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Präparate

Salbutamol Glenmark 100 Mikrogramm/Sprühstoß Druckgasinhalation, Suspension

Wechselwirkungen-Liste
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4

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Salbutamol Glenmark 100 Mikrogramm/Sprühstoß Druckgasinhalation, Suspension

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Druckgasinh., Susp.

Hersteller

Glenmark Arzneimittel GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.11.2025
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Fachinfo - Salbutamol 100 Mikrogramm/

Anwendungsgebiete

Salbutamol Glenmark ist angezeigt bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern im Alter von 4-11 Jahren (zur Anwendung bei Kindern unter 4 Jahren siehe Abschnitte 4.2 und 5.1):

  • für die Behandlung von reversiblen Atemwegserkrankungen mit Verengung der Atemwege, die durch Spasmen der Bronchialmuskulatur (obstruktive Atemwegserkrankungen) verursacht werden, wie z. B. Bronchialasthma (als Notfallmedikament bei mildem, moderatem oder schwerem Asthma), chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und Lungen(über)blähung (Lungenemphysem).

  • als Prophylaxe eines belastungsinduzierten oder durch Exposition mit einem bekannten, aber nicht vermeidbaren Allergen provozierten Bronchospasmus.

Dosierung

Dosierung

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren

Zur Linderung von Anfällen: Je nach Bedarf 1-2 Sprühstöße (100-200 Mikrogramm). Maximale Dosis: 8 Sprühstöße (800 Mikrogramm) pro Tag.

Zur Vorbeugung allergen- oder belastungsinduzierter Symptome sollten 10-15 Minuten vor dem auslösenden Ereignis 2 Sprühstöße (200 Mikrogramm) angewendet werden.

Kinder unter 12 Jahren

Zur Linderung von Anfällen: Bei Bedarf 1 Sprühstoß (100 Mikrogramm). Die Dosis kann bei Bedarf auf 2 Sprühstöße (200 Mikrogramm) erhöht werden.

Kinder unter 4 Jahren können von der Anwendung dieses Arzneimittels profitieren, wenn sie eine Inhalationshilfe für pädiatrische Patienten mit einer Maske (wie z. B. Babyhaler) verwenden (siehe Abschnitt 5.1).

Maximale Dosis: Die Bedarfsanwendung dieses Arzneimittels sollte 2 Sprühstöße

(200 Mikrogramm) 4-mal täglich nicht überschreiten. Die Notwendigkeit von zusätzlichem häufigen Gebrauch oder ein plötzlicher Anstieg der Dosierung deutet auf eine schlechte Asthmakontrolle oder auf ein sich verschlechterndes Asthma hin (siehe Abschnitt 4.4).

Zur Vorbeugung allergen- oder belastungsinduzierter Symptome sollte 10-15 Minuten vor dem auslösenden Ereignis 1 Sprühstoß, oder falls erforderlich 2 Sprühstöße, angewendet werden. Die maximale Dosis beträgt bis zu 2 Sprühstöße 4-mal täglich.

Art der Anwendung

Salbutamol Glenmark ist nur zur Inhalation durch den Mund bestimmt. Salbutamol weist bei den meisten Patienten eine Wirkdauer von 4-6 Stunden auf.

Salbutamol zur Inhalation sollte bei Bedarf zur Linderung akuter Bronchospasmen und als Notfallmedikation bei mildem, moderatem oder schwerem Asthma eingesetzt werden, solange hierdurch nicht die Einleitung und regelmäßige Anwendung einer inhalativen Kortikosteroidtherapie aufgeschoben wird.

Hinweis:

Eine längerfristige Behandlung sollte symptomorientiert und nur in Verbindung mit einer entzündungshemmenden Dauerbehandlung erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).

Vorsichtsmaßnahmen vor/bei der Handhabung oder vor/während der Anwendung des Arzneimittels

Handhabung

Bei Druckgasinhalatoren wird sehr häufig eine falsche Inhalationstechnik angewendet. Deshalb ist es wichtig, die Patienten in die richtige Inhalationstechnik einzuweisen. Die Inhalationstechnik des Patienten sollte bei Kontrollterminen überprüft werden.

Patienten, die es schwierig finden, die Handhabung des Inhalators zu koordinieren, können dieses Arzneimittel zusammen mit einer Inhalationshilfe vom Typ Volumatic® oder Babyhaler® (für Kinder bis zu 5 Jahren) anwenden. Für Hinweise zur Anwendung der Inhalierhilfe sind die entsprechenden Gebrauchsanleitungen der betreffenden Inhalierhilfen zu beachten.

Überprüfung des Inhalators

Vor der erstmaligen Nutzung eines Inhalators, oder wenn dieser für 5 oder mehr Tage nicht benutzt wurde, ist es wichtig sicherzustellen, dass der Inhalator funktioniert. Hierzu werden die Staubschutzkappe entfernt, der Inhalator gründlich geschüttelt und 2 Sprühstöße in die Luft abgegeben.

Gebrauchsanleitung

Die Inhalation sollte nach Möglichkeit im Sitzen oder Stehen erfolgen.

  1. Die Schutzkappe wird entfernt.

  2. Das Innere und Äußere des Inhalators wird sorgfältig auf Fremdpartikel geprüft, um sicherzugehen, dass das Mundstück sauber ist.

  3. Der Inhalator wird vor der Anwendung für einige Sekunden gründlich geschüttelt, um sicherzustellen, dass sich der Inhalator-Inhalt ordentlich vermischt hat.

  4. Der Inhalator wird senkrecht mit dem Boden des Behältnisses nach oben gehalten. Dabei befindet sich der Daumen unterhalb des Mundstücks. Der Patient sollte so lange wie für ihn möglich ausatmen, jedoch nicht in das Mundstück.

  5. Das Mundstück wird zwischen den Zähnen in den Mund genommen und mit den Lippen umschlossen, ohne darauf zu beißen.

  6. Direkt nach Beginn des Einatmens durch den Mund sollte der Patient den oberen Teil des Inhalators mit dem Zeigefinger nach unten drücken, um einen Sprühstoß freizugeben, und gleichzeitig weiter gleichmäßig und tief einatmen.

  7. Der Atem sollte angehalten, der Inhalator aus dem Mund und der Zeigefinger vom Inhalator gelöst werden. Der Atem sollte so lange wie vernünftigerweise möglich angehalten werden.

  8. Falls ein weiterer Sprühstoß erforderlich ist, sollte der Inhalator weiter senkrecht gehalten werden. Der Patient sollte etwa eine halbe Minute warten, ehe er die Schritte 3-7 wiederholt.

  9. Nach der Anwendung ist das Mundstück immer mit der Schutzkappe zu verschließen, um Staub und Fremdpartikel vom Mundstück fernzuhalten. Die Schutzkappe wird wieder fest aufgesetzt, bis sie in der richtigen Stellung einrastet.

Reinigung

Für Anweisungen zur Reinigung des Inhalators siehe Abschnitt 6.6.

Überprüfung des Inhalatorinhalts:

Der Inhalator wird geschüttelt, um die darin verbliebene Arzneimittelmenge zu überprüfen. Salbutamol Glenmark darf nicht benutzt werden, wenn beim Schütteln des Inhalators keine Flüssigkeit wahrgenommen wird.

Anwendung bei kalter Temperatur:

Falls der Inhalator unter 0 °C aufbewahrt wurde, muss er in den Händen des Patienten für

2 Minuten gewärmt und dann geschüttelt werden, und es sind vor der Anwendung 2 Sprühstöße in die Luft abzugeben.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Warnhinweise

Die Behandlung des Asthmas besteht normalerweise aus einem schrittweise angepassten Programm, und das Ansprechen des Patienten auf die Therapie muss klinisch und mit Lungenfunktionstests überwacht werden.

Patienten, denen eine regelmäßige entzündungshemmende Therapie verschrieben wird (z. B. inhalative Kortikosteroide), sollten darauf hingewiesen werden, ihre entzündungshemmenden Arzneimittel auch dann weiter anzuwenden, wenn die Symptome nachlassen und sie Salbutamol Glenmark nicht benötigen.

Ein vermehrter Gebrauch kurzwirksamer Bronchodilatoren, insbesondere Beta2-Agonisten zur Linderung der Symptome, deutet auf eine Verschlechterung der Asthma-Kontrolle hin, und Patienten sollten darauf hingewiesen werden, so schnell wie möglich medizinischen Rat einzuholen. Eine Überprüfung des Therapieplanes sollte in diesem Fall durchgeführt werden.

Die übermäßige Anwendung von kurzwirksamen Beta-Agonisten kann das Fortschreiten der Grunderkrankung verschleiern und zu einer Verschlechterung der Asthmakontrolle beitragen, was zu einem erhöhten Risiko schwerer Asthma-Exazerbationen und Mortalität führt.

Patienten, die Salbutamol mehr als zweimal pro Woche „nach Bedarf“ anwenden - die prophylaktische Anwendung vor dem Sport nicht mitgezählt - sollten im Hinblick auf eine angebrachte Therapieanpassung erneut untersucht werden (d. h. Symptome am Tag, nächtliches

Erwachen und Einschränkung der Alltagsaktivität aufgrund von Asthma), da bei diesen Patienten das Risiko eines übermäßigen Gebrauchs von Salbutamol besteht.

Eine plötzliche und progressive Verschlechterung der Asthmakontrolle ist potenziell lebensbedrohlich. Der Patient sollte darauf hingewiesen werden, einen Arzt zu Rate zu ziehen, falls die Wirkung von Salbutamol nachlässt, da wiederholte Inhalationen nicht die Einleitung einer anderen wichtigen Therapie verzögern dürfen. Eine Behandlung mit oder die Erhöhung (inhalativer) Kortikosteroid-Dosen sollte erwogen werden.

Bronchodilatatoren sollten bei Patienten mit persistierendem Asthma nicht als einzige oder hauptsächliche Therapie eingesetzt werden.

In folgenden Fällen sollte Salbutamol nur mit Vorsicht und bei strenger Indikationsstellung angewendet werden:

  • schwere Herzerkrankungen, insbesondere frischer Myokardinfarkt

  • koronare Herzkrankheit, hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie und Tachyarrhythmie

  • schwere und unbehandelte Hypertonie

  • Aneurysma

  • schwer kontrollierbarer Diabetes mellitus

  • Phäochromozytom

  • unkontrollierte Hyperthyreose

  • unbehandelte Hypokaliämie

  • gleichzeitige Anwendung von Herzglykosiden (siehe Abschnitt 4.5).

Bei der Anwendung von Sympathomimetika, einschließlich Salbutamol, können kardiovaskuläre Effekte auftreten. Aus Daten nach der Markteinführung und aus der veröffentlichten Literatur ergeben sich in Zusammenhang mit Beta-Agonisten gewisse Hinweise auf das seltene Auftreten einer Myokardischämie. Patienten mit zugrunde liegender schwerer Herzerkrankung (z. B. ischämische Herzkrankheit, Arrhythmie oder schwere Herzinsuffizienz), die Salbutamol erhalten, sollten darauf hingewiesen werden, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn bei ihnen Brustschmerz oder andere Symptome einer Verschlechterung ihrer Herzkrankheit auftreten. Bei der Beurteilung von Symptomen wie Atemnot und Brustschmerzen ist besondere Sorgfalt erforderlich, da diese entweder respiratorischer oder kardialer Herkunft sein können.

Bei Anwendung von Beta2-Sympathomimetika kann eine potenziell schwerwiegende Hypokaliämie auftreten, insbesondere mit Verneblern oder bei parenteraler Gabe. Vorsicht ist geboten bei akutem schwerem Asthma, da die Hypokaliämie durch eine gleichzeitige Behandlung mit Xanthinderivaten, Steroiden oder Diuretika oder bei Hypoxie verstärkt werden kann. In diesen Fällen wird eine Überwachung der Serumkaliumspiegel empfohlen.

Wird bei Diabetikern eine Behandlung mit Salbutamol eingeleitet, werden zusätzliche Blutzuckerkontrollen empfohlen, da Beta2-Agonisten das Risiko einer Hyperglykämie erhöhen.

Wie bei anderen Inhalationstherapien können direkt nach der Anwendung paradoxe Bronchospasmen mit verstärkter keuchender Atmung auftreten. Sollte dies der Fall sein, muss das Arzneimittel sofort abgesetzt und durch eine andere Therapie ersetzt werden.

Eltern oder Pflegekräfte von Kleinkindern und jüngeren Kindern, bei denen 200 Mikrogramm Salbutamol nicht die gewünschte Wirkung zeigt, sollten einen Arzt konsultieren.

Fälle von Zahnkaries wurden bei Anwendung von Salbutamol berichtet. Insbesondere für Kinder wird empfohlen, auf eine gute Mundhygiene und regelmäßige zahnärztliche Untersuchungen zu achten.

Wechselwirkungen

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Bei gleichzeitiger Behandlung mit Xanthinderivaten, Steroiden oder Diuretika kann eine Hypokaliämie verstärkt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Salbutamol und nicht-selektive Betarezeptorenblocker sollten im Allgemeinen nicht zusammen verordnet werden. Bei Asthmapatienten ist die Gabe von Betarezeptorenblockern mit dem Risiko einer schweren Bronchokonstriktion verbunden.

Werden Patienten, die Salbutamol erhalten, halogenierte Anästhetika wie Halothan, Methoxyfluran oder Enfluran verabreicht, muss mit einem erhöhten Risiko für schwere Herzrhythmusstörungen und Hypotonie gerechnet werden. Ist eine Narkose (Allgemeinanästhesie) mit halogenierten Anästhetika vorgesehen, ist darauf zu achten, dass Salbutamol für mindestens 6 Stunden vor Einleitung der Anästhesie nicht mehr angewendet wird.

Monoaminoxidasehemmer und trizyklische Antidepressiva können das Risiko kardiovaskulärer Nebenwirkungen erhöhen.

Eine durch Salbutamol ausgelöste Hypokaliämie kann die Anfälligkeit für Digoxin-induzierte Arrhythmien erhöhen.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Salbutamol passiert die Plazentaschranke. Erfahrungen mit der Anwendung kurzwirksamer Beta-Agonisten während der frühen Schwangerschaft legen keine schädigende Wirkung bei den üblicherweise in der inhalativen Therapie angewendeten Dosen nahe. Hohe systemische Dosen am Ende der Schwangerschaft können eine Hemmung der Wehen verursachen und zu einem verstärkten Auftreten von für Beta2-Agonisten spezifischen fetalen/neonatalen Reaktionen wie Tachykardie und Hypoglykämie führen. Bei den in der inhalativen Therapie empfohlenen Dosen sind diese Nebenwirkungen am Ende der Schwangerschaft nicht zu erwarten. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).

Salbutamol kann während der Schwangerschaft angewendet werden, wenn dies als erforderlich erachtet wird. Hohe Dosen sollten nur angewendet werden, wenn dies unerlässlich ist.

Stillzeit

Da Salbutamol wahrscheinlich in die Muttermilch übergeht, muss seine Anwendung bei stillenden Müttern sorgfältig abgewogen werden. Ein Risiko für den gestillten Säugling kann nicht ausgeschlossen werden. Eine Entscheidung über Fortführung/Abbruch des Stillens oder Fortführung/Abbruch der Therapie mit diesem Arzneimittel sollte unter der Berücksichtigung des Nutzens des Stillens für das Kind und des Nutzens der Salbutamol-Therapie für die Frau getroffen werden.

Fertilität

Es liegen keine Daten zur Auswirkung von Salbutamol auf die Fertilität beim Menschen vor. Bei Tieren gab es keine negativen Auswirkungen auf die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).

Fahrtüchtigkeit

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Nebenwirkungen

Tabellarische Zusammenfassung der unerwünschten Wirkungen:

Bei der Bewertung werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1 000 bis < 1/100); selten

(≥ 1/10 000 bis < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000); nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Systemorganklassen Nebenwirkungen Häufigkeit
Erkrankungen des Immunsystems Überempfindlichkeitsreaktion en einschließlich Angioödem,Kollaps, Bronchospasmus, Hypotonie, Urtikaria Sehr selten
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Hypokaliämie* Selten
Laktatazidose (siehe Abschnitt 4.9) Nicht bekannt
Erkrankungen des Nervensystems Tremor, Kopfschmerzen Häufig
Hyperaktivität, Schlafstörungen Sehr selten
Herzerkrankungen Tachykardie Häufig
Palpitationen Gelegentlich
Herzrhythmusstörungen (z. B. Vorhofflimmern, supraventrikuläre Tachykardieund Extrasystolen) Sehr selten
myokardiale Ischämie* (siehe Abschnitt 4.4) Nicht bekannt
Gefäßerkrankungen periphere Vasodilatation Selten
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums paradoxe Bronchospasmen** Sehr selten
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Reizungen in Mund und Rachen Gelegentlich
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Muskelkrämpfe Häufig

* Spontan berichtet nach Markteinführung, daher wird die Häufigkeit als nicht bekannt angegeben/eingestuft.

** Wie bei anderer inhalativer Therapie kann ein paradoxer Bronchospasmus mit sofortiger Verstärkung des Giemens nach der Anwendung auftreten. Dies sollte sofort mit einer anderen Darreichungsform oder einem anderen inhalativen Bronchodilatator mit schnellem Wirkungseintritt behandelt werden. Die Behandlung mit Salbutamol sollte unverzüglich abgebrochen, der Patient vom Arzt untersucht und, wenn nötig, eine alternative Therapie eingeleitet werden.

Die für Beta2-Agonisten typischen Nebenwirkungen wie Muskeltremor und Palpitationen können vor allem zu Beginn der Behandlung auftreten und sind häufig dosisabhängig.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Symptome einer Überdosierung

Bei einer Überdosierung können die bereits genannten Nebenwirkungen sehr rasch und möglicherweise in verstärktem Ausmaß in Erscheinung treten.

Typische Symptome sind:

Kopfschmerzen, Krampfanfälle, Tachykardie, Palpitationen, Herzrhythmusstörungen, Agitation, Erregung, Schlafstörungen, Brustschmerzen und starker Tremor, insbesondere an den Händen, aber auch am ganzen Körper.

Vor allem nach oraler Intoxikation können gastrointestinale Beschwerden einschließlich Übelkeit auftreten.

Nach exzessiven Salbutamol-Dosen wurden gelegentlich psychotische Reaktionen beobachtet.

Im Zusammenhang mit einer Überdosierung von Salbutamol kann es zu Verschiebungen des Kaliums in den Intrazellularraum mit der Folge einer Hypokaliämie und einer Hyperglykämie kommen.

Über Laktatazidose wurde in Verbindung mit hohen therapeutischen Dosen sowie Überdosierungen bei Therapie mit kurzwirksamen Beta-Agonisten berichtet. Daher kann bei Überdosierung eine Überwachung auf erhöhtes Serumlaktat und eine daraus folgende metabolische Azidose angezeigt sein (insbesondere, wenn eine Persistenz oder Verschlechterung der Tachypnoe trotz des Verschwindens anderer Anzeichen von Bronchospasmus, wie z. B. Keuchen, auftritt).

Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Die Behandlung von Überdosierungen mit Betasympathikomimetika ist hauptsächlich symptomatisch. Die folgenden Maßnahmen sind zu empfehlen:

  • Falls versehentlich große Mengen des Arzneimittels geschluckt wurden, ist eine Magenspülung zu erwägen. Aktivkohle und Laxanzien können die unerwünschte Resorption günstig beeinflussen.

  • Kardiale Symptome können mit einem kardioselektiven Betarezeptorenblocker behandelt werden. Dabei ist allerdings das erhöhte Risiko, bei Patienten mit Bronchialasthma eine Bronchospastik auszulösen, zu beachten.

  • Zur kardialen Überwachung ist ein EKG-Monitoring angezeigt.

  • Bei einer ausgeprägten Hypotonie ist eine Volumensubstitution (z. B. Plasmaersatz) zu empfehlen.

Mit Entwicklung einer Hypokaliämie muss gerechnet werden, weshalb entsprechende Kontrollen des Elektrolythaushaltes und, bei Bedarf, entsprechende Substitutionen zu empfehlen sind. Dabei ist auch eine mögliche vorausgegangene Behandlung mit anderen Arzneimitteln zu beachten, die eine Hypokaliämie, Hyperlipidämie oder Ketonämie induzieren können.

Pharmakologische Eigenschaften - Salbutamol 100 Mikrogramm/

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Respiraktionstrakt, Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen, selektive Beta2-Adrenorezeptoragonisten

ATC-Code: R03AC02

Wirkmechanismus und pharmakodynamische Wirkungen

Salbutamol ist ein adrenerger Betarezeptoragonist mit einer selektiven Wirkung auf die Beta2-Rezeptoren der Bronchien, die bei reversibler Atemwegsobstruktion eine Bronchodilatation hervorruft. Die bronchodilatierende Wirkung tritt innerhalb weniger Minuten nach der Inhalation auf und erreicht ihr Maximum nach 30-60 Minuten und dauert 4-6 Stunden. Bei der Inhalation steht die bronchodilatierende Wirkung nicht in Beziehung zur Plasmakonzentration.

Für adrenerge Beta2-Stimulanzien konnte außerdem eine Steigerung der bei der obstruktiven Lungenerkrankung verminderten mukoziliären Clearance nachgewiesen werden, wodurch das Abhusten des zähen Sekrets erleichtert wird.

Besondere Patientengruppen

Kinder unter 4 Jahren

Pädiatrische klinische Studien, die bei Patienten unter 4 Jahren mit Bronchospasmus und hiermit verbundenen reversiblen obstruktiven Atemwegserkrankungen durchgeführt wurden, ergaben, dass Salbutamol Druckgasinhalation, Suspension gut vertragen wurde, und ein vergleichbares Sicherheitsprofil zu dem bei Kindern ab 4 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen bestand.

Pharmakokinetik

Intravenös verabreichtes Salbutamol hat eine Halbwertszeit von 4-6 Stunden und wird teilweise über die Nieren und zum Teil nach Metabolisierung zum inaktiven 4'-O-Sulfat (phenolisches Sulfat) primär mit dem Urin ausgeschieden. Die Fäzes sind nur ein unbedeutender Ausscheidungsweg.

Nach inhalativer Anwendung gelangen zwischen 10 und 20 % der Dosis in die unteren Atemwege. Der Rest wird durch das Verabreichungsgerät zurückgehalten oder setzt sich im Mund- und Rachenraum ab, wo er verschluckt wird. Der in die Atemwege gelangte Anteil wird von Lungengewebe und Kreislauf aufgenommen, aber nicht in der Lunge metabolisiert. Nach Erreichen des systemischen Kreislaufs wird er dem hepatischen Metabolismus zugängig und wird hauptsächlich mit dem Urin als unverändertes Salbutamol und phenolisches Sulfat ausgeschieden.

Der geschluckte Anteil einer inhalierten Dosis wird aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert und unterliegt einem erheblichen First-Pass-Metabolismus zum phenolischen Sulfat. Sowohl der

unveränderte Wirkstoff als auch das Konjugat werden primär mit dem Urin ausgeschieden. Der größte Teil einer intravenös, oral oder per Inhalation verabreichten Dosis von Salbutamol wird innerhalb von 72 Stunden ausgeschieden. Salbutamol ist zu etwa 10 % an Plasmaproteine gebunden.

Pharmazeutische Angaben - Salbutamol 100 Mikrogramm/

Liste der sonstigen Bestandteile

Treibgas:

Norfluran (HFKW-134a)

Inkompatibilitäten

Keine bekannt.

Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Die Schutzkappe auf das Mundstück wieder aufsetzen, bis sie fest einrastet. Der Inhalator ist umgedreht, mit dem Mundstück nach unten aufzubewahren.

Das Behältnis enthält eine unter Druck stehende Flüssigkeit. Nicht Temperaturen über 50 °C aussetzen.

Nicht einfrieren. Im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.

Das Behältnis nicht durchstechen oder verbrennen, auch nicht, wenn es leer ist.

Art und Inhalt des Behältnisses

Dieses Arzneimittel ist eine weiße bis fast-weiße Suspension zur Druckgasinhalation in einem Aluminiumbehältnis mit Dosierventil in einem weißen Inhalator aus Polypropylen mit blauer Staubschutzkappe.

Der Inhalator ist in einem Aluminiumfolienbeutel versiegelt und zusätzlich zusammen mit der Packungsbeilage in einem Umkarton verpackt.

Packungsgrößen:

  • 1 Behältnis mit 200 Sprühstößen

  • 2 Behältnisse mit je 200 Sprühstößen

  • 3 Behältnisse mit je 200 Sprühstößen

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

und sonstige Hinweise zur Handhabung

Der Inhalator sollte mindestens einmal pro Woche gereinigt werden. Sollte der Inhalator verstopfen, sind dieselben Reinigungsanweisungen zu befolgen.

  1. Das Metallbehältnis wird aus dem Kunststoffgehäuse des Inhalators genommen und die Schutzkappe vom Mundstück entfernt.

  2. Das Kunststoffgehäuse und die Schutzkappe sollten mit warmem Wasser gespült werden. Es darf nicht versucht werden, irgendwelche Ablagerungen des Arzneimittels am Mundstück mit einem scharfen Gegenstand, wie z. B. einer Nadel, zu entfernen. Dem Wasser kann ein mildes Spülmittel gesetzt werden, welches vor dem Trocknen gründlich mit sauberem Wasser abgespült wird. Das Metallbehältnis darf nicht in Wasser gelegt werden.

  3. Das Kunststoffgehäuse und die Schutzkappe sollten an einem warmen Ort trocknen. Starke Hitze ist zu vermeiden.

  4. Das Metallbehältnis wird wieder ein- und die Schutzkappe aufgesetzt.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Weblinks

Packungen und Preis

Salbutamol Glenmark 100 µg/Sprühst. 200 ED N1
Preis
31,13 €
Zuzahlung
14,51 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Salbutamol Glenmark 100 µg/Sprühst. 2x200 ED N2
Preis
46,56 €
Zuzahlung
22,24 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Salbutamol Glenmark 100 µg/Sprühst. 3x200 ED N3
Preis
60,84 €
Zuzahlung
29,37 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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