Sulpirid-neuraxpharm® 200 mg Tbl.
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Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Ja
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Hersteller
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Fachinfo - Sulpirid-neuraxpharm® 200 mg
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Akute und chronische Schizophrenien im Erwachsenen- und Kindesalter.
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Depressive Erkrankungen, wenn die Behandlung mit einem anderen Antide- pressivum erfolglos war.
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Peripher-labyrinthärer Schwindelzustand,
z. B. Morbus Menière, peripherer Lage-, Dreh- und Schwankschwindel.
Dosierung
Die Dosierung und Anwendungsdauer rich- ten sich nach der individuellen Reaktions- lage des Patienten sowie Art und Schwere des Krankheitsbildes.
Behandlung von Schizophrenien:
Die Behandlung wird einschleichend mit 3-mal 100 mg Sulpirid (entsprechend 300 mg Sulpirid/Tag) begonnen.
In der Regel beträgt die Tagesdosis für Erwachsene 400 - 800 mg Sulpirid, verteilt auf 2 bis 4 Einzelgaben. Die Tagesdosis von 1000 mg Sulpirid, verteilt auf mehrere Gaben, darf im Allgemeinen nicht über- schritten werden.
Bei therapieresistenten Schizophrenien darf die Anwendung der Maximaldosis von 1600 mg Sulpirid pro Tag im Einzelfall nur über eine psychiatrische Verordnung erfolgen.
Akute Krankheitszustände können anfangs mit parenteralen Gaben (200 bis 1000 mg Sulpirid i.m. täglich) über 2 bis 9 Tage behandelt werden.
Behandlung von depressiven Erkrankungen:
Die Behandlung wird bei Erwachsenen einschleichend mit 50 mg Sulpirid 1- bis 3-mal täglich begonnen (entsprechend 50 bis 150 mg Sulpirid/Tag).
Die Erhaltungsdosis beträgt 50 - 100 mg Sulpirid 3-mal täglich (entsprechend 150 bis 300 mg Sulpirid/Tag).
Höhere Tagesdosen sind in der Regel nicht erforderlich und werden im Einzelfall durch den Arzt festgelegt.
Akute depressive Krankheitsbilder können anfangs mit parenteralen Gaben (2-mal täglich 100 mg Sulpirid i.m.) behandelt werden.
Behandlung von Schwindelzuständen: Die Behandlung wird bei Erwachsenen einschleichend mit 50 mg Sulpirid 1- bis
3-mal täglich begonnen (entsprechend 50
bis 150 mg Sulpirid/Tag).
Die Erhaltungsdosis beträgt in der Regel 50 - 100 mg Sulpirid 3-mal täglich (entspre- chend 150 bis 300 mg Sulpirid/Tag).
Akute Schwindelzustände können anfangs mit parenteralen Gaben (2-mal täglich 100 mg Sulpirid i.m.) behandelt werden.
Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten:
Ältere Patienten erhalten die Hälfte der oben angegebenen Erwachsenendosis.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunk- tion erhalten - abhängig vom Schweregrad der Einschränkung - niedrigere Tagesdo- sen.
Folgende Richtwerte sind zu beachten:
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Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 60 ml/min: 50 % der Tagesdosis,
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Kreatinin-Clearance zwischen 10 und 30 ml/min: 30 % der Tagesdosis,
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Kreatinin-Clearance weniger als 10 ml/min: 20 % der Tagesdosis.
Kinder und Jugendliche:
Bei Kindern ab 10 Jahren sowie bei Jugend- lichen darf die Tagesdosis von 3 bis 10 mg Sulpirid/kg Körpergewicht, verteilt auf 2 bis 3 Einzelgaben, nicht überschritten werden. Als Anfangsdosis werden 1 bis 2 mg Sul- pirid/kg Körpergewicht pro Tag, als Erhal- tungsdosis 5 mg Sulpirid/kg Körpergewicht pro Tag empfohlen.
Sulpirid-neuraxpharm 200 mg ist wegen des zu hohen Wirkstoffgehaltes für Kinder unter 10 Jahren ungeeignet.
Art und Dauer der Anwendung
Die Tabletten werden unzerkaut mit aus- reichend Flüssigkeit eingenommen. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahl- zeiten erfolgen.
Sulpirid-neuraxpharm 200 mg Tabletten sind viertelbar (siehe Abschnitt 3.).
Der behandelnde Arzt bestimmt die Menge der täglichen Einnahme und die Dauer der Behandlung je nach dem Verlauf des Krank- heitsbildes des Patienten.
Je nach Beschwerdebild kann vom Arzt die Tagesdosis nach etwa 1 bis 3 Wochen verringert bzw. erhöht werden.
August 2021
Bei einer Langzeittherapie sollte vom Arzt die Notwendigkeit der fortgesetzten Behandlung alle 3 bis 6 Monate überprüft werden.
Hinweis:
Wegen der zentral erregenden Wirkungen von Sulpirid empfiehlt es sich, die letzte Dosis in der Regel vor 16 Uhr einzunehmen, um Schlafstörungen zu vermeiden.
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Überempfindlichkeit gegen den Wirk- stoff, Benzamid-Derivate oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
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akute Alkohol-, Schlafmittel-, Analge- tika(Opiate)- und Psychopharmaka-Into- xikationen
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maniforme Psychosen
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hirnorganische Erkrankungen, insbeson- dere des Alters, die mit Erregungszustän- den einhergehen (organisches Psycho- syndrom)
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Parkinson‘sche Erkrankung
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Kombination mit Levodopa (siehe Abschnitt 4.5)
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Krampfanfälle (z. B. Epilepsie)
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Tumore der Nebennieren (Phäochromo- zytom)
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bestehende Hyperprolaktinämie
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prolaktinabhängige Tumore, wie z. B. Hypophysen-Prolaktinom, sowie alle Mammatumore
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Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (außer zur Behandlung von Schizophre- nien)
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bei Schizophrenie: Kinder unter 10 Jahren
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Schwangerschaft und Stillzeit
Malignes neuroleptisches Syndrom
Wie auch bei anderen Neuroleptika kann es unter der Behandlung mit Sulpirid zu einem malignen neuroleptischen Syndrom kommen. Dieser Zustand ist gekennzeich- net durch hohes Fieber, Muskelsteifigkeit, erhöhte CPK im Blut, vegetative Störun- gen wie Blässe, Schweißausbrüche und Kreislaufinstabilität bis hin zum Auftreten von Bewusstseinsstörungen und verläuft möglicherweise tödlich. Daher sind die Pati- enten anzuweisen, beim Auftreten derarti- ger Symptome sofort Sulpirid abzusetzen und den Arzt aufzusuchen. Beim Auftreten dieser Erscheinungen sind sofort intensiv- medizinische Maßnahmen einzuleiten. Patienten mit einem malignen neurolep- tischen Syndrom in der Anamnese sind nur unter erhöhter Vorsicht mit Sulpirid zu behandeln.
Schizophrene Psychosen
Vorsicht ist geboten bei Patienten mit schizophrenen Psychosen, die mit Erre- gungs- und Aggressivitätssymptomen ein- hergehen. In diesen Fällen kann Sulpirid gleichzeitig mit einem Sedativum verab- reicht werden.
Akute Porphyrien
Bei akuten Porphyrien sollte eine Anwen- dung von Sulpirid vermieden werden. 1
Herz-Kreislauf-System
Vorsicht ist geboten bei Patienten mit sehr niedrigem oder erhöhtem Blutdruck und bei Patienten mit Vorschäden der Gefäße, insbesondere der Herzkranzgefäße (Angina Pectoris) und des Herzens (Herzinsuffizi- enz).
Bei Anwendung von Sulpirid an Patienten mit erhöhtem Blutdruck, insbesondere bei älteren Patienten, besteht das Risiko einer hypertensiven Krise. Die Patienten sollten genau überwacht werden.
Besondere Vorsicht ist geboten bei der Anwendung von Sulpirid an Patienten mit Neigung zu Thrombosen.
Verlängerung des QT-Intervalls
Sulpirid verursacht eine dosisabhängige Verlängerung des QT-Intervalls (siehe Abschnitt 4.8). Es ist bekannt, dass dieser Effekt das Risiko schwerer ventrikulärer Arrhythmien wie Torsade de pointes erhöht.
Vor der Anwendung von Sulpirid und je nach klinischem Zustand des Patienten wird daher empfohlen, folgende Faktoren, die das Entstehen dieser Rhythmusstörung begünstigen können, auszuschließen, wie zum Beispiel: Bradykardie (< 55 Schläge/ Minute), Störungen des Elektrolythaushal- tes (z. B. Hypomagnesiämie), insbesondere Hypokaliämie, kongenitale oder erworbene QT-Verlängerung sowie die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die eine Bradykardie (< 55 Schläge/Minute), Hypo- kaliämie, Verlangsamung der intrakardialen Erregungsleitung oder eine Verlängerung des QT-Intervalls verursachen können (siehe Abschnitt 4.5).
Erhöhte Mortalität bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen
Die Daten zweier großer Anwendungsstu- dien zeigten, dass ältere Menschen mit Demenzerkrankungen, die mit konventio- nellen (typischen) Antipsychotika behandelt wurden, einem leicht erhöhten Mortalitäts- risiko im Vergleich zu nicht mit Antipsycho- tika Behandelten ausgesetzt sind. Anhand der vorliegenden Studiendaten kann eine genaue Höhe dieses Risikos nicht ange- geben werden und die Ursache für die Risikoerhöhung ist nicht bekannt.
Analysen von 17 placebokontrollierten Studien (i. d. R. Dauer von 10 Wochen), größtenteils mit Patienten, die atypische Antipsychotika einnahmen, zeigten ein zwi- schen 1,6- bis 1,7-fach erhöhtes Mortali- tätsrisiko im Vergleich zur Placebogruppe. Im Verlauf einer typischen 10-wöchigen kontrollierten Studie betrug die Mortali- tätsrate bei den mit Verum behandelten Patienten etwa 4,5 % im Vergleich zu etwa 2,6 % in der Placebogruppe. Obwohl die Todesursachen in den klinischen Studien mit atypischen Antipsychotika unterschied- lich waren, schienen die meisten Todesfälle entweder kardiovaskulärer Art (z. B. Herz- versagen, plötzlicher Tod) oder infektions- bedingt (z. B. Pneumonie) zu sein.
Sulpirid ist nicht zur Behandlung von Verhal- tensstörungen, die mit Demenzerkrankun- gen zusammenhängen, zugelassen.
Erhöhtes Risiko für das Auftreten von unerwünschten cerebrovaskulären Ereignissen
In randomisierten, placebokontrollierten kli- nischen Studien mit an Demenz erkrankten Patienten, die mit einigen atypischen Anti- psychotika behandelt wurden, wurde ein etwa um das Dreifache erhöhtes Risiko für unerwünschte cerebrovaskuläre Ereignisse beobachtet. Der Mechanismus, der zu die- ser Risikoerhöhung führt, ist unbekannt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Wirkung auch bei der Anwendung anderer Antipsychotika oder bei anderen Patientengruppen auftritt. Sulpirid sollte daher bei Patienten, die ein erhöhtes Schlaganfallrisiko haben, mit Vorsicht ange- wendet werden.
Thromboembolie-Risiko
Im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika sind Fälle von venö- sen Thromboembolien (VTE) berichtet wor- den. Da Patienten, die mit Antipsychotika behandelt werden, häufig erworbene Risi- kofaktoren für VTE aufweisen, sollten alle möglichen Risikofaktoren für VTE vor und während der Behandlung mit Sulpirid iden- tifiziert und Präventivmaßnahmen ergriffen werden (siehe auch Abschnitt 4.8).
Hyperprolaktinämie
Während einer Behandlung mit Sulpirid tritt häufig eine Erhöhung der Prolaktinkonzen- tration im Plasma auf (siehe Abschnitt 4.8). Daher ist bei der Anwendung von Sulpirid Vorsicht geboten und Patienten mit Brust- krebs in der eigenen oder familiären Vor- geschichte sollten während der Therapie engmaschig überwacht werden (siehe auch Abschnitt 4.3).
Anticholinerge Wirkung
Aufgrund der anticholinergen Wirkung von Sulpirid ist bei der Anwendung an Patien- ten, die in der Anamnese ein Glaukom, Harnverhalten, Prostatahypertrophie, Ileus, Pylorusstenose oder andere angeborene Stenosen im Verdauungstrakt aufweisen, besondere Vorsicht geboten.
Störungen der Monatsblutung
Besondere Vorsicht ist bei der Anwendung an jüngeren Frauen mit Störungen der Monatsblutung (Amenorrhö und Dysme- norrhö) geboten.
Hyperglykämie / Diabetes mellitus
Bei der Behandlung mit atypischen Anti- psychotika wurde über das Auftreten von Hyperglykämien berichtet. Daher sollte bei Patienten mit Diabetes mellitus oder mit Risikofaktoren für Diabetes, die auf Sulpi- rid eingestellt werden, eine regelmäßige Kontrolle der Blutzuckerwerte durchgeführt werden.
Krampfanfälle
August 2021
Neuroleptika können eine Erniedrigung der Krampfschwelle bewirken. Unter der Therapie mit Sulpirid wurde über das Auf- treten von Krampfanfällen berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Daher sollten Patienten
mit einer epileptischen Erkrankung in der Vorgeschichte während der Therapie mit Sulpirid genau überwacht werden.
Leukopenie, Neutropenie und Agranulozytose
Leukopenie, Neutropenie und Agranulo- zytose wurden im Zusammenhang mit Antipsychotika, einschließlich Sulpirid, berichtet. Infektionen mit unklarer Genese oder Fieber können Anzeichen einer Blut- dyskrasie sein und erfordern unverzüglich eine hämatologische Untersuchung.
Einschränkung der Nieren- und Leberfunktion
Da Sulpirid überwiegend über die Nieren ausgeschieden wird, sollte bei einge- schränkter Nierenfunktion (Niereninsuf- fizienz) die Dosis vermindert werden. Besondere Vorsicht ist geboten bei der Anwendung von Sulpirid an Patienten mit schwerem Nierenschaden. In diesem Fall sollte Sulpirid nach ärztlicher Anordnung abgesetzt werden (siehe Abschnitt 4.2).
Besondere Vorsicht ist auch geboten bei der Anwendung an Patienten mit schweren Leberschäden.
Kontrolluntersuchungen
Regelmäßige Kontrollen des Blutbildes sowie der Nieren- und Kreislauffunktion werden empfohlen.
Kinder und Jugendliche
Kinder unter 10 Jahren dürfen Sulpirid- neuraxpharm nicht einnehmen.
In der Anwendung bei Schizophrenie dür- fen Kinder ab 10 Jahren und Jugendliche nur nach strenger fachärztlicher Nutzen- Risiko-Abwägung mit Sulpirid-neuraxpharm 200 mg behandelt werden.
Für die Anwendung von Sulpirid bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren in den anderen Indikationen liegen keine ausrei- chenden Erkenntnisse vor.
Ältere Patienten
Zur Anwendung bei älteren Patienten siehe Abschnitt 4.2.
Hinweis
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Patien- ten mit der seltenen hereditären Galactose- Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose- Galactose-Malabsorption sollten Sulpirid- neuraxpharm 200 mg nicht einnehmen.
Die gleichzeitige Gabe von Levodopa und Sulpirid ist kontraindiziert, da diese Arz- neimittel sich in ihrer Wirkung gegenseitig antagonisieren.
Der gleichzeitige Genuss von Alkohol unter der Behandlung mit Sulpirid ist wegen nicht vorhersehbarer Reaktionen zu vermeiden.
Die Kombination mit Arzneimitteln, die zu einer Verlängerung des QT-Intervalls füh- ren (siehe Abschnitt 4.4) oder am Herzen die Erregungsleitung beeinflussen und zu schwerwiegenden Herzrhythmusstörun- 2
gen (Torsade de pointes) führen können, wird nicht empfohlen:
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Bradykardie-induzierende Arzneimittel wie Betablocker, bestimmte Calcium- kanalblocker (Diltiazem und Verapamil), Clonidin, Guanfacin, Digitalisglykoside,
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Hypokaliämie-induzierende Arzneimittel wie Diuretika, Abführmittel, intravenöse Gabe von Amphotericin B, Glukokorti- koide, Tetracosactide; eine Hypokaliämie muss behandelt werden,
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Antiarrhythmika der Klasse Ia (Chinidin, Disopyramid) und der Klasse III (Amio- daron, Sotalol),
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weitere Arzneimittel wie Pimozid, Sul- toprid, Haloperidol, Methadon, trizykli- sche Antidepressiva, Lithium, Bepridil, Cisaprid, Thioridazin, intravenöse Gabe von Erythromycin, intravenöse Gabe von Vincamin, Halofantrin, Pentamidin oder Sparfloxacin.
Sulpirid kann die Wirkung von blutdruck- senkenden Arzneimitteln (Antihypertonika) schwächen oder zu krisenhaftem Blutdruck- anstieg führen oder die Blutdrucksenkung additiv verstärken und eine orthostatische Hypotension begünstigen.
Sulpirid verstärkt die sedierende Wirkung von zentraldämpfenden Arzneimitteln (Schlafmitteln, Beruhigungsmitteln, Tran- quilizern, teils auch Schmerzmitteln, Narko- semitteln oder bestimmten Antihistaminika
u. a.).
Sulpirid kann die Wirksamkeit von Ropini- rol und anderen dopaminergen Antiparkin- sonmitteln herabsetzen; daher sollte die gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimit- tel vermieden werden.
Sulpirid kann in Verbindung mit Arzneimit- teln, die stimulierend auf das Zentralner- vensystem wirken (z. B. Appetitzüglern, Asthmamitteln), verstärkte Unruhe, Ner- vosität, Angst und Erregung bewirken.
Die Absorption von Sulpirid wird durch die gleichzeitige Einnahme von aluminiumhal- tigen, magensäurebindenden Arzneimitteln (Antazida und Sucralfat) vermindert. Des- halb sollte die Einnahme von Sulpirid min- destens zwei Stunden vor diesen erfolgen.
Lithium erhöht das Risiko von extrapyra- midalen Nebenwirkungen. Beim Auftreten erster Anzeichen von Neurotoxizität wird empfohlen, die Anwendung beider Arznei- mittel zu beenden.
Schwangerschaft
Sulpirid ist in der Schwangerschaft kontra- indiziert, da nur begrenzte Erfahrungen in der Behandlung schwangerer Frauen vor- liegen und der Wirkstoff im Tierversuch unzureichend geprüft wurde.
August 2021
Sulpirid passiert die Plazenta. Neugebo- rene, die während des dritten Trimenons der Schwangerschaft gegenüber Antipsy- chotika (einschließlich Sulpirid) exponiert sind, sind durch Nebenwirkungen ein- schließlich extrapyramidaler Symptome und/oder Entzugserscheinungen gefähr-
det, deren Schwere und Dauer nach der Entbindung variieren können.
Es gab Berichte über Agitiertheit, erhöh- ten oder erniedrigten Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme. Dementspre- chend sollten Neugeborene sorgfältig überwacht werden.
Stillzeit
Sulpirid ist auch in der Stillzeit kontraindi- ziert, da die durch die Muttermilch aufge- nommene Arzneimittelmenge ausreichen kann, um beim Säugling einen pharmako- logischen Effekt zu induzieren.
Fertilität
Eine Abnahme der Fertilität in Verbindung mit der pharmakologischen Wirkung der Substanz (Prolaktin-vermittelter Effekt) wurde in Tierstudien beobachtet.
Wegen des Auftretens zentralnervöser Symptome wie Schwindel, Müdigkeit oder Erregungszustände kann Sulpirid auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10) Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Gelegentlich: Leukopenie
Häufigkeit nicht bekannt: Neutropenie, Agranulozytose (siehe Abschnitt 4.4)
Erkrankungen des Immunsystems
Häufigkeit nicht bekannt: anaphylaktische Reaktionen (Urtikaria, Dyspnoe, Blutdruck- abfall und anaphylaktischer Schock)
Endokrine Erkrankungen
Häufig: Hyperprolaktinämie
Psychiatrische Erkrankungen
Häufig: Schlaflosigkeit
Häufigkeit nicht bekannt: Verwirrtheit
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Transpiration, Kopfschmerzen, Schwindel, herabgesetzte körperliche Akti- vität (Hypokinesie). Schwerwiegende uner- wünschte Wirkungen treten dosisabhängig auf und äußern sich, insbesondere unter hohen Dosen, als extrapyramidal-motori-
sche Störungen, wie z. B. medikamentöses Parkinson-Syndrom im Extremitäten- und Gesichtsbereich (Tremor, Rigor, Akinese), Akathisie und gelegentlich Dystonien sowie Frühdyskinesien (z. B. Zungen-, Schlund-, Blickkrämpfe, Versteifung der Rückenmus- kulatur, torsionsdystonische Bewegungs- abläufe der oberen Extremitäten). Weiter- hin treten Sedierung und Benommenheit häufig auf.
Gelegentlich: erhöhter Muskeltonus, Ner- vosität, Schlaf- und Konzentrationsstörun- gen
Als Gegenmittel kann z. B. Biperiden i. v. angewendet werden. Daher ist der Patient anzuweisen, beim Auftreten von solchen Nebenwirkungen den behandelnden Arzt aufzusuchen.
Selten: okulogyre Krise
Häufigkeit nicht bekannt: Krampfanfälle Unter der Behandlung mit Neuroleptika, zu denen Sulpirid gehört, kann es zu
einem malignen neuroleptischen Syn-
drom (hohes Fieber, Muskelsteifigkeit bis hin zu Bewusstseinsstörungen) kommen, das möglicherweise tödlich verläuft (siehe Abschnitt 4.4).
Wie bei allen Neuroleptika kann bei län- gerer (länger als 3 Monate) und zumeist hoch dosierter Therapie mit Sulpirid eine irreversible Spätdyskinesie (extrapyramidal- motorische Störungen mit rhythmischen, unwillkürlichen Bewegungen vornehmlich im Mund-, Gesichts- und Extremitäten- bereich) auftreten. Frauen sowie Ältere scheinen davon eher betroffen zu sein. Über Einzelfälle wurde berichtet. Der Patient muss regelmäßig auf sich entwi- ckelnde Symptome, die manchmal erst nach Abschluss der Behandlung auftre- ten, untersucht werden. Als Gegenmittel sollten Antiparkinsonmittel nicht eingesetzt werden, da sie unwirksam sind oder die Symptome verstärken können.
Augenerkrankungen
Gelegentlich: Sehstörungen
Herzerkrankungen
Häufig: Tachykardie
Selten: ventrikuläre Arrhythmie, ventriku- läre Tachykardie, Kammerflimmern
Häufigkeit nicht bekannt: Verlängerung des QT-Intervalls, Torsade de pointes, Herz- stillstand und plötzlicher Tod (siehe auch Abschnitt 4.4)
Gefäßerkrankungen
Gelegentlich: Blutdruckabfall (einschließ- lich orthostatischen Blutdruckabfalls) oder
- insbesondere bei erhöhtem Blutdruck - Blutdrucksteigerung (siehe Abschnitt 4.4). In diesen Fällen ist die Dosis von Sulpirid zu reduzieren oder Sulpirid ganz abzusetzen.
Häufigkeit nicht bekannt: Fälle von Throm- boembolien (einschließlich Fällen von Lungenembolie und Fällen von tiefer Ven- enthrombose) (siehe auch Abschnitt 4.4). Tödliche Verläufe können vorkommen.
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Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig: Obstipation, gastrointestinale Stö- rungen mit Übelkeit und Erbrechen, Mund- trockenheit
Gelegentlich: übermäßige Speichelsekre- tion
Leber und Gallenerkrankungen
Häufig: Erhöhung der Leberenzyme
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig: makulopapulöser Ausschlag
Häufigkeit nicht bekannt: allergische Haut- reaktionen in Form von Hautjucken und Hautausschlägen (Exanthem)
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Häufigkeit nicht bekannt: Kiefermuskel- krämpfe, Schiefhals
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Gelegentlich: Miktionsstörungen
Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
Häufigkeit nicht bekannt: extrapyramidale Symptome des Neugeborenen, Arzneimit- telentzugssyndrom des Neugeborenen (siehe Abschnitt 4.6)
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Sulpirid besitzt besonders ausgeprägte Wirkungen auf den Hormonhaushalt, was sich wie folgt äußert:
Häufig: Brustschmerzen, Milchfluss (Galak- torrhö)
Gelegentlich: Vergrößerung der Brust, Amenorrhö, Orgasmusstörungen, Erekti- onsstörungen
Häufigkeit nicht bekannt: Spannungsgefühl in der Brust (im Rahmen einer Mastopa- thie), Dysmenorrhö, Gynäkomastie, beim Mann Abnahme der Libido
Diese Störungen bilden sich in der Regel nach Absetzen von Sulpirid wieder zurück.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Häufig: Gewichtszunahme
Gelegentlich: Müdigkeit, Appetitsteigerung
Insbesondere bei Sehstörungen, Mikti- onsstörungen, Appetitsteigerungen mit Gewichtszunahme, Blutdruckabfall oder insbesondere bei erhöhtem Blutdruck ist die Dosis zu reduzieren oder Sulpirid ganz abzusetzen. Der Patient ist anzuweisen, beim Auftreten von solchen Nebenwirkun- gen den behandelnden Arzt aufzusuchen.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
August 2021
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir- kungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuier- liche Überwachung des Nutzen-Risiko-Ver- hältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Bei jeder Beurteilung einer Überdosierung und Intoxikation sollte an das Vorliegen einer Mehrfachintoxikation, beispielsweise bei Einnahme mehrerer Arzneimittel in sui- zidaler Absicht, gedacht werden.
Symptome einer Überdosierung
Es liegen nur begrenzte Erfahrungen zu einer Überdosierung mit Sulpirid vor.
Der in der Literatur beschriebene toxische Dosisbereich beim Menschen reicht von 1 bis 16 g Sulpirid.
Über folgende dosisabhängige klinische Symptome einer Vergiftung wurde in der Literatur berichtet: Nach Einnahme einer Einzeldosis von 1 bis 3 g Sulpirid traten Unruhe, Bewusstseinstrübungen und extra- pyramidale Störungen auf, Dosen von 3 bis 7 g Sulpirid können Erregung, Verwirrt- heit und die extrapyramidalen Störungen (Schiefhals, Protrusion der Zunge, Trismus) verstärken (siehe Abschnitt 4.8). Dosen von mehr als 7 g Sulpirid können darüber hin- aus Koma und Blutdruckabfall hervorrufen. Lebensbedrohliche Parkinson-Reaktionen sind möglich. Über Todesfälle wurde haupt- sächlich bei Kombination mit anderen psy- chotropen Arzneimitteln berichtet.
Therapiemaßnahmen bei Überdosierung
Spezielle Antidota sind nicht bekannt. Die Behandlung ist ausschließlich symptoma- tisch. Im akuten Fall oraler Überdosierung empfiehlt sich eine frühzeitige Magenspü- lung. Die Anwendung von Emetika wird in Literaturberichten nicht empfohlen. Sulpirid wird nur zum Teil aus dem Blut dialysiert.
Beim Auftreten ausgeprägter extrapyrami- dal-motorischer Störungen in Form eines hyper- oder dyskinetischen Syndroms sollten anticholinerge Mittel eingesetzt werden (z. B. Biperiden). Intensivpflege und -überwachung des Patienten (Herz- Kreislauf-Atemfunktionen) ist erforderlich (Risiko von QT-Verlängerung und anschlie- ßendem Kammerflimmern). Je nach Vergif- tungsbild sind Leber- und Nierenfunktion zu kontrollieren. Eine forcierte Diurese mit alkalisierenden Infusionslösungen kann sinnvoll sein.
Pharmakologische Eigenschaften - Sulpirid-neuraxpharm® 200 mg
Neuroleptikum
N05AL01
Sulpirid ist ein schwaches bis mittelstarkes Neuroleptikum und gehört zur Gruppe der substituierten Benzamide.
Sulpirid wirkt über die Blockade der D2-Rezeptoren.
Es reichert sich mehr im mesolimbischen als im nigrostriatären System an. Mögli- cherweise treten aufgrund dieser von den klassischen Neuroleptika abweichenden, lokalen Verteilung extrapyramidal-motori- sche Nebenwirkungen seltener auf.
In tierexperimentellen Untersuchungen zeigte Sulpirid folgende Eigenschaften:
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keine kataleptogene Wirkung,
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keinen Einfluss auf die Dopamin-emp- findlich reagierenden Adenylat-Zyclase- Systeme,
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keinen Einfluss auf den Umsatz von Nor- epinephrin und Serotonin,
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keine Bindung an die cholinergen, mus- karinergen und GABA-Rezeptoren.
Durch Sulpirid wird über eine Blockade von Dopaminrezeptoren im tuberoinfundi- bulären System die Prolaktinkonzentration relativ stark erhöht.
In niedriger Dosierung scheint Sulpirid eine antidepressive Wirkung zu haben, weil dann wahrscheinlich die durch Blo- ckade präsynaptischer Dopaminrezeptoren verursachte gesteigerte Neurotransmitter- freisetzung die Antagonisierung postsynap- tischer Rezeptoren funktionell überwiegt. Erst ab höheren Dosen von 300 bis 600 mg beeinflusst Sulpirid die schizophrene Sym- ptomatik. Dies erklärt die dosisabhängig unterschiedlich zur Wirkung kommenden neuroleptischen und wahrscheinlich anti- depressiven wie antivertiginösen Effekte.
Sulpirid ist eine hydrophile Substanz mit geringer Lipidlöslichkeit. Nach intramus- kulärer Injektion wird Sulpirid eher resor- biert als nach oraler Gabe, maximale Plas- maspiegel werden innerhalb von 10 bis 30 Minuten erreicht.
Im Steady-state liegt die Plasmakonzentra- tion bei oraler Verabreichung von 800 mg/ Tag in der Größenordnung von 2 µg/ml.
Sulpirid zeigt kaum Plasmaproteinbindung, das Verteilungsvolumen liegt bei ca. 1 bis 2,7 l pro Kilogramm.
Studien zufolge werden nur ca. 5 % der oral verabreichten Dosis beim Menschen metabolisiert.
Beim Menschen wurden bislang keine Metabolite bestimmt. Bei Hund und Ratte wurden zwar Metabolite identifiziert, jedoch deren pharmakologische Aktivität bislang nicht untersucht.
Sulpirid wird rasch und überwiegend renal eliminiert. Bis zu 95 % des systemisch ver- fügbaren Sulpirid wird unverändert über die Nieren eliminiert. Beim Gesunden betrug die totale wie renale Clearance etwa 7,5 l/h. Etwa 80 % der im Urin ausgeschiedenen Substanz finden sich bereits in den ersten 24 Stunden nach Verabreichung des Prä- parates. In Kinetikstudien wurde beobach- tet, dass die Harnausscheidung nach oraler Gabe langsamer verläuft als nach i.m. oder
i.v. Gaben. 30 bis 50 % der verabreichten
Dosis werden im Harn, der Rest im Stuhl ausgeschieden.
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Die Plasmahalbwertszeit beträgt durch- schnittlich etwa 8 Stunden (7,2 bis 10 h, bei der Lösung 9,5 bis 10,2 h).
Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffi- zienz sowie bei Älteren ist von einer ver- langsamten renalen Elimination und Kumu- lationsgefahr auszugehen, obwohl bislang keine ausreichenden klinischen Berichte vorliegen. In einer Kinetikstudie wurden nach Einmalgabe von 100 mg Sulpirid
i.v. an 18 Patienten mit unterschiedlicher Kreatinin-Clearance (weniger als 60 ml/min) versus 6 gesunden Probanden nach dem Kruskal-Wallis-Test statistisch signifikante Differenzen festgestellt: Gegenüber den Gesunden waren die Werte t1/2 (von 6 h
auf 26 h), MRT (von 7,3 h auf 35 h), AUC
(von 16 auf 56 mg/l·h) erhöht und die totale Clearance (von 7,6 auf 2,2 l/h) sowie die renale Clearance (von 5,8 auf 0,5 l/h) der unveränderten Muttersubstanz (von 88 % auf 26 %) reduziert. Daraus schlossen die Autoren, dass die Sulpirid-Dosis sowohl nach parenteraler als auch oraler Gabe bei Langzeitanwendung um 35 bis 70 % redu- ziert werden sollte.