Fluconazol Aristo® 150 mg Kapseln
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Gluten/Laktose
Laktose: Ja
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Fachinfo - Fluconazol 150 mg
Fluconazol Aristo wird bei den folgenden Pilzinfektionen angewendet (siehe Abschnitt 5.1). Anwendung von Fluconazol Aristo bei Erwachsenen zur Behandlung von:
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Kryptokokkenmeningitis (siehe Abschnitt 4.4)
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Kokzidioidomykose (siehe Abschnitt 4.4)
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invasiven Candidosen
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Schleimhaut-Candidosen, einschlief3lich oropharyngeale und osophageale Candidosen, Candidurien und chronisch-mukokutane Candidosen
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chronisch-atrophischen oralen Candidosen (Mundhohlenerkrankungen bei Zahnprothesentragern), wenn zahnhygienische oder lokale Maf3nahmen nicht ausreichen
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akuten oder rezidivierenden Vaginal-Candidosen, wenn eine lokale Therapie nicht geeignet ist
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Candida-Balanitis, wenn eine lokale Therapie nicht geeignet ist
-
Dermatomykosen einschlief3lich Tinea pedis, Tinea corporis, Tinea cruris, Tinea versicolor und
Candida-Infektionen der Haut, bei denen eine systemische Behandlung angezeigt ist
-
Tinea unguium (Onychomykose), wenn andere Wirkstoffe nicht geeignet erscheinen
Fluconazol Aristo kann angewendet werden bei Patienten mit bosartigen Erkrankungen, bei Patienten auf Intensivstationen, unter zytostatischer oder immunsuppressiver Therapie.
Anwendung von Fluconazol Aristo bei Erwachsenen zur Prophylaxe von:
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rezidivierender Kryptokokkenmeningitis, bei Patienten mit hohem Rezidivpotential
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rezidivierenden oropharyngealen und osophagealen Candidosen bei HIV-Patienten mit hohem Ri.ckfallrisiko
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Verringerung der Inzidenz rezidivierender Vaginal-Candidosen (4 oder mehr Episoden pro Jahr)
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Candida-Infektionen bei Patienten mit anhaltender Neutropenie (wie z. B. Patienten unter Chemotherapie bei bosartigen Bluterkrankungen oder Patienten mit hamatopoetischer Stammzelltransplantation [siehe Abschnitt 5.1])
Anwendung von Fluconazol Aristo bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren: Fluconazol Aristo wird zur Behandlung von Schleimhaut-Candidosen (oropharyngeal und osophageal), invasiven Candidosen, Kryptokokkenmeningitis sowie zur Prophylaxe von Candida-Infektionen bei abwehrgeschwachten Patienten angewendet. Zur Pravention rezidivierender Kryptokokkenmeningitis kann Fluconazol Aristo als Erhaltungstherapie bei Kindern mit hohem Ri.ckfallrisiko (siehe Abschnitt 4.4) eingesetzt werden.
Die Therapie kann begonnen werden, bevor Ergebnisse von Kulturen und andere Laborwerte vorliegen. Sobald diese Ergebnisse verfi.gbar sind, sollte die antiinfektive Therapie entsprechend angepasst werden.
Die offiziellen Leitlinien zum angemessenen Gebrauch von Antimykotika sind zu beri.cksichtigen.
Dosierung
Die Dosierung sollte sich an Art und Schweregrad der Pilzinfektion orientieren. Bei Infektionen, bei denen wiederholte Gaben notwendig sind, sollte die Behandlung so lange fortgesetzt werden, bis die klinischen Parameter oder Laborwerte bestatigen, dass die aktive Pilzinfektion abgeklungen ist. Eine unzureichende Behandlungsdauer kann ein Wiederauftreten der aktiven Pilzinfektion zur Folge haben.
Erwachsene
| Indikationen | Dosierung | Behandlungsdauer | |
| Kryptokokkosen | - Behandlung von Kryptokokkenmeningitis. | Anfangsdosis: 400 mg an Tag 1 NachfolgendeDosis: 200 mg | Ublicherweise mindestens 6 bis 8 Wochen. Bei lebensbedrohlichenInfektionen kann die |
| bis 400 mgeinmal taglich | Tagesdosis auf 800 mgerhoht werden. | ||
| - Erhaltungstherapie zur Rezidivprophylaxe von Kryptokokkenmeningitis bei Patienten mit hohemRi.ckfallrisiko. | 200 mg einmal taglich | Unbegrenzt bei einer Tagesdosis von 200 mg. | |
| Kokzidioidomykos e | 200 mg bis400 mg einmal taglich | Abhangig vom Patienten 11 bis 24 Monate oder langer. Bei einigen Infektionen und speziell bei Meningen-Infektionen kann die Gabe von 800 mg pro Tagerwogen werden. | |
| Invasive Candidosen | Anfangsdosis: 800 mg an Tag 1 Nachfolgende Dosis: 400 mg einmal taglich | Im Allgemeinen wird empfohlen, die Behandlung bei Candidamien nach der ersten negativen Blutkultur und nach dem Abklingen der Candidamie-Symptome noch fi.r weitere 2 Wochenfortzusetzen. | |
| Behandlung von Schleimhaut-Candidosen | - Oropharyngeale Candidose | Anfangsdosis: 200 mg bis400 mg an Tag 1 Nachfolgende Dosis: 100 mgbis 200 mg einmal taglich | 7 bis 21 Tage (bis zur Remission der oropharyngealen Candidose). Bei Patienten mit stark geschwachter Immunabwehr kann dieBehandlungsdauer verlangert werden. |
| - Osophageale Candidose | Anfangsdosis: 200 mg bis400 mg an Tag 1 Nachfolgende Dosis: 100 mgbis 200 mg einmal taglich | 14 bis 30 Tage (bis zur Remission der osophagealen Candidose). Bei Patienten mit stark geschwachter Immunabwehr kann die Behandlungsdauerverlangert werden. | |
| - Candidurie | 200 mg bis400 mg einmal taglich | 7 bis 21 Tage. Bei Patienten mit stark geschwachter Immunabwehr kann dieBehandlungsdauer verlangert werden. | |
| - Chronisch-atrophischeCandidose | 50 mg einmaltaglich | 14 Tage | |
| - Chronisch-mukokutane Candidose | 50 mg bis100 mg einmal taglich | Bis zu 28 Tagen, abhangig vom Schweregrad der Infektion und des zugrundeliegenden Immundefekts sowie derInfektion auch langer. | |
| Rezidivprophylax e von Schleimhaut-Candidosen ЬeiНIV-Patienten mit hohem | - Oropharyngeale Candidose | 100 mg bis200 mg einmal taglich oder 200 mg dreimalwochentlich | Bei Patienten mit chronischer Immunsuppression auf unbestimmte Zeit. |
| - Osophageale Candidosen | 100 mg bis | Bei Patienten mit |
| Rezidivrisiko | 200 mg einmal taglich oder200 mg dreimal wochentlich | chronischer Immunsuppression auf unbestimmte Zeit. | |
| Genital-Candidosen | 150 mg | Einzeldosis | |
| - Behandlung und Prophylaxe von rezidivierenden Vaginal-Candidosen (vier oder mehr Episoden pro Jahr) | 150 mg jeden3. Tag i.ber insgesamteinmal wochentlich | Erhaltungsdosis: 6 Monate. | |
| Dermatomykosen | 150 mg einmal wochentlich oder 50 mgeinmal taglich | 2 bis 4 Wochen. Bei Tinea pedis kann eine Behandlung i.ber bis zu6 Wochen notwendig sein. | |
| - Tinea versicolor | 300 mg bis400 mg einmal wochentlich | 1 bis 3 Wochen | |
| 50 mg einmaltaglich | 2 bis 4 Wochen | ||
| - Tinea unguium(Onychomykose) | 150 mg einmal wochentlich | Die Behandlung sollte fortgesetzt werden, bis der infizierte Nagel erneuert wurde (der gesunde Nagel nachwachst). Das Nachwachsen von Fingernageln bzw.Zehennageln dauert i.blicherweise 3 bis 6 bzw.6 bis 12 Monate. Die Wachstumsgeschwindig-keit kann jedoch individuell und altersabhangig stark variieren. Nach erfolgreicher Behandlung von langfristigen chronischen Infektionen kann gelegentlich eine Deformierung des Nagelsfortbestehen. | |
| Prophylaxe von Canlila-Infektionen Ьei Patienten mit anhaltender Neutropenie | 200 mg bis400 mg einmal taglich | Die Behandlung sollte mehrere Tage vor dem erwarteten Beginn der Neutropenie begonnen und nach Abklingen der Neutropenie (wenn die Neutrophilenzahl wieder auf > 1.000 Zellen/mm3 angestiegen ist) noch i.berweitere 7 Tage fortgesetzt werden. |
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Akute Vaginal-Candidose
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Candida-Balanitis
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Dosen (Tag 1,
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und 7), anschlief3end Erhaltungsdosis mit 150 mg
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Tinea pedis,
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Tinea corporis,
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Tinea cruris,
-
Candida-lnfektionen
Besondere Patientengruppen
.ltere Patienten
Die Dosierung ist in Abhangigkeit der Nierenfunktion anzupassen (siehe Eingeschrankte Nierenfunktion).
Eingeschrankte Nierenfunktion
Fluconazol Aristo wird i.berwiegend i.ber den Urin als unveranderter Wirkstoff ausgeschieden. Bei einmaliger Verabreichung ist keine Dosisanpassung notwendig. Bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion (einschlief3lich Kindern und Jugendlichen), die mehrere Dosen Fluconazol erhalten sollen, sollte abhangig von der fi.r die jeweilige Indikation empfohlenen Tagesdosis eine Anfangsdosis von 50 mg bis 400 mg verabreicht werden. Im Anschluss an diese initiale Aufsattigungsdosis sollte sich die Tagesdosis (entsprechend der Indikation) an der folgenden Tabelle orientieren:
| Kreatinin-Clearance (ml/min) | Prozent der empfohlenen Dosis |
| > 50 | 100 % |
| ≤ 50 (keine Hamodialyse) | 50 % |
| Hamodialyse | 100 % nach jeder Hamodialysesitzung |
Patienten mit Hamodialysebehandlung sollten nach der Hamodialyse 100 % der empfohlenen Dosis erhalten. An dialysefreien Tagen sollten die Patienten eine entsprechend ihrer Kreatinin-Clearance verringerte Dosis erhalten.
Eingeschrankte Leberfunktion
Da nur begrenzte Daten zu Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion vorliegen, muss Fluconazol bei Patienten mit Leberfunktionsstorungen mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).
Kinder und Jugendliche
Bei Kindern und Jugendlichen sollte eine Hochstdosis von 400 mg pro Tag nicht i.berschritten werden.
Wie auch bei den entsprechenden Infektionen bei Erwachsenen, orientiert sich die Behandlungsdauer am klinischen und mykologischen Ansprechen. Fluconazol Aristo wird als tagliche Einmalgabe verabreicht.
Zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen mit eingeschrankter Nierenfunktion siehe Dosierung unter „Eingeschränkte Nierenfunktion“. Bei Kindern und Jugendlichen mit eingeschrankter Nierenfunktion wurde die Pharmakokinetik von Fluconazol nicht untersucht.
Kinder von 6 bis 11 Jahren:
| Indikation | Dosierung | Empfehlungen |
| - Schleimhaut-Candidosen | Anfangsdosis: 6 mg/kg Nachfolgende Dosis: 3 mg/kg einmal taglich | Die Anfangsdosis kann am1. Tag verabreicht werden, umschneller Steady-State-Konzentrationen zu erreichen |
| Dosis: 6 bis 12 mg/kg einmaltaglich | Abhangig vom Schweregrad derErkrankung | |
| - Erhaltungstherapie zur Pravention rezidivierender Kryptokokkenmeningitis beiKindern mit hohem Rezidivrisiko | Dosis: 6 mg/kg einmal taglich | Abhangig vom Schweregrad der Erkrankung |
| - Prophylaxe von Candida-Infektionen beiabwehrgeschwachten Patienten | Dosis: 3 bis 12 mg/kg einmal taglich | Abhangig von Schweregrad und Dauer der vorliegendenNeutropenie (siehe Dosierung |
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Invasive Candidosen
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Kryptokokkenmeningitis
| bei Erwachsenen) |
Jugendliche (im Alter von 12 bis 17 Jahren):
Der verordnende Arzt muss abhangig vom Korpergewicht und der pubertaren Entwicklung beurteilen, welche Dosierung (die Dosierung fi.r Erwachsene oder die Dosierung fi.r Kinder) geeignet ist. Die klinischen Daten zeigen, dass Kinder eine hohere Fluconazol-Clearance aufweisen als Erwachsene.
Eine Dosis von 100, 200 und 400 mg bei Erwachsenen entspricht bei Kindern einer Dosis von 3, 6 und 12 mg/kg, um eine vergleichbare systemische Exposition zu erreichen.
In der Padiatrie wurden die Sicherheit und die Wirksamkeit bei Genital-Candidosen nicht untersucht. Die derzeit vorliegenden Daten zu anderen Indikationen bei Kindern und Jugendlichen werden in Abschnitt 4.8 beschrieben. Wenn bei Jugendlichen (12 bis 17 Jahre) die Behandlung einer Genital-Candidose unbedingt notwendig ist, sollte die Dosierung wie bei Erwachsenen erfolgen.
Art der Anwendung
Die Kapseln sollen ungeoffnet und unzerkaut unabhangig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, verwandte Azolderivate oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Auf Grundlage der Ergebnisse einer Wechselwirkungsstudie mit Mehrfachgabe ist die gleichzeitige Verabreichung mit Terfenadin kontraindiziert, wenn der Patient wiederholte Fluconazol Aristo Dosen in Hohe von 400 mg oder mehr pro Tag erhalt. Ebenso ist bei mit Fluconazol behandelten Patienten die gleichzeitige Verabreichung anderer Arzneimittel kontraindiziert, die bekanntermaf3en das QT-
Intervall verlangern und i.ber das Cytochrom-P450(CYP)-Isoenzym 3A4 metabolisiert werden, wie
z. B. Cisaprid, Astemizol, Pimozid, Chinidin und Erythromycin (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).
Tinea capitis
Fluconazol wurde zur Behandlung einer Tinea capitis bei Kindern untersucht. Es zeigte sich keine Uberlegenheit gegeni.ber Griseofulvin und die Gesamterfolgsrate lag unter 20 %. Daher sollte Fluconazol Aristo nicht bei Tinea capitis angewendet werden.
Kryptokokkose
Die Nachweise zur Wirksamkeit von Fluconazol bei der Behandlung von Kryptokokkosen an anderen Lokalitaten (z. B. pulmonale oder kutane Kryptokokkosen) sind begrenzt, sodass keine Dosierungsangaben gemacht werden konnen.
Tiefe endemische Mykosen
Die Nachweise zur Wirksamkeit von Fluconazol bei der Behandlung von anderen endemischen Mykosen, wie z. B. Parakokzidioidomykose, lymphokutane Sporotrichose und Histoplasmose sind begrenzt, sodass keine Dosierungsangaben gemacht werden konnen.
Nieren
Fluconazol Aristo muss bei Patienten mit Nierenfunktionsstorung mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.2).
Nebenniereninsuffizienz
Ketoconazol kann bekanntermaf3en eine Nebenniereninsuffizienz auslosen und dies konnte, obwohl selten beobachtet, auch fi.r Fluconazol gelten.
Nebenniereninsuffizienz in Zusammenhang mit einer gleichzeitigen Behandlung mit Prednison siehe Abschnitt 4.5.
Leber und Gallenwege
Fluconazol Aristo muss bei Patienten mit Leberfunktionsstorung mit Vorsicht angewendet werden.
In seltenen Fallen war die Anwendung von Fluconazol Aristo mit einer schwerwiegenden Hepatotoxizitat verbunden, die in einigen Fallen zum Tod fi.hrte. Hiervon waren insbesondere Patienten mit schweren Grunderkrankungen betroffen. In den Fallen einer durch Fluconazol ausgelosten Hepatotoxizitat lief3 sich kein Zusammenhang mit der Tagesdosis, der Behandlungsdauer sowie Alter und Geschlecht des Patienten herstellen. Die Hepatotoxizitat war in der Regel nach Absetzen von Fluconazol reversibel.
Patienten, bei denen wahrend der Behandlung mit Fluconazol eine Abweichung der Leberwerte auftritt, mi.ssen engmaschig auf das Auftreten einer schwereren Leberschadigung i.berwacht werden. Die Patienten sollten auf mogliche Symptome einer schwerwiegenden Leberschadigung hingewiesen werden (ausgepragte Asthenie, Anorexie, anhaltende Ubelkeit, Erbrechen und Ikterus). Die Behandlung mit Fluconazol sollte sofort abgebrochen werden und der Patient sollte einen Arzt aufsuchen.
Herz-Kreislauf-System
Einige Azole einschlief3lich Fluconazol wurden mit einer Verlangerung des QT-Intervalls im EKG in Verbindung gebracht. Die QT-Verlangerung durch Fluconazol erfolgt i.ber die Hemmung des gleichrichtenden Kaliumkanals (Ikr). Die QT-Verlangerung durch andere Arzneimittel (z. B. Amiodaron) kann durch die Hemmung von Cytochrome P450 (CYP) 3A4 verstarkt werden. Im Rahmen der Post-Marketing-Uberwachung wurde in seltenen Fallen bei mit Fluconazol behandelten Patienten i.ber eine Verlangerung des QT-Intervalls und Torsade de pointes berichtet. Diese Berichte betrafen unter anderem schwer kranke Patienten mit vielfaltigen verzerrenden Risikofaktoren wie strukturellen Herzerkrankungen, Elektrolytanomalien und Begleitmedikationen, die ebenfalls ursachlich gewesen sein konnten. Bei Patienten mit Hypokaliamie und Herzinsuffizienz im fortgeschrittenen Stadium besteht ein erhohtes Risiko fi.r lebensbedrohliche ventrikulare Arrhythmien und Torsade-de-pointes-Tachykardie.
Fluconazol Aristo muss bei Patienten mit potenziell proarrhythmischen Storungen mit Vorsicht angewendet werden.
Die gleichzeitige Anwendung von anderen Arzneimitteln, die bekanntermaf3en das QT-Intervall verlangern und i.ber das Cytochrom P450 (CYP) 3A4 metabolisiert werden, ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).
Halofantrin
Es wurde gezeigt, dass Halofantrin in der empfohlenen therapeutischen Dosis das QTc-Intervall verlangert und ein CYP3A4-Substrat ist. Die gleichzeitige Anwendung von Fluconazol und Halofantrin wird daher nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).
Dermatologische Reaktionen
In seltenen Fallen entwickelten Patienten unter einer Fluconazol-Behandlung exfoliative Hautreaktionen wie das Stevens-Johnson-Syndrom und die toxische epidermale Nekrolyse. Uber ein Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom) wurde berichtet. AIDS-Patienten neigen bei vielen Arzneimitteln eher zur Ausbildung schwerer Hautreaktionen. Wenn sich bei einem Patienten, der wegen einer oberflachlichen Pilzinfektion behandelt wird, ein auf Fluconazol zuri.ckzufi.hrender Hautausschlag entwickelt, sollte die Behandlung mit diesem Arzneimittel abgebrochen werden. Patienten mit invasiven/systemischen Pilzinfektionen, bei denen es zu einem Hautausschlag kommt, mi.ssen engmaschig beobachtet werden und Fluconazol sollte abgesetzt werden, sobald Blasen auftreten oder sich ein Erythema multiforme entwickelt.
Uberempfindlichkeit
In seltenen Fallen wurde eine Anaphylaxie beschrieben (siehe Abschnitt 4.3).
Cytochrom P450
Fluconazol ist ein maf3iger CYP2C9- und CYP3A4-Inhibitor. Dari.ber hinaus ist Fluconazol ein starker Inhibitor von CYP2C19. Mit Fluconazol Aristo behandelte Patienten, die gleichzeitig
Arzneimittel erhalten, die eine enge therapeutische Breite aufweisen und i.ber CYP2C9, CYP2C19 oder CYP3A4 metabolisiert werden, mi.ssen i.berwacht werden (siehe Abschnitt 4.5).
Terfenadin
Patienten, die gleichzeitig Fluconazol in Dosen von weniger als 400 mg/Tag und Terfenadin erhalten, mi.ssen engmaschig i.berwacht werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).
Candida-Infektionen
In Studien zeigte sich eine erhohte Pravalenz von Infektionen mit anderen Candida-Spezies als C. albicans. Diese sind haufig von Natur aus resistent (z. B. C. krusei und C. auris) oder zeigen eine verminderte Empfindlichkeit gegeni.ber Fluconazol (C. glabrata). Solche Infektionen konnen nach einem Therapieversagen eine alternative antimykotische Therapie erforderlich machen. Verordnenden Arzten wird somit geraten, die Pravalenz einer Resistenz verschiedener Candida-Spezies gegeni.ber Fluconazol zu beri.cksichtigen.
Fluconazol Aristo enthalt Lactose
Patienten mit der seltenen hereditaren Galactose-Intoleranz, volligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Fluconazol Aristo nicht einnehmen.
Fluconazol Aristo enthalt Natrium
Fluconazol Aristo enthalt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Kapsel, d. h., es ist nahezu
„natriumfrei“.
Die gleichzeitige Anwendung der folgenden Arzneimittel ist kontraindiziert
Cisaprid
Bei Patienten, die gleichzeitig Fluconazol und Cisaprid erhielten, wurden kardiale Ereignisse einschlief3lich Torsade de pointes beschrieben. In einer kontrollierten Studie, in der 1-mal taglich 200 mg Fluconazol zusammen mit 4-mal taglich 20 mg Cisaprid verabreicht wurde, kam es zu einem signifikanten Anstieg der Cisaprid-Plasmakonzentration und zu einer Verlangerung des QTc-Intervalls. Die gleichzeitige Behandlung mit Cisaprid und Fluconazol ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Terfenadin
Da bei Patienten, die Azol-Antimykotika in Verbindung mit Terfenadin erhielten, sekundar zu einer QTc-Verlangerung schwerwiegende Herzrhythmusstorungen auftraten, wurden Wechselwirkungsstudien durchgefi.hrt. In einer Studie mit einer Tagesdosis von 200 mg Fluconazol konnte keine Verlangerung des QTc-Intervalls nachgewiesen werden. In einer anderen Studie, in der Fluconazol in Dosen von 400 mg und 800 mg pro Tag verabreicht wurde, bewirkte Fluconazol in einer Dosis von 400 mg pro Tag und dari.ber bei gemeinsamer Verabreichung einen signifikanten Anstieg der Terfenadin-Plasmakonzentration. Die gleichzeitige Gabe von Fluconazol in Tagesdosen von
400 mg oder dari.ber und Terfenadin ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3). Bei gleichzeitiger Gabe von Fluconazol in Dosen unter 400 mg pro Tag mit Terfenadin muss die Behandlung engmaschig i.berwacht werden.
Astemizol
Die gleichzeitige Gabe von Fluconazol und Astemizol kann die Clearance von Astemizol verringern. Die daraus resultierende erhohte Astemizol-Plasmakonzentration kann zu einer Verlangerung des QT-Intervalls und in seltenen Fallen zu Torsade de pointes fi.hren. Die gleichzeitige Anwendung von Astemizol und Fluconazol ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Pimozid
Auch wenn dies weder in vitro noch in vivo untersucht wurde, konnte die gleichzeitige Gabe von Fluconazol mit Pimozid zu einer Hemmung des Pimozid-Metabolismus fi.hren. Erhohte Pimozid-Plasmakonzentrationen konnen zu einer Verlangerung des QT-Intervalls und in seltenen Fallen zu
Torsade de pointes fi.hren. Die gleichzeitige Anwendung von Fluconazol und Pimozid ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Chinidin
Auch wenn dies weder in vitro noch in vivo untersucht wurde, konnte die gleichzeitige Gabe von Fluconazol mit Chinidin zu einer Hemmung des Chinidin-Metabolismus fi.hren. Die Anwendung von Chinidin war mit einer Verlangerung des QT-Intervalls und in seltenen Fallen mit Torsade de pointes verbunden. Die gleichzeitige Anwendung von Fluconazol und Chinidin ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Erythromycin
Die gleichzeitige Gabe von Fluconazol und Erythromycin kann das Risiko einer Kardiotoxizitat (verlangertes QT-Intervall, Torsade de pointes) und damit eines plotzlichen Herztods erhohen. Die gleichzeitige Gabe von Fluconazol und Erythromycin ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Die gleichzeitige Anwendung der folgenden Arzneimittel wird nicht empfohlen
Нalofantrin
Fluconazol kann i.ber eine hemmende Wirkung auf CYP3A4 die Plasmakonzentration von Halofantrin erhohen. Die gleichzeitige Gabe von Fluconazol und Halofantrin kann das Risiko einer Kardiotoxizitat (verlangertes QT-Intervall, Torsade de pointes) und damit eines plotzlichen Herztods erhohen. Diese Kombination sollte vermieden werden (siehe Abschnitt 4.4).
Bei gleichzeitiger Anwendung ist Vorsicht geboten
Amiodaron
Die gleichzeitige Gabe von Fluconazol und Amiodaron konnte zu einer vermehrten QT-Verlangerung fi.hren. Wenn eine gleichzeitige Anwendung von Fluconazol und Amiodaron erforderlich ist, ist Vorsicht geboten, insbesondere bei Fluconazol in hoher Dosierung (800 mg).
Bei gleichzeitiger Anwendung der folgenden anderen Arzneimittel ist Vorsicht geboten und eine Dosisanpassung erforderlich
Einfluss anderer Arzneimittel auf Fluconazol
Rifampicin
Die gleichzeitige Gabe von Fluconazol und Rifampicin fi.hrte zu einer Verringerung der Fluconazol-AUC um 25 % und zu einer Verki.rzung der Halbwertszeit von Fluconazol um 20 %. Daher ist bei Patienten, die gleichzeitig Rifampicin erhalten, eine Dosiserhohung von Fluconazol in Betracht zu ziehen.
Wechselwirkungsstudien haben gezeigt, dass die gleichzeitige Verabreichung von oralem Fluconazol mit Nahrung, Cimetidin, Antazida oder nach Ganzkorperbestrahlung im Rahmen einer Knochenmarktransplantation die Resorption von Fluconazol nicht in klinisch relevanter Weise beeintrachtigt.
Нydrochlorothiazid
In einer pharmakokinetischen Wechselwirkungsstudie an gesunden Probanden, die Fluconazol erhielten, erhohte die gleichzeitige Mehrfachgabe von Hydrochlorothiazid die Plasmakonzentration von Fluconazol um 40 %. Ein Effekt dieser Grof3enordnung sollte keine Anderung des Fluconazol-Dosierungsschemas bei Patienten, die gleichzeitig Diuretika erhalten, erforderlich machen.
Einfluss von Fluconazol auf andere Arzneimittel
Fluconazol ist ein maf3iger Inhibitor der Cytochrom-P450(CYP)-Isoenzyme 2C9 und 3A4. Dari.ber hinaus ist Fluconazol ein starker Inhibitor des Isoenzyms CYP2C19. Zusatzlich zu den weiter unten beschriebenen beobachteten/dokumentierten Wechselwirkungen besteht ein Risiko fi.r erhohte Plasmakonzentrationen anderer i.ber CYP2C9, CYP2C19 und CYP3A4 metabolisierter Wirkstoffe,
wenn diese gemeinsam mit Fluconazol verabreicht werden. Daher ist bei derartigen Kombinationen Vorsicht geboten und die Patienten sollten sorgfaltig i.berwacht werden. Aufgrund der langen Halbwertszeit von Fluconazol halt die enzymhemmende Wirkung von Fluconazol noch 4 bis 5 Tage nach Beendigung der Behandlung an (siehe Abschnitt 4.3).
Abrocitinib
Fluconazol (Inhibitor von CYP2C19, 2C9, 3A4) erhoht die Exposition des therapeutisch wirksamen Abrocitinib-Anteils um 155 %. Bei einer gleichzeitigen Gabe mit Fluconazol ist die Abrocitinib-Dosis gemaf3 den Anweisungen in der Fachinformation fi.r Abrocitinib anzupassen.
Alfentanil
Bei gesunden Probanden erhohte sich bei gleichzeitiger Gabe von 400 mg Fluconazol und 20 μg/kg intravenosem Alfentanil die AUC10 von Alfentanil, vermutlich durch eine CYP3A4-Hemmung, um das 2-Fache. Gegebenenfalls ist eine Dosisanpassung von Alfentanil erforderlich.
Amitriptylin, Nortriptylin
Fluconazol verstarkt die Wirkung von Amitriptylin und Nortriptylin. Zu Beginn einer Kombinationstherapie und nach 1 Woche konnen die 5-Nortriptylin- und/oder S-Amitriptylin-Konzentrationen bestimmt werden. Falls erforderlich sollte die Dosis von Amitriptylin/Nortriptylin angepasst werden.
Amphotericin B
Die gleichzeitige Verabreichung von Fluconazol und Amphotericin B hatte bei infizierten normalen und immunsupprimierten Mausen folgende Wirkungen: einen kleinen additiven antimykotischen Effekt auf systemische Infektionen mit C. albicans, keine Wechselwirkungen bei intrakraniellen Infektionen mit Cryptococcus neoformans und einen Antagonismus der beiden Wirkstoffe bei systemischen Infektionen mit Aspergillus fumigatus. Die klinische Bedeutung der Ergebnisse dieser Untersuchungen ist nicht bekannt.
Antikoagulantien
Nach der Markteinfi.hrung wurden, wie auch unter anderen Azol-Antimykotika, bei gleichzeitig mit Fluconazol und Warfarin behandelten Patienten Blutungsereignisse (Blutergi.sse, Nasenbluten, gastrointestinale Blutungen, Hamaturie und Melana) beobachtet, die in Verbindung mit einer verlangerten Prothrombinzeit standen. Unter der gleichzeitigen Behandlung mit Fluconazol und Warfarin war die Prothrombinzeit, vermutlich i.ber eine Hemmung des Warfarin-Metabolismus durch CYP2C9, bis zum 2-Fachen verlangert. Bei Patienten, die Antikoagulantien vom Cumarin- oder Indandion-Typ zusammen mit Fluconazol erhalten, muss die Prothrombinzeit sorgfaltig i.berwacht werden. Gegebenenfalls ist eine Dosisanpassung des Antikoagulans notwendig.
Benzodiazepine (kurzwirksam), z. B. Midazolam, Triazolam
Nach oraler Anwendung von Midazolam fi.hrte Fluconazol zu einem deutlichen Anstieg der Serumkonzentration und psychomotorischen Wirkung von Midazolam. Die gleichzeitige orale Einnahme von 200 mg Fluconazol und 7,5 mg Midazolam erhohte die AUC und die Halbwertszeit von Midazolam um das 3,7- bzw. 2,2-Fache. Die gleichzeitige tagliche Gabe von 200 mg Fluconazol und 0,25 mg Triazolam oral erhohte die AUC und die Halbwertszeit von Triazolam um das 4,4- bzw. 2,3-Fache. Unter gleichzeitiger Behandlung mit Fluconazol wurde eine Potenzierung und Verlangerung der Wirkung von Triazolam beobachtet. Wenn bei einem mit Fluconazol behandelten Patienten die gleichzeitige Anwendung von Benzodiazepinen erforderlich ist, ist eine Verringerung der Benzodiazepin-Dosis in Betracht zu ziehen und der Patient entsprechend zu i.berwachen.
Carbamazepin
Fluconazol hemmt den Metabolismus von Carbamazepin, und es wurde ein Anstieg der Carbamazepin-Serumkonzentration um 30 % beobachtet. Es kann zu einer Carbamazepin-Toxizitat kommen. Abhangig von den gemessenen Konzentrationen bzw. Auswirkungen kann eine Dosisanpassung von Carbamazepin erforderlich sein.
Calciumkanalblocker
Bestimmte Calciumkanalblocker (Nifedipin, Isradipin, Amlodipin, Verapamil und Felodipin) werden durch CYP3A4 metabolisiert. Fluconazol kann die systemische Exposition von Calciumkanalblockern erhohen. Eine engmaschige Uberwachung auf Nebenwirkungen wird empfohlen.
Celecoxib
Unter der gleichzeitigen Gabe von Fluconazol (200 mg pro Tag) und Celecoxib (200 mg) kam es zu einem Anstieg der maximalen Plasmakonzentration von Celecoxib um 68 % und der AUC um 134 %. Bei gemeinsamer Verabreichung mit Fluconazol ist moglicherweise die Halfte der Celecoxib-Dosis ausreichend.
Cyclophosphamid
Die gemeinsame Verabreichung von Cyclophosphamid und Fluconazol hat erhohte Bilirubin- und Kreatinin-Serumkonzentrationen zur Folge. Bei Anwendung dieser Kombination mi.ssen die Risiken erhohter Bilirubin- und Kreatinin-Serumkonzentrationen verstarkt beachtet werden.
Fentanyl
Es wurde ein Fall einer Fentanyl-Intoxikation aufgrund einer moglichen Fentanyl-Fluconazol-Wechselwirkung mit todlichem Ausgang beschrieben. Dari.ber hinaus wurde bei gesunden Probanden gezeigt, dass Fluconazol die Elimination von Fentanyl signifikant verzogerte. Erhohte Fentanyl-Konzentrationen konnen zu einer Atemdepression fi.hren. Die Patienten sollten im Hinblick auf eine Atemdepression engmaschig i.berwacht werden. Eine Dosisanpassung des Fentanyls kann notwendig werden.
НMG-CoA-Reduktase-lnhibitoren
Bei gleichzeitiger Gabe von Fluconazol und HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren, die i.ber CYP3A4 wie Atorvastatin und Simvastatin oder CYP2C9 wie Fluvastatin (verringerte hepatische Metabolisierung des Statins) metabolisiert werden, ist das Myopathie- und Rhabdomyolyse-Risiko (dosisabhangig) erhoht. Wenn die gleichzeitige Anwendung als notwendig erachtet wird, mi.ssen die Patienten auf Symptome einer Myopathie und Rhabdomyolyse beobachtet und die Kreatinkinase-Konzentrationen i.berwacht werden. Die Behandlung mit dem HMG-CoA-Reduktase-Inhibitor sollte bei einem deutlichen Anstieg der Kreatinkinase-Konzentrationen oder bei Nachweis oder Verdacht auf eine Myopathie oder Rhabdomyolyse abgebrochen werden. Moglicherweise sind geringere Dosen der HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren gemaf3 den Anweisungen in den Fachinformationen der Statine erforderlich.
lbrutinib
Maf3ige Inhibitoren von CYP3A4, wie z. B. Fluconazol, steigern die Ibrutinib-Plasmakonzentrationen und konnen das Toxizitatsrisiko erhohen. Wenn die Kombination unvermeidbar ist, ist fi.r die Dauer der Anwendung des Inhibitors die Ibrutinib-Dosis auf einmal taglich 280 mg (zwei Kapseln) zu reduzieren und eine engmaschige klinische Uberwachung zu gewahrleisten.
lvacaftor (allein oder in Kombination mit Arzneimitteln derselben therapeutischen Klasse)
Die gleichzeitige Gabe von Ivacaftor, einem CFTR (cystic fibrosis transmembrane conductance regulator)-Wirkungsverstarker, erhoht die Ivacaftor-Exposition 3-fach und Hydroxymethyl-Ivacaftor(M1)-Exposition 1,9-fach. Eine Verringerung der Ivacaftor-Dosis (allein oder in Kombination) ist gemaf3 den Anweisungen in der Fachinformation fi.r Ivacaftor (allein oder in Kombination) erforderlich.
Olaparib
Maf3ige Inhibitoren von CYP3A4, wie z. B. Fluconazol, erhohen die Olaparib-Plasmakonzentrationen; die gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen. Wenn die Kombination unvermeidbar ist, ist die Olaparib-Dosis auf 200 mg zweimal taglich zu begrenzen.
lmmunsuppressoren (z. B. Ciclosporin, Everolimus, Sirolimus und Tacrolimus)
Ciclosporin
Fluconazol bewirkt einen signifikanten Anstieg der Konzentration und AUC von Ciclosporin. Bei gleichzeitiger Behandlung mit taglich 200 mg Fluconazol und 2,7 mg/kg Ciclosporin zeigte sich eine
Erhohung der AUC von Ciclosporin um das 1,8-Fache. Diese Kombination kann angewendet werden, wenn die Ciclosporin-Dosis abhangig von der Ciclosporin-Konzentration reduziert wird.
Everolimus
Obwohl dies weder in vivo noch in vitro untersucht wurde, konnte Fluconazol die Serumkonzentration von Everolimus durch eine CYP3A4-Hemmung erhohen.
Sirolimus
Fluconazol erhoht wahrscheinlich durch eine Hemmung des Metabolismus von Sirolimus i.ber CYP3A4 und P-Glykoprotein die Plasmakonzentration von Sirolimus. Diese Kombination kann angewendet werden, wenn die Dosis von Sirolimus entsprechend der Wirkung/gemessenen Konzentration angepasst wird.
Tacrolimus
Fluconazol kann durch Hemmung des intestinalen Tacrolimus-Metabolismus i.ber CYP3A4 die Serumkonzentration von oral verabreichtem Tacrolimus bis zu 5-fach erhohen. Bei intravenoser Gabe von Tacrolimus wurden keine signifikanten pharmakokinetischen Anderungen beobachtet. Erhohte Tacrolimus-Serumspiegel sind mit einer Nephrotoxizitat in Verbindung gebracht worden. Die Dosierung von oral verabreichtem Tacrolimus sollte abhangig von der Tacrolimus-Konzentration reduziert werden.
Losartan
Fluconazol hemmt den Metabolismus von Losartan in seinen aktiven Metaboliten (E-3174), der fi.r den Grof3teil der Angiotensin-II-Rezeptor-antagonisierenden Wirkung einer Behandlung mit Losartan verantwortlich ist. Der Blutdruck der Patienten sollte kontinuierlich i.berwacht werden.
Lurasidon
Maf3ige CYP3A4-Inhibitoren wie Fluconazol konnen die Plasmakonzentration von Lurasidon erhohen. Wenn eine gleichzeitige Anwendung nicht vermieden werden kann, ist die Lurasidon-Dosis gemaf3 den Anweisungen in der Fachinformation fi.r Lurasidon zu verringern.
Methadon
Fluconazol kann die Serumkonzentration von Methadon erhohen. Gegebenenfalls ist eine Dosisanpassung von Methadon erforderlich.
Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)
Bei gemeinsamer Verabreichung mit Fluconazol waren die Cmax und AUC von Flurbiprofen im Vergleich zur alleinigen Verabreichung von Flurbiprofen um 23 % bzw. 81 % erhoht. In vergleichbarer Weise waren bei gemeinsamer Verabreichung von Fluconazol und Ibuprofen (400 mg als Razemat) die Cmax und AUC des pharmakologisch aktiven Isomers [S-(+)-Ibuprofen] gegeni.ber der alleinigen Verabreichung von Ibuprofen (als Razemat) um 15 % bzw. 82 % erhoht.
Auch wenn dies nicht speziell untersucht wurde, kann Fluconazol die systemische Exposition von anderen i.ber CYP2C9 metabolisierten NSAR (wie Naproxen, Lornoxicam, Meloxicam und Diclofenac) erhohen. Es wird eine engmaschige Uberwachung auf NSAR-abhangige Nebenwirkungen und Toxizitaten empfohlen. Gegebenenfalls kann eine Dosisanpassung der NSAR erforderlich sein.
Phenytoin
Fluconazol hemmt den hepatischen Metabolismus von Phenytoin. Die gleichzeitige, wiederholte i.v.-Gabe von 200 mg Fluconazol und 250 mg Phenytoin fi.hrte zu einer Erhohung der AUC24 und Cmin von Phenytoin um 75 % bzw. 128 %. Bei gemeinsamer Verabreichung sollten die Phenytoin-Serumkonzentrationen i.berwacht werden, um eine Phenytoin-Toxizitat zu vermeiden.
Prednison
Es gibt einen Fallbericht von einem Patienten mit Lebertransplantat, der mit Prednison behandelt wurde und nach Absetzen einer 3-monatigen Fluconazol-Therapie eine akute Nebennierenrindeninsuffizienz entwickelte. Das Absetzen von Fluconazol hatte wahrscheinlich eine verstarkte Aktivitat von CYP3A4 zur Folge, die den Prednison-Metabolismus verstarkte. Patienten,
die eine Langzeitbehandlung mit Fluconazol und Prednison erhalten, mi.ssen nach Absetzen von Fluconazol sorgfaltig auf eine Nebenniereninsuffizienz i.berwacht werden.
Rifabutin
Fluconazol erhoht die Serumkonzentration von Rifabutin, wodurch die AUC von Rifabutin um bis zu 80 % erhoht wird. Es gab Berichte i.ber Falle von Uveitis bei Patienten, die gleichzeitig Fluconazol und Rifabutin erhielten. Bei einer Kombinationstherapie mi.ssen Symptome einer Rifabutin-Toxizitat in Betracht gezogen werden.
Saquinavir
Durch eine Hemmung des hepatischen Metabolismus von Saquinavir i.ber CYP3A4 und eine Hemmung von P-Glykoprotein erhoht Fluconazol die AUC und Cmax von Saquinavir um etwa 50 % bzw. 55 %. Interaktionen mit Saquinavir/Ritonavir wurden nicht untersucht und konnen eventuell ausgepragter ausfallen. Gegebenenfalls ist eine Dosisanpassung von Saquinavir erforderlich.
Sulfonylharnstoffe
Es wurde gezeigt, dass Fluconazol bei gesunden Probanden die Serumhalbwertszeit von gleichzeitig verabreichten oralen Sulfonylharnstoffen verlangert (z. B. Chlorpropamid, Glibenclamid, Glipizid, Tolbutamid). Bei gemeinsamer Verabreichung werden haufige Kontrollen des Blutzuckerspiegels und eine entsprechende Reduktion der Sulfonylharnstoff-Dosis empfohlen.
Theophyllin
In einer placebokontrollierten Wechselwirkungsstudie bewirkte die Gabe von 200 mg Fluconazol i.ber 14 Tage eine Reduktion der mittleren Plasma-Clearance von Theophyllin um 18 %. Patienten, die hohe Theophyllin-Dosen erhalten oder ein anderweitig erhohtes Risiko fi.r eine Theophyllin-Toxizitat aufweisen, mi.ssen wahrend einer Behandlung mit Fluconazol auf Zeichen einer Theophyllin-Toxizitat i.berwacht werden. Wenn Zeichen einer Toxizitat auftreten, ist die Behandlung zu modifizieren.
Tofacitinib
Die Tofacitinib-Exposition erhoht sich bei gleichzeitiger Anwendung von Tofacitinib mit Arzneimitteln, die sowohl zu einer moderaten Hemmung von CYP3A4 als auch zu einer starken Hemmung von CYP2C19 fi.hren (z. B. Fluconazol). Daher ist bei einer gleichzeitigen Anwendung dieser Arzneimittel eine Dosisreduktion fi.r Tofacitinib auf einmal taglich 5 mg empfohlen.
Tolvaptan
Die Tolvaptan-Exposition erhoht sich bei gleichzeitiger Anwendung von Tolvaptan, einem CYP3A4-Substrat, mit Fluconazol, einem maf3igen CYP3A4-Inhibitor, signifikant (AUC um 200 %, Cmax um 80 %). Dadurch kommt es zu einem signifikant erhohten Risiko fi.r Nebenwirkungen, insbesondere fi.r Diurese, Dehydratation und akutes Nierenversagen. Bei einer gleichzeitigen Anwendung sollte die Tolvaptan-Dosis, wie in der Fachinformation von Tolvaptan beschrieben, verringert werden und der Patient sollte regelmaf3ig auf Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Tolvaptan i.berwacht werden.
Vinca-Alkaloide
Auch wenn dies nicht eigens untersucht wurde, kann Fluconazol die Plasmaspiegel der Vinca-Alkaloide (z. B. Vincristin und Vinblastin) erhohen und zu einer Neurotoxizitat fi.hren. Diese Wirkung ist unter Umstanden auf einen hemmenden Einfluss auf CYP3A4 zuri.ckzufi.hren.
Vitamin A
Es liegt ein Fallbericht vor, demzufolge ein Patient, der eine Kombinationstherapie mit All-trans-Retinoidsaure (eine Saureform von Vitamin A) und Fluconazol erhielt, unerwi.nschte ZNS-Nebenwirkungen im Sinne eines Pseudotumor cerebri entwickelte, die sich nach Absetzen der Fluconazol-Behandlung zuri.ckbildeten. Die Kombination kann angewendet werden, allerdings ist das Auftreten von unerwi.nschten ZNS-Nebenwirkungen zu beri.cksichtigen.
Voriconazol (CУP2C9-, CУP2C19- und CУPЗA4-Нemmer)
Die gleichzeitige orale Gabe von Voriconazol (400 mg alle 12 Stunden am 1. Tag gefolgt von 200 mg alle 12 Stunden i.ber 2,5 Tage) und Fluconazol (400 mg am 1. Tag gefolgt von 200 mg alle
24 Stunden i.ber 4 Tage) an 8 gesunde, mannliche Probanden fi.hrte zu einer durchschnittlichen
Erhohung von Cmax und AUCτ von Voriconazol um 57 % (90-%-KI: 20 %, 107 %) und 79 % (90-%-KI: 40 %, 128 %). Die Reduktion der Dosis und/oder der Applikationsfrequenz, die zu einer Vermeidung dieses Effekts fi.hren wi.rde, wurde nicht bestimmt. Wenn Voriconazol im Anschluss an Fluconazol angewendet wird, wird eine Uberwachung wegen moglicher Nebenwirkungen von Voriconazol empfohlen.
Zidovudin
Fluconazol bewirkt i.ber eine Reduktion der oralen Zidovudin-Clearance um etwa 45 % einen Anstieg der Cmax und AUC von Zidovudin um 84 % bzw. 74 %. In vergleichbarer Weise wurde die Halbwertszeit von Zidovudin unter der Kombinationstherapie mit Fluconazol um etwa 128 % verlangert. Patienten, die diese Arzneimittelkombination erhalten, mi.ssen sorgfaltig auf Zidovudin-bedingte Nebenwirkungen i.berwacht werden. Eine Reduktion der Zidovudin-Dosis kann in Betracht gezogen werden.
Azithromycin
Eine offene, randomisierte, dreiarmige Cross-over-Studie an 18 gesunden Probanden untersuchte den Einfluss einer oralen Einzeldosis von 1.200 mg Azithromycin auf die Pharmakokinetik einer oralen Einzeldosis von 800 mg Fluconazol sowie den Einfluss von Fluconazol auf die Pharmakokinetik von Azithromycin. Es wurden keine signifikanten pharmakokinetischen Wechselwirkungen zwischen Fluconazol und Azithromycin beobachtet.
Orale Kontrazeptiva
Es wurden zwei Pharmakokinetikstudien zu einem kombinierten oralen Kontrazeptivum und wiederholter Verabreichung von Fluconazol durchgefi.hrt. In der Studie mit 50 mg Fluconazol ergaben sich keine relevanten Auswirkungen auf die Hormonspiegel, wahrend 200 mg pro Tag die AUC von Ethinylestradiol und Levonorgestrel um 40 % bzw. 24 % erhohten. Die wiederholte Gabe von Fluconazol in diesen Dosierungen hat demnach wahrscheinlich keinen nachteiligen Einfluss auf die Wirksamkeit des kombinierten oralen Kontrazeptivums.
Frauen im gebarfahigen Alter
Vor Beginn der Behandlung sollte die Patientin i.ber das potenzielle Risiko fi.r das ungeborene Kind informiert werden.
Nach der Behandlung mit einer Einzeldosis wird eine Auswaschphase von 1 Woche (entsprechend 5-6 Halbwertszeiten) vor Schwangerschaftsbeginn empfohlen (siehe Abschnitt 5.2).
Fi.r langere Behandlungszyklen kann bei Frauen im gebarfahigen Alter wahrend des gesamten Behandlungszeitraums und fi.r 1 Woche nach der letzten Dosis gegebenenfalls eine Empfangnisverhi.tung in Erwagung gezogen werden.
Schwangerschaft
Aus Beobachtungsstudien geht hervor, dass bei Frauen, die wahrend des ersten und/oder zweiten Trimenons mit Fluconazol behandelt wurden, im Vergleich zu Frauen, die wahrend desselben Zeitraums nicht mit Fluconazol oder aber mit topischen Azolen behandelt wurden, ein erhohtes Risiko fi.r Spontanaborte bestehen konnte.
Daten von mehreren tausend Schwangeren, die im ersten Trimenon eine kumulative Dosis von
≤ 150 mg Fluconazol erhalten hatten, zeigen keinen Anstieg des Gesamtrisikos von Fehlbildungen beim Fotus. In einer grof3en Beobachtungskohortenstudie war die Exposition gegeni.ber oralem Fluconazol im ersten Trimenon mit einem leicht erhohten Risiko fi.r Fehlbildungen im Bewegungsapparat verbunden; dies entsprach etwa 1 zusatzlichen Fall pro 1 000 Frauen, die mit kumulativen Dosen ≤ 450 mg behandelt wurden, im Vergleich zu Frauen, die mit topischen Azolen behandelt wurden, und etwa 4 zusatzlichen Fallen pro 1 000 Frauen, die mit kumulativen Dosen i.ber 450 mg behandelt wurden. Das angepasste relative Risiko betrug 1,29 (95 %-KI: 1,05 bis 1,58) fi.r
150 mg orales Fluconazol und 1,98 (95 %-KI: 1,23 bis 3,17) fi.r Dosen i.ber 450 mg Fluconazol.
Verfi.gbare epidemiologische Studien zu kardialen Fehlbildungen bei Anwendung von Fluconazol wahrend der Schwangerschaft liefern inkonsistente Ergebnisse. Eine Metaanalyse von
5 Beobachtungsstudien, an denen mehrere Tausend Schwangere teilnahmen, die im ersten Trimenon Fluconazol erhalten hatten, ergab jedoch ein 1,8- bis 2-fach erhohtes Risiko fi.r kardiale Fehlbildungen im Vergleich zu keiner Anwendung von Fluconazol und/oder der Anwendung von topischen Azolen.
Fallberichte beschreiben ein Muster von Fehlbildungen bei Sauglingen, deren Mi.tter wahrend der Schwangerschaft 3 Monate oder langer hoch dosiertes Fluconazol (400-800 mg/Tag) zur Behandlung einer Kokzidioidomykose erhielten. Die Fehlbildungen, die bei diesen Sauglingen gesehen wurden, beinhalteten Brachyzephalie, Dysplasien des Ohres, stark vergrof3erte anteriore Fontanellen, Femurkurvationen und radiohumerale Synostosen. Ein kausaler Zusammenhang zwischen der Anwendung von Fluconazol und dem Auftreten dieser Fehlbildungen ist ungewiss.
Fluconazol in Standarddosen und kurzzeitige Behandlungen sollten nicht wahrend der Schwangerschaft angewendet werden, sofern es nicht eindeutig erforderlich ist.
Fluconazol in hohen Dosen und/oder eine verlangerte Behandlung sollten nicht wahrend der Schwangerschaft angewendet werden, sofern es sich nicht um potenziell lebensbedrohliche Infektionen handelt.
Stillzeit
Fluconazol geht in die Muttermilch i.ber und erreicht dort ahnliche Konzentrationen wie im Plasma (siehe Abschnitt 5.2). Nach einmaliger Anwendung einer Dosis von 150 mg Fluconazol kann das Stillen fortgesetzt werden. Nach wiederholter Anwendung oder hohen Fluconazol-Dosen wird vom Stillen abgeraten. Der Nutzen des Stillens fi.r die Entwicklung und die Gesundheit sollte ebenso beri.cksichtigt werden wie der klinische Bedarf der Mutter, Fluconazol zu erhalten, sowie die moglichen Nebenwirkungen fi.r das gestillte Kind durch Fluconazol oder durch die Grunderkrankung der Mutter.
Fertilitat
Fluconazol hatte keinen Einfluss auf die Fertilitat von mannlichen und weiblichen Ratten (siehe Abschnitt 5.3).
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen von Fluconazol auf die Verkehrsti.chtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgefi.hrt.
Die Patienten sind darauf hinzuweisen, dass es unter Fluconazol Aristo mitunter zu Schwindelgefi.hl und Krampfanfallen (siehe Abschnitt 4.8) kommen kann und dass sie sich beim Auftreten derartiger Beschwerden nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Maschinen bedienen di.rfen.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Uber ein Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom) wurde in Zusammenhang mit einer Behandlung mit Fluconazol berichtet (siehe Abschnitt 4.4).
Die haufigsten Nebenwirkungen (≥ 1/100 bis < 1/10) sind Kopfschmerzen, abdominelle Schmerzen, Diarrhoe, Ubelkeit, Erbrechen, ein Anstieg von Alaninaminotransferasen (ALT bzw. ALAT), Aspartataminotransferasen (AST bzw. ASAT) oder alkalischer Phosphatase und Hautausschlag.
Tabellarische Auflistung der Nebenwirkung
Bei den Haufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr haufig (≥ 1/10); haufig (≥ 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1 000 bis < 1/100); selten
(≥ 1/10 000 bis < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000); nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfi.gbaren Daten nicht abschatzbar)
| Systemorgan-klasse | Нaufig | Gelegentlich | Selten | Nicht Ьekannt |
| Erkrankungen des Blutes unddes Lymph-systems | Anamie | Agranulozytose, Leukopenie,Thrombopenie, Neutropenie | ||
| Erkrankungen des Immunsystems | Anaphylaxie | |||
| Stoffwechsel-und Ernahrungs-storungen | Appetit-minderung | Hypercholesterin-amie, Hypertriglyzerid-amie,Hypokaliamie | ||
| Psychiatrische Erkrankungen | Somnolenz,Insomnie | |||
| Erkrankungen des Nervensystems | Kopfschmerzen | Krampfanfalle, Parasthesien, Schwindel-gefi.hl, Anderung des Geschmacks-empfindens | Tremor | |
| Erkrankungendes Ohrs und des LaЬyrinths | Vertigo | |||
| Нerz-erkrankungen | Torsade de pointes (sieheAbschnitt 4.4), QT-Verlangerung (sieheAbschnitt 4.4) | |||
| Erkrankungen des Gastro-intestinaltrakts | Abdominelle Schmerzen, Erbrechen,Diarrhoe, Ubelkeit | Obstipation, Dyspepsie, Blahungen, Mundtrockenheit | ||
| LeЬer- und Gallenerkran-kungen | Anstieg der Alaninamino-transferase (siehe Abschnitt 4.4), Anstieg der Aspartatamino-transferase (siehe Abschnitt 4.4), Anstieg der alkalischen Phosphatase imBlut (siehe Abschnitt 4.4) | Cholestase (siehe Abschnitt 4.4), Ikterus (siehe Abschnitt 4.4), Bilirubin-Anstieg (sieheAbschnitt 4.4) | Leberversagen (siehe Abschnitt 4.4), hepatozellulare Nekrose (siehe Abschnitt 4.4), Hepatitis (siehe Abschnitt 4.4), Leberzell-schadigung (siehe Abschnitt 4.4) | |
| Erkrankungen der Нaut und des Unterhaut-geweЬes | Hautausschlag (siehe Abschnitt 4.4) | Arzneimittelaus-schlag* (siehe Abschnitt 4.4), Urtikaria (siehe Abschnitt 4.4), Pruritus, vermehrtes Schwitzen | Toxische epidermale Nekrolyse, (siehe Abschnitt 4.4), Stevens-Johnson-Syndrom (siehe Abschnitt 4.4), akute generalisierte exanthematosePustulose (siehe | Arzneimittel-exanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom) |
| Abschnitt 4.4), exfoliative Dermatitis, Angioodem, Gesichtsodem,Alopezie | ||||
| Skelettmusku-latur-, BindegeweЬs-und Knochener-krankungen | Myalgie | |||
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VeraЬ-reichungsort | Abgeschlagen-heit, Unwohlsein, Asthenie, Fieber |
*einschlief3lich fixes Arzneimittelexanthem Kinder und Jugendliche
Art und Haufigkeit der auf3er bei der Indikation Genital-Candidose in klinischen Studien an Kindern und Jugendlichen beobachteten Nebenwirkungen und Laborwertanderungen waren mit den bei Erwachsenen beschriebenen vergleichbar.
Meldung des Verdachts auf NeЬenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grof3er Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels.
Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fi.r Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.
Es gab Falle von Fluconazol-Uberdosierungen. Gleichzeitig wurde i.ber Halluzinationen und paranoides Verhalten berichtet.
Im Fall einer Uberdosierung kann eine symptomatische Therapie angemessen sein (falls erforderlich mit untersti.tzenden Maf3nahmen und einer Magenspi.lung).
Fluconazol wird vorwiegend im Urin ausgeschieden. Eine forcierte Diurese wi.rde die Elimination wahrscheinlich beschleunigen. Eine 3-sti.ndige Hamodialyse vermindert die Plasmaspiegel um etwa 50 %.
PНARMAKOLOGISCНE EIGENSCНAFTEN
Pharmakologische Eigenschaften - Fluconazol 150 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antimykotika zur systemischen Anwendung, Triazol-Derivate; ATC-Code: J02AC01
Wirkmechanismus
Fluconazol ist ein antimykotisches Triazol-Derivat. Sein primarer Wirkmechanismus besteht in der Hemmung der Cytochrom-P450-vermittelten 14-alpha-Lanosterol-Demethylierung bei Pilzen, die ein essenzieller Schritt der Ergosterol-Biosynthese von Pilzen ist. Die Akkumulation von 14-alpha-Methyl-Sterolen korreliert mit dem nachfolgenden Ergosterol-Verlust in der Zellmembran der Pilze und konnte fi.r die antimykotische Wirkung von Fluconazol verantwortlich sein. Es hat sich gezeigt, dass Fluconazol eine hohere Selektivitat fi.r Cytochrom-P450-Enzyme von Pilzen als fi.r verschiedene Cytochrom-P450-Enzymsysteme bei Saugetieren hat.
Die Gabe von 50 mg Fluconazol pro Tag i.ber einen Zeitraum von bis zu 28 Tagen hatte keinen Einfluss auf die Testosteron-Plasmakonzentrationen bei Mannern oder die Steroidkonzentrationen bei Frauen im gebarfahigen Alter. 200 mg bis 400 mg Fluconazol pro Tag haben bei gesunden mannlichen Probanden keinen klinisch relevanten Einfluss auf die endogenen Steroidspiegel oder eine ACTH-stimulierte Reaktion. Wechselwirkungsstudien mit Phenazon zeigen, dass die einmalige oder wiederholte Verabreichung von 50 mg Fluconazol dessen Metabolismus nicht beeinflusst.
ln-vitro-Wirkspektrum
Fluconazol weist in vitro eine antimykotische Wirksamkeit gegen klinisch gelaufige Candida-Spezies auf (einschlief3lich C. albicans, C. parapsilosis und C. tropicalis). C. glabrata zeigt eine verminderte Empfindlichkeit gegeni.ber Fluconazol, wahrend C. krusei und C. auris gegen Fluconazol resistent sind. Die MHK- und epidemiologischen Cut-off-Werte (ECOFF) von Fluconazol sind fi.r C. guilliermondii hoher als fi.r C. albicans.
Dari.ber hinaus ist Fluconazol in vitro wirksam gegen Cryptococcus neoformans und Cryptococcus gattii sowie gegen die endemischen Schimmelpilze Blastomyces dermatiditis, Coccidioides immitis, Нistoplasma capsulatum und Paracoccidioides brasiliensis.
Pharmakokinetische/pharmakodynamische Zusammenhange
In tierexperimentellen Untersuchungen zeigte sich bei experimentellen Mykosen durch Candida-Spezies eine Korrelation zwischen den MHK-Werten und der Wirksamkeit. In klinischen Studien wurde ein nahezu linearer Zusammenhang im Verhaltnis 1:1 zwischen der AUC und der Fluconazol-Dosis beobachtet. Dari.ber hinaus besteht ein direkter, wenn auch unvollstandiger Zusammenhang zwischen der AUC oder Dosis und einem erfolgreichen klinischen Ansprechen auf die Behandlung bei oralen Candidosen und in geringeren Maf3 auch bei Candidamien. Ebenso ist eine Heilungschance bei Infektionen, die durch Stamme mit einer hoheren MHK fi.r Fluconazol ausgelost wurden, weniger wahrscheinlich.
Resistenzmechanismen
Candida-Spezies haben eine Reihe von Resistenzmechanismen gegen Azol-Antimykotika entwickelt. Pilzstamme, die einen oder mehrere dieser Resistenzmechanismen ausgebildet haben, weisen bekanntermaf3en eine hohe minimale Hemmkonzentration (MHK) fi.r Fluconazol auf, was negative Auswirkungen auf die ln-vivo-Wirksamkeit und die klinische Wirksamkeit hat.
Bei normalerweise empfindlichen Candida-Spezies sind die Zielenzyme der Azole, die fi.r die Biosynthese von Ergosterol verantwortlich sind, beteiligt an dem am haufigsten anzutreffenden Mechanismus einer Resistenzentwicklung. Resistenzen konnen durch Mutation, erhohte Enzymproduktion, Arzneimittel-Efflux-Mechanismen oder die Entwicklung kompensatorischer Signalwege verursacht werden.
Es gibt Berichte i.ber Superinfektionen mit anderen Candida-Spezies als C. albicans, die oft eine von Natur aus verminderte Empfindlichkeit (C. glabrata) oder Resistenz (z. B. C. krusei, C. auris) gegeni.ber Fluconazol aufweisen. Solche Infektionen konnen eine alternative antimykotische Therapie erforderlich machen. Bei einigen intrinsisch resistenten (C. krusei) oder neu auftretenden (C. auris) Candida-Spezies wurden die Resistenzmechanismen noch nicht abschlief3end geklart.
EUCAST-Breakpoints
Ausgehend von einer Analyse der pharmakokinetischen/pharmakodynamischen (PK/PD) Daten sowie der Daten zur ln-vitro-Empfindlichkeit und zum klinischen Ansprechen hat die EUCAST-AFST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing – Subcommittee on Antifungal Susceptibility Testing) Fluconazol-Breakpoints fi.r Candida-Spezies festgelegt (EUCAST Fluconazole rational document (2020) – version 3; European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing, Antifungal Agents, Breakpoint tables for interpretation of MICs, Version 10.0, gi.ltig ab 04.02.2020). Diese wurden unterteilt in speziesunabhangige Breakpoints, die i.berwiegend auf der Basis von PK/PD-Daten bestimmt wurden und unabhangig von der MHK-Verteilung bei bestimmten Spezies
sind, und speziesabhangige Breakpoints fi.r diejenigen Erreger, die am haufigsten fi.r Infektionen beim Menschen verantwortlich sind. Diese Breakpoints sind in der folgenden Tabelle aufgefi.hrt:
| Anti-mykotikum | Speziesabhängige Breakpoints (S≤/R>) in mg/l | Spezies-unabhangige BreakpointsAS≤/R> in mg/l | |||||
| Candida albicans | Candida dubliniens is | Candida glabrata | Candida krusei | Candida parapsilosis | Candida tropicalis | ||
| Fluconazol | 2/4 | 2/4 | 0,001*/16 | -- | 2/4 | 2/4 | 2/4 |
S = sensibel, R = resistent
A = Speziesunabhangige Breakpoints wurden i.berwiegend auf der Basis von PK/PD-Daten bestimmt und sind unabhangig von der MHK-Verteilung bei bestimmten Spezies. Sie gelten nur fi.r Erreger ohne spezifische Breakpoints.
-- = Empfindlichkeitstestung nicht empfohlen, da das betreffende Antimykotikum fi.r diese Spezies nur wenig geeignet ist.
* = Die gesamte Spezies C. glabrata befindet sich in der Kategorie I. Die MHK gegen C. glabrata sollten als resistent interpretiert werden, wenn sie i.ber 16 mg/l liegen. Die Kategorie „empfindlich“ (≤ 0,001 mg/l) dient lediglich der Vermeidung einer fälschlichen Klassifikation von „I“-Stammen als
„S“-Stamme. I – empfindlich bei erhohter Exposition: Ein Mikroorganismus wird als empfindlich bei erhohter Exposition kategorisiert, wenn eine hohe Wahrscheinlichkeit fi.r einen therapeutischen Erfolg bei erhohter Exposition des Infektionserregers gegeni.ber der Substanz besteht, entweder durch Anpassung des Dosierungsschemas oder durch dessen Konzentrierung am Infektionsort.
Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Fluconazol nach intravenoser und oraler Verabreichung sind ahnlich.
Resorption
Fluconazol wird nach oraler Verabreichung gut resorbiert und die Plasmaspiegel (und die systemische Bioverfi.gbarkeit) betragen mehr als 90 % der Konzentrationen nach intravenoser Gabe. Bei oraler Einnahme wird die Resorption durch eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme nicht beeinflusst. Die maximalen Plasmakonzentrationen werden bei ni.chternen Patienten zwischen 0,5 und 1,5 Stunden nach der Einnahme erreicht. Die Plasmakonzentrationen verhalten sich dosisproportional. Nach mehrfacher einmal taglicher Gabe von Fluconazol werden nach 4 bis 5 Tagen Plasmaspiegel in Hohe von 90 % des Steady State erreicht. Bei Gabe einer Aufsattigungsdosis (an Tag 1) in Hohe des Doppelten der i.blichen Tagesdosis konnen an Tag 2 Plasmaspiegel in der Grof3enordnung von ca.
90 % des Steady States erreicht werden.
Verteilung
Das scheinbare Verteilungsvolumen entspricht im Wesentlichen dem Gesamtkorperwasser. Die Plasmaproteinbindung ist niedrig (11 bis 12 %).
Fluconazol erzielt eine gute Penetration in alle untersuchten Korperfli.ssigkeiten. Die Fluconazol-Konzentrationen in Speichel und Sputum sind mit den Plasmakonzentrationen vergleichbar. Bei Patienten mit einer durch eine Pilzinfektion hervorgerufenen Meningitis betragt der Fluconazol-Spiegel im Liquor ungefahr 80 % der entsprechenden Werte im Plasma.
Fluconazol erreicht im Stratum corneum, in der Epidermis/Dermis und im Schweif3 hohe Konzentrationen, die i.ber der Serumkonzentration liegen. Es akkumuliert im Stratum corneum. Unter einer Dosis von einmal taglich 50 mg betrug die Fluconazol-Konzentration nach 12 Tagen 73 μg/g und 7 Tage nach Behandlungsende immer noch 5,8 μg/g. Unter einer Dosis von einmal wochentlich
150 mg betrug die Fluconazol-Konzentration im Stratum corneum am 7. Tag 23,4 μg/g und 7 Tage nach der 2. Dosis immer noch 7,1 μg/g.
Unter einer Dosis von einmal wochentlich 150 mg betrug die Fluconazol-Konzentration nach
4 Monaten in gesunden Nageln 4,05 μg/g und in erkrankten Nägeln 1,8 μg/g. Selbst 6 Monate nach Therapieende war Fluconazol noch in Nagelproben nachweisbar.
Biotransformation
Fluconazol wird nur zu einem geringen Teil metabolisiert. Von einer radioaktiv markierten Dosis werden nur 11 % in veranderter Form im Urin ausgeschieden. Fluconazol ist ein maf3iger Inhibitor der Isoenzyme CYP2C9 und CYP3A4 (siehe Abschnitt 4.5). Fluconazol ist dari.ber hinaus ein starker Inhibitor des Isoenzyms CYP2C19.
Elimination
Die Plasmaeliminationshalbwertszeit von Fluconazol betragt etwa 30 Stunden. Die Substanz wird vorwiegend renal ausgeschieden, wobei etwa 80 % der verabreichten Dosis im Urin als unveranderter Arzneistoff auftreten. Die Fluconazol-Clearance ist proportional zur Kreatinin-Clearance. Es gibt keine Hinweise auf zirkulierende Metaboliten.
Die lange Plasmaeliminationshalbwertszeit ist die Grundlage fi.r die Einzeldosis-Therapie bei Vaginal-Candidosen und die einmal tagliche bzw. einmal wochentliche Dosierung bei den anderen Indikationen.
Pharmakokinetik bei eingeschrankter Nierenfunktion
Bei Patienten mit stark eingeschrankter Nierenfunktion (GFR < 20 ml/min) erhoht sich die Halbwertszeit von 30 auf 98 Stunden. Dementsprechend muss die Dosis reduziert werden. Fluconazol wird durch eine Hamodialyse und in geringerem Maf3e durch eine Peritonealdialyse eliminiert. Im Rahmen einer 3-sti.ndigen Hamodialyse wurden etwa 50 % des Fluconazols aus dem Blut entfernt.
Pharmakokinetik wahrend der Laktation
Im Rahmen einer Pharmakokinetik-Studie an zehn laktierenden Frauen, die vori.bergehend oder dauerhaft aufgehort hatten, ihre Kinder zu stillen, wurden die Fluconazol-Konzentrationen im Plasma und in der Muttermilch i.ber 48 Stunden nach Gabe einer Einzeldosis von 150 mg Fluconazol untersucht. In der Muttermilch wurde eine durchschnittliche Fluconazol-Konzentration nachgewiesen, die ca. 98 % der Konzentration im Plasma der Mutter entsprach. Die mittlere Hochstkonzentration in der Muttermilch betrug 5,2 Stunden nach der Dosisgabe 2,61 mg/l. Die geschatzte tagliche Fluconazol-Dosis, die das Kind i.ber die Muttermilch aufnimmt (eine mittlere Milchaufnahme von 150 ml/kg/Tag vorausgesetzt), betragt auf Grundlage der mittleren Hochstkonzentration in der Milch
0,39 mg/kg/Tag; dies entspricht ca. 40 % der empfohlenen Dosis fi.r Neugeborene (Alter < 2 Wochen) bzw. 13 % der empfohlenen Dosis fi.r Kleinkinder bei Schleimhaut-Candidose.
Pharmakokinetik bei Kindern
In 5 Studien wurden bei 113 padiatrischen Patienten Pharmakokinetikdaten erhoben (2 Studien mit Einmalgabe, 2 Studien mit Mehrfachgabe und 1 Studie mit Fri.hgeborenen). Wegen einer Anderung bei der Formulierung im Studienverlauf lassen sich die Ergebnisse einer Studie nicht interpretieren. Weitere Daten liegen aus einer Compassionate-Use-Studie vor.
Nach Verabreichung von 2 bis 8 mg/kg/Tag Fluconazol an Kinder im Alter zwischen 9 Monaten und 15 Jahren wurde eine AUC von ca. 38 μg x h/ml je 1-mg/kg-Dosiseinheit beobachtet. Die durchschnittliche Plasmaeliminationshalbwertszeit von Fluconazol bewegte sich zwischen 15 und
18 Stunden und das Verteilungsvolumen betrug nach Mehrfachgabe ca. 880 ml/kg. Nach Einmalgabe wurde eine hohere Fluconazol-Plasmaeliminationshalbwertszeit von etwa 24 Stunden beobachtet.
Diese ist vergleichbar mit der Plasmaeliminationshalbwertszeit von Fluconazol nach einmaliger i.v.-Gabe von 3 mg/kg an Kinder im Alter von 11 Tagen bis 11 Monaten. Das Verteilungsvolumen betrug in dieser Altersgruppe ca. 950 ml/kg.
Die Erfahrungen mit Fluconazol bei Neugeborenen beschranken sich auf Pharmakokinetikstudien bei Fri.hgeborenen. Bei 12 Fri.hgeborenen, die im Durchschnitt um die 28. Schwangerschaftswoche geboren wurden, betrug das Durchschnittsalter bei der 1. Dosis 24 Stunden (Spanne 9 bis 36 Stunden) und das mittlere Geburtsgewicht 0,9 kg (Spanne 0,75 bis 1,1 kg). 7 Patienten beendeten die Studie, in der maximal 5 intravenose Infusionen von 6 mg/kg Fluconazol im Abstand von 72 Stunden verabreicht wurden. Die durchschnittliche Halbwertszeit (Stunden) betrug 74 (Spanne 44 bis 185) an Tag 1 und verringerte sich im Laufe der Zeit auf durchschnittlich 53 (Spanne 30 bis 131) an Tag 7 und 47 (Spanne 27 bis 68) an Tag 13. Die Flache unter der Kurve (Mikrogramm x h/ml) betrug 271 (Spanne 173 bis 385) an Tag 1 und erhohte sich auf durchschnittlich 490 (Spanne 292 bis 734) an
Tag 7 mit anschlief3ender Verringerung auf durchschnittlich 360 (Spanne 167 bis 566) an Tag 13. Das Verteilungsvolumen (ml/kg) betrug 1.183 (Spanne 1.070 bis 1.470) an Tag 1 und erhohte sich im Laufe der Zeit auf durchschnittlich 1.184 (Spanne 510 bis 2.130) an Tag 7 und 1.328 (Spanne 1.040
bis 1.680) an Tag 13.
Pharmakokinetik bei alteren Patienten
Es wurde eine Pharmakokinetikstudie mit 22 Personen im Alter von 65 Jahren und alter durchgefi.hrt, die orale Einzeldosen von 50 mg Fluconazol erhielten. 10 der Patienten erhielten begleitend Diuretika. Die Cmax betrug 1,54 μg/ml und wurde 1,3 Stunden nach Einnahme erreicht. Die durchschnittliche AUC lag bei 76,4 ± 20,3 μg x h/ml und die mittlere terminale Halbwertszeit bei 46,2 Stunden. Diese pharmakokinetischen Werte liegen i.ber den analogen Parametern, die bei jungen mannlichen Probanden gefunden wurden. Die Begleitmedikation mit Diuretika hatte keine signifikante Anderung von AUC oder Cmax zur Folge. Dari.ber hinaus waren die Kreatinin-Clearance (74 ml/min), der prozentuale Wirkstoffanteil, der unverandert im Urin wiedergefunden wurde (0 bis 24 h: 22 %), und die geschatzte renale Clearance von Fluconazol (0,124 ml/min/kg) bei alteren Menschen generell niedriger als bei ji.ngeren Probanden. Daher scheint die veranderte Disposition von Fluconazol bei alteren Menschen mit der haufig eingeschrankten Nierenfunktion in dieser Gruppe zusammenzuhangen.
Pharmazeutische Angaben - Fluconazol 150 mg
Lactose-Monohydrat Mikrokristalline Cellulose Vorverkleisterte Starke aus Mais Hochdisperses Siliciumdioxid Magnesiumstearat (Ph. Eur.) Natriumdodecylsulfat
Gelatine Titandioxid (E 171)
zusatzlich bei Fluconazol Aristo 50 mg Kapseln:
Chinolingelb (E 104)
Indigocarmin (E 132)
zusatzlich bei Fluconazol Aristo 150 mg Kapseln:
Eisenoxide und -hydroxide (E 172)
InkompatiЬilitaten
Bisher sind keine Inkompatibilitaten bekannt.
Dauer der НaltЬarkeit
3 Jahre
Besondere Vorsichtsma6nahmen fiir die AufЬewahrung
Fluconazol Aristo 50 mg Kapseln:
Nicht i.ber 30 °C lagern.
Fluconazol Aristo 100 mg/150 mg/200 mg Kapseln:
Fi.r dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Blisterpackungen aus PVC- und Aluminiumfolie.
Fluconazol Aristo 50 mg Kapseln: Originalpackung mit 10 Hartkapseln Originalpackung mit 14 Hartkapseln Originalpackung mit 20 Hartkapseln Originalpackung mit 28 Hartkapseln Originalpackung mit 42 Hartkapseln Originalpackung mit 50 Hartkapseln Originalpackung mit 100 Hartkapseln
Fluconazol Aristo 100 mg Kapseln: Originalpackung mit 20 Hartkapseln Originalpackung mit 50 Hartkapseln Originalpackung mit 100 Hartkapseln Klinikpackung mit 10x100 Hartkapseln
Fluconazol Aristo 150 mg Kapseln:
Originalpackung mit 1 Hartkapsel
Originalpackung mit 4 Hartkapseln Originalpackung mit 10 Hartkapseln
Fluconazol Aristo 200 mg Kapseln:
Originalpackung mit 20 Hartkapseln Originalpackung mit 50 Hartkapseln Originalpackung mit 100 Hartkapseln Klinikpackung mit 10x100 Hartkapseln
Es werden moglicherweise nicht alle Packungsgrof3en in den Verkehr gebracht.
Besondere Vorsichtsma6nahmen fiir die Beseitigung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
INНABER DER ZULASSUNG
Aristo Pharma GmbH Wallenroder Straf3e 8–10
13435 Berlin Deutschland
Tel.: + 49 30 71094 4200
Fax: + 49 30 71094 4250