studien wurde bei älteren Erwachsenen in den 3 Tagen nach der Impfung eine erhöhte Inzidenz von Hypertonie bei Impfung mit Nuvaxovid (n = 46, 1,0 %) gegenüber Placebo
(n = 22, 0,6 %) beobachtet.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzuzeigen und die Chargenbezeichnung/Lotnummer anzugeben, falls verfügbar.
Pharmakologische Eigenschaften - Nuvaxovid 1 Injektionsdispersion
Pharmakotherapeutische Gruppe: Impfstoffe, Protein-Untereinheit, ATC-Code: J07BN04. Wirkmechanismus
Nuvaxovid JN.1 besteht aus gereinigtem rekombinantem Volllängen-Spike(S)-Protein von SARS-CoV-2 Omicron JN.1, das in seiner Präfusionskonformation stabilisiert ist. Die Zugabe des Saponin-basierten Adjuvans Matrix-M unterstützt die Aktivierung der Zellen des angeborenen Immunsystems, was das Ausmaß der S-Protein-spezifischen Immunantwort erhöht. Die beiden Impfstoffkomponenten
lösen B- und T-Zell-Immunantworten auf das S-Protein aus, einschließlich neutralisierender Antikörper, die zum Schutz gegen COVID-19 beitragen können.
Nuvaxovid JN.1 (Omicron-angepasstes Nuvaxovid)
Die Wirksamkeit von Nuvaxovid JN.1 wird von den Wirksamkeitsdaten des Impfstoffs Nuvaxovid (Original, Wuhan-Stamm) und Immunogenitätsdaten des an den Omicron-BA.5-Stamm angepassten Impfstoffs abgeleitet.
In der Studie 2019nCoV-311, Teil 2 erhielten insgesamt 694 Teilnehmer der Altersgruppe ab
18 Jahren, die auf Immunogenität untersucht wurden und die zuvor drei oder mehr Dosen des COVID-19-Impfstoffs von Pfizer-BioNTech oder des COVID-19-Impfstoffs von Moderna erhalten hatten, eine der folgenden Booster-Dosen: Nuvaxovid (Original, Wuhan-Stamm), monovalenter Impfstoff Nuvaxovid (Omicron BA.5) oder bivalenter Impfstoff Nuvaxovid (Original/Omicron BA.5). Die Booster-Dosen wurden im Median 11 bis 13 Monate nach der letzten Impfung verabreicht. Eine Analyse der neutralisierenden SARS-CoV-2-Antikörperantwort 1 Monat nach der Booster-Dosis wurde durchgeführt. Die neutralisierenden Antikörperantworten sind in Tabelle 2 dargestellt.
Tabelle 2: Neutralisationstiter (ID50) für Omicron BA.5 und Wuhan-Pseudovirus nach einem Booster mit dem monovalenten BA.5-Impfstoff Nuvaxovid, Nuvaxovid (Original, Wuhan-Stamm) und dem bivalenten Original/Omicron BA.5-Impfstoff Nuvaxovid – PP-Assay-Subset zur Bestimmung der Pseudovirus-Neutralisation; Studie 2019nCoV-311, Teil 2
| GMT | Zeitpunkt | Teilnehmer ≥ 18 Jahre | |||||
| Nuvaxovid monovalent, Omicron BA.5 | Nuvaxovid (Original, Wuhan-Stamm) | Nuvaxovid bivalent, Original/OmicronBA.5 | |||||
| N | GMT(95 %-KI)1 | N | GMT(95 %-KI)1 | N | GMT(95 %-KI)1 | ||
| Neutralisationstiter (ID50) gegen das Omicron BA.5-Subvariant-Pseudovirus | Baseline2 | 239 | 354,8(288,9; 435,7) | 231 | 336,8(269,2; 421,4) | 240 | 303,4(246,6; 373,3) |
| Tag 28 | 238 | 1 527,9(1 275,8; 1 829,9) | 228 | 586,7(480,9; 715,8) | 235 | 1 100,9(914,0; 1326,1) | |
| Neutralisationstiter (ID50) gegen das ursprüngliche (Wuhan)Pseudovirus an Tag 28 | Baseline2 | 239 | 1 380,2(1 161,3; 1 640,3) | 231 | 1 276,4(1 061,5; 1 534,9) | 230 | 1 222,1(1 024,5, 1 457,9) |
| Tag 28 | 238 | 2 221,3(1 940,0; 2 543,3) | 228 | 2 361,1(2 031,1; 2 744,7) | 235 | 2 330,9(2 007,1; 2 707,0) | |
Abkürzungen: GMT = mittlerer geometrischer Titer; ID50 = 50 % inhibitorische Konzentration; KI = Konfidenzintervall. 1 Das 95 %-KI für den GMT wurde anhand der t-Verteilung der log-transformierten Werte ermittelt und anschließend zu Präsentationszwecken in die ursprüngliche Skala zurücktransformiert.
2 Die Baseline definierte sich als letzte nicht fehlende Beurteilung vor der Booster-Impfung.
Nuvaxovid (Original, Wuhan-Stamm)
Klinische Wirksamkeit
Grundimmunisierung
Die klinische Wirksamkeit, Sicherheit und Immunogenität von Nuvaxovid wird in zwei placebokontrollierten Pivotalstudien der Phase III beurteilt, Studie 1 (2019nCoV-301) in Nordamerika und Studie 2 (2019nCoV-302) im Vereinigten Königreich sowie Studie 3, einer in Südafrika durchgeführten Studie der Phase IIa/b.
Studie 1 (2019nCoV-301)
Studie 1 war eine multizentrische, randomisierte, beobachterverblindete, placebokontrollierte Phase-III-Studie mit einer Hauptstudie in Erwachsenen mit Teilnehmern ab 18 Jahren in den Vereinigten Staaten und Mexiko, und einer pädiatrischen Studienerweiterung mit Teilnehmern im Alter von 12 bis 17 Jahren in den Vereinigten Staaten.
Teilnehmer ab 18 Jahren
Bei einer Aufnahme in die Hauptstudie in Erwachsenen wurden die Teilnehmer nach Alter stratifiziert (18 bis 64 Jahre und ≥ 65 Jahre) und diesen im Verhältnis 2 : 1 Nuvaxovid oder Placebo zugewiesen. Von der Studie ausgeschlossen waren erheblich abwehrgeschwächte mit einer Immunschwächekrankheit; Personen mit einer aktiven Krebserkrankung unter Chemotherapie; Personen, die chronische immunsupprimierende Therapien oder Immunglobuline oder Blutprodukte innerhalb der letzten 90 Tage erhielten; schwangere oder stillende Frauen und Personen mit einer laborbestätigten Diagnose von COVID-19 in der Vorgeschichte. Personen mit klinisch stabilen ursächlichen Komorbiditäten wurden ebenso aufgenommen wie solche mit gut kontrollierter
HIV-Infektion.
Die Aufnahme von Erwachsenen wurde im Februar 2021 abgeschlossen. Die Teilnehmer wurden nach der zweiten Dosis zur Beurteilung der Sicherheit und Wirksamkeit gegen COVID-19 für bis zu
24 Monate nachbeobachtet. Nach der Erfassung ausreichender Sicherheitsdaten für einen Antrag auf bedingte Zulassung wurden den ursprünglichen Placebo-Empfängern zwei Injektionen von Nuvaxovid im Abstand von 21 Tagen und den ursprünglichen Nuvaxovid-Empfängern zwei Injektionen von Placebo im Abstand von 21 Tagen angeboten („verblindetes Crossover“). Allen Teilnehmern wurde die Möglichkeit zu einer fortgesetzten Nachbeobachtung im Rahmen der Studie gegeben.
Die Population für die primäre Wirksamkeitsanalyse (bezeichnet als das Per-Protocol-Efficacy [PP-EFF]-Analyseset) umfasste 24 784 Teilnehmer, die entweder Nuvaxovid (n = 16 898) oder
Placebo (n = 7 886) bekamen, zwei Dosen (1. Dosis an Tag 0; 2. Dosis an Tag 21, Median 21 Tage [IQR 21–23], Bereich 20–60) erhielten, keine ausschließende Prüfplanabweichung und keine Anzeichen einer SARS-CoV-2-Infektion bis 7 Tage nach der zweiten Dosis aufwiesen.
Die demografischen und Baseline-Merkmale der Teilnehmer, die Nuvaxovid erhielten, und jener, die Placebo erhielten, waren ausgewogen. Im PP-EFF-Analyseset für Teilnehmer, die Nuvaxovid erhielten, betrug das mediane Alter 47 Jahre (Bereich: 18 bis 95 Jahre); 88 % (n = 14 908) waren 18
bis 64 Jahre alt und 12 % (n = 1 990) waren mindestens 65 Jahre alt; 48 % waren weiblich; 94 % waren aus den Vereinigten Staaten und 6 % aus Mexiko; 76 % waren Weiße, 11 % waren Schwarze oder Afroamerikaner, 6 % waren Indianer (einschließlich Ureinwohner Nordamerikas) oder Ureinwohner Alaskas und 4 % waren Asiaten; 22 % waren hispanischer oder lateinamerikanischer Abstammung. 16 100 (95 %) Teilnehmer wiesen mindestens eine vorbestehende Komorbidität oder ein Lebensstilmerkmal auf, die/das mit einem erhöhten Risiko von schwerer COVID-19 assoziiert ist. Zu den Komorbiditäten gehörten: Adipositas (Body-Mass-Index [BMI] ≥ 30 kg/m2), chronische Lungenerkrankung, Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankung, chronische Nierenerkrankung und humanes Immunmangel-Virus (HIV). Andere Hochrisikomerkmale waren ein Alter ≥ 65 Jahre (mit oder ohne Komorbiditäten) oder ein Alter < 65 Jahre mit Komorbiditäten und/oder Lebens- oder Arbeitsbedingungen mit bekanntem häufigem Kontakt mit SARS-CoV-2 oder in dicht besiedelten Gebieten.
COVID-19-Fälle wurden mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) durch ein Zentrallabor bestätigt. Die Wirksamkeit des Impfstoffs ist in Tabelle 3 dargestellt.
Tabelle 3: Wirksamkeit des Impfstoffs gegen durch PCR nachgewiesene COVID-19 mit Beginn ab 7 Tage nach der zweiten Impfung1 – PP-EFF-Analyseset; Studie 2019nCoV-301
| Untergruppe | Nuvaxovid | Placebo | Impfstoff-wirksam-keit in % (95 %-KI) | ||||
| Teil-nehmer N | COVID-19-Fälle n (%)2 | Inzidenz-rate pro Jahr und 1 000Personen2 | Teil-nehmer N | COVID-19-Fälle n (%)3 | Inzidenzrate pro Jahr und 1 000Personen2 | ||
| Primärer Wirksamkeitsendpunkt | |||||||
| Alle Teilnehmer | 16 880 | 18 (0,1) | 3,36 | 7 814 | 72 (0,9) | 39,74 | 91,53 %(83,31;95,70)3,4 |
1 VE beurteilt bei Teilnehmern ohne wesentliche Prüfplanabweichungen, die bei Baseline seronegativ (für SARS-CoV-2) waren und keine laborbestätigte aktuelle SARS-CoV-2-Infektion mit Symptombeginn bis zu 6 Tage nach der zweiten Dosis hatten und die den Studienimpfstoff nach vorgeschriebenem Dosierungsschema vollständig erhalten haben.
2 Mittlere Erkrankungsinzidenzrate pro Jahr und 1 000 Personen.
3 Basierend auf einem log-linearen Modell der Inzidenzrate der PCR-bestätigten COVID-19-Infektionen mittels Poisson-Regression mit Behandlungsgruppe und Altersstrata als feste Effekte und robuster Fehlervarianz, wobei
VE = 100 × (1 – relatives Risiko) (Zou 2004).
4 Erfüllte das Erfolgskriterium des primären Wirksamkeitsendpunkts mit einer Untergrenze des Konfidenzintervalls (LBCI)
> 30 % bei der geplanten primären konfirmatorischen Auswertung.
Die Wirksamkeit des Impfstoffs Nuvaxovid zur Vorbeugung des Auftretens von COVID-19 ab sieben Tage nach Dosis 2 lag bei 91,53 % (95 %-KI: 83,31; 95,70). Keine Fälle von schwerer COVID-19 wurden bei den 16 880 Teilnehmern, die Nuvaxovid erhielten, gemeldet im Vergleich zu 4 Fällen von schwerer COVID-19 bei den 7 886 Placebo-Empfängern im PP-EFF-Analyseset.
Die Untergruppenanalysen des primären Wirksamkeitsendpunkts ergaben vergleichbare Wirksamkeitspunktschätzungen für männliche und weibliche Teilnehmer, für ethnische Gruppen sowie für Teilnehmer mit Komorbiditäten, die mit einem hohen Risiko für schwere COVID-19 assoziiert sind. Es gab keine bedeutsamen Unterschiede in der Gesamtwirksamkeit des Impfstoffs bei Teilnehmern, die ein erhöhtes Risiko für schwere COVID-19 Verläufe hatten, einschließlich solcher mit 1 oder mehr Komorbiditäten, die das Risiko für schwere COVID-19 Verläufe erhöhen (z. B. BMI
≥ 30 kg/m2, chronische Lungenerkrankung, Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankung und chronische Nierenerkrankung).
Die Wirksamkeitsergebnisse spiegeln die Erfassung während des Zeitraums wider, in dem Stämme, die als besorgniserregende Varianten oder Varianten unter Überwachung eingestuft wurden, überwiegend in den beiden Ländern (USA und Mexiko) zirkulierten, in denen die Studie durchgeführt wurde. Sequenzierungsdaten lagen für 70 der 90 Endpunktfälle vor (78 %). Von diesen wurden 54 von 70 (77 %) als besorgniserregende Varianten oder Varianten unter Überwachung identifiziert. Die am häufigsten identifizierten besorgniserregenden Varianten/Varianten unter Überwachung waren Alpha mit 52/90 Fällen (58 %), Beta (2/90; 2 %), Gamma (3/90; 3 %), Iota mit 9/90 Fällen (10 %) und Epsilon (19/90; 21 %).
Wirksamkeit bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren
Die Wirksamkeit und Immunogenität von Nuvaxovid bei jugendlichen Teilnehmern im Alter von 12 bis 17 Jahren wurde in den Vereinigten Staaten im pädiatrischen Erweiterungsteil der multizentrischen, randomisierten, beobachterverblindeten, placebokontrollierten Phase-III-Studie 2019nCoV-301 untersucht. Insgesamt 1 769 Teilnehmer, die im Verhältnis 2 : 1 dem Erhalt von zwei Dosen Nuvaxovid (n = 1 199) oder Placebo (n = 570) mittels intramuskulärer Injektion im Abstand von 21 Tagen zugewiesen wurden, bildeten die Per-Protocol-Wirksamkeitspopulation. Teilnehmer mit einer bestätigten Infektion oder einer früheren Infektion durch SARS-CoV-2 zum Zeitpunkt der Randomisierung wurden nicht in die primäre Wirksamkeitsanalyse einbezogen.
Die Studienaufnahme von Jugendlichen wurde im Juni 2021 abgeschlossen. Die Teilnehmer wurden nach der zweiten Dosis zur Beurteilung der Sicherheit, Wirksamkeit und Immunogenität gegen COVID-19 für bis zu 24 Monate nachbeobachtet. Nach 60 Tagen Sicherheitsnachbeobachtung wurden den ursprünglichen jugendlichen Placebo-Empfängern zwei Injektionen von Nuvaxovid im Abstand von 21 Tagen und den ursprünglichen Nuvaxovid-Empfängern zwei Injektionen von Placebo im Abstand von 21 Tagen angeboten („verblindetes Crossover“). Allen Teilnehmern wurde die Möglichkeit zu einer fortgesetzten Nachbeobachtung im Rahmen der Studie gegeben.
COVID-19 wurde definiert als erste Episode von PCR-bestätigter leichter, mittelschwerer oder schwerer COVID-19 Erkrankung mit mindestens einem oder mehreren der vordefinierten Symptome innerhalb der jeweiligen Schweregradkategorie. Leichte COVID-19 wurde definiert als Fieber, neu einsetzender Husten oder mindestens 2 oder mehr zusätzliche COVID-19-Symptome.
Es gab 19 Fälle von PCR-bestätigtem symptomatischem leichten COVID-19 (Nuvaxovid, n = 6 [0,5 %]; Placebo, n = 13 [2,3 %]), was zu einer Wirksamkeitspunktschätzung von 79,5 % (95 %-KI: 44,7 %, 92,0 %) führte.
Zum Zeitpunkt dieser Analyse war die besorgniserregende Virusvariante (variant of concern, VOC) Delta (einschließlich AY-Sublinien) in den USA die vorherrschende Variante. Alle Fälle, für die Sequenzierungsdaten verfügbar waren (11 Fälle), waren dieser Variante zuzuordnen.
Immunogenität bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren
Eine Analyse der neutralisierenden SARS-CoV-2-Antikörperreaktion 14 Tage nach Dosis 2 (Tag 35) wurde bei jugendlichen Teilnehmern durchgeführt, die zu Beginn der Studie seronegativ auf Anti-SARS-CoV-2-Nukleoprotein (NP) und PCR-negativ waren. Die neutralisierende Antikörperreaktion wurde mit jener bei seronegativen/PCR-negativen erwachsenen Teilnehmern im Alter von 18 bis
25 Jahren in der Hauptstudie mit Erwachsenen verglichen, wie in Tabelle 4 dargestellt. Für die Nichtunterlegenheit mussten die folgenden drei Kriterien erfüllt sein: Untergrenze des zweiseitigen 95 %-KI für das Verhältnis der mittleren geometrischen Titer (geometric mean titer, GMT) (GMT 12 bis 17 Jahre/GMT 18 bis 25 Jahre) > 0,67; Punktschätzung des GMT-Verhältnisses ≥ 0,82; und Untergrenze des zweiseitigen 95 %-KI für die Differenz der Serokonversionsraten (seroconversion rates, SCR)> –10 %. Diese Nichtunterlegenheitskriterien wurden erfüllt. GMT sind in Tabelle 4 dargestellt.
Tabelle 4: Bereinigtes Verhältnis der geometrischen Mittelwerte der Titer und Differenz der Serokonversionsrate der neutralisierenden Antikörpertiter (MN Assay) gegen das SARS-CoV-2-S-Wildtyp-Virus an Tag 35 und stratifiziert nach Altersgruppe (CMA PP-IMM-Analyseset)1
| Test | Zeitpunkt | Pädiatrische Erweiterung (12 bis17 Jahre)N = 390 | Erwachsenen-Hauptstudie (18 bis25 Jahre)N = 416 | 12 bis 17 Jahre im Vergleich zu 18 bis 25 Jahre | |||
| GMT 95 %-KI2 | SCR%(95 %-KI3) | GMT 95 %-KI2 | SCR%(95 %-KI3) | GMR 95 %-KI2 | Differenz in SCR%(95 %-KI3) | ||
| Mikroneutralisation (1/Verdünnung) | Tag 35(14 Tage nach Dosis 2) | 3 833,98(3 402,66;4 319,97) | 98,7(97,1;99,6) | 2 645,91(2 400,52;2 916,38) | 99,5(98,2;99,9) | 1,45(1,24;1,69)3 | −0,77(−2,50;0,68) |
Abkürzungen: ANCOVA = Kovarianzanalyse; KI = Konfidenzintervall; GMR = GMT-Verhältnis, definiert als das Verhältnis von 2 GMT zum Vergleich zweier Alterskohorten; GMT = mittlerer geometrischer Titer; LLOQ = untere Bestimmungsgrenze; MN = Mikroneutralisation; N = Anzahl der Teilnehmer im testspezifischen PP-IMM-Analyseset in jedem Studienteil mit nicht fehlender Antwort für jeden Besuchstermin; PP-IMM = Per-Protocol-Immunogenität; SARS-CoV-2 = schweres akutes respiratorisches Syndrom-Coronavirus-2.
1 Die Tabelle enthält nur Teilnehmer aus der Gruppe mit dem aktiven Impfstoff.
2 Zur Schätzung des GMR wurde eine ANCOVA mit der Alterskohorte als Haupteffekt und dem Ausgangswert der neutralisierenden Antikörper im MN-Test als Kovariate durchgeführt. Einzelne Ansprechwerte, die als unterhalb der LLOQ aufgezeichnet wurden, wurden auf halbe LLOQ gesetzt.
3 SCR ist definiert als der Prozentsatz der Teilnehmer mit einem ≥ 4-fachen Unterschied der Titer zwischen Tag 35 und Tag
0. Das 95 %-Konfidenzintervall für die SCR wurde mit der exakten Clopper-Pearson Methode berechnet.
Studie 2 (2019nCoV-302)
Studie 2 war eine multizentrische, randomisierte, beobachterverblindete, placebokontrollierte
Phase-III-Studie bei Teilnehmern im Alter von 18 bis 84 Jahren im Vereinigten Königreich. Bei der Aufnahme wurden die Teilnehmer nach Alter stratifiziert (18 bis 64 Jahre und 65 bis 84 Jahre) und Nuvaxovid oder Placebo zugewiesen. Von der Studie ausgeschlossen waren erheblich immungeschwächte Personen mit einer Immunmangelkrankheit, Personen mit einer aktuellen Krebsdiagnose unter Krebstherapie, mit Autoimmunerkrankung, Personen, die eine chronische immunsupprimierende Therapie erhalten haben, oder Personen, die innerhalb der letzten 90 Tage Immunglobuline oder Blutprodukte erhalten haben, Personen mit Blutgerinnungsstörungen oder kontinuierlicher Anwendung von Antikoagulanzien, mit allergischen Reaktionen und/oder Anaphylaxie in der Vorgeschichte, schwangere Frauen und Personen mit einer laborbestätigten Diagnose von COVID-19 in der Vorgeschichte. Eingeschlossen wurden Teilnehmer mit klinisch stabiler Erkrankung, definiert als Erkrankung, die in den 4 Wochen vor der Aufnahme in die Studie keine wesentliche Änderung der Therapie und keinen Krankenhausaufenthalt aufgrund einer
Verschlechterung der Erkrankung erforderte. Teilnehmer mit einer bekannten stabilen Infektion mit HIV, Hepatitis-C-Virus (HCV) oder Hepatitis-B-Virus (HBV) waren nicht von der Aufnahme ausgeschlossen.
Die Aufnahme wurde im November 2020 abgeschlossen. Die Teilnehmer wurden nach der ersten Impfserie zur Beurteilung der Sicherheit und Wirksamkeit gegen COVID-19 für bis zu 12 Monate nachbeobachtet.
Das primäre Wirksamkeitsanalyse-Set (PP-EFF) umfasste 13 971 Teilnehmer, die entweder Nuvaxovid (n = 6 979) oder Placebo (n = 6 992) bekamen, zwei Dosen (1. Dosis an Tag 0; 2. Dosis im Median an Tag 21, [IQR 21–23], Bereich 16–45) erhielten, keine ausschließende Prüfplanabweichung und keine Anzeichen einer SARS-CoV-2-Infektion bis 7 Tage nach der zweiten Dosis aufwiesen (Tabelle 5).
Die demografischen und Baseline-Merkmale der Teilnehmer, die Nuvaxovid erhielten, und der Teilnehmer, die Placebo erhielten, waren ausgewogen. Im PP-EFF-Analyseset für Teilnehmer, die Nuvaxovid erhielten, betrug das mediane Alter 56,0 Jahre (Bereich: 18 bis 84 Jahre); 72 %
(n = 5 039) waren 18 bis 64 Jahre alt und 28 % (n = 1 940) waren im Alter von 65 bis 84; 49 % waren weiblich; 95 % waren Weiße, 3 % waren Asiaten, < 1 % gemischter ethnischer Abstammung,
< 1 % waren Schwarze oder Afroamerikaner und < 1 % hispanischer oder lateinamerikanischer Abstammung; und 45 % hatten mindestens eine Komorbidität.
Die Wirksamkeit des Impfstoffs Nuvaxovid zur Vorbeugung des Ausbruchs von COVID-19 ab
7 Tagen nach Dosis 2 betrug 87,2 % (95 %-KI: 78,1; 92,5). Im PP-EFF-Analyseset wurden bei den 6 979 Nuvaxovid-Teilnehmern keine Fälle von schwerer COVID-19 gemeldet im Vergleich zu
6 Fällen von schwerer COVID-19 bei den 6 992 Placebo-Empfängern.
Tabelle 5: Analyse der Wirksamkeit des Impfstoffs bei PCR-bestätigter COVID-19 mit Beginn mindestens 7 Tage nach der zweiten Impfung – (PP-EFF-Population): Studie 2 (2019nCoV-302)
| Unter-gruppe | Nuvaxovid (Original, Wuhan-Stamm) | Placebo | Impfstoff-wirksamkeit in %(95 %-KI) | ||||
| Teil-nehmer N | COVID-19-Fälle n (%) | Inzidenz-rate pro Jahr und 1 000Personen1 | Teil-nehmer N | COVID-19-Fälle n (%) | Inzidenzrate pro Jahr und 1 000 Personen1 | ||
| Primärer Wirksamkeitsendpunkt | |||||||
| Alle Teilnehme r | 6 979 | 15 (0,2) | 9,47 | 6 992 | 116 (1,7) | 73,88 | 87,2 %(78,1; 92,5)2,3 |
| Untergruppenanalysen des primären Wirksamkeitsendpunkts | |||||||
| Alter 18 bis64 Jahre | 5 039 | 13 (0,3) | 18,86 | 5 042 | 108 (2,1) | 158,12 | 88,1 %(78,8; 93,3)2 |
| Alter 65 bis84 Jahre | 1 940 | 2 (0,1)2 | 7,08 | 1 950 | 8 (0,4)2 | 28,33 | 75,0 %4(-25,3; 97,4) 4 |
1 Mittlere Erkrankungsinzidenzrate pro Jahr und 1 000 Personen.
2 Basierend auf einem log-linearen Modell des Auftretens mittels modifizierter Poisson-Regression mit logarithmischer Verknüpfungsfunktion, Behandlungsgruppe und Strata (Altersgruppe und gepoolte Region) als feste Effekte und robuster Fehlervarianz [Zou 2004].
3 Erfüllte das Erfolgskriterium des primären Wirksamkeitsendpunkts mit einer LBCI > 30 %, die Wirksamkeit wurde in der Zwischenanalyse bestätigt.
4 Basierend auf dem Clopper-Pearson-Modell (aufgrund der geringen Anzahl von Ereignissen), 95 %-KI berechnet anhand der exakten Binomialmethode nach Clopper-Pearson, bereinigt um die gesamte Überwachungszeit.
Die Ergebnisse spiegeln den Zeitraum wider, in dem die Variante B.1.1.7 (Alpha) im Vereinigten Königreich zirkulierte. Identifizierung der Alpha-Variante basierte auf dem S-Gen-Dropout in der PCR-Diagnostik. Daten lagen für 118 der 131 Endpunktfälle vor (90 %). Von diesen wurden 80 von 118 (68 %) als Alpha-Variante, die anderen als Nicht-Alpha-Variante klassifiziert.
Substudie zur Verabreichung eines zugelassenen saisonalen Grippeimpfstoffs
Insgesamt 429 Teilnehmer wurden gleichzeitig mit inaktivierten saisonalen Grippeimpfstoffen geimpft; 217 Teilnehmer der Substudie erhielten Nuvaxovid und 212 Placebo. Die demografischen und Baseline-Merkmale der Teilnehmer, die Nuvaxovid erhielten, und der Teilnehmer, die Placebo erhielten, waren ausgewogen. Im Per-Protocol-Immunogenitäts(PP-IMM)-Analyseset für Teilnehmer, die Nuvaxovid (n = 190) erhielten, lag das mediane Alter bei 40 Jahren (Bereich: 22 bis 70 Jahre);
94 % (n = 178) waren 18 bis 64 Jahre alt und 6 % (n = 12) waren im Alter von 65 bis 84; 43 % waren weiblich; 86 % waren Weiße, 14 % waren gemischter ethnischer Abstammung oder gehörten ethnischen Minderheiten an; und 27 % hatten mindestens eine Komorbidität. Die gleichzeitige Verabreichung führte zu keiner Veränderung der Immunantwort für den Grippeimpfstoff, gemessen im Hämagglutinationshemmtest (HHT). Es wurde eine 30%ige Verringerung der Antikörperantworten auf Nuvaxovid festgestellt, bewertet mittels Anti-Spike-IgG-Assay, mit vergleichbaren Serokonversionsraten wie bei Teilnehmern ohne gleichzeitige Grippeimpfung, siehe Abschnitt 4.5 und Abschnitt 4.8.
Studie 3 (2019nCoV-501)
Studie 3 war eine multizentrische, randomisierte, beobachterverblindete, placebokontrollierte Phase-IIa/b-Studie bei HIV-negativen Teilnehmern im Alter von 18 bis 84 Jahren und Menschen, die mit HIV leben (PLWH [people living with HIV]), im Alter von 18 bis 64 Jahren in Südafrika. PLWH waren medizinisch stabil (frei von opportunistischen Infektionen), erhielten eine hochaktive und stabile antiretrovirale Therapie und hatten eine HIV-1-Viruslast von < 1 000 Kopien/ml.
Die Aufnahme wurde im November 2020 abgeschlossen.
Das primäre Wirksamkeitsanalyse-Set (PP-EFF) umfasste 2 769 Teilnehmer, die entweder Nuvaxovid (n = 1 413) oder Placebo (n = 1 356) bekamen, zwei Dosen (1. Dosis an Tag 0; 2. Dosis an Tag 21) erhielten, keine ausschließende Prüfplanabweichung und keine Anzeichen einer SARS-CoV-2-Infektion bis 7 Tage nach der zweiten Dosis aufwiesen.
Die demografischen und Baseline-Merkmale der Teilnehmer, die Nuvaxovid erhielten, und der Teilnehmer, die Placebo erhielten, waren ausgewogen. Im PP-EFF-Analyseset für Teilnehmer, die Nuvaxovid erhielten, betrug das mediane Alter 28 Jahre (Bereich: 18 bis 84 Jahre); 39 % waren weiblich; 94 % waren Schwarze/Afroamerikaner, 5 % waren Weiße, 3 % waren gemischter ethnischer Abstammung, < 1 % waren Asiaten, 2 % waren hispanischer oder lateinamerikanischer Abstammung; und 5,4 % waren HIV-positiv.
Insgesamt 168 symptomatische leichte, mittelschwere oder schwere COVID-19-Fälle unter allen erwachsenen Teilnehmern, seronegativ (auf SARS-CoV-2) bei Baseline, flossen in die vollständige Analyse (PP-EFF-Analyseset) für den primären Wirksamkeitsendpunkt ein, wobei 57 (4,0 %) Fälle auf Nuvaxovid und 111 (8,2 %) Fälle auf Placebo entfielen. Daraus ergibt sich eine Wirksamkeit des Impfstoffs Nuvaxovid von 50,7 % (95 %-KI: 32,8; 63,9).
Die Ergebnisse spiegeln den Zeitraum wider, in dem die Variante B.1.351 (Beta) in Südafrika zirkulierte.
Booster-Dosis
Immunogenität bei Teilnehmern ab 18 Jahren – nach der Booster-Dosis Studie 2019nCoV-101, Teil 2
Die Sicherheit und Immunogenität einer Booster-Dosis Nuvaxovid wurde in einer randomisierten, placebokontrollierten, beobachterverblindeten klinischen Studie der Phase II (Studie 2019nCoV-101,
Teil 2) an gesunden Teilnehmern im Alter von 18 bis 84 Jahren geprüft, die zu Studienbeginn seronegativ auf SARS-CoV-2 waren. Insgesamt erhielten 254 Teilnehmer (vollständiges Analyseset) zwei Dosen Nuvaxovid (0,5 ml, 5 Mikrogramm im Abstand von 3 Wochen) als Grundimmunisierung. Eine Untergruppe von 104 Teilnehmern erhielt eine Booster-Dosis Nuvaxovid etwa 6 Monate nach Verabreichung der 2. Dosis der Grundimmunisierung. Eine einzelne Booster-Dosis Nuvaxovid rief einen etwa 84,8-fachen Anstieg der neutralisierenden Antikörper von einem GMT von 68,3 vor dem Booster (Tag 189) auf einen GMT von 5 834,3 nach dem Booster (Tag 217), sowie eine etwa 6,8-fache Erhöhung gegenüber dem Spitzen-GMT von 855,2 (14 Tage nach Dosis 2) hervor.
Studie 2019nCoV-501
In Studie 3, einer randomisierten, placebokontrollierten, beobachterverblindeten Studie der Phase IIa/b wurde die Sicherheit und Immunogenität einer Booster-Dosis an gesunden HIV-negativen erwachsenen Teilnehmern im Alter von 18 bis 84 Jahren und medizinisch stabilen PLWH im Alter von 18 bis 64 Jahren geprüft, die zu Studienbeginn seronegativ auf SARS-CoV-2 waren. Insgesamt erhielten 1 169 Teilnehmer (PP-IMM-Analyseset) eine Booster-Dosis Nuvaxovid etwa 6 Monate nach der Grundimmunisierung mit Nuvaxovid (Tag 201). Es wurde ein etwa 52,2-facher Anstieg der neutralisierenden Antikörper von einem GMT von 69 vor dem Booster (Tag 201) auf einen GMT von 3 603 nach dem Booster (Tag 236), sowie eine etwa 5,2-fache Erhöhung gegenüber dem Spitzen-GMT von 690 (14 Tage nach Dosis 2) beobachtet.
Sicherheit und Immunogenität von COVID-19-Impfstoffen, die als Booster-Dosen nach einer Grundimmunisierung mit einem anderen zugelassenen COVID-19-Impfstoff verabreicht wurden, wurden in einer unabhängigen Studie im Vereinigten Königreich untersucht.
Die unabhängige, multizentrische, randomisierte, kontrollierte, von Prüfärzten initiierte Studie der Phase II (CoV-BOOST, EudraCT 2021-002175-19) untersuchte die Immunogenität eines Boosters bei Erwachsenen ab einem Alter von 30 Jahren, die bisher keine vom Labor bestätigte SARS-CoV-2-Infektion hatten. Nuvaxovid wurde frühestens 70 Tage nach einer Grundimmunisierung mit ChAdOx1 nCov-19 (Oxford–AstraZeneca) oder frühestens 84 Tage nach einer Grundimmunisierung mit BNT162b2 (Pfizer–BioNTech) verabreicht. Die mit einem Wildtyp-Assay gemessenen Titer der neutralisierenden Antikörper wurden 28 Tage nach Verabreichung der Booster-Dosis bestimmt.
Innerhalb der Gruppe, die Nuvaxovid bekam, hatten 115 Teilnehmer eine Grundimmunisierung mit zwei Dosen ChAdOx1 nCov-19 und 114 Teilnehmer eine Grundimmunisierung mit zwei Dosen BNT162b2 erhalten, bevor sie eine einzelne Booster-Dosis (0,5 ml) Nuvaxovid erhielten. Nuvaxovid (Original, Wuhan-Stamm) zeigte eine Auffrischungswirkung, die unabhängig von dem Impfstoff war, der für die Grundimmunisierung benutzt wurde.
Booster-Dosis bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren
Die Wirksamkeit der Booster-Dosis Nuvaxovid bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren wird aus Daten abgeleitet, die für die Booster-Dosis des Impfstoffs bei Erwachsenen in den Studien 2019nCoV-101 und 2019nCoV-501 erfasst wurden, da Nuvaxovid bei Jugendlichen nachweislich eine vergleichbare Immunantwort und Wirksamkeit nach der Grundimmunisierung wie bei Erwachsenen auslöst und auch die Fähigkeit zur Verstärkung der durch den Impfstoff hervorgerufenen Immunantwort bei Erwachsenen nachgewiesen wurde.
Ältere Patienten
Nuvaxovid wurde bei Personen im Alter von mindestens 18 Jahren untersucht. Die Wirksamkeit von Nuvaxovid war bei älteren (≥ 65 Jahre) und jüngeren Personen (18 bis 64 Jahre) für die Grundimmunisierung gleich.
Kinder und Jugendliche
Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat für Nuvaxovid eine Zurückstellung von der Verpflichtung zur Vorlage von Ergebnissen zu Studien in einer oder mehreren pädiatrischen Altersklassen zur Prävention von COVID-19 gewährt (siehe Abschnitt 4.2 bez. Informationen zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen).
Pharmazeutische Angaben - Nuvaxovid 1 Injektionsdispersion
Dinatriumhydrogenphosphat 7 H2O
Natriumdihydrogenphosphat 1 H2O Natriumchlorid
Polysorbat 80
Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Werts) Salzsäure (zur Einstellung des pH-Werts) Wasser für Injektionszwecke
Adjuvans (Matrix-M)
Cholesterol
Phosphatidylcholin (einschließlich all-rac-α-Tocopherol) Kaliumdihydrogenphosphat
Kaliumchlorid Dinatriumhydrogenphosphat 2 H2O Natriumchlorid
Wasser für Injektionszwecke
Für Adjuvans: siehe auch Abschnitt 2.
Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt oder verdünnt werden.
Nicht angebrochene Durchstechflasche
9 Monate bei 2 °C bis 8 °C, vor Licht geschützt.
Ungeöffneter Nuvaxovid JN.1-Impfstoff ist bei 25 °C bis zu 12 Stunden nachweislich stabil. Eine Aufbewahrung bei 25 °C entspricht nicht den empfohlenen Aufbewahrungs- oder Transportbedingungen, die Angabe kann jedoch als Entscheidungshilfe bezüglich der Verwendung im Falle von vorübergehenden Temperaturabweichungen während der 9-monatigen Lagerung bei 2 °C bis 8 °C dienen.
Angebrochene Durchstechflasche
Aus mikrobiologischer Sicht sollte der Impfstoff nach Anbruch (erster Nadeleinstich) sofort verwendet werden. Nach der Entnahme und Verabreichung einer Dosis ist die Durchstechflasche samt der darin enthaltenen etwaigen Restmenge zu entsorgen, siehe Abschnitt 6.6.
Im Kühlschrank lagern (2 °C–8 °C). Nicht einfrieren.
Durchstechflaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Einzeldosis-Durchstechflasche
0,5 ml Dispersion in einer Durchstechflasche (Glasart 1) mit einem Stopfen (Brombutylkautschuk) und einer Aluminiumversiegelung mit blauem Kunststoff-Flip-Off.
Jede Durchstechflasche enthält 1 Dosis zu 0,5 ml.
Packungsgröße: 1 Einzeldosis-Durchstechflasche oder 10 Einzeldosis-Durchstechflaschen
und sonstige Hinweise zur Handhabung
Anweisungen zur Handhabung und Verabreichung
Dieser Impfstoff sollte von medizinischem Fachpersonal unter aseptischen Bedingungen gehandhabt werden, um die Sterilität jeder Dosis zu gewährleisten.
Vorbereitung für die Anwendung
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Der Impfstoff ist gebrauchsfertig.
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Der ungeöffnete Impfstoff soll bei 2 °C bis 8 °C im Umkarton aufbewahrt werden, um ihn vor Licht zu schützen.
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Entnehmen Sie die Durchstechflasche mit dem Impfstoff unmittelbar vor der Anwendung aus dem Umkarton im Kühlschrank.
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Nach der Entnahme und Verabreichung einer Einzeldosis von 0,5 ml ist die Durchstechflasche samt der darin enthaltenen etwaigen Restmenge zu entsorgen.
Prüfung der Durchstechflasche
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Schwenken Sie die Durchstechflasche vor der Entnahme der Dosis vorsichtig. Nicht schütteln.
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Jede Durchstechflasche enthält eine farblose bis gelbliche, klare bis leicht opaleszente Dispersion, die frei von sichtbaren Partikeln ist.
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Unterziehen Sie den Inhalt der Durchstechflasche vor der Verabreichung einer Sichtprüfung auf Partikel und/oder Verfärbung. Verabreichen Sie den Impfstoff nicht, wenn Sie eines der beiden feststellen.
Verabreichung des Impfstoffs
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Jede Durchstechflasche enthält eine Überfüllung, um zu gewährleisten, dass aus der Einzeldosis-Durchstechflasche eine Dosis zu 0,5 ml entnommen werden kann.
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Eine 0,5-ml-Dosis wird in eine sterile Kanüle und sterile Spritze aufgezogen, welche mittels intramuskulärer Injektion, vorzugsweise in den Deltamuskel des Oberarms, verabreicht wird.
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Der Impfstoff darf nicht mit anderen Impfstoffen oder Arzneimitteln in derselben Spritze gemischt werden.
Verwerfen
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Nach der Entnahme und Verabreichung einer Dosis ist die Durchstechflasche samt der darin enthaltenen etwaigen Restmenge zu entsorgen.
Entsorgung
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Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.