Buscomint bei Reizdarm 0,2ml
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Verschreibungsinformationen
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Informationen zur Abgabe
Verschreibungseinschränkungen
Sonstige Informationen
Name des Präparats
Gluten/Laktose
Laktose: Nein
Darreichungsform
Hersteller
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Fachinfo - Buscomint 0,2ml
Pflanzliches Arzneimittel zur symptomatischen Linderung von Bauchschmerzen, leichten Krämpfen im Magen-Darm-Trakt und Flatulenz, besonders bei Patienten mit Reizdarmsyndrom.
Buscomint bei Reizdarm wird angewendet bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren (mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg).
Dosierung
Patienten mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg nehmen eine magensaftresistente Weichkapsel 3-mal täglich ein.
Kinder und Jugendliche
Buscomint bei Reizdarm darf nicht bei Kindern unter 12 Jahren und Jugendlichen mit einem Körpergewicht von weniger als 40 kg angewendet werden, da Bedenken hinsichtlich der Sicherheit bestehen (siehe Abschnitt 4.3 und 5.3).
Eingeschränkte Nierenfunktion
Es liegen keine Daten zu Dosierungsanweisungen bei eingeschränkter Nierenfunktion vor. Dauer der Anwendung
Die magensaftresistenten Weichkapseln sollten angewendet werden, bis die Symptome abgeklungen sind, was in der Regel innerhalb von 1 - 2 Wochen der Fall ist. Der Patient sollte nach 2 Wochen einen Arzt aufsuchen, wenn die Symptome anhalten oder sich verschlimmern. In manchen Fällen kann die Einnahme der magensaftresistenten Weichkapseln bei anhaltenden Symptomen bis zu 3 Monaten pro Behandlung fortgesetzt werden.
Art der Anwendung Zum Einnehmen.
Die magensaftresistenten Weichkapseln dürfen vor dem Schlucken nicht zerkaut oder zerkleinert werden (siehe Abschnitt 4.4).
Die magensaftresistenten Weichkapseln sollten 30 Minuten vor einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Menthol oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Patienten mit einer Lebererkrankung, Cholangitis, Achlorhydrie, Gallensteinen oder anderen Gallenerkrankungen.
Patienten mit weniger als 40 kg Körpergewicht (siehe Abschnitt 5.3), da Bedenken bezüglich der Sicherheit bestehen.
Kinder unter 12 Jahren und Jugendliche mit einem Körpergewicht unter 40 kg (siehe Abschnitt 5.3), da Bedenken bezüglich der Sicherheit bestehen.
Die Kapseln müssen im Ganzen geschluckt werden, d. h. sie dürfen nicht zerkaut oder zerkleinert werden, da dies zu einem vorzeitigen Freisetzen des Pfefferminzöls und damit zu einer möglichen Reizung von Mund und Speiseröhre führen könnte.
Bei Patienten, die an Sodbrennen oder einer Hiatushernie leiden, können sich diese Symptome nach der Einnahme von Pfefferminzöl manchmal verstärken. Die Behandlung mit diesem Arzneimittel sollte in diesem Fall beendet werden.
In Fällen, in denen nicht zu erklärende Bauchschmerzen anhalten oder sich verschlimmern, oder zusammen mit Symptomen wie Fieber, Gelbsucht, Erbrechen, Veränderungen in der Häufigkeit des Stuhlgangs, schwerer Verstopfung, unbeabsichtigtem Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl auftreten, sollte sofort medizinischer Rat eingeholt werden.
Das Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro magensaftresistente Weichkapsel, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.
Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.
Die gleichzeitige Einnahme von Nahrungsmitteln oder Antazida könnte zu einer vorzeitigen Freisetzung des Kapselinhalts führen. Andere Arzneimittel, die zur Reduzierung der Magensäure verwendet werden, wie Histamin-H2-Rezeptorantagonisten und Protonenpumpenhemmer, könnten zu einer vorzeitigen Auflösung des magensaftresistenten Überzugs führen und sollten vermieden werden.
Schwangerschaft
Es liegen keine bzw. nur begrenzt Daten zur Anwendung von Pfefferminzöl bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien sind nicht aussagekräftig in Bezug auf die Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3). Mangels ausreichender Daten wird die Anwendung des Arzneimittels während der Schwangerschaft nicht empfohlen.
Stillzeit
Daten weisen darauf hin, dass Bestandteile / Metaboliten von Pfefferminz, wie 1,8-Cineol, in die Muttermilch übertreten können. Ein Risiko für das Neugeborene/ Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Das Arzneimittel sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden.
Fertilität
Es liegen keine Daten zum Einfluss auf die Fertilität beim Menschen vor.
Es wurden keine Studien zur Auswirkung auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.
Nebenwirkungen sind nach Häufigkeit in folgende Kategorien unterteilt:
sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100), selten (≥1/10.000 bis <1/1.000), sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Tabelle der Nebenwirkungen pro Systemorganklasse
| Systemorganklasse | Häufigkeit |
| Erkrankungen des Immunsystems | |
| Allergische Reaktionen auf Menthol mit anaphylaktischem Schock | Nicht bekannt |
| Erkrankungen des Nervensystems | |
| Tremor der Muskulatur, Ataxie und Kopfschmerzen | Nicht bekannt |
| Augenerkrankungen | |
| Verschwommenes Sehen | Nicht bekannt |
| Herzerkrankungen |
| Bradykardie | Nicht bekannt |
| Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts | |
| Sodbrennen, perianales Brennen | Nicht bekannt |
| Übelkeit und Erbrechen, auffälliger Stuhlgeruch (Mentholgeruch), trockener Mund | Nicht bekannt |
| Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes | |
| Entzündung der Eichel, erythematöser Hautausschlag | Nicht bekannt |
| Erkrankungen der Nieren und Harnwege | |
| Auffälliger Mentholgeruch des Harns | Nicht bekannt |
| Dysurie | Nicht bekannt |
Treten andere, oben nicht angegebene Nebenwirkungen auf, sollte ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Symptome:
Eine Überdosierung kann – wahrscheinlich aufgrund des Mentholgehalts –zu schweren gastrointestinalen Symptomen, Diarrhö, rektalen Ulzerationen, epileptischen Anfällen, Bewusstseinsverlust, Apnoe, Übelkeit, Herzrhythmusstörungen, Ataxie und anderen Störungen des Zentralnervensystems (ZNS) führen.
Maßnahmen:
Im Fall einer Überdosierung sollte der Magen mittels Magenspülung entleert werden. Eine Überwachung mit symptomatischer Behandlung sollte – falls erforderlich – durchgeführt werden.
Pharmakologische Eigenschaften - Buscomint 0,2ml
Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Mittel bei funktionellen gastrointestinalen Störungen ATC-Code: A03AX15
Wirkmechanismus
Der Wirkmechanismus ist nicht im Detail bekannt.
Mehrere Studien mit Probanden und Patienten, die Pfefferminzöl intraluminal (Magen oder Darm) oder oral erhielten, zeigten eine deutliche spasmolytische Wirkung auf die glatte Muskulatur des Magen-Darm-Trakts.
Wirksamkeit
In systemischen Reviews und Metaanalysen weisen Placebo-kontrollierte Studien darauf hin, dass Pfefferminzöl sich positiv auf Bauchschmerzen und IBS Symptome auswirkt.
Resorption
Der magensaftresistente Überzug verzögert die Freisetzung von Pfefferminzöl bis die Weichkapsel den distalen Dünndarm erreicht hat, so dass es lokal zu einer Entspannung des Kolons kommt.
Menthol und andere Terpenbestandteile von Pfefferminzöl sind fettlöslich und werden im proximalen Dünndarm rasch resorbiert.
Verteilung
Es liegen keine Daten zur Verteilung vor.
Biotransformation
Menthol, der Hauptbestandteil von Pfefferminzöl, wird durch Glucuronidierung metabolisiert.
Elimination
Menthol und andere Terpenbestandteile werden bis zu einem gewissen Grad glucuronidiert ausgeschieden. Die maximalen Mentholspiegel, die über den Harn ausgeschieden wurden, waren niedriger, und die Ausscheidung erfolgte später bei Präparaten mit verzögerter Freisetzung als bei Präparaten mit sofortiger Freisetzung.
In einer klinischen Studie mit Pfefferminzöl und einer klinischen Studie mit Menthol wurde eine Hemmung der CYP3A4-Aktivität bis zu einem gewissen Grad beobachtet.
Pharmazeutische Angaben - Buscomint 0,2ml
Kapselhülle:
Gelatine Glycerol
Gereinigtes Wasser
Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172) Brillantblau-FCF-Aluminiumsalz- (E 133)
Überzug:
Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1) 30%ige Dispersion (Ph. Eur.) Triethylcitrat
Glycerolmonostearat Polysorbat 80
Blisterpackungen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Die magensaftresistenten Weichkapseln sind in Blisterpackungen verpackt. Faltschachteln mit Blisterpackungen (PVC/PCTFE-Aluminium) mit 6, 12, 24 oder 48 Kapseln.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.