Doxazosin AbZ 4 mg Tabletten
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Gluten/Laktose
Laktose: Ja
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Fachinfo - Doxazosin 4 mg
Dosierung
Soweit nicht anders verordnet gelten folgende Dosierungsempfehlungen:
Zu Beginn der Behandlung wird 1 mg Doxazosin 1-mal täglich eingenommen. In Abhängigkeit von der Wirksamkeit kann die Dosis individuell bei Bedarf jeweils nach 1-2 Wochen auf 2 mg Doxazosin 1-mal täglich, dann auf 4 mg Doxazosin 1-mal täglich und schließlich auf 8 mg Doxazosin 1-mal täglich gesteigert werden.
Die durchschnittliche Tagesdosis von Doxazosin beträgt in der Erhaltungstherapie: 2-4 mg Doxazosin 1-mal täglich.
Die maximale Tagesdosis von Doxazosin beträgt 16 mg Doxazosin.
Als Vorschlag für den Therapiebeginn kann folgendes Dosierungsschema empfohlen werden: 1.-8. Tag morgens 1 mg Doxazosin
9.-14. Tag morgens 2 mg Doxazosin
Anschließend individuelle Einstellung auf die erforderliche Erhaltungsdosis.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Doxazosin bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sind nicht erwiesen.
Anwendung bei älteren Patienten und bei Patienten mit Niereninsuffizienz
Da die pharmakokinetischen Eigenschaften von Doxazosin bei älteren Patienten oder bei Patienten mit Niereninsuffizienz unverändert sind, kann die Behandlung dieser Patienten mit der üblichen Dosis durchgeführt werden.
Jedoch sollte die Dosierung so niedrig wie möglich gehalten und bei Dosiserhöhungen der Patient sorgfältig überwacht werden.
Anwendung bei Patienten mit Leberinsuffizienz
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollte Doxazosin besonders vorsichtig dosiert werden. Bei Patienten mit schwerwiegender Leberfunktionsstörung liegen keine klinischen Erfahrungen vor (siehe Abschnitt 4.4).
Art der Anwendung
Die Tabletteneinnahme soll mit ausreichend Flüssigkeit erfolgen. Die Dauer der Anwendung wird vom behandelnden Arzt festgelegt.
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Überempfindlichkeit gegen Chinazoline (z. B. Prazosin, Terazosin, Doxazosin) oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
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Patienten mit orthostatischer Hypotonie in der Anamnese
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Patienten mit benigner Prostatahyperplasie, die gleichzeitig eine Stauung der oberen Harnwege, eine chronische Harnwegsinfektion oder Blasensteine aufweisen
Doxazosin ist als Monotherapie bei Patienten mit benigner Prostatahyperplasie mit Überlaufblase, Anurie oder progressiver Niereninsuffizienz kontraindiziert.
Einleitung der Therapie:
Im Zusammenhang mit den alpha-blockierenden Eigenschaften von Doxazosin kann es insbesondere zu Beginn der Therapie zu einer orthostatischen Hypotonie kommen, die sich als Schwindel und Schwächegefühl oder selten als Bewusstseinsverlust (Synkope) äußert. Daher gehört es zum umsichtigen ärztlichen Handeln, den Blutdruck zu Beginn der Therapie zu kontrollieren, um das Risiko orthostatischer Wirkungen zu minimieren. Der Patient sollte angewiesen werden, zu Beginn der Doxazosin-Therapie Situationen zu meiden, in denen es durch Schwindel und Schwächegefühl zu Verletzungen kommen könnte.
Anwendung bei Patienten mit akuten Herzerkrankungen:
Wie alle vasodilatorisch wirkenden Antihypertonika sollte Doxazosin bei Patienten mit folgenden akuten Herzerkrankungen mit Vorsicht angewendet werden:
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Lungenödem infolge einer Aorten- oder Mitralklappenstenose
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High-output-Herzinsuffizienz
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Rechtsherzinsuffizienz infolge Lungenembolie oder Perikarderguss
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Linksherzinsuffizienz mit niedrigem Füllungsdruck
Bei Patienten mit schwerer koronarer Herzkrankheit kann ein zu rascher oder zu starker Blutdruckabfall zu einer Verschlechterung der Angina-pectoris-Beschwerden führen.
Leberinsuffizienz
Wie alle Arzneimittel, die vollständig über die Leber metabolisiert werden, sollte Doxazosin bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion mit besonderer Vorsicht angewendet werden. Da keine klinischen Erfahrungen bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen vorliegen, wird die Anwendung bei diesen Patienten nicht empfohlen.
Anwendung mit PDE-5-Inhibitoren:
Die gleichzeitige Anwendung von Phosphodiesterase-5-Inhibitoren (z. B. Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil) und Doxazosin kann bei einigen Patienten zu einer symptomatischen Hypotonie führen. Um das Risiko für die Entwicklung einer orthostatischen Hypotonie zu minimieren, sollten die Patienten stabil auf die Alpha-Blocker-Therapie eingestellt sein, bevor sie Phosphodiesterase-5-Inhibitoren anwenden. Weiterhin wird empfohlen, die Behandlung mit einem PDE-5-Hemmstoff mit der geringstmöglichen Dosis zu beginnen und einen Abstand von 6 Stunden zu der Einnahme von Doxazosin einzuhalten.
Anwendung bei Patienten, die sich einer Katarakt-Operation unterziehen:
Bei einigen Patienten, die gleichzeitig oder vorher mit Tamsulosin behandelt wurden, trat das sog. „Intraoperative Floppy Iris Syndrome“ (IFIS, eine Variante des Syndroms der engen Pupille) während Katarakt-Operationen auf. Da auch bei Anwendung anderer Alpha-1-Blocker vereinzelt das Auftreten eines IFIS gemeldet wurde, kann ein Gruppeneffekt nicht ausgeschlossen werden. IFIS kann während der Katarakt-Operation zu Komplikationen führen. In Voraussicht auf die Augenoperation sollte der operierende Arzt über die gegenwärtige oder vorherige Anwendung von Alpha-1-Blockern in Kenntnis gesetzt sein (siehe Abschnitt 4.8).
Priapismus
Bei Alpha-1-Blockern, wie z. B. Doxazosin, wurde im Rahmen der Erfahrungen nach Markteinführung über Dauererektionen und Priapismus berichtet. Wenn ein Priapismus nicht umgehend behandelt wird, kann es zu einer Schädigung des Penisgewebes und dauerhaftem Potenzverlust kommen. Aus diesem Grund sollten betroffene Patienten umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Sonstige Bestandteile
Lactose
Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu
„natriumfrei“.
Gleichzeitige Anwendung von Phosphodiesterase-5-Inhibitoren (z. B. Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil) und Doxazosin kann bei manchen Patienten zu einer symptomatischen Hypotonie führen (siehe Abschnitt 4.4).
Der größte Teil von Doxazosin im Plasma (98 %) ist an Proteine gebunden in. In-vitro-Untersuchungen in Humanplasma haben gezeigt, dass Doxazosin keine Wirkung auf die Proteinbindung von Digoxin, Warfarin, Phenytoin oder Indometacin hat.
In-vitro-Studien weisen darauf hin, dass Doxazosin ein Substrat von Cytochrom P450 3A4 (CYP 3A4) ist. Vorsicht ist geboten, wenn Doxazosin gleichzeitig mit einem starken CYP-3A4-Hemmer gegeben wird, z. B. Clarithromycin, Indinavir, Itraconazol, Ketoconazol, Nefazodon, Nelfinavir, Ritonavir, Saquinavir, Telithromycin oder Voriconazol (siehe Abschnitt 5.2).
Herkömmliches Doxazosin wurde in der klinischen Praxis ohne unerwünschte Arzneimittelwechselwirkungen mit Thiaziddiuretika, Furosemid, Beta-Blockern, nicht-steroidalen Antirheumatika, Antibiotika, oralen Antidiabetika, Urikosurika und Antikoagulanzien verabreicht. Daten aus formalen Wechselwirkungsstudien liegen jedoch nicht vor.
Doxazosin verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung von anderen Alpha-Blockern und anderen Antihypertonika.
In einer offenen, randomisierten, placebokontrollierten Studie an 22 gesunden männlichen Probanden führte die Verabreichung einer Einzeldosis von 1 mg Doxazosin am Tag 1 einer viertägigen Behandlung mit oralem Cimetidin (400 mg zweimal täglich) zu einer Zunahme der mittleren AUC von Doxazosin um 10 %, aber zu keinen statistisch signifikanten Veränderungen der mittleren Cmax oder der mittleren Halbwertszeit von Doxazosin. Die Zunahme der mittleren AUC von Doxazosin um 10 % bei Verabreichung mit Cimetidin liegt im Bereich der interindividuellen Schwankung (27 %) der mittleren AUC für Doxazosin bei Verabreichung mit Placebo.
Schwangerschaft
Da es keine ausreichenden und gut kontrollierten Studien an schwangeren Frauen gibt, ist die Sicherheit von Doxazosin in der Schwangerschaft nicht nachgewiesen. Entsprechend darf Doxazosin in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen das Risiko überwiegt. Zwar wurden in tierexperimentellen Studien keine teratogenen Effekte gesehen, aber unter extrem hohen Dosen wurde bei Tieren ein verringertes fetales Überleben beobachtet (siehe Abschnitt 5.3).
Stillzeit
Es hat sich gezeigt, dass der Übertritt von Doxazosin in die Muttermilch sehr gering ist (relative Dosis unter 1 %), dennoch sind nur limitiert Daten vom Menschen vorhanden. Ein Risiko für Neugeborene oder Säuglinge kann nicht ausgeschlossen werden, deshalb sollte Doxazosin nur
angewendet werden, wenn nach Ansicht des Arztes, der potenzielle Nutzen die möglichen Risiken übersteigt.
Die Fähigkeit zum Ausüben von Tätigkeiten wie das Bedienen von Maschinen oder Führen von Kraftfahrzeugen kann insbesondere zu Beginn der Behandlung beeinträchtigt sein.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
| MedDRA Systemorganklasse | Sehr häufig (≥ 1/10) | Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) | Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) | Selten (≥ 1/10.000 bis <1/1.000) | Sehr selten (< 1/10.000) | Nicht bekannt |
| Infektionen und parasitäre Erkrankungen | Atemwegs infektion, Harnwegsinfektion | |||||
| Erkrankungen des Blutesund des Lymphsystems | Leukopenie,Thrombozytopenie | |||||
| Erkrankungen des Immunsystems | Allergische Arzneimittel reaktion | |||||
| Stoffwechsel- undErnährungsstörungen | Gicht, gesteigerterAppetit, Anorexie | |||||
| Psychiatrische Erkrankungen | Agitation, Depression, Angst, Schlaflosigkeit,Nervosität | |||||
| Erkrankungen des Nervensystems | Somnolenz, Benommenheit, Kopfschmerzen | Schlaganfall, Hypästhesie, Synkope, Tremor | Posturaler Schwindel, Parästhesie | |||
| Augenerkrankungen | Verschwommen sehen | Intraoperatives Floppy-Iris-Syndrom (IFIS, siehe Abschnitt4.4) | ||||
| Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths | Vertigo | Tinnitus | ||||
| Herzerkrankungen | Palpitationen, Tachykardie | Angina pectoris, Myokardinfarkt | Bradykardie, Herzrhythmusstörungen | |||
| Gefäßerkrankungen | Hypotonie, orthostatische Hypotonie | Hitzewallungen | ||||
| Erkrankungen derAtemwege, des | Bronchitis, Husten,Dyspnoe, Rhinitis | Epistaxis | Bronchospasmen |
| Brustraums und Mediastinums | ||||||
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | Bauchschmerzen, Dyspepsie,Mundtrockenheit, Übelkeit | Obstipation, Flatulenz, Erbrechen,Gastroenteritis, Diarrhö | Geschmacks störungen | |||
| Leber- undGallenerkrankungen | AbnormeLeberfunktionswerte | Cholestase, Hepatitis,Ikterus | ||||
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes | Pruritus | Hautausschlag | Urtikaria, Alopezie, Purpura | |||
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen | Rückenschmerzen, Myalgie | Arthralgie | Muskelkrämpfe, Muskelschwäche | |||
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | Zystitis, Harninkontinenz | Dysurie, erhöhte Miktionsfrequenz, Hämaturie | Polyurie | Gesteigerte Diurese, Miktionsstörungen, Nykturie | ||
| Erkrankungen der Geschlechtsorgane undder Brustdrüse | Impotenz | Gynäkomastie, Priapismus | Retrograde Ejakulation | |||
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Asthenie, Brustschmerz, grippeähnlicheSymptome, periphere Ödeme | Schmerzen, Gesichtsödeme | Erschöpfung, Unwohlsein | |||
| Untersuchungen | Gewichtszunahme |
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Wenn eine Überdosierung zu Hypotonie führt, sollte der Patient umgehend in eine liegende Position mit Kopftieflage gebracht werden. Weitere unterstützende Maßnahmen sollten durchgeführt werden, falls sie in einzelnen Fällen für angemessen gehalten werden.
Falls diese Maßnahmen nicht ausreichen, sollte ein Schock zunächst mit Volumenexpandern behandelt werden. Falls erforderlich, sollte dann eine vasopressorische Substanz angewendet werden. Die Nierenfunktion sollte überwacht und bei Bedarf unterstützt werden.
Da Doxazosin in hohem Maße an Proteine gebunden ist, ist eine Dialyse nicht indiziert.
Pharmakologische Eigenschaften - Doxazosin 4 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe:
Alpha-1-Rezeptorenblocker/Antihypertensivum ATC-Code: C02CA04
Doxazosin bewirkt durch selektive und kompetitive Blockade von postsynaptischen α1-Rezeptoren eine periphere Vasodilatation. Die Anwendung von Doxazosin beim Hypertoniker führt zur Senkung des Blutdrucks durch Verminderung des peripheren Gefäßwiderstandes.
Bei einer 1-mal täglichen Dosierung ist die Wirkung noch 24 h nach der Einnahme nachzuweisen. Nach Therapiebeginn kommt es zu einer allmählichen Senkung des Blutdrucks, orthostatische Reaktionen können auftreten. Die maximale Blutdrucksenkung wird normalerweise 2-6 h nach der Tabletteneinnahme erzielt.
Bei Hypertonikern sind die Blutdruckwerte unter Therapie mit Doxazosin im Liegen und im Stehen ähnlich.
Eine Toleranzentwicklung bezüglich der antihypertensiven Wirkung wurde bei Langzeittherapie mit Doxazosin bisher nicht beobachtet. Gelegentlich kommt es bei fortgesetzter Anwendung zum Anstieg der Plasmareninaktivität und zu Tachykardien.
In klinischen Studien bewirkte Doxazosin eine geringe Reduktion der Plasmakonzentrationen von Triglyceriden und Gesamtcholesterin, auch der LDL-Fraktion. Ein geringer Anstieg des Quotienten von HDL/Gesamtcholesterin (etwa 4-13 % Erhöhung gegenüber dem Ausgangswert) wurde beobachtet. Die klinische Bedeutung dieser Ergebnisse muss noch gezeigt werden.
Unter Behandlung mit Doxazosin konnte eine Regression der linksventrikulären Hypertrophie festgestellt werden.
Nach einer Zwischenauswertung der ALLHAT-Studie (Antihypertensive and Lipid lowering Treatment to Prevent Heart Attack Trial) wurde der Doxazosin-Arm im Vergleich zu Chlortalidon abgebrochen. Es wurde eine signifikant höhere (25 %) Inzidenz von kombinierten
kardiovaskulären Ereignissen und im Besonderen einer Herzinsuffizienz im Vergleich zur Chlortalidon-Gruppe gefunden. Das Risiko einer Herzinsuffizienz war etwa doppelt so hoch. Ein negativer Trend zu Schlaganfall und dem kombinierten Auftreten einer KHK war zu erkennen. Ein Unterschied in der Gesamtmortalität war zwischen dem Doxazosin- und dem Chlortalidon-Arm nicht zu erkennen.
Resorption
Nach oraler Applikation wird Doxazosin gut resorbiert, die Plasmaspitzenkonzentrationen werden etwa nach 2 h erreicht. Die Plasmaelimination verläuft biphasisch, die terminale Halbwertszeit beträgt 22 h und ermöglicht somit eine tägliche Einmalgabe.
Die absolute Bioverfügbarkeit beträgt nahezu 63 %. Verteilung
98,3 % des Doxazosin im Plasma liegen in proteingebundener Form vor.
Biotransformation und Elimination
Doxazosin wird hauptsächlich metabolisiert (O-Demethylierung und Hydroxylierung) und über die Faeces ausgeschieden (nur 5 % einer verabreichten Dosis werden unverändert als Doxazosin mit den Faeces ausgeschieden). 6´-Hydroxy-Doxazosin ist ein potenter und selektiver
α-Rezeptorenblocker und macht beim Menschen anteilsmäßig 5 % einer oralen Dosis aus. Deshalb trägt 6´-Hydroxy-Doxazosin wenig zum antihypertensiven Effekt von Doxazosin bei. In-vitro-Studien weisen darauf hin, dass der Haupteliminationsweg über CYP 3A4 ist. CYP 2D6 und CYP 2C9 sind jedoch ebenfalls am Metabolismus beteiligt, aber in geringerem Maße.
Ältere Patienten
Studien bei älteren Personen und Patienten mit Niereninsuffizienz haben keine relevanten pharmakokinetischen Unterschiede ergeben.
Leberinsuffizienz
Es liegen nur in begrenztem Umfang Daten über den Einsatz bei Patienten mit Leberinsuffizienz und die Wirkung von Medikamenten mit bekanntem Einfluss auf den Leberstoffwechsel (z. B. Cimetidin) vor. In einer klinischen Studie mit 12 Patienten mit geringgradiger Leberinsuffizienz war die Fläche unter der Kurve (AUC) um 43 % erhöht und die Clearance nach oraler einmaliger Applikation um 40 % vermindert. Wie bei allen Arzneimitteln, die vollständig über die Leber metabolisiert werden, sollte die Anwendung von Doxazosin bei Patienten mit gestörter Leberfunktion mit Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitt 4.4).
Pharmazeutische Angaben - Doxazosin 4 mg
Mikrokristalline Cellulose, wasserfreie Lactose, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A), Hochdisperses Siliciumdioxid, Natriumlaurylsulfat, Magnesiumstearat.
Blisterpackung aus PVC/PVDC/Aluminium-Folie.
Doxazosin AbZ 2 mg Tabletten Packung mit 20 Tabletten Packung mit 50 Tabletten Packung mit 100 Tabletten
Doxazosin AbZ 4 mg Tabletten Packung mit 10 Tabletten Packung mit 20 Tabletten Packung mit 50 Tabletten Packung mit 100 Tabletten
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.