Schneller nach Medikamenten suchen. Checker für Wechselwirkungen probieren.
Schneller nach Medikamenten suchen. Checker für Wechselwirkungen probieren.
Präparate

Salvacyl® 11,25 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Wechselwirkungen-Liste
Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

HEK - Hanseatische Krankenkass (100171007, 100571001, ...) | Techniker Krankenkasse | hkk | hkk (102400510)

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Salvacyl® 11,25 mg Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Pulver zur Herst. e. Depot-Injektionssuspension | Lösungsmittel

Hersteller

Ipsen Pharma GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.4.2025
Drugs app phone

Mediately App verwenden

Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

Mit der Handykamera scannen.
4.9

Über 36k bewertungen

Mediately App verwenden

Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

4,9 Sterne, über 20k Bewertungen

Fachinfo - Salvacyl® 11,25 mg

Anwendungsgebiete

Salvacyl wird zur reversiblen Reduzierung des Testosterons bis auf das Kastrationsniveau angewendet, um den Sexualtrieb bei erwachsenen Männern mit schwerer sexueller Abnormität zu verringern.

Die Behandlung mit Salvacyl muss von einem Psychiater initiiert und kontrolliert werden. In Kombination mit der Behandlung soll eine Psychotherapie erfolgen, um das abnorme Sexualverhalten zu vermindern.

Dosierung

Dosierung

Die empfohlene Salvacyl-Dosis beträgt 11,25 mg Triptorelin (1 Durchstechflasche), die alle 12 Wochen als intramuskuläre Einzelinjektion angewendet wird.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Salvacyl wurde bei Kindern nicht untersucht. Salvacyl ist für die Anwendung bei Neugeborenen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen nicht indiziert.

Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Art der Anwendung

Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Abschnitt 6.6.

Vorsichtsmaßnahmen, die zu treffen sind, bevor das Produkt aufbereitet und verabreicht wird

Da Salvacyl eine Suspension aus einem Mikrogranulat ist, muss eine versehentliche intravaskuläre Injektion unbedingt vermieden werden.

Salvacyl muss unter fachmedizinischer Überwachung angewendet werden (Krankenschwester oder Arzt).

Der therapeutische Nutzen ist regelmäßig, z. B. vor einer erneuten Injektion, zu überprüfen. Die Injektionsstelle ist regelmäßig zu wechseln.

Gegenanzeigen

  • Patienten mit schwerwiegender Osteoporose

  • Überempfindlichkeit gegen GnRH (Gonadotropin-Releasing-Hormon), GnRH-Analoga oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile (siehe auch Abschnitt 4.8).

Warnhinweise

Die Behandlung mit Salvacyl sollte auf individueller Basis erwogen und nur eingeleitet werden, wenn nach sorgfältiger Bewertung der Nutzen der Behandlung die Risiken überwiegt.

Anfänglich verursacht Triptorelin eine vorübergehende Erhöhung des Serumtestosteronspiegels. Während der Anfangsphase der Behandlung ist der Patient eng vom behandelnden Psychiater zu überwachen, und die zusätzliche Gabe eines geeigneten Antiandrogens soll in Erwägung gezogen werden, um der initialen Erhöhung des Testosteronspiegels entgegenzuwirken und um den möglicherweise gesteigerten Sexualtrieb zu kontrollieren, falls dies angemessen erscheint.

Bei Unterbrechung der Behandlung besteht das Risiko der gesteigerten Empfindlichkeit auf das wiedereinsetzende Testosteron, welches zu einem stark gesteigerten Sexualtrieb führen kann. Aus

diesem Grund soll vor Beendigung der Behandlung mit Salvacyl das Hinzufügen eines adäquaten Antiandrogens in Betracht gezogen werden.

Nach Erreichen des Kastrationsniveaus von Testosteron gegen Ende des ersten Monats bleibt dieses solange unverändert, wie die Patienten alle 12 Wochen ihre Injektion erhalten.

Die Bewertung der Wirksamkeit der Behandlung erfolgt hauptsächlich klinisch.

Eine klinische Beurteilung hat regelmäßig zu erfolgen, z. B. vor jeder dreimonatlichen Injektion von Triptorelin. Der Serumtestosteronspiegel kann gemessen werden, falls es an der Wirksamkeit der Behandlung Zweifel gibt; Compliance-bedingt oder aufgrund technischer Probleme bei der Injektion.

Aufgrund der möglichen Entstehung von Hämatomen an der Injektionsstelle ist bei Patienten, die mit Antikoagulantien behandelt werden, Vorsicht geboten.

Die Anwendung von Triptorelin in therapeutischer Dosis bewirkt eine Unterdrückung des hypophysären gonadalen Systems. Die normale Funktion ist üblicherweise nach Beendigung der Behandlung wieder hergestellt. Während der Behandlung und nach Abbruch der Behandlung mit GnRH-Agonisten können durchgeführte diagnostische hypophysäre gonadale Funktionstests irreführend sein.

Langfristiger Androgenentzug, entweder durch bilaterale Orchiektomie oder Anwendung von GnRH-Analoga, ist mit einem erhöhten Risiko für Knochenschwund verbunden und kann zu Osteoporose und einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche führen. Vorläufige Daten lassen darauf schließen, dass ein Knochenmineralverlust verringert werden kann, wenn ein Bisphosphonat in Kombination mit GnRH-Agonisten verwendet wird. Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit zusätzlichem Risiko für eine Osteoporose (z. B. bei chronischem Alkoholmissbrauch, Rauchern, Langzeittherapie mit Arzneimitteln, welche die Knochenmineraldichte vermindern, wie z. B. Antikonvulsiva oder Kortikoide, Vorkommen von Osteoporose in der Familie, Mangelernährung).

Die Knochenmineraldichte kann vor dem Behandlungsbeginn gemessen und regelmäßig während des Behandlungsverlaufs verfolgt werden.

Um behandlungsbedingtem Knochenverlust vorzubeugen, wird eine Änderung des Lebensstils empfohlen, einschließlich Beendigung des Rauchens, Mäßigung des Alkoholkonsums und regelmäßiges körperliches Belastungstraining. Auf eine angemessene diätetische Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr ist ebenfalls zu achten.

Die Behandlung mit GnRH-Analoga kann in seltenen Fällen ein noch nicht diagnostiziertes Hypophysenadenom der gonadotropen Zellen aufdecken. Bei diesen Patienten kann eine

Hypophysenapoplexie auftreten, die durch plötzliche Kopfschmerzen, Erbrechen, Sehstörungen und Augenmuskellähmung charakterisiert ist.

Bei Patienten, die sich einer GnRH-Analoga-Therapie unterziehen, wurde über einen Anstieg der Lymphozyten berichtet. Diese sekundäre Lymphozytose steht wahrscheinlich mit der GnRH-induzierten Kastration in Verbindung und zeigt anscheinend, dass gonadale Hormone an der Thymusrückbildung beteiligt sind.

Bei Patienten, die mit GnRH-Agonisten wie Triptorelin behandelt werden, besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Depressionen (die schwerwiegend sein können). Die Patienten sind diesbezüglich zu informieren und bei Auftreten von Symptomen entsprechend zu behandeln.

Patienten mit bekannter Depression sind während der Therapie engmaschig zu kontrollieren.

Androgendeprivationstherapie kann das QT-Intervall verlängern.

Bei Patienten mit QT-Verlängerung in der Anamnese oder Risikofaktoren für QT-Verlängerung und bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die das QT-Intervall verlängern können (siehe Abschnitt 4.5) soll der Arzt vor Beginn der Behandlung mit Salvacyl das Nutzen-Risiko-Verhältnis einschließlich des Potenzials für Torsade de Pointes bewerten.

Zusätzlich ergaben epidemiologische Daten, dass bei Patienten während der Androgenentzugstherapie Änderungen im Stoffwechsel (z. B. Glukoseintoleranz, Fettleber) oder ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen auftreten können. Prospektive Daten konnten jedoch einen Zusammenhang zwischen der Behandlung mit GnRH-Analoga und einer erhöhten kardiovaskulären Mortalität nicht bestätigen. Patienten, die ein erhöhtes Risiko für metabolische oder kardiovaskuläre Erkrankungen haben, sind vor Therapiebeginn sorgfältig zu untersuchen und während der Androgenentzugstherapie entsprechend zu kontrollieren.

Aufgrund des Androgenentzugs kann die Behandlung mit GnRH-Analoga das Risiko einer Anämie erhöhen. Dieses Risiko sollte bei behandelten Patienten beurteilt und entsprechend überwacht werden.

Salvacyl enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d. h. ist nahezu natriumfrei.

Die Anwendung des Arzneimittels Salvacyl kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
Zu Wechselwirkungen hinzufügen

Wenn Triptorelin gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln, welche die Sekretion von Gonadotropinen aus der Hypophyse beeinflussen, gegeben wird, ist Vorsicht geboten, und es wird empfohlen, den Hormonstatus des Patienten zu überwachen.

Da Androgendeprivationstherapie das QT-Intervall verlängern kann, ist die gleichzeitige Anwendung von Salvacyl mit Arzneimitteln, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern oder Arzneimitteln, wie Klasse IA- (z. B. Chinidin, Disopyramid) oder Klasse III-Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid), die Torsade de Pointes auslösen können, Methadon, Moxifloxacin, Antipsychotika usw. sorgfältig zu evaluieren (siehe Abschnitt 4.4).

Schwangerschaft

Salvacyl ist nicht indiziert zur Anwendung bei Frauen.

Tierexperimentelle Studien zeigten Auswirkungen auf die Reproduktionsparameter (siehe Abschnitt 5.3).

Fahrtüchtigkeit

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen können jedoch beeinträchtigt sein, wenn beim Patienten Schwindel, Somnolenz und Sehstörungen als mögliche Nebenwirkungen der Behandlung auftreten.

Nebenwirkungen

Wie auch bei der Therapie mit anderen GnRH-Agonisten oder nach chirurgischer Kastration gesehen, waren die Nebenwirkungen, die während der Triptorelin-Behandlung am häufigsten beobachtet wurden, auf die erwarteten pharmakologischen Effekte zurückzuführen: Zu diesen Nebenwirkungen zählten Hitzewallungen und erektile Dysfunktion (beobachtet bei mehr als 10 % aller Patienten).

Mit Ausnahme der Überempfindlichkeitsreaktionen (selten) und der Schmerzen an der Einstichstelle (< 5 %) ist von allen Nebenwirkungen bekannt, dass sie im Zusammenhang mit dem veränderten Testosteronspiegel stehen.

Die Langzeitbehandlung mit synthetischen GnRH-Analoga kann mit erhöhtem Knochenverlust einhergehen und zu Osteoporose sowie einem erhöhten Risiko von Knochenbrüchen führen.

Die folgenden Nebenwirkungen, von denen ein zumindest möglicher Zusammenhang mit der Triptorelin-Behandlung angenommen wird, wurden in klinischen Studien, in die Männer mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom und gesunde männliche Probanden inkludiert waren, berichtet. Von den meisten dieser Wirkungen ist bekannt, dass sie in Zusammenhang mit einer biochemischen oder chirurgischen Kastration stehen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100); selten (≥1/10.000 bis <1/1.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Systemorganklasse Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Zusätzlich nach Marktein-führung (Häu-figkeit nichtbekannt)
Erkrankungen desBlutes und des Lymphsystems Thrombozytose Anämie
Herzerkrankungen Herzklopfen QT-Verlängerung* (siehe Abschnit-te 4.4 und 4.5)
Erkrankungen desOhrs und des Laby-rinths Tinnitus, Vertigo
Endokrine Erkran-kungen Hypophysen-apoplex**
Augen-erkrankungen Sehbeein-trächtigung abnormes Empfinden in den Augen,Sehstörung
Erkrankungen des Gastrointestinal-trakts Mundtrocken-heit, Übelkeit Abdominal-schmerzen, Obstipation, Diarrhoe,Erbrechen aufgetriebener Bauch, Geschmacks-veränderung,Blähungen
Systemorganklasse Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Zusätzlich nach Marktein-führung (Häu-figkeit nichtbekannt)
Allgemeine Erkran-kungen und Be-schwerden am Ver-abreichungsort Asthenie Reaktionen an der Injektionsstelle (z. B. Erythem, Entzündung und Schmer-zen), Ödeme Lethargie, peripheres Ödem, Schmerzen, Schüttelfrost, Somnolenz Schmerzen im Brustkorb, Dysstasie, influenza-ähnliche Symptome,Fieber Unwohlsein
Erkrankungen des Immunsystems Überempfind-lichkeit anaphylakti-sche Reaktionen anaphylaktischer Schock
Infektionen und pa-rasitäreErkrankungen Naso-pharyngitis
Untersuchungen Gewichts-zunahme Erhöhte Alanin-Aminotransferase, erhöhte Aspartat-Aminotransferase, erhöhtes Kreatinin im Blut, erhöhter Blutdruck, erhöh-ter Harnstoff im Blut, Gamma-Glutamyl-Transferase er-höht, Gewichts-abnahme Erhöhte alkali-sche Phospha-tase im Blut
Stoffwechsel- und Ernährungs-störungen Anorexie, Diabetes mellitus, Gicht, Hyperlipidämie,Appetitzunahme
Systemorganklasse Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Zusätzlich nach Marktein-führung (Häu-figkeit nichtbekannt)
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochen-erkrankungen Rücken-schmerzen Schmerzen der Skelett-muskulatur, Schmerzen in den Extremitäten Arthralgie, Kno-chen-schmerzen, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Myalgie Gelenkverstei-fung, Gelenk-schwellung, Versteifung der Skelett-muskulatur,Osteoarthritis
Erkrankungen des Nervensystems Parästhesien inden unteren Extremitäten Schwindel-anfälle, Kopf-schmerzen Parästhesien Gedächtnis-störungen
Psychiatrische Er-krankungen Verminderte Libido Libidoverlust, Depression*, Stimmungs-schwankun-gen* Schlaflosigkeit, Reizbarkeit Verwirrtheit, verminderte Aktivität, Eu-phorie Angst
Erkrankungen derNieren und Harn-wege Nykturie, Harn-verhalt Harninkontinenz
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse erektile Dys-funktion (einschließlich fehlende Eja-kulation, Eja-kulations-störung) Unterleibs-schmerzen Gynäkomastie, Brustschmerzen, Hodenatrophie, Hodenschmerzen
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums undMediastinums Dyspnoe, Nasen-bluten Orthopnoe
Erkrankungen der Haut und des Un-terhautzell-gewebes Hyperhidrose Akne, Alopezie, Erythem, Pruritus, Rash, Urtikaria Blasenaus-schlag, Purpura Angioödem
Gefäßer-krankungen Hitzewal-lungen Hypertonie Hypotonie

*Diese Häufigkeit basiert auf Klasseneffekt-Häufigkeiten, die für alle GnRH-Agonisten zutreffen.

** Bei Patienten mit Hypophysenadenom nach der ersten Anwendung berichtet

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über das nationale Meldesystem anzuzeigen:

  • In Deutschland dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de

  • In Österreich dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 WIEN, ÖSTERREICH, Fax: + 43 (0) 50 555 36207, Website: http://www.basg.gv.at

Überdosierung

Die Darreichungsform von Salvacyl und seine Anwendungsart machen eine versehentliche oder beabsichtigte Überdosierung unwahrscheinlich. Tierversuche deuten darauf hin, dass keine anderen Wirkungen, außer der beabsichtigten therapeutischen Wirkung, auf die Konzentration der Sexualhormone und das Fortpflanzungssystem bei höheren Dosen von Salvacyl auftreten. Wenn eine Überdosierung auftritt, ist diese symptomatisch zu behandeln.

Pharmakologische Eigenschaften - Salvacyl® 11,25 mg

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Gonadotropin-Releasing-Hormon-Analoga ATC-Code: L02AE04

Wirkungsmechanismus und pharmakodynamische Wirkungen

Triptorelin, ein GnRH-Agonist, wirkt als potenter Hemmer der Gonadotropin-Ausschüttung, wenn es kontinuierlich und in therapeutischen Dosen verabreicht wird. Studien an Männern haben gezeigt, dass es nach Verabreichung von Triptorelin zu einem anfänglichen und vorübergehenden Anstieg des zirkulierenden Spiegels des luteinisierenden Hormons (LH), des follikelstimulierenden Hormons (FSH) und des Testosterons kommt.

Dagegen führt die längerfristige und kontinuierliche Verabreichung von Triptorelin zu einer verminderten LH- und FSH-Ausschüttung und zur Unterdrückung der Steroidbiosynthese in den Hoden.

Rund 2 bis 4 Wochen nach Therapiebeginn kommt es zu einer Abnahme des Serumtestosteronspiegels in den Bereich, der normalerweise nach chirurgischer Kastration

beobachtet wird. Dies führt zu einer Atrophie der akzessorischen Geschlechtsorgane. Diese Wirkungen sind im Allgemeinen bei Absetzen des Arzneimittels reversibel.

Testosteron spielt eine Hauptrolle bei der Steuerung der Sexualität, Aggression, Wahrnehmung, Emotion und Persönlichkeitsempfindung. Insbesondere ist es ein entscheidender Faktor bei sexuellem Verlangen, Fantasien und Verhalten. Es kontrolliert grundsätzlich die Häufigkeit, Dauer und Schwere spontaner Erektionen. Die Wirkung von Testosteron (und des abgebauten Metaboliten 5α-Dihydrotestosteron [DHT]) ist auf deren interzelluläre Aktivität an den Androgenrezeptoren zurückzuführen.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit

Die Verabreichung von Salvacyl bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom als intramuskuläre Injektionen in drei 3-Monatszyklen (9 Monate) ergab bei 97,6 % der Patienten die Erreichung des Kastrationsniveaus nach den ersten vier Wochen. Dies wurde bei 94,1 % der Patienten vom 2. bis zum 9. Monat aufrechterhalten.

Pharmakokinetik

Resorption

Nach einer einzelnen intramuskulären Injektion von Salvacyl war tmax 2 (2-6) Stunden und Cmax (0-85 Tage) war 37,1 (22,4-57,4) ng/ml. Triptorelin akkumulierte nicht während der 9-monatigen Behandlung.

Verteilung

Ergebnisse pharmakokinetischer Untersuchungen, die an gesunden Männern durchgeführt wurden, weisen darauf hin, dass nach intravenöser Bolusverabreichung Triptorelin entsprechend einem 3-Kompartiment-Modell verteilt und eliminiert wird und die entsprechenden Halbwertszeiten in der Größenordnung von 6 Minuten, 45 Minuten und 3 Stunden liegen.

Im Steady-state-Zustand beträgt das Verteilungsvolumen von Triptorelin bei gesunden Männern nach intravenöser Anwendung von 0,5 mg Triptorelinacetat rund 30 l.

Biotransformation

Triptorelin-Metaboliten sind beim Menschen nicht bestimmt worden.

Elimination

Triptorelin wird sowohl über die Leber als auch über die Nieren ausgeschieden. Nach der intravenösen Anwendung von 0,5 mg Triptorelin bei gesunden männlichen Probanden wurden 42 % der Dosis als unverändertes Triptorelin im Harn ausgeschieden. Bei diesen gesunden Probanden betrug die tatsächliche terminale Halbwertszeit von Triptorelin 2,8 Stunden und die Triptorelin-Gesamtclearance 212 ml/min.

Spezielle Patientengruppen

Die Triptorelin-Clearance sinkt bei verminderter Nieren- oder Leberfunktion. Nach intravenöser Anwendung von 0,5 mg Triptorelin an Patienten mit mäßiger Niereninsuffizienz (Clcreat 40 ml/min) hatte Triptorelin eine Eliminationshalbwertszeit von 120 ml/min, bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Clcreat 8,9 ml/min) von 88,6 ml/min und bei Patienten mit leicht bis mäßig beeinträchtigter Leberfunktion (Clcreat 89,9 ml/min) von 57,8 ml/min.

Aufgrund der großen therapeutischen Breite von Salvacyl, wird bei Patienten mit Beeinträchtigung der Leber- oder Nierenfunktion keine Dosisanpassung empfohlen.

Die Auswirkungen von Alter und ethnischen Herkunft auf die Pharmakokinetik von Triptorelin wurden nicht systematisch untersucht.

Pharmakokinetische/pharmakodynamische Zusammenhänge

Die Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik von Triptorelin ist nicht einfach zu bestimmen, da sie nicht-linear und von der Zeit abhängig ist. Nach primärer Verabreichung an zuvor unbehandelte Personen verursacht Triptorelin eine dosisabhängige Zunahme der Freisetzung von LH und FSH.

Bei Verabreichung als Depotformulierung stimuliert Triptorelin während der ersten Tage nach der Verabreichung die LH- und FSH-Sekretion sowie als Folge die Testosteronsekretion. Wie aus den Ergebnissen der verschiedenen Bioäquivalenzstudien hervorgeht, wird die maximale Testosteronzunahme nach etwa 4 Tagen mit einem entsprechenden maximalen Plasmaspiegel (Cmax) erreicht, der unabhängig von der Freisetzungsrate des Triptorelins ist. Diese initiale Anregung bleibt trotz kontinuierlicher Triptorelin-Exposition nicht erhalten und wird von einer progressiven und äquivalenten Abnahme der Testosteronspiegel gefolgt. Auch in diesem Fall kann das Ausmaß der Triptorelin-Exposition merklich variieren, ohne dass die Gesamtwirkung auf den Testosteronspiegel beeinflusst wird.

Pharmazeutische Angaben - Salvacyl® 11,25 mg

Liste der sonstigen Bestandteile

Pulver:

Poly(glycolsäure-co-milchsäure) Mannitol (Ph. Eur.)

Carmellose-Natrium Polysorbat 80

Lösungsmittel:

Wasser für Injektionszwecke

Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde für 24 Stunden bei 25°C nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht ist die gebrauchsfertige Zubereitung sofort zu verwenden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort eingesetzt wird, ist diese nicht länger als 24 Stunden bei 2°C bis 8°C aufzubewahren, und der Anwender ist für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 25°C lagern.

Aufbewahrungsbedingungen nach Rekonstitution des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3.

Art und Inhalt des Behältnisses

Durchstechflasche mit Pulver: 6-ml-Durchstechflasche mit Septum, transparent, hellbraun (Glastyp I) mit Butylgummistopfen und Aluminium-Kappe mit gelb-grünem Schnappdeckel.

Lösungsmittelampulle: transparente, farblose Ampulle (Glastyp I) mit 2 ml sterilem Lösungsmittel zur Herstellung der Injektionssuspension.

1 Schachtel mit folgendem Inhalt:

1 Durchstechflasche, 1 Lösungsmittelampulle und 1 Blister mit einer leeren Polypropylen-Injektionsspritze und 2 Injektionsnadeln (eine mit Sicherheitssystem zur Injektion und eine ohne Sicherheitssystem zur Rekonstitution).

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

und sonstige Hinweise zur Handhabung

Die Injektionssuspension muss mittels einer sterilen Arbeitsweise hergestellt werden, und es darf nur die Ampulle mit Lösungsmittel zur Injektion verwendet werden.

Die Anweisungen für die Herstellung, nachstehend und in der Gebrauchsinformation, sind genau zu beachten.

Das Lösungsmittel muss unter Benutzung der beigepackten Nadel (20 G, ohne Sicherheitssystem) in die beigepackte Spritze aufgezogen und in die Durchstechflasche, die das Pulver enthält, überführt werden. Zur Herstellung der Suspension muss die Durchstechflasche leicht hin und her geschwenkt werden, so lange bis eine homogene, milchige Suspension entsteht. Drehen Sie die Durchstechflasche nicht um.

Es ist wichtig zu überprüfen, dass sich kein nicht suspendiertes Pulver mehr in der Durchstechflasche befindet. Die erhaltene Suspension muss dann, ohne die Durchstechflasche umzudrehen, zurück in die Spritze aufgezogen werden. Die Nadel muss dann getauscht und die Injektionsnadel (20 G, mit Sicherheitssystem) zur Verabreichung des Produkts verwendet werden.

Da das Produkt eine Suspension darstellt, muss die Injektion unmittelbar nach der Zubereitung erfolgen, um ein Präzipitat (Ausfällung) zu verhindern.

Nur zum einmaligen Gebrauch. Nach der Verwendung sollte das Sicherheitssystem mit Hilfe einer Ein-Hand-Technik aktiviert werden. Die Sicherheitsschutzhülle wird entweder mit dem Finger nach vorne oder auf eine flache Oberfläche gedrückt. In beiden Fällen ist eine schnelle und feste Bewegung erforderlich, bis ein deutliches Klicken zu hören ist. Es sollte visuell überprüft werden, ob

die Nadel komplett verschlossen ist. Benutzte Nadeln, jede nicht verwendete Suspension oder andere Abfallstoffe müssen in Übereinstimmung mit lokalen Anforderungen verworfen werden.

Weblinks

Packungen und Preis

Salvacyl® 11,25mg 1 DSF Pulv + 1 Amp Lsgm. N1
Preis
661,28 €
Zuzahlung
10,00 €

Versicherungsliste

HEK - Hanseatische Krankenkass (100171007, 100571001, ...) | Techniker Krankenkasse | hkk | hkk (102400510)

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

Ähnliche

Drugs app phone

Mediately App verwenden

Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

Mit der Handykamera scannen.
4.9

Über 36k bewertungen

Mediately App verwenden

Schnellerer Zugriff auf Medikamenteninformationen.

4.9

Über 36k bewertungen

Installieren

Mehr als nur Arzneimittelinformationen mit Mediately PRO

Lösen Sie Wechselwirkungen, sehen Sie sich Nutzungsbeschränkungen an und finden Sie alle anderen Antworten mit Ihrer KI-Assistentin Elly.

Preveri, kaj ponuja PRO
Wir verwenden Cookies Cookies helfen uns, unsere Website bestmöglich zu nutzen. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen über die Verwendung von Cookies finden Sie in unserer Cookie-Richtlinie.