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Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Salofalk® 250mg magensaftresistente Tabletten

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Tbl., magensaftres.

Hersteller

Dr. Falk Pharma GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.1.2025
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Fachinfo - Salofalk® 250mg

Anwendungsgebiete

  • Colitis ulcerosa: sowohl zur Behandlung des akuten Schubs als auch zur Vermeidung eines Rezidivs

  • Morbus Crohn: zur Behandlung des akuten Schubs

Dosierung

Dosierung

Erwachsene und ältere Menschen

Zur Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) stehen sowohl Salofalk 250mg Tabletten als auch Salofalk 500mg Tabletten zur Verfügung.

Bei einer Dosisempfehlung über 1,5 g Mesalazin pro Tag sollten nach Möglichkeit Salofalk 500mg Tabletten angewendet werden.

Je nach den klinischen Erfordernissen des Einzelfalles sind folgende Tagesdosierungen zu empfehlen:

Morbus Crohn Colitis ulcerosa
akuter Schub akuter Schub Rezidivprophylaxe/ Dauerbehandlung
Mesalazin (Wirkstoff) 1,5 g-4,5 g 1,5 g-3,0 g 1,5 g
Salofalk 250mg Tabletten 3 x 2 bis3 x 6 3 x 2 bis3 x 4 3 x 2

Kinder und Jugendliche

Die Wirksamkeit bei Kindern (6-18 Jahre) ist nur in begrenztem Umfang belegt. Kinder 6 Jahre und älter

Akuter Schub

Nach einer Anfangsdosis von 30-50 mg/kg Körpergewicht/Tag, verabreicht in getrennten Dosierungen, soll die Dosis individuell angepasst werden.

Maximale Dosis: 75 mg/kg Körpergewicht/Tag. Die Gesamtdosis sollte die maximale Erwachsenendosis nicht überschreiten.

Rezidivprophylaxe (Colitis ulcerosa)

Nach einer Anfangsdosis von 15-30 mg/kg Körpergewicht/Tag, verabreicht in getrennten Dosierungen, soll die Dosis individuell angepasst werden.

Die Gesamtdosis sollte die empfohlene Erwachsenendosis nicht überschreiten.

Generell wird empfohlen, bis zu einem Körpergewicht von 40 kg die halbe Erwachsenendosis und ab einem Körpergewicht von 40 kg die normale Erwachsenendosis zu verabreichen.

Dauer der Anwendung

Die Akutbehandlung der Colitis ulcerosa dauert üblicherweise 8 Wochen. Die Dauer der Anwendung bestimmt der Arzt.

Bei der Colitis ulcerosa kann dann die Dosierung meistens auf 1,5 g Mesalazin/Tag (Erwachsene und Jugendliche ab einem Körpergewicht von 40 kg) bzw. 0,75 g Mesalazin/Tag (Kinder/Jugendliche) zur Rezidivprophylaxe reduziert werden.

Art der Anwendung

Salofalk 250mg Tabletten jeweils morgens, mittags und abends 1 Stunde vor den Mahlzeiten unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit einnehmen.

Die Behandlung mit Salofalk 250mg Tabletten sollte sowohl während des akut entzündlichen Stadiums als auch in der Langzeittherapie regelmäßig und konsequent durchgeführt werden, da nur so der gewünschte Heilungserfolg eintritt.

Gegenanzeigen

Salofalk 250mg Tabletten dürfen nicht angewendet werden bei Patienten mit

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Salicylate oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

  • schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen

Warnhinweise

Blutuntersuchungen (Differenzialblutbild; Leberfunktionsparameter wie ALT oder AST; Serum-Kreatinin) und Urinstatus (Teststreifen) sollten vor und während der Behandlung nach Ermessen des behandelnden Arztes erhoben werden. Als Richtlinie werden Kontrolluntersuchungen 14 Tage nach Beginn der Behandlung und dann 2- bis 3-mal nach jeweils weiteren 4 Wochen empfohlen.

Bei normalem Befund sind vierteljährliche, beim Auftreten zusätzlicher Krankheitszeichen sofortige Kontrolluntersuchungen erforderlich.

Vorsicht ist bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen geboten.

Mesalazin sollte nicht bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen angewendet werden. Wenn sich die Nierenfunktion während der Behandlung verschlechtert, sollte an eine Mesalazin-bedingte Nephrotoxizität gedacht werden. Wenn dies der Fall ist, müssen die Salofalk 250mg Tabletten sofort abgesetzt werden.

Es wurden Fälle von Nephrolithiasis bei Verabreichung von Mesalazin gemeldet, einschließlich Nierensteinen mit einem Gehalt von 100 % Mesalazin. Es wird empfohlen, während der Behandlung eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sicherzustellen.

Mesalazin kann nach Kontakt mit Natriumhypochlorit-Bleichmitteln zu einer rotbraunen Verfärbung des Urins führen (z.B. in Toiletten, die mit dem in bestimmten Bleichmitteln enthaltenen Natriumhypochlorit gereinigt wurden).

In sehr seltenen Fällen wurde unter Mesalazin über schwerwiegende Blutdyskrasien berichtet. Es sollten hämatologische Untersuchungen durchgeführt werden, wenn Patienten unter unerklärlichen Blutungen, blauen Flecken, Purpura, Anämie, Fieber oder Pharyngolaryngealschmerzen leiden. Bei vermuteten oder bestätigten Blutdyskrasien müssen Salofalk 250mg Tabletten abgesetzt werden.

Durch Mesalazin ausgelöste kardiale Überempfindlichkeitsreaktionen (Myokarditis und Perikarditis) wurden selten gemeldet. Salofalk 250mg Tabletten müssen dann sofort abgesetzt werden.

Patienten mit einer Lungenfunktionsstörung, vor allem Asthma, sollten während der Therapie mit Mesalazin besonders sorgfältig überwacht werden.

Schwere Nebenwirkungen der Haut

Es wurde über schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen (Severe cutaneous adverse reactions, SCARs), einschließlich Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN), im Zusammenhang mit Mesalazin-Behandlungen berichtet. Mesalazin sollte beim ersten Auftreten von Anzeichen und Symptomen schwerer Hautreaktionen wie z. B. Hautausschlag, Schleimhautläsionen oder sonstigen Anzeichen einer Überempfindlichkeit abgesetzt werden.

Idiopathische intrakranielle Hypertonie

Bei Patienten, die Mesalazin erhalten, wurde über idiopathische intrakranielle Hypertonie (Pseudotumor cerebri) berichtet. Patienten sollten auf Anzeichen und Symptome einer idiopathischen intrakraniellen Hypertonie, einschließlich schwerer oder wiederkehrender Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Tinnitus, hingewiesen werden. Wenn eine idiopathische intrakranielle Hypertonie auftritt, sollte ein Absetzen von Mesalazin in Betracht gezogen werden.

Bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Sulfasalazin-haltigen Präparaten sollte die Behandlung mit Mesalazin unter sorgfältiger ärztlicher Kontrolle begonnen werden. Sollten Salofalk 250mg Tabletten akute Unverträglichkeitsreaktionen wie z. B. Bauchkrämpfe, akute Bauchschmerzen,

Fieber, schwere Kopfschmerzen und Hautausschläge auslösen, ist die Behandlung sofort abzubrechen.

In seltenen Fällen wurde bei Patienten mit einer Darmresektion/Darmoperation im Ileocoecalbereich mit Entfernung der Ileocoecalklappe beobachtet, dass Salofalk 250mg Tabletten unaufgelöst mit dem Stuhl ausgeschieden werden, was auf eine zu rasche Darmpassage zurückzuführen ist.

Eine Tablette Salofalk 250mg enthält 48 mg Natrium, entsprechend 2,4 % der von der WHO empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme. Die maximale Tagesdosis dieses Arzneimittels entspricht 42,9 % der von der WHO empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme.

Salofalk 250mg Tabletten haben einen hohen Natriumgehalt. Dies ist bei Patienten unter natriumarmer/kochsalzarmer Diät zu berücksichtigen.

Wechselwirkungen

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Spezielle Interaktionsstudien wurden nicht durchgeführt.

Bei Patienten, die gleichzeitig mit Azathioprin, 6-Mercaptopurin oder Tioguanin behandelt werden, sollte mit einem Anstieg des myelosuppressiven Effektes von Azathioprin, 6-Mercaptopurin oder Tioguanin gerechnet werden.

Es gibt einen schwachen Hinweis darauf, dass Mesalazin die gerinnungshemmende Wirkung von Warfarin verringern kann.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Mesalazin bei schwangeren Frauen vor. Informationen zu einer begrenzten Anzahl von Schwangerschaften lassen aber keine negativen Auswirkungen von Mesalazin auf die Schwangerschaft oder auf die Gesundheit des Foetus oder des Neugeborenen erkennen. Derzeit sind keine weiteren relevanten epidemiologischen Informationen verfügbar. In einem Einzelfall wurde unter der Langzeitanwendung einer hohen Mesalazin-Dosis

(2-4 g/Tag, oral) während der Schwangerschaft von Nierenversagen bei einem Neugeborenen berichtet.

Tierexperimentelle Studien mit oral verabreichtem Mesalazin lassen keine direkten oder indirekten negativen Effekte hinsichtlich Trächtigkeit, embryonaler/foetaler Entwicklung, Geburt oder postnataler Entwicklung erkennen.

Salofalk 250mg Tabletten sollten während der Schwangerschaft nur dann angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen das mögliche Risiko übersteigt.

Stillzeit

N-Acetyl-5-Aminosalicylsäure und in geringerem Umfang Mesalazin werden in die Muttermilch ausgeschieden. Derzeit liegen nur begrenzte Erfahrungen mit Mesalazin während der Stillzeit bei Frauen vor. Überempfindlichkeitsreaktionen wie Durchfall beim Säugling können nicht ausgeschlossen werden. Daher sollten Salofalk 250mg Tabletten während der Stillzeit nur angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen das mögliche Risiko übersteigt. Falls der Säugling Durchfall entwickelt, sollte das Stillen beendet werden.

Fahrtüchtigkeit

Mesalazin hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die

Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Nebenwirkungen

Folgende Nebenwirkungen wurden nach Anwendung von Mesalazin beobachtet:

Systemor- Häufigkeit nach MedDRA-Konvention
ganklasse Häufig Gelegentlich Selten Sehr selten Nicht bekannt
(≥ 1/100, (≥ 1/1.000, (≥ 1/10.000, (< 1/10.000) (Häufigkeit auf
< 1/10) < 1/100) < 1/1.000) Grundlage derverfügbaren
Daten nicht
abschätzbar)
Erkrankungen Blutbildveränder
des Blutes und ungen
des (aplastische
Lymphsystems Anämie,
Agranulozytose,
Panzytopenie,
Neutropenie,
Leukopenie,
Thrombozytopen
ie)
Erkrankungen des Immunsystems Überempfindlich keitsreaktionen wie allergisches Exanthem, Medikamentenfie ber, Lupus-erythematodes-Syndrom, Pankolitis
Erkrankungen Kopfschmerzen Schwindel Periphere Idiopathische
des Neuropathie intrakranielle
Nervensystems Hypertonie
(siehe
Abschnitt 4.4)
Herzerkrankun gen Myokarditis, Perikarditis
Erkrankungen Allergische und
der Atemwege, fibrotische
des Brustraums Lungenreaktione
und n (einschließlich
Mediastinums Dyspnoe,
Husten,
Bronchospasmus,
Alveolitis,
pulmonale
Eosinophilie,
Lungeninfiltrat,
Pneumonitis)
Erkrankungen des Gastrointestinal traktes Abdominalsch merzen, Diarrhö, Dyspepsie, Flatulenz, Übelkeit, Erbrechen,akute Pankreatitis
Leber- und Gallenerkrankungen Cholestatische Hepatitis Hepatitis
Erkrankungen Ausschlag, Lichtempfind- Alopezie Arzneimittelrea
der Haut unddes Pruritus lichkeit ktion mitEosinophilie
Unterhautzellge und
webes systemischen
Symptomen
(DRESS-
Syndrom),
Stevens-
Johnson-
Syndrom (SJS),
toxische
epidermale
Nekrolyse
(TEN)
Skelettmuskulat ur-, Bindegewebs-undKnochenerkran kungen Arthralgie Myalgie
Erkrankungen der Nieren und Harnwege Nierenfunktionss törungen einschließlich akuter und chronischer interstitieller Nephritis undNiereninsuffizien z Nephrolithiasis*
Erkrankungen Oligospermie
der (reversibel)
Geschlechtsorg
ane und der
Brustdrüse
Allgemeine Erkrankungen Kraftlosigkeit, Müdigkeit
Untersuchunge n Veränderte Leberfunktions
parameter (Transaminasen und Cholestasepara meter erhöht), veränderte Pankreasenzym e (Lipase und Amylase erhöht),Eosinophilenza hl erhöht

* Nähere Informationen sind Abschnitt 4.4 zu entnehmen.

Es wurde über schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen (Severe cutaneous adverse reactions, SCARs), einschließlich Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und toxischer epidermaler Nekrolyse (TEN), im Zusammenhang mit Mesalazin-Behandlungen berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Lichtempfindlichkeit

Bei Patienten mit bereits bestehenden Hauterkrankungen, wie beispielsweise atopischer Dermatitis und atopischem Ekzem, wurden schwerwiegendere Reaktionen berichtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

53175 Bonn www.bfarm.de

anzuzeigen.

Überdosierung

Zur Überdosierung liegen wenige Informationen vor (z. B. Anwendung hoher oraler Dosen von Mesalazin in suizidaler Absicht), die jedoch nicht auf Nieren- oder Lebertoxizität hinweisen. Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Die Behandlung erfolgt symptomatisch und supportiv.

Pharmakologische Eigenschaften - Salofalk® 250mg

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Intestinale Antiphlogistika, Aminosalicylsäure und ähnliche Mittel ATC-Code: A07EC02

Wirkmechanismus

Der Mechanismus der entzündungshemmenden Wirkung ist unbekannt. Ergebnisse von in-vitro-

Studien zeigen, dass eine Hemmung der Lipoxygenase eine Rolle spielen könnte.

Weiterhin konnte ein Einfluss auf den Prostaglandingehalt der Darmschleimhaut gezeigt werden. Auch kann Mesalazin (5-Aminosalicylsäure/5-ASA) als Radikalfänger reaktiver Sauerstoffverbindungen fungieren.

Pharmakodynamische Wirkungen

Oral verabreichtes Mesalazin wirkt hauptsächlich vom Darmlumen her lokal an der Darmschleimhaut und im submukösen Gewebe. Es ist daher von Bedeutung, dass Mesalazin in den entzündlichen Darmregionen verfügbar ist. Die systemische/n Bioverfügbarkeit/Plasmakonzentrationen von Mesalazin haben folglich keine Relevanz für die therapeutische Wirksamkeit, sondern stellen eher Faktoren zur Beurteilung der Sicherheit dar. Um diese Kriterien zu erfüllen, werden Salofalk Tabletten mit Eudragit L befilmt, wodurch sie magensaftresistent werden und Mesalazin pH-abhängig freisetzen.

Pharmakokinetik

Generelle Gesichtspunkte zu Mesalazin

Resorption

Die Mesalazin-Resorption ist am höchsten in den proximalen und am niedrigsten in den distalen Darmregionen.

Biotransformation

Mesalazin wird präsystemisch sowohl an der Darmschleimhaut als auch in der Leber zur pharmakologisch unwirksamen N-Acetyl-5-Aminosalicylsäure (N-Ac-5-ASA) verstoffwechselt. Die Acetylierung scheint hierbei unabhängig vom Acetylierer-Phänotyp des Patienten zu erfolgen. Ein gewisser Anteil des Mesalazins wird auch durch die Dickdarmbakterien acetyliert. Die Proteinbindung von Mesalazin beträgt 43 %, die der N-Ac-5-ASA 78 %.

Elimination

Mesalazin und sein Metabolit N-Ac-5-ASA werden mit dem Stuhl (Hauptanteil), renal (die Menge variiert zwischen 20 % und 50 %, abhängig von der Art der Applikation, der galenischen Darreichungsform und deren Mesalazin-Freisetzungsverhalten) und biliär (geringer Anteil) eliminiert. Die renale Exkretion erfolgt hauptsächlich in Form des N-Ac-5-ASA. Ca. 1 % der oral verabreichten Mesalazin-Dosis tritt hauptsächlich in Form von N-Ac-5-ASA in die Muttermilch über.

Spezifische Gesichtspunkte zu Salofalk 250mg Tabletten

Verteilung

Eine kombinierte pharmakoszintigraphische/pharmakokinetische Studie bei Patienten hat gezeigt, dass sich Salofalk 250mg Tabletten bei gleichzeitiger Nahrungsaufnahme (Testmahlzeit) nach ca.

3-4 Stunden in der Ileumregion auflösen. Die mediane Magenentleerungszeit betrug ca. 3 Stunden. Nach ca. 7 Stunden erreichten die Tabletten das Colon.

In einer weiteren Studie an Probanden betrug die duodeno-ileale Transitzeit ca. 3 Stunden, wobei maximale luminale 5-ASA-Konzentrationen im Ileum 7-8 Stunden nach gemeinsamer Applikation der Tabletten mit der Testmahlzeit gemessen wurden. Ca. 75 % der Mesalazin-Dosis erreichten unmetabolisiert das Colon.

Resorption

Die Mesalazin-Freisetzung aus Salofalk 250mg Tabletten beginnt nach einer Verzögerungszeit (Lag-Phase) von ca. 3-4 Stunden. Maximale Plasmakonzentrationen werden nach ca. 5 Stunden (Ileocoecalregion) erreicht und betragen bei 3-mal 500 mg Mesalazin/Tag (3-mal 2 Salofalk 250mg Tabletten) unter Steady-state-Bedingungen für Mesalazin 2,1±1,7 µg/ml und für den Metaboliten

N- Ac-5-ASA 2,8±1,7 µg/ml.

Elimination

Die renale Gesamtausscheidungsrate an Mesalazin und N-Ac-5-ASA betrug bei einer Dauertherapie mit Salofalk 250mg Tabletten bei einer täglichen Dosis von 3-mal 500 mg Mesalazin (Steady-state-Bedingungen) ca. 55 % (24 Stunden-Wert nach letzter Applikation). Der unmetabolisierte Mesalazin-Anteil betrug ca. 5 %. Die Eliminationshalbwertszeit lag bei 0,7-2,4 Stunden (Mittelwert 1,4±0,6 Std.) bei einer Dosis von 3-mal 500 mg Mesalazin/Tag.

Pharmazeutische Angaben - Salofalk® 250mg

Liste der sonstigen Bestandteile

  1. Basisches Butylmethacrylat-Copolymer (Ph.Eur.) (rel. Molmasse: ca. 150000) (= Eudragit E)

  2. Calciumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

  3. Eisen(III)-hydroxid-oxid (E 172)

  4. Glycin

  5. Hochdisperses Siliciumdioxid

  6. Hypromellose

  7. Macrogol 6000

  8. Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer (1:1) (Ph.Eur.) (rel. Molmasse: ca. 135000) (= Eudragit L)

  9. Mikrokristalline Cellulose

  10. Natriumcarbonat

  11. Povidon K25

  12. Talkum

  13. Titandioxid (E 171)

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25 °C lagern.

Art und Inhalt des Behältnisses

Behältnis

Blisterpackung: PVC/PE/PVDC (orange-transparent) / Aluminium-Blisterfolie Vorratsdose: weiße Dose aus Polypropylen

Packungsgrößen

Blisterpackung mit 120 (N2) magensaftresistenten Tabletten Bündelpackung mit 400 (4 x 100) (N3) magensaftresistenten Tabletten

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

und sonstige Hinweise zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

Weblinks

Packungen und Preis

Salofalk® 250mg 120 magensaftresist. Tbl. N2
Preis
36,33 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

AOK PLUS
Salofalk® 250mg 400 magensaftresist. Tbl. N3
Preis
91,86 €
Zuzahlung
9,19 €

Versicherungsliste

AOK PLUS

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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