Sabril® 500 mg Filmtabletten
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Sabril® 500 mg
In Kombination mit anderen Antiepileptika zur Behandlung von Patienten mit pharmakoresistenten fokalen Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung, bei denen alle anderen adäquaten Arzneimittelkombinationen nicht ausreichend wirksam waren oder nicht vertragen wurden.
Als Monotherapie zur Behandlung infantiler Spasmen (West-Syndrom).
Die Behandlung mit Sabril sollte nur durch einen Spezialisten auf dem Gebiet der Epilepsie, der Neurologie oder der Neuropädiatrie eingeleitet werden. Die Folgebehandlungen sollten unter Überwachung eines Spezialisten auf dem Gebiet der Epilepsie, der Neurologie oder der Neuropädiatrie erfolgen.
Dosierung
Sabril wird ein- oder zweimal täglich vor oder nach den Mahlzeiten eingenommen.
Der Inhalt eines Beutels wird unmittelbar vor der Einnahme in Flüssigkeit (z. B. Wasser, Fruchtsaft oder Milch) gelöst.
Wurde nach einer ausreichenden Behandlungsdauer keine klinisch signifikante Besserung der Anfälle erreicht, soll die Vigabatrin-Behandlung beendet werden. Vigabatrin sollte dann unter enger medizinischer Überwachung stufenweise abgesetzt werden. Eine klinisch bedeutsame Verbesserung wird in der Regel innerhalb von 2 bis 4 Wochen bei Patienten mit infantilen Spasmen und innerhalb von 12 Wochen bei Patienten mit refraktären komplexen partiellen Anfällen beobachtet.
Erwachsene
Die maximale Wirksamkeit wird normalerweise bei einer Dosierung von 2–3 g/Tag erreicht. Als Anfangsdosis wird in der Regel 1 g Vigabatrin pro Tag zusätzlich zur bisherigen medikamentösen Epilepsiebehandlung des Patienten gegeben. Abhängig vom klinischen Ansprechen und von der Verträglichkeit sollte anschließend die tägliche Dosis in wöchentlichen Abständen um 0,5 g erhöht werden. Die höchste empfohlene Dosis beträgt 3 g/Tag.
Es besteht keine direkte Korrelation zwischen Plasmakonzentration und Wirkung. Die Wirkdauer des Arzneimittels hängt eher von der Neusyntheserate der GABA-Transaminase ab als von der Wirkstoffkonzentration im Plasma (siehe auch Abschnitte 5.1 und 5.2).
Kinder und Jugendliche
Pharmakoresistente fokale Anfälle
Die empfohlene Anfangsdosis bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen beträgt 40 mg/kg/Tag. Bezogen auf das Körpergewicht wird als Erhaltungsdosis empfohlen:
Körpergewicht: 10–15 kg 0,5–1 g/Tag
15–30 kg 1–1,5 g/Tag
30–50 kg 1,5–3 g/Tag
> 50 kg 2–3 g/Tag
Die jeweils empfohlene Maximaldosis sollte nicht überschritten werden.
Monotherapie bei infantilen Spasmen (West-Syndrom)
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 50 mg/kg/Tag. Diese kann erforderlichenfalls innerhalb einer Woche erreicht werden. Dosierungen von bis zu 150 mg/kg/Tag wurden gut vertragen.
Ältere Patienten und Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Da Vigabatrin über die Nieren ausgeschieden wird, ist Vorsicht geboten, wenn das Arzneimittel älteren Patienten und vor allem Patienten mit einer Kreatinin-Clearance unter 60 ml/min verabreicht wird. Eine Anpassung der Dosis oder der Häufigkeit der Einnahme sollte erwogen werden. Diese Patienten können bereits auf eine niedrigere Erhaltungsdosis ansprechen. Die Patienten sollten hinsichtlich Nebenwirkungen wie Sedierung und Verwirrtheit überwacht werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8 ).
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Mit Ausnahme zur Behandlung infantiler Spasmen darf Sabril nicht zur Monotherapie eingesetzt werden.
Gesichtsfeldeinschränkungen wurden mit hoher Prävalenz (etwa ein Drittel der Patienten) unter Behandlung mit Vigabatrin berichtet. Häufigkeiten, die in einer offenen klinischen Studie ermittelt wurden, sind in Abschnitt 5.1 aufgeführt. Die Gesichtsfeldeinschränkungen traten meistens erst nach mehreren Monaten oder Jahren nach Beginn einer Vigabatrin-Behandlung auf. Die Gesichtsfeldeinschränkungen können ein beträchtliches Ausmaß annehmen. Die meisten der Patienten mit perimetrisch bestätigten Störungen zeigten keine klinischen Symptome. Deshalb kann diese Nebenwirkung nur durch systematische perimetrische Untersuchungen zuverlässig erkannt werden, die jedoch normalerweise erst bei Patienten ab einem Entwicklungsalter über neun Jahre durchgeführt werden können. Bei Säuglingen, Kindern und Personen, bei denen keine Perimetrie durchführbar ist, können eine Elektroretinografie (ERG), optische Kohärenztomografie (OCT) und/oder andere für den Patienten geeignete Methoden in Betracht gezogen werden.
Patienten sollten sich zu Beginn der Vigabatrin-Behandlung und in regelmäßigen Abständen einer systematischen Screening-Untersuchung zur Erkennung von Gesichtsfeldeinschränkungen und verminderter Sehschärfe unterziehen (siehe „Gesichtsfeldeinschränkungen“ und „Sehschärfe“).
Eine Beurteilung des Sehvermögens wird bei Therapiebeginn (spätestens 4 Wochen nach Beginn der Behandlung mit Vigabatrin), alle 3 bis 6 Monate während der Therapie und etwa 3 bis 6 Monate nach Beendigung der Therapie empfohlen.
Die verfügbaren Daten deuten darauf hin, dass die Gesichtsfeldeinschränkungen auch nach dem Absetzen von Vigabatrin irreversibel sind. Eine Verschlechterung der Gesichtsfeldeinschränkungen nach dem Absetzen der Behandlung kann nicht ausgeschlossen werden.
Aus diesem Grund sollte Vigabatrin nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung im Vergleich zu alternativen Therapien eingesetzt werden.
Aufgrund des Risikos eines Sehverlusts sollte ein schrittweises Absetzen sofort beginnen, wenn nach einem angemessenen Behandlungsversuch keine wesentliche klinische Verbesserung beobachtet wird. Das Ansprechen des Patienten auf Vigabatrin und dessen fortbestehender Bedarf sollten regelmäßig neu bewertet werden.
Vigabatrin wird nicht zur Anwendung bei Patienten mit bereits bestehenden klinisch signifikanten Gesichtsfeldeinschränkungen empfohlen.
Gesichtsfeldeinschränkungen
Basierend auf den verfügbaren Daten, kommt es meist zu einer konzentrischen Einengung des Gesichtsfeldes beider Augen, die gewöhnlich nasal stärker ausgeprägt ist als temporal. Im zentralen Gesichtsfeld (innerhalb 30° exzentrisch) wird häufig ein ringförmiger nasaler Defekt beobachtet. Die Gesichtsfeldeinschränkungen bei mit Vigabatrin behandelten Patienten reichten von gering bis schwerwiegend. Schwere Fälle können durch Tunnelsehen gekennzeichnet sein. In schweren Fällen wurde auch über Blindheit berichtet.
Die meisten Patienten mit perimetrisch bestätigten Störungen hatten zuvor keine Beschwerden, auch nicht die Fälle, bei denen eine schwere Störung durch die Perimetrie festgestellt wurde. Es gibt Hinweise, dass die Gesichtsfeldeinschränkungen selbst nach Absetzen von Vigabatrin irreversibel sind. Eine Verschlechterung der Gesichtsfeldeinschränkungen nach dem Absetzen der Behandlung kann nicht ausgeschlossen werden.
Gepoolte Daten aus Prävalenzstudien deuten darauf hin, dass bei ⅓ der mit Vigabatrin behandelten Patienten Gesichtsfeldeinschränkungen auftreten. Für Männer kann dieses Risiko höher sein als für Frauen. Häufigkeiten, die in einer offenen klinischen Studie ermittelt wurden, sind in Abschnitt 5.1 aufgeführt. In dieser Studie ist ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Risiko einer Gesichtsfeldeinschränkung und dem Grad der Vigabatrin-Exposition gezeigt worden, jeweils in Bezug auf die Tagesdosis (von 1 Gramm bis zu mehr als 3 Gramm) und in Bezug auf die Therapiedauer (maximal in den ersten 3 Jahren).
Alle Patienten müssen vor Beginn der Behandlung mit Vigabatrin einer augenärztlichen Untersuchung unterzogen werden.
Eine Überwachung des Sehvermögens durch einen Augenarzt mit Erfahrung in der Interpretation von Gesichtsfeldern und der Fähigkeit zur Durchführung einer indirekten Ophthalmoskopie der Netzhaut mit erweiterter Pupille wird empfohlen. Da die Prüfung des Sehvermögens bei Säuglingen schwierig ist, wird ein Sehverlust möglicherweise erst erkannt, wenn er bereits schwerwiegend ist. Bei Patienten, die Vigabatrin erhalten, wird eine Beurteilung des Gesichtsfelds und/oder der Netzhaut zu Therapiebeginn (spätestens 4 Wochen nach Beginn der Therapie mit Vigabatrin), alle 3 bis 6 Monate während der Therapie und etwa 3-6 Monate nach Absetzen der Therapie empfohlen. Der diagnostische Ansatz sollte individuell auf den Patienten und die klinische Situation abgestimmt werden.
Bei Erwachsenen und kooperativen pädiatrischen Patienten wird eine Perimetrie empfohlen, vorzugsweise mittels automatisierter Schwellenperimetrie. Zusätzliche Untersuchungen können auch elektrophysiologische Verfahren (z. B. Elektroretinografie [ERG]), Bildgebung der Netzhaut (z. B. optische Kohärenztomografie [OCT]) und/oder andere für den Patienten geeignete Methoden umfassen. Bei Patienten, die nicht getestet werden können, kann die Therapie nach klinischem Ermessen mit entsprechender Patientenberatung fortgesetzt werden. Aufgrund der Variabilität müssen die Ergebnisse der ophthalmologischen Überwachung mit Vorsicht interpretiert werden, und eine wiederholte Beurteilung wird empfohlen, wenn die Ergebnisse irregulär oder nicht interpretierbar sind. Eine wiederholte Beurteilung in den ersten Therapiewochen wird empfohlen, um festzustellen, ob und in welchem Umfang reproduzierbare Ergebnisse erzielt werden können, und um die Auswahl einer angemessenen fortlaufenden Überwachung für den Patienten zu unterstützen.
Zu Beginn und während der Vigabatrin-Behandlung muss der Patient und/oder die Pflegeperson ausführlich über Häufigkeit und Auswirkungen der Gesichtsfeldeinschränkungen aufgeklärt werden. Die Patienten müssen ausdrücklich darauf hingewiesen werden, jegliche neuen visuellen Probleme und Symptome, die mit Gesichtsfeldeinschränkungen in Verbindung stehen könnten, zu melden. Falls sich Hinweise auf Gesichtsfeldeinschränkungen ergeben, muss der Patient an einen Ophthalmologen überwiesen werden.
Wird in den Kontrolluntersuchungen eine Gesichtsfeldeinschränkung beobachtet, so sollte ein stufenweises Absetzen von Vigabatrin in Betracht gezogen werden. Entscheidet man sich zur Weiterführung der Behandlung, sollten perimetrische Kontrolluntersuchungen in kürzeren Abständen durchgeführt werden, um ein Fortschreiten der Erkrankung oder die das Sehvermögen schwächenden Defekte zu erkennen.
Vigabatrin sollte nicht gleichzeitig mit anderen retinotoxischen Arzneimitteln angewendet werden. Sehschärfe
Die Prävalenz einer verminderten Sehschärfe bei mit Vigabatrin behandelten Patienten ist nicht
bekannt. Erkrankung der Retina, verschwommenes Sehen, Optikusatrophie oder Optikusneuritis können zu einer verminderten Sehschärfe führen (siehe Abschnitt 4.8). Die Sehschärfe muss bei augenärztlichen Untersuchungen vor Beginn der Behandlung mit Vigabatrin und alle 6 Monate während der Behandlung beurteilt werden.
Neurologische und psychiatrische Störungen
Aufgrund der Ergebnisse tierexperimenteller Untersuchungen zur Sicherheit (siehe Abschnitt 5.3) wird empfohlen, dass mit Vigabatrin behandelte Patienten hinsichtlich unerwünschter Wirkungen auf das ZNS streng überwacht werden sollten.
In seltenen Fällen wurden enzephalopathische Symptome wie starke Sedierung, Stupor und Verwirrtheit in Verbindung mit unspezifischer Verlangsamung im EEG kurz nach Therapiebeginn mit Vigabatrin beschrieben. Risikofaktoren dafür sind höhere Anfangsdosierungen bzw. rascherer Dosisanstieg als empfohlen und Niereninsuffizienz. Diese Ereignisse waren nach Reduzierung der Dosis oder Absetzen von Vigabatrin reversibel (siehe Abschnitt 4.8).
Fälle von anormalen MRT-Befunden des Gehirns wurden berichtet, insbesondere bei Kleinkindern, die aufgrund von infantilen Spasmen mit hohen Vigabatrin-Dosen behandelt wurden. Die klinische Signifikanz dieser Befunde ist derzeit nicht bekannt. Darüber hinaus wurde über Fälle von intramyelinischen Ödemen (IME) berichtet, insbesondere bei Kleinkindern, die gegen infantile Spasmen behandelt wurden (siehe Abschnitte 4.8 und 5.3). Es wurde berichtet, dass IME nach dem Absetzen des Arzneimittels reversibel sind, und es wird daher empfohlen, Vigabatrin schrittweise abzusetzen, wenn IME beobachtet werden.
Bewegungsstörungen inklusive Dystonie, Dyskinesie und erhöhten Muskeltonus wurden bei Patienten berichtet, die aufgrund von infantilen Spasmen behandelt wurden. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Vigabatrin sollte für jeden Patienten individuell bewertet werden. Wenn während der Behandlung mit Vigabatrin neue Bewegungsstörungen auftreten, sollte eine Dosisreduktion oder ein schrittweises Absetzen der Behandlung in Erwägung gezogen werden.
Wie bei anderen Antiepileptika kann bei einigen Patienten die Anfallshäufigkeit erhöht sein oder es können unter Vigabatrin neue Anfallstypen auftreten (siehe Abschnitt 4.8). Diese Phänomene können ebenfalls die Folge einer Überdosierung, einer Herabsetzung der Plasmakonzentrationen gleichzeitig verabreichter anderer antiepileptischer Arzneimittel oder ein paradoxer Effekt sein.
Wie bei anderen Antiepileptika kann ein plötzliches Absetzen einen Rebound-Effekt hervorrufen. Muss bei einem Patienten die Vigabatrin-Behandlung abgesetzt werden, so wird eine stufenweise Dosisreduzierung über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen empfohlen.
Vigabatrin sollte bei Patienten mit Psychosen, Depressionen oder Verhaltensstörungen in der Anamnese mit Vorsicht angewendet werden. Psychiatrische Störungen (z. B. Agitation, Depression, anormales Denken, paranoide Reaktionen) wurden während der Behandlung mit Vigabatrin beschrieben. Diese Ereignisse traten sowohl bei Patienten mit als auch bei solchen ohne frühere psychiatrische Störungen auf und waren üblicherweise nach Reduzierung der Dosis oder stufenweisem Absetzen von Vigabatrin reversibel.
Suizidgedanken und suizidales Verhalten
Über suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika in verschiedenen Indikationen behandelt wurden, berichtet. Eine Metaanalyse randomisierter, placebokontrollierter Studien mit Antiepileptika zeigte auch ein leicht erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten. Der Mechanismus für die Auslösung dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt, und die verfügbaren Daten schließen die Möglichkeit eines erhöhten Risikos bei der Einnahme von Vigabatrin nicht aus.
Deshalb sollten Patienten hinsichtlich Anzeichen von Suizidgedanken und suizidalen Verhaltensweisen überwacht und es sollte eine geeignete Behandlung in Erwägung gezogen werden. Patienten (und deren Betreuern) sollte geraten werden, umgehend medizinische Hilfe einzuholen, wenn Anzeichen für Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten.
Ältere Patienten und Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Da Vigabatrin über die Nieren ausgeschieden wird, ist bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von unter 60 ml/min und bei älteren Patienten Vorsicht geboten. Diese Patienten sollten hinsichtlich Nebenwirkungen wie Sedierung und Verwirrtheit engmaschig überwacht werden (siehe
Abschnitt 4.2).
Wechselwirkungen, die zu beachten sind:
Die gleichzeitige Anwendung von Vigabatrin und Clonazepam kann die sedierende Wirkung verstärken (siehe Abschnitt 4.5). Die Notwendigkeit der gemeinsamen Anwendung muss sorgfältig geprüft werden.
Sabril 500 mg Filmtabletten enthalten weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d.h. sie sind nahezu „natriumfrei“.
Da Vigabatrin weder metabolisiert noch an Proteine gebunden wird und kein Induktor des hepatischen Cytochrom-P450-Enzymsystems ist, sind Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln unwahrscheinlich. In kontrollierten klinischen Studien wurde jedoch eine allmähliche Abnahme der Phenytoin-Plasmakonzentrationen von 16–33 % beobachtet. Die genaue Art dieser Wechselwirkung ist derzeit nicht geklärt, jedoch ist in den meisten Fällen eine therapeutische Bedeutung unwahrscheinlich.
Die Plasmakonzentrationen von Carbamazepin, Phenobarbital und Natriumvalproat wurden ebenfalls in den kontrollierten klinischen Studien untersucht, jedoch wurden keine signifikanten Wechselwirkungen festgestellt.
Vigabatrin kann zu einer Abnahme der Plasmaaktivität der Alaninaminotransferase (ALAT) führen und in geringerem Ausmaß zu jener der Aspartataminotransferase (ASAT). Das Ausmaß der ALAT-Suppression variierte zwischen 30 und 100 %. Daher ist die quantitative Bestimmung dieser Leberwerte bei Patienten, die Vigabatrin erhalten, unzuverlässig (siehe Abschnitt 4.8).
Vigabatrin kann den Aminosäuregehalt im Urin erhöhen, was möglicherweise zu einem falsch positiven Test für bestimmte seltene, genetisch bedingte Stoffwechselerkrankungen (z. B. Alphaaminoadipinaceturie) führen kann.
Die gleichzeitige Anwendung von Vigabatrin und Clonazepam kann die sedierende Wirkung verstärken (siehe Abschnitt 4.4).
Schwangerschaft
Risiken, die allgemein mit Epilepsie und Antiepileptika in Verbindung gebracht werden
Bei Kindern, deren Mütter mit Antiepileptika behandelt wurden, zeigte sich im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung eine 2-bis 3-fach erhöhte Prävalenz für Fehlbildungen.
Am häufigsten wurde über Lippenspalte, kardiovaskuläre Fehlbildungen und Fehlbildungen des Neuralrohrs berichtet. Eine Polytherapie mit Antiepileptika kann mit einem höheren Risiko für angeborene Fehlbildungen verbunden sein als eine Monotherapie. Es ist daher wichtig, eine Monotherapie durchzuführen, soweit dies möglich ist.
Alle Patientinnen, die schwanger werden können oder im gebärfähigen Alter sind, sollten speziell beraten werden. Die Notwendigkeit einer antiepileptischen Behandlung muss neu bewertet werden, wenn eine Patientin eine Schwangerschaft plant.
Wenn eine Patientin schwanger wird, sollte die wirksame antiepileptische Behandlung nicht plötzlich beendet werden, da die Verschlimmerung der Erkrankung sowohl bei der Mutter als auch beim Fötus zu Schäden führen kann.
Risiken, die mit Vigabatrin in Verbindung gebracht werden
Es wurde über Fehlentwicklungen (kongenitale Anomalien oder Spontanaborte) bei Kindern berichtet, deren Mütter Vigabatrin eingenommen haben. Diese Daten, die über Spontanberichte erhalten wurden, basieren auf Schwangerschaften, in denen eine Exposition mit Vigabatrin stattgefunden hat. Ob die Einnahme von Vigabatrin während der Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko von Fehlbildungen bedingt, kann aufgrund der begrenzten Datenmenge sowie der gleichzeitigen Einnahme anderer Antiepileptika nicht schlüssig beantwortet werden.
Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).
Vigabatrin darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass eine Behandlung mit Vigabatrin aufgrund des klinischen Zustandes der Frau erforderlich ist.
Über ein mögliches Auftreten von Gesichtsfeldeinschränkungen bei Kindern nach einer Vigabatrin-Exposition in utero liegen nur begrenzte Informationen vor.
Stillzeit
Vigabatrin wird in die Muttermilch ausgeschieden. Es gibt nur ungenügende Informationen zu Auswirkungen von Vigabatrin auf Neugeborene/Kleinkinder. Es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Sabril verzichtet werden soll/die Behandlung mit Sabril zu unterbrechen ist. Dabei ist sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau zu berücksichtigen.
Fertilität
Untersuchungen zur Fertilität an Ratten haben keine Auswirkungen auf die männliche oder weibliche Fertilität gezeigt (siehe Abschnitt 5.3).
Generell gilt, dass Patienten mit unkontrollierter Epilepsie nicht Auto fahren und keine Maschinen bedienen dürfen, die potenziell gefährdend sind. Da Benommenheit in den klinischen Untersuchungen mit Sabril beobachtet wurde, sollten die Patienten bei Therapiebeginn darauf hingewiesen werden.
In Verbindung mit Sabril wurde häufig über Gesichtsfeldeinschränkungen, die die Fähigkeit zum Autofahren und Bedienen von Maschinen herabsetzen können, berichtet. Die Patienten sollten auf das Vorliegen von Gesichtsfeldeinschränkungen untersucht werden (siehe auch Abschnitt 4.4). Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten, die Auto fahren, Maschinen bedienen oder andere Aufgaben mit erhöhtem Risiko durchführen.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Gesichtsfeldeinschränkungen unterschiedlichen Schweregrades wurden bei Patienten, die Vigabatrin erhielten, häufig beobachtet. Schwere Fälle sind potenziell behindernd. Sie treten meistens erst nach mehreren Monaten oder Jahren nach Beginn einer Vigabatrin-Behandlung auf. Gepoolte Daten aus Prävalenzstudien deuten darauf hin, dass es bei ⅓ der mit Vigabatrin behandelten Patienten zu Gesichtsfeldeinschränkungen kommt (siehe auch Abschnitt 4.4).
In den kontrollierten klinischen Studien traten bei ca. 50 % der Patienten während der Vigabatrin-Behandlung Nebenwirkungen auf. Bei Erwachsenen betrafen diese meistens das zentrale Nervensystem, z. B. Sedierung, Benommenheit, Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. Bei Kindern kommt es hingegen häufig zu Exzitation und Agitation. Die Inzidenz dieser unerwünschten Wirkungen ist im Allgemeinen zu Behandlungsbeginn höher und nimmt allmählich ab.
Wie bei anderen Antiepileptika kann es unter Vigabatrin bei einigen Patienten zu einer Erhöhung der Anfallshäufigkeit, einschließlich des Status epilepticus, kommen. Patienten mit myoklonischen Anfällen dürften dazu besonders neigen. In seltenen Fällen kann es zu einem neuen myoklonischen Anfall und einer Verschlimmerung eines bestehenden Myoklonus kommen.
Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt: Sehr häufig (≥ 1/10)
Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)
Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100) Selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000) Sehr selten (< 1/10.000)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
| Sehr häufig | Häufig | Gelegentlich | Selten | Sehr selten | Nicht bekannt | |
| Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems | Anämie | |||||
| Psychiatrische Erkrankungen* | Agitiertheit, Aggression, Nervosität, Depressionen, paranoideReaktionen, Schlaflosigkeit | Hypomanie, Manie, psychotische Störungen | Suizidversuch | Halluzinationen | ||
| Erkrankungen des | Somnolenz | Sprachstörung | Koordination | Enzephalopath | Optikusneuritis | Fälle von |
| Nervensystems | en, | sstörungen | ie** | Anomalien bei | ||
| Kopfschmerze | (Ataxie) | MRT- | ||||
| n, Schwindel, | Untersuchunge | |||||
| Parästhesien, | n des Gehirns, | |||||
| Aufmerksamke | intramyelinisch | |||||
| its- und | es Ödem | |||||
| Gedächtnisstör | (insbesondere | |||||
| ungen, | bei | |||||
| psychische | Kleinkindern), | |||||
| Beeinträchtigu | (siehe auch | |||||
| ngen | Abschnitte 4.4 | |||||
| (Denkstörunge | und 5.3). | |||||
| n), Tremor | Bewegungsstör | |||||
| ungen, | ||||||
| inklusive | ||||||
| Dystonie, | ||||||
| Dyskinesie und | ||||||
| erhöhtem |
| Muskeltonus, entweder allein oder im Zusammenhang mit Anomalien im MRT (siehe auchAbschnitt 4.4) | ||||||
| Augenerkrankung en | Gesichtsfelde inschränkung en | verschwomme nes Sehen,Diplopie, Nystagmus | Retinaerkrank ungen(vorwiegend peripher) | Optikusatrophie | verminderte Sehschärfe | |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltra kts | Nausea, Erbrechen, abdominaleSchmerzen | |||||
| Leber- und Gallenerkrankungen | Hepatitis | |||||
| Erkrankungen der Haut und desUnterhautzellgew ebes | Alopezie | Exanthem | Angioödem, Urtikaria | |||
| Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und Knochenerkrankungen | Arthralgie | |||||
| Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort | Müdigkeit | Ödeme, Reizbarkeit | ||||
| Untersuchungen*** | Gewichtszunah me |
*Über psychiatrische Reaktionen wurde während der Vigabatrin-Behandlung berichtet. Diese Reaktionen traten sowohl bei Patienten mit als auch bei solchen ohne frühere psychiatrische Störungen auf und waren üblicherweise nach Reduzierung der Dosis oder stufenweisem Absetzen von Vigabatrin reversibel (siehe Abschnitt 4.4 „Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“). In klinischen Studien waren Depressionen eine häufige psychiatrische Reaktion, erforderten jedoch nur selten das Absetzen von Vigabatrin.
**In seltenen Fällen wurden enzephalopathische Symptome wie starke Sedierung, Stupor und Verwirrtheit in Verbindung mit unspezifischer Verlangsamung im EEG kurz nach Therapiebeginn mit Vigabatrin beschrieben. Diese Reaktionen waren nach Reduzierung der Dosis oder Absetzen von Vigabatrin vollständig reversibel (siehe Abschnitt 4.4 „Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“).
***Labordaten zeigen, dass Vigabatrin keine renale Toxizität hat. Abnahmen der ALAT- oder ASAT-Werte, die als Ergebnis der Inhibition dieser Aminotransferasen durch Vigabatrin gewertet werden, wurden beobachtet.
Kinder und Jugendliche
Psychiatrische Erkrankungen
Sehr häufig: Erregung, Agitiertheit.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Symptome
Über Überdosierungen mit Vigabatrin wurde berichtet. Die eingenommene Dosis lag in den meisten Fällen zwischen 7,5 und 30 g; es wurden jedoch bis zu 90 g eingenommen. In knapp der Hälfte der betreffenden Fälle wurden mehrere Arzneimittel eingenommen. Die am häufigsten genannten Symptome waren Benommenheit oder Koma. Andere weniger häufig genannte Symptome waren Vertigo, Kopfschmerzen, Psychosen, Atemdepression oder Apnoe, Bradykardie, Hypotonie, Agitation, Gereiztheit, Verwirrtheit, anormales Verhalten und Sprachstörungen. Keine der Überdosierungen führte zum Tod.
Maßnahmen
Es gibt kein spezifisches Antidot. Allgemeine unterstützende Maßnahmen sollten ergriffen werden. Maßnahmen zur Entfernung des noch nicht resorbierten Arzneimittels sollten in Betracht gezogen werden. In einer In-vitro-Studie zeigte sich keine signifikante Absorption von Vigabatrin durch Aktivkohle. Die Effizienz einer Hämodialyse zur Behandlung der Vigabatrin-Überdosierung ist nicht bekannt. In vereinzelten Fallberichten über Patienten mit Nierenversagen, die Vigabatrin in therapeutischen Dosen erhielten, reduzierte die Hämodialyse die Vigabatrin-Konzentrationen im Plasma um 40 bis 60 %.
Pharmakologische Eigenschaften - Sabril® 500 mg
Pharmakotherapeutische Gruppe: Antiepileptika, ATC-Code: N03AG04. Wirkmechanismus
Vigabatrin ist ein Antiepileptikum mit einem definierten Wirkungsmechanismus. Die Behandlung mit
Vigabatrin führt zu einer Erhöhung der GABA-Konzentration (Gammaaminobuttersäure), dem wichtigsten inhibitorischen Neurotransmitter im Gehirn. Ursache dafür ist, dass Vigabatrin als selektiver irreversibler Inhibitor der GABA-Transaminase, des für den GABA-Abbau verantwortlichen Enzyms, entwickelt wurde.
Klinische Wirksamkeit und Sicherheit
Kontrollierte klinische Langzeitstudien haben gezeigt, dass Vigabatrin als Zusatztherapie bei Epilepsiepatienten, die mit einer konventionellen Therapie nicht befriedigend eingestellt werden konnten, eingesetzt werden kann. Dies ist bei Patienten mit fokalen Anfällen besonders ausgeprägt.
In einer offenen, multizentrischen, vergleichenden, mit parallelen Gruppen durchgeführten Beobachtungsstudie der Phase IV wurde die Epidemiologie von Gesichtsfeldeinschränkungen bei Patienten mit refraktärer partieller Epilepsie untersucht. An dieser Studie nahmen 734 Patienten teil, die mindestens 8 Jahre alt waren und seit mindestens einem Jahr an refraktärer partieller Epilepsie litten.
Die Patienten wurden in drei Behandlungsgruppen aufgeteilt: Patienten unter Vigabatrin-Behandlung (Gruppe I); Patienten, die zuvor mit Vigabatrin behandelt worden waren (Gruppe II), Patienten, die niemals mit Vigabatrin behandelt worden waren (Gruppe III). Die wesentlichen Ergebnisse aus der auswertbaren Population (n = 524) bei Einschluss in die Studie und bei der ersten und letzten Evaluierung werden in der folgenden Tabelle aufgeführt:
| Kinder (Alter 8 bis 12 Jahre) | Erwachsene (älter als 12 Jahre) | |||||
| Gruppe I1 | Gruppe II2 | Gruppe III | Gruppe I3 | Gruppe II4 | Gruppe III | |
| N = 38 | N = 47 | N = 41 | N = 150 | N = 151 | N = 97 | |
| Gesichtsfeldeinschränkung unbekannter Ursache | ||||||
| Beobachtet bei Einschluss | 1 (4,4 %) | 3 (8,8 %) | 2 (7,1 %) | 31 (34,1 %) | 20 (19,2 %) | 1 (1,4 %) |
| Beobachtet bei der ersten Evaluierung | 4 (10,5 %) | 6 (12,8 %) | 2 (4,9 %) | 59 (39,3 %) | 39 (25,8 %) | 4 (4,1 %) |
| Beobachtet bei der letzten Evaluierung | 10 (26,3 %) | 7 (14,9 %) | 3 (7,3 %) | 70 (46,7 %) | 47 (31,1 %) | 5 (5,2 %) |
1Mittlere Behandlungsdauer: 44,4 Monate, mittlere Tagesdosis 1,48 g. 2Mittlere Behandlungsdauer: 20,6 Monate, mittlere Tagesdosis 1,39 g. 3Mittlere Behandlungsdauer: 48,8 Monate, mittlere Tagesdosis 2,10 g. 4Mittlere Behandlungsdauer: 23,0 Monate, mittlere Tagesdosis 2,18 g.
Resorption
Vigabatrin ist eine wasserlösliche Substanz, die im Gastrointestinaltrakt rasch und vollständig resorbiert wird. Die Nahrungsaufnahme hat keinen Einfluss auf das Ausmaß der Vigabatrin-Resorption. Die Zeit bis zum Erreichen der maximalen Plasmakonzentration (tmax) beträgt ungefähr 1 Stunde.
Verteilung
Vigabatrin wird gut verteilt, wobei das scheinbare Verteilungsvolumen etwas über dem der gesamten Körperflüssigkeit liegt. Eine Bindung an Plasmaproteine ist vernachlässigbar. Die Konzentrationen im Plasma und in der Zerebrospinalflüssigkeit korrelieren linear mit der Dosis innerhalb des empfohlenen Dosisbereiches.
Biotransformation
Vigabatrin wird nicht signifikant metabolisiert. Es wurden keine Metaboliten im Plasma gefunden.
Elimination
Vigabatrin wird renal mit einer terminalen Halbwertszeit von 5 bis 8 Stunden eliminiert. Die orale Clearance (Cl/F) beträgt für Vigabatrin ungefähr 7 l/h (d. h. 0,10 l/h/kg). Etwa 70 % einer oralen Einzeldosis wurden innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Einnahme unverändert mit dem Urin ausgeschieden.
Pharmakokinetische/pharmakodynamische Zusammenhänge
Es besteht keine direkte Korrelation zwischen Plasmakonzentration und Wirkung. Die Wirkdauer des Arzneimittels ist abhängig von der Neusyntheserate der GABA-Transaminase.
Kinder und Jugendliche
Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Vigabatrin wurden in einer Gruppe von 6 Neugeborenen (im Alter von 15–26 Tagen), 6 Kleinkindern (im Alter von 5–22 Monaten) und 6 Kindern (im Alter von 4,6–14,2 Jahren) mit refraktärer Epilepsie untersucht. Nach Gabe einer Einzeldosis (37–50 mg/kg) einer oralen Lösung betrug tmax ungefähr 2,5 Stunden bei Neugeborenen und Kleinkindern sowie 1 Stunde bei Kindern. Die mittlere terminale Halbwertszeit von Vigabatrin lag bei ungefähr 7,5 Stunden bei Neugeborenen, 5,7 Stunden bei Kleinkindern und 5,5 Stunden bei Kindern. Die mittlere Cl/F des aktiven S-Enantiomers von Vigabatrin war 0,59 l/h/kg bei Kleinkindern und 0,446 l/h/kg bei Kindern.
Pharmazeutische Angaben - Sabril® 500 mg
Sabril 500 mg Filmtabletten:
Tablettenkern: Povidon K 30 (E 1201), mikrokristalline Cellulose (E 460), Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.), Magnesiumstearat (Ph. Eur.).
Filmüberzug: Hypromellose (E 464), Macrogol 8000, Titandioxid (E 171).
Sabril Beutel:
Povidon K 30 (E 1201).
Sabril 500 mg Filmtabletten sind 3 Jahre haltbar.
Sabril Granulat ist im unversehrten Behältnis 3 Jahre haltbar.
Sabril Granulat ist nach Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung unmittelbar zu verwenden.
Für diese Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen zu beachten.
Sabril 500 mg Filmtabletten
Jeweils 10 Filmtabletten sind in klaren PVC/Aluminiumblistern verpackt in Packungen zu: 50 Filmtabletten
100 Filmtabletten
200 Filmtabletten
500 Filmtabletten (Klinikpackung)
Sabril Beutel
Das Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen ist in laminierten (Polyethylen/Aluminiumfolie/Polyethylen/Papier) heißversiegelten Beuteln verpackt in Packungen zu: 50 Beutel (Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen)
100 Beutel (Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen)
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.