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Präparate

Moxifloxacin Tillomed 400 mg Filmtabletten

Wechselwirkungen-Liste
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Beschränkungen

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Moxifloxacin Tillomed 400 mg Filmtabletten

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Ja

Darreichungsform

Filmtbl.

Hersteller

Tillomed Pharma GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

15.1.2025
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Fachinfo - Moxifloxacin 400 mg

Anwendungsgebiete

Moxifloxacin Tillomed 400 mg Filmtabletten sind angezeigt zur Behandlung von folgenden bakteriellen Infektionen bei Patienten ab 18 Jahren, soweit sie durch Moxifloxacin-empfindliche Erreger hervorgerufen werden (siehe Abschnitte 4.4, 4.8 und 5.1).

In den folgenden Anwendungsgebieten sollte Moxifloxacin nur angewendet werden, wenn andere Antibiotika, die für die Behandlung dieser Infektionen üblicherweise empfohlen werden, für ungeeignet erachtet werden:

  • Akute, bakterielle Sinusitis

  • Akute Exazerbation einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung einschließlich Bronchitis

    In den folgenden Anwendungsgebieten sollte Moxifloxacin nur angewendet werden, wenn andere Antibiotika, die für die initiale Behandlung dieser Infektionen üblicherweise empfohlen werden, für ungeeignet erachtet werden oder wenn diese versagt haben:

  • ambulant erworbene Pneumonie, ausgenommen schwere Formen

  • Leichte bis mäßig schwere entzündliche Erkrankungen des Beckens (d. h. Infektionen des oberen weiblichen Genitaltrakts, einschließlich Salpingitis und Endometritis), ohne einen assoziierten Tuboovarial- oder Beckenabszess.

    Moxifloxacin Tillomed 400 mg Filmtabletten werden nicht für eine Monotherapie von leicht bis mäßig schweren entzündlichen Erkrankungen des Beckens empfohlen, sondern sind aufgrund steigender Moxifloxacin-Resistenz von Neisseria gonorrhoeae in Kombination mit einem weiteren geeigneten Antibiotikum (z. B. einem Cephalosporin) zu geben, es sei denn Moxifloxacin-resistente Neisseria gonorrhoeae können ausgeschlossen werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1).

    Moxifloxacin Tillomed 400 mg Filmtabletten können auch zur abschließenden Behandlung bei Patienten angewendet werden, die unter der Initialtherapie mit intravenösem Moxifloxacin in den folgenden Anwendungsgebieten eine Besserung gezeigt haben:

  • Ambulant erworbene Pneumonie

  • komplizierte Haut- und Weichgewebeinfektionen

    Moxifloxacin Tillomed -400 mg Filmtabletten sollten nicht zur Initialtherapie von Haut- und Weichgewebeinfektionen oder schwerer, ambulant erworbener Pneumonie angewendet werden.

    Offizielle Empfehlungen zum angemessenen Gebrauch von Antibiotika sollten berücksichtigt werden.

Dosierung

Dosierung

Die empfohlene Dosis ist eine 400 mg-Filmtablette einmal täglich.

Eingeschränkte Nieren-/ Leberfunktion

Bei Patienten mit leicht bis stark eingeschränkter Nierenfunktion oder bei Dialysepatienten, d. h. bei Hämodialyse oder kontinuierlich ambulanter Peritonealdialyse, ist keine Anpassung der Dosierung erforderlich (für weitere Details siehe Abschnitt 5.2).

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion vor (siehe Abschnitt 4.3).

Besondere Patientengruppen

Bei älteren Patienten oder bei Patienten mit niedrigem Körpergewicht ist keine Anpassung der Dosierung erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Moxifloxacin ist bei Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahren) kontraindiziert.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Moxifloxacin bei Kindern und Jugendlichen wurden nicht untersucht (siehe Abschnitt 4.3).

Art der Anwendung

Die Filmtablette ist unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit zu schlucken und kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Dauer der Anwendung

Für Moxifloxacin wird folgende Anwendungsdauer empfohlen:

□ Akute Exazerbation einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, einschließlich Bronchitis: 5 bis 10 Tage
□ Ambulant erworbene Pneumonie: 10 Tage
□ Akute bakterielle Sinusitis: 7 Tage
□ Leichte bis mäßig schwere entzündliche Erkrankungen des Beckens: 14 Tage

Moxifloxacin Tillomed 400 mg Filmtabletten wurden in klinischen Studien bis zu 14 Tage angewendet.

Sequenzielle (intravenöse gefolgt von oraler) Therapie

In klinischen Studien mit sequenzieller Therapie wurden die meisten Patienten innerhalb von 4 Tagen (ambulant erworbene Pneumonie) oder 6 Tagen (komplizierte Haut- und Weichgewebeinfektionen) von einer intravenösen auf eine orale Behandlung umgestellt. Die empfohlene Gesamtdauer für die intravenöse und orale Behandlung beträgt 7-14 Tage für ambulant erworbene Pneumonie und

7-21 Tage für komplizierte Haut- und Weichgewebeinfektionen.

Die empfohlene Dosis (1 × täglich 400 mg) und die für die jeweilige Indikation angegebene Behandlungsdauer sollten nicht überschritten werden.

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen Moxifloxacin, andere Chinolone oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

  • Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6)

  • Patienten unter 18 Jahren

  • Sehnenerkrankungen/ -schäden infolge einer Chinolontherapie in der Vorgeschichte

    Sowohl in präklinischen Untersuchungen als auch beim Menschen wurden nach Moxifloxacin-Exposition Veränderungen der Herz-Elektrophysiologie in Form einer QT-Verlängerung beobachtet. Aus Gründen der Arzneimittelsicherheit ist eine therapeutische Anwendung von Moxifloxacin deshalb kontraindiziert bei Patienten mit:

  • angeborenen oder dokumentierten erworbenen QT-Verlängerungen,

  • Störungen des Elektrolythaushaltes, insbesondere bei unkorrigierter Hypokaliämie,

  • klinisch relevanter Bradykardie,

  • klinisch relevanter Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikulärer Auswurffraktion,

  • symptomatischen Herzrhythmusstörungen in der Vorgeschichte.

    Moxifloxacin sollte nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern, angewendet werden (siehe auch Abschnitt 4.5).

    Aufgrund begrenzter klinischer Erfahrung ist Moxifloxacin auch kontraindiziert bei eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh C) und bei Patienten mit einem Transaminasen-Anstieg > 5fach des oberen Normwertes.

Warnhinweise

Die Anwendung von Moxifloxacin sollte bei Patienten vermieden werden, bei denen in der Vergangenheit schwerwiegende Nebenwirkungen bei der Anwendung von chinolon- oder fluorchinolonhaltigen Arzneimitteln auftraten (siehe Abschnitt 4.8). Die Behandlung dieser Patienten mit Moxifloxacin sollte nur dann begonnen werden, wenn keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgt ist (siehe auch Abschnitt 4.3).

Vor allem bei leichten Infektionen ist der Nutzen einer Moxifloxacin-Behandlung gegen die möglichen Risiken, die im Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen" aufgeführt sind, abzuwägen.

Verlängerung des QTc-Intervalls und möglicherweise mit einer QTc-Verlängerung im Zusammenhang stehende klinische Gegebenheiten

Bei einigen Patienten verursacht Moxifloxacin eine Verlängerung des QTc-Intervalls im EKG. Die Auswertung der im Rahmen des klinischen Prüfprogramms aufgezeichneten EKGs zeigte unter Moxifloxacin eine QTc-Verlängerung von 6 msec ± 26 msec, 1,4 % des Ausgangswertes.

Da Frauen im Vergleich zu Männern zu einem verlängerten QTc-Ausgangswert neigen, reagieren sie möglicherweise empfindlicher auf QTc-verlängernde Begleitmedikationen. Ebenso können ältere Patienten empfindlicher für Arzneimittel-assoziierte Einflüsse auf das QT-Intervall sein.

Medikamente, die den Kaliumspiegel erniedrigen können, sollten bei Patienten unter Moxifloxacin-Behandlung mit Vorsicht eingesetzt werden (siehe auch Abschnitte 4.3 und 4.5).

Moxifloxacin sollte mit Vorsicht eingesetzt werden bei Patienten mit Prädisposition zu Arrhythmien (insbesondere Frauen und ältere Patienten) wie z. B. mit akuter Myokardischämie oder

QT-Verlängerung, da diese zu einem gesteigerten Risiko ventrikulärer Arrhythmien (einschließlich Torsade de pointes) und Herzstillstand führen können (siehe auch Abschnitt 4.3). Das Ausmaß der QT-Verlängerung kann dosisabhängig ansteigen. Daher sollte die empfohlene Dosis nicht überschritten werden.

Wenn unter der Behandlung mit Moxifloxacin Anzeichen einer kardialen Arrhythmie auftreten, sollte die Behandlung abgebrochen und ein EKG abgeleitet werden.

Überempfindlichkeit/allergische Reaktionen

Überempfindlichkeit und allergische Reaktionen wurden schon nach Erstanwendung für Fluorchinolone, einschließlich Moxifloxacin, berichtet. Anaphylaktische Reaktionen können sich bis zum lebensbedrohlichen Schock entwickeln, auch bereits nach der ersten Anwendung. In Fällen klinischer Manifestationen schwerwiegender Überempfindlichkeitsreaktionen ist Moxifloxacin abzusetzen und eine geeignete Behandlung (z. B. Schocktherapie) einzuleiten.

Schwere Lebererkrankungen

Fälle von fulminanter Hepatitis, möglicherweise bis hin zu Leberversagen (einschließlich Todesfälle), sind im Zusammenhang mit Moxifloxacin berichtet worden (siehe Abschnitt 4.8). Die Patienten sind darauf hinzuweisen, ärztlichen Rat einzuholen, bevor sie die Behandlung fortsetzen, wenn sich Anzeichen und Symptome einer fulminanten Lebererkrankung wie schnell entwickelnde Asthenie begleitet von Ikterus, Dunkelfärbung des Urins, Blutungsneigung oder hepatische Enzephalopathie entwickeln.

Die Leberfunktion sollte bei Anzeichen einer Funktionsstörung der Leber überprüft werden. Schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen

Schwere arzneimittelinduzierte Hautreaktionen, einschließlich toxisch-epidermaler Nekrolyse (TEN: auch bekannt als Lyell-Syndrom), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), Akuter Generalisierter Exanthematischer Pustulose (AGEP) und Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, wurden im Zusammenhang mit Moxifloxacin berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Patienten sollten zum Zeitpunkt der Verschreibung auf Anzeichen und Symptome schwerer Hautreaktionen hingewiesen und engmaschig überwacht werden. Wenn Anzeichen und Symptome auftreten, die diese Reaktionen vermuten lassen, sollte Moxifloxacin sofort abgesetzt und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden. Hat der Patient eine schwerwiegende Reaktion wie SJS, TEN, AGEP oer DRESS bei Anwendung von Moxifloxacin entwickelt, darf eine Behandlung mit Moxifloxacin bei diesem Patienten zu keiner Zeit erneut begonnen werden.

Patienten, die zu Krampfanfällen neigen

Chinolone können Krämpfe auslösen. Daher ist Vorsicht geboten bei der Anwendung von Moxifloxacin bei Patienten mit ZNS-Erkrankungen oder anderen Risikofaktoren, die zu Krampfanfällen prädisponieren oder die Krampfschwelle herabsetzen. Im Falle des Auftretens von Krampfanfällen ist die Behandlung mit Moxifloxacin abzubrechen und geeignete Maßnahmen sind einzuleiten.

Anhaltende, die Lebensqualität beeinträchtigende und potenziell irreversible schwerwiegende Nebenwirkungen

In sehr seltenen Fällen wurde bei Patienten, die Chinolone und Fluorchinolone erhielten, von anhaltenden (über Monate oder Jahre andauernden), die Lebensqualität beeinträchtigenden und potenziell irreversiblen schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet, die verschiedene, manchmal auch mehrere, Körpersysteme betrafen (Bewegungsapparat, Nerven, Psyche und Sinnesorgane), unabhängig vom Alter und bereits bestehenden Risikofaktoren. Moxifloxacin sollte bei den ersten Anzeichen oder Symptomen einer schwerwiegenden Nebenwirkung sofort abgesetzt werden und die Patienten sollten angewiesen werden, ihren verschreibenden Arzt zu Rate zu ziehen.

Periphere Neuropathie

Fälle sensorischer oder sensomotorischer Polyneuropathie, die zu Parästhesien, Hypästhesien, Dysästhesien oder Schwäche führten, wurden bei Patienten berichtet, die Chinolone oder Flurochinolone erhielten. Mit Moxifloxacin behandelte Patienten sollten angewiesen werden, ihren Arzt vor dem Fortsetzen der Behandlung zu informieren, wenn Symptome einer Neuropathie wie z. B. Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Schwäche auftreten, um der Entwicklung einer potenziell irreversiblen Schädigung vorzubeugen (siehe Abschnitt 4.8).

Psychiatrische Reaktionen

Psychiatrische Reaktionen können bereits nach der ersten Gabe von Chinolonen, einschließlich Moxifloxacin, auftreten. In sehr seltenen Fällen führten Depressionen oder psychotische Reaktionen bis hin zu Selbstmordgedanken und selbstgefährdendem Verhalten wie z. B. Suizidversuchen (siehe Abschnitt 4.8). Falls diese Reaktionen beim Patienten auftreten, ist Moxifloxacin abzusetzen und geeignete Maßnahmen sind einzuleiten. Vorsicht ist geboten, wenn Moxifloxacin bei psychotischen Patienten oder Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen in der Vorgeschichte angewendet werden soll.

Antibiotika-assoziierte Diarrhoe einschließlich Kolitis

Antibiotika-assoziierte Diarrhoe (AAD) und Antibiotika-assoziierte Kolitis (AAC) einschließlich pseudomembranöser Kolitis und Clostridioides difficile-assoziierte Diarrhoe sind im Zusammenhang mit der Anwendung von Breitspektrum-Antibiotika, einschließlich Moxifloxacin, beschrieben und können von einer leichten Diarrhoe bis zur tödlichen Kolitis reichen. Daher ist es wichtig, dies bei der Diagnose von Patienten in Betracht zu ziehen, die während oder nach der Anwendung von Moxifloxacin eine schwere Diarrhoe entwickeln. Wenn eine AAD oder AAC vermutet wird oder nachgewiesen ist, sollte die derzeitige Behandlung mit Antibiotika, einschließlich Moxifloxacin, abgebrochen und unverzüglich angemessene Therapiemaßnahmen ergriffen werden.

Außerdem sollten geeignete Maßnahmen zur Infektionskontrolle durchgeführt werden, um das Übertragungsrisiko zu mindern. Arzneimittel, die die Darmtätigkeit hemmen, sind bei Patienten, die eine schwere Diarrhoe entwickeln, kontraindiziert.

Patienten mit Myasthenia gravis

Moxifloxacin sollte bei Patienten mit Myasthenia gravis mit Vorsicht angewendet werden, da sich die Symptome verschlimmern können.

Tendinitis und Sehnenruptur

Tendinitis und Sehnenruptur (insbesondere, aber nicht beschränkt auf die Achillessehne), manchmal beidseitig, können bereits während der ersten 48 Stunden nach Behandlungsbeginn mit Chinolonen und Fluorchinolonen auftreten, wobei ein Auftreten auch noch mehrere Monate nach Absetzen der

Behandlung berichtet wurde (siehe Abschnitte 4.3 und 4.8). Das Risiko einer Tendinitis und Sehnenruptur ist erhöht bei älteren Patienten, Patienten mit Nierenfunktionsstörung, Patienten nach Transplantation solider Organe und bei Patienten, die gleichzeitig mit Kortikosteroiden behandelt werden. Die gleichzeitige Anwendung von Kortikosteroiden sollte daher vermieden werden.

Beim ersten Anzeichen einer Tendinitis (z. B. schmerzhafte Schwellung, Entzündung) sollte die Behandlung mit Moxifloxacin beendet und eine alternative Behandlung erwogen werden. Die betroffenen Gliedmaßen sollten angemessen behandelt werden (z. B. Ruhigstellen). Bei Anzeichen einer Tendinopathie sollten Kortikosteroide nicht angewendet werden.

Aortenaneurysma und Aortendissektion und Herzklappenregurgitation/-insuffizienz

In epidemiologischen Studien wird von einem erhöhten Risiko für Aortenaneurysma und Aortendissektion, insbesondere bei älteren Patienten, und für Aorten- und Mitralklappenregurgitation nach der Anwendung von Fluorchinolonen berichtet. Fälle von Aortenaneurysma und Aortendissektion, manchmal durch Rupturen kompliziert (einschließlich tödlicher Fälle), sowie Regurgitation/Insuffizienz einer der Herzklappen wurden bei Patienten berichtet, die Fluorchinolone erhielten (siehe Abschnitt 4.8).

Daher sollten Fluorchinolone nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Bewertung und nach Abwägung anderer Therapieoptionen bei Patienten mit positiver Familienanamnese in Bezug auf Aneurysma oder angeborenen Herzklappenfehlern oder bei Patienten mit diagnostiziertem Aortenaneurysma und/oder diagnostizierter Aortendissektion oder einem diagnostizierten Herzklappenfehler oder bei Vorliegen anderer Risikofaktoren oder prädisponierender Bedingungen

  • sowohl für Aortenaneurysma und Aortendissektion und Herzklappenregurgitation/-insuffizienz (z. B. Bindegewebserkrankungen wie das Marfan-Syndrom oder Ehlers-Danlos-Syndrom, Turner-Syndrom, Morbus Behçet, Hypertonie, rheumatoide Arthritis) oder zusätzlich

  • für Aortenaneurysma und Aortendissektion (z.B. Gefäßerkrankungen wie Takayasu-Arteriitis oder Riesenzellarteriitis oder bekannte Atherosklerose oder Sjögren-Syndrom) oder zusätzlich

  • für Herzklappenregurgitation/-insuffizienz (z.B. infektiöse Endokarditis) angewendet werden.

Das Risiko von Aortenaneurysmen und Aortendissektionen sowie ihrer Ruptur kann auch bei Patienten erhöht sein, die gleichzeitig mit systemischen Kortikosteroiden behandelt werden.

Bei plötzlichen Bauch-, Brust- oder Rückenschmerzen sollten die Patienten angewiesen werden, sofort einen Arzt in der Notaufnahme aufzusuchen.

Patienten sollten unverzüglich medizinische Hilfe aufsuchen, im Fall von Atemnot, neu auftretendem Herzklopfen oder der Entwicklung von Ödemen am Bauch oder den unteren Extremitäten.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Bei älteren Patienten, die an Nierenfunktionsstörungen leiden und die nicht ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, sollte Moxifloxacin mit Vorsicht eingesetzt werden, da Dehydrierung das Risiko von Nierenversagen erhöhen kann.

Sehstörungen

Falls es zu Sehstörungen oder anderen Beeinträchtigungen der Augen kommt, sollte unverzüglich ein Augenarzt konsultiert werden (siehe Abschnitte 4.7 und 4.8).

Dysglykämie

Wie bei allen Fluorchinolonen sind Störungen der Blutglukosewerte, einschließlich Hypoglykämie und Hyperglykämie, im Zusammenhang mit Moxifloxacingabe berichtet worden. Dysglykämie trat vornehmlich bei älteren, mit Moxifloxacin behandelten Patienten auf, die gleichzeitig mit einem oralen Antidiabetikum (z. B. Sulfonylharnstoff) oder mit Insulin behandelt wurden. Es wurden Fälle

von hypoglykämischem Koma berichtet. Bei diabetischen Patienten wird eine sorgfältige Überwachung der Blutglukosewerte empfohlen (siehe Abschnitt 4.8).

Vermeidung von Photosensitivitätsreaktionen

Chinolone können bei Patienten Photosensitivitätsreaktionen hervorrufen. Moxifloxacin zeigte jedoch in Studien ein geringeres Risiko zur Auslösung von Photosensitivität. Trotzdem sollte den Patienten geraten werden, während der Behandlung mit Moxifloxacin UV-Bestrahlung zu vermeiden und sich nicht übermäßigem und/oder starkem Sonnenlicht auszusetzen (siehe Abschnitt 4.8).

Patienten mit Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel

Patienten mit Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel in der Familienanamnese oder vorliegendem Glucose-6- phosphat-Dehydrogenase-Mangel können unter Behandlung mit Chinolonen hämolytische Reaktionen entwickeln. Daher sollte Moxifloxacin bei diesen Patienten mit Vorsicht angewandt werden.

Patientinnen mit entzündlichen Erkrankungen des Beckens

Für Patientinnen mit komplizierten entzündlichen Erkrankungen des Beckens (z. B. mit einem Tuboovarial- oder Beckenabszess), für die eine intravenöse Behandlung als notwendig erachtet wird, wird eine Behandlung mit Moxifloxacin Tillomed 400 mg Filmtabletten nicht empfohlen.

Entzündliche Erkrankungen des Beckens können durch Fluorchinolonresistente Neisseria gonorrhoeae hervorgerufen werden. Daher ist in solchen Fällen die empirische Moxifloxacin-Therapie um ein weiteres geeignetes Antibiotikum (z. B. ein Cephalosporin) zu ergänzen, es sei denn Moxifloxacin-resistente Neisseria gonorrhoeae können ausgeschlossen werden. Falls nach 3-tägiger Behandlung keine klinische Besserung erzielt wird, sollte die Therapie überdacht werden.

Patienten mit bestimmten komplizierten Haut- und Weichteilinfektionen

Die klinische Wirksamkeit von intravenösem Moxifloxacin bei der Behandlung von schweren Verbrennungen, Fasziitis und Infektionen des diabetischen Fußes mit Osteomyelitis ist nicht erwiesen.

Beeinträchtigung biologischer Tests

Eine Behandlung mit Moxifloxacin kann durch Hemmung des Wachstums von Mykobakterien zu falsch negativen Kulturergebnissen für Mycobacterium spp. in Proben von Patienten, die gerade Moxifloxacin erhalten, führen.

Patienten mit methizillinresistenten staphylococcus aureus (MRSA)-Infektionen

Moxifloxacin wird nicht für die Behandlung von MRSA-Infektionen empfohlen. Wenn vermutet wird oder nachgewiesen ist, dass eine Infektion durch MRSA verursacht wird, sollte die Behandlung mit einem geeigneten Antibiotikum begonnen werden (siehe Abschnitt 5.1).

Kinder und Jugendliche

Aufgrund negativer Effekte von Moxifloxacin auf den Knorpel juveniler Tiere (siehe Abschnitt 5.3) ist die Anwendung von Moxifloxacin bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahren kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Information über sonstige Bestandteile

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactasemangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.

Wechselwirkungen

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Wechselwirkungen mit Arzneimitteln

Ein additiver Effekt von Moxifloxacin und anderen QTc-Intervall-verlängernden Arzneimitteln auf

die QT-Intervallverlängerung kann nicht ausgeschlossen werden. Dies könnte zu einem gesteigerten Risiko ventrikulärer Arrhythmien, einschließlich Torsade de pointes, führen. Daher ist die gleichzeitige Anwendung von Moxifloxacin mit folgenden Arzneimitteln kontraindiziert (siehe auch Abschnitt 4.3):

  • Antiarrhythmika der Klasse IA (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid)

  • Antiarrhythmika der Klasse III (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid)

  • Antipsychotika (z. B. Phenothiazin, Pimozid, Sertindol, Haloperidol, Sultoprid)

  • trizyklische Antidepressiva

  • bestimmte antimikrobielle Wirkstoffe (Saquinavir, Sparfloxacin, Erythromycin i.v., Pentamidin, Malariamittel, vor allem Halofantrin)

  • bestimmte Antihistaminika (Terfenadin, Astemizol, Mizolastin)

  • andere (Cisaprid, Vincamin i.v., Bepridil, Diphemanil)

    Moxifloxacin sollte bei Patienten mit Vorsicht angewendet werden, wenn diese mit Arzneimitteln behandelt werden, die den Kaliumspiegel vermindern (z. B. Schleifen- und Thiaziddiuretika, Laxanzien und Darmspülungen [häufige Andwendungen], Kortikosteroide, Amphotericin B) oder eine klinisch signifikante Bradykardie verursachen können.

    Zwischen der Verabreichung eines Arzneimittels, das zwei- oder dreiwertige Kationen enthält (z. B. magnesium- oder aluminiumenthaltende Antazida, Didanosin-Tabletten, Sucralfat, Eisen- oder zinkhaltige Arzneimittel) und der Gabe von Moxifloxacin sollten etwa 6 Stunden verstreichen.

    Bei gleichzeitiger oraler Verabreichung von Aktivkohle und 400 mg Moxifloxacin wurde die Resorption deutlich vermindert und die systemische Verfügbarkeit des Wirkstoffes um mehr als 80 % verringert. Daher wird die gleichzeitige Gabe beider Arzneimittel nicht empfohlen (außer bei Überdosierung, siehe auch Abschnitt 4.9).

    Nach wiederholter Gabe induzierte Moxifloxacin eine ca. 30 %ige Erhöhung der maximalen Plasmaspiegel von Digoxin; AUC und Talspiegel blieben jedoch unbeeinflusst. Bei der gleichzeitigen Anwendung mit Digoxin sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

    Bei gleichzeitiger oraler Gabe von Moxifloxacin und Glibenclamid ist es in Studien an Probanden mit Diabetes zu einer Erniedrigung der maximalen Plasmakonzentration von Glibenclamid um ca. 21 % gekommen. Die Kombination von Glibenclamid und Moxifloxacin könnte theoretisch zu einer leichten und vorübergehenden Hyperglykämie führen. Die beobachteten pharmakokinetischen Veränderungen führten jedoch nicht zu veränderten pharmakodynamischen Parametern (Blutglukose, Insulin). Daher wurde keine klinisch relevante Wechselwirkung zwischen Moxifloxacin und Glibenclamid beobachtet.

    INR-Veränderungen

    In vielen Fällen wurde eine gesteigerte Wirkung von Antikoagulanzien bei Patienten unter Antibiotikabehandlung berichtet, vor allem bei Behandlung mit Fluorchinolonen, Makroliden, Tetrazyklinen, Cotrimoxazol und einigen Cephalosporinen. Infektions- und Entzündungsbedingungen scheinen neben Alter und Allgemeinzustand des Patienten Risikofaktoren zu sein. Unter diesen Umständen ist es schwierig abzuschätzen, ob die INR-Störungen (international normalised ratio) durch die Infektionskrankheit oder durch ihre Behandlung hervorgerufen wurden. Eine Vorsichtsmaßnahme wäre eine häufigere Kontrolle der Gerinnungsparameter. Falls erforderlich, ist die Dosierung oraler Antikoagulanzien anzupassen.

    Klinische Studien zeigten keine Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Verabreichung von Moxifloxacin mit Ranitidin, Probenecid, oralen Kontrazeptiva, Kalziumpräparaten, parenteral verabreichtem Morphin, Theophyllin, Ciclosporin oder Itraconazol.

    In-vitro-Untersuchungen mit menschlichen Cytochrom-P450-Isoenzymen stützten diese Ergebnisse.

    Unter Berücksichtigung dieser Befunde sind keine metabolischen Interaktionen durch Cytochrom-P450-Enzyme zu erwarten.

    Wechselwirkung mit Nahrungsmitteln

    Moxifloxacin zeigt keine klinisch relevanten Wechselwirkung mit Nahrungsmitteln, auch nicht mit Milchprodukten.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Bisher liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Moxifloxacin in Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Aufgrund des für Fluorchinolone aus tierexperimentellen Studien bekannten Risikos für Knorpelschäden gewichtstragender Gelenke bei juvenilen Tieren und aufgrund reversibler Gelenkschädigungen, die bei Kindern unter Behandlung mit einigen Fluorchinolonen beschrieben wurden, darf Moxifloxacin in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Stillzeit

Es liegen keine Daten für stillende Frauen vor. Präklinische Daten weisen darauf hin, dass geringe Mengen Moxifloxacin in die Milch übergehen. Aufgrund fehlender Daten für den Menschen und des für Fluorchinolone aus tierexperimentellen Studien bekannten Risikos für Knorpelschäden gewichtstragender Gelenke bei juvenilen Tieren, ist das Stillen während der Moxifloxacinbehandlung kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Fertilität

Tierstudien weisen nicht auf eine Beeinträchtigung der Fertilität hin (siehe Abschnitt 5.3).

Fahrtüchtigkeit

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Allerdings können Fluorchinolone, einschließlich Moxifloxacin, die Fähigkeit des Patienten, Auto zu fahren oder Maschinen zu bedienen, aufgrund von ZNS-Reaktionen (z.B. Benommenheit; akut auftretender, vorübergehender Verlust des Sehvermögens, siehe Abschnitt 4.8) oder plötzlicher und kurzfristiger Bewusstlosigkeit (Synkope, siehe Abschnitt 4.8) beeinträchtigen. Die Patienten sollten ihre Reaktion auf Moxifloxacin beobachten, bevor sie aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen.

Nebenwirkungen

Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden in klinischen Studien mit 400 mg Moxifloxacin (oral und Sequenztherapie) berichtet und aus postmarketing-Berichten abgeleitet. Die unerwünschten Wirkungen werden gemäß ihrer Häufigkeit aufgeführt.

Außer Übelkeit und Durchfall wurden alle Nebenwirkungen mit einer Häufigkeit < 3 % beobachtet.

Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Die Häufigkeitskategorien sind wie folgt festgelegt, häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10 000); Nicht bekannt

(Häufigkeitsangaben können anhand der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden).

Systemorganklasse (MedDRA) Häufig Gelegentlich Selten Sehr selten Nicht bekannt
Infektionen und parasitäre Erkrankungen Durch resistente Bakterien oder Pilze verursachte Superinfekti onen, z. B. orale und vaginaleCandidose.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Anämie, Leukopenie, Neutropenie, Thrombozyto-penie, Thrombo-zythämie, Eosinophilie,Prothrombinzeit verlängert/ INR-Anstieg Prothrombin-spiegel erhöht/ INR erniedrigt, Agranulozyto se, Panzytopenie
Erkrankungen des Immunsystems allergische Reaktionen (siehe Abschnitt 4.4) Anaphylaxie inkl. lebensbedrohlic hem Schock (sehr selten, sieheAbschnitt 4.4), allergisches Ödem/ Angioödem (inkl.Larynxödem, möglicherweise lebensbedrohlic h, siehe Abschnitt 4.4)
Endokrine Erkrankungen Syndrom der inadäquaten Sekretion des antidiuretischen Hormons (SIADH)
Stoffwechsel-undErnährungs-störungen Hyperlipidämie Hyperglykämie, Hyperurikämie Hypoglykämi e,Hypoglykämi sches Koma
Psychiatrische Erkrankungen* Angstzustände, psychomotorisc he Hyperaktivität/ Agitiertheit Emotionale Labilität, Depressionen (in sehr seltenen Fällen möglicherweise bis hin zur Selbstgefährdun g, wie z. B. Suizidgedanken oder Suizidversuche, sieheAbschnitt 4.4),Halluzination, Delirium Depersonalis ation, psychotische Reaktionen (möglicherwe ise bis hin zur Selbstgefährd ung wie z. B. Suizidgedan-ken oder Suizid-versuche, siehe Abschnitt 4.4)
Erkrankungen des Nervensystems* Kopfschmer zen, Benommenh eit Par- und Dysästhesie, Geschmacksstö-rungen (inkl.Geschmacksverl ust in sehr seltenen Fällen), Verwirrtheit und Desorientierthei t, Schlafstörungen (überwiegend Insomnie), Zittern, Schwindel, Schläferigkeit Hypästhesie, Geruchsstörung en (inkl.Geruchsverlust), abnormale Träume, Koordinationsst örungen (inkl. Gangunsicherhe it, insbesondere durch Benommenheit oder Schwindel.), Krämpfe inkl. Grand mal-Anfällen (siehe Abschnitt 4.4), Gestörte Aufmerksamkei t, Sprachstörunge n, Amnesie, periphere Neuropathieund Polyneuropathie Hyperästhesi e
Augenerkran-kungen* Sehstörungen inkl. Diplopie und ver-schwommenes Sehen (insbe-sondere im Verlauf von ZNS-Reaktionen, siehe Abschnitt 4.4) Photophobie vorübergehen der Verlust des Sehvermögen s (insb. im Verlauf von ZNS-Reaktionen, siehe Abschnit- te 4.4 und4.7)Uveitis und bilaterale akute Transillumina tion der Iris (sieheAbschnitt 4.4)
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths* Tinnitus, Beeinträchtigun g des Hörvermögens, einschließlich Taubheit (üb-licherweise reversibel)
Herzerkrankun gen** QT-Verlängerun g bei Patienten mit Hypokaliämi e (siehe Abschnit-te 4.3 und4.4) QT-Verlängerung (siehe Ab-schnitt 4.4), Pal-pitationen, Ta-chykardie, Vor-hofflimmern, Angina pectoris Ventrikuläre Tachyarrhythmi en, Synkope (d.h. plötzliche und kurzfristige Bewusstlosigkei t) unspezifische Arrhythmien, Torsade de pointes (siehe Ab-schnitt 4.4), Herzstillstand (siehe Abschnitt 4.4)
Gefäßerkran-kungen** Vasodilatation Hypertonie, Hypotonie Vaskulitis
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumesund Mediastinums Dyspnoe (inkl. asthmatischer Zustände)
Erkrankungen des Gastrointesti-naltrakts Übelkeit, Erbrechen, gastrointesti nale und abdominelle Schmerzen, Durchfall Verminderter Appetit und verminderte Nahrungsauf-nahme, Verstopfung, Dyspepsie, Blähung, Gastritis, Amylaseanstieg Dysphagie, Stomatitis, Antibiotikaasso zieerte Kolitis (inkl. pseudomembra nöser Kolitis, in sehr seltenen Fällen mit lebensbedrohlic hen Komplikationen, siehe Abschnitt 4.4)
Leber- und Gallenerkran-kungen Transaminas en erhöht Leberfunktionss törung (inkl.LDH-erhöht), Bilirubin erhöht, Gamma-GT-Anstieg, Anstieg der alkalische Phosphatase Ikterus, Hepatitis (überwiegend cholestatisch) Fulminante Hepatitis, möglicherwei se bis hin zum le-bensbedrohlic hen Leberversage n (inkl.Todesfälle, siehe Abschnitt 4.4)
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzell-gewebes Pruritus, Rash, Urtikaria, Hauttrockenheit Bullöse Hautreaktion en wie Stevens-Johnson-Syndrom oder Epidermolysi s acuta toxica (möglicherwe ise lebensbedrohl ich, siehe Abschnitt 4.4), Akute Generalisierte Exanthematisch e Pustulose (AGEP)Arzneimittelrea ktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) (siehe Abschnitt 4.4), fixes Arzneimittelexa nthem, photosensitive Reaktionen(siehe Abschnitt 4.4)
Skelettmuskula tur-, Bindegewebs-und Knochenerkran kungen* Arthralgie, Myalgie Tendinitis (siehe Abschnitt 4.4), Muskelkrämpfe,Muskelzuckung en, Muskelschwäch e Sehnenruptur (siehe Abschnitt 4.4), Arthritis, Gesteigerte Muskelspann ung, Verschlimme rung der Symptome einer Myasthenia gravis (siehe Abschnitt 4.4) Rhabdomyolyse
Erkrankungen der Nieren und Harnwege Dehydratation Nierenfunktions störung (inkl.Blutharnstoff und Kreatinin Anstieg), Nierenversagen(siehe Ab-schnitt 4.4)
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichung sort* Allgemeines Unwohlsein (überwiegend Asthenie oder Müdigkeit), Schmerzenzustä nde (inkl.Schmerzen in Rücken, Brust, Becken und Extremitäten), Schwitzen Ödeme

*Sehr seltene Fälle von lang anhaltenden (bis zu Monaten oder Jahren), behindernden und potenziell irreversiblen schwerwiegenden Arzneimittelreaktionen, die mehrere, manchmal mehrere Systemorganklassen und Sinne betreffen (einschließlich Reaktionen wie Tendinitis, Sehnenriss, Arthralgie, Schmerzen in den Extremitäten, Gangstörungen, Neuropathien in Verbindung mit Parästhesien und Neuralgien, Müdigkeit, psychiatrische Symptome (einschließlich Schlafstörungen, Angstzustände, Panikattacken, Depressionen und Suizidgedanken), Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen sowie Beeinträchtigungen des Hör-, Seh-, Geschmacks- und Geruchssinns) wurden im Zusammenhang mit der Anwendung von Chinolonen und Fluorchinolonen berichtet, in einigen Fällen unabhängig von bereits bestehenden Risikofaktoren (siehe Abschnitt 4. 4).

**Fälle von Aortenaneurysma und Aortendissektion, manchmal durch Rupturen kompliziert (einschließlich tödlicher Fälle), sowie Regurgitation/Insuffizienz einer der Herzklappen wurden bei Patienten berichtet, die Fluorchinolone erhielten (siehe Abschnitt 4.4).

Bei der Behandlung mit anderen Fluorchinolonen wurden sehr selten folgende Nebenwirkungen beobachtet, die möglicherweise auch bei einer Anwendung von Moxifloxacin auftreten können: erhöhter intrakranieller Druck (einschließlich Pseudotumor cerebri), Hypernatriämie, Hyperkalzämie, hämolytische Anämie.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abteilung Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 in 53175 Bonn oder per Internet (http://www.bfarm.de) anzuzeigen.

Überdosierung

Nach versehentlicher Überdosierung werden keine besonderen Gegenmaßnahmen empfohlen. Im Falle einer Überdosierung sollte eine symptomatische Behandlung eingeleitet werden. Eine EKG-Überwachung sollte aufgrund des möglichen Auftretens einer QT-Intervallverlängerung durchgeführt werden. Bei oraler Verabreichung von 400 mg Moxifloxacin vermindert die gleichzeitige Gabe von Aktivkohle die systemische Verfügbarkeit von Moxifloxacin um mehr als 80 %. Nach oraler Überdosierung kann die frühzeitige Gabe von Aktivkohle während der Resorptionsphase zur Verhinderung überhöhter Plasmaspiegel sinnvoll sein.

Pharmakologische Eigenschaften - Moxifloxacin 400 mg

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Chinolon-Antibiotika, Fluorchinolone, ATC-Code: J01MA14. Wirkmechanismus

Moxifloxacin besitzt in-vitro-Aktivität gegen ein breites Spektrum von Gram-positiven und Gram-negativen Krankheitserregern.

Die bakterizide Wirkung von Moxifloxacin resultiert aus einer Hemmung der beiden Typ-II-Topoisomerasen (DNS-Gyrase und Topoisomerase IV), die bei der Replikation, Transkription und Reparatur der bakteriellen DNS benötigt werden. Der C8-Methoxy-Substituent scheint im Vergleich zum C8-H-Substituenten zu einer gesteigerten Aktivität und einer geringeren Selektivität von resistenten Mutanten bei Gram-positiven Bakterien zu führen. Der sperrige Bicycloamin-Substituent in der C7-Position verhindert den aktiven Efflux, der mit norA- oder pmrA-Genen in Verbindung gebracht wird, die in bestimmten Gram-positiven Bakterien zu finden sind.

Pharmakodynamische Untersuchungen haben gezeigt, dass Moxifloxacin die Erreger konzentrationsabhängig abtötet. Die minimale bakterizide Konzentration (MBK) liegt im Bereich der minimalen Hemmkonzentration (MHK).

Wirkung auf die Darmflora des Menschen

Bei Probanden wurden nach oraler Gabe von Moxifloxacin folgende Veränderungen der Darmflora beobachtet: Escherichia coli, Bacillus spp., Enterococcus spp. und Klebsiella spp. sowie die Anaerobier Bacteroides vulgatus, Bifidobacterium spp., Eubacterium spp. und Peptostreptococcus spp. waren in der Anzahl vermindert. Bei Bacteroides fragilis zeigte sich ein Anstieg. Innerhalb von 2 Wochen wurden wieder Normalwerte erreicht.

Resistenzmechanismus

Resistenzmechanismen, die Penicilline, Cephalosporine, Aminoglykoside, Makrolide und Tetracycline inaktivieren, beeinflussen die antibakterielle Aktivität von Moxifloxacin nicht. Andere

Resistenzmechanismen wie Permeationsbarrieren (häufig bei Pseudomonas aeruginosa) und Effluxmechanismen können die Empfindlichkeit gegenüber Moxifloxacin beeinflussen.

In-vitro-Resistenz gegen Moxifloxacin entwickelt sich schrittweise durch Mutationen an den Bindungsstellen in den beiden Typ-II-Topoisomerasen DNS-Gyrase und Topoisomerase IV. Moxifloxacin stellt ein schlechtes Substrat für die aktiven Effluxmechanismen in Gram-positiven Organismen dar.

Mit anderen Fluorchinolonen wird eine Kreuzresistenz beobachtet. Da Moxifloxacin bei einigen Gram-positiven Bakterien beide Topoisomerasen II und IV mit gleicher Aktivität hemmt, können Bakterien, die gegen andere Fluorchinolone resistent sind, dennoch gegenüber Moxifloxacin empfindlich sein.

Grenzwerte (Breakpoints)

Klinische EUCAST-MHK- und Plättchendiffusions-Grenzwerte für Moxifloxacin (01.01.2022):

Organismus (Spezies) sensibel resistent
Staphylococcus aureus ≤ 0,25 mg/l≥ 25 mm > 0,25 mg/l< 25 mm
Coagulase-negative staphylococci ≤ 0,25 mg/l≥ 28 mm > 0,25 mg/l< 28 mm
Streptococcus pneumoniae ≤ 0,5 mg/l≥ 22 mm > 0,5 mg/l< 22 mm
Streptococcus Gruppen A, B, C, G ≤ 0,5 mg/l≥ 19 mm > 0,5 mg/l< 19 mm
Haemophilus influenzae ≤ 0,125 mg/l≥ 28 mm > 0,125 mg/l< 28 mm
Moraxella catarrhalis ≤ 0,25 mg/l≥ 26 mm > 0,25 mg/l< 26 mm
Enterobacterales ≤ 0,25 mg/l≥ 22 mm > 0,25 mg/l< 22 mm
Corynebacterium spp. ≤0.5 mg/l≥25 mm >0.5 mg/l<25 mm
Enterococcus spp. Notiz1 Notiz1
Neisseria gonorrhoeae UB UB
Neisseria meningitidis UB UB
Viridans group streptococci Notiz2 Notiz2
Begrenzte Werte, die keiner Art zugeordnet sind* ≤ 0,25 mg/l > 0,25 mg/l
UB- Unzureichende Beweise NotizMoxifloxacin wurde zur oralen Step-down-Behandlung von durch Enterococcus spp. verursachter Endokarditis verwendet. Der Norfloxacin-Scheibendiffusionstest oder der Moxifloxacin MIC ECOFF (1 mg/L) können zum Screening auf Resistenzmechanismen verwendet werden. Wenn der Screen negativ ist, sollte das Isolat als „Wildtyp“ oder „ohne Fluorchinolon-Resistenzmechanismen“ gemeldet werden, aber nicht so empfindlich gegenüber Moxifloxacin.
  • Nicht-Spezies-Grenzwerte wurden hauptsächlich basierend auf pharmakokinetischen/pharmakodynamischen Daten festgelegt und sind unabhängig von der MHK-Verteilung einer bestimmten Spezies. Sie gelten nur für Spezies, die keine artspezifischen Grenzwerte haben, und nicht für Spezies, für die die Auslegungskriterien noch festgelegt werden müssen.

    • Es gibt keine klinischen Grenzwerte für Enterococcus spp. und Moxifloxacin, aber

    • Es gibt keine klinischen Grenzwerte für Streptokokken der Viridans-Gruppe und Moxifloxacin, aber Moxifloxacin wurde zur oralen Step-down-Behandlung von durch Streptokokken der Viridans-Gruppe verursachter Endokarditis angewendet. Der Moxifloxacin MIC ECOFF (0,5 mg/l) kann zum Screening auf Resistenzmechanismen verwendet werden. Wenn der Screen negativ ist, sollte das Isolat als „Wildtyp“ oder „ohne Fluorchinolon-Resistenzmechanismen“ gemeldet werden, aber nicht so empfindlich gegenüber Moxifloxacin.

Mikrobiologische Empfindlichkeit

Die Häufigkeit der erworbenen Resistenz kann für ausgewählte Spezies geographisch und zeitlich variieren und lokale Informationen über Resistenzen sind wünschenswert, insbesondere wenn schwere Infektionen behandelt werden. Bei Bedarf sollte der Rat eines Experten eingeholt werden, wenn die örtliche Prävalenz der Resistenz den Nutzen des Wirkstoffes bei mindestens einigen Infektionen in Frage stellt.

Üblicherweise empfindliche Spezies
Aerobe Gram-positive MikroorganismenGardnerella vaginalisStaphylococcus aureus* (Methicillin-empfindlich)Streptococcus agalactiae (Gruppe B)Streptococcus milleri-Gruppe* (S. anginosus, S. constellatus und S. intermedius)Streptococcus pneumoniae* Streptococcus pyrogenes* (Gruppe A)Streptococcus viridans-Gruppe (S. viridans, S. mutans, S. mitis, S. sanguinis, S. salivarius, S. thermophilus)
Aerobe Gram-negative MikroorganismenAcinetobacter baumanii Haemophilus influencae* Haemophilus parainfluencae* Legionella pneumophilaMoraxella (Branhamella) catarrhalis*
Anaerobe MikroorganismenFusobacterium spp.Prevotella spp.
Andere MikroorganismenChlamydia (Chlamydophila) pneumoniae* Chlamydia trachomatis*Coxiella burnetii Mycoplasma genitalium Mycoplasma hominisMycoplasma pneumoniae*
Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen können
Aerobe Gram-positive MikroorganismenEnterococcus faecalis* Enterococcus faecium*Staphylococcus aureus (Methicillinresistent)+
Aerobe Gram-negative MikroorganismenEnterobacter cloacae* Escherichia coli*# Klebsiella pneumoniae*# Klebsiella oxytoca Neisseria gonorrhoeae*+Proteus mirabilis*
Anaerobe Mikroorganismen Bacteroides fragilis* Peptostreptococcus spp.*
Von Natur aus resistente Spezies
Aerobe Gram-negative MikroorganismenPseudomonas aeruginosa
* In klinischen Studien in den zugelassenen Indikationen wurde die Wirksamkeit bei empfindlichen Stämmen zufriedenstellend nachgewiesen.# ESBL-produzierende Stämme sind im Allgemeinen resistent gegenüber Fluorchinolonen.+ Resistenzrate > 50 % in einem oder mehreren EU Ländern.

Pharmakokinetik

Resorption und Bioverfügbarkeit

Nach oraler Gabe wird Moxifloxacin schnell und nahezu vollständig resorbiert. Die absolute Bioverfügbarkeit beträgt ca. 91 %.

Nach Einzeldosen zwischen 50 und 800 mg Moxifloxacin und nach 10tägiger Gabe von bis zu 600 mg einmal täglich ist die Pharmakokinetik linear. Plasmaspitzenkonzentrationen von 3,1 mg/l werden 0,5 bis 4 Stunden nach Einnahme von 400 mg erreicht. Im steady state Zustand (400 mg einmal täglich) werden maximale und minimale Plasmakonzentrationen von 3,2 bzw. 0,6 mg/l

erreicht. Im steady state Zustand ist die Exposition innerhalb des Dosierungsintervalls ca. 30 % höher als nach erstmaliger Gabe.

Verteilung

Moxifloxacin wird sehr schnell in den Extravasalraum verteilt; nach einer Gabe von 400 mg beträgt die AUC ca. 35 mg × h/l. Das Verteilungsvolumen im steady state Zustand (Vss) beträgt ca. 2 l/kg. In-vitro- und ex-vivo-Untersuchungen ergaben eine Proteinbindung von ca. 40-42 %, unabhängig von der Wirkstoffkonzentration. Moxifloxacin wird hauptsächlich an Serumalbumin gebunden.

Folgende Maximalkonzentrationen (geometrischer Mittelwert) wurden nach einmaliger oraler Gabe von 400 mg Moxifloxacin gemessen:

Gewebe Konzentration Verhältnis: Gewebe/Plasma
Plasma 3,1 mg/l -
Speichel 3,6 mg/l 0,75 - 1,3
Blasenflüssigkeit 1,61 mg/l 1,71
Bronchialschleimhaut 5,4 mg/kg 1,7 – 2,1
Alveolarmakrophagen 56,7 mg/kg 18,6 - 70,0
epithelialer Flüssigkeitsfilm 20,7 mg/l 5 – 7
Kieferhöhlen 7,5 mg/kg 2,0
Siebbeinzellen 8,2 mg/kg 2,1
Nasenpolypen 9,1 mg/kg 2,6
interstitielle Flüssigkeit 1,02 mg/l 0,8 - 1,42,3
weiblicher Genitaltrakt* 10,24 mg/kg 1,724

* intravenöse Verabreichung einer 400 mg Einzeldosis

1 10 h nach Verabreichung

2 freie Konzentration

3 von 3 h bis 36 h nach Verabreichung

4 am Ende der Infusion

Biotransformation

Moxifloxacin unterliegt einer Phase-II-Biotransformation und wird renal und biliär unverändert und in Form einer Sulfoverbindung (M1) und eines Glucuronids (M2) ausgeschieden. Die einzigen für den Menschen relevanten Metaboliten M1 und M2 sind mikrobiologisch inaktiv.

In klinischen Phase-I- und in-vitro-Studien wurden keine stoffwechselrelevanten pharmakokinetischen Interaktionen mit anderen Wirkstoffen infolge Phase-I-Biotransformation unter Beteiligung von Cytochrom-P450-Enzymen beobachtet. Es gibt keinen Hinweis auf einen oxidativen Metabolismus.

Elimination

Moxifloxacin wird aus dem Plasma mit einer mittleren terminalen Halbwertszeit von ca. 12 Stunden eliminiert. Die durchschnittliche scheinbare Gesamtkörper-Clearance nach Gabe von 400 mg liegt im Bereich von 179 bis 246 ml/min. Die renale clearance erreichte etwa 24-53 ml/min und lässt auf eine partielle tubuläre Rückresorption des Wirkstoffs in der Niere schließen.

Nach einer Gabe von 400 mg werden im Urin (ca. 19 % unverändert, ca. 2,5 % als M1 und ca. 14 % als M2) und in den Faeces (ca. 25 % unverändert und ca. 36 % als M1, keine Ausscheidung von M2) insgesamt etwa 96 % wiedergefunden.

Die gleichzeitige Gabe von Moxifloxacin und Ranitidin oder Probenecid veränderte die renale

clearance des Wirkstoffes nicht.

Ältere Patienten und Patienten mit niedrigem Körpergewicht

Bei gesunden Probanden mit niedrigem Körpergewicht (wie Frauen) und bei älteren Probanden werden höhere Plasmakonzentrationen beobachtet.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (einschließlich Kreatinin-

Clearance > 20 ml/min/1,73 m2) ist die Pharmakokinetik von Moxifloxacin nicht signifikant verändert. Die Konzentrationen des Metaboliten M2 (Acylglucuronid) steigen mit abnehmender Nierenfunktion auf das bis zu 2,5fache an (bei einer Kreatinin-clearance von < 30 ml/min/1,73 m2).

Eingeschränkte Leberfunktion

Die bisherigen pharmakokinetischen Untersuchungen bei Patienten mit Leberinsuffizienz (Child-Pugh A, B) lassen keine eindeutigen Schlussfolgerungen über Veränderungen gegenüber Lebergesunden zu. Eingeschränkte Leberfunktion geht mit einer Erhöhung der Plasmaspiegel des Metaboliten M1 einher. Die Spiegel des unveränderten Wirkstoffes bleiben vergleichbar mit denen bei gesunden Freiwilligen. Es gibt keine ausreichenden Erfahrungen über die klinische Anwendung bei Patienten

mit eingeschränkter Leberfunktion.

Pharmazeutische Angaben - Moxifloxacin 400 mg

Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Laktose (Ph. Eur.)

Polyvinylpyrrolidon K 29/32 (Ph. Eur.) Natriumcarboxymethylcellulose (Ph. Eur.) kolloidales Siliciumdioxid (Ph. Eur.) Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

gereinigtes Wasser (Ph. Eur.)

Überzug:

Farbstoff Opadry Braun 03B86891:

Hydroxypropylmethylcellulose 2910 (Ph. Eur.) Titandioxid (Ph. Eur.)

Polyethylenglycol MW 400 (Ph. Eur.) rotes Eisenoxid (NRF)

gereinigtes Wasser (Ph. Eur.)

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

Art und Inhalt des Behältnisses

Moxifloxacin Tillomed ist erhältlich in Aluminium-PVC-Blisterpackungen in den Packungsgrößen 5, 7, 10 und 14 Filmtabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

und sonstige Hinweise zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

Weblinks

Packungen und Preis

Moxifloxacin Tillomed 400 mg 5 Filmtbl.
Preis
21,49 €
Zuzahlung
0,01 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Moxifloxacin Tillomed 400 mg 7 Filmtbl.
Preis
25,69 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Moxifloxacin Tillomed 400 mg 10 Filmtbl.
Preis
31,70 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Moxifloxacin Tillomed 400 mg 14 Filmtbl. N1
Preis
49,39 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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