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Informationen zur Abgabe

Rezeptpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen

Sonstige Informationen

Name des Präparats

ITRAISDIN® 50 mg Hartkapseln

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Hartkapsel

Hersteller

ISDIN GmbH
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Fachinfo - ITRAISDIN® 50 mg

Anwendungsgebiete

ITRAISDIN 50 mg Hartkapseln werden angewendet - wenn eine äußerliche Behandlung nicht wirksam oder nicht geeignet ist, zur Behandlung folgender oberflächlicher Pilzinfektionen:

  • Dermatomykosen (z. B. Tinea corporis, Tinea cruris, Tinea pedis, Tinea manus und Tinea unguium)

  • Pityriasis versicolor.

    Die offiziellen Richtlinien zur Anwendung von Antimykotika müssen Berücksichtigung finden.

Dosierung

ITRAISDIN 50 mg Hartkapseln sind zum Einnehmen bestimmt und können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Bei Anwendung zur Behandlung der obigen Indikationen entspricht die therapeutische Wirkung einer 50 mg-Hartkapsel ITRAISDIN einer 100 mg-Hartkapsel der herkömmlichen Itraconazol-Hartkapseln. Die empfohlene Dosis für ITRAISDIN entspricht deshalb der Hälfte der empfohlenen Dosis der herkömmlichen Itraconazol-Hartkapseln (siehe Abschnitt 5.1 und Abschnitt 5.2).

Dosierungsempfehlungen für ITRAISDIN bei Erwachsenen für die jeweilige Indikation lauten wie folgt:

Oberflächliche Mykosen (von Haut, Schleimhaut, Augen)
Anwendungsgebiet Dosierung ITRAISDIN 50 mg Hartkapsel Behandlungsdauer
Pityriasis versicolor 2 Hartkapseln einmal täglich 7 Tage
Tinea corporis, Tinea cruris 1 Hartkapsel einmal täglich oder2 Hartkapseln einmal täglich 2 Wochen7 Tage
Dermatomykose der Handflächen und Fußsohlen (Tinea manus,Tinea pedis) 1 Hartkapsel einmal täglich oder2 Hartkapseln zweimal täglich 4 Wochen7 Tage
Dermatomykose der Nägel(Tinea unguium) Kontinuierliche Behandlung 2 Hartkapselneinmal täglich 12 Wochen

Bei einigen immunsupprimierten Patienten, z. B. bei Neutropenie, AIDS oder nach einer Organtransplantation, kann die Bioverfügbarkeit von Itraconazol verringert sein. Eine Verdoppelung der Dosis ist eventuell angezeigt.

Ein alternatives Dosierungsschema bei Dermatomykose der Nägel (Onychomykose) ist die gepulste Therapie:

Eine Pulstherapie besteht aus der Verabreichung von zwei Hartkapseln zweimal täglich (zweimal 100 mg pro Tag) über eine Woche.

Anwendungsgebiet Dosis Anmerkungen
Onychomykose - Fingernägel 2 Pulstherapien Pulstherapien sind durch ein 3-wöchiges wirkstofffreies Intervall getrennt
Onychomykose - Zehennägel 3 Pulstherapien

Das klinische Ansprechen wird mit dem Wachstum der Nägel, nach Absetzen der Behandlung, deutlich.

Eine Pulstherapie dauert 7 Tage, mit einem 3-wöchigen wirkstofffreien Intervall zwischen aufeinander folgenden Pulsen.

Lokalisation der Onychomykose-Infektion Woche 1 Woche 2 Woche 3 Woche 4 Woche 5 Woche 6 Woche 7 Woche 8 Woche 9
Onychomykose - nurFingernägel Zyklus1 Ohne Itraconazol-Behandlung Zyklus2
Onychomykose - Zehennägel mit oder ohne Beteiligung derFingernägel Zyklus 1 Ohne Itraconazol-Behandlung Zyklus 2 Ohne Itraconazol-Behandlung Zyklus 3

Zur Behandlung von Hautinfektionen werden die optimalen klinischen und mykologischen Wirkungen 1 bis 4 Wochen, bei Pilzerkrankungen der Nägel 6 bis 9 Monate nach Absetzen der Behandlung erreicht. Dies liegt daran, dass die Elimination von Itraconazol aus der Haut, den Nägeln und den Schleimhäuten langsamer verläuft als aus dem Plasma.

Besondere Patientengruppen

Kinder und Jugendliche

Es liegen nur begrenzte klinische Daten über die Anwendung von Itraconazol Hartkapseln bei Kindern und Jugendlichen vor. Die Anwendung von Itraconazol Hartkapseln bei Kindern und Jugendlichen ist nicht empfohlen, bis bestimmt wurde, ob der mögliche Nutzen das potentielle Risiko übersteigt (siehe Abschnitt 4.4). Wenn eine Behandlung von Kindern unter 6 Jahren erforderlich ist, sind Hartkapseln keine geeignete Darreichungsform, und es sollten andere orale Darreichungsformen von Itraconazol in Betracht gezogen werden.

Ältere Patienten

Es liegen nur begrenzte klinische Daten über die Anwendung von Itraconazol Hartkapseln bei älteren Patienten vor. Es ist angeraten, die Itraconazol Hartkapseln bei diesen Patienten nur anzuwenden, wenn festgestellt wurde, dass der mögliche Nutzen das potentielle Risiko übersteigt. Allgemein wird bei der Wahl der Dosierung für einen älteren Patienten empfohlen, die erhöhte Häufigkeit für Beeinträchtigungen der Leber-, der Nieren- oder der Herzfunktion und Begleiterkrankungen oder die Behandlung mit anderen Arzneimitteln zu berücksichtigen (siehe Abschnitt 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung).

Nierenfunktionsbeeinträchtigung

Es liegen nur begrenzte klinische Daten über die Anwendung von oral verabreichtem Itraconazol bei Patienten mit Nierenfunktionsbeeinträchtigung vor. Die Itraconazol-Exposition kann bei einigen

Patienten mit Nierenfunktionsbeeinträchtigung niedriger sein. Bei der Verabreichung dieses Arzneimittels ist in dieser Patientengruppe Vorsicht geboten und eine Dosisanpassung könnte in Betracht gezogen werden.

Beeinträchtigung der Leber

Es liegen nur begrenzte klinische Daten über die Anwendung von oral verabreichtem Itraconazol bei Patienten mit Beeinträchtigung der Leber vor. Bei der Verabreichung dieses Arzneimittels in dieser Patientengruppe ist Vorsicht geboten (Siehe Abschnitt 5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften - Besondere Patientengruppen, Beeinträchtigung der Leber).

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

  • Die gleichzeitige Anwendung von einigen CYP3A4-Substraten mit Itraconazol ist kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5). Die gleichzeitige Anwendung mit Itraconazol führt zu erhöhten Plasmakonzentrationen dieser Arzneimittel und kann zu einer Verstärkung oder Verlängerung sowohl der therapeutischen Wirkungen als auch der Nebenwirkungen führen, und zwar in einem Ausmaß, das zu einer potentiell schwerwiegenden Situation führen könnte. Erhöhte Plasmakonzentrationen einiger dieser Wirkstoffe können zum Beispiel zu einer QT-Verlängerung und zu ventrikulären Tachyarrhythmien führen, einschließlich des Auftretens von Torsade de pointes, einer potentiell tödlichen Arrhythmie. Spezifische Beispiele sind in Abschnitt 4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen aufgeführt. Diese beinhalten:

    Analgetika; Anästhetika
    Mutterkornalkaloide(z. B. Dihydroergotamin, Ergometrin, Ergotamin, Methylergometrin)
    Antibakterielle Arzneimittel zur systemischen Anwendung; AntimykobakterielleArzneimittel; Antimykotika zur systemischen Anwendung
    Isavuconazol
    Anthelminthika; Antiprotozoika
    Halofantrin
    Antihistaminika zur systemischen Anwendung
    Astemizol MizolastinTerfenadin
    Antineoplastische Wirkstoffe
    Irinotecan
    Antithrombotische Wirkstoffe
    Dabigatran Ticagrelor
    Antivirale Arzneimittel zur systemischen Anwendung
    Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir (mit oder ohne Dasabuvir)
    Kardiovaskuläres System (Wirkstoffe, die auf das Renin-Angiotensin-System wirken;Antihypertensiva; Betablocker; Kalziumkanalblocker; Herztherapie; Diuretika)
    Aliskiren Dronedaron Nisoldipin Bepridil Eplerenon Chinidin Disopyramid IvabradinRanolazin Dofetilid
    LercanidipinSildenafil (pulmonale Hypertonie)
    Gastrointestinale Arzneimittel, einschließlich Antidiarrhoika, intestinale Antiphlogistika/Antiinfektiva; Antiemetika und Arzneimittel gegen Brechreiz; Arzneimittel gegen Obstipation; Arzneimittel gegen funktionelle gastrointestinale Störungen
    CisapridDomperidon Naloxegol
    Lipidmodifizierende Wirkstoffe
    Lovastatin Lomitapid Simvastatin
    Psychoanaleptika; Psycholeptika (z. B. Antipsychotika, Anxiolytika und Hypnotika)
    Lurasidon Pimozid Sertindol Midazolam (oral) QuetiapinTriazolam
    Urologika
    Avanafil DarifenacinSolifenacin (bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsbeeinträchtigung oder mäßiger bis schwerer Beeinträchtigung der Leber)DapoxetinFesoterodin (bei Patienten mit mäßiger oder schwerer Beeinträchtigung der Nierenfunktion oder der Leber)Vardenafil (bei Patienten, die älter als 75 Jahre sind)
    Sonstige Arzneimittel und andere Substanzen
    Colchicin (bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsbeeinträchtigung oder Beeinträchtigung Leber)Eliglustat (bei Patienten, die langsame CYP2D6-Metabolisierer (PM), intermediäre CYP2D6-Metabolisierer (IMs) oder extensive Metabolisierer (EMs) sind und einen starken oder moderaten CYP2D6-Inhibitor einnehmen)
  • Itraconazol darf nicht an Patienten mit Anzeichen einer ventrikulären Dysfunktion wie dekompensierter Herzinsuffizienz oder dekompensierter Herzinsuffizienz in der Anamnese verabreicht werden, außer zur Behandlung lebensbedrohlicher oder anderer schwerwiegender Infektionen (siehe Abschnitt 4.4).

  • Itraconazol darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, außer in lebensbedrohlichen Fällen (siehe Abschnitt 4.6).

Warnhinweise

Für die in Abschnitt 4.1 aufgeführten Indikationen entspricht die therapeutische Wirkung einer 50 mg-Hartkapsel ITRAISDIN, einer 100 mg-Hartkapsel der herkömmlichen Itraconazol-Hartkapseln. Die empfohlene Dosis für ITRAISDIN entspricht deshalb der Hälfte der empfohlenen Dosis für herkömmliche Itraconazol-Hartkapseln.

Kreuzallergie

Es liegen keine Informationen bezüglich einer Kreuzallergie zwischen Itraconazol und anderen Azol-Antimykotika vor. Itraconazol sollte Patienten, die auf andere Azole allergisch reagieren, nur mit Vorsicht verschrieben werden.

Kardiale Wirkungen

In einer Studie mit gesunden Probanden führte die intravenöse Anwendung von Itraconazol zu einer vorübergehenden, asymptomatischen Einschränkung der linksventrikulären Auswurffraktion. Die klinische Relevanz dieser Erkenntnisse für orale Itraconazol-Darreichungsformen ist nicht bekannt.

Itraconazol hat einen negativ inotropen Effekt und Berichte über dekompensierte Herzinsuffizienz wurden mit der Anwendung von Itraconazol in Verbindung gebracht. Unter den spontanen Berichten befanden sich häufiger Berichte von Herzinsuffizienz bei einer Gesamtdosis von 400 mg der herkömmlichen Itraconazol Kapseln täglich als bei niedrigeren Gesamttagesdosierung, was darauf hindeutet, dass das Risiko für Herzinsuffizienz mit der Tagesgesamtdosis Itraconazol zunehmen könnte.

Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz, auch in der Anamnese, sollten nur dann mit Itraconazol behandelt werden, wenn der Nutzen die Risiken deutlich überwiegt. In die jeweilige Nutzen-/Risikobewertung sollten dabei Faktoren wie Schweregrad der Indikation, Dosierungsschema und -dauer (z. B. tägliche Gesamtdosis) und die individuellen Risikofaktoren für eine dekompensierte Herzinsuffizienz eingeschlossen werden. Zu diesen Risikofaktoren zählen Herzerkrankungen wie ischämische Herzkrankheit und Herzklappenerkrankung, schwere Lungenerkrankungen, wie chronisch-obstruktive Lungenerkrankung sowie Nierenversagen und andere Erkrankungen, die zu Ödemen führen können. Diese Patienten sollten über die Anzeichen und Symptome einer dekompensierten Herzinsuffizienz aufgeklärt werden. Sie sollten vorsichtig therapiert und sie sollten während der Behandlung auf Anzeichen und Symptome einer dekompensierten Herzinsuffizienz überwacht werden. Bei entsprechenden Anzeichen oder Symptomen sollte die Behandlung mit Itraconazol abgebrochen werden.

Kalziumkanalblocker können negativ inotrope Wirkungen haben, welche die von Itraconazol verstärken können. Außerdem kann Itraconazol den Metabolismus von Kalziumkanalblockern hemmen. Daher sollte aufgrund des erhöhten Risikos für eine dekompensierte Herzinsuffizienz mit Vorsicht vorgegangen werden, wenn Itraconazol gleichzeitig mit Kalziumkanalblockern verabreicht wird (siehe Abschnitt 4.5).

Wirkung auf die Leber

Nach Einnahme von Itraconazol sind sehr seltene Fälle von schwerer Hepatotoxizität einschließlich akutem Leberversagen mit letalem Ausgang aufgetreten. In den meisten Fällen von schwerer Hepatotoxizität hatten die betroffenen Patienten eine vorbestehende Lebererkrankung, wurden in systemischen Indikationen behandelt, hatten andere wesentliche Beeinträchtigungen der Gesundheit und/oder nahmen andere hepatotoxische Arzneimittel ein. Einige Patienten wiesen keine eindeutigen Risikofaktoren für eine Lebererkrankung auf. Einige der Fälle wurden während des ersten Behandlungsmonats beobachtet, manche davon bereits in der ersten Woche der Behandlung. Bei Patienten, die mit Itraconazol behandelt wurden, ist eine Überwachung der Leberfunktion in Betracht zu ziehen. Patienten sollten angewiesen werden, ihrem Arzt unverzüglich Anzeichen und Symptome einer vermuteten Hepatitis wie Appetitlosigkeit, Nausea, Erbrechen, Erschöpfung, Bauchschmerzen oder dunkel gefärbter Urin mitzuteilen. Bei diesen Patienten sollte die Behandlung umgehend abgesetzt und eine Leberfunktionsprüfung durchgeführt werden.

Es liegen nur begrenzt Daten zur Anwendung von oralem Itraconazol bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion vor. Die Anwendung des Arzneimittels sollte bei dieser Patientengruppe mit Vorsicht erfolgen. Es wird empfohlen, Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion, die Itraconazol einnehmen, sorgfältig zu überwachen. Es wird empfohlen, bei der Entscheidung, ob eine Therapie mit anderen durch CYP3A4 metabolisierten Arzneimitteln begonnen werden soll, die verlängerte Eliminationshalbwertszeit von Itraconazol, die in der klinischen Studie zur oralen Einzelgabe von Itraconazol-Kapseln bei Patienten mit Leberzirrhose beobachtet worden war, zu berücksichtigen.

Bei Patienten mit erhöhten oder anormalen Leberenzymwerten, bestehender Lebererkrankung oder bei Patienten, bei denen eine hepatotoxische Lebererkrankung nach Anwendung anderer Arzneimittel aufgetreten ist, wird von der Behandlung mit ITRAISDIN dringend abgeraten, außer es liegt eine schwerwiegende oder lebensbedrohliche Situation vor, in der der erwartete Nutzen das Risiko übersteigt. Bei Patienten mit vorbestehenden Leberfunktionsstörungen oder bei Patienten, bei denen nach Anwendung andere Arzneimittel eine Lebertoxizität auftrat, wird eine Überwachung der Leberfunktion empfohlen (siehe Abschnitt 5.2).

Erniedrigte Azidität des Magens

In vitro-Dissolutionsstudien haben gezeigt, dass für die Itraconazol-Wirkstofffreisetzung aus ITRAISDIN 50 mg keine saure Umgebung notwendig ist und dass die Dissolution minimal ist, bis der pH-Wert 6 erreicht oder darüber liegt.

Die gleichzeitige Verabreichung von Protonenpumpenhemmern kann die systemische Exposition gegenüber Itraconazol erhöhen (siehe Abschnitt 4.5). Der Anstieg ist geringfügig im Vergleich zu den Schwankungen der Exposition, die für Produkte mit herkömmlichem Itraconazol berichtet wurden (siehe Abschnitt 5.2).

Kinder und Jugendliche

Für die Anwendung von Itraconazol bei Kindern liegen nur unzureichende Daten vor. Itraconazol sollten deshalb bei Kindern nur angewendet werden, wenn der erwartete Nutzen die möglichen Risiken überwiegt.

Ältere Patienten

Es liegen nur begrenzte klinische Daten über die Anwendung von Itraconazol Hartkapseln bei älteren Patienten vor. Es ist angeraten, die Itraconazol Hartkapseln bei diesen Patienten nur anzuwenden, wenn festgestellt wurde, dass der mögliche Nutzen das potentielle Risiko übersteigt. Allgemein wird bei der Wahl der Dosierung für einen älteren Patienten empfohlen, die erhöhte Häufigkeit einer verminderten Leber-, Nieren- oder Herzfunktion sowie von Begleiterkrankungen oder einer Therapie mit anderen Arzneimitteln zu berücksichtigen.

Nierenfunktionsbeeinträchtigung

Es liegen nur begrenzte klinische Daten über die Anwendung von oral verabreichtem Itraconazol bei Patienten mit Nierenfunktionsbeeinträchtigung vor. Die Itraconazol-Exposition kann bei einigen Patienten mit Nierenfunktionsbeeinträchtigung niedriger sein. Bei der Verabreichung dieses Arzneimittels ist in dieser Patientengruppe Vorsicht geboten und eine Dosisanpassung könnte in Betracht gezogen werden.

Hörverlust

Über vorübergehenden oder dauerhaften Hörverlust wurde bei Patienten unter Itraconazol-Behandlung berichtet. Bei einigen dieser Berichte wurde eine gleichzeitige Behandlung mit Chinidin durchgeführt, was kontraindiziert ist (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5). Der Hörverlust geht gewöhnlich vorüber, wenn die Behandlung beendet wird, kann aber bei einigen Patienten bestehen bleiben.

Immunsupprimierte Patienten

Bei bestimmten immunsupprimierten Patienten (z. B. bei Neutropenie, AIDS oder nach einer Organtransplantation) kann die Bioverfügbarkeit nach oraler Gabe von Itraconazol herabgesetzt sein.

Patienten mit unmittelbar lebensbedrohlichen, systemischen Pilzinfektionen

Aufgrund seiner pharmakokinetischen Eigenschaften (siehe Abschnitt 5.2) wird davon abgeraten,

Itraconazol zur Einleitung der Behandlung von Patienten mit einer unmittelbar lebensbedrohlichen, systemischen Pilzinfektion einzusetzen.

Patienten mit AIDS

Bei AIDS-Patienten, die aufgrund einer Pilzinfektion behandelt wurden und die rezidiv gefährdet sind, sollte der behandelnde Arzt prüfen, ob eine Erhaltungstherapie notwendig ist.

Neuropathie

Falls das Auftreten eine Neuropathie auf Itraconazol zurückgeführt werden kann, sollte die Behandlung abgebrochen werden.

Wechselwirkungspotenzial

Die gleichzeitige Anwendung bestimmter Arzneimittel zusammen mit Itraconazol kann zu Veränderungen der Wirksamkeit von Itraconazol und/oder der Begleitmedikation, zu lebensbedrohlichen Wirkungen und/oder zum plötzlichen Tod führen. Die Behandlung mit Itraconazol sollte erst 2 Wochen nach Beendigung der Behandlung mit CYP3A4-Induktoren (Rifampicin, Rifabutin, Phenobarbital und Phenytoin, Carbamazepin, Hypericum perforatum [Johanniskraut]) eingeleitet werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Dieses Arzneimittel enthalt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Hartkapsel, d. h. es ist nahezu

„natriumfrei“.

Wechselwirkungen

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Es wurden keine gezielten Studien zu Arzneimittelwechselwirkungen durchgeführt, um den Einfluss von Prokinetika oder Arzneimitteln, die die Azidität des Magens beeinflussen, auf die Resorptionseigenschaften von ITRAISDIN zu quantifizieren. Sollte der Kliniker Grund haben, eine schlechte oder veränderte Resorption zu vermuten, könnte Therapeutic Drug Monitoring (TDM) dazu dienen, die Resorption zu verifizieren und die klinische Wirksamkeit zu optimieren.

Itraconazol wird hauptsächlich über CYP3A4 metabolisiert. Andere Arzneimittel, die dem gleichen Stoffwechselweg unterliegen oder die Enzymaktivität von CYP3A4 verändern, können die Pharmakokinetik von Itraconazol beeinflussen. Gleichermaßen kann Itraconazol die Pharmakokinetik anderer Substanzen, die diesem Stoffwechselweg unterliegen, verändern. Itraconazol ist ein potenter CYP3A4-Inhibitor und ein Inhibitor des P-Glycoproteins. Bei Anwendung einer Begleitmedikation ist hinsichtlich des Stoffwechselwegs und einer möglicherweise notwendigen Dosisanpassung dieses Arzneimittels die entsprechende Fachinformation heranzuziehen.

Arzneimittel, die die Plasmakonzentrationen von Itraconazol verringern können

Die gleichzeitige Anwendung von Itraconazol mit potenten CYP3A4-Induktoren kann die Bioverfügbarkeit von Itraconazol und Hydroxy-Itraconazol so stark vermindern, dass es zu einer deutlichen Verringerung der Wirksamkeit kommen kann. Hierzu gehören zum Beispiel:

  • Antibiotika: Isoniazid, Rifabutin (siehe auch unter „Arzneimittel, deren Plasmakonzentrationen durch Itraconazol erhöht werden können“), Rifampicin.

  • Antikonvulsiva: Carbamazepin (siehe auch unter „Arzneimittel, deren Plasmakonzentrationen durch Itraconazol erhöht werden können“), Phenobarbital, Phenytoin.

  • Antivirale Arzneimittel: Efavirenz, Nevirapin.

  • Hypericum perforatum (Johanniskraut).

    Daher wird die Anwendung potenter CYP3A4-Enzym-Induktoren zusammen mit Itraconazol nicht empfohlen. Es wird empfohlen, diese Arzneimittel 2 Wochen vor und während der Itraconazol-Behandlung nicht anzuwenden, außer der Nutzen überwiegt das Risiko einer möglicherweise verringerten Itraconazol-Wirkung. Bei gleichzeitiger Anwendung wird empfohlen, die antimykotische

    Aktivität zu überwachen und die Itraconazol-Dosierung je nach Bedarf zu erhöhen. Arzneimittel, die die Plasmakonzentrationen von Itraconazol erhöhen können

    Starke CYP3A4-Inhibitoren können die Bioverfügbarkeit von Itraconazol erhöhen. Hierzu gehören zum Beispiel:

  • Antibiotika: Ciprofloxacin, Clarithromycin, Erythromycin

  • Antivirale Arzneimittel: Ritonavir-geboostetes Darunavir, Ritonavir-geboostetes Fosamprenavir, Indinavir (siehe auch unter „Arzneimittel, deren Plasmakonzentrationen durch Itraconazol erhöht werden können“), Ritonavir (siehe auch unter „Arzneimittel, deren Plasmakonzentrationen durch Itraconazol erhöht werden können“)

    Es wird empfohlen, dass diese Arzneimittel bei gleichzeitiger Anwendung mit Itraconazol-Hartkapseln mit Vorsicht angewendet werden. Es wird empfohlen, Patienten, die Itraconazol gleichzeitig mit starken CYP3A4-Inhibitoren einnehmen müssen, engmaschig auf Anzeichen oder Symptome verstärkter oder verlängerter pharmakologischer Wirkungen von Itraconazol zu überwachen und die Itraconazol-Dosis je nach Bedarf zu verringern. Es wird empfohlen, bei Bedarf die Itraconazol-Plasmakonzentrationen zu bestimmen.

    Die gleichzeitige Verabreichung von ITRAISDIN mit Protonenpumpenhemmern kann die systemische Exposition gegenüber Itraconazol erhöhen (siehe Abschnitt 4.4 und Abschnitt 5.2).

    Arzneimittel, deren Plasmakonzentrationen durch Itraconazol erhöht werden können

    Itraconazol und sein Hauptmetabolit Hydroxy-Itraconazol können die Verstoffwechselung von Wirkstoffen, die über CYP3A4 abgebaut werden, und den Wirkstofftransport mittels P-Glycoprotein hemmen. Dies kann zu erhöhten Plasmakonzentrationen dieser Wirkstoffe und/oder ihrer aktiven Metaboliten führen, wenn sie zusammen mit Itraconazol verabreicht werden. Diese erhöhten Plasmakonzentrationen können sowohl die Wirkungen als auch die Nebenwirkungen dieser Arzneimittel verstärken oder verlängern. Über CYP3A4 metabolisierte Arzneimittel, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern, können zusammen mit Itraconazol kontraindiziert sein, da die Kombination zu ventrikulären Tachyarrhythmien, einschließlich dem Auftreten von Torsade de pointes, einer potentiell tödlichen Arrhythmie, führen kann. Nach Behandlungsende fallen die Itraconazol-Plasmakonzentrationen je nach Dosierung und Behandlungsdauer innerhalb von 7 bis

    14 Tagen nahezu bis zur Nachweisgrenze ab. Bei Patienten mit Leberzirrhose oder Patienten, die CYP3A4-Inhibitoren erhalten, kann der Rückgang der Plasmakonzentrationen langsamer erfolgen. Das ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn eine Therapie mit Arzneimitteln eingeleitet wird, deren Metabolisierung durch Itraconazol beeinflusst wird.

    Arzneimittel, die mit Itraconazol interagieren, werden wie folgt eingeteilt:

  • „Kontraindiziert“: Dieses Arzneimittel darf unter keinen Umständen gleichzeitig mit und bis zu 2 Wochen nach der Itraconazol-Behandlung verabreicht werden.

  • „Nicht empfohlen“: Es wird empfohlen, die Anwendung des Arzneimittels während und bis zu 2 Wochen nach Ende der Itraconazol-Behandlung zu vermeiden, es sei denn, der Nutzen überwiegt die möglicherweise erhöhten Risiken von Nebenwirkungen. Falls eine gleichzeitige Anwendung nicht vermieden werden kann, wird eine klinische Überwachung auf Anzeichen und Symptome verstärkter oder verlängerter Wirkungen oder Nebenwirkungen des interagierenden Arzneimittels empfohlen sowie je nach Bedarf eine Dosisreduzierung oder - unterbrechung. Gegebenenfalls sollten die Plasmakonzentrationen bestimmt werden.

  • „Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten“: Bei gleichzeitiger Anwendung des Arzneimittels mit Itraconazol wird eine sorgfältige Überwachung empfohlen. Während der Co-Medikation wird eine engmaschige Überwachung der Patienten auf Anzeichen und Symptome verstärkter oder verlängerter Wirkungen oder Nebenwirkungen des interagierenden Arzneimittels empfohlen sowie je nach Bedarf eine Dosisreduktion. Gegebenenfalls sollten die Plasmakonzentrationen bestimmt werden.

    Tabelle 1: Beispiele für Wechselwirkungen von Arzneimitteln. Die in dieser Tabelle aufgeführten Arzneimittel basieren entweder auf Fallberichten oder Arzneimittelwechselwirkungsstudien mit Itraconazol oder auf potenziellen Wechselwirkungen auf der Grundlage des Wechselwirkungsmechanismus.

    Arzneimittel (Per Orale [PO] Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb der Klasse Erwartete/mögliche Wirkung auf Itraconazol-Spiegel(↑ = Erhöhung;↔ = keine Veränderung;↓ = Abnahme) Klinischer Kommentar (siehe oben für zusätzliche Informationen und auch Abschnitte 4.3 und 4.4)
    Antibakterielle Arzneimittel zur systemischen Anwendung; Antimykobakterielle Arzneimittel
    Isoniazid Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Isoniazid die Konzentrationen vonItraconazol verringert. Nicht empfohlen
    Rifampicin PO 600 mg OD Itraconazol ↓ Nicht empfohlen
    Rifabutin PO 300 mg OD Itraconazol ↓ Nicht empfohlen
    Ciprofloxacin PO 500 mg BID Itraconazol ↑ Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Erythromycin 1 g Itraconazol ↑ Bei der Anwendung istVorsicht geboten
    Clarithromycin PO 500 mg BID Itraconazol ↑ Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Antiepileptika
    Carbamazepin, Phenobarbital Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass diese Arzneimittel die Konzentrationen vonItraconazol verringern. Nicht empfohlen
    Phenytoin PO 300 mg OD Itraconazol ↓Hydroxy-Itraconazol ↓ Nicht empfohlen
    Antineoplastische Wirkstoffe
    Idelalisib Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Idelalisib die Konzentrationen vonItraconazol erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Antivirale Arzneimittel zur systemischen Anwendung
    Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir (mit oder ohne Dasabuvir) Obwohl nicht direkt untersucht, ist zu erwarten, dass diese Arzneimittel die Konzentrationen vonItraconazol erhöhen. Kontraindiziert
    Efavirenz 600 mg Itraconazol ↓Hydroxy-Itraconazol ↓ Nicht empfohlen
    Nevirapin PO 200 mg OD Itraconazol ↓ Nicht empfohlen
    Cobicistat, Darunavir (geboostet), Elvitegravir (Ritonavir-geboostet), Fosamprenavir (Ritonavir-geboostet), Ritonavir,Saquinavir (Ritonavir-geboostet) Obwohl nicht direkt untersucht, ist zu erwarten, dass diese Arzneimittel dieKonzentrationen von Itraconazol erhöhen. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Arzneimittel (Per Orale [PO] Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb der Klasse Erwartete/mögliche Wirkung auf Itraconazol-Spiegel(↑ = Erhöhung;↔ = keine Veränderung;↓ = Abnahme) Klinischer Kommentar (siehe oben für zusätzliche Informationen und auch Abschnitte 4.3 und 4.4)
    Indinavir PO 800 mg TID Itraconazol-Konzentration ↑ Bei der Anwendung istVorsicht geboten
    Kalziumkanalblocker
    Diltiazem Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dassDiltiazem die Konzentration von Itraconazol erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Respiratorisches System: Andere Produkte für das respiratorische System
    Lumacaftor/Ivacaftor PO 200/250 mg BID Itraconazol-Konzentration ↓ Nicht empfohlen
    Magen-Darm-Arzneimittel
    Protonenpumpenhemmer (z. B.Omeprazol). Itraconazol-Konzentration ↑ Bei der Anwendung istVorsicht geboten
    Sonstiges
    Johanniskraut (Hypericum perforatum) Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Johanniskraut die Konzentration vonItraconazol verringert. Nicht empfohlen

    Tabelle 2: Beispiele für Arzneimittel, deren Plasmakonzentrationen durch Itraconazol beeinflusst werden können, dargestellt nach Arzneimittelklassen. Die in dieser Tabelle aufgeführten Arzneimittel basieren entweder auf Fallberichten oder Arzneimittelwechselwirkungsstudien mit konventionellem Itraconazol oder auf potenziellen Wechselwirkungen auf der Grundlage des Wechselwirkungsmechanismus.

    Arzneimittel (PO-Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb der Klasse Erwartete/mögliche Wirkung auf die Arzneimittelspiegel (↑ = Erhöhung;↔ = keine Veränderung;↓ = Abnahme) Klinischer Kommentar (siehe oben für zusätzlicheInformationen und auch Abschnitte 4.3 und 4.4)
    Analgetika; Anästhetika
    Mutterkornalkaloide (z. B. Dihydroergotamin, Ergometrin, Ergotamin, Methylergometrin) Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationendieser Arzneimittel erhöht. Kontraindiziert
    Eletriptan, Fentanyl Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationendieser Arzneimittel erhöht. Nicht empfohlen
    Alfentanil, Buprenorphin (i.v. und sublingual), Cannabinoide, Methadon, Sufentanil Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dassItraconazol die Konzentrationen dieser Arzneimittel erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Oxycodon PO 10 mg Oxycodon PO: ↑ Bei der Anwendung istVorsicht geboten
    Oxycodon i.v. 0,1 mg/kg Oxycodon i.v.: ↑ Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Arzneimittel (PO-Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb der Klasse Erwartete/mögliche Wirkung auf die Arzneimittelspiegel (↑ = Erhöhung;↔ = keine Veränderung;↓ = Abnahme) Klinischer Kommentar (siehe oben für zusätzlicheInformationen und auch Abschnitte 4.3 und 4.4)
    Antibakterielle Arzneimittel zur systemischen Anwendung; AntimykobakterielleArzneimittel; Antimykotika zur systemischen Anwendung
    Isavuconazol Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationenvon Isavuconazol erhöht. Kontraindiziert
    Bedaquilin Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationen von Bedaquilin erhöht. Nicht empfohlen
    Rifabutin PO 300 mg OD Rifabutin-Konzentration ↑(Ausmaß unbekannt) Nicht empfohlen
    Clarithromycin PO 500 mg BID Clarithromycin-Konzentration ↑ Bei der Anwendung istVorsicht geboten
    Delamanid Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationen von Delamanid erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Antiepileptika
    Carbamazepin Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationenvon Carbamazepin erhöht. Nicht empfohlen
    Entzündungshemmende und antirheumatische Arzneimittel
    Meloxicam 15 mg Meloxicam ↓ Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Anthelminthika; Antiprotozoika
    Halofantrin Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationenvon Halofantrin erhöht. Kontraindiziert
    Artemether-Lumefantrin, Praziquantel Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dassItraconazol die Konzentrationen dieser Arzneimittel erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Chinin 300 mg Chinin Cmax ↔, AUC ↑ Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Antihistaminika zur systemischen Anwendung
    Astemizol, Mizolastin, Terfenadin Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationendieser Arzneimittel erhöht. Kontraindiziert
    Ebastin 20 mg Ebastin ↑Carabastin Cmax ↔, AUC ↑ Nicht empfohlen
    Bilastin, Rupatadin Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dassItraconazol die Konzentrationen dieser Arzneimittel erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Arzneimittel (PO-Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb der Klasse Erwartete/mögliche Wirkung auf die Arzneimittelspiegel (↑ = Erhöhung;↔ = keine Veränderung;↓ = Abnahme) Klinischer Kommentar (siehe oben für zusätzlicheInformationen und auch Abschnitte 4.3 und 4.4)
    Antineoplastische Wirkstoffe
    Irinotecan Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationenvon Irinotecan und seinem aktiven Metaboliten erhöht. Kontraindiziert
    Venetoclax Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationen von Venetoclax erhöht. Kontraindiziert bei Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie während der Einleitungs-und Titrationsphase von Venetoclax. In anderen Fällen wird es nicht empfohlen, es sei denn, der Nutzen überwiegt die Risiken. Siehe auch die Fachinformation vonVenetoclax.
    Axitinib, Bosutinib, Cabazitaxel, Cabozantinib, Ceritinib, Crizotinib, Dabrafenib, Dasatinib, Docetaxel, Everolimus, Glasdegib, Ibrutinib, Lapatinib, Nilotinib, Pazopanib, Regorafenib, Sunitinib, Temsirolimus, Trabectedin, Trastuzumab-Emtansin, Vinca-Alkaloide (z. B. Vinflunin, Vinorelbin) Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationen dieser Arzneimittel erhöht, außer bei Cabazitaxel und Regorafenib.Es wurde keine statistisch signifikante Veränderung der Cabazitaxel-Exposition, aber eine hohe Variabilität der Ergebnisse beobachtet.Es wird erwartet, dass die AUC von Regorafenib abnimmt (durch Schätzung desWirkstoffanteils) Nicht empfohlen
    Cobimetinib 10 mg Cobimetinib ↑ Nicht empfohlen
    Entrectinib Entrectinib ↑ Nicht empfohlen
    Olaparib 100 mg Olaparib ↑ Nicht empfohlen
    Talazoparib Talazoparib ↑ Nicht empfohlen
    Alitretinoin (oral), Bortezomib, Brentuximab-Vedotin, Erlotinib, Idelalisib, Imatinib, Nintedanib, Panobinostat, Ponatinib, Ruxolitinib, Sonidegib, Tretinoin(oral) Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationen dieser Arzneimittel erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Busulfan 1 mg/kg Q6h Busulfan ↑ Bei der Anwendung istVorsicht geboten
    Gefitinib 250 mg Gefitinib ↑ Bei der Anwendung istVorsicht geboten
    Pemigatinib Cmax ↑, AUC ↑
    Arzneimittel (PO-Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb der Klasse Erwartete/mögliche Wirkung auf die Arzneimittelspiegel (↑ = Erhöhung;↔ = keine Veränderung;↓ = Abnahme) Klinischer Kommentar (siehe oben für zusätzlicheInformationen und auch Abschnitte 4.3 und 4.4)
    Antithrombotische Wirkstoffe
    Dabigatran, Ticagrelor Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationendieser Arzneimittel erhöht. Kontraindiziert
    Apixaban, Edoxaban, Rivaroxaban, Vorapaxar Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationendieser Arzneimittel erhöht. Nicht empfohlen
    Cilostazol, Cumarine (z. B. Warfarin) Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dassItraconazol die Konzentrationen dieser Arzneimittel erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Antivirale Arzneimittel zur systemischen Anwendung
    Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir (mit oder ohne Dasabuvir) Itraconazol kann die Konzentrationen von Paritaprevir erhöhen. Kontraindiziert
    Elbasvir/Grazoprevir, Tenofoviralafenamidfumarat (TAF), Tenofovirdisoproxilfumarat (TDF) Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationendieser Arzneimittel erhöht. Nicht empfohlen
    Cobicistat, Elvitegravir (Ritonavir-geboostet), Glecaprevir/Pibrentasvir,Maraviroc, Ritonavir, Saquinavir Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationendieser Arzneimittel erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Indinavir PO 800 mg TID Indinavir Cmax↔, AUC ↑ Bei der Anwendung istVorsicht geboten
    Kardiovaskuläres System (Wirkstoffe, die auf das Renin-Angiotensin-System wirken;Antihypertensiva; Betablocker; Kalziumkanalblocker; Herztherapie; Diuretika)
    Bepridil, Disopyramid, Dofetilid, Dronedaron, Eplerenon, Finerenone, Ivabradin, Lercanidipin, Nisoldipin, Ranolazin, Sildenafil (pulmonaleHypertonie) Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationen dieser Arzneimittel erhöht. Kontraindiziert
    Aliskiren 150 mg Aliskiren ↑ Kontraindiziert
    Chinidin 100 mg Chinidin ↑ Kontraindiziert
    Felodipin 5 mg Felodipin ↑ Nicht empfohlen
    Riociguat, Tadalafil (pulmonale Hypertonie) Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationendieser Arzneimittel erhöht. Nicht empfohlen
    Bosentan, Diltiazem, Guanfacin, andere Dihydropyridine (z. B. Amlodipin, Isradipin, Nifedipin,Nimodipin), Verapamil Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationenvon Bosentan erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Digoxin 0,5 mg Digoxin ↑ Bei der Anwendung istVorsicht geboten
    Nadolol 30 mg Nadolol ↑ Bei der Anwendung istVorsicht geboten
    Arzneimittel (PO-Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb der Klasse Erwartete/mögliche Wirkung auf die Arzneimittelspiegel (↑ = Erhöhung;↔ = keine Veränderung;↓ = Abnahme) Klinischer Kommentar (siehe oben für zusätzlicheInformationen und auch Abschnitte 4.3 und 4.4)
    Kortikosteroide zur systemischen Anwendung; Arzneimittel bei obstruktivenAtemwegserkrankungen
    Ciclesonid, Salmeterol Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationen von Salmeterol und dem aktiven Metaboliten von Ciclesoniderhöht. Nicht empfohlen
    Budesonid INH 1 mg SD Budesonid INH ↑ Budesonid-Konzentration(andere Formulierungen) ↑ Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Dexamethason i.v. 5 mg Dexamethason PO 4,5 mg Dexamethason i.v.:Cmax ↔, AUC ↑ Dexamethason PO:Cmax ↑ Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Fluticason INH 1 mg BID Fluticason INH-Konzentration ↑ Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Methylprednisolon 16 mg Methylprednisolon ↑Methylprednisolon i.v. ↑ Bei der Anwendung istVorsicht geboten
    Fluticason nasal Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationen von nasal verabreichtemFluticason erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes
    Repaglinid 0,25 mg Repaglinid ↑ Bei der Anwendung istVorsicht geboten
    Saxagliptin Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationenvon Saxagliptin erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Gastrointestinale Arzneimittel, einschließlich Antidiarrhoika, intestinaleAntiphlogistika/Antiinfektiva; Antiemetika und Arzneimittel gegen Brechreiz; Arzneimittel gegen Obstipation; Arzneimittel gegen funktionelle gastrointestinale Störungen
    Cisaprid, Naloxegol Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationendieser Arzneimittel erhöht. Kontraindiziert
    Domperidon 20 mg Domperidon ↑ Kontraindiziert
    Aprepitant, Loperamid, Netupitant Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationenvon Aprepitant erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Immunsuppressiva
    Sirolimus (Rapamycin) Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dassItraconazol die Konzentrationen von Sirolimus erhöht. Nicht empfohlen
    Arzneimittel (PO-Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb der Klasse Erwartete/mögliche Wirkung auf die Arzneimittelspiegel (↑ = Erhöhung;↔ = keine Veränderung;↓ = Abnahme) Klinischer Kommentar (siehe oben für zusätzlicheInformationen und auch Abschnitte 4.3 und 4.4)
    Ciclosporin, Tacrolimus Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dassItraconazol die Konzentrationen von Ciclosporin erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Tacrolimus i.v. 0,03 mg/kg OD Tacrolimus i.v.-Konzentration ↑ Bei der Anwendung istVorsicht geboten
    Lipidmodifizierende Wirkstoffe
    Lomitapid Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationenvon Lomitapid erhöht. Kontraindiziert
    Lovastatin 40 mg Lovastatin ↑Lovastatinsäure ↑ Kontraindiziert
    Simvastatin 40 mg Simvastatinsäure ↑ Kontraindiziert
    Atorvastatin Atorvastatinsäure:Cmax ↔ AUC ↑ Nicht empfohlen
    Psychoanaleptika; Psycholeptika (z. B. Antipsychotika, Anxiolytika und Hypnotika)
    Lurasidon, Pimozid, Quetiapin, Sertindol Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationendieser Arzneimittel erhöht. Kontraindiziert
    Midazolam (oral) 7,5 mg Midazolam (oral) ↑ Kontraindiziert
    Triazolam 0,25 mg Triazolam ↑ Kontraindiziert
    Alprazolam 0,8 mg Alprazolam Cmax ↔, AUC ↑ Bei der Anwendung istVorsicht geboten
    Aripiprazol 3 mg Aripiprazol ↑ Bei der Anwendung istVorsicht geboten
    Brotizolam 0,5 mg Brotizolam Cmax ↔, AUC ↑ Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Buspiron 10 mg Buspiron ↑ Bei der Anwendung istVorsicht geboten
    Midazolam (i.v.) 7,5 mg Midazolam (i.v.) ↑;Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationen von Midazolam nach oromukosaler Verabreichungerhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Risperidon 2 bis 8 mg/Tag Risperidon- und aktiveMetabolitenkonzentration ↑ Bei der Anwendung istVorsicht geboten
    Zopiclon 7,5 mg Zopiclon ↑ Bei der Anwendung istVorsicht geboten
    Cariprazin, Galantamin, Haloperidol, Reboxetin, Venlafaxin Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationendieser Arzneimittel erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Respiratorisches System: Andere Produkte für das respiratorische System
    Lumacaftor/Ivacaftor PO200/250 mg BID Ivacaftor ↑Lumacaftor ↔ Nicht empfohlen
    Arzneimittel (PO-Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb der Klasse Erwartete/mögliche Wirkung auf die Arzneimittelspiegel (↑ = Erhöhung;↔ = keine Veränderung;↓ = Abnahme) Klinischer Kommentar (siehe oben für zusätzlicheInformationen und auch Abschnitte 4.3 und 4.4)
    Ivacaftor Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dassItraconazol die Konzentrationen von Ivacaftor erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Sexualhormone und Modulatoren des Genitalsystems; andere gynäkologische Arzneimittel
    Cabergolin, Dienogest, Ulipristal Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationendieser Arzneimittel erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Urologika
    Avanafil, Dapoxetin, Darifenacin Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationen dieser Arzneimittel erhöht. Kontraindiziert
    Fesoterodin Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationen des aktiven Metaboliten, 5-Hydroxymethyl-Tolterodin, erhöht. Mäßige oder schwere Nierenfunktionsbeeinträc htigung - oder Beeinträchtigung der Leber: Kontraindiziert.Leichte Nierenfunktionsbeeinträc htigung - oder leichte Beeinträchtigung der Leber:Die gleichzeitige Anwendung sollte vermieden werden.Normale Nierenfunktionsbeeinträc htigung - oder Beeinträchtigung der Leber:Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten und die maximale Fesoterodin-Dosis beträgt 4 mg.
    Solifenacin Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationen von Solifenacin erhöht. Schwere Nierenfunktionsbeeinträc htigung: Kontraindiziert.Mäßige oder schwere Beeinträchtigung der Leber: Kontraindiziert.Bei allen anderen Patienten ist bei der Anwendung Vorsicht geboten und diemaximale Solifenacin-Dosis beträgt 5 mg.
    Arzneimittel (PO-Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb der Klasse Erwartete/mögliche Wirkung auf die Arzneimittelspiegel (↑ = Erhöhung;↔ = keine Veränderung;↓ = Abnahme) Klinischer Kommentar (siehe oben für zusätzlicheInformationen und auch Abschnitte 4.3 und 4.4)
    Vardenafil Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dassItraconazol die Konzentrationen von Vardenafil erhöht. Kontraindiziert bei Patienten, die älter als75 Jahre sind; ansonsten nicht empfohlen.
    Alfuzosin, Silodosin, Tadalafil (erektile Dysfunktion und benigneProstatahyperplasie), Tamsulosin, Tolterodin Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dassItraconazol die Konzentrationen dieser Arzneimittel erhöht. Nicht empfohlen
    Dutasterid, Imidafenacin, Sildenafil (erektile Dysfunktion) Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationendieser Arzneimittel erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Oxybutynin 5 mg Oxybutynin ↑N-Desethyloxybutynin ↔Nach transdermaler Verabreichung:Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationen von Oxybutynin nach transdermaler Verabreichungerhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten
    Sonstige Arzneimittel und andere Substanzen
    Colchicin Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dass Itraconazol die Konzentrationen von Colchicin erhöht. Kontraindiziert bei Patienten mit Nierenfunktionsbeeinträc htigung oder Beeinträchtigung der Leber. Bei anderen Patienten nichtempfohlen.
    Arzneimittel (PO-Einzeldosis, sofern nicht anders angegeben) innerhalb der Klasse Erwartete/mögliche Wirkung auf die Arzneimittelspiegel (↑ = Erhöhung;↔ = keine Veränderung;↓ = Abnahme) Klinischer Kommentar (siehe oben für zusätzlicheInformationen und auch Abschnitte 4.3 und 4.4)
    Eliglustat Obwohl nicht direkt untersucht, ist zu erwarten, dass Itraconazol die Konzentrationen von Eliglustat erhöht. Kontraindiziert bei langsamen CYP2D6-Metabolisierern (PM). Kontraindiziert bei intermediären CYP2D6-Metabolisierern (IMs) oder extensiven Metabolisierern (EMs), die einen starken oder moderaten CYP2D6-Inhibitor einnehmen.Mit Vorsicht anwenden bei CYP2D6-IMs und EMs.Bei CYP2D6-EMs mit leichter Beeinträchtigung der Leber sollte eine Eliglustat-Dosis von84 mg/Tag in Betrachtgezogen werden.
    Cinacalcet Obwohl nicht direkt untersucht, ist es wahrscheinlich, dassItraconazol die Konzentrationen von Cinacalcet erhöht. Bei der Anwendung ist Vorsicht geboten

Schwangerschaft

Fertilität

Unter der Behandlung mit Itraconazol gibt es keine Anzeichen für einen primären Einfluss auf die Fertilität (siehe Abschnitt 5.3).

Schwangerschaft

Über die Anwendung von Itraconazol während der Schwangerschaft liegen nur in begrenztem Umfang Informationen vor. Über Fälle von angeborenen Missbildungen wurde kurz nach Markteinführung berichtet. Hierzu gehörten Missbildungen des Skelettsystems, des Urogenitaltrakts. des kardiovaskulären Systems und der Augen, sowie chromosomale und multiple Missbildungen. Eine kausale Beziehung zu Itraconazol wurde nicht belegt. Epidemiologische Daten hinsichtlich der Einnahme von Itraconazol in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten (überwiegend bei Patienten, die eine kurzfristige Therapie aufgrund von vulvovaginaler Candidose erhielten) zeigten jedoch kein erhöhtes Risiko für Missbildungen im Vergleich zur Kontrollgruppe, die keinen bekannten Teratogenen ausgesetzt wurde.

Studien an Tieren zeigten eine Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).

Itraconazol Hartkapseln dürfen während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, außer in lebensbedrohlichen Fällen, wenn der mögliche Nutzen für die Mutter das mögliche Risiko einer Schädigung des Fötus überwiegt (siehe Abschnitt 4.3). Aufgrund des Metabolismus von Itraconazol sollte eine Schwangerschaft bis zur nächsten Menstruation nach Ende der Behandlung vermieden

werden.

Frauen im gebärfähigen Alter

Itraconazol wird bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine Verhütungsmaßnahmen anwenden, nicht empfohlen. Wirksame Verhütungsmaßnahmen müssen bis zur nächsten Menstruationsperiode durchgeführt werden, die auf das Ende der Itraconazol-Therapie folgt.

Stillzeit

Itraconazol geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Es sollte entschieden werden, entweder das Stillen oder aber die Itraconazol-Therapie abzubrechen bzw. die Itraconazol-Therapie nicht durchzuführen, wobei der erwartete Nutzen des Stillens für das Kind gegen den Nutzen der Therapie für die Mutter abgewogen werden sollte.

Fahrtüchtigkeit

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Beim Führen von Fahrzeugen und dem Bedienen von Maschinen muss die Möglichkeit von Nebenwirkungen, wie Schwindel, Sehstörungen und Hörverlust (siehe Abschnitt 4.8), die in einigen Fällen auftreten können, berücksichtigt werden.

Nebenwirkungen

Herkömmliche Itraconazol Kapseln

Die häufigsten unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) bei der Behandlung mit Itraconazol-Kapseln, die in klinischen Studien und/oder durch Spontanberichte nachgewiesen wurden, waren Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Übelkeit. Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen waren schwere allergische Reaktionen, Herzversagen/kongestive Herzinsuffizienz/Lungenödem, Pankreatitis, schwerwiegende Lebertoxizität (einschließlich einiger Fälle von tödlichem akutem Leberversagen) und schwerwiegende Hautreaktionen.

Weitere Informationen zu schwerwiegenden Nebenwirkungen siehe Abschnitt 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung.

Nebenwirkungen sind in der nachstehenden Tabelle aufgelistet. Die Nebenwirkungen stammen aus offenen und doppelblinden klinischen Studien mit Itraconazol-Kapseln, an denen 8.499 Patienten zur Behandlung von Dermatomykosen oder Onychomykosen teilnahmen, sowie aus Spontanberichten.

Die nachfolgende Tabelle listet die Nebenwirkungen nach Systemorganklassen auf. Innerhalb jeder Systemorganklasse sind die Nebenwirkungen nach Häufigkeit gemäß folgender Konvention dargestellt:

Sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100, < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000, < 1/100); selten

(≥ 1/10.000, < 1/1.000); sehr selten (< 1/10.000); nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Nebenwirkungen
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Gelegentlich Sinusitis, Infektion der oberen Atemwege, Rhinitis
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Selten Leukopenie
Erkrankungen des Immunsystems
Gelegentlich Überempfindlichkeitsreaktionen*
Selten Serum-Krankheit, angioneurotisches Ödem, anaphylaktische Reaktion
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Selten Hypertriglyzeridämie
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig Kopfschmerzen
Selten Tremor, Parästhesie, Hypoästhesie, Dysgeusie
Augenerkrankungen
Selten Sehstörungen (einschließlich Diplopie und verschwommenes Sehen)
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Selten Vorübergehender oder dauerhafter Hörverlust*, Tinnitus
Herzerkrankungen
Selten Kongestives Herzversagen*
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Selten Dyspnoe
Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
Häufig Abdominalschmerz, Übelkeit
Gelegentlich Diarrhö, Erbrechen, Obstipation, Dyspepsie, Flatulenz
Selten Pankreatitis
Leber- und Gallenerkrankungen
Gelegentlich Anormale Leberfunktion
Selten schwerwiegende Lebertoxizität (einschließlich einiger Fälle von tödlichem akutem Leberversagen)*, Hyperbilirubinämie
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Gelegentlich Urtikaria, Hautausschlag, Pruritus
Selten Toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom, akute generalisierte exanthematöse Pustulose, Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis, leukozytoklastische Vaskulitis, Alopezie, Photosensibilität
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Selten Pollakisurie
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Gelegentlich Menstruationsstörungen
Selten Erektile Dysfunktion
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Selten Ödeme
Untersuchungen
Selten Kreatinphosphokinase im Blut erhöht

* siehe Abschnitt 4.4 Kinder und Jugendliche

Informationen aus Studien zur Anwendung herkömmlicher Itraconazol Kapseln bei Kindern und Jugendlichen zeigen, dass im Allgemeinen die Natur der Nebenwirkungen bei pädiatrischen Patienten

ähnlich denen ist, die bei Erwachsenen beobachtet werden. Die Inzidenz ist bei pädiatrischen Patienten jedoch höher.

ITRAISDIN Hartkapseln

In einer 12-wöchigen Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit, die mit den ITRAISDIN-Hartkapseln durchgeführt wurde, gab es hinsichtlich der Art, Häufigkeit und Schwere der Nebenwirkungen, die während der Studie beobachtet oder berichtet wurden, keine signifikanten Unterschiede zwischen der ITRAISDIN-Gruppe und der Gruppe die herkömmliches Itraconazol erhielt. Das Sicherheitsprofil der ITRAISDIN-Hartkapseln deckt sich mit dem bekannten Sicherheitsprofil der herkömmlichen Itraconazol Kapseln.

Itraconazol als intravenöse Lösung und Lösung zum Einnehmen

Die folgende Tabelle umfasst Nebenwirkungen mit Itraconazol, die in klinischen Studien mit Itraconazol Lösung zum Einnehmen und i.v. verabreichtem Itraconazol berichtet wurden, mit Ausnahme der Nebenwirkung „Entzündung der Injektionsstelle“, die sich speziell auf die i.v. Darreichungsform bezieht.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems:

Granulozytopenie, Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems:

Anaphylaktiode Reaktionen

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Hyperglykämie, Hyperkaliämie, Hypokaliämie, Hypomagnesiämie

Psychiatrische Erkrankungen:

Konfusionszustand

Erkrankungen des Nervensystems:

Periphere Neuropathie*, Schwindel, Somnolenz, Tremor

Herzerkrankungen:

Herzversagen, linksventrikuläre Herzinsuffizienz, Tachykardie

Gefäßerkrankungen:

Hypertonie, Hypotonie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums:

Lungenödem, Dysphonie, Husten

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes:

Gastrointestinale Störung

Leber- und Gallenerkrankungen:

Leberversagen*, Hepatitis, Gelbsucht

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

erythematöser Hautausschlag, Hyperhidrose

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Myalgie, Arthralgie

Erkrankungen der Nieren und Harnwege:

Nierenfunktionsbeeinträchtigung, Harninkontinenz

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Generalisiertes Ödem, Gesichtsödem, Schmerzen im Brustkorb, Fieber, Schmerzen, Ermüdung, Schüttelfrost

Untersuchungen:

Alanin-Aminotransferase erhöht, Aspartat-Aminotransferase erhöht, alkalische Phosphatase im Blut erhöht, Lactatdehydrogenase im Blut erhöht, Blutharnstoff erhöht, Gamma-Glutamyltransferase erhöht, Leberenzymwerte erhöht, anormale Urinwerte

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.

Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

Überdosierung

Anzeichen und Symptome

Im Allgemeinen stimmen die nach einer Überdosierung berichteten Nebenwirkungen mit denen überein, die während der Anwendung von Itraconazol gemeldet wurden (siehe Abschnitt 4.8).

Behandlung

Bei Überdosierung müssen die Patienten symptomatisch mit unterstützenden Maßnahmen behandelt werden. In der ersten Stunde nach der Einnahme kann eine Magenspülung vorgenommen werden.

Sofern geeignet kann Aktivkohle verabreicht werden. Es gibt kein spezifisches Antidot. Itraconazol ist nicht dialysierbar.

Pharmakologische Eigenschaften - ITRAISDIN® 50 mg

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antimykotikum zur systemischen Anwendung, Triazol-Derivat, ATC-Code: J02AC02

Wirkmechanismus

Itraconazol hemmt die fungale 14-α-Demethylase, was zum Ergosterol-Abbau und der Unterbrechung der Membransynthese durch Pilze führt.

Pharmakokinetische / Pharmadynamische Wirkungen

Der wichtigste Parameter für Itraconazol ist das AUC/MIC-Verhältnis.

Der PK-PD-Parameter zeigt, dass ITRAISDIN 50 mg das AUC/MIC-Verhältnis erzielt, das für eine optimale Wirksamkeit, gegen die, für die angegebenen Mykosen relevanten Organismen, sowohl im nüchternen als auch im nicht nüchternen Zustand, über 25 liegen sollte (siehe Abschnitt 4.1).

Resistenzmechanismus/en

Die Resistenz von Pilzen gegen Azole wächst offensichtlich langsam und ist häufig auf mehrere genetische Mutationen zurückzuführen. Nachweislich konnten folgende Mechanismen beobachtet werden:

  • Überexpression von ERG11, jenem Gen, das für die Codierung der 14-α-Demethylase (das

    Zielenzym) verantwortlich ist

  • Punktmutationen in ERG11, die eine reduzierte 14-α-Demethylase-Affinität für Itraconazol zur Folge haben

  • Überexpression von Arzneimitteltransportern, die einen erhöhten Abtransport von Itraconazol aus Pilzzellen zur Folge haben (z. B. Elimination von Itraconazol aus dem Zielbereich)

  • Kreuzresistenz. Kreuzresistenzen zwischen Substanzen der Arzneimittelklasse der Azole wurden bei Candida-Spezies beobachtet, obwohl eine Resistenz gegen eine Substanz dieser Klasse nicht zwingend eine Resistenz gegen andere Azole mit sich bringt.

Grenzwerte (Breakpoints)

Die Grenzwerte für Itraconazol entsprechen denen des European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) Version 10.0 (04-02-2020).

MIC Grenzwert (mg/l)
≤S (empfindlich) >R (resistent)
Aspergillus flavus 1 1
Aspergillus terreus 1 1
Candida albicans 0,06 0,06
Candida tropicalis 0,125 0,125
Candida parapsilosis 0,125 0,125

Mikrobielle Empfindlichkeit

Die Prävalenz erworbener Resistenzen kann bei bestimmten Spezies geographisch variieren und sich mit der Zeit verändern, weshalb lokale Resistenzdaten wünschenswert sind, insbesondere bei der Behandlung schwerer Infektionen. Erforderlichenfalls sollte fachmännischer Rat eingeholt werden, wenn die lokale Resistenzprävalenz den Einsatz des Wirkstoffs bei zumindest manchen Infektionsarten in Frage stellt.

Die in-vitro-Empfindlichkeit von Pilzen auf Itraconazol hängt von der Inokulumgröße, der Inkubationstemperatur, der Wachstumsphase der Pilze sowie vom verwendeten Kulturmedium ab. Aus diesen Gründen kann die Mindesthemmkonzentration von Itraconazol stark variieren. Die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Daten zur Empfindlichkeit basieren auf MIC90 < 1 mg Itraconazol/l. Es besteht kein Zusammenhang zwischen der in-vitro-Empfindlichkeit und der klinischen Wirksamkeit.

Üblicherweise empfindliche Spezies
Aspergillus spp.1
Candida albicans
Candida parapsilosis
Candida tropicalis
Epidermophyton floccosum
Malassezia (ehem. Pityrosporum) spp.
Microsporum spp.
Trichophyton spp.
Trichosporon spp.
Spezies, bei denen erworbene Resistenz ein Problem darstellen könnte
Candida glabrata2
Candida krusei
Inhärent resistente Organismen
Fusarium spp.
Scopulariopsis spp.

1 Es gibt Berichte über Itraconazol-resistente Aspergillus fumigatus-Stämme.

2 Natürliche, intermediäre Empfindlichkeit.

Pharmakokinetik

Allgemeine physikochemische Eigenschaften

Die Dissolution und Löslichkeit des Wirkstoffs sind der geschwindigkeitsbegrenzende Schritt bei der oralen Resorption von Itraconazol. In vitro-Dissolutionsstudien haben gezeigt, dass für die Itraconazol-Wirkstofffreisetzung aus ITRAISDIN 50 mg keine saure Umgebung notwendig ist und dass die Dissolution minimal ist, bis der pH-Wert bei 6 oder mehr liegt.

Allgemeine pharmakokinetische Eigenschaften

Die Pharmakokinetik von Itraconazol wurde an gesunden Probanden, speziellen Populationen sowie Patienten nach Einfach- und Mehrfachdosen erforscht.

Resorption

Itraconazol wird nach oraler Verabreichung schnell resorbiert. Die höchsten Plasmakonzentrationen des Wirkstoffs in unveränderter Form werden innerhalb von 2 bis 6 Stunden nach oraler Verabreichung erreicht.

In einer klinischen Studie, in der Einfachdosen von ITRAISDIN 50 mg Hartkapseln mit herkömmlichen 100 mg Itraconazol-Hartkapseln verglichen wurden, die beide zusammen mit einer Hauptmahlzeit eingenommen wurden, betrug die beobachtete relative Bioverfügbarkeit (Frel) von Itraconazol bei der ITRAISDIN 50 mg Formulierung 181 %. In dieser Studie betrug die Frel für die ITRAISDIN 50 mg Hartkapselformulierung im Nüchtern- vs. Nicht-Nüchtern-Zustand 124 %, wohingegen die Frel bei der herkömmlichen 100 mg Hartkapsel-Formulierung 156 % betrug.

In einer replizierten klinischen Studie, in der zwei Einfachdosen ITRAISDIN 50 mg Hartkapseln mit zwei Einfachdosen der herkömmlichen 100 mg Itraconazol-Hartkapseln verglichen wurden, die beide nach einer Hauptmahlzeit eingenommen wurden, war die intraindividuelle Variabilität der Gesamtexposition bei der ITRAISDIN 50 mg-Formulierung erheblich geringer als bei der herkömmlichen 100 mg Itraconazol-Formulierung, mit Werten von 27,8 % bzw. 51,2 % für AUC0-tlast und 22,2 % bzw. 47,4 % für AUC0-inf. Es gab keine Überlappung in den 90 %-CI-Bereichen, die bei jeder AUC-Messung für die beiden Formulierungen erreicht wurden, daher war die Differenz bei der intraindividuellen Variabilität, ungefähr 50 %, im 90 %-Niveau statistisch signifikant.

Es wurde eine Wechselwirkungsstudie durchgeführt, bei der die gleiche Itraconazol-Formulierung wie ITRAISDIN an Patienten verabreicht wurde, die Omeprazol unter Steady-State-Bedingungen einnahmen. In der Studie war die mittlere Itraconazol-AUC∞ um 22 % und die mittlere Cmax um 31 % höher, wenn ITRAISDIN zusammen mit Omeprazol verabreicht wurde. Die gleichzeitige Verabreichung von ITRAISDIN mit Protonenpumpenhemmern kann die systemische Exposition gegenüber Itraconazol erhöhen (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

Verteilung

Itraconazol wird im Plasma größtenteils an Proteine (99,8 %) gebunden, wobei Albumin die wichtigste Bindungskomponente darstellt (99,6 % für den Hydroxy-Metaboliten). Es weist zudem eine ausgeprägte Lipid-Affinität auf. Im Plasma ist Itraconazol nur zu 0,2 % als freie Substanz vorhanden.

Itraconazol hat im Körper ein großes scheinbares Verteilvolumen (> 700 l), was auf eine extensive Verteilung in den Geweben schließen lässt: In Lunge, Niere, Leber, Knochen, Magen, Milz und Muskeln wurden Konzentrationen gefunden, die zwei- bis dreimal höher waren als die entsprechenden Konzentrationen im Plasma. Bei Messungen an Hunden der Rasse Beagle lag das Gehirn-Plasma-Verhältnis bei circa 1:1. Im Vergleich zum Plasma ist die Absorption durch Keratingewebe, insbesondere durch die Haut, bis zu viermal höher.

Biotransformation

Itraconazol wird weitgehend von der Leber in eine große Vielzahl an Metaboliten metabolisiert. Einer der wichtigsten Metaboliten ist Hydroxy-Itraconazol, welcher in vitro eine mit Itraconazol vergleichbare, antimykotische Wirkung hat. Im Vergleich zu Itraconazol weist Hydroxy-Itraconazol etwa doppelt so hohe Plasmakonzentrationen auf. In vitro-Studien haben gezeigt, dass CYP3A4 das wichtigste, an der Metabolisierung von Itraconazol beteiligte Enzym ist.

Elimination

Itraconazol wird innerhalb einer Woche in Form von inaktiven Metaboliten zu 35 % mit dem Urin und zu etwa 54 % mit den Fäzes ausgeschieden. Der Anteil der Ausscheidung der Muttersubstanz über die Nieren liegt bei unter 0,03 % der Dosis, wohingegen die Ausscheidung des Wirkstoffs in unveränderter Form über die Fäzes zwischen 3 und 18 % der Dosis variiert. Die Clearance von Itraconazol sinkt bei hohen Dosen aufgrund der Metabolisierungssättigung der Leber.

Linearität/Nicht-Linearität

Die Pharmakokinetik von Itraconazol ist nicht linear; der Wirkstoff reichert sich dementsprechend nach Mehrfachgabe im Plasma an. Steady-State-Konzentrationen werden im Allgemeinen innerhalb von 15 Tagen erreicht; die Cmax- und AUC-Werte sind 4- bis 7-mal höher als die nach einer Einfachdosis beobachteten Werte. Die mittlere Eliminationshalbwertszeit von Itraconazol wird etwa 40 Stunden nach wiederholter Gabe erreicht.

Spezielle Patientengruppen

Beeinträchtigung der Leber: Es liegen nur unzureichende Daten über die orale Anwendung von Itraconazol bei Patienten mit Beeinträchtigung der Leber vor. Deshalb ist bei der Verabreichung dieses Arzneimittels in dieser Patientengruppe Vorsicht geboten.

Nierenfunktionsbeeinträchtigung: Es liegen nur unzureichende Daten über die orale Anwendung von Itraconazol bei Patienten mit Nierenfunktionsbeeinträchtigung vor. Deshalb ist bei der Verabreichung dieses Arzneimittels in dieser Patientengruppe Vorsicht geboten.

Pharmazeutische Angaben - ITRAISDIN® 50 mg

Liste der sonstigen Bestandteile

Kapselinhalt: Hypromellosephthalat, Natriumstärkeglykolat (Typ A), hochdisperses Siliciumdioxid (wasserfrei), Magnesiumstearat (Ph. Eur.).

Hartkapselhülle: Gelatine, Brillantblau FCF (E 133) und Titandioxid.

Druckfarbe: Schwarz (SW-9008), bestehend aus Schellack, Kaliumhydroxid, Eisen(II, III)-oxid

(E 172) und gereinigtem Wasser.

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Dauer der Haltbarkeit

HDPE-Flaschen: 3 Jahre

OPA/Al/PVC Al-Blisterpackung: 3 Jahre PVC/PE/PVdC Al-Blisterpackung: 2 Jahre

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

HDPE-Flaschen

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen. OPA/Al/PVC//Al-Blisterpackung

Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen. PVC/PE/PVdC//Al-Blisterpackung

Nicht über 25 ºC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.

Art und Inhalt des Behältnisses

OPA/AI/PVC//Al-Blisterpackung und PVC/PE/PVdC//Al-Blisterpackung. Packungsgrößen: 4, 6, 7, 8, 14, 15, 18, 28, 30, 60.

HDPE-Flasche mit weißem PP-Kindersicherheitsverschluss und Heißsiegelzwischenlage. Packungsgrößen: 15, 30, 60, 90.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

Weblinks

Packungen und Preis

ITRAISDIN® 50 mg 14 Hartkapseln N2
Preis
34,66 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
ITRAISDIN® 50 mg 28 Hartkapseln
Preis
57,14 €
Zuzahlung
5,71 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
ITRAISDIN® 50 mg 30 Hartkapseln N3
Preis
60,90 €
Zuzahlung
6,09 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
ITRAISDIN® 50mg 14 Hartk. Unverkäufl. Muster
Preis
-
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-

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Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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