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Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Timo-Vision® 0,25 % Augentropfen, Lösung

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Augentropfen, Lösung

Hersteller

OmniVision GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.9.2020
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Fachinfo - Timo-Vision® 0,25 %

Anwendungsgebiete

Timo-Vision Augentropfen wird angewendet bei:

  • Erhöhtem Augeninnendruck (okuläre Hypertension)

  • Grünem Star (chronisches Weitwinkelglaukom)

  • Grünem Star nach Linsenentfernung (Aphakieglaukom)

  • Kindlichem Glaukom, wenn andere therapeutische Maßnahmen nicht ausreichen.

Dosierung

Erwachsene

Dosierung:

Die Therapie beginnt in der Regel mit 1 Tropfen Timo-Vision 0,25 % Augentropfen in das betroffene Auge 1-mal oder 2-mal täglich (morgens und abends).

Bei Bedarf kann die Dosierung auf 1 Tropfen Timo-Vision 0,5 % Augentropfen 1-mal oder 2-mal täglich (morgens und abends) erhöht werden.

Der Augeninnendruck sollte etwa vier Wochen nach Beginn der Behandlung erneut überprüft werden, da es einiger Wochen bedarf, bis Timo-Vision Augentropfen eine stabile Wirkung zeigen.

Bei konstanter Einstellung auf das angestrebte Niveau kann der Versuch gemacht werden, die Dosierung auf 1-mal täglich 1 Tropfen zu reduzieren.

Art der Anwendung

Zur Anwendung am Auge.

Timo-Vision Augentropfen werden in den Bindehautsack eingetropft und ist für die Dauertherapie vorgesehen.

Die mögliche systemische Resorption wird reduziert, wenn man nach der Anwendung etwa

2 Minuten lang mit dem Finger Druck auf den Tränenkanal ausübt oder die Augenlider schließt. Dies kann zu einer Reduktion von systemischen Nebenwirkungen und zu einer Verstärkung der lokalen Wirkung beitragen.

Patienten sollten angewiesen werden, vor dem Gebrauch des Arzneimittels die Hände zu waschen und darauf zu achten, dass die Tropferspitze mit dem Auge bzw. dem Augenumfeld nicht in Berührung kommt. Die Folge könnte eine Verletzung des Auges sein.

Bei der Druckeinstellung ist zu beachten, dass die anfängliche Drucksenkung bis zu 50 % betragen kann und es danach zu einer Wirkungsabnahme kommen kann (Tachyphylaxie).

Nach 3 – 12 Monaten stabilisiert sich die Druckreduktion. Eine regelmäßige Druckkontrolle ist daher besonders in den ersten Tagen nach Ansetzen von Timolol-Augentropfen wichtig.

Bei oraler Gabe von Betablockern ist mit einer Drucksenkung am Auge zu rechnen, daher ist zu überprüfen, ob eine lokale Anwendung von Timolol-Augentropfen dann noch notwendig ist. Besteht schon eine systemische Gabe von Betablockern, so ist der zusätzliche Effekt topisch verabreichter Mittel allerdings meist geringer.

Bei Patienten mit stark pigmentierter Iris kann die Drucksenkung verzögert oder abgeschwächt eintreten.

Umstellung von anderen Wirkstoffen

Bei Umstellung der Therapie von einem anderen topischen Betablocker sollte die bisherige Therapie erst nach einer vollen Tagesdosis abgesetzt werden. Am folgenden Tag beginnt man die Timo-Vision-Behandlung.

Bei Umstellung der Glaukomtherapie von einem anderen Wirkstoff, der kein topischer Betablocker ist, wird das bisherige Arzneimittel beibehalten und zusätzlich 1 Tropfen Timo-Vision 0,25 % 1- bis 2-mal täglich (morgens und abends) in jedes betroffene Auge appliziert. Am nächsten Tag wird das vorherige Arzneimittel vollkommen abgesetzt und die Behandlung nur mit Timo-Vision fortgesetzt. Wenn eine höhere Dosis Timo-Vision erforderlich ist, kann die Dosis durch 1 Tropfen der 0,5 % Lösung 1- bis 2-mal täglich (morgens und abends) in jedes betroffene Auge ersetzt werden.

Kinder und Jugendliche

Aufgrund begrenzter Daten wird die Anwendung von Timolol bei primär kongenitalem Glaukom und primär juvenilem Glaukom wie folgt empfohlen:

  • als Übergangstherapie bis hin zu geeigneten chirurgischen Maßnahmen, oder

  • als Überbrückungstherapie im Falle eines fehlgeschlagenen chirurgischen Eingriffs, um weitere Möglichkeiten einer Therapie abzuwägen.

Dosierung:

Der behandelnde Arzt ist angehalten eine strenge Nutzen/Risiko Abwägung durchzuführen, wenn eine Therapie mit Timolol bei Kindern und Jugendlichen erwogen wird. Eine ausführliche Anamnese und Untersuchung sollte der Anwendung von Timolol vorausgehen, um systemische Unregelmäßigkeiten auszuschließen. Aufgrund der limitierten Datenlage kann keine genaue Dosisempfehlung gegeben werden (siehe auch Abschnitt 5.1).

Wenn der Nutzen das Risiko überwiegt, wird die Anwendung der niedrigst möglichen verfügbaren Dosiskonzentration von 1 Tropfen täglich je betroffenem Auge empfohlen (siehe auch Art der Anwendung).

Falls der Augendruck nicht ausreichend kontrolliert werden kann, ist eine vorsichtige Erhöhung auf maximal 2 Tropfen täglich je betroffenem Auge in Erwägung zu ziehen. Falls eine 2-mal tägliche Verabreichung notwendig ist, sollte ein Intervall von 12 Stunden eingehalten werden.

Patienten, insbesondere Neugeborene, sollen nach der ersten Dosis für 1 bis 2 Stunden in medizinischen Räumlichkeiten streng überwacht werden. Des Weiteren ist bis zur Durchführung geeigneter chirurgischer Maßnahmen auf okulare und systemische Nebenwirkungen zu achten. In Hinblick auf die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen, kann eine 0,1 % Lösung bereits ausreichend sein.

Art der Anwendung:

Um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden, sollte nur 1 Tropfen pro Dosierungszeitpunkt verabreicht werden. Die systemische Resorption von topisch applizierten Betablockern (wie Timo-Vision) kann durch die Anwendung von nasolakrimaler Okklusion und dem Schließen der Augenlider so lange als möglich (z. B. für 3 – 5 Minuten) reduziert werden. Dies kann zu einer Herabsetzung der systemischen Nebenwirkungen und einer Steigerung der lokalen Wirkung führen. Siehe auch Abschnitt 4.4, 5.2.

Dauer der Anwendung:

Timo-Vision ist bei Kinder und Jugendliche als Übergangstherapie vorgesehen.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Wie bei allen Arzneimitteln, die Betablocker enthalten, ist Timo-Vision kontraindiziert bei Patienten mit:

  • bronchiale Hyperreagibilität, reaktive Atemwegserkrankungen, inklusive bestehendes oder anamnestisch bekanntes Bronchialasthma, schwere chronisch-obstruktive Atemwegserkrankungen;

  • Sinusbradykardie, Sick-Sinus-Syndrom, sinuatrialem Block, atrioventrikulärem (AV) Block zweiten oder dritten Grades ohne Schrittmacherkontrolle, dekompensierte Herzinsuffizienz, kardiogenem Schock;

  • schwere allergische Rhinitis und dystrophische Störungen der Hornhaut

  • nächtlicher Augeninndruckerhöhung.

Warnhinweise

Wie bei jeder Glaukombehandlung sollten der Augeninnendruck und die Hornhaut regelmäßig untersucht werden.

Wie jeder andere topisch angewendete ophthalmische Wirkstoff, wird auch Timolol systemisch resorbiert. Aufgrund des beta-adrenergen Wirkstoffes Timolol, können dieselben Arten von kardiovaskulären, pulmonalen und anderen Nebenwirkungen auftreten wie bei systemisch angewendeten beta-adrenergen Wirkstoffen. Die Inzidenz von systemischen Nebenwirkungen ist

bei ophthalmologischer Anwendung geringer als bei systemischer Anwendung. Um die systemische Resorption zu reduzieren, siehe Abschnitt 4.2.

Andere Betablocker

Die Wirkung auf den Augeninnendruck oder auch die bekannten Wirkungen der systemischen Betablockade können sich potenzieren, wenn Patienten, die bereits einen systemisch angewendeten Betablocker bekommen, zusätzlich Timolol erhalten. Das Ansprechen dieser Patienten sollte genau beobachtet werden. Die Anwendung von zwei topisch applizierten Betablockern wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Anaphylaktische Reaktionen

Während der Behandlung mit Betablockern können Patienten mit einer aus der Anamnese bekannten Atopie oder schweren anaphylaktischen Reaktion auf verschiedene Allergene stärker auf die wiederholte Exposition gegenüber diesen Allergenen reagieren. Diese Patienten sprechen unter Umständen nicht auf die Adrenalindosis an, die zur Behandlung anaphylaktischer Reaktionen üblich ist.

Herzerkrankungen

Bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen (z. B. Koronare Herzerkrankungen, Prinzmetal Angina und Herzinsuffizienz) und Hypotonie soll die Therapie mit Betablockern kritisch beurteilt und eine Behandlung mit anderen Wirkstoffen in Betracht gezogen werden. Patienten mit Herzerkrankungen sind auf Zeichen von Verschlechterung der Erkrankung und auf Nebenwirkungen zu überwachen.

Aufgrund ihres negativen Effekts auf die Überleitungszeit dürfen Betablocker nur mit Vorsicht an Patienten mit AV-Block ersten Grades verabreicht werden.

Gefäßerkrankungen

Patienten mit schweren peripheren Durchblutungsstörungen (z. B. schwere Formen der Raynaud-Erkrankung oder des Raynaud- Syndroms) sollen mit Vorsicht behandelt werden.

Bei Patienten mit Hirndurchblutungsstörungen ist Vorsicht geboten. Sollten sich nach Aufnahme der Behandlung mit Timolol Augentropfen Hinweise auf eine verminderte Hirndurchblutung ergeben, so ist eine alternative Therapie zu erwägen.

Erkrankungen der Atemwege

Es wurde über Fälle respiratorischer Reaktionen, darunter Todesfälle infolge von Bronchospasmus bei Asthmapatienten nach Anwendung von manchen ophthalmischen Betablockern berichtet.

Timo-Vision ist mit Vorsicht anzuwenden bei Patienten mit leichter/mittlerer chronisch- obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und nur dann, wenn der mögliche Nutzen das mögliche Risiko überwiegt.

Hypoglykämie/Diabetes

Beta-Blocker sind mit Vorsicht bei Patienten anzuwenden, die spontane Hypoglykämie entwickeln oder bei Patienten mit labilem Diabetes, da Betablocker die Anzeichen und Symptome einer akuten Hypoglykämie maskieren können.

Beta-Blocker können auch die Anzeichen einer Hyperthyreose maskieren.

Erkrankungen der Hornhaut

Ophthalmologisch angewendete Betablocker können trockene Augen verursachen. Patienten mit Erkrankungen der Hornhaut sollten daher mit Vorsicht behandelt werden.

Aderhautablösung

Über Aderhautablösungen wurde infolge der Anwendung von Therapeutika zur Senkung des Kammerwassers (wie Timolol oder Acetazolamid) nach einer Trabekulektomie berichtet.

Anästhesie im Rahmen von Operationen

Ophthalmologische angewendete Betablocker können systemische agonistische Effekte auf Betarezeptoren (z. B. von Adrenalin) blockieren. Der Anästhesist sollte informiert werden, wenn der Patient Timolol erhält.

Timo-Vision sollte auch mit großer Sorgfalt in Verbindung mit den folgenden Erkrankungen eingesetzt werden:

  • Myasthenia: Betablocker können Muskelschwäche im Sinne myasthenischer Symptomeverstärken (z. B. Diplopie, Ptosis, allgemeine Schwäche)

  • unbehandeltes Phäochromozytom

  • Metabolische Azidose

  • große chirurgische Eingriffe: Es wird empfohlen, die Gabe von Beta-adrenergen Blockern vor dem Eingriff schrittweise zu reduzieren, um Reflexreize der Betablocker auf das Herz zu vermeiden und somit das Risiko von Hypertonie und Herzstillstand während der Anästhesie zu verringern

  • Claudicatio intermittens

  • schwere Niereninsuffizienz. Bei Dialysepatienten wurde ausgeprägter Blutdruckabfall beobachtet.

Kinder und Jugendliche:

Timolol Augentropfen sollten generell vorsichtig bei Kindern und Jugendlichen mit Glaukom angewendet werden (siehe auch Abschnitt 5.2).

Es ist wichtig, die Eltern über mögliche Nebenwirkungen aufzuklären, so dass diese bei deren Auftreten die Therapie sofort beenden können (siehe Abschnitt 4.8). Zu beachtende Symptome sind beispielsweise Husten und Keuchen.

Aufgrund möglicher Apnoen und Cheyne-Stokes-Atmung bei Neugeborenen, Säuglingen und jüngeren Kindern, soll Timolol mit größter Vorsicht angewendet werden. Ein tragbarer Apnoe Monitor kann bei Neugeborenen unter Timolol Therapie hilfreich sein.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Timo-Vision kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Benzalkoniumchlorid kann von weichen Kontaktlinsen aufgenommen werden und kann zur Verfärbung der Kontaktlinsen führen. Kontaktlinsen sind vor der Anwendung zu entfernen und frühestens 15 Minuten nach der Anwendung wieder einzusetzen.

Benzalkoniumchlorid kann Reizungen am Auge hervorrufen, insbesondere bei trockenen Augen oder Erkrankungen der Hornhaut.

Benzalkoniumchlorid sollte bei Patienten mit trockenen Augen und bei Patienten mit geschädigter Hornhaut mit Vorsicht angewendet werden.

Bei längerer Anwendung sollten die Patienten überwacht werden.

Wechselwirkungen

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Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt. Andere Augentropfen

Gelegentlich wurden Fälle von Mydriasis berichtet, die durch eine gleichzeitige Anwendung von

ophthalmischen Beta-Blockern und Adrenalin (Epinephrin) ausgelöst wurden.

Die augendrucksenkende Wirkung von Timolol wird durch die Gabe von Adrenalin- oder Pilocarpin-haltigen Augentropfen verstärkt.

Andere Arzneimittel

Bei gleichzeitiger Anwendung von ophthalmologisch applizierten Betablocker-Lösungen und

oralen Kalzium-Kanalblockern, Beta-adrenergen Blockern, Antiarrhythmika (einschließlich Amiodaron), Digitalis-Glykosiden, Parasympathomimetika und Guanethidin können Hypotonie und/oder Bradykardie als unerwünschte Wirkungen verstärkt auftreten.

CYP2D6-Inhibitoren (z. B. Chinidin, SSRIs)

Verstärkte systemische Betablockade (z. B. erniedrigte Herzfrequenz, Depression) wurde bei gleichzeitiger Anwendung mit CYP2D6- Inhibitoren (z. B. Chinidin, Fluoxetin, Paroxetin) und Timolol berichtet.

Die neuromuskuläre Blockade durch Tubocurarin kann durch die Betarezeptorenhemmung (durch Timo-Vision) verstärkt werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Betarezeptorenblockern und Beta-2-Sympathomimetika ist eine Wirkungsverminderung der Beta-2-Sympathomimetika sowie die Auslösung von schweren Bronchospasmen möglich.

Bei gleichzeitiger Gabe von Insulin oder anderen Antidiabetika kann ein Glukosemangel insbesondere unter gleichzeitiger körperlicher Belastung im Blut (Hypoglykämie) ausgelöst oder verstärkt und dessen Anzeichen verschleiert werden (siehe Abschnitt 4.4).

Wenn mehr als ein ophthalmisches Arzneimittel angewendet wird, müssen mindestens 5 Minuten zwischen der Anwendung der verschiedenen Augentropfen liegen.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Es liegen keine ausreichenden Daten für die Anwendung von Timolol bei Schwangeren vor. Timo-Vision sollte nicht während der Schwangerschaft verwendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich. Um die systemische Absorption zu reduzieren, siehe Abschnitt 4.2.

Epidemiologische Studien haben keine Fehlbildungen gezeigt, wohl aber ein Risiko für intrauterine Wachstumsretardierungen, wenn Betablocker auf oralem Weg verabreicht werden. Darüber hinaus wurden Anzeichen und Symptome einer Betablockade (wie Bradykardie, Hypotonie, Atemnot und Hypoglykämie) bei Neugeborenen beobachtet, wenn Betablocker bis zur Geburt gegeben wurden. Sollte Timo-Vision bis zur Geburt angewendet werden, ist das Neugeborene während der ersten Lebenstage sorgfältig zu überwachen.

Stillzeit

Beta-Blocker gehen in die Muttermilch über. Bei therapeutischen Dosen von Timolol in Augentropfen ist es jedoch unwahrscheinlich, dass ausreichende Mengen in die Muttermilch zu finden sind, um klinische Symptome einer Beta-Blockade beim Säugling auszulösen.

Um die systemische Absorption zu reduzieren, siehe Abschnitt 4.2. Fertilität

Präklinische Daten zeigen keine Auswirkungen von Timolol auf männliche oder weibliche Fertilität.

Fahrtüchtigkeit

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Sehleistung beeinflussen und das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt im verstärkten Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Wie andere topisch applizierte Ophthalmika wird Timolol in den systemischen Kreislauf resorbiert.

Dies kann ähnliche Nebenwirkungen verursachen, wie sie bei systemischen Beta-Blockern beobachtet werden. Die Inzidenz von systemischen Nebenwirkungen nach topischer ophthalmischer Anwendung ist niedriger als nach systemischer Anwendung. Die genannten Nebenwirkungen beinhalten Reaktionen, die innerhalb der Gruppe der ophthalmologisch applizierten Betablocker berichtet wurden.

Die häufigsten Nebenwirkungen, die bei etwa 13 % der Patienten auftreten, sind Brennen und ein beißender Schmerz.

Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100, <1/10) Gelegentlich (≥1/1.000, <1/100) Selten (≥1/10.000, <1/1.000) Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

Erkrankungen des Immunsystems
Selten Anzeichen und Symptome allergischer Reaktionen, einschließlich Anaphylaxie, Angioödem, Urtikaria, lokalisierter und generalisierter Hautausschlag
Psychiatrische Erkrankungen
Gelegentlich Depression
Selten Schlaflosigkeit, Alpträume, verminderte Libido
Nicht bekannt Halluzination
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig Kopfschmerzen, Schwindel
Gelegentlich Synkope
Selten Gedächtnisverlust, Erhöhung der Anzeichen und Symptome einer Myasthenia Gravis, Parästhesien, Apoplexie, zerebrale Ischämie
Augenerkrankungen
Häufig Anzeichen und Symptome einer Augenreizung (z. B. Brennen, Stechen, Juckreiz, Bindehauthyperämie, Fremdkörpergefühl im Auge, Sekretion, Konjunktivitis, Blepharitis, Keratitis, verminderte Empfindlichkeit der Hornhaut und trockene Augen, verschwommenes Sehen)
Gelegentlich Sehstörungen, einschließlich refraktiver Veränderungen (in einigen Fällen aufgrund des Absetzens von Miotika)
Selten Diplopie, Ptosis und Aderhautablösung nach Filtrationschirurgie (siehe Abschnitt 4.4)
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Selten Tinnitus
Herzerkrankungen
Gelegentlich Bradykardie
Selten Herzrhythmusstörungen, Herzblock, Herzinsuffizienz, Herzklopfen, Herzstillstand
Gefäßerkrankungen
Selten Hypotonie, Claudicatio, Raynaud-Phänomen
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Gelegentlich Dyspnoe
Selten Bronchospasmus (vor allem bei Patienten mit einer vorbestehenden bronchospastischen Erkrankung), Ateminsuffizienz, Husten
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Gelegentlich Nausea, Dyspepsie
Selten Diarrhö, Mundtrockenheit
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Selten Alopezie, psoriasiformer Hautausschlag oder Verschlechterung von Psoriasis
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Selten Systemischer Lupus Erythematodes
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Selten Induratio penis plastica
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Gelegentlich Asthenie, Müdigkeit
Selten Ödeme, kalte Hände und Füße, Schmerzen in der Brust

Weitere Nebenwirkungen, die bei ophthalmologischen Betablockern beobachtet wurden, können möglicherweise bei der Anwendung von Timo-Vision auftreten.

Erkrankungen des Immunsystems
Systemische allergische Reaktionen, einschließlich Pruritus
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Hypoglykämie
Augenerkrankungen
Augentränen, Rötung, Hornhauterosion
Herzerkrankungen
Herzinsuffizienz
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Dysgeusie, Abdominalschmerzen, Erbrechen
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Hautausschlag
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Myalgie
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Sexuelle Dysfunktion

Andere mögliche Nebenwirkungen:

Sehr selten wurden bei einigen Patienten mit stark geschädigter Hornhaut im Zusammenhang mit der Anwendung von phosphathaltigen Augentropfen Fälle von Kalkablagerungen in der Hornhaut berichtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über folgende Adresse anzuzeigen.

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

Überdosierung

Die Symptome einer Überdosierung sind vergleichbar mit Symptomen, die infolge systemisch applizierter Betablocker auftreten, wie Schwindel, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Bradykardie, Bronchospasmus, Herzstillstand, kardiovaskuläre Insuffizienz und akute Hypotonie (siehe Abschnitt 4.8).

Im Falle einer Überdosierung sollten die folgenden Maßnahmen in Betracht gezogen werden:

  1. Orale Einnahme der Augentropfen:

    Gabe von Aktivkohle. Studien haben gezeigt, dass Timolol nicht durch Hämodialyse aus dem Blutkreislauf entfernt werden kann.

  2. Symptomatische Bradykardie:

    um eine Vagus-Blockade zu induzieren, sollte Atropinsulfat 0,25 bis 2 mg intravenös verabreicht werden. Falls die Bradykardie weiterhin besteht, sollte Isoprenalinhydrochlorid vorsichtig intravenös verabreicht werden. Bei therapierefraktärer Bradykardie sollte eine Schrittmachertherapie erwogen werden.

  3. Hypotonie:

    Sympathomimetika wie Dopamin, Dobutamin oder Noradrenalin sollten in Abhängigkeit von Körpergewicht und Effekt verabreicht werden. Bei therapierefraktären Fällen hat sich der Einsatz von Glukagon als nützlich erwiesen.

    Glukagon: initial 1-10 mg intravenös, dann 2-2,5 mg pro Stunde als Dauerinfusion

  4. Bronchospasmus:

    Gabe von Beta-2-Sympathomimetika (als Aerosol bei ungenügender Wirkung auch intravenös) oder Aminophyllin intravenös.

  5. Akutes Herzversagen:

    eine konventionelle Therapie mit Digitalis, Diuretika und Sauerstoff sollte sofort eingeleitet werden. Bei therapierefraktären Fällen wird die Verabreichung von Aminophyllin intravenös empfohlen. Falls erforderlich, kann darauffolgend Glukagon angewandt werden; dies hat sich als nützlich erwiesen.

  6. Herzblock (zweiten oder dritten Grad):

    Isoprenalinhydrochlorid oder ein Herzschrittmacher sollten verwendet werden.

  7. Krampfanfälle:

langsame i.v. Gabe von Diazepam.

Pharmakologische Eigenschaften - Timo-Vision® 0,25 %

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Ophthalmika, Betarezeptorenblocker, Glaukommittel. ATC-Code: S01ED01

Wirkmechanismus

Timolol ist ein nicht-selektiver Betarezeptorenblocker ohne nennenswerte sympathomimetische Eigenwirkung oder lokalanästhetische (membran-stabilisierende) Eigenschaften. Timolol hemmt sowohl die β1-Rezeptoren, die vorwiegend am Herzmuskel lokalisiert sind, als auch die β2-Rezeptoren.

Der stimulierende Effekt der Katecholamine auf das Herz wird durch Timolol reduziert. Als Folge werden die Erregungsleitung im AV-Knoten verlangsamt und die Herzfrequenz und das Schlagvolumen gesenkt. Die Blockierung der Betarezeptoren in den Bronchien und Bronchiolen führt zu einer Erhöhung des Atemwegs-widerstandes durch ein Überwiegen des Parasympathikus.

Pharmakodynamische Wirkungen am Auge

Timolol-Augentropfen senken sowohl den erhöhten als auch den normalen Augeninnendruck.

Die drucksenkende Wirkung von Timololmaleat beruht vermutlich eher auf dem reduzierten Einstrom von Kammerwasser als auf einem erhöhten Ausstrom. Unklar ist jedoch, ob die Wirkung auf den Augeninnendruck ausschließlich auf den Einsatz von Beta-Blockern zurückzuführen ist.

Das Arzneimittel beeinflusst nicht den Blutdruck und die Herzfrequenz.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Die Wirkung von Timolol setzt im Allgemeinen ungefähr 20 Minuten nach lokaler Verabreichung am Auge ein. Die maximale Senkung des Augeninnendruckes ist nach ein bis zwei Stunden erreicht. Eine deutliche Verminderung des Augeninnendruckes hält unter Timolol Augentropfen bis zu 24 Stunden an.

Wie bei anderen augeninnendrucksenkenden Mitteln wurde auch bei Timolol nach längerer Therapie ein vermindertes Ansprechen bei einigen Patienten festgestellt.

In einer Langzeitstudie, in der 164 Patienten mindestens 3 Jahre lang untersucht wurden, konnten aber, sobald der Augeninnendruck einmal eingestellt war, keine wesentlichen Veränderungen mehr festgestellt werden.

Im Gegensatz zu den Miotika senkt Timolol den Augeninnendruck ohne nennenswerte Beeinflussung von Akkommodation oder Pupillengröße. Besonders für Kataraktpatienten ist das Fehlen der Miosis von Vorteil. Werden Patienten von Miotika umgestellt, kann nach Abklingen der Miotikawirkung eine Refraktionskorrektur nötig sein.

Kinder und Jugendliche

Es liegen nur begrenzte Daten über die Anwendung von Timolol (0,25 %, 0,5 %, 2-mal täglich 1 Tropfen) bei Kindern und Jugendlichen vor. Eine kleine, doppelblinde, randomisierte, veröffentlichte klinischen Studie über einen Behandlungszeitraum von bis zu 12 Wochen an

105 Kindern (Timolol: n=71) im Alter von 12 Tagen bis zu 5 Jahren zeigt zu einem gewissen Grad Hinweis darauf, dass Timolol in der Indikation bei primär kongenitalem Glaukom und primär juvenilem Glaukom als Übergangstherapie wirksam ist.

Pharmakokinetik

Resorption

Untersuchungen haben gezeigt, daß Timolol nach lokaler Anwendung am Auge systemisch resorbiert wird. In einer Studie wurde bei allen untersuchten gesunden Probanden und Patienten

Timolol im Urin nachgewiesen. (Timololhydrogenmaleat und seine Metaboliten werden größtenteils durch die Nieren ausgeschieden).

Blutspiegel von Timolol sind beim Menschen nach lokaler Gabe am Auge bei der empfohlenen klinischen Dosierung häufig nicht nachweisbar (kleiner als 2ng/ml), weder nach Einmalgabe, noch nach einer Behandlungszeit von 2 Wochen. Die maximalen angemessenen Plasmaspiegel waren 9,6 ng/ml bei einer Dosierung von 2-mal 2 Tropfen/Tag. Die maximalen Plasmaspiegel wurden nach 30-90 Minuten erreicht. Es zeigte sich in einigen Fällen, dass die Anwendung von Timolol-Augentropfen bei Neugeborenen und Kleinkindern in der empfohlenen Dosierung zu wesentlich höheren Timolol-Plasmaspiegeln führte als bei Erwachsenen. Der Plasmaspiegel bei einem 3 Wochen alten Neugeborenen betrug unter Gabe von 2-mal täglich 1 Tropfen 0,25 % Timolol-Augentropfen 34 ng/ml.

Verteilung

Kammerwasserspiegel: Bei Kaninchen wurden maximale Kammerwasserspiegel von

461 ng/100 mg 60 Minuten nach Gabe von 1 Tropfen Timolol 1,0 % Augentropfen gemessen. Beim Menschen betrugen die Kammerwasserspiegel von Timolol in der 1. und 2. Stunde nach Verabreichung von 2 Tropfen Timolol 0,5 % Augentropfen 150 ng/100 mg. Nach Ablauf von

7 Stunden sank der Spiegel bis auf 10 ng/100 mg.

Okuläre Gewebsspiegel: Nach Applikation eines Tropfens einer 0,25 % -igen Lösung von

14C-markierten Timolol wurden beim Kaninchenauge in den verschiedenen okulären Geweben maximale Radioaktivitäten nach 15 bis 60 Minuten erreicht. In Hornhaut, Nickhaut und Iris/Ziliarkörper wurden Radioaktivitäten entsprechend 1 bis 10 ng Timolol / 100 mg Gewebe gemessen.

Kinder und Jugendliche

Wie bereits aus den Daten bei Erwachsenen bekannt ist, fließen 80 % jedes Augentropfens durch den Tränennasengang, wo es zu einer schnellen Absorption über die Nasenschleimhaut, Binde-haut, den Tränennasengang, Oropharynx und den Darm oder bei Tränenüberfluss über die Haut in den systemischen Kreislauf kommt.

Da das Blutvolumen bei Kindern kleiner als bei Erwachsenen ist, muss eine höhere Kreislaufkonzentration berücksichtigt werden. Darüber hinaus haben Neugeborene unausgereifte metabolische Enzymsysteme, was zu einer Erhöhung der Eliminationshalbwertszeit und Verstärkung von Nebenwirkungen führen kann.

Begrenzte Daten zeigen, dass der Timolol-Plasmaspiegel bei Kindern, insbesondere bei Säuglingen, nach der Anwendung von Timolol 2,5 mg/ml den von Erwachsenen nach der Anwendung von Timolol 5 mg/ml weit übersteigt und damit das Risiko von Nebenwirkungen wie Bronchospasmus und Bradykardie mutmaßlich erhöht wird.

Pharmazeutische Angaben - Timo-Vision® 0,25 %

Liste der sonstigen Bestandteile

Benzalkoniumchlorid Natriumdihydrogenphosphat-Monohydrat Natriummonohydrogenphosphat-Dodecahydrat Wasser für Injektionszwecke

Inkompatibilitäten

Benzalkoniumchlorid akkumuliert in weichen Kontaktlinsen. Der Stoff wird dann protrahiert freigesetzt und kann die Cornea schädigen.

Dauer der Haltbarkeit

Die Dauer der Haltbarkeit beträgt 36 Monate.

Dieses Arzneimittel soll nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr angewendet werden.

Nach dem ersten Öffnen der Tropfflasche sind die Augentropfen höchstens 4 Wochen verwendbar.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nach Anbruch dürfen Timo-Vision 0,25 %/ Timo-Vision 0,5 % Augentropfen höchstens 4 Wochen lang verwendet werden.

Nicht über 25°C lagern.

Die Flasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Art und Inhalt des Behältnisses

Augentropfen

Packungen mit 1x 5 ml und 3x 5 ml.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Weblinks

Packungen und Preis

Timo-Vision® 0,25% Augentropfen 5ml N1
Preis
13,30 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Timo-Vision® 0,25% Augentropfen 3x5ml N2
Preis
15,22 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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