magnerot® A 500 Granulat
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Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - magnerot® 500 Granulat
Dieses Arzneimittel ist ein Mineralstoffpräparat.
magnerot A 500 Granulat wird angewendet bei nachgewiesenem Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) ist.
Dosierung
Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien für die mittlere Tagesdosis: Erwachsene nehmen 1-mal täglich 1 Beutel, entsprechend 500 mg Magnesium.
Art der Anwendung:
Der Inhalt eines Beutels wird in etwa 1/8 Liter Wasser eingerührt und nach etwa 3 bis 5 Minuten getrunken.
Dauer der Anwendung:
Eine zeitliche Begrenzung der Anwendung ist außer bei Nierenfunktionsstörungen nicht erforderlich. Bei chronischem Magnesiummangel sollte die Einnahme über 4 Wochen andauern.
magnerot A 500 Granulat darf bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile nicht angewendet werden.
Bei Nierenfunktionsstörungen darf magnerot A 500 Granulat nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden. Bei schweren Nierenfunktionsstörungen und bei Störungen der Erregungsüberleitung im Herzen (AV-Block) sollte magnerot A 500 Granulat nicht angewendet werden. Gegebenenfalls muss geprüft werden, ob sich aus den Werten des Elektrolythaushaltes eine Gegenanzeige ergibt.
Enthält Aspartam als Quelle für Phenylalanin und kann schädlich sein für Patienten mit Phenylketonurie. Zur Beurteilung der Anwendung von Aspartam bei Säuglingen unter 12 Wochen liegen weder präklinische noch klinische Daten vor.
Magnerot A 500 Granulat enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Beutel, d.h., es ist nahezu
„natriumfrei“.
Gelborange S (E110) kann allergische Reaktionen hervorrufen.
Im Falle einer zusätzlichen Eisentherapie ist darauf zu achten, daß bei gleichzeitiger Einnahme von Magnesium die Aufnahme von Eisen gestört sein kann. Auch bei der Einnahme von Tetrazyklin ist eine Beeinträchtigung der Resorption bei gleichzeitiger Magnesiumgabe zu beachten. Zwischen der Einnahme von Magnesium und Tetracyclin – oder Eisenpräparaten sollte ein Abstand von 2 – 3 Stunden eingehalten werden.
Gegen die Anwendung von Magnesiumverbindungen in der Schwangerschaft und Stillzeit bestehen keine Bedenken.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt: Sehr häufig (>1/10)
Häufig (>1/100 bis <1/10) Gelegentlich (>1/1.000 bis <1/100) Selten (>1/10.000 bis <1/1.000) Sehr selten (<1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeiten auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Gastrointestinale Störungen
Bei höherer Dosierung kann es zu weichen Stühlen kommen, die jedoch unbedenklich sind. Sollten Durchfälle auftreten, reduziert man die Tagesdosis oder setzt das Präparat vorübergehend ab.
Bei hochdosierter und länger dauernder Einnahme können Müdigkeitserscheinungen auftreten. Dies kann ein Hinweis darauf sein, dass bereits eine erhöhte Magnesiumkonzentration im Blut erreicht ist.
Erkrankung des Immunsystems
Gelborange S (E 110) kann allergische Reaktionen hervorrufen.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 D-53175 Bonn
Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.
Pharmakologische Eigenschaften - magnerot® 500 Granulat
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mineralstoffpräparat, ATC-Code: A02AA10
Unter den intrazellulären Kationen steht Magnesium nach Kalium an zweiter Stelle. Magnesium ist ein Cofaktor zahlreicher Enzymsysteme, die u.a. am Phosphat-Stoffwechsel beteiligt sind. Von besonderem Einfluss ist Magnesium auf die Muskelkontraktion.
Magnesium wird im Duodenum und vorderen Jejunum resorbiert. Die Resorptionsquoten liegen zwischen 30 und 40 %, bei Vorliegen eines Magnesiummangels steigt die Quote bis auf 70 %. Sie ist zusätzlich noch von verschiedenen anderen Faktoren wie Schädigungen der Darmoberfläche, Darmmotilität, Passagezeit, physiologischer Darmflora abhängig. Der maximale Serumspiegel wird nach 2-3 Stunden erreicht.
Die Magnesiumkonzentration liegt im Plasma bei 0,8 bis 1,1 mmol/l. Etwa 40 % des Plasma-Magnesiums sind an Proteine gebunden; nur der nicht gebundene Anteil ist physiologisch wirksam.
Magnesium wird fast ausschließlich über die Nieren ausgeschieden, die biliäre Exkretion ist gering. Die renale Rückresorptionsquote liegt normalerweise zwischen 95 und 100 %, wodurch eine Steuerung des Magnesiumhaushaltes im Organismus möglich wird. Erhöhte Magnesiumausscheidung findet man unter osmotischer Diurese (schlecht eingestellter Diabetiker, Mannit, Harnstoff) oder verschiedenen Me-dikamenten (Schleifendiuretika, längere Mineralkortikoidtherapie, Wachstums- und Schilddrüsen-hormone).
Magnesiumaspartat wird enzymatisch in Magnesiumionen und Asparaginsäure gespalten, wodurch letztere zu Oxalacetat abgebaut wird, das in den Citronensäurezyklus eingeht.
Pharmazeutische Angaben - magnerot® 500 Granulat
Citronensäure, Aspartam, Aromastoffe, Farbstoffe E 104 (Chinolingelb) und E 110 (Gelborange S), Wasserfreies Natriumsulfat
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich
Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen
Packungen mit 20 Beuteln, 50 Beuteln, 100 Beuteln zu 7,475 g Granulat pro Beutel Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.