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Präparate

Folsäure Vitabalans 5 mg Tabletten

  • 2
Wechselwirkungen-Liste

Verschreibungsinformationen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Nicht apothekenpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

Folsäure Vitabalans 5 mg Tabletten

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Hersteller

Blanco Pharma GmbH

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

13.1.2021
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Fachinfo - Folsäure 5 mg

Anwendungsgebiete

Therapie von Folsäuremangelzuständen, die durch einen Bluttest bestätigt wurden, einschließlich Vitamin-B12-Status (siehe Abschnitt 4.4).

Während der Behandlung mit Arzneimitteln, die die Resorption von Folat oder den Folatstoffwechsel hemmen, wie z. B. Methotrexat.

Zur Prävention von Neuralrohrdefekten des Feten bei Frauen, die eine Schwangerschaft planen.

Dosierung

Dosierung

Erwachsene (einschließlich ältere Menschen)

Therapie von Folsäuremangelzuständen, die durch einen Bluttest bestätigt wurden, einschließlichVitamin-B12-Status:

Remissionstherapie: 5 mg täglich über ca. 2 Wochen.

Im Fall von Malabsorptionszuständen können bis zu 15 mg täglich notwendig sein.

Der Therapieeffekt sollte überwacht werden. Die Erhaltungsdosis kann entsprechend den Ergebnissen von Bluttests reduziert werden. In diesem Fall sollte ein Produkt mit einer niedrigeren Wirkstärke gewählt werden.

Bei Arzneimittel-induziertem Folsäuremangel:

5 mg wöchentlich. Die Dosis muss an einem anderen Tag eingenommen werden als das Arzneimittel, das die Resorption von Folat oder den Folatstoffwechsel hemmt.

Prävention von Neuralrohrdefekten des Feten bei Frauen, die eine Schwangerschaft planen:

5 mg täglich, beginnend mindestens 4 Wochen vor der Konzeption und über mindestens 12 Wochen nach der Konzeption.

Kinder und Jugendliche

Folsäure Vitabalans soll bei Kindern unter 6 Jahren nicht angewendet werden.

Bei Megaloblastenanämie durch Folsäuremangel:

Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren: 5 mg täglich über 4 Monate.

Im Fall von Malabsorptionszuständen können bis zu 15 mg täglich notwendig sein.

Der Therapieeffekt sollte überwacht werden. Die Erhaltungsdosis kann entsprechend den Ergebnissen von Bluttests reduziert werden. In diesem Fall sollte ein Produkt mit einer niedrigeren Wirkstärke gewählt werden.

Besondere Patientengruppen

Eine Dosisanpassung ist bei älteren Menschen nicht erforderlich.

Eine Dosisanpassung ist bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion nicht erforderlich.

Art der Anwendung Zum Einnehmen.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

Warnhinweise

Patienten mit Vitamin-B12-Mangel sollten nicht mit Folsäure behandelt werden, es sei denn, es werden gleichzeitig ausreichende Mengen an Hydroxocobalamin angewendet, da Folsäure den Vitamin-B12-Mangel maskieren kann, die subakute, irreversible Schädigung des Nervensystems jedoch fortschreitet. Ein Vitamin-B12-Mangel lässt sich mittels Bestimmung der Methylmalonsäure im Blut feststellen. Der Mangel kann in Zusammenhang stehen mit: einer nicht diagnostizierten megaloblastären Anämie, auch in der Kindheit, einer perniziösen Anämie oder einer makrozytären Anämie unbekannter Ätiologie oder einer anderen Ursache für einen Cobalaminmangel, u. a lebenslanger Vegetarismus.

Folsäure sollte nicht bei malignen Erkrankungen angewendet werden, es sei denn, dass eine megaloblastäre Anämie aufgrund von Folatmangel als schwerwiegende Komplikation auftritt.

Vorsicht ist geboten bei der Gabe von Folsäure an Patienten, die möglicherweise einen Folat-abhängigen Tumor haben.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
Zu Wechselwirkungen hinzufügen
  • Antiepileptika – Durch die Supplementierung von Folsäure zur Behandlung eines durch Antiepileptika (Phenytoin, Phenobarbital und Primidon) verursachten Folatmangels kann der Blutspiegel des Antiepileptikums sinken und so die Anfallskontrolle bei manchen Patienten vermindert sein.

  • Antibiotika – Chloramphenicol, Sulfonamide und Trimethoprim können den Folatstoffwechsel beeinflussen.

  • Sulfasalazin – kann die Resorption von Folsäure vermindern.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Gestützt auf die Erfahrungen am Menschen sind keine Gefahren bei der Anwendung von Folsäure während der Schwangerschaft bekannt. Es liegen keine Berichte über schädigende Wirkungen auf den menschlichen Feten, die Mutter oder die Schwangerschaft nach Einnahme von Folsäure vor. Siehe auch Abschnitt 5.3.

Stillzeit

Folsäure wird beim Menschen über einen aktiven Mechanismus in die Muttermilch transportiert. Es wurden keine unerwünschten Wirkungen bei gestillten Kindern beobachtet, deren Mütter Folsäure erhielten.

Fertilität

Tierstudien zur Beurteilung der Wirkung auf die Fertilität wurden nicht durchgeführt.

Fahrtüchtigkeit

Folsäure Vitabalans hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Nebenwirkungen

Die Definition der Häufigkeit von Nebenwirkungen basiert auf den folgenden Konventionen: Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100, <1/10) Gelegentlich (≥1/1.000, <1/100) Selten (≥1/10.000, <1/1.000) Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Allergische Reaktionen

Nicht bekannt: Anaphylaktische Reaktion

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Selten: Appetitlosigkeit, Übelkeit, aufgeblähter Bauch und Flatulenz.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Die akute Toxizität ist gering. Eine Überdosierung führt in der Regel nicht zu Symptomen. In Ausnahmenfällen, falls Symptome auftreten, erfolgt die Behandlung symptomatisch.

Pharmakologische Eigenschaften - Folsäure 5 mg

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antianämika; Vitamin B12 und Folsäure, ATC-Code: B03BB01

Folsäure ist Teil eines Systems von Koenzymen, die an bestimmten Prozessen der Transmethylierung, z. B. der Synthese von Desoxyribonukleinsäure und Ribonukleinsäure, beteiligt sind. Folsäure ist eine Komponente der B-Vitamingruppe und wird zur normalen Produktion und zur Reifung von roten Blutzellen benötigt. Folsäuremangel ist eine der möglichen Ursachen der megaloblastären Anämie.

Pharmakokinetik

Resorption

Folsäure wird rasch aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert, überwiegend aus dem proximalen Dünndarmabschnitt. Die Bioverfügbarkeit von Folaten aus der Nahrung ist etwa halb so groß wie die kristalliner Folsäure. Die natürlich vorkommenden Folsäure-Polyglutamate werden im Darm durch Dihydrofolatreduktase weitgehend dekonjugiert und zu 5-Methyltetrahydrofolat (5-MTHF) reduziert. Therapeutisch eingesetzte Folsäure tritt weitgehend unverändert in den Pfortaderkreislauf ein, da sie durch Dihydrofolatreduktasen nur in geringem Umfang reduziert wird.

Verteilung

Die Verteilung erfolgt über den Pfortaderkreislauf. 5-MTHF aus natürlich vorkommendem Folat liegt in großem Umfang plasmagebunden vor. Das Hauptspeicherorgan für Folat ist die Leber; es findet sich auch im Liquor. Folat geht in die Muttermilch über.

Biotransformation

Therapeutisch eingesetzte Folsäure wird im Plasma und in der Leber in die metabolisch aktive Form 5-MTHF umgewandelt. Folat unterliegt einem enterohepatischen Kreislauf.

Elimination

Folatmetaboliten werden mit dem Urin ausgeschieden, vom Körper nicht benötigtes Folat wird unverändert mit dem Urin ausgeschieden. Folsäure lässt sich mittels Hämodialyse eliminieren.

Pharmazeutische Angaben - Folsäure 5 mg

Liste der sonstigen Bestandteile

Mikrokristalline Cellulose Vorverkleisterte Stärke (Mais) Croscarmellose-Natrium Natriumascorbat Hochdisperses Siliciumdioxid

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Art und Inhalt des Behältnisses

30, 50 und 100 Tabletten in Blisterpackungen (PVC/PVdC/Al).

30, 50 und 100 Tabletten in Flaschen (HDPE-Kunststoffbehältnis mit LDPE-Kunststoffverschluss). Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

und sonstige Hinweise zur Handhabung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Weblinks

Packungen und Preis

Folsäure Vitabalans 5 mg Tabletten 100 St.
Preis
-
Zuzahlung
-

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
Folsäure Vitabalans 5 mg Tabletten 50 St.
Preis
-
Zuzahlung
-

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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