Turixin, 2 % Nasensalbe
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Gluten/Laktose
Laktose: Nein
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Fachinfo - Turixin, 2 %
Zur Elimination von Staphylokokken, einschließlich Methicillin-resistenter Stämme, aus der Nasenschleimhaut.
Dosierung
Kinder und Erwachsene sollten, soweit nicht anders verordnet, 2- bis 3-mal täglich eine Menge der Nasensalbe ungefähr in der Größe eines Streichholzkopfes (entsprechend maximal 30 mg Salbe) in den vorderen Bereich der Nase einbringen.
Die Nasensalbe wird mit Hilfe des kleinen Fingers oder eines Watteträgers in jedes Nasenloch eingeführt, die Nase durch seitliches Zusammendrücken der Nasenflügel verschlossen und anschließend zwischen Daumen und Finger massiert; dadurch wird eine gleichmäßige Verteilung der Salbe gewährleistet. Bei Kindern oder schwerkranken Patienten sollte die Applikation mit Hilfe eines Watteträgers erfolgen.
Turixin soll nicht mit anderen Substanzen vermischt werden, da sonst das Risiko einer Verdünnung mit daraus resultierender Abschwächung der antibakteriellen Aktivität und möglichem Stabilitätsverlust von Mupirocin in der Nasensalbe besteht.
Die Anwendung sollte über 5 bis 7 Tage durchgeführt werden. Die Beseitigung der bakteriellen Besiedelung sollte durch eine mikrobiologische Kontrolle überprüft werden.
Nach Abschluss einer Behandlung ist die angebrochene Tube zu verwerfen. Art der Anwendung
Nasale Anwendung
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Säuglinge sollen nicht mit Turixin behandelt werden, um ein Aspirieren der Salbe in die Luftröhre zu vermeiden.
Im Falle einer möglichen Überempfindlichkeitsreaktion oder einer schweren lokalen Irritation bei der Anwendung von Turixin Nasensalbe ist die Behandlung abzubrechen. Die Salbe ist abzuwischen und eine geeignete, alternative Behandlung einzuleiten.
Wie bei anderen antibakteriellen Substanzen kann die längere Anwendung von Turixin zu einer Kolonisation mit nicht-empfindlichen Erregern führen.
Im Zusammenhang mit der Anwendung von Antibiotika ist über das Auftreten von pseudomembranöser Colitis berichtet worden, welche im Schweregrad von leicht bis lebensbedrohlich variieren kann. Deshalb ist es wichtig, diese Diagnose bei Patienten zu berücksichtigen, die während oder nach Antibiotika-Anwendung eine Diarrhö entwickeln. Obwohl das Auftreten bei topisch angewendetem Mupirocin eher weniger wahrscheinlich ist, soll die Behandlung, wenn eine länger andauernde oder eine starke Diarrhö vorliegt oder der Patient Bauchkrämpfe entwickelt, umgehend abgebrochen und der Patient weiter untersucht werden.
Turixin Nasensalbe ist nicht zur Anwendung am Auge geeignet. Ein Kontakt mit den Augen ist zu vermeiden. Bei Augenkontakt sind die Augen gründlich mit Wasser auszuspülen, bis sämtliche Salbenreste entfernt sind.
Wechselwirkungen sind bisher nicht bekannt.
Schwangerschaft
Tierexperimentell gibt es keine Hinweise auf teratogene oder andere embryotoxische Effekte von Turixin. Da keine ausreichende klinische Erfahrung für die Anwendung in der Schwangerschaft vorliegt, soll Mupirocin während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen das mögliche Risiko der Behandlung überwiegt.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Mupirocin in die Muttermilch übergeht. Wie auch im Fall anderer topischer Behandlungen wäre nur eine geringe systemische Exposition der Stillenden zu erwarten. Turixin kann während der Stillzeit angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen für die Mutter das mögliche Risiko für das Kind überwiegt.
Fertilität
Es liegen keine Daten zu den Wirkungen von Mupirocin auf die Fertilität beim Menschen vor. Studien an Ratten zeigten keine Wirkungen auf die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).
Über eine Einschränkung der Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zur Bedienung von Maschinen liegen bisher keine Hinweise vor.
Nachfolgend sind die Nebenwirkungen nach Systemorganklasse und absoluter Häufigkeit (alle berichteten Ereignisse) aufgelistet. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1 000, < 1/100), selten (≥ 1/10 000, < 1/1 000), sehr selten (< 1/10 000), einschließlich Einzelfälle.
Gelegentliche Nebenwirkungen wurden ermittelt aus gesammelten klinischen Studiendaten
(12 Studien) mit insgesamt 422 Patienten. Sehr seltene Nebenwirkungen stammen in erster Linie aus Erfahrungen nach der Markteinführung und spiegeln daher eher die Berichtsrate wider als die tatsächliche Nebenwirkungshäufigkeit.
| Systemorganklasse | Nebenwirkung | Häufigkeit |
| Erkrankungen des Immunsystems | Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, systemischeallergische Reaktionen einschließlich Anaphylaxie, generalisierten Hautausschlags, Urtikaria und Angioödem | Sehr selten |
| Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums undMediastinums | Reaktionen an der Nasenschleimhaut | Gelegentlich |
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.
Symptome und Anzeichen
Es gibt derzeit nur begrenzte Erfahrungen mit einer Überdosierung von Mupirocin.
Behandlung
Die Toxizität von Mupirocin ist sehr gering. Im Falle einer akzidentellen oralen Ingestion der Salbe richtet sich die Behandlung nach der Symptomatik.
Es gibt keine spezielle Behandlung für eine Überdosierung von Mupirocin. Im Fall einer Überdosierung ist der Patient, falls erforderlich, unter geeigneter Überwachung unterstützend zu behandeln.
Die weitere Behandlung sollte wie klinisch angezeigt oder, wo verfügbar, entsprechend der Empfehlungen der nationalen Giftinformationszentralen erfolgen.
Pharmakologische Eigenschaften - Turixin, 2 %
Pharmakotherapeutische Gruppe: Rhinologika, Andere Rhinologika, ATC-Code: R01AX06 Wirkmechanismus
Mupirocin (Pseudomoninsäure A), ein Stoffwechselprodukt von Pseudomonas fluorescens, ist ein topisch anzuwendendes Antibiotikum mit einem unter den klinisch relevanten Antibiotika einzigartigen Wirkungsmechanismus. Die Wirkung von Mupirocin beruht auf einer kompetitiven
Hemmung der bakteriellen Isoleucyl-transfer-RNA-Synthetase. Über die Hemmung der Proteinbiosynthese kommt es zum Zelltod der Bakterienzelle.
In Konzentrationen nahe den MHK-Werten wirkt Mupirocin bakteriostatisch. In höheren Konzentrationen, wie sie bei der topischen Anwendung erreicht werden, wirkt Mupirocin zunehmend bakterizid.
Resistenzmechanismen
Niedriggradig ausgeprägte Resistenz bei Staphylokokken resultiert wahrscheinlich aus Punktmutationen innerhalb der gewöhnlichen chromosomalen Gene (ileS) der Staphylokokken für das Ziel-Enzym, die Isoleucyl-transfer-RNA-Synthetase. Es wurde gezeigt, dass hochgradige Resistenz bei Staphylokokken durch eine individuelle Plasmid-codierte Isoleucyl-transfer-RNA-Synthetase verursacht wird.
Die intrinsische Resistenz gram-negativer Stämme wie z. B. Enterobacteriaceae könnte auf einem geringen Vermögen, die äußere Membran der gram-negativen Bakterienzellwand zu durchdringen, beruhen.
Aufgrund seines besonderen Wirkmechanismus und seiner einzigartigen chemischen Struktur zeigt Mupirocin keine Kreuzresistenzen gegenüber anderen verfügbaren Antibiotika.
Mikrobiologische Empfindlichkeit
Die Prävalenz erworbener Resistenzen einzelner Spezies kann geographisch und im zeitlichen Verlauf variieren. Daher sind, insbesondere für die Behandlung schwerer Infektionen, lokale Informationen über die Resistenzlage wünschenswert. Falls aufgrund der lokalen Resistenzsituation die Wirksamkeit von Mupirocin zumindest bei einigen Arten von Infektionen fraglich ist, ist der Rat eines Experten einzuholen.
| Üblicherweise empfindliche Spezies: |
| Staphylococcus aureus* |
| Streptococcus spp. |
| Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem darstellen können: |
| Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA) |
| Methicillin-resistente koagulase-negative Staphylococci(MRCoNS) |
| Von Natur aus resistente Organismen: |
| Corynebacterium spp. |
| Micrococcus spp. |
*Klinische Wirksamkeit ist für empfindliche Isolate bei zugelassenen klinischen Indikationen gezeigt worden.
Mupirocin Empfindlichkeit (MHK), Grenzwerte für Staphylococcus aureus:
Empfindlich: 1 mg/l oder weniger Resistent: Mehr als 256 mg/l
Resorption
Die Absorption von Mupirocin über geschädigte oder gesunde Schleimhaut ist vernachlässigbar (< 1 % der verabreichten Dosis werden als Moninsäure mit dem Urin ausgeschieden).
Biotransformation
Mupirocin ist nur zur topischen Anwendung geeignet.
Nach oraler oder intravenöser Applikation wird das in den Blutkreislauf gelangte Mupirocin rasch zur antibakteriell unwirksamen Moninsäure metabolisiert.
Pharmazeutische Angaben - Turixin, 2 %
Weißes Vaselin; Glycerol (mono/di/tri) [adipat/alkanoat (C8, C10 und C18)/isostearat]
Turixin sollte nicht mit anderen Substanzen vermischt werden, da sonst das Risiko einer Verdünnung mit daraus resultierender Abschwächung der antibakteriellen Aktivität und möglichem Stabilitätsverlust von Mupirocin in der Salbe besteht.
Aluminiumtube
Originalpackung: Tube zu 3 g Nasensalbe Klinikpackungen: 10 x 3 g Nasensalbe
100 x 3 g Nasensalbe
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.