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Präparate
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ANESDERM® 25 mg/g + 25 mg/g Creme

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Warnzeichen

Versicherungsliste

Arzneimittel ist nicht auf der Liste.

Informationen zur Abgabe

Apothekenpflichtig

Verschreibungseinschränkungen

Keine Verschreibungseinschränkungen
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Wechselwirkungen mit

Lebensmittel
Pflanzen
Ergänzungen
Gewohnheiten

Sonstige Informationen

Name des Präparats

ANESDERM® 25 mg/g + 25 mg/g Creme

Gluten/Laktose

Gluten: Nein
Laktose: Nein

Darreichungsform

Creme

Hersteller

Pierre Fabre Dermo Kosmetik GmbH GB: Avene - Ducray - A-Derma - Rene Furterer - Pfd

Letzte Aktualisierung der Fachinformation

1.3.2023
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Fachinfo - ANESDERM® 25 mg/g

Anwendungsgebiete

ANESDERM® wird angewendet bei:

Erwachsenen, Kindern und Jugend- lichen

Oberflächenanästhesie der Haut in Verbin- dung mit

  • Nadeleinstich, z. B. i. v. Katheter oder Blutentnahmen,

  • oberflächlichen chirurgischen Maßnah- men.

    Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren

    Oberflächenanästhesie der Genitalschleim- haut, z. B. vor oberflächlichen chirurgischen Eingriffen oder Infiltrationsanästhesie.

    Nur Erwachsenen

    Oberflächenanästhesie bei Beinulkus zur Erleichterung der chirurgischen Reinigung/ Wundausschneidung.

Dosierung

Dosierung

Erwachsene und Jugendliche Einzelheiten zu Anwendungsgebiet oder Verfahren bei der Anwendung mit Dosie- rung und Einwirkzeit sind in den Tabellen 1 und 2 aufgeführt.

Weitere Hinweise zur sachgemäßen Anwen- dung des Arzneimittels bei solchen Verfah- ren siehe Art der Anwendung.

Siehe Tabelle 1

Kinder und Jugendliche

Siehe Tabelle 2

Die Sicherheit und Wirksamkeit der Anwen- dung von ANESDERM® auf der Haut im Ge- nitalbereich und der Genitalschleimhaut bei Kindern unter 12 Jahren ist nicht erwiesen. Die vorliegenden Daten zu Kindern und Jugendlichen zeigen keine ausreichende Wirksamkeit für die Beschneidung.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten ist keine Dosissen- kung erforderlich (siehe Abschnitte 5.2).

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Leber- funktion ist keine Senkung von Einzeldosen erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Tabelle 1 Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren

Anwendungsgebiet/Verfahren Dosierung und Einwirkzeit
Haut
Kleinere Eingriffe, z. B. Nadeleinstiche und chirurgische Behandlung lokaler Läsionen. 2 g (etwa die Hälfte einer 5-g-Tube) oder ca. 1,5 g/10 cm2 über 1 bis 5 Stunden1)
Anwendung auf größeren frisch rasierten Hautbereichen, z. B. bei Haarentfernung mittels Laser (Auftragen der Creme durch den Patienten) Empfohlene Maximaldosis: 60 g. Maximale empfohlene Behandlungsfläche: 600 cm2 über mindestens 1 Stunde,höchstens 5 Stunden.1)
Chirurgische Behandlung größerer Haut- flächen, z. B. Spalthauttransplantation, im klinischen Umfeld. Ca. 1,5 – 2 g/10 cm2 über 2 bis 5 Stunden1)
Haut im männlichen Genitalbereich Vor der Injektion von Lokalanästhetika 1 g/10 cm2 über 15 Minuten
Haut im weiblichen GenitalbereichVor der Injektion von Lokalanästhetika2) 1 – 2 g/10 cm2 über 60 Minuten
Genitalschleimhaut
Chirurgische Behandlung lokaler Läsionen,z. B. Entfernung von Genitalwarzen (Condylomata acuminata) und vor der Injektion von Lokalanästhetika. Ca. 5 – 10 g Creme über 5 – 10 Minuten1),3),4)
Vor einer Zervixkürettage. 10 g Creme im seitlichen Scheidengewölbe 10 Minuten einwirken lassen.
Beinulkus
Nur ErwachseneMechanische Reinigung/Wundausschneidung Ca. 1 – 2 g/10 cm2 bis zu 10 g auf das/die Beingeschwür(e)3),5)Einwirkzeit: 30 bis 60 Minuten

1) Nach einer längeren Einwirkzeit lässt die Anästhesie nach.

2) Auf der weiblichen Genitalhaut führt ANESDERM® allein bei 60 bis 90 Minuten Einwirkzeit zu keiner ausreichenden Anästhesie für eine Thermokauterisation oder Diathermie von Genital- warzen.

3) Die Plasmakonzentrationen bei Patienten, die eine Dosis von mehr als 10 g erhalten haben, wurden nicht dokumentiert (siehe auch Abschnitt 5.2).

4) Bei Jugendlichen mit einem Körpergewicht von weniger als 20 kg sollte die Maximaldosis von ANESDERM® auf der Genitalschleimhaut proportional gesenkt werden.

5) ANESDERM® wurde über einen Zeitraum von 1 – 2 Monaten bis zu 15-mal zur Behandlung von Beinulzera angewendet, ohne dass es zu einem Verlust der Wirksamkeit oder einer Zunahme der Anzahl oder Schwere von unerwünschten Ereignissen kam.

Tabelle 2 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 – 11 Jahren

Altersgruppe Verfahren Dosierung und Einwirkzeit
Kleine Eingriffe, z. B. Nadel- einstich und chirurgische Be- handlung lokaler Verletzungen Ca. 1 g/10 cm2 über 1 Stunde (Einzelheiten siehe unten)
Neugeborene und Säuglinge im Alter von 0 – 2 Monaten1),2),3) Bis zu 1 g und 10 cm2 über eine Stunde4)
Säuglinge im Alter von 3 – 11 Monaten2) Bis zu 2 g und 20 cm2 über eine Stunde5)
Kleinkinder und Kinder im Alter von 1 – 5 Jahren Bis zu 10 g und 100 cm2 über 1 – 5 Stunden6)
Kinder im Alter von 6 – 11 Jahren Bis zu 20 g und 200 cm2 über 1 – 5 Stunden6)
Kinder mit atopischer Dermatitis Vor der Kürettage von Mollusken Einwirkzeit: 30 Minuten

1) Bei reifen Neugeborenen und Säuglingen unter 3 Monaten sollte innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden lediglich eine einzige Dosis angewendet werden. Bei Kindern ab 3 Monaten können innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden maximal 2 Dosen im Abstand von min- destens 12 Stunden appliziert werden, siehe die Abschnitte 4.4 und 4.8.

2) Aufgrund von Sicherheitsbedenken darf ANESDERM® bei Säuglingen bis zum Alter von 12 Monaten, die mit Methämoglobin-induzierenden Wirkstoffen behandelt werden, nicht angewendet werden, siehe Abschnitte 4.8.

3) Aufgrund von Sicherheitsbedenken darf ANESDERM® bei einem Gestationsalter von weni- ger als 37 Wochen nicht angewendet werden, siehe Abschnitt 4.4.

4) Eine Einwirkzeit > 1 Stunde ist nicht dokumentiert.

5) Nach einer Einwirkzeit von bis zu 4 Stunden auf 16 cm2 wurde kein signifikanter Anstieg der Methämoglobinkonzentration beobachtet.

6) Nach einer längeren Einwirkzeit lässt die Anästhesie nach.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- funktion ist keine Dosissenkung erforderlich.

Art der Anwendung Anwendung auf der Haut.

Die Schutzmembran der Tube kann mit Hilfe des Schraubverschlusses durchbohrt werden.

Ein Gramm ANESDERM® Creme aus der 30-g-Tube entspricht einer Länge von ca. 3,5 cm ausgedrückter Creme. Wenn zur Ver- hinderung einer Überdosierung ein hohes Maß an Dosiergenauigkeit erforderlich ist (wenn beispielsweise bei Neugeborenen Dosen nahe der Höchstdosis angewendet werden sollen oder innerhalb eines Zeit- raums von 24 Stunden unter Umständen zwei Applikationen erforderlich werden), dann kann das Auftragen mit einer Spritze erfolgen, wobei 1 ml = 1 g entspricht.

ANESDERM® wird auf der Haut einschließ- lich der Haut im Genitalbereich in dicker Schicht aufgetragen und mit einem Okklu- sivverband abgedeckt. Zum Auftragen auf größere Hautflächen, z. B. bei einer Spalt- hauttransplantation, sollte über dem Ok- klusivverband eine elastische Binde ange- bracht werden, um eine gleichmäßige Ver- teilung der Creme zu erreichen und den Bereich zu schützen. Im Falle einer atopi- schen Dermatitis sollte die Einwirkzeit re- duziert werden.

Bei Eingriffen in Verbindung mit der Genital- schleimhaut ist kein Okklusivverband erfor- derlich. Mit dem Eingriff sollte unmittelbar nach Entfernen der Creme begonnen wer- den.

Bei Eingriffen in Verbindung mit einem Bein- ulkus wird ANESDERM® in dicker Schicht aufgetragen und mit einem Okklusivver- band abgedeckt. Mit der Reinigung sollte unmittelbar nach Entfernen der Creme be- gonnen werden.

Die ANESDERM®-Tube darf bei Beinulzera nur ein einziges Mal angewendet werden. Die Tube ist mit eventuell darin befindlichen Cremeresten nach jeder Behandlung eines Patienten zu entsorgen.

Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen Lidocain und/ oder Prilocain oder andere Lokalanästhe- tika vom Amidtyp oder einen der in Ab- schnitt 6.1 genannten sonstigen Bestand- teile.

Warnhinweise

Patienten mit Glucose-6-Phosphat-Dehy- drogenase-Mangel, angeborener oder idio- pathischer Methämoglobinämie sind emp- findlicher gegenüber wirkstoffbedingten Anzeichen einer Methämoglobinämie. Bei Patienten mit Glucose-6-Phosphat-Dehy- drogenase-Mangel ist das Antidot Methy- lenblau zur Senkung der Methämoglobin- konzentration unwirksam und kann selbst Hämoglobin oxidieren, weshalb eine Thera- pie mit Methylenblau nicht gegeben wer- den kann.

Da zur Resorption der Wirkstoffe keine ausreichenden Daten vorliegen, darf ANESDERM® nicht auf offene Wunden auf- getragen werden (ausgenommen Bein- ulzera).

Aufgrund der potentiell verstärkten Resorp- tion auf frisch rasierter Haut ist es wichtig, die Empfehlungen für Dosierung, Fläche und Einwirkzeit einzuhalten (siehe Ab- schnitt 4.2).

ANESDERM® ist bei Patienten mit atopischer Dermatitis mit besonderer Vorsicht anzu- wenden. Eine kürzere Einwirkzeit (15 – 30 Mi- nuten) kann ausreichend sein (siehe Ab- schnitt 5.1). Bei Patienten mit atopischer Dermatitis können Einwirkzeiten von mehr als 30 Minuten zu einer erhöhten Inzidenz lokaler Gefäßreaktionen, insbesondere Rö- tungen am Applikationsort, in manchen Fällen Petechie und Purpura, führen (siehe Abschnitt 4.8). Vor der Entfernung von Dell- warzen (Mollusken) bei Kindern mit atopi- scher Dermatitis wird eine Einwirkzeit von 30 Minuten empfohlen.

Bei augennaher Anwendung von ANESDERM® ist besondere Vorsicht gebo- ten, da es zu Augenreizungen kommen kann. Außerdem kann der Verlust der Au- genschutzreflexe zu Reizungen und poten- ziellen Abschürfungen der Hornhaut führen. Bei Augenkontakt muss das Auge sofort mit Wasser oder Natriumchloridlösung ge- spült und bis zur Wiederherstellung der Re- flexe geschützt werden.

ANESDERM® darf nicht auf ein beschädig- tes Trommelfell aufgetragen werden. In tier- experimentellen Untersuchungen hat sich gezeigt, dass ANESDERM® beim Einträufeln in das Mittelohr ototoxisch wirkt. Allerdings kam es bei Tieren mit intaktem Trommelfell zu keiner Schädigung, wenn ANESDERM® mit dem äußeren Gehörgang in Kontakt ge- bracht wurde.

Mit Antiarrhythmika der Klasse III (z. B. Amiodaron) behandelte Patienten sind eng- maschig zu überwachen (gegebenenfalls mit EKG-Kontrollen), da die kardialen Wir- kungen additiv sein können.

In Konzentrationen über 0,5 bis 2 % besit- zen Lidocain und Prilocain bakterizide und antivirale Eigenschaften. Daher sollten die Ergebnisse einer intrakutanen Injektion von Lebendimpfstoffen kontrolliert werden, ob- wohl eine klinische Studie darauf hinweist, dass die Impfantwort, beurteilt anhand loka- ler Quaddelbildung, nicht beeinträchtigt ist, wenn ANESDERM® vor einer BCG-Impfung angewendet wird.

Der Gehalt an Macrogolglycerolhydroxy- stearat (Ph. Eur.) kann, insbesondere bei Kleinkindern unter 3 Jahren, Hautreizungen hervorrufen.

Kinder und Jugendliche

Studien konnten die Wirksamkeit von ANESDERM® bei Neugeborenen bei Lan- zettenstich in die Ferse nicht nachweisen.

Bei Neugeborenen und Säuglingen unter 3 Monaten wird im Allgemeinen bis zu 12 Stunden nach einer Applikation von ANESDERM® innerhalb des empfohlenen Dosisbereichs ein vorübergehender und

klinisch nicht relevanter Anstieg der Met- hämoglobinkonzentration beobachtet.

Wenn die empfohlene Dosis überschritten wird, sollte der Patient auf systemische Nebenwirkungen infolge einer Methämo- globinämie überwacht werden (siehe Ab- schnitte 4.2, 4.8 und 4.9).

ANESDERM® darf nicht angewendet werden: – bei Neugeborenen/Säuglingen bis zu 12 Monaten, die gleichzeitig mit Methä- moglobin-induzierenden Wirkstoffen be-

handelt werden.

– bei Frühgeborenen mit einem Gestations- alter von weniger als 37 Wochen, da bei diesen das Risiko erhöhter Methämoglo- binkonzentrationen besteht.

Die Sicherheit und Wirksamkeit der Anwen- dung von ANESDERM® auf der Haut im Ge- nitalbereich und der Genitalschleimhaut von Kindern unter 12 Jahren ist nicht erwiesen.

Die vorliegenden Daten zu Kindern und Jugendlichen zeigen keine ausreichende Wirksamkeit für die Beschneidung.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen-Liste
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Prilocain kann in hohen Dosen insbesonde- re in Verbindung mit Methämoglobin-indu- zierenden Arzneimitteln (z. B. Sulfonamide, Nitrofurantoin, Phenytoin, Phenobarbital) zu einem Anstieg der Methämoglobinkonzen- tration im Plasma führen. Diese Liste ist nicht vollständig.

Bei Anwendung hoher Dosen von ANESDERM® ist das Risiko einer zusätzli- chen systemischen Toxizität bei Patienten zu beachten, die andere Lokalanästhetika erhalten oder mit diesen strukturell ver- wandte Arzneimittel, da die toxischen Wir- kungen additiv sind.

Spezifische Wechselwirkungsstudien mit Lidocain/Prilocain und Antiarrhythmika der Klasse III (z. B. Amiodaron) wurden nicht durchgeführt; es ist jedoch Vorsicht gebo- ten (siehe auch Abschnitt 4.4).

Arzneimittel, die die Clearance von Lidocain verringern (z. B. Cimetidin oder Betablocker) können potentiell zu toxischen Plasmakon- zentrationen führen, wenn Lidocain über einen längeren Zeitraum wiederholt in ho- hen Dosen verabreicht wird.

Kinder und Jugendliche

Spezifische Wechselwirkungsstudien bei Kindern wurden nicht durchgeführt. Die Wechselwirkungen sind denen von Erwach- senen wahrscheinlich ähnlich.

Schwangerschaft

Schwangerschaft

Obwohl die systemische Resorption bei oberflächlicher Applikation nur gering ist, sollte die Anwendung von ANESDERM® bei schwangeren Frauen mit Vorsicht erfolgen, da keine ausreichenden Erfahrungen zur Anwendung von ANESDERM® bei schwan- geren Frauen vorliegen. Tierexperimentelle Studien ergaben jedoch keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft,

embryofetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung. Nach subkutaner/ intramuskulärer Gabe hoher Dosen von Lido- cain oder Prilocain, die weit über die Exposi- tion bei oberflächlicher Applikation hinaus- gingen, wurde Reproduktionstoxizität ge- zeigt (siehe Abschnitt 5.3).

Lidocain und Prilocain sind plazentagängig und können von den fetalen Geweben auf- genommen werden. Es kann angenommen werden, dass Lidocain und Prilocain bei einer großen Anzahl von schwangeren und gebärfähigen Frauen angewendet wurden. Bisher wurden keine spezifischen Störun- gen des reproduktiven Prozesses wie z. B. ein vermehrtes Auftreten von Missbildun- gen oder andere direkt oder indirekt ge- sundheitsschädlichen Wirkungen auf das ungeborene Kind berichtet.

Stillzeit

Lidocain und wahrscheinlich auch Prilocain gehen in die Muttermilch über, aber in so geringen Mengen, dass bei therapeuti- schen Dosen im Allgemeinen kein Risiko für das Kind besteht. ANESDERM® kann wäh- rend der Stillzeit angewendet werden, wenn dies aus klinischer Sicht notwendig ist.

Fertilität

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Beeinträchtigung der Fertilität männlicher oder weiblicher Ratten (siehe Abschnitt 5.3).

Fahrtüchtigkeit

ANESDERM® hat keinen oder einen zu ver- nachlässigenden Einfluss auf die Verkehrs- tüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Nebenwirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils Die am häufigsten berichteten unerwünsch- ten Arzneimittelwirkungen (UAW) traten im Zusammenhang mit Erkrankungen an der Verabreichungsstelle (vorübergehende lokale Reaktionen an der Applikationsstelle) auf und wurden häufig berichtet.

Tabellarische Auflistung der Nebenwirkun- gen

Die Inzidenzen der mit einer ANESDERM®- Therapie verbundenen unerwünschten Arz- neimittelwirkungen (UAW) sind in der nach- folgenden Tabelle aufgeführt. Die Angaben in der Tabelle beruhen auf unerwünschten Ereignissen, die bei klinischen Studien und/ oder der Anwendung nach der Marktein- führung berichtet wurden. Die Häufigkeit die- ser Nebenwirkungen ist gemäß MedDRA- Systemorganklasse und der Ebene der be- vorzugten Bezeichnung aufgeführt.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwir- kungen in den einzelnen Systemorganklas- sen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: sehr häufig (≥ 1/10); häufig (≥ 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥ 1/1.000 bis

< 1/100); selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000); sehr selten (< 1/10.000); nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwir- kungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.

Tabelle 3 Nebenwirkungen

Systemorganklasse Häufig Gelegentlich Selten
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Methämoglobin- ämie1)
Erkrankungen des Immunsystems Überempfindlich- keit1),2),3)
Augenerkrankungen Hornhautreizung1)
Erkrankungen der Haut und desUnterhautzellgewebes Purpura1) oder Pete- chie1) (insbesondere nach längerer Ein- wirkzeit bei Kindern mit atopischer Der- matitis oder Mollus- ca contagiosa)
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerdenam Verabreichungsort Brennen2),3)Juckreiz am Applika- tionsort2),3)Erytheme am Appli- kationsort1),2),3)Ödem am Applika- tionsort1),2),3)Wärmegefühl am Applikationsort2),3)Blässe am Applika- tionsort1),2),3) Brennen1)Reizung am Applika- tionsort3)Juckreiz am Applika- tionsort1)Parästhesie am Applikationsort2) wie z. B. KribbelnWärmegefühl am Applikationsort1)

1) Haut

2) Genitalschleimhaut

3) Beinulkus

Siehe Tabelle 3

Kinder und Jugendliche

Häufigkeit, Art und Schweregrad der Neben- wirkungen bei Kindern und Jugendlichen ähneln denen bei Erwachsenen, außer für Methämoglobinämie, die bei Neugeborenen und Säuglingen im Alter von 0 bis 12 Mo- naten häufiger beobachtet wird, oftmals in Verbindung mit einer Überdosierung (siehe Abschnitt 4.9).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkun- gen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwir- kungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuier- liche Überwachung des Nutzen-Risiko-Ver- hältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medi- zinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt- Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzuzeigen.

Überdosierung

In seltenen Fällen wurde über eine klinisch relevante Methämoglobinämie berichtet. Insbesondere bei empfindlichen Personen (siehe Abschnitt 4.2) und im Zusammenwirken mit Methämoglo- bin-induzierenden Arzneimitteln (z. B. Sul- fonamiden, Nitrofurantoin, Phenytoin und Phenobarbital) kann Prilocain in hohen Do- sen einen Anstieg der Methämoglobinkon- zentration hervorrufen. Es ist zu berück- sichtigen, dass Pulsoximeterwerte bei einer erhöhten Methämoglobinfraktion die tat- sächliche Sauerstoffsättigung überschät- zen können. In Fällen einer vermuteten

Methämoglobinämie kann es daher von Vorteil sein, die Sauerstoffsättigung mittels CO-Oximetrie zu überwachen.

Eine klinisch signifikante Methämoglobin- ämie sollte durch langsame intravenöse In- jektion von Methylenblau behandelt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Sollte es zu anderen Symptomen einer sys- temischen Toxizität kommen, ist mit ähn- lichen Anzeichen wie nach der Anwendung von Lokalanästhetika mit anderen Anwen- dungsarten zu rechnen. Die Toxizität der Lokalanästhetika manifestiert sich durch Symptome einer Erregung des Nervensys- tems und in schweren Fällen durch eine zentralnervöse und kardiovaskuläre Depres- sion. Schwere neurologische Symptome (Konvulsionen, ZNS-Depression) müssen symptomatisch durch Unterstützung der Atmung und Gabe von Antikonvulsiva be- handelt werden; Kreislaufsymptome werden gemäß den Richtlinien für die Wiederbele- bung behandelt.

Da die Resorption durch die intakte Haut langsam erfolgt, ist ein Patient mit Anzei- chen einer Toxizität nach erfolgter Notfall- behandlung mehrere Stunden zu beobach- ten.

Pharmakologische Eigenschaften - ANESDERM® 25 mg/g

Pharmakodynamik

Pharmakotherapeutische Gruppe: Lokal- anästhetika; Amide;

ATC-Code: N01BB20

Wirkmechanismus

ANESDERM® bewirkt durch Freisetzen von Lidocain und Prilocain in die Epidermis und

Dermis und in die Nähe von Schmerzrezep- toren und Nervenendigungen der Haut eine Anästhesie der Haut.

Lidocain und Prilocain sind Lokalanästhetika vom Amidtyp. Beide stabilisieren die Mem- bran von Nervenzellen, indem sie die für die Auslösung und Weiterleitung von Nerven- impulsen erforderlichen Ionenströme hem- men, wodurch eine lokale Anästhesie ent- steht. Die Qualität der Anästhesie hängt von der Einwirkzeit und der Dosis ab.

Haut

ANESDERM® wird unter einem Okklusiv- verband auf die intakte Haut aufgebracht. Die Zeit, die notwendig ist, um eine zuverläs- sige Anästhesie der intakten Haut zu errei- chen, beträgt in Abhängigkeit vom Eingriff 1 – 2 Stunden. Die lokale Narkosewirkung ist nach einer längeren Einwirkzeit von 1 – 2 Stunden in den meisten Körperberei- chen verbessert, außer auf der Gesichts- haut und den männlichen Genitalien. Auf- grund der dünnen Gesichtshaut und der hohen Gewebedurchblutung wird die maxi- male lokale Narkosewirkung auf Stirn und Wangen nach 30 bis 60 Minuten erreicht. Auf ähnliche Weise wird die lokale Anästhe- sie der männlichen Genitalien nach 15 Mi- nuten erreicht. Die Dauer der Anästhesie nach einer Einwirkzeit von ANESDERM® von 1 bis 2 Stunden beträgt mindestens 2 Stunden ab Entfernen des Verbands, außer im Gesicht, wo die Wirkdauer kürzer ist. ANESDERM® ist bei allen Pigment- schattierungen von heller bis dunkler Haut (Hauttypen I-VI) gleichermaßen wirksam und hat die gleiche Zeit bis zum Wirkeintritt.

In klinischen Studien mit ANESDERM® an intakter Haut wurden hinsichtlich der Sicher- heit oder Wirksamkeit (einschließlich Zeit bis zum Wirkeintritt der Anästhesie) keine Un- terschiede zwischen älteren (65 – 96 Jahre) und jüngeren Patienten beobachtet.

ANESDERM® ruft auf der behandelten Fläche eine zweiphasige Gefäßreaktion hervor, an- fangs Vasokonstriktion, dann Vasodilatation (siehe Abschnitt 4.4). ANESDERM® kann eine vorübergehende Verdickung der Haut verursachen, die zum Teil durch die Hydrierung der Haut unter dem Okklusiv- verband bedingt ist. Die Hautverdickung klingt innerhalb von 15 Minuten an der Luft wieder ab.

Die Tiefe der Hautanästhesie nimmt mit der Einwirkzeit zu. Bei 90 % der Patienten ist die Anästhesie bei Trokarbiopsie (4 mm Durchmesser) bis zu einer Tiefe von 2 mm 60 Minuten und 3 mm 120 Minuten nach einer Anwendung von ANESDERM® ausrei- chend.

Bei der Anwendung von ANESDERM® vor einer Masern-Mumps-Röteln-Impfung, vor einer intramuskulären Diphtherie-Pertussis- Tetanus-Impfstoffgabe oder vor der Verab- reichung von inaktivierten Poliovirus-, Hae-

mophilus-influenzae-b- oder Hepatitis-B- Impfstoffen werden die mittleren Antikörper- titer, die Serokonversionsrate und der Anteil der Patienten, bei denen nach der Immuni- sierung schützende oder positive Antikör- pertiter erreicht werden, im Vergleich zu den mit Placebo behandelten Patienten nicht beeinflusst.

Genitalschleimhaut

Die Resorption durch die Genitalschleim- haut erfolgt rascher und setzt früher ein als auf der Haut.

5 – 10 Minuten nach einer Anwendung von ANESDERM® auf weiblicher Genitalschleim- haut betrug die durchschnittliche Dauer der effektiven Analgesie bei Anwendung eines Argonlaserstimulus, welcher scharfe und stechende Schmerzen verursacht, 15 – 20 Minuten (individuelle Schwankungen

von 5 – 45 Minuten).

Beinulzera

Zuverlässige Anästhesie bei der Reinigung von Beinulzera wird bei den meisten Pa- tienten mit einer Einwirkzeit von 30 Minuten erreicht. Eine Einwirkzeit von 60 Minuten kann die Anästhesie weiter verbessern. Das Reinigungsverfahren soll innerhalb von 10 Minuten nach Entfernen der Creme be- ginnen. Klinische Daten einer längeren Wartezeit sind nicht verfügbar. ANESDERM ® lindert die postoperativen Schmerzen für bis zu 4 Stunden nach der Wundausschnei- dung. Im Vergleich zur Wundausschneidung nach Anwendung einer Placebo-Creme verringert ANESDERM® die Anzahl von notwendigen Reinigungssitzungen, um ein sauberes Ulkus zu erzielen. Es wurden kei- ne negativen Wirkungen auf die Ulkushei- lung oder die Bakterienflora beobachtet.

Kinder und Jugendliche

Klinische Studien mit mehr als 2.300 Kin- dern und Jugendlichen aller Altersklassen zeigten die Wirksamkeit bei Nadelschmer- zen (Venenpunktion, Kanülierung, s. c. und i.m. Impfungen, Lumbalpunktion), Laser- behandlungen von Gefäßläsionen und Kürettage von Molluscum contagiosum. ANESDERM® linderte die Schmerzen von Nadeleinstichen und der Injektion von Impf- stoffen. Die analgetische Wirksamkeit stieg bei normaler Haut zwischen 15 und 90 Mi- nuten Einwirkzeit an, bei Gefäßläsionen zeigte eine Einwirkzeit von 90 Minuten je- doch keinen Nutzen gegenüber einer Ein- wirkzeit von 60 Minuten. Im Vergleich zu Placebo zeigte ANESDERM® bei der Kryo- therapie gemeiner Warzen mit flüssigem Stickstoff keinen Nutzen. Es konnte keine ausreichende Wirksamkeit für Beschneidun- gen gezeigt werden.

Elf klinische Studien mit Neugeborenen und Säuglingen zeigten, dass die Methämoglo- binkonzentrationen ca. 8 Stunden nach epi- kutaner Anwendung von ANESDERM® ihre Spitzenwerte erreichen, die bei der emp- fohlenen Dosierung klinisch aber unbedeu- tend sind und nach ca. 12 – 13 Stunden auf die Normalwerte zurückgehen. Die Methä- moglobinbildung steht in Zusammenhang mit der kumulativen Menge des perkutan resorbierten Prilocains und kann daher bei längeren Einwirkzeiten von ANESDERM® zunehmen.

Bei der Anwendung von ANESDERM® vor einer Masern-Mumps-Röteln-Impfung, vor einer intramuskulären Diphtherie-Pertussis- Tetanus-Impfstoffgabe oder vor der Ver- abreichung von inaktivierten Poliovirus-, Haemophilus-influenzae-b- oder Hepatitis-B- Impfstoffen werden die mittleren Antikörper- titer, die Serokonversionsrate und der An- teil der Patienten, bei denen nach der Im- munisierung schützende oder positive Anti- körpertiter erreicht werden, im Vergleich zu den mit Placebo behandelten Patienten nicht beeinflusst.

Pharmakokinetik

Resorption, Verteilung, Biotransformation und Elimination

Die systemische Resorption von den in ANESDERM® enthaltenen Wirkstoffen Lido- cain und Prilocain ist abhängig von der Dosis, der behandelten Hautfläche und der Einwirkzeit. Weitere Faktoren sind die Dicke der Haut (die je nach Körperstelle variiert) sowie andere Zustände wie Hauterkran- kungen und Rasur. Nach der Anwendung auf einem Beinulkus können die Merkmale des Ulkus ebenfalls die Resorption beein- flussen. Die Plasmakonzentrationen von Prilocain sind nach einer Anwendung von ANESDERM® aufgrund des größeren Ver- teilungsvolumens und der schnelleren Clearance um 20 – 60 % niedriger als die von Lidocain. Lidocain und Prilocain wer- den hauptsächlich in der Leber abgebaut und die Stoffwechselprodukte werden über die Nieren ausgeschieden. Die Abbau- und Eliminationsgeschwindigkeiten der Lokalanästhetika nach topischer Anwen- dung von ANESDERM® werden jedoch durch die Resorptionsgeschwindigkeit be- stimmt. Deshalb hat eine verminderte Clea- rance (wie z. B. bei Patienten mit stark ein- geschränkter Leberfunktion) nach einmali- ger Dosisgabe von ANESDERM® und nach wiederholter einmal täglicher Dosisgabe über einen kurzen Zeitraum (bis zu 10 Tage) begrenzte Wirkungen auf die systemischen Plasmakonzentrationen.

Bei einem Anstieg der Plasmakonzentration eines der Wirkstoffe von 5 auf 10 μg/ml treten zunehmend Symptome einer Toxi- zität des Lokalanästhetikums auf. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Toxi- zität von Lidocain und Prilocain additiv ist.

Intakte Haut

Nach Anwendung auf dem Oberschenkel von Erwachsenen (60 g Creme/400 cm2 für eine Dauer von 3 Stunden) wurden etwa 5 % der Wirkstoffe Lidocain und Prilocain resorbiert. Maximale Plasmakonzentrationen (Mittelwert 0,12 bzw. 0,07 μg/ml) wurden ca. 2 – 6 Stunden nach der Applikation er- reicht.

Das Ausmaß der systemischen Resorption im Anschluss an die Anwendung im Gesicht (10 g/100 cm2 für eine Dauer von 2 Stun- den) betrug ungefähr 10 %. Maximale Plas- makonzentrationen (Mittelwert 0,16 bzw. 0,06 μg/ml) wurden ca. 1,5 – 3 Stunden nach der Applikation erreicht.

In Studien zur Spalthauttransplantation bei Erwachsenen führten Anwendungen auf einem Hautbereich von bis zu 1.500 cm2 auf dem Oberschenkel oder Oberarm für

eine Dauer von bis zu 7 Stunden und 40 Mi- nuten zu maximalen Plasmakonzentrationen von nicht mehr als 1,1 μg Lidocain/ml und 0,2 μg Prilocain/ml.

Genitalschleimhaut

Nach 10-minütiger Einwirkzeit von 10 g ANESDERM® auf der Vaginalschleimhaut wurden die maximalen Plasmakonzentra- tionen von Lidocain und Prilocain (Mittel- wert 0,18 μg/ml bzw. 0,15 μg/ml) innerhalb von 20 bis 45 Minuten erreicht.

Beinulkus

Nach einmaliger Anwendung von 5 bis 10 g ANESDERM® auf Beinulzera mit einer Grö- ße von bis zu 64 cm2 für eine Dauer von 30 Minuten wurden die maximalen Plasma-

Tabelle 4

Plasmakonzentrationen von Lidocain und Prilocain in verschiedenen pädiatrischen Altersklas- sen von 0 Monaten bis 8 Jahren

Alter Applizierte Menge der Creme Einwirkzeitder Creme auf der Haut Plasmakonzentration (ng/ml)Lidocain Prilocain
0 – 3 Monate 1 g/10 cm2 1 Stunde 135 107
3 – 12 Monate 2 g/16 cm2 4 Stunden 155 131
2 – 3 Jahre 10 g/100 cm2 2 Stunden 315 215
6 – 8 Jahre 10 – 16 g/100 – 160 cm2(1 g/10 cm2) 2 Stunden 299 110

konzentrationen von Lidocain (0,05 – 0,25 μg/ ml; ein individueller Wert von 0,84 μg/ml) und Prilocain (0,02 – 0,08 μg/ml) innerhalb von 1 – 2,5 Stunden erreicht.

Bei einer Einwirkzeit von 24 Stunden auf Beinulzera mit einer Größe von bis zu 50 – 100 cm2 wurden die maximalen Plasma- konzentrationen von Lidocain (0,19 – 0,71 μg/ ml) und Prilocain (0,06 – 0,28 μg/ml) für ge- wöhnlich innerhalb von 2 – 4 Stunden er- reicht.

Bei wiederholter 30 – 60 Minuten langer An- wendung von 2 – 10 g ANESDERM® 3 – 7-mal die Woche und bis zu 15-mal in einem Monat auf Beinulzera mit einer Größe von bis zu 62 cm2 trat keine ersichtliche Akku- mulation von Lidocain und seinen Metabo- liten Monoglycinexylidid und 2,6-Xylidin oder von Prilocain und seinem Metaboliten ortho-Toluidin im Plasma auf. Die maxi- malen beobachteten Plasmakonzentratio- nen von Lidocain, Monoglycinexylidid und 2,6-Xylidin betrugen 0,41, 0,03 bzw. 0,01 μg/ml. Die maximalen beobachteten Plasmakonzentrationen von Prilocain und ortho-Toluidin betrugen 0,08 μg/ml bzw. 0,01 μg/ml.

Bei wiederholter 60 Minuten langer Anwen- dung von 10 g ANESDERM® einmal täglich an 10 aufeinander folgenden Tagen auf chro- nischen Beinulzera mit Größen zwischen 62 und 160 cm2 betrug die mittlere maxi- male Plasmakonzentration der Summe der Konzentrationen von Lidocain und Prilocain 0,6 μg/ml. Die Spitzenkonzentration ist un- abhängig vom Alter des Patienten, aber si- gnifikant (p < 0,01) mit der Größe des Ulkus verknüpft. Ein Anstieg der Ulkusfläche um 1 cm2 führt zu einer um 7,2 ng/ml erhöhten Cmax der Summe der Konzentration von Li- docain und Prilocain. Die Summe der maxi- malen Plasmakonzentrationen von Lidocain und Prilocain beträgt weniger als ein Drittel der mit toxischen Reaktionen verbundenen Konzentrationen, ohne ersichtliche Akkumu- lation über einen Zeitraum von 10 Tagen.

Besondere Patientengruppen Ältere Patienten

Die Plasmakonzentrationen von Lidocain und Prilocain sind sowohl bei älteren als auch bei jüngeren Patienten nach Applika- tion von ANESDERM® auf die intakte Haut sehr niedrig und liegen weit unter den po- tenziell toxischen Konzentrationen.

Kinder und Jugendliche

Die maximalen Plasmakonzentrationen von Lidocain und Prilocain, die nach Applika- tion von ANESDERM® bei Kindern und Ju- gendlichen in verschiedenen Altersklassen auftraten, lagen ebenfalls unter den poten- ziell toxischen Konzentrationen. Siehe Ta- belle 4.

Weblinks

Packungen und Preis

ANESDERM® 25mg/g + 25mg/g Creme 5g + 2 Pflaster N1
Preis
7,49 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
ANESDERM® 25mg/g + 25mg/g Creme 5x5g + 10 Pfl. N2
Preis
30,50 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.
ANESDERM® 25mg/g + 25mg/g Creme 30g N3
Preis
31,09 €
Zuzahlung
5,00 €

Versicherungsliste

Verpackung ist nicht auf der Liste.

Quellen

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Rote Liste

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