Entzündlicher Rückenschmerz
Beurteilung, ob der Rückenschmerz eine entzündliche Ursache hat
Nicht als entzündlicher Rückenschmerz klassifiziert
Zusätzliche Angaben
Warnung
Dieses Tool dient nur zu Bildungszwecken und stellt keine professionelle Beratung oder einen Ersatz für professionelle Beratung dar. Das Tool sollte nicht dazu verwendet werden, medizinische Diagnosen zu stellen und/oder medizinische Behandlungen durchzuführen.
Allgemeine Beschreibung
Allgemeine Beschreibung
Die Assessment of SpondyloArthritis international Society (ASAS) hat Kriterien zur Diagnostizierung entzündlicher Rückenschmerzen entwickelt. Diese basieren auf einer durch Rheumatologen vorgenommenen Fachbeurteilung von 20 Patienten mit chronischem Rückenschmerz unbekannter Ursache. Eine solche Beurteilung gilt als „Goldstandard“ für die Diagnostizierung entzündlicher Rückenschmerzen. Die neu vorgeschlagenen Kriterien für entzündlichen Rückenschmerz umfassten die Domänen „Besserung bei körperlicher Belastung“, „Nächtliche Schmerzen“, „Lebensalter beim ersten Auftreten < 40 Jahre“ und „Keine Besserung in Ruhe“. Sie wurden anschließend in einer gesonderten Kohorte aus 648 Patienten validiert, die mit neu aufgetretenen Rückenschmerzen dem Rheumatologen vorgestellt wurden. Dabei zeigten sich eine Sensitivität der Kriterien von 79,6 % und eine Spezifität von 72,4 %.
Die Assessment of SpondyloArthritis international Society (ASAS) hat Kriterien zur Diagnostizierung entzündlicher Rückenschmerzen entwickelt. Diese basieren auf einer durch Rheumatologen vorgenommenen Fachbeurteilung von 20 Patienten mit chronischem Rückenschmerz unbekannter Ursache. Eine solche Beurteilung gilt als „Goldstandard“ für die Diagnostizierung entzündlicher Rückenschmerzen. Die neu vorgeschlagenen Kriterien für entzündlichen Rückenschmerz umfassten die Domänen „Besserung bei körperlicher Belastung“, „Nächtliche Schmerzen“, „Lebensalter beim ersten Auftreten < 40 Jahre“ und „Keine Besserung in Ruhe“. Sie wurden anschließend in einer gesonderten Kohorte aus 648 Patienten validiert, die mit neu aufgetretenen Rückenschmerzen dem Rheumatologen vorgestellt wurden. Dabei zeigten sich eine Sensitivität der Kriterien von 79,6 % und eine Spezifität von 72,4 %.
Referenzwerte
Nicht als entzündlicher Rückenschmerz klassifiziert
< 4Als entzündlicher Rückenschmerz klassifiziert
≥ 4Formeln
Es müssen vier der folgenden Kriterien erfüllt sein: Lebensalter beim ersten Auftreten < 45 (40) Jahre, schleichender Beginn, Besserung bei körperlicher Belastung, keine Besserung in Ruhe, nächtliche Schmerzen (mit Besserung nach dem Aufstehen)
Sensitivität und Spezifität
Sensitivität: 79,6 %
Spezifität: 72,4 %
Literaturverzeichnis
Sieper J, van der Heijde D, Landewé R, et al. New criteria for inflammatory back pain in patients with chronic back pain: a real patient exercise by experts from the Assessment of SpondyloArthritis international Society (ASAS). Ann Rheum Dis. 2009;68:784–8.
Version
2
Über dieses Tool
Entzündliche Rückenschmerzen (Inflammatory back pain, IBP) sind chronische, auf die axiale Wirbelsäule und die Iliosakralgelenke beschränkte Schmerzen. Es wird hierbei von mechanischen Rückenschmerzen durch eine Reihe von wichtigen diagnostischen Merkmalen unterschieden. Entzündliche Rückenschmerzen (IBP) bezeichnet ein relativ neues und gut akzeptiertes Konzept, dessen genaue Definition nach wie vor schwer zu bestimmen ist. Grundsätzlich umfassen die Hauptmerkmale von IBP: 1) ein relativ junges Alter bei Beginn der Erkrankung, in der Regel vor dem 40. oder 45. Lebensjahr, 2) morgendliche Steifheit, 3) Rückenschmerzen, die seit mindestens 3 Monaten oder länger bestehen und 4) Schmerzen, die bei Bewegung nachlassen. Die typischen Merkmale von IBP können bei Patienten mit ankylosierender Spondylitis (AS) sowie bei anderen chronischen axialen Schmerzerkrankungen wie undifferenzierter Spondyloarthritis (SpA), reaktiver Arthritis, entzündlichen Darmerkrankungen und Psoriasis auftreten. Es ist sehr wichtig, dass Patienten mit möglicher Spondyloarthritis frühzeitig diagnostiziert und überwiesen werden. Dabei ist es entscheidend, diese Patienten mithilfe von zentralen und zusätzlichen (klinischen) Fragen anzusprechen und anschließend erst eine körperliche Untersuchung und zusätzliche Tests durchzuführen. Hier liegt ein Ansatzpunkt für rheumatologische Dienste, Ärzte der Primärversorgung und Allgemeinmediziner zu schulen, um eine optimale Zusammenarbeit bei der Überweisung von Patienten an rheumatologische Abteilungen zu stärken und zu fördern.
